REGESTA s i v e R e r u in B o i c a r u m A u t h < e llegni Scriniis f i d e I i t e r in S u m m a s c o n t r a c f a. Opus cma C. II. de Lang inceptum nunc mitem c u r a Ma.vmiliani Bar. de Freyberg continuatum. Volumen XII. (C on ti nua t i o ni s VIII.) M o n a c i. I m p c n s i s 1t e g i i s. 1 8 4 9 . g r a h a 1408. 1. Jan. 6 Jan. 6, Jan. 6. Jan. 1 4 0 8 » Ulreich und Chunrat die Amman von Kelhaim erklären, dass sie mit dem Bischof Fridrcich zu Aigstet hinsichtlich ihrer Zweyungen wegen der Bürgschaft die der genannte Bischof der Ehewirthin des seligen Chunrat Amman Chungunt für den Herzog Stephan in Bairn geleistet hat, gänzlich vereinigt seyen, und bekennen, vom genannten Bischof für ihre Ansprüche 350 Gulden erhalten zu haben. Mitsiegler: Iobs Herr zu Abensperch, und Iladmar der junge Herr zu Laber. G. an dem Newn jar. (c. 4 Sig.) \ Vlrich Wamboltt, Comthur des deutschen Hauses zu Mergentheim und die Brüder desselben Hauses bekennen, dass sie vom Burggrafen Fridrich zu Nurenberg, der ihnen 1400 Gulden für Getraid schuldet, den Zoll und das Geleit zu Kunigeshoffcn zum rechten Unterpfand auf Lösung erhalten haben. Mitsiegler: Graf Ludwiclc von Wertheim, Landcomthur der Balley zu Franken. G. an dem nächsten Donnerstag vor dem Obirsten Tag. (c. 2 Sig.) Vitz Fogellin und seine Schwester Eis bekennen, dass ihnen Herzog Uolrich von l’egg, dessen Leibeigene sie sind, erlaubt hat, gen Mindelhain zu heirathen und Bürgerrecht daselbst zu erwerben; sie dürfen aber ohne dessen Willen nicht von dieser Stadt abziehen, und anderswo Bürger werden. Bei ihrem Tode hat er nur Val und Hauptrecht von ihnen zu nehmen, in derselben Weise wie von seinen andern eignen Leuten, die Bürger zu Mindelhain sind und an den Berg Mindelberg gehören ; ihre übrige Habe fällt den andern Erben zu, nach der Stadt Rechte zu Mindelhain. Siegler: Die Stadt Mindelhain. G. an dem obrosten Tag zu Wihennechten. Fritz Knott von llottensteyn macht seinen Vierteil am Schloss zn Dyppach, mit allen seinen Zugehörungen, wie er solches als freyes Eigenthum ererbt hat, dem Bischoff Iohann und seinem Stifte Würzburg zu Lehen. G. zu Würzburg an dem h, Oberstentage. (c. Sig.) 1 2 1408. 7. Jan. 9» Jan. 12. Jan. 18. Jan, 21. Jan. 23. Jan. Hans Wallbrun der jünger quittirt den Burggrafen Friedrich vonNürnberg über 100 Gulden für einen in dem Krieg gegen Botenburg verlornen Hengst. G. Samstag nach dem hl, Oberesten Tag. (c. S.) Vlricli von Vestenberg, Thumherr zu Eystett, Cunrat von Vestenberg zu Ruglande und Hermann von Vestenberg zu Walde für sich und ihres Vettern Craft von Vestenberg seligen Kinder auf einer, Ytel Ilyltinar, Thumherr zu Wirtzburg, Walther von Seckendorf zu Stopfenheim, Ritter, Mertin von Scinsheim zu Reipperstorf, und Anna Crafts von Vestenberg seligen Hausfrau für sich und die eben genannte Anna auf der andern, Jiirche von Stetten der jüngere und Walpurga seine eheliche Hausfrau für sich und ihre Erben auf der dritten Partei, versprechen alle, dass sie dem Ausspruche des Burggrafen Fridrich zu Nurenberg in ihren Irrungen wegen Forderung der genannten Walpurga an Crafts von Vestenberg, ihres Sohnes seligen Kinder, und an gedachte Anna, des von Rosenbergs Güter und fahrender Habe halber, dann wegen der Ansprüche der wiederholt genannten Anna aus ihrer Heimsteuer, Morgengabe, fahrender Habe etc. die sie an Crafts seligen nachgelassene Habe und ihre mit ihm erzeugten Kinder macht, ferner wegen Ernennung der Vormünder für die Kinder, endlich wegen der Lösung der Güter Rappenbach und Lengenfelt, ob diese von der genannten Walpurga und Jürchen geschehen soll, oder durch den Tod verfallen, und wie es hernach damit zu halten sey, genau nacli- leben wollen. G. zu Onolspach an Montag nach sant Erhartztag des heiligen Bischofs, (c. 9 S.) Steffan von Absperg Landrichter zu Niierenberg beurkundet, dass Ehrenfried von Seckendorf, Hofmeister Burggraf Friedrichs zu Nürenberg, den crklagten Vollungsbrief auf alle Güter und Rechte, die Friedrich Custor zu Onolspach zu Weydenbach besessen, vor Gericht an Walther im Steinhaus», Burger zu Gemünde aufgegeben habe. G. Donerstag vor St, Antoniotag. Gregorius papa XII. dccano ecclesiae frisingensis mandat, ut ea quae de bonis monasterii in Wassingesbrunne alienata invenerit, ad jus et proprietatem ejusdem monasterii revocaro procuret. D, XV. Kal. Februarii pontilicatus anno secundo. (c. Sig.) Wentzlaw Römischer König beurkundet dass die Bürgermeister, der Rath und die Gemeinde der Stadt zu Rottenburg auf der Tauber ihm n'clit auf das neue geloht und geschworen haben, wie man sie beschuldigte, dann die Treue und Eide die sie ihm bei Lebzeiten seines Vaters Kaiser Karls gethan. G. auf dem Gotzink an sant Agnetentag. Fritze Newersteter der älter giebt Kuntschaft über das Geleit der Burggrafen zu Nuremberg auf dem Gebirge, dass diese von Culm nachund von Beyrewt überdas Gebirg geleitet haben, Ritterschaft, Landfahrer und Kaufleute mit ihrer Habe und Gütern, und unter dem Gebirg bei Streitberg durch Eber- manstat, und weiter gegen Beyrstorf durchErlangen nach Nüremberg in die Stadt, und von da bis nach Weisenburg an die Stadtmauer; ferner von Culmnach gegen Bamberg wärts gen Cassendorf und von dann Uber das Gebirg bis zu dem Kreutz zwischen der Kaltenherberg und Wclkendorf an der Strassen von Stadelhofen nach Czygenfelt* — dass ihm auch wissenlich sey, dass der von Slüsselberg eine 3 1408. Mauer bei Streytberg angefangen habe, um sich das Geleit anzumasseu, das ihm aber die Burggrafen nicht gestatten wollten, und ihm Feind wurden, darum er zu Neydeck auf dem Schlosse belagert und darin erworfen ward. Siegler Conrad Vatzenberger. G. Montag vor Sandt Paulstagbekerung. (c.S.) 24. Jan. Barbara, Wittwe des Ritters Stephan von Appsbcrg bekennt, dass Bischof Ioliannes von Würzburg ihr Namens des Endres von Sauwenzhcim 46 fl. ausbezahlt habe. Siegler: der Obigen Iiruder Philipp von Utenhofen. D. vigilia conversionis Pauli. 25. Jan. Hans der Purnhauser zu Geysenveld bekennt, dass ihm die Abtissin Margret und der Convent zu Geysenveld ihr Haytzlehen zu Leibrecht verliehen haben, und verpflichtet sich dieses Lehen zu rechter Zeit mit Ilaytzen und Uoltzhauen zu verwesen. Siegler: Perchtold der Ebenhauser zu Geysenveld. G. an Pauls Tag als er wechert ward, (c, Sig.) 27. Jan, Werntho de Preytenstein praepositus eeclesiae S. Mariae novi collegii Eysletensis monasterio S. Crucis in Pergen Eystetensis dyocesis parrochialem ecclesiam in Praytenbrunnen auctoritate apostolica in perpetuum incorporat. D. die vicesima septima mensis Januarii. (Instrum, notar.) 29, Jan. Dyetrich Wildenstainer zu Wildenstain verkauft an seinen Vetter Hans von Wildenstain zu Wildenstain und desselben Ehewirthin Margareth sein Fischwasser zu Obern Gundolflngen, einen Hof zu Newsess, und die Vogtey zu Newsess, da der Regenspurger aufsitzt. Mitsiegler: Die Bürger des Marktes Dietfurt, und Ulrich der Pokch Richter zu Dietfurt. G. des Suntags vor Liechtmess. (c. 3 Sig.) 30. Jan. Ruprecht röm. König gebietet den Brüdern Fridrich und Wilhelm Markgrafen zu Myssen und Landgrafen zu Doryngen, seinen Oheimen, auf Anrufen der Burggrafen Iohanns und Friderich zu Nurem- berg seiner Schwäger wegen ihrer Ansprüche an dem Nachlasse des Markgrafen Wilhelm zu Myssen, ihres Oheims, auf dem zur gerichtlichen Verhandlung bestimmten Tage 4. Mai am königlichen Hofe zu erscheinen, und befihlt dum Abte Vlrich zu Wiltzburg, diese Ladung zu verkünden. G. zu Mergentheim des nechsten Mondags vor vnser frauwentage Purificacionis, 1. Febr. Bischof Albrecht zu Bamberg entscheidet zwischen Friderich Domherrn und Probst des Stifts zu Tewrstat ausserhalb der Mauern zu Bamberg auf einer — dann dem ltathe und den Bürgern der Stadt Ilolfelt auf der andern Seite wegen des Forstes, Jungholz genannt, der zur Probstei zu Tewrstat gehört, nachfolgendes: sollen der Rath und die Bürger zu Holfelt den Forst innehaben, beforsten, be- liolzen und mit Förstern bestellen, die den Probste Eid ablegen sollen um den F'orst getreu zu bewahren; dass sie den Forst nicht verkohlen, ausreuten oder an auswärtige Leute verkaufen, sondern nach Bedarf ihr Brenn- und Bauholz daraus nehmen; dass jeder Probst rechter Forstherr darüber seyn, auch alle Zeidelweid darauf haben soll; dass die Höfe zu Pilchendorf und andere Güter, die bisher Forstrecht hatten, bei ihren Rechten und Gewonheiten bleiben; auch der Rath und die Bürger zu Ilolfelt dem genannten Probste und seinen Nachfolgern jährlich 20 Gulden rein, nürnberger Währung an Gold 4 1408. wegen dieses Forstes zu ewiger Gült bezahlen sollen. G, an der mitwochen an vnser frauwenabent Lielitmesse. (c. S.) 1, Febr. Anna die Frawnbergerinn und Peter ihr Sohn verpflichten sich, Erhärten den Preysinger ihren Vetter, welchen sie für eine Schuld von 100 Gulden Christian dem Leittgeben Bürger zu Lanndsliut als Bürgen gestellt, hinsichtlich dieser Bürgschaft treulich lösen zu wollen, Mitsiegler: Vlreicli der Pachmayr. Zeugen: Hanns der Satlär. Hanns Ernstveldär, alle 3 Bürger zu Lanndshut. G. an unser Frawn Abend zu Liechtmess. 