Oesterreichische Sympathie» i» Mittel- und Süd-Deutschland.
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die bayerischen Abgeordneten dieselbe gleichfalls zu verlassen hätten, Er-klärungen welchen die zweite Kammer in den Sitzungen vom 8. und 9.einstimmig beitrat, und die am 18. in der ersten Kammer, wo Graf Areo-Valley den Antrag stellte nnd Fürst Ludwig vou Wallersteiu denselbenunterstützte, ein ebenso einstimmiges Echo fanden. Aehnlich war die Haltungder beiden württembcrgischen Kammern. Das Hans der Abgeordnetensprach sich für das ausschließliche Recht der Reichsversnmmlung zur Con-stituirung Deutschlands, aber zugleich gegen das Ausscheiden Oesterreichsans, 14. Februar, 61 gegen 12; ein Theil der Abgeordneten, namentlichdie Oberschwaben waren nur mit der Fassung unzufrieden, weil selbenicht stark genug gegen das preußische Kaiserthum gerichtet sei, und Herrvon Hornstein meinte geradezu Oesterreich sei au die Spitze von Deutsch-land zu stellen. Mit noch größerer Entschiedenheit trat die Kammer derStandesherren am 26. für das Verbleiben Oesterreichs im deutschenReichsverband ein, da eine auch nur theilweise Lostrcnnung des Kaiserstaatesvou jenen: Verbände als ein Nationalunglück angesehen werden müße. Dabeierklärte sie in: Sinne des österreichischen Cabinets den Vertrag als die einzigzuverlässige Grundlage des Verhältnisses zwischen Volk und Regierungund erkannte „nur in einer freien Vereinbarung der National-Versammlnngmit den deutschen Fürsten über die künftige deutsche Rcichsverfassung einesichere Bürgschaft für den kräftigen und rechtlichen Bestand derselben".
Die Voraussetzung aber war, so hörte Schmerling nicht auf zumahnen, daß Oesterreich mit seinem Programme entschieden hervortratund es seinen Mitständen zur Annahme vorlegte. Daß mit diesem Schrittenicht länger gezögert werde, dafür wies der österreichische Bevollmächtigtenoch auf einen besvndern Umstand hin. „Der Erzhcrzog-Rcichsverweser",nieldete er Mitte Februar nach Olmüz, „ist fortwährend krank nnd altertauffallend. Bei seinen vorgerückten Lebensjahren ist die Eventualität einesTodesfalles nicht fern. Wer soll ihn ersetzen wenn das Provisorium fort-dauert? Man wird kein zwcitesmal einen österreichischen Prinzen wählen.Und so wagen wir entweder daß man einen preußischen hinstellt, oderdas durch einen Neichsverwescr gerettete monarchische Princip geräth insWanken. Ist aber die Oberhauptsfrage entschieden so kann die Central-gewalt definitiv sich bilden, während die übrigen Theile der Verfassungnoch vereinbart werden"*).
2) Schnur, an Schwa. 15. Februar „Vertraulich" .7.