Erfolgloser Angriff Ottinger'S auf Czikmkh-lza. 143
brach General Ottinger mit 2 Bataillonen 6 Escadronen und 3 Bat-terien von Nagy-Abony ans und stand nach einem siebenstündigen Nacht-marsch 5 Uhr morgens am 25. an der Theiß jenseits von Czibakhazawo man die Ungarn, die offenbar von dem Anmarsch beizeiten unter-richtet worden, in voller Verfassung fand die Kaiserlichen zu empfangen.Ihre Geschütze waren, wenn auch an Zahl geringer, durch ihre gedeckteStellung und die höhere Lage gegen die Kaiserlichen im Vortheil. DieEinleitung des Kampfes begann 8 Uhr eine gegenseitige Kanonade währendwelcher Ottinger seine Infanterie an die Brücke heran und zum Sturmvorführte. Der Angriff wurde blutig zurückgewiescn. Major Leiniugen ander Spitze des abgefallenen Bataillons Schwarzenberg dringt über dieBrücke vor und wirst die Kaiserlichen zurück, denen aber neue Colonnenzu Hilfe eilen, worauf sich die Sache wendet und Leiningen, der in derHitze des Kampfes das Zurückweichen seines Bataillons nicht rechtzeitigwahrgenommen, umringt, gefangen und in eine Scheuer unweit der Brückein Verwahrung gebracht wird. Die retirirenden Schwarzenberg habenbereits die Brücke erreicht als sie das Verschwinden ihres Führers be-merken. Sie machen Halt, wagen einen neuen Angriff, dringen stürmendbis zur Scheuer vor, wo sie nicht blvs Leiningen befreien sondern auchGefangene machen und im Triumph zu den Ihrigen bringen. Ein drittes-,ein Viertesmal erneuern die Kaiserlichen den Sturm gegen die Brücke,eine Kartätschenladung empfängt sie jedesmal und wirft sie zurück. Ottingererkennt die Nutzlosigkeit fernern Kampfes, führt seine Truppen außer denBereich der ungarischen Geschoße, 1 Uhr nachmittags, und tritt denRückzug an. Sein Verlust war nicht gering an Mannschaft — bei Erz-herzog Karl allein 18 Mann todt und 19 verwundet — und unverhältnis-mäßig groß an Officieren, von denen zwei fielen, Hauptmanu Jova-noviö vom 2. Banal-Gränz-Jnf.-Regimcnt und Oberlieutenant Digbyvon Wallmoden-Kürassieren, und vier verwundet wurden, davon einerzugleich gefangen lieber den ungarischen Verlust ist mir nichts ver-läßliches bekannt geworden; doch war derselbe nach dem Gang des Ge-fechtes und nach der ungünstigen Aufstellung der kaiserlichen Geschützeohne Zweifel geringer. Die Rückkehr Ottinger'S in seine frühere Stationwar auch deshalb begründet weil Knndschaftermeldungen über einenneuerdings bevorstehenden Angriff auf Szolnok einliefcn, und zwar solltederselbe von drei Seiten gleichzeitig erfolgen: südlich von Czibakhäza, danngerade auf den Brückenkopf, endlich von Norden her über Püspöki und