Rechberg in Frankfurt a. M.
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der Rechten mit großer Heiterkeit ausgenommen wurde. Es sprachen nochGiskra für einen eigenen Ausschuß; Beseler von Greifswalde gegen eineAntwort, „weil ich hoffe die Versammlung werde die eigentliche Antwortdurch die Verfassung geben" (Bravo); I. N. Berger für die Verein-barung und daher Niedersetzung eines Vereinbarungs-Ausschußes (Lachen),wogegen Fuchs aus Breslau in großer Aufregung fragte ob die Natioual-Versammlung schon so tief gesunken sei um mit vierunddreißig Regierungenzu verhandeln?! Zuletzt war die Mehrheit für die Verweisung der Noteau den Verfassungs-Ausschuß s°).
In diesen Tagen war Bnnsen bereits zurück in Berlin und trafRcchberg aus Stuttgart in Frankfurt ein. Jenen erwartete eine großeEnttäuschung. Denn Friedrich Wilhelm IV. wollte von dem Rundschreibenund von allem was Bunsen und Genossen eingeleitet hatten nichtsmehr wissen; der Weg den man eingeschlagen sei ein Unrecht gegenOesterreich; er wolle mit der Verfolgung einer so abscheulichen Politiknichts zu thuu haben, sondern überlasse sie dem Ministerium; wenn esaber zur persönlichen Frage komme dann werde er reden: „Ich setzemeine Krone und mein Leben daran ein ehrlicher Manu und Fürst zubleiben!" Der König entließ ihn in Gnaden, aber mit der bestimmtenErklärung nie einen Schritt so bereut zu haben als jenen zu dem Bunsenihm gerathen. Verstimmt kehrte der letztere auf seinen Londoner Gesandt-schafts-Postenzurück*). Die Minister ihrerseits verharrten in der von Bunsenmit ihnen eingeschlagenen Richtung so viel es anging und so weit es nicht,des Königs Ausdruck zu gebrauchen, die „persönliche Frage" berührte s?).
Rcchberg verhandelte in Frankfurt mit Schmerling und mit demPräsidenten des Reichs-Ministeriums. Letzteren fand er unbeugsam; dabeimachte Gageru kein Hehl aus seiner Ucbcrzeugung: Deutschland könnenur durch eine allgemeine Umwälzung zu der angcstrebten Einheit ge-langen. Zu derselben Fahne schwuren die andern Minister sowie alleUnter-Staatssecretärc, bis auf Biegeleben den politische und religiöseDenkungsart sowie Familienbande an Oesterreich knüpften, der aber ebendarum ohne allen Einstuß war. „Die Uebrigcu", so berichtete Rechbergnach Olmüz, „gehören sämmtlich der Partei au die eine allgemeine Um-wälzung von Deutschland Hervorrufen will, um nach dem Umsturz aller
P Aus Buuscu's Briefen II S. 496; Ranke Aus dem Briefwechsel Fried-rich Wilhelm IV. mit Bunsen S. 263.