3. Febr. Die Bürger des Raths der Stadt Rotenburg verzichten auf den inngehabten ewigen Schirm der Dörfer Tawberzell und Burgstall gegen den Dechant und das Capitel des Stifts Herrieden. G. an sant Blasiustag des heiligen Biseholfs. (3. Febr.) (c. S.) 4. Febr. Ilans Zolner Ritter, gesessen zu Birkenfeld, und Dytze Trussesse zu Wetzhusen legen durch schiedsrichterlichen Spruch die Streitigkeiten zwischen Herrn Richart von Masbach, Domherrn zu Würzburg und dessen Brüdern Ziriack und Georg von Masbach dahin bei, dass derselbe auf das väterliche und mütterliche Erbe gegen eine jährliche Rente von 20 Malter Getraide verzichtet. G. an dem ersten suntage nach unser lyben frauwen Tage Lychtwye. (c. 2 S.) 5. Febr. Götz Lamprecht, gesessen zu Binbach verkauft an Richolf von Elm und dessen Erben sein Burggut und Hofstatt im Slösse zu Klingenberg um 14 11, r. G. Montag nach unser lieben frawentag Lichtmess purificationis. s ' 6. Febr. Die Herzoge Ernst und Wilhalm in Beyrn bekennen, dass sie ihrem Diener Vitzentz dem Span, 18 gute Ungerische Gulden, nämlich 12 Gulden für ein Pferd; und 6 Gulden dafür sie Ulrich den Weinmeister von ihm gelöst haben, schuldig seien, und solche von dem ersten Geld, das sie einnehmen werden, bezahlen wollen. G. zu Münichen am Montag nach U. F. Tag zu Liechtmess. (c. 2 S.) 6, Febr. Berthold Graf zu Hennenberg teidingt Albrecht Truchsessen und Johansen und Friedrich Burggrafen zu Nürnberg, dass jener von -wegen seiner Gefenknusse sich nicht rächen auch wider sie nimmermehr thun soll, dann mit freundlichen gütlichen Rechten und in den Gerichten darin die zu denen er zu sprechen hätte gesessen seyen. 8. Febr. Ulreich Regeldorfler übergiebt an Jobst und Jörg Herren zu Abensperg alle Briefe über Päten- dorf, welches er an die genannten von Abensperg verkauft hat, G. am Mitwochen nach unser Frawn Tag zu Liechtmess, 8. Febr. Ruprecht römischer König, erwirkt in dem Kriege zwischen dem Bischöfe Johann zu Wurzburg und den Burggrafen Johann und Friderich zu Nürnberg auf der einen, dann der Stadt Rothenburg an 5 1403 t V der Tauber und deren Helfern auf der andern Seite, mit deren Willen und mit Bcyrath der Fürsten, Grafen und einiger Städte des Reichs einen vierjährigen Friedensschluss folgender Massen : die von den Burggrafen eingenommenen Schlösser Northenberg, Entsoe und Haboltzheim, dessglciclien die von den Rothenburgern selbst ausgebrannten Schlösser Liehental und GamelSeelt sollen sogleich an den > Churfürsten von Mninz und den Grafen von Wirtlienborg ausgeantwortet, Ms nächsten Jakobi Tag niedergebrochen und nie mehr aufgebaut werden —■ Rothenburg soll ausserdem alle verlornen Güter wieder erhalten — die Gerichtsprozesse gegen einander sollen aufgehoben seyn, und haben der Bischof zu Würzburg oder die Burggrafen etwas mit der Stadt Rothenburg zu thun, so solle dieselbe sich / einen Gemeinmann aus dem Ratlie der Stadt Nürnberg, falls aber die Stadt Rothenburg einen Anspruch an den Bischof oder die Burggrafen machen wollte, so solle sie einen Gemeinmann aus dem Ratlie des Grafen von Wirthenberg sich erbitten. Diesem hat jede Parthey binnen 14 Tagen einen Rath zu adjungiren, und sollen so alle Streitigkeiten beredet und freundlich abgethan werden — die Bürger und Untertlianen der beyderseitigen Partheyen sollen nur in loco et foro competente belangt werden. G. zu Mergentheim off der Mittwoch nach Dorotheen, (c. 5 S.) 9, Febr. Ruprecht römischer König versöhnet Bürgermeister, Rath und die Stadt Rotenburg auf der Tauber mit dem Burggrafen Fridrich zu Nürnberg, und spricht sie deswegen von der Acht, worein der Burggraf sie vor dem Hofgericht gebracht hat, wieder frei. G. zu Mergentheim des nechsten Donnerstags nach sant Dorothea Tage. 17. Febr. Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern entscheiden hinsichtlich der Zweyungen zwischen den Bürgern von Augspurg einerseits, und Anslielm dem Nenninger der genannten Herzoge Diener und Custer daselbst anderseits, dass es bei dem Thurmbau den die von Augspurg in des Nenningers Garten begonnen haben verbleiben soll, dass aber durch 4 Schiedsmänner zu bestimmen sey, wie der zu diesem Thurm zu machende Gang beschaffen seyn soll. G. zu München am freitag nach Valteins Tag. (c. 2 Sig.) 1. März Ludweig Herzog in Beyern verpflichtet sich, hinsichtlich der Foderungen welche Erhärt Puchberger zum Fürstenstain wegen einer Schuld von 4500 Gulden an ihn gemacht hat, sich in den Ausspruch des Bischofs Johann zu Regenspurg und des Oswalt Torringer zum Stain Ilauptmann in Salzburg zu fügen. G. zu Landshut des Piinztags vor dem weissen Suntag. (c. Sig.) 3. März Graf Görig Herr zu Neunortenberg verspricht dass er wegen der Ungenade und „vanknuss“ darin ihn Heinrich Herzog in Bayern gehabt, dann ledig gelassen und ihm die Veste Neunortenberg wiedergegeben hat, nicht Hass, Unwillen oder Feindschaft tragen wolle; und dass erwähnte Veste des Herzogs offnes Haus sein soll und er ihm damit gehorsam und gewärtig sein wolle. D. Samstag in den 4 Tagen der Fasten, (c. S.) 5. März Hans v. Vechenbach bekennt, dass Bischof Johannes von Würzburg alle seine Foderungen, welche er an das Hochstift hatto, jedoch mit Ausnahme der 385 11., welche ihm aus dem Schlagschatz 6 Erhärt Mukentaler Küchenmeister quittirt dem Burggrafen Friedrich den Ersatz seines Dienstes gegen Rotenburg, den er ihm von Pet wegen des edeln vesten Sweiggers des jungen von Gundel- flngen geleistet hat. G. am Mittwoch nach inv, s. crucis. (°. 1 S.) » Albrecht von Eglofstein Ritter zur Zeit Amtmann zu Vorchcim, erhält von Albrecht Bischof zu Bamberg, dieses Stiftes Feste AVolfsberg auf dem Gebirg, die bei Bischofs Lambrecht sei. Zeit verloren und wiedergenommen ward, von desselben Legers und Kriegs wegen aber vast baufällig zerfallen, zerschossen und zerworfen worden, pflegweise zur Behüttung und Bewahrung, mit dem Geding' 400 11. darein zu verbauen, welche Summe ihm, nebst noch 300 fl. für seine vierjährige Dienstleistung an dem Landfried, zugleich darauf wird. G. zu Bamberg am Mittwochen nach S, Johanns Tag ante portam genannt. 12. Mai Graf Chunrat von Kirchberg verleiht dem Hans Ehingcr und Wilhalm Ehinger Bürgern zu Ulm den von ihrem seligen Vater Ulrich Ehinger inne gehabten Wiltpann zu dem Nuwcnhus. G. am Sampstag vor Cantate, (c. Sig.) 13. Mai Jörg Aichperger in Mos bekennt, dass ihn der Bischof Jörg zu Passau als seinen Ritter und Rath aufgenommen hat, und begiebt sich aller Ansprüche auf die 800 Gulden welche dem genannten Bischof durch die Wittwe seines Vetters Chunrat Aichperger ledig geworden sind, G. am Suntag nach Pangratii Tag. (c. Sig.) 13 1408 Ernst und Wilhalra Herzoge in Bayern, Gebrüder, versetzen die Vorstadt und Herrschaft gelegen 17. Mai zu Regenspurg, enlialb der Tunawprukk an die Stadt Regenspurg um 2600 Gulden, von welcher Summe sie bereits 600 Gulden empfangen haben] die übrigen 2000 Gulden solle die Stadt von ihren wegen lösen von Herrn Iladmarn von Laber dem altern auf nächste Lichtmess, unter dem Fürstande beider Herzoge. G. dez Pfincztags nach sand Pangracy tag dez heiligen martrer. (c. 2 S.) 18. Mai Eberhart Graf zu Wirtcmberg verlängert sein BUndniss mit den schwäbischen Reichsstädten auf weitere 5 Jahre. G. zu Stutgarten am Fritag vor dem heiligen Uffarttag. (c. Sig ) » Perclitold Bischof zu Freysing vereinigt die Bürger zu Partenkirchen mit den Bewohnern dos Garmischgaues hinsichtlich ihrer Misshellungen wegen der Fuhr der Kaufmannschaft und wegen der Viehweide. G. zu Freysing eod. d. (Copia simplex.) 24. Mai Hainrich Herzog in Bayern eignet den Bürgern des Marktes Rottenburg einen bey diesem Markte gelegenen Weyer, gegen die Verbindlichkeit ihn wenn er in Rottenburg anwesend ist, mit Fischen aus diesem Weyer zu beehren. G. zu Landshut am h. Auffahrts Tag. (Vidimus.) 