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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Schlik im große» Haupt-Quartier.

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was für die entlegensten in Nemthi einquartierten Truppen auf den knie-tief verschlammten Wegen den Rest des 25. bis tief in die Dunkelheitin Anspruch nahm Schlik mit seinem Geleite und einer Bedeckung von12 Kürassieren ritt inzwischen in Trab und Galopp über Nemthi undVereböly bis Päszto wo ihn ein durch den General Parrot bestellter Wagenerwartete. Die Mienen der Einwohner, ihre verschränkten Arme, ihr trotzigerBlick zeigten nichts freundliches, und in der That war es darauf abgesehendas Häuflein kaiserlicher Reiter nbzufangen und an den nächsten un-garischen Posten abzuliefern. Schlik begab sich deshalb ans das Stadt-haus wo er in gebieterischem Tone Anordnungen traf, als folge ihm dieVorhut seines Armee-Corps auf dem Fuße nach, dessen Verpflegung erder Sorgfalt der Behörden und Bürger empfahl, während er seinem Or-donnanz-Corporal im Vertrauen den Auftrag gab die Pferde für denHcimritt nach Pöterväsär in Bereitschaft zu halten*). Der Empfang denderHeld Ober-Ungarns" in Gyöngyös fand, wo er etwa 8 Uhr abendscintraf, zeigte ungemeine Herzlichkeit und Freude; es war, wie sich No-bili ausdrückt,seit der Eröffnung des Feldzuges das erstemal daß mandieses tapferen vom Glück begünstigten Generals im Haupt-Quartier an-sichtig wurde". Nicht so angenehm stand es mit dem was er über dieletzten Schicksale und die jetzige Stellung seines Armee-Corps zu berichtenhatte und was nicht ohne Einfluß auf die nächsten Operationen derHaupt-Armee bleiben konnte.

Am 25. Februar befanden sich die Division Csorich und die BrigadeSchütte in Gyöngyös, die Division Schwarzenberg in ^rok-Szälläs; diekaiserlichen Vorposten standen eine Stunde vorwärts dieser Orte. DenFeind, angeblich 40.000 Mann stark, vermuthete inan in Erlau MaklärMezü-Kövesd Poroszlü; von Käpolna kamen weder Reisende noch Land-leutc nach Gyöngyös, ohne Zweifel durch die Ungarn aufgchaltc». FürstWindisch-Grätz fand die Gegend die er innc hatte nicht geeignet eineSchlacht anzunehmen; auch wollte er der Gefahr ausweichen daß diebeiden Divisionen des II. Armee-Corps einzeln angegriffen würden. Erbeschloß darum am nächsten Tage nach Käpolna und Kaäl aufzubrechen,während Schlik in Gyöngyös einrücken sollte um entweder gegen Kä-polna oder gegen Heves, wohin General Zeisberg mit der zusammen-gesetzten Brigade vom I. Armee-Corps beordert war, Unterstützung

*) Koöivka S. 229 s.

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