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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Die Schlacht bei Ka-polna.

9.

Auf einer Pußta nächst Torualja, noch während des Kampfes mitder Nachhut Schlik's, hatte Dembmski ein vom 12. Februar datirtesSchreiben Kossuth's eröffnet worin es, im Hinblick darauf daß nun auchdie Truppen Görgei's unter seinen Oberbefehl gestellt seien, unter andermhieß:Hören Sie auf niemand. Thun Sie was Ihnen gut dünkt nachreifer Ueberlegung und schlagen Sic irgendwo den Feind." Dembinskisäumte nicht Görgei von jener Verfügung in Kenntnis zu setzen und ihmin kameradschaftlicher Weise Vertrauen gegen Vertrauen anzubieten. Alleinnichts konnte die Eitelkeit des so überrasch emporgesticgenen jungen Mannesempfindlicher treffen. Es war nur Vorwand daß er die polnische Lands-mannschaft Dembinski's hervorhob, daß er läugneteauch nur die leisesteKenntnis von der kriegsruhmreichen Vergangenheit" desselben zu haben gegen die damalige Görgei's mochte jene despolnischen Xenophon"wohl noch den Vergleich aushalten: die blose Thatsache der Unter-ordnung seiner, der seit Monaten ein unabhängiges Commando geführthatte, unter die Befehle eines Andern lag auf ihm wie ein böser-Alp.Görgei's Anhänger waren unermüdet Mismuth im Corps zu schüren,während er sich den Schein gab das Feuer der Seinen dämpfen, ihnendas Beispiel seiner eigenen Fügsamkeit Vorhalten zu wollen. Er that dies ^in einem eigenen Tagesbefehle, Kaschan 14. Februar, worin er sämmt-liche Stabs- und Ober-Officiere seines Corps auffordertediese scheinbareDemüthigung mit demselben Gleichmuthe hinzunehmen", mit welchem ersichden Befehlen des General-Lieutenants Dembinski, eines, wie mansagt, im Kriege ergrauten würdigen Feldherrn freiwillig unterordne".