25. Mai Stephan Herzog in Beyern bekennt, dass ihm sein Landschreiber in dem Gepirg Pauls Rcichhcr über Maisteuer, Herbststeuer, Weingült, Käsgült, kleine Pfenning-Gült, Vogtwein, Gelaitwein, Tafern- zinspfenning, Eisenpfenning, fahrende Gült, Vogtliaher, Korn, Vogllcinber, Ungelt, Landsteucr, Gericht und alle andern Renten zu Kufstein und Kitzbühel für das vergangene Jahr gänzlich genügende Rechnung abgelegt hat. G. zu Aichach an Urbans Tag. Berclitold der Schilling gelobt, dem Bisthum Freysing mit der Veste Erching, welche ihm der Bischof Berclitold in Pflegesweise übertragen hat, getreulich zu dienen. Mitsiegler: Hans der Burger Richter zu Freysing. G. des Freitags nach dem Aulfart Tag. 30. Mai Hans Reuter, Landrichter in der Grafschaft zu Hirsperch bedeutet dem Wilhalm von Seckendorf Horauf genannt, Comentur zu Messing, dass wenn einer oder mehrere aus den zum deutschen Orden gehörigen Dörfern vor Gericht geladen würdcii, dieses den andern Dorfleuten unschädlich sein soll. D. zu Stain Mitwochen nach d. h. Auffahrttag. (c. S.) ^ 6, Juni Ruprecht römischer Kunig befiehlt den Bürgern zu Lindau, von den 1333 Gulden welche sie ihm von wegen Samuels des Juden in Lindau zu geben gelobt haben, die Hälfte von der nächst vergangenen Pfingsten und Zieles wegen seinem Hofmeister dem Grafen Friedrich zu Ütingen zu bezahlen, G. zu Heidelberg am Mittwochen nach dem h. Pflngsttage. (c. Sig.) 7. Juni Jörig Bischof zu Passau überträgt sein und seines Gotteshauses Salvogtamt zwischen der Trawn und der Alm dem Sygmund Wiespekk, und gebietet allen die in dasselbe Salvogtamt gehören, dem genannten Wiezpekk gehorsam zu seyn. G. am Pfintztag nach Bonifacii. (c, Sig.) i4 1408 10. Juni 11, Juni >> 15. Juni 20. Juni 21. Juni Apel von Lichtenstein zum Dernhof, Karl Zöllner, Karl vorn Schaumberg, Wilhelm Fuchs und Eberhart vom Lichtenstein zu Ucllingsdorf für sich und ihre Freunde Amtleute zu Ebern und Sess- lach bescheinigen von den Nutzungen beider Aemter im vergangenen Jahre 981 fl. 2 {- Pfd. Heller und 4 Pfenninge empfangen zu hahen, und sie an der Schuld, die ihnen das Stift Würzburg verbrieft habe, in Summa 14400 11, abrechnen zu wollen. G. am suntage vor viti. (c. 5 S ) Ulreich der Pflastermaister, Burger zu Regensburg vcrgicht, dass ihn der Rat der Stat zu Regensburg zu Pflastermaister genomen und bestellt habe, gegen jarlich siben Pfunt Regensp. Pfening, und darzu seinen Tagion, all Werchtag, zehen Pfening in dem Sumer, und in dem Wintter nach der Or und Weil die Chürz des Tages. Siegler: Peter der Malliir, Schulthaizz zu Regensburg. G. dez Montags vor gotz Leichnam tag. (c. S.) Petter der Jvng Kamcrawer zum Ilaiczstain bekennt, dass ihm Abt Ekcbpreclit zu Rott die Probstey überlassen und seine Leute und Güter in der Pfarre zu Choczting und in der Lamb in seine eidliche Treue empfohlen hat, und verspricht, die Leute in der genannten Ilofmark Kötzting und in der Lamb bei ihren alten Rechten und bey einem Probst bleiben zu lassen; die Wandel von den armen Leuten nach Gnaden und mit Gelimpfen zu nehmen; dem Abte von Roth Gülten und Zinsen zur Dienstzeit förderlich einzubringen, und, wenn ihm genannter Abt die Probstey wieder abniihmc, die Briefe darüber bei genannter Abtey zu belassen. Mitsiegler: Ilainreicli der Nothafft, des Kamerawers Schwager. G. dez nächsten suntags vor sand veicz tag, (c. 2 S:) StcfFan Herzog in Beyrn bekennt, den Kindern welche sein seliger Landschreiber in dem Gebirge Paul der Reickher mit Anna der Rainpergerin erzeugt hat, 1892 Gulden schuldig zu seyn, und verschreibt denselben bis zur Bezahlung dieser Schuld jährlich 200 Gulden auf der Maisteuer und Herbststeuer zu Kufstein. G. an Veits Tage, (Copia Simplex.) Degenhart Kurtz Richter zu Pfaffenhofen, vor welchem auf offener Landschranne zu Pfaffenhofen Hainreich der Judman Domherr zu Freysing im Namen des Domcapitels daselbst einen Brief verlesen lässt, laut dessen die Herzoge Ernst und Willialin von Bayern ihrem Pfleger Hansen dem Eglolfstainer befehlen, dass weder er noch ein anderer Pfleger Recht verhören oder ergehen lassen solle, wenn Jemand auf Gut oder Gült der Domherrn zu Freysing auf ihrem ganzen Eigen zu Veren- bach von ihres Vogts wegen klagte, gibt demselben, auf sein Verlangen, nach fünfer Urtheil, von Rechtswegen einen Gerichtsbrief darüber. Bei dem Rechten ist gewesen: Jörg Pütreich zu Reichertz- hausen und Toman Güntterstorffer zu Vttenhofen; llaug Münsträr, Wölfl Erhärt und Hainreich Dawm, alle 3 Bürger zu Pfaffenhofen. G. der Mitichen nächst nach sand Veytz tag. (c. S.) Johans Ruh Burgermaister zu Costentz erkennt, dass Johann der Truchsess zu Waltpurg auf Adelhait Cunrats Tochter von Laymow als sein eignes Weib gegen die Stadt Lindau keinen Anspruch zu machen habe, da selbe einen Bürger von Lindau gelicirathet und sonach das Bürgerrecht daselbst gemiiss den Privilegien dieser Stadt erlangt hat. G. am Donnerstag nach Vyts Tag. (c, Sig.) 1408 21. Juni 23. Juni 24. Juni 27. Juni 29. Juni 3. Juli 4. Juli 7. Juli Johannes episeopus Ratisponensis missam perpetnam primariam in parrochiali ecclesia Kalmüntz a milite Wilhclmo Raytenpucher fundatara et dotatara confinnat. D. Ratlsponae in die Alban?'. (Copia simplex.) Ruprecht römischer Kuuig befiehlt den Bürgern zu Lindau, die ihm auf kommenden Martins Tag zu entrichtende Reichssteuer dem Ritter Herman von Breydenstein zu bezahlen. D. Heidelberg in vigilia Johannis Baptiste. (c. Sig.) Stephan Herzog in Bayern erklärt, dass er wegen der Handlungen, die Ulreich Muraher von Flügelsperch und seine Helfer gegen ihn gethan haben, wieder derselben gnädiger Herr geworden sey, und dass alle Gefangenen ledig seyn sollen. G. zu Ingolstat an S, Johanns Tag zu Sunnbcntcn. (c. Sig.) Ernst und Wilhelm Herzoge in Bayrn verleihen ihrem Chammermaister Veith dem Ahaimer von dem Neuenhauss für seine Dienste die Veste Valey im Aiblinger Gericht, so dass diese Veste der genannten Herzoge offnes Haus seyn soll. G. am Mitwochen nach dem Sunhentag. (Copia simplex.) Jörg" Bischof zu Passau erklärt, dass er von wegen Chunrats des Zächerlcins Bürgers zu Passau, welchen er von Hansen dem llolzheymer in seine Gewalt swerleieh und hertiklicli von seiner grossen Nothdurft wegen hat bringen müssen, mit dem Herzog Heinrich in Bayrn überein worden sey, dass er demselben beystchen wolle wenn Jemand wäre, der vom genannten Herzoge in dieser Sache nicht Recht nehmen oder desshalb eine Beschwerung machen wollte. G. an Peter und Pauls Tag. (c. Sig.) Die Geburscliaft des Dorfes zu Sultzberg kommt unter sich überein, dass von wegen Vieli- weide-Nothdurft jedes Gut zu Sultzberg jährlich den vierten Theil seiner Accker zur Viehweide liegen lassen soll, und bestimmt, wie der Viehtrieb zu geschehen hat. Siegler: Burkart von Schellenberg Ritter, Herr zu Sultzberg. G. an Ulrichs Aubent. (c, Sig ) Die Bürgermeister, der Rath und die Burger der Stadt Rotenhurg auf der Tauber versprechen dem römischen Könige Rupprecht in Anerkennung der ihnen wegen etlicher Vergehen und Briefe, die I sie einst vom Könige von Böhmen erhalten, zu Theil gewordenen Verzeihung auf zwey Fristen 7000 Gulden rheinisch senden zu wollen. G. an sant Ulrichstag des heiligen Bischofs. Rupprecht römischer König verzeiht den Burgern der Reichsstadt Rothenburg auf der Tauber, welche gegen ihn und sein Hofgericht freventlich gesprochen, und die er wegen etlicher Briefe die sic vom Könige von Böhmen erhalten, und die ihm zu Gesicht gekommen, in Verdacht hatte, und I erklärt ihnen seine völlige Aussöhnung. G. zu Heidelberg auf den Mitwochen, sant Ulrichstag. Johanes von Heidecke Domherr und Statthalter eines Decliants und das Capitol des Stifts zu VVirczpurg einerseits — und nachgeschriebne Grafen, Herrn, Ritter und Knechte andrer Scits kommen auf i6 1408 drei Jahre überein, dass sie den vesten Knecht Diezen von Tüngen den eitern zu einem Ungeraden nehmen, und jede Parthei demselben zwei ihrer Freunde zugesellen wollen, mit der Vollmacht zu s sezen, wie Gewalt und Unrecht von Seite des Bischof Johanns zu Wirczpurg aufzuhalten seien. Friedcrich Grafe zu Ilennenberg, Lynhart Grafe zu Castcl, Johanns Grafe zu Wertheim, Thomas Grafe zu Rynecke, Johanns Herr zu Ilohcloch, Dytrich Herr zu Bickenbach, Johann von Kronnen- berg Ritter, Burghart und Jörge von pSeckendorff Ritter, Jakob von Seckendorff, Ditrich und Arnolt Fuclis Ritter, Apel Fuchs von Borlaswab, Eberhart Fuchs von Breipach, Hcincz Fuchs von Sendelbach, Hanns Fuchs von Wunfurt, Wilhelm Fuchs von Dornheim, Hans Fuchs von Lawter und Heincz Fuchs, Ditrich von Heitingsfelt Ritter, Wilhelm und Hanns von Grünbach Ritter, Eberhart von Grünbach zu Gamburg, Beczolt, Weyprecht, Mertein, Andres, Cuncz von Sawesheiin, Erkenner von Sawesheim zum Stephansberg, Erkener von Sawesheim von Wisenbrun, Wilhelm und Hanns von Sawesheim zu Kottenheim, Peter von Statenberg Ritter, Endres Voyt von Rotenfels, Diez von Tliüngen der Elter, Ililprant Hanns und Diez von Tüngen der Jünger, Hanns von Wengheim, Ludwig von Hutten zu Arnstein, Apel Voyt Ritter, Jorge und Apel vom Lichtenstein Ritter, Karl vom Lichtenstein, Heincz vom Lichtenstein von Wasmathusen, Jorge vom Lichtenstein zu Birckach, Ulrich und Hans von Stein, Göcze, Cuncz, Claws vom Rolenhan, Jorge-vom Rotenhan zu Rentwestorlf, Caspar vom Rotenhan, Hanns Zolner Ritter, Karl Zolner, Apel von Schawenberg, Gocz von Sulbach, Ditrich und Hans Schott zu Steyn, Diez, Kilian und Albrecht Truchsessen zu Weczhusen, Diez Truchsess zu Sternberg, Karl Truchsess zu Wiltperg, Michel Truchsess von Eyclisfeldt, Jorge Truclisez von Brunhusen, Apel von Milz, Fridrich von Bibra Ritter, Adolph und Hanns von Bybra zu Bybra, Caspar, Bertliold und Ilanns von Bybra der jünger, Albrecht von Brend, Synteram, Eberhart und Albrecht von der Kerc, Pawls, Fricz, Wilhelm, Diez und Wilhelm von Ilerbelstat, Wolfram von Ostlieim, Heincz von Waltrathusen, Bastian von der Tanne, Matheis, Stephan und Albrecht von Maspach, Ilanns von Gych der ältere, Albrecht von Gych zu Brün, Apel von Gycli und Hanns von Gych zu Schonbrunn, Hanns von Vestenberg, Ritter und Wilhelm von Vestenberg, Wilhelm von Lisperg der älter, Cuncz Lawlfcnholz, Ilcrman von Eberstein, Gocz Scheder, Seyfried Wilde, Hanns von Reinstein, Reichert von Elm, Fridman Zobel, Hans Hunt, Wilhelm und Ebolt von Sieten, Eberhart von Münster, Wilhelm und Jorge Dymar, Ott Küchenmeister, Hans und Ulrich Stang, Dytrich von Gemünden