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4. Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 3 (1886) Der ungarische Winter-Feldzug und die octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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Graf Rechbcrg in München,

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eigenen Lande wünschten^). Gleichwohl war das Schlnßcrgcbnis derMission Rcchberg's ein befriedigendes gewesen. Bei der Abschieds-Audienzhatte König Max erklärt, er werde sich Oesterreich unbedingt anschließenund er habe dem Grafen Bray sein Ehrenwort gegeben mit niemandanderem über die Angelegenheit zu sprechen. Dem Fürsten Schwarzenberghatte er seinen hesondern Dank ausdrücken lassendaß Oesterreich sichum die deutschen Fürsten in ihrer Bedrängnis annchme"; er fühle sichnunmehr, seit er diese Gewißheit erhalten, so leicht als sei ihm ein Steinvom Herzen gefallen und könne, da er sich den Rücken gedeckt sehe,auch in den inncrn Angelegenheiten nun eine kräftigere Haltung annehmcn.Er hatte überdies ein eigenhändiges Schreiben an seinen Gesandten amWiener Hofe Grasen von Lnxbcrg gerichtet, welchem eine im Haupt-inhalte vom König selbst abgefaßte Instruction beilag die er dem Grafenauf das eindringlichste empfahl:Erklären Sie daß ich gewiß festhaltcnwerde, wenn ich im Nothfallc der Unterstützung der österreichischen Re-gierung in Wort und That gewiß bin. Dringend lege ich Ihnen dieseSache ans Herz, denn cs handelt sich um Sein oder Nicht-Sein." Deninterimistischen Bevollmächtigten Bayerns bei der deutschen Central-Gewalthatte Graf Bray bald darnach, 2. Februar, angewiesen mit dem preußi-schen Bevollmächtigten v. Camphausen eine Verständigung zu suchen; vorallem aber sei ein Anschluß an den österreichischen Bevollmächtigten ge-boten.Des Herrn v. Schmerling Meinung daß die Oberhauptfrage vorallem vorzunehmen wäre theilt die bayerische Staatsregiernng und hatsie von jeher getheilt, wie alle ihre Bemühungen beweisen in dieserHauptsache, nach der sich alsdann die Conscquenzen leicht bestimmenlassen, ein gemeinschaftliches Einverständnis der größeren Höfe zu erzielen."

Als Graf Rechberg am 6. Februar abends znm zweitenmal inMünchen eintraf fand er die Lage kaum verändert: den gleichen bestenWillen beim Könige und dessen erstem Minister, aber auch die gleichenBedenken und Besorgnisse beim letztem, namentlich der zweiten Kammergegenüber. Graf Bray von seinen Collegen gedrängt lag seinerseits demKön-ige an, sich die Frankfurter Grundrechte gefallen zu lassen, so daßMaximilian, dessen Majestätsbcgriffen dies nicht zusagte, sich mit demGedanken vertrant machte andere Männer zu berufen'")., Er erklärtedem Grafen Rechberg der Krone Bayern die vollen Souverainetäts-Rcchte wahren und sich in keine Vereinbarung mit Frankfurt einlassenzu wollen, dascrn nicht vorerst die Idee eines Reichsoberhauptcs beseitigt