Pester Stimmungen und Gerüchte.
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äereLaner verdoppelten die Wachsamkeit um ihren vergötterten Banns.War diesen bösen Magyaren nicht zuzutrnuen daß sie ihm ans Lebenwollten?! Gleich Bildsäulen standen ihrer zwei Schildwnche vor der Ein-fahrt des Hotels „znm Tiger", und des Nachts lagerten sie auf denTreppen, in den Gängen, vor den Thüren der Zimmer in denen ihrHaupt und Führer weilte. Jelaöiü für seine Person kannte keine solchenBesorgnisse, doch mußte er seine Leute gewähren lassen um sie nicht zukränken. Was ihn näher auging und was in seiner jetzt vereinzelten Lageallerdings nicht ohne Einfluß und Bedeutung sein mußte, war daß manim großen Haupt-Quartier so ganz und gar vergaß ihn in Kenntnisdessen zu erhalten was ans dem Kampsplatze vorging und wie sich dieDinge dort entwickelten^).
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Am 25. Februar kt Uhr vormittags ritt Dembiüski an der Spitzeeines ansehnlichen Geleites, darunter Görgei, in die alte ErzbischofstadtErlau ein; ihm folgten mit klingendem Spiel und wehenden Fahueu dieBrigade Schulz und die Hauptquartiers - Colonne Görgei's. ZahlreicheEquipagen waren den Kommenden zur Stadt hinaus eutgegengefahren diejetzt den festlichen Einzug mitmachten; Straßen und Plätze erfüllte eine ju-belnde Menge, aus allen Fenstern winkte und grüßte cs mit Hand und Mund,mit Hüteschwcnkcn lind Tücherwehen. Dembiüski schlug sein Haupt-Quartierin dem prachtvollen Palais des Erzbischofs auf wo es an fürstlichen Ge-nüßen der Tafel nicht fehlte, eine fürDembiüski's Sybaritismns, so sticheltenseine Gegner, keineswegs gleichgiltige Sache, welcher dagegen Görgei dievolle Geringschätzung seines abgehärteten Wesens cntgegenbrachte. Auch sonstgab es zwischen den beiden so entgegengesetzten Naturen fortwährende kleineAnläße zu Mißbehagen und gegenseitiger Entfremdung > 2 ?). Am Abend kehrteGörgei zu seinen bei Mezü-Kövesd und Mezü-Keresztes gelagerten Divi-sionen zurück, um sich am folgenden Morgen im Hanpt-Quartier seinesOberfeldherrn wieder einznfinden. Dieser, der sich nach einigen Stundender Ruhe sehnte, erlag schier den Huldigungen die ihm bis in die tiefeNacht hinein gebracht wurden: Abend-Empfang beim Erzbischof, groß-artiger Fackelzug, Nachtmusik, Anreden in ungarischer Sprache, deren be-zeichnende Stellen ihm die Erlauer Domherren ins Deutsche übersetzten.
In der Nacht und am andern Morgen erhielt Dembiüski De-peschen aus Debreczin. Ein Brief Kossuth's jammerte im alten Tone:
Helfert, Geschichte Oesterreichs. IV. Z. 10