und Peter Haberkorn. D. an St. Ky- lians Abend. Siegler: das Kapitel, (c. 12 Sig.) 8. Juli Reinprecht von Walsse Hauptmann ob der Enns verpflichtet sich für die Gunst welche ihm der Bischof Jörg in Passau erwiesen hat, demselben mit allen seinen Geslossen wider männiglich beizustehen, ausgenommen gegen die Herrschaft von Oesterreich. G, am Suntag vor Margarethen Tag. (c. Sig.) 14. Juli Peter Kameraucr der ältere und Peter Kamerauer der junge zum Haitstain und derselben Vormund Heinrich Nolhaft zu Sternberg verkaufen 6 Pfund Gelts aus der Wydcm zu Pondorf an den , Herzog Johann in Bayern um 66 Pfund Pfenning. Mitsiegler: Fridrich der Awcr, Ritter. G. am i Samstag nach Margarethen Tag, 17 1408 14. Juli Jörg Herr zu Abensberg bekennt, dass ihm von der Abtissin Sophia zu Niedermünster in Regenspurg die oberste Probslcy dieses Gotteshauses verliehen worden ist, welche weiland der Ritter Hans der Puchberger zu dem Schellnstein inne gehabt hat. Mitsiegler: Jobst Herr zu Abensberg des obigen Bruder. D. eod die. (c. 2 Sig.) 33- Juli Irrenfried v. Seckendorf Ritter, Hofmeister des Burggrafen Friedrich v. Nürnberg, und Ilorneck v. Hornberg taidingen zwischen den erbern festen Knechten, Bernuld von Thalheim jun., Wilhelm Jude vom Steyn, Ulrich v. Rosenberg, Peter Münche v. Rosenberg und Hans v. Diirn , Conrad von Sickingen und Heinrich von Kothendorf, und den Burggrafen, von solcher Hilfe wegen die sie diesem gegen Rotenburg gethan, wonach der Burggraf jedem dieser Edelknechte 50 Gulden schuldig ist- G. auf den Sunntag vor S. Jacobs Tag. (e. 2 S.) 23. Juli Convcntuales inferioris inonasterii Ratisponae contra Sophiam abbatissam ejusdcin monasterii, quae sine consensu conventus praeposituram laicalcm in Schirling Georio de Abensberg contulit, ad sedem apostolicara appellant. D. die vicesima tertia Julii. (Instrum, nolar.) 24. Juli Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern verleihen dem Wilhalm Lautenbekch zu Wakerstain für seine Dienste die Wakerstainer Au. G. zu München an Jacobs Abend, (c. 2 Sig.) 1. Aug. Elisabeth Herzogin in Bayrn, bekennt dass sie ihrem Fleischhacker Pauls, Bürger zu Münichen, laut Rechnung 31 Pfd. 3 Schilling und 80 Pfenninge schulde, und weist denselben auf ihren Pflegc r zu Päl Jörg den Häldiir an. G. zu München am St. Peters Tag. 6 . Aug. Heinrich Herzog in Beyern, der seinem Schwager Johans Mcinhart, Grafen zu Görtz und zu Tyrolj für das Hcirathgut seiner Schwester Magdalen im Betrage von 15000 guten Gulden Seytz den Fraunwerger von Fraunberg als Bürgen versetzt hatte, und denselben auf den nächsten Lichtmesstag bezahlen soll, verspricht den Frauenwerger rechtzeitig von der Bürgschaft abzulösen. G. am St- Oswalds Tag. (c. S.) 6. Aug. Stephan Herzog in Bayern übergiebt den geistlichen Herren zu S. Andre in Freysing den denselben durch den Bischof Berthold zu Freysing und den Burggrafen Friedrich von Nurenberg mit dem Rechten zugesprochenen Zehend in Praytenpacher Pfarre und Seler Chräwtztrneht, welcher Zehend dem genannten Stift zu S. Andre durch des Herzogs seligen Kammermeister Hans Jägermeister und Hans Torer zu Künttelburg vorenlhalten worden ist. G. an Sixt Tag- Perchdolt Müllner zu Punczenhofen und seine Hausfrau bestehen von Hannsen dem Hasen und dessen Hausfrau die Mühle zu obern Aichgarten mit allen Nützen zu Feld und zu Dorf als rechtes Erb und Erbschaftsrecht, und versprechen dafür dem Erbherrn jährlich zu sand Michels Tag 4 Schaff lauteren Kornes rotenburger Masses und ein Pfd. lanezhuter Pfenninge Wisgcld ; dann dreimal an einen bestimmten Ort: ein Centen Eier, 3 Hochzeiten, jedo 24 lanezhuter Pfenninge werth) einen Metzen 3 18 1408 Oels, 4 Giinse, 8 Hühner und 12 Käse; wo nicht, so darf man sie darum pfänden. Auch haben sie die Mühle in gutem Stande zu erhalten. Siegler. - Friedreich der Ergolczpekch, z. Z. Pfleger zu Rotenburg. G. am Montag nach sand Oswold s Tag. (c. S.) 7 . Aug. Schreibens-Aufsatz vom Rate der Stadt Regensburg an Herzog Heinrich, in Betreff eines Chopfs den Veiflyn dy Jüdyn in Versatz haben soll. G. in die Adere. 9. Aug. Das Domkapitel zu Würzburg übergiebt das von Weyprecht Ivutner und dessen Erben einge- lösste Schloss und Amt Zabelstein mit dem Gerichte, den Zöllen, Wiltpan, Steuern etc. an seinen Mitdomherrn Johansen von Burun in Amtsweise, mit der Bedingung, dass wenn er Bischoff würde, er das Schloss zurückgeben müsse. G. an s. Laurentien Abend. 13. Aug. Ruprecht, römischer Kunig, ertheilt den Bürgern zu Kempten die Gnade, dass sie Mordbrenner, Diebe und andere schädliche Leute nach eidlichem Ausspruch der Mehrheit des Rathes daselbst mit dem l ode bestrafen können; dann dass jeder der zu Kempten als Stadtamman aufgestellt wird, den Bann über das Blut zu richten haben soll ohne solchen vorher vom Reiche empfangen zu müssen. G. zu Heidelberg am Montage vor unser Frauen Tage als sie zu Hymel fure. (c. Sig.) 5 ) Ewerbein Nussperger bekennt von Johann Landgrafen zu Lewtenberg und Grafen zu Hals, mit der Veste Fuertt und den dazu gehörigen Gütern zu Haselpach, welche er vom vesten Ritter, Herrn Heinrich Puchperger zu Neuenpuchperg erkauft hat, belehnt worden zu seyn. G. Sunntag nach sand Laurencii tag. 17 . Aug. Herden Valtzner, Bürger zu Nürnberg, verspricht den Bürgern des Raths daselbst, dass er das Fischwasser an der Pegnitz, welches er von Conrad Gross erkauft, an Niemand als an die Stadt oder an einen Bürger von Nürnberg verkaufen wolle, G. am Freytng nach Unser Frauen Tag Assumptionis zu Latein. C c * S.) 19. Aug. l Wilhalra von Leonrode Tumtechant des Stiftes Eystet erkennt, dass der Bischof Friedrich daselbst, gegen welchen Wilhelm von Bebenburg beym Landgerichte des Herzogthums Franken in Würzburg wegen Beschädigung Klage gestellt hatte, von diesem Gerichte aber hinsichtlich seiner Ansprüche nach Eystet verwiesen worden ist, dieser Klage ledig seyn soll, weil Wilhelm von Bebenburg an dem ihm beschiedenen Tage nicht erschienen ist, G, des Sonntags vor Bartholomcus Tag. (c. Sig.) » Hans v. Staynaw quittirt den liochg. Fürsten II. Burggrafen Friedrich v. Nürnberg des Soldes den er ihm schuldig geworden von dem Reiten hinein gegen Lamparten über Pirge mit ihm. D. eod die (e. 1 S.) 20. Aug. Hans Rcwter Landrichter in der Grafschaft Ilirsperch erkennt, dass die vom Chunrad Schütz von Tanhausen in Anspruch genommenen Dorfrechte daselbst dem Bischof Friedrich in Eystet zuge- 19 i408 hören, welcher dieselben summt der Veste Tanhauscn von Sweigker von Gundolfingen dem jüngern gekauft hat. G. des Montags vor Bartholomeus Tag. (c. Sig.) 23. Aug. Albert BischotT von Bamberg, Friedrich Burggraf von Nürnberg, Friedrich von Lymburg, Ilaupt- mann des Landfriedens in Franken und Bayern, Eberhard von Erbach, und Eberhard von Hirschhorn entscheiden die zwischen dem Bisclioff Johann und dem Domcapitel zu Würzburg anhängigen Streitigkeiten über die Cassation der Domcapitelssiegel, Aufhebung der Zünfte, Steuerbefreiung, Münzprägung u. s. w. G. zu Bamberg an sant Bartholomäus Abend, (mit 5 S.) 24. Aug. Fridrich Graf und Herr zu Hennenberg, Johann Grave zu Wertheim, Linhart Grave zu Kastei, Thomas Grave zu Ryneck, Johann Herre zu Holienloh und Dietrich Herr zu Bickenbach verkünden, dass sie sich mit dem BischolTe Johann von Würzburg auf 6 Jahre zu einem Landfrieden verbunden haben. G. zu Bamberg auf S. Bartholomäustag des h. Zwölfbotten, (mit 9 S.) 25* Aug. Herzog Stephan in Beyern bekennt für sich, seine Gemahlinn Elizabeth und seinen Sohn Hg. Ludweigen, dass er Stephann dem Ratelkchofär, z. Z. seines Vettern, ng. Hainrich’s in Beyern, Kastnär zu Burkchawsen, und dessen Hausfrau 304 Pfd. guter und genger Münicher oder Wasserburger Pfennige schuldig geworden sei, und verschreibt demselben hiefür auf seine Mai- und Herbststeuer, welche ihm das Gotteshaus und Stift Rowt zu zahlen schuldig ist, jährlich 50 Pfd. zu 2 Zeiten im Jahre', nämlich von der Maisteuer 25 Pfd,, und von der Herbststeuer 25 Pfd. G. zu Wasserburg am Sampcztag nach sand Bertlcmeus Tag. (c, S.) 26, Aug. Friderich Ramsperger zu Ramsperg löst zufolge eines Uebereinkommens mit Johanns Landgrafen zu Leuchtenberg und Grafen zu Halls, der ihm 1900 guter neuer ungerisclier oder Ducaten Gulden schuldet, die Feste Lonsperg von Hanns vom Degenberg um 1100 Reinischer Gulden, und kauft sie zugleich von ehgenanntem Landgrafen Johanns um obige 1900 Gulden ungerisch und um die 1100 Gulden Reiniscli und zwar auf einen Wiederkauf innerhalb der nächsten 4 Jahre, widrigenfalls die Veste ihm und seinen Erben verfallen sein soll. Mitsiegler: Dietrich Steinberger zu Kam. G. am Sonntag nach sand Bartholomeus des heiligen Zwelfbotentage. j> Conrad Kamerawer zu Viehausen derzeit Pfleger zu Ilengersperg erklärt, dass Andre Sebekch mit des Liendleins Tochter von Adelpolding welche er der Vergiftung beschuldigte sich wieder vereinigt habe, und sonach des Liendleins Tochter desshalb von allen Amtleuten ohne Zuspruch seyn solle. G. am Suntag vor Augustins Tag. (c, Sig.) 2, Sept. Ernst, Herzog in Bayern, bestätigt dem Probst und der Sammnung des Unser Frauen-Gottes- hauses zu Diessen alle ihre Rechte und Freyhciten, und nimmt dieses Gotteshaus in seinen besondern Schirm. G. zu München am Suntag vor unser Frawen Tag als sie geboren ward. (c. Sig.) 3' Scpt. Apel von Miliz bekennt von dem Bischof Johann zu Wirczpurg, den Antheil des Stifts an dem Umgclde zu Münnerstat nachdem er es um 800 Pfd. von Heinrich von Sula löste, der es von Kuuen 3* 20 1408 seiner ehliclien Wirtin wegen inne hatte, für 1000 fl. wieder einlösbar zu Lehen erhalten zu haben. D. Dienstag vor unser Frauen nativitatis. (c. S.) 7. Sept. Wolf von Bonnersheim bekennt, dass er von Conrad Herrn zu Winsperg dessen ITausfrau Anna und Tochter Margarethe, gebornen von Brunegk, Griiflnn zu Swarzburg, den Zehenden zu Heidengesess zu Lehen empfangen habe. D. feria proxima ante diem nativitatis beatissimae Mariae virginis. (c. S.) 8. Sept. Elizabeth, römische Kuniginn, erlässt hinsichtlich der Reichssteuer von den Bürgern zu Lindau, welche vom römischen Kunig dem Ritter Hermann von Breitenstein verschrieben worden ist, an die genannten Bürger die Aufforderung dass sic Alles was ihnen wegen dieser Steuer bekannt ist dem von Breitenstein urkundlich miltheilen sollen, indem der Bischof von Cur Ansprüche auf diese Steuer beym kaiserlichen Hofgericht gemacht hat, D. Heidelberg ipso festo nativitatis Marie. 