darüber mache»? So gar der grose Lehrer der Erziehung, der sonstfast alle Wissenschaften der Jugend zurück enthalt, erfindt eine feineund reizende Art, seinem Emil die Naturlchre beyzubringen. Hierinhauptsächlich wird er nebst dem Roll,» mir zum Muster dienen.
Es liegt am Tage, wo es herkommt, daß so viele erwachseneLeute in der Welt-und Erdcbeschrcibung schlecht erfahren sind. Daserste Alter wirds;« sehr vcrnachlaßiget. Sollte man nicht einem jung-en Menschen, so bald ihm das Licht der Vernunft aufgeht, einen sein-er Fähigkeit angemessenen Begriff von der Einrichtung des Weltge-bärides geben? Sollte man ihm nicht zeigen: wo, in welchem Lande,in welchem Reiche, und in welchem Welttheile er wohnet? welcheLander die Gegend, in der er sich befindet, umgeben? welche Völker-schaften den Erdenkreis bewohnen? welche Könige und Fürsten sie be-herrschen? welche Flüsse und Meere die Königreiche und Welttheilsvoneinander scheiden? mit einem Worte: soll ein junger Herr von rsund mehreren Jahren nicht im Stande seyn, eine Zeitung zu lesen?und — wie viele trifft man an, die sich damit rühmen dürfen?
Eben so nothwendig ist die Geschichte, die Zeitrechnung, dieWappenkunst, Götterlehre, und andere Dinge mehr, von denen ichder Jugend, die man mir anvertrauen wird, nach und nach eine ge-nügsame Kenntniß beybringen werbe. Jcy schiene Stufenweise voneinem Gegenstände zum andern, bis wir endlich an das geheiligte Ortselbst hingelangen, wo die schönsten unter den Künsten wohnen.
Meine Unterrichte werden also beschaffen seyn, daß sie viel mehreine Art von Belustigungen als Lehrstunden zu seyn scheinen. Ich werdemeine Lehrlinge nicht durch den Ton des strengen Lehrers ermüden,sondern durch die Neigung eines Freundes, der sie zu ergötzen Pichet,gewinnen, und zum lernen aufmuntern.
Das zweyte,'was ich zu lehren mir vorgenommen habe, sind d-eschölten Wissenschaften im eigentlichen und engsten Verstände genommen.Ich werde meine Zuhörer zuerst in das weitschichtige Reich der Poesie
B hinein-