hineinführen. Gleich beym Eingänge werde ich die G-schlchie der,Dichtkunst, ihren Ursprung, ihre Ausnahme, ihre Beförderung, ihreHerrschaft und ihren Verfall bey verschiedenen Völkern erklären. Aegypt«en, Arabien, Syrien, Griechenland, Rom, Frankreich, Acngclland,Deutschland, und einige nordischen Gegenden sind die Schaubühnen,wohin ich die Blicke meiner Jugend richten, derselben Licht und Schatt-en Austritte voll Anmuth und öde Wüsteneycn, und die himmlischeDichtkunst bald im Staube bald auf dem Throne zeigen werde.
Von der Geschichte komme ich auf den Gegenstand und den End-zweck der Poesie inögcmein; aus den Hauptgrundsatz, worauf sie sichbezieht; auf die Quelle, woraus sie schöpfet; auf das Band der Ver-wandtschaft, das sie, wie es Cicero ausdrückt, mir der Bercdtsamkeit,der Malerey, Musik, und den übrigen schönen Künsten verknüpfet;auf den guten Geschmack, auf die Grundregeln des guten Geschmacksund der Poesie, u. s. w. Vom Allgemeinen schreite ich zum besondern,nämlich zu allen Gattungen und Arttn Gedichte. Hieher gehöret dieäsopische Fabel, das Schafergedicht, die Lehr-und Lobgcdichte, dieElegie, die Herolde, das Epigramm oder Sinngedicht, das Helden-gedicht, das scherzhafte Heldengedicht, die'Satyrs, die Schauspiel-dichtkunst , die lyrische Poesie u. a. m.
Ich gebe zugleich eine Kenntnip dse berühmtesten Dichter allerVölker und aller Jahrhunderte, und verbinde damit die Geschichte, denEndzweck, die Regeln, den Einfluß auf die Sitten, die Versarren einerjeden Gattung Gedichte. Ich zeige die vornehmsten Werke der Dicht-kunst an, bestürmte den Geschmack ihrer Verfasser, und lege nicht nuraus deutschen, sondern aus den grösten Dichtern Griechenlands, Ital-iens, Frankreichs und Aengellands die vorzüglichsten Stellen, die ichmir durch eine zehnjährige Bemühung theils bemerket, theils gesammelthabe, in der Muttersprache vor Augen.
AuS dem Reiche der Poesie treten wir in das Gebiet der Bercdt-sawkeit. Kürze halber lasse ich hier den Plan,,nach dem ich mich