10. Sept. Hans Schenk zu Geyrn quittirt den Burggrafen Friedrich zu Nürnberg 80 Gulden für Hengst und Scheden in dem Krieg gen denen von Rotenburg. G, am Montag nach U. F. T. als sie geboren ward. (c. 1 S.) 11. Sept. Conrat von der Kere Thumherr zu Würzburg und Landrichter des Ilerzogthums Franken erkennt, dass der Bischof Friedrich zu Eystet der Klage welche der Ritter Wilhelm von Bebenburg wegen erlittener Beschädigung gegen den genannten Bischof auf die Veste Wartperg gestellt hat, ledig seyn solle, weil der von Bebenburg an dem ihm vom erwähnten Bischof zur Schlichtung dieser Sache beschicdenen Tage nicht erschienen ist. G. am Dinstag vor Cruzis Tag. (c, Sig.) r> Georius episcopus pataviensis mandat rectori parrochialis ecclesiae in Tüllen, ut Zachariam presbyterum Salzeburgensis diocesis, a monasterio in Paumburg ad parrochialem ecclesiatn in Sygharts- kirchen praesentatum in corporaiem possessionem dictae ecclesiae inducat. D. in Castro Ebelsperg die undecima Septembris. (c. Sig.) 13. Sept. Sweigker von Gundolfing der jüngere verkauft seinen Sitz zu Awbing und das Holz genannt der Vastenloch an den Abt Chunrad und den Convent zu Etal um 100 Gulden. G. am Pfintztag nach unser frawen Tag als sie geporn ward. (c. Sig.) 18, Sept. Fridrich Schenk, Herr zu Lympurg, Hauptmann mit den Zehn die über den Landfrieden in Franken und Bayern gesetzt sind, verurtheilt auf die Klage des Rentschreibers Ruprecht Kästner, im Namen seines Herrn, des Pfalzgrafens Johann bei Rhein und Herzogs in Bayern, Peter Russwurm, Uerman von Aursesse, Martein von Aufsesse, Kunn’ von Pintzendorf, Hanns von Pinzendorf und Hanns Oberngesser wegen der den armen Leuten des Pfalzgrafens auf des h. Reichs Strasse abgenommenen Habe zu einer Entschädigung von zweihundert Mark Silbers. G. Dynstag vor sand Mathes tag des li. Zwelfboten. (c. S.) 1408 27. Sept. *9. Sept. » 30. Sept. 3. Oct. 2i Ernst, nerzog in Bayern, eignet dem Probst und Gotteshaus zu Diessen den Kirchensatz und eine Vogtei aus dem Widern zu Walchstat und die Zehenden zu Etisloch und Slcwgvelden, welche Niklas Ilubschwirt an das Kloster Diessen zu einer ewigen Frühmesse verkauft hat, dagegen alle Sonntage in dieser Frühmesse des genannten Herzogs und seiner Vorfahren gedacht werden soll G. zu München am Pfinztag vor Michels Tag. (c. Sig.) Jörg Hofer zu Lobenstain und Beatrix seine Hausfrau verkaufen ihren Hof zu Meiling im Weilhaimer Gericht an Sweigker den altern von Gundolflng um 80 Gulden. G. an Michls Tag. (c. 2 S.) Ernst und Wilhalm, Herzoge in Beyrn, befehlen ihren Amtleuten, das Kloster Münichsmünstcr hinsichtlich seiner hergebrachten Dorfgerichte zu Münster und Auhausen ungeirrt zu lassen. G. zu München an Michels Tag. (c. Sig.) Ilainricli Nothaft zu Wernberkch Vitztum in Niederbayern bekennt, dass ihm nartmann Maister des Spitals S. Kathrein an dem Fuss der Prugg zu Regenspurg und die Samnung daselbst ihren Hof Hohenperg mit allen Zugehörungen auf 20 Jahre zu Baurecht überlassen haben, dagegen er jährlich 8 Pfund Pfenning Zins entrichten und für den Gottesdienst in der Kirche zu Hoheinperg einen Kaplan halten und denselben mit aller Nothdurft ausrichten soll. Mitsiegler: Fridreich der Awer zu Prennberkch, Jörg der Frawenberger zum Hag, und Peter der Valkenstainer zu Valkenfels. D. eod. d. (c. S.) Klaus Weber zu Manhaim schwört bey Entlassung aus dem Gefängnisse daselbst Urfehde und gelobt, fürbass ewiglich wider Keinen, der in der Vogtey zu Manhaim gesessen ist etwas zu schaffen zu haben denn mit freundlichem Rechte, das er von ihnen zu Manhaim nehmen soll. Sein Vater verpflichtet sich mit einem Eide, demselben, wenn er seinen Schwur bräche, nachzustellen bis er wieder zu Gefängniss gebracht wird. Siegler: Renbot von Zipplingen und Fricz der Ekchart Vogt zu Manhaim. D. eod. d. Bischolf Johann von Würzburg erlaubt der Stadt Würzburg zur Bezahlung ihrer Schulden die Datz und Steüer 6 Jahre lang zu erheben und zu verausgaben. D, eod. d, (c, 1 S.) Fritz und Hartnit von Stein verkünden, dass ihnen der Bischof von Würzburg und dessen Stift für 800 fl. die er ihnen schuldete, den Stab des Gerichts zu Mellerstat eingehändigt, und sie in Besitz dieses gesetzt habe, mit Vorbehalt der Wiederlösung, G. Sontag nach saut Michelstag des h: Erzengels, (c. S.) Fridrich Burggraue von Nürenberg verspricht den Bürgermeistern, und dem Rathe der Stadt Rotenburg auf der Tauber, dass er die Pfandschaft des Amtes und der Gerichte der Stadt zu Rotenburg, die ihm eingeantwortet werden sollen, sobald solches geschehen, der Stadt Rotenburg von Stund an wieder zurück geben, und die Erlaubniss hierzu bei dem Römischen Könige auswirken wolle. G. zu Rotenburg am nechsten Dienstag nach Sant Michels Tag. 22 1408 Die Bürgermeister und der Rath der Stadt Rotenburg vff der Tuber bitten Rupprecht, römischen 2. Oct. König, dass er ihnen dessen Schwager und der Königin Bruder, Fridrich, Burggrafen zu Nurenberg, der wegen des Amtes und der Landvogtei zu Rotenburg bei ihnen gewesen, zu einem Landvogt über dasselbe Amt geben und ihm solches empfehlen wolle. D. eod. d. 15. Oct. Altman der Kemnater zu Lewtzmanstain verpflichtet sich, die von den Herzogen Ernst und Wilhalin zu Lehen gehende Veste Lewtzmanstain denselben zu aller ihrer Notdurft und Vodrung gegen miinniglich offen zu halten. G. zu Münichen des Montags vor Gallen Tag. (c. Sig.) 16. Oct. Ruprecht, römischer Kunig, bestätigt dem Abte und Convent zu Fürstenveit die denselben vom Kaiser Ludwig unterm 22ten September 1330 bewilligte Äollfreyheit von allem ihren Gute zu Esslingen. G. zu Heidelberg uff Gallen Tag. (c. Sig.) 20. Oct. Chunrat Marekpeck und 23 andere schwören bei Entlassung aus dem Gefängnisse Urfehde und erhalten die Erlaubniss, dass sie ihre Notlulurft überall wohl suchen mögen ausser zu Landshut, zu welcher Stadt sie innerhalb einer halben Meile Wegs nicht kommen sollen. Sie verpflichten sich ferner, in keines andern Herrn Stadt nach Land zu fahren und in den nächsten 8 Tagen nach ergangener Aufforderung von Seite ihres gnädigen Herren des Herzogs Ilainreich, sich vor diesem zu stellen, seiner Gnade da zu warten und ohne seinen Willen nicht von dannen zu kommen bis dass sie ihm Versorgnuss thun, wie er die von ihnen haben will. Siegler: Dyetreich der Fewchtmair, Christan der Leytgeb, Hanns der Satlär und Vlrich der Etenhartter. Siegelzeugen: Jacob Ilochcn- walder Kamrer, Wilhalm Scharsaher, Peter Oberndorffer, alle 3 Bürger zu Landeshut, Erasm Stain- kircher Bürger zu Purckhawsen. G. An Sampcztag vor der ayndlef Tawsend Magt tag. (c. 3 S.) 22. Oct, Barbara die Leitgebin Bürgerin zu Lantzhut des seligen Hans Leitgeb Tochter, überlässt an den Herzog Hainreich ihre Rechte auf den Brief den sie und ihr Bruder Christan Leitgeb von Stephan dem Degenberger zu Altennusperch haben, welcher Brief auf 1000 Gulden Schuld und 100 Gulden zu Dienst aus Essenpach lautet. Siegler: Hans der Miimminger Bürger zu Lantzhut. G. am Montag nach der aindlef Tausent Maid Tag. (c. Sig.) __ 26. Oct. König Ruprecht nimmt das Stift Langheim in Schutz, ertheilct dem Abt und Convente desselben die Gewalt, über Todschläge, Dieberei und andere Missethaten, die in den Mauern dieses Klosters geschehen zu richten, und bestättiget gedachtem Stifte alle von röm. Kaisern und Königen ertheilte Rechte etc. G. zu Nüremberg am nechsten Freytag vor Symonis vnd sand Jude tage. 28. Oct. Ernst und Wilhelm, Herzoge in Bayern, bestätigen Werenhart und Jörg den Waldegkern ihre Herrschaft und Gericht Waldenberkch und ihre Vogtey auf Sliers, und geloben dieselben bei ihren Rechten daselbst zu schirmen. G. zu München an Simon und Judas Tag. (c. 2 Sig.) 29. Oct. Friedrich Schenk, Herr zu Lympurg, Hauptmann des Landfriedens und die zehn die mit ihm darüber gesetzt sind, erkennen auf die Klage des