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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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128 II. 9. Schlik und Dcmbiüski im Sajä-Thalc.

Geschütze ab um den heranrückenden Feind zu empfangen. Im Mittel-punkte von Dembiüski's Stellung befand sich eine gemauerte Brücke die erdurch große Stämme verrammeln ließ; ein Gehöfte nächst der Brückewurde mit Infanterie besetzt. Bald traf Aulich mit seine» Truppen einund vervollständigte die ungarische Streitmacht die nun 16.000 Mannmit 48 Geschützen zählte, während Schlik kaum die Hälfte dieser Zahlzur Verfügung hatte.

Jndcß Schlik kam nicht. Er hatte die Brigade Kriegern umvierthalb Stunden früher von Dnbiöäny aufbrcchcn lassen als Dcmbiüskivon Miskolcz abgerückt war, und war daher vor der Saj»-Brückc vonSz.-Püter angelangt ehe noch ein Mann von der andern Seite den Fußin den Ort gesetzt hatte. Schlik hatte darauf Auskundungs-Eolonncn aufallen nach vorwärts führenden Wegen und ebenso in die Sciten-Richtungenin Marsch gesetzt von denen keine vom Feinde etwas hatte entdeckenkönnen. Da war ihm im rechten Augenblicke die Nachricht zngekommcnGörgci sei im Anmarsch in seiner linken Flanke, während er geglaubthatte er werde es mit Dcmbiüski allein zu thun bekommen, und nun warkeine Zeit zu verlieren. Kurz zuvor oder zur selben Zeit war ihm auchder Bescheid auf seine Meldung vom 18. ins große Haupt-Quartier zu-gekommen, die ihn statt des beabsichtigten Durchbruchs über Sz.-Pätcrauf Miskolcz die Richtung über Püterväsär aus Ghöngyös cinschlagcnhieß. So trat denn Schlik »»verweilt den Rückmarsch an und war mitseinem Gros wohl schon wieder über Pntnok hinaus, während Dcmbiüskinoch seine Anstalten traf ihn bei Sz.-Pötcr zu empfangen und zu schlagen.Doch ebenso wenig als der kaiserliche Feldherr gewillt war sich durchFortsetzung seines Vormarsches im Sajü-Thale zwischen zwei Feuer bringenzu lassen, ebenso wenig wandelte Dcmbiüski die Lust an dem alten Reiter-General in die Thäler der Matra zu folgen und ihn zum Kampfe zureizen. Er verharrte in seiner Stellung bei Sz.-Pöter, während Schlik,der ihm jetzt vorgezeichneten Richtung folgend, den vom Feinde zwarvöllig unbehelligten, aber von Natur ans um so mühevolleren Marsch ausdem Sajü- und Rima-Thale in das der Tarna antrat. Am 21. abendslagerte man längs der Szombath-Putnoker Straße, die Brigade Fiedlerzuletzt im Bivouak nächst Serke. Die Soldaten, denen die naßkalte Wit-terung nicht behagtc, schleppten Holz zu Lagerfeuern aus dem benachbartenWalde herbei, wobei sie so unvorsichtig und wohl auch so muthwilligwaren einige der stehenden Bäume in Flammen zu setzen, so daß inmitten