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1417 richten des Herzogs selbst geklagt werden solle. G. zu Costentz des nächsten Sonntags nachSt. Jacobstag. (c. S.)
2 . Aug. Vor dem Römischen König Sigmund, als er mit den Fürsten des Reiches zu Costentz in dem
obern Saale bei den Augustinern des nächsten Freitags vor St. Margarethen Tag zu Gericht gesessen,um nach mehrern vorausgegangenen Verhandlungen über die Streitigkeiten zwischen den HerzogenHeinrich und Ludwig abzuurthejlen, erscheint Letzterer mit seinem Vorsprechen, Ulrich Riedrer, undzeigt den Landcs-Theilungsbrief der Herzoge StetFan, Fridrich und Johans in Beyern, und das Trans-sumpt einer Bulle des Pabstes Johannes vor, wornach obige Angelegenheiten vor einem geistlichenRichter entschieden werden sollen. Dagegen aber verlangt Fridrich', Markgraf zu Brandenburg alsVorspreche des Herzogs Heinrich, dass, da die Sache weltliches Gut und Rcichslehen betreffe, auchnur der Römische König und die Reichsfürsten darüber urtheilen sollten. Als hierauf der König unddie Fürsten dieses Verlangen durch einen gleichlautenden Spruch bekräftigten und bestätigten, derVorspreche des Herzogs Ludwig aber die Erlaubniss zur Vorlage noch anderer teutsclier und lateinisherBriefschaften verlangt hatte, wird auf den Grund, dass Richter, Streitende und die Sache, worübergestritten werde, teutsclies Gut und teutsches Lehen sey, zu Recht erkannt, dass auch alle Belege inteutsclier Sprache und nach teutschem Recht durch den Fürsprechen zur Vorlage gebracht werdensollen, G. zu Costentz des nächsten Montags nach St. Peters Tag ad vincula. (c. S.)
8. Aug.
Johann Bischof zu Eystet bekennt, durch Johann Herrn zu Haydegk, Wieland Swelher, HansGuinppenberger und Hainrich von Bopffingen mit dem Herzog Ludwig in Beyern dahin vereinigt zuseyn, dass Herzog Ludwig 3 seiner Räthe und der genannte Bischof seinen Vetter Johann Herrn zuHaydegk und 2 seiner Räthe dazu geben soll, welche 6 den Wieland Swelher als Uebermann nehmen,und die Streitigkeiten zwischen erwähntem Herzoge und dem Bischof Johann am künftigen MichelsTage in Ingelstat zu Ende bringen sollen. G. zu Costintz am Sontag vor Lorenzen Tag. (c. Sig.)
10. Aug,
Vlrich Herzog zu Tegk willfahrt der Bitte, welche der Schlyffer von Ysinn, der Zeit derKrämer Sehultheiss in der Gegend, Rottengatter von Vlm, Ilepp von Memingenn, der Wyss vonKempten, der Spengler von Kavffbürnn und alle anderen Krämer, die da zumal auf dem Jahrmarkt zuMindelhain versammelt waren durch ihren Bevollmächtigten Hainrich den Zanggenried, Bürger zuMindelhain an ihn gestellt haben und bewilligt ihnen sonach Ze dem ersten ob ainer oder ainwvnderinen vngerecht funden wurde ez wäre mit wägen mit gewiht oder mit der eien, Oder ob ainer oderainw under ihnen dem andern ettwaz stäle daz kumpär vnd offenbar wäre , daz sie den oder diedarvmb straffen vnd bessren süllend nach Ordnung irer gesatzt oder wie sie dez ze rat werdent. Oderwäre daz ir deliainer ain ledig wib mit im fürte der ain elich wyb hette den möhten si darvmb avehstraffen vnd bessren wie si denn ze rat wurden. Vnd ob ain Krämer gen Mindelhain Icüme der sinwyb schickti in Wirtes Hüser mit Lyrnn oder mit andrer lottry oder ze beltlnnd, daz si den darvmbstrafftn wie si denn ze rat wurdin. Vnd wäre ob dehainer den andern vberfürte ez wäre In stettenin Märkten in Dörfern oder vff dem land, vnd div klag herküme in ir wyhin gen Mindelhain, daz siden auch darvmb straffetin vnd bessretin wie si denn ze rat wurdin, vnd wär ob dehainer vnder Inen