Bischofs Fridrich von Eichstett, dass seine Lande 23 1408 und Leute mit llaub, Mord und andern Landfriedensbrüchen von etlichen Knechten beschädigt worden seyen, zu Recht: es sey auf dem Landfrieden von ihnen erkannt worden, dass die auf frischer That erwischten und gefangenen Verbrecher mit dem Schwert hingerichtet werden sollten, und zwar die Mörder soll man mit dem Schwert auch überrichten und dann auf Räder setzen. G. zu Nuerenberg am Montag nach sand Symon vnd Judas tag. (c. S.) 30. Oct. Ruprecht röm. König und Johannes Rurggraf zu Nuremberg geben Friderich Schencken Herrn zu Limpurg als Obmann, dem Burggrafen Friderich zu Nuremberg von Seite König Ruprechts, und dem Grafen Friderich zu Otingen auf Burggrafen Johanns Seite als Zusätzen Anlass über ihre Ansprüche zu einander, doch also, dass sie zu Vrbach, Begnitze und Beyerreut Kundschaft nehmen; dann auch wegen der 6000 Gulden Zugelds, die er König Ruprecht von seiner Gemahlin Erbtheils wegen bei seinem Schwager gedachten Burggrafen Johannsen zu fordern hat, von jetzt bis Pfingsten zu entscheiden. D. Nuremberg feria tercia proxima ante festum Omnium sanctorum. (c. 2 S.) 31. Oct. Johannes cpiscopus herbipolensis fundationem vicariae B, Mariae virginis ad allare b. Mariae in capella hospitalis pauperum sancte Spiritus oppidi Augie, per Johannem Weyse, rectorem ejusdem capellae, aere suo faetam, confirmat. D. In vigilia omnium sanctorum. (c. S.) 1. Nov. Hans Wernstartfer und Anna seine Hausfrau übergeben an den Herzog Heinrich in Bayern ihre Briefe von Wilhalin und Jorg den Frawnbergern zum Hag die auf 2500 Gulden lauten, einen Brief von Stephan dem Muschelrieder um 700 Gulden, und einen Brief von demselben um 500 Gulden über den Zoll zu Mospurkch, dann 5 Häuser zu Landshut, einen Hof zu Nyderchaira, einen Hof zu Giink- chofen, einen Hof zu Chugcnperg, einen Zehend zu Schenkchenöd und zu Mayrtal etc. und behalten sich vor, diese Güter nebst dem Silbergeschirr und den Kleinoden welche genannter Herzog bereits pfandweise von ihnen hat, bis nächsten Jörgen Tag um 4000 Gulden wiederzulösen, widrigenfalls Alles dieses des erwähnten Herzogs gekauftes Gut seyn soll. Mitsiegler: Hans der Pelhnimer, und Jörig von Stawdach. G. an aller Heiligen Tag. (c. 3 Sig.) 2 . Nov. Heinrich, Herzog in Bayern, bestätigt dem Bischof und Gotteshaus zu Passau die durch seine Räthe Wilhalm von Frawenhofen Ilofmaister, und Wilhalm den Aheymer zu Wildenaw durchgesehenen und richtig befundenen Abschriften der dem genannten Gotteshaus vom Kaiser Arnolf, vom Kaiser Otto, (vom römischen König Albrecht, und von den Herzogen in Oesterreich Albrccht und Leupolt ertheilten Briefe vom 9. September 898, 3. Januar 999, 30. November 1298, und 21. April 1368. G. an aller Sein Tage. (Instrum, notar.) 3. Nov. Jörig Bischof zu Passau ermächtigt seinen Bruder Albrecht von Ilohenloeh und seinen Caplan Chunrad Rybstain, ihn am Freitag nach kommenden Martinstag beim kaiserlichen Hofgericht gegen die Bürger von Passau zu vertreten, wenn dieselben ihm während der Zeit nicht Genugthuung leisten werden. Mitsiegler: Das Capitel zu Passau. G. am Samtztag nach aller Selen Tag. (c. 2 Sig.) 24 1108 6. Nov. 7. Nov. 8. Nov. 9. Nov. 13. Nov. 14. Nov. Stephan, Ffalzgraf bey Rhein und Herzog in Bayern, und seine lliithe, Johann Abt zu Keis- lieim, Ulrich der Burggraf, Doradechant, Heinrich der Neithart, Offieia], Domherrn zu Augsburg, Ililpolt der Frawnberger zu Prun, Hofmeister der herzoglichen Gemahlinn, und Wilhelm der Schenk von Snaitpach vergleichen die Streitigkeiten zwischen Friedrich den Fraunberger, Domdechant zu Freysing für sich und gesammtes Kapitel daselbst eines Theils, und den Domherrn AVillielin Scliilbaz andern Theils dahin, dass der letztere, als in Bann befindlich, seine Pfründe nicht fordern soll, wenn er aber aus den Bann verkündet wild, er fürbas, wann er seine Pfründe verdient, haben soll was ein anderer Domherr zu Freysingen hat, und das Kapitel Gunst und Ilülf dazu thun soll. G. zu Ingolstat an Eritag vor sannd Martins tag. (c. S.) Abbas S. Stephani eollafor parochialis ecclesiae in Massbach, et Richardus deMassbach rector ecclesiae ibidem mutuam sibi securitatem in bonis et redditibus stipulantur. D. septima die Noveinb. Fridrich Burggrave zu Zusmarshausen verkauft an das Kapitel zum Tum zu Augspurg die Vogtei und das Gericht über die Güter desselben zu Fleynhausen. Mitsieglcr: Wilhalm der Schraieher. G. am nechsten Donrstag vor St. Martinstag. (c. 2 S.) Der Burgermaister und die Bürger zu Passau verpflichten sich hinsichtlich ihrer Ansprüche an den Bischof Jörg zu Passau sich in die Entscheidung der hierüber aufzustellenden Spruchleute zu fügen. G. des Freitags vor Marteins Tage. (Viditnus.) Hanns Rewter Landrichter in der Grafschaft zu Hirsperg erkennt auf Vorbringen des Vorsprechen Wielant Swelcher Pflegers zu Graispach mit vollem Gewalt des Herzogs Ludweigs wegen Darnicderliegen des Landgerichts zu Graispach, dass die Leute dieses Gerichts nicht bei des Purg- graflen Landgericht zu Nüremberg, sondern bei dem Landgerichte zu Ilirsperch auf unbestimmte Zeit Recht nehmen, und die errichteten Gerichtsbriefe an aller stat Kraft haben sollen. G. zu Gaymers- haim des Eritags nach sand Marteins tage. Hans Stepekch und Margret seine Hausfrau übergeben an den Herzog Heinrich in Bayern ihren Sitz und Gut zu Salmansperg, ihre 3 Höfe zu Furt und ihre Höfe und Güter zu Steppach, Häselpnch, Ohern-Miinchen, Zell, Wingelspach, Geirsheim, Synspacli, Satzhoven, Ranafzhoven, Nyder- München, Goldarn, Langenwisen, Schalchstorf, Habramb, dann ihr Haus und Badstube zu Landshut nebst 6 Tagwerk Wismat, und behalten sich vor, diese Güter bis kommende Lichtmessen um 1400 Gulden wieder zu lösen, ausserdessen Alles dieses des genannten Herzogs gekauftes eigenes Gut seyn soll. Mitsiegler: Heinrich der Lewbenstorffer, und Hans der Tobelhaimcr. G. am Mittwochen nach Marteins Tag. (c. 3 Sig.) Quittung des Königs Ruprecht für Bürgermeister, Rath, und die Burger der Stadt zu Rotenburg auf der Tauber, über die für Martini 1408 bezahlt erhaltene 400 Gulden Reichsstadtsteuer. G. zu Heidelberg auf die nechsten Mitwochen nach sand Martinstag des heiligen Bischoffs. 25 1408 16. Nov. 18. Nov. 20. Nov. 23. Nov. 24. Nov. 25. Nov. Derselbe befiehlt den Burgermeistern und dem Rath der Reichsstadt Rotenburg auf der Tauber, die ihm wegen Heinrich Toppiers Kinder schuldenden 1500 Gulden an seinen Oheim und Hofmeister Graf Friderich zu Otingen zu bezahlen. G. Heidelberg feria sexta post beati Martini episcopi. Albrccht Ebner der ältere, Bürger zu Nürnberg, verleiht und vererbt sein Fischwasser, die Pegnitz bei Hcnffenfelt, das Stöckach genannt, Teynhart dem Czygler zu llersprugk. G. an dem dem nechsten Doncrstage vor sant Merteins tage. (c. S.) Albrecht von Eglofstein Schultheis zu Vorcheim und Vogt zu Reut bestättigt die Zeugen Aussage über das von Otilig Loschin sei. zur Frawen Kapelle zu Vorcheim gestiftete ein Pfund Haller ewig Geld. G. dinstag vor sant kathreintag der Junckfrawen. Friedrich Schenk Herr zu Lymppurg Ilauptmann des Landfriedens in Franken und in Beyern entscheidet hinsichtlich der Misshellungen zwischen Apel von Altcrthcim und Ludewick von Hutten, dass alle Feindschaft ab seyn, Apel von Altertheim der Fanknuss ledig, und dass demselben alle seine Habe zu Arnstein vom Ludewick von Hutten wieder ausgeantwortet werden soll. G. zu Wirzburg am Fritag vor Kathrin Tag. (Vidimus.) Hanns der Wernstorffer schwört bei Entlassung aus dem Gefängnisse dem Herzog Heinrich Urfehde und gelobt aus dessen Lande nicht zu entfahren, an keinem andern Orte zu sitzen als zu Oetting, Pfarrkirchen, Ettenuelden, Newnmarkgt oder Dorlfen, und innerhalb 4 Meilen Wegs nicht zur Stadt Landshut zu kommen; seiner Hausfrau jedoch und seinen Erben soll es unverwehrt seyn nach Landshut zu kommen und dort ihre Nahrung zu suchen, so wie cs ersterer freysteht, nach des Wernstorffers Tode, ihren Wittwenstuhl nach Willkühr zu verkehren. Siegler: Niclas der Apphentaler, herzoglicher Küchenmeister und VJreich der Egker. G. An sand Kathrcin Abend der heiligen Junkch- frawn. (c. 2 S.) Caspar von Bibra der von Seite des Bischofs Johannes, des Deehants Wilhelm von Bibra und des Kapitels zu Würzburg, zur Verhütung der Räubereien, Pfändungen und Beschädigungen im Oberlande als Hauptmann daselbst aufgestellt wurde, gelobt für die Summe von 900 Gulden jährlich, 24 Reisige und wohlgerüstete Gesellen mit Hengsten und Pferden zu unterhalten. Zehn sollen mit Glefcn bewaffnet seyn, in des Oberlandes Schlössern und Gebieten liegen, und immer zum Auszuge bereit seyn. Alle gefangene Reisige und Bürger gehören dem Bischof, die Gebawren sollen aber dem v. Bibra zustehen. Ingleichen fällt dem Bischof alles Vieh zu welches gespaltene Fiisse hat. D. an sand Kathrein tage. (c. S.) Ritter Ilainrich von Eysenburg bekennt für sich und seinen Bruder, Hrn. Puppenlin, in Betreff des Niderlegens welches ihm auf dem Gercit Hrn. Burchkart’s von Schällenberg widerfuhr, dass er und sein vorgenannter Bruder darum den Herzogen Ernst und Wilhalin, und der Herzoginn