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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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I. 8. Ocstcrr. Plan ciinr Directorial-Regiernng für Deutschland.

trafen die positiven Vorschläge Oesterreichs ein lind nun hatte unser Be-vollmächtigter einen andern Stand.

Vom 27. Februar datirte das Schreiben des Fürsten Schwarzenberg,worin er Herrn von Schmerling die Grundsätze mittheiltc die nach demDafürhalten des kaiserlichen Ministeriums bei Constituirnng der deutschenCcntral-Gcwalt leitend sein müßten:

1. Sic hätte zu bestehen ans Bevollmächtigten deutscher Negierungen,womöglich aus Mitgliedern regierender Häuser, sieben an derZahl, zusammen nenn Stimmen bildend.

2. Die Zusammensetzung des Dircctorinms wäre in der Art zubewerkstelligen daß Oesterreich und Preußen jedes zwei Stimmen,Bayern eine Stimme in der Ccntral-Bchördc zu führen hätten,die den andern deutschen Regierungen znzuweisendcn Stimmennach gewissen Kreisen und mit Berücksichtigung der relativenWichtigkeit der Staaten bei der Vertretung im Kreise ans-zumitteln wären.

3. Die Mitglieder des Direct vriums hätten ihr Amt zwar alsDclegirte ihrer Fürsten, jedoch unabhängig von spcciellen In-structionen zu führen. Die Stimmenmehrheit wäre für jedeeinzelne Entscheidung maßgebend.

4. Rücksichtlich deS Präsidiums wäre eine den früheren Verhält-nissen entsprechende Einrichtung zu treffen.

Auf Grundlage dieser Hauptpunkte sollte der kaiserliche Bevollmäch-tigte mit den befreundeten Regierungen in Verhandlung treten, sich mitihnen über die nähere Ausführung verständigen und den ans diesem Wegevereinbarten Entwurf sodann der National-Versammlung als ihrGcgcn-Project gegen die von dieser Versammlung bei der ersten Lesung an-genommenen correspondirenden Paragraphc ihres Verfassungs-Entwurfes"vorlegcn.

Dieses wichtige Schriftstück gelangte am 3. März in die HändeSchmerling's der nicht einen Augenblick zögerte die Bevollmächtigten derKönigreiche und des Großherzogthums Baden zu einer Zusammentrctungam morgigen Tage einzuladen. Herr von Camphansen, zu welchem sichSchmerling persönlich verfügte, war von dem Schritte der österreichischenRegierung sichtlich überrascht; es lag offenbar im Wunsche der preußischenStaatsmänner die Obcrhauptsfrage noch einige Zeit ruhen zu lassen.Für die bevorstehende Zusammenkunft entschuldigte er sich: er zweifle daßer an den Berathungen werde theilnehmen können, da er wahrscheinlichaus Anlaß der bevorstehenden Adreß-Berathnng seinen Sitz in derersten Kammer werde einnehmen müßen. In der That erschien er am 4.