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I. 7. Die „Großdentscheu" und die „Kleiudontschen".
deutschen Regierungen die deutsche Kaiserkrone dem Könige non Preußenohne Hindernisse übergeben zu können" Wie stark und mit welchenMitteln die Kaiser-Partei ans ihr Ziel losarbeitetc gab sich unter andern,in dem Anträge kund der Schmerling, wie er dem Grafen Rechberg er-zählte, von preußischer Seite gemacht wurde: ihm jedes Portefeuille daser wünsche in Berlin zu geben. De» Reichsverwcser selbst traf Rechbergin jeder Hinsicht hcrabgekommcn. „Sie sehen in mir einen moralisch undphysisch abgenützten Mann", sagte ihn, der Erzherzog traurig und klagtebitter über sein an Preußen mindestens durch moralische Bestechung ver-kauftes Ministerium. Rechberg schlug ihm ein Ministerium Welcker-Wydenbrngk vor, was dem Erzherzog zu gefallen schic». Mit Schmerlingstand der Reichsverwcser im beste» Einvernehmen. Uebrigens schien dieKrankheit, die den Erzherzog bereits an die drei Wochen gefangen hielt,ihren Höhepunkt erreicht z» haben; schon traten Wahrzeichen beginnenderBesserung zum Vorschein.
Während der Anwesenheit Rechberg's in Frankfurt gab es eine vonden „Großdeutschen" eingesagte Versammlung in der „Mainlust", zuder alle jene Mitglieder des Parlaments geladen waren „welche dasVerbleiben der deutsch-österreichischen Lande in dem enger» deutschenBundesstaate anstrebten". Welcker hatte den Vorsitz und rügte in derEinleitnngsrede daß der Reichs-Verfassungsentwurf wie er vorlicge dieEinzelstaate» nicht genug berücksichtige, in deren Befugnisse weiter ein-greife als die Gestaltung eines Bundesstaates unumgänglich erfordere,daß er Zwist ins Reich bringe indem er Oesterreich und Preußentrenne rc. Es waren auch eiuigc von der Linken erschienen, in derenNamen Vogt erklärte daß er durchaus nicht auf der einheitlichen Spitzebeharre; im Gcgentheil bekenne er sich für seine Person in dieser Hinsichtkäuflich: „Für jeden Paragraph vermehrter Volksrechtc bi» ich bereit einenZoll Oberhaupt abznlassen". Im übrigen wollte sich die Linke auf einenbindenden Beschluß nicht ciulasseu, der übrigens, so viel auch über denGegenstand hin und her gesprochen wurde, von keiner Seite zustande kam.Das einzige was Welcker zum Schlüße als Punkt der Einigungbezeichnte war: daß kein Erbkaiser sondern eine Collectiv-Regierungbestehen solle und darum auch der „Ncichsrath" falle. Drei Tage spätertraten Mitglieder der Centren im Saale „zum Weidenbusch" zusammen,wo Biedermann den Vorsitz führte. Die Einladung lautete hier an alle„die eine wahre und kräftige Einheit Deutschlands nur in der wesent-