Elisa- 4 26 1408 29. Nov. 6. Dec, 7. Dec. » 9. Dec. bethen von Bayern, sowie deren Landen und Leuten, und Allen welche bei dem Gcreit waren, nicht feind sein wollen. Mitsiegler: Hr. Puppenlin. D. eod. d, (c. 2 S.) Hans Fuchs zu Wunfurte gelobt, dass da er in die Gesellschaft mit dem Furspan an Heinzen Fuchs sei. Statt gekommen ist, er alles halten wolle wie der Gesellschaftbricf lautet. G. an sant Andreasabend, (c. S.) Jörg Bischof zu Passaw verpflichtet sich dem Iler/.og Heinrich in Beim, welchem von den Bürgern in Pnssau von wegen der Fiirfart und Niederlage des Salzes, Weins, Getraides und anderer Kaufmannschaft nicht gütlich geschehen ist, mit seines Gotteshauses Schlössern und Vermögen so lange beygeständig zu seyn, bis die Bürger zu Passau von erwähnter Niederlage ablassen, dagegen auch ihm hinsichtlich seiner Ansprüche an die Bürger von Passau vom genannten Herzoge Hülfe geleistet werden soll. G. zu Prawnaw an Niklas Tag. (c. Sig.) Eberhard Pörlinger bekennt, dass ihm die Aptissin Margret und der Convent zu Obermünster in Regenspurg das Kammeramt zu Otmaring verliehen haben. Bürgen und Mitsiegler : Fridrich Auer zu Prennberg Probst zu Obermünster, Jacob der Oetlingcr zu Pering, und Hans der Pörlinger des obigen Bruder. D. eod die. (c. 4 Sig.) Fridrich Burggrafe zu Nurenberg, Ludweyg Grafe zu Wertheim Landkommentewr des deutschen Ordens in Franken, und Wolfram Probst zu Newnkirchen entscheiden zwischen Bischof Albrecht zu Bamberg und dem Burggraf Johanns zu Nurenberg in den zwischen beiden obwaltenden Landes Difl'erenzien, nämlich wegen Entscheidung der Klagen, die sich zwischen ihnen, ihren Dienern und Unterthancn begeben möchten, — wegen des Geleits, Wildbann, Halsgerichts, Wälder, Fischwasser und des Kirchweihschutzes zu Merendorf — wegen Lehens und Halsgerichts zu Newleins, und des Lehens Zehnds zu Swyngen, des Zehnden zu Oberngesess und der Müller zu Kulmnaeh wegen des Steinbruchs im weissmeyner Forste; ferner wegen des Holzes die Meyl genannt, — wegen der Praunecker Lehen, der Burggüter und Steuer, auch wegen Oswalds Scliuldforderung an Bamberg, — wegen des Zolls vom Wein und andern Sachen der beiden Herren; — auch von der Stadsteinach der Schafe und Schäfer wegen zu Newfang und anderswo — wegen des Verspruchs in dem Gerichte zu Obernsteinach — dann wegen der Lehen die Burggraf Johann von dem Stifte Bamberg zu Lehen hat. G. zu Pairstorf am Fritag nach sant Niclastag dez heiligen Bischofs, (c. 4 S.) Endres von Sauensheim und dessen Hausfrau Margareth verkaufen an Rapolt Rittern gesessen zu Gelehsheim ihr Haus und Ilofriethe vordem Burghof dortselbst gelegen um 50 Goldgulden. D. eod.d. Johannes, Herzog in Bayern, bestätigt den Bürgern der Stadt Aurbach den Zoll welchen dieselben nach Laut ihres Zollbricfes hergebracht haben, damit sie der genannten Stadt Brücke und Gräben besser hersteilen mögen. G. zu Sulzbach am Suntag vor Lucie. (Copia Simplex.) 27 1408 11. Dec. 13. Dec. v 14, Dec, 16, Dec. Hans Reuter Landrichter in der Grafschaft zu Hirspcrch setzt den Wilhalm von Wolfstain in Nutz und Gewer um 1000 Mark Silbers auf die Güter welche Anna die Sclienkin Hausfrau des Balthasar Muracher von Flügelsperk in der Grafschaft llirsperch liegen hat. G. des Eritags vor Lucien Tag. Caspar Torer Pfleger zu Landsperg bekennt, dass ihm sein Vetter Oswald Abt zu Tegernsee von der Herbststeuer die 30 Pfund Pfenning bezahlt hat, welche ihm von den Herzogen Ernst und Wilhalm auf dem genannten Kloster angewiesen worden sind. G. an Lucicn Tag. (c, Sig.) Fridrich Päczlinger schwört bei seiner Entlassung aus Herzog Heinrichs Gefangenschaft für sich und die Seinen Urfehde, und gelobt des Herzogs Land und Stadt ohne dessen Wissen und Willen nicht zu verlassen, seinen Nutzen stets zu fördern, und so lang er lebt zu dem Rathe und de r Gemeine in Raths Weise nicht zu gehen ausser mit des Herzogs besonderer Erlaubniss. Siegler: Hanns aus dem IIolczz und Hanns der Tobclheymer. Siegelzeugen: Chunrat Gloclisperger und Asm Stainkircher. D. eod. d. (c. 3 S.) Ritter Stephan von Absperg Scliultheiss und die Schöpfen zu Nürnberg beurkunden, dass Frantz Wendelstein den Gebrüdern Mertein und Seitz Gewdern die Hälfte des ihnen gehörenden halben Gerichts zu Wendelstein um 50 Gulden abgekauft habe, und zwar mit den Bedingungen, dass, wenn von beiden Theilen einer seinen Antheil verkaufen wolle, er dem Andern den Vorkauf um 50 Gulden lassen müsse; dass ferner die andere Hälfte des Gerichts zu Wendelstein, welche den Voyten gehört, ohne dass ein Theil dem andern die Hälfte auf sein Verlangen überlasse, nicht gekauft werden solle, Zeugen: Mertein Haller und Wilhelm Mendell. G, an sant Lucientag. Ruprecht, römischer Kunig, verpflichtet sich, die 2500 Gulden welche er dem Ott Heyden Bürger zu Nürnberg für Ueberlassung des Schlosses Hertenstein schuldig ist, in 2 Jahren zu bezahlen oder dieses Schloss dem genannten Heyden wieder einzuantworten. G, uff den Fritag nach Lucien Tage. (c. Sig.) Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayren, treffen wegen des Schadens welcher der Abtissin und dem Gotteshaus zu Geysenveld von den Forstmeistern über den Fawlenvorst zugegangen ist folgende Bestimmungen: Das Kloster Geisenfeid soll von Falchnärn, Jägern und aller Gastung gänzlich gefreyt seyn. Jede Abtissin soll dieses Gotteshauses Güter jährlich ohne Ilinderniss stiften und entstiften, und die Hintersassen sollen die Güter wotauf sie gestiftet sind weder verkaufen noch versetzen. Der Forstmeister und die Förster sollen den genannten Fawlenvorst behandeln nach des Salpuchs Lauf, auch kann jede Abtissin Holz aus diesem Forst geben wem sie will, und sollen die Förster desshalb Niemand zu Schaden bringen. Ausser dem Holz das zu dem Markt gehört, sollen weder die Bürger von Geysenveld noch sonst Jemand aus dieses Klosters Forsten Holz nehmen. G. zu München am Suntag nach Lucie. (c. 2 Sig,) 4 * 28 1403 j7. Dec, 18. Dec. 19. Dec. 21. Dec. 22, Dec, 29. Dec. S. die S. die Johanns, Herzog in Bayern, verpflichtet sich hinsichtlich der 2500 Gulden welche sein Vater der römische Kunig Ruprecht dem Ott Heyden nach Laut des hierüber bestehenden Briefes für das Schloss Hertenstein zu bezahlen hat, anstatt seines Vater Zahlung zu leisten wenn derselbe mit Tod abgienge, oder dem genannten Heyden das Schloss Hertenstein wieder einzuantworten. D. Heidelberg leria secunda ante Thome. (c. Sig.) Die Herzoge Ernst und Wilhalm in Beyern, schliessen mit ihrem Vetter Herzog Hainrich eine Einigung auf 5 Jahre, nach welcher dieser seine etwaigen Ansprüche auf Land, Gült und Gut zu Freysing geltend machen solle, worauf die Herzoge Ernst und Wilhalm nach geschehener Mahnung innerhalb eines Monats durch einen aus ihren Riithen genommenen Obmann die Sache in Güte oder nach dem Rechte entscheiden lassen wollen; ferner sollen die Diener der Herzoge Ernst und Wilhalm, wenn sie an die Diener des Herzogs Hainreich von Erb und Eigen wegen Ansprüche hätten, in den Städten und Gerichten, darin die Güter gelegen sind, Recht nehmen; wären aber die Ansprüche anderer Sachen wegen gestellt, so sollen die Diener der Herzoge Ernst und Wilhalm aus den Räthen Herzogs Heinrich einen Obmann nehmen, welcher dann zu Landshut über die Klagen und Einreden entscheiden solle. G. zu Aerding an Erichtag vor Sand Thoinans tag des heiligen Zwelfpoten. (c. 2 S.) Stefan von Absperg, Landrichter zu Nuremberg beurkundet, dass Heinrich Schenk von Lewters- hawsen genannt, 500 Mark löthiges Gold und so viel Schadensersatz auf die Behausung zu Lichten- awe, welche Friedrich Herr zu Ileidecke an die von Nuremberg verkauft, erklagt habe. G. am Mitwochen vor sand Thomastag. Hans von Seideneck, gesessen zu Bartenstein bekennt, dass ihm Heintz Glayter zu Gutbach von dem Geleit daselbst an seiner Forderung, die er an den Bischof zn Würzburg hat, ii Pfd. erlegt hat. Geben an sant Thomas Tag. (Orig.) Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern freyen den Abt und das Gotteshaus zu Münster vor aller Gastung, sonderlich vor allen Jägern, Jägerknechten, Valknern und andern ungewöhnlichen Dingen, und bestätigen diesem Kloster alle seine hergebrachten Rechte und Freyheiten. G. am Sambztag nach Thomas Tag. (c. 2 Sig.) Privilegium des römischen Königs Ruprecht für Bürgermeister und Rath der Stadt Windsheim, dass sie alle Jahre nicht mehr denn hundert Gulden Reichssteuer zu entrichten haben. G, zu Heidelberg den Sampstag nach dem heiligen Criststagc, (c. S.) Heinrich von Giech zu Eltmann entsagt zuGunsten des Klosters Ebrach seinen Ansprüchen auf die Güter dieser Abtey in beyden Spiesheim, welche von denen Rittern von Ueidingsfeld und Sternberg erkauft werden. Lelien-Bekenntniss des Eberhart von Waldeck über jene Güter und Einkünfte zu Ilatenheim, die er vom Abt Werner und Stift zu St. Alban als Erblehen besitzt. 9 1409 5. Jan. 8. Jan. 14. Jan. 15. Jan. 14 0 Der Bürgermeister, Rath und die Bürger zu Passau verpflichten sich, dem Hans von Degenberg Vitztum zu Amberg als ihrem Freund und Helfer jährlich 100 Pfund Pfenning, und wenn er in ihrer PotschaiTt jnndert reiten würde, wöchentlich 12 Gulden für Zehrung zu reichen. G. an der h. dreyen Künig Abent, (c. Sig.) Amalia Cagrerin zum Störnstain, Hintschickh und Hanns die Pflug ihre Söhne, verpflichten sich, die Feste und Herrschaft Swartzenburg, die Stadt Walldmünchen und den Markt Recz, welche sie von Johanns dem Aelteren, Albrecht seinem Vetter, und dem noch lebenden Johanns dem Jüngeren, Landgrafen zum Leuchtenberg und Grafen zu Halls, zu Wiederkauf gekauft, dem Landgrafen Johanns zu jeder Zeit um 3000 Schock böhmischer Groschen Prager Münz oder goldner Münz, die zu Regens- purg, Nürmberg oder Eger ihren Fürgang hat, wieder zu kaufen zu geben. Mitsiegler: Hanns vom Degenberg, Vizthum zu Amberg, Albrecht Preysinger zum Kopffperg, Hanns Zennger zu Regenstawlf, alle drei Ritter, Thobie von Walldaw, Jeörg und Jost Brüder die Zennger zum Tannstain und Licch- tenwalde. G. an sannd Erhardtstag. (Vidimus,) Wernhart der Winkchlär, Richter zu Inchofen, zu Gericht sitzend an otTener Schrannen zu Nandelstat, erkennt Andre dem Saniczellar sein Recht zu auf die 215 Gulden, die Stephan der Muschelrieder Erentrauten der Saniczellarin, Pauls des Saniczellars seligen Hausfrau, schuldig ist. An dem Rechten sind gesessen: Hainrich Syehendorffer und Ortlieb Tutenchofer, beide Vorsprechen, Hartman der Auär, Wolfhart der'Auiir etc. G. am Montag nach Sand Erhartztag. (c. S.) Stephan Herzog in Beyern verschreibt Hansen Kienberger für die 300 .Gulden welche er als Heirathgut desselben Hausfrau Kristina seiner vormaligen Hof-Jungfrau verheissen hat, bis zur Bezahlung dieser Summe jährlich 10 Mark Chräuzer Meraner Münze auf etlichen Gütern in dem Brichsental und im Gericht Kuefstain. G. zu Ingolstat am Eritag nach Erhalts Tag. (c, Sig.) 30 1409 18. Jan, 20. Jan. }> T) 21. Jan. 25. Jan. Herzog Johann von Burgund, Graf von Flandern, bestimmt zufolge der Verträge zwischen ihm und dem Grafen Adolf von Kleve und von der Mark seinem Schwiegersöhne als Mitgift seiner zweiten Tochter Marie 00,000 Goldthaler, genannt französische Kronen (soixante mille escus dor, appcllez couronnes de France). Donne ä Paris, le 18. jour de Jenvier. Stephan Herzog in Bayern verkauft die Veste Stossenberg mit allen Rechten wie er sie von Hans dem Stozzer gekauft hat, an Hans und Hainreich die Abpspcrgcr zu Runberg um 1100 Gulden G. zu Ingolstadt am Suntag vor Pauls Tag als er becheret ward. (c. Sig.) Hans von Absperg und sein Bruder Heinrich von Absperg gesessen zu Runbureh verpflichten sich, die Veste Stossenberk welche sie von dem Herzoge Stefiän gekauft haben, dem genannten Herzoge offen zu halten und um 1100 Gulden zum Wiederkauf zu geben. D. eod. d. (Vidimus,) Ruprecht der römische König erläutert zwei Artikel seines über die Zweyung zwischen Johann von Heydecke Domprobst an einem, und dem Dechant und Capitel des Stifts Bamberg an dem andern l'heil von ihrer Pfründ wegen, früher mittels drei gelehrten Mannen gethanen Ausspruchs folgender- massen: Der Domprobst soll den Amptluten des Stifts, da sie nit im Refectorio beieinander essen, die Pfründ an Brod, Fleisch, Wein und Käse und Anderem gehörig antworten; der Domprobst soll unverzüglich Caution thun, ihre Pfründ zu reichen bis auf Ambrosi und sofort jährlich an diesem Tage, und darf, bevor er diese gethan, die Gült und Nutz nicht cinnelimen. Wegen des von dem Stifte den Canoniken Urlaubgeben, dürfe der Domprobst nicht dawider sprechen, er sey denn in loco zu Bamberg. G. zu Sachsenhusen bei Frankfurd 1409 vff sand Fabian und Sebastian Tag. (c. 1 S.) Conrad von Ploychenbach bekennt, dass er den vierten Theil des Dorfes Effelderbach mit dessen Zugehörde, und den andern Theil desselben Dorfes als ein der Herrschaft Bruneck verfallenes Lehen von Conrad, Herrn zu Winsperg, dessen Hausfraw Anna, gebornen von Uohenloch und Frawen Margaret Greffin zu Swarzburg, zu Lehen empfangen habe. G. am Montag post diem Fabiani et Sebastiani. (c. S.) Stephan Herzog in Bayern verkauft die Herrschaft und den Markt Kesching als Leibgeding an Johann Herrn zu Haideck um 3300 Gulden, jedoch mit Vorbehalt des Wildpanns und Gejaids, und dass ihm Jeder in der genannten Herrschaft welcher Ross und Wagen hat, alle Quatember aus dem Forste daselbst eine Fahrt mit Holz gen Ingolsladt thun soll. G. des Montags vor Pauls Tag als er bechert ward, (c, Sig.) Conradus Mynner, decanus ecclesiae sancti Johannis in Hauge, judex et subconservator jurium et privilegiorum ac libertatum venerabilium et religiosorum dominorum magistri generalis hospitnlis Jerosolimitani in Rody, et praecipue in Alemania, ad instantiam Hermanni dicti Cranz, commendatoris 1409 30. Jan. 31, Jan. 1. Febr. 4. Febr. i) 6. Febr. domus in Rode filios et fdias Ileinrici Toppier, oppidani in Rotenburg, qni domum illain spoliando et devastando nequiter violaverit, ad satisfaciendum citat. D. die saneti Pauli conversionis. Jörg von Sunthain weiland Abt /.u Aliusen erklärt hinsichtlich der 9 Huben und 4 Sölden zu Brentz welche er von seinen Vettern Ulrich und Ilainrich von Sunthain gekauft hat, dass die Leute auf diesen Gütern Zwing und Bann zu Brentz halten, und auch daselbst vor Gericht gehen sollen- Mitsiegler: Jacob, Abt zu Aliusen. G. am Mitwochen vor Lichtmess, (e. Sig.) Hanns der Pfafflnger zu dem Steg verkauft seine Syeden, genannt der Gäcliind, zu Itcichcn- liall zwischen den Syeden, genannt der Clilotz und der Noner, mit zugehörigem Wasser, Galgen, Anguss auf dem Salzbrun und Antheil an Waldung und Bächen, wie solches alles Ilainrich Fidschi seel. gehabt hat, und darzu Haus und Hofstatt zu Reichenhall, Hinters und Vorderes, samt Gärtl, giltbar nach St. Zeno wie die Syeden, an Peter den Stainhaulfen und Otten Steyrer, seinen Aydam, beyde Bürger zu Reichenhall, um sechsthalb hundert und um sechs und zwanzig Gulden. G. dez tags vor vnser frawen tag ze liechtmezz. (c. S.) Kungund Landgräfin zum Leuthemberg geborne von Schawnberg bekennt, dass ihr von der Abtissin Margret zu Obermünster in Regenspurg das Dorf Uttenchofen in der Herrschaft Haidenbureh verliehen worden ist, wie selbes der alte von Hals und ihr Sweher der alte Landgraf Johann zum Lewthemberg Graf zu Hals vom genannten Gotteshausc zu Lehen gehabt haben. G. am Suntag vor Liechtmesse. (c. Sig.) Ott Rorbckch einantwortet die auf 800 Gulden lautenden Briefe, welche er von den Herzogen Ernst und Wilhelm gehabt hat, dein Herzog Heinreieh in Bayern. Mitsiegler: Dyctbold der Lawtten- bckch, und Ulrich der Ebran. G. am Montagtfnach Liechtmezz. (c. 3 Sig.) Hanns, Wilhalm und Asem Gebrüder die Iloltzner, von denen ersterer wegen eines Todschlags, den er und sein Vater selig an Vlrcich dem Stepfflein von Watenbach begangen, in des Herzogs Heinrich Gefangenschaft gekommen, von diesem aber begnadigt und beim Leben gelassen worden war, schwören Urfehde und verpflichten sich, mit Ilainrich, Stephan und Jörgen Gebrüdern, obigen Stefllcins Söhnen, auf einem von Vlrich dem Ekger Vitztumb zu bestimmenden Rechtslag zu erscheinen, auf welchem der nof, gelegen zu Watenbach, den die Ilolczner bisher inne gehabt haben, den Ilolcznerii oder den Söhnen des genannten StepfTleins mit dem Rechte zugesprochen werden soll. Sie geloben dem Richterspruchc sich zu fügen und in keiner Weise dawider zu handeln, widrigenfalls sic in eine Pen von 300 Pfund Lanczhuter Pfenning verfallen scyn sollten für welche sie zu Bürgen setzen ihre Freunde: Fridreich den Ergolspekehen Pfleger zu Ilotenburgk, Lampprccht den Lampellzhaimcr zu Strawbing etc. etc. G. An Mantag nach dem Liechtmessen tag. (c. 9 S.) Wernher und Görig von Waldekg Gebrüder verkaufen ihren eignen Hof zu Aufkirchen in Aerdinger Gericht und den dazu gehörenden Zehend an ihren Vetter Gerlioch von Waldekg Tumherrn 32 1409 8. Felbr. iS. Febr. 15. Febr. 23. Febr. 24. Febr. zu Freysingen um 357 Gulden. Mitsiegler: Sigmund der Frawnberger, der obengenannten von Wal- degk Vetter. G. an Dorotheen Tag. (c. 3 Sig.) Ernst und VVilhalm Herzoge in Bayern freyen den Abt und Convent zu Fürstenveld vor aller unbilliger Gastung und vor allen Jägern, Jiigerknechten, Valknern und Voglern. G. am Freytag nach Liechtmisen. (e. 2 S.) Nickloss von Czedwicz der junge, Hainreich’s von Czedwicz seligen Sohn genannt der Leichtt, welchen Herr Hainrich ttewss von Plawön der jung von etwas Vergreifens und Handlung wegen, die er gethan, ins Gefängniss zu der Weiden gebracht hatto, schwört bei seiner Freylassung mit dreyen seiner Freunde, mit Namen Niclos von Czedwicz zum Lobenstein, Chunrad von Czedwicz zu Merteins Lamnycz und Niclos Fanawer, die er dazu gebeten hat, dem Herzog Ludwig von Fairen und seinen Landen, dem Herrn Hainreich Reusen von Plawön, dem Albrecht von Frewdenberg Pfleger zu Pargstain und der Stadt zu der Weiden Urfehde. Mitsiegler: die drei Bürgen. G. Am Freitag nach Vallentiny. (c. 3 S.) Bürgermeister, Rate und Bürger der Stadt Neuwenstat vereinen sich mit dem Bischof Johans zu Wirczpurg wegen des zwölften Pfenings, wovon sie auf vier Jahre befreit wurden, und versprechen künftig ohne Wissen des Bischoffs die Stadt in keiner Weise mehr zu belasten, welches Balthasar von Mospach an eines Domdