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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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II. 10. Vorbereitungen »nd Zwischenfälle.

Also wieder keine Schlacht und es ist schon der 23. Der Zeitverlusttödtet uns! Nur eine gewonnene Schlacht und dann ist allesgut!" Daran knüpfte sich die Mahnung Dembiüski möge keinen Un-gehorsam dulden, jeden der sich dessen erdrcistc vor ein Kriegsgerichtstellen*). Bald darnach traf ein neues Schreiben Kossuth's ein, derDembiüski einlud sich persönlich in Tisza-Füred einzufinden wohin er,Kossuth, mit General Kissund noch einer dritten Person" kommen undsich mit ihmwegen Görgei's Ungehorsam besprechen" wolle. Dembiüskilehnte die Aufforderung ab weil er sich im Augenblicke von der Armeenicht entfernen wollte;übrigens seien die Mishelligkeitcn mit Görgeibeglichen; wünsche Kossuth dennoch eine Unterredung so möge er sich nachErlau bemühen". Kossuth war aber kein besonderer Freund von Pulverund Kugeln, und so unterblieb die Zusammenkunft^). Dembiüski benützteseinen Aufenthalt in Erlau um mit Szemcre Verpflegs-Angelegenheiten,mit Görgei die nächsten Operationen zu besprechen, das in dem weit-läufigen erzbischöflichen Seminar untergebrachte Militair-Hospital zu be-suchen und allerhand laufende Dienstsachen zu erledigen.

Dembiüski's Augenmerk war noch immer in erster Linie auf Schlikgerichtet, während er anderseits darauf wartete daß sich Vscsey in Török-Sz.-Miklüs und Damjanich in Czibakhüza rührten. Seit drei Tagenhatte sein bester Courier Nathan Nagy den Auftrag sich mit einem gutbespannten Wagen in Bereitschaft zu halten um, wenn Nachricht von dermittleren Theiß käme, jeden Augenblick seine Reise antrcten zu können.Als ihm in dieser Zeit Klapka durch einen Ordonnanz-Officier sagen ließdaß er Schlikmit 25 Pferden" beobachten lasse, fuhr Dembiüski in dieHöhe:Was?! Mit 25 Pferden?! Sagen Sie dem Obristen er sollemit all seiner Kraft trachten Schlik so tief als möglich im Thale gegenPütcrväsür anfzuhalten!"

Ani selben Tage hatte sich Graf Schlik mit den Majoren Gablenzund Prinz von Nassau und dem Rittmeister Grafen Török zu Pferde gesetztum sich persönlich ins große Hanpt-Quartier zu begeben, wohin ihn derFeldmarschall behufs mündlicher Rücksprache berufen hatte. Schlik hinter-ließ den Befehl alle Brigaden, mit Ausnahme jener des Generals Parrotder über Püsztü gegen Pata vorzurücken hatte, in Püterväsrir zu sammeln

Voller Wortlaut bei Danzer I S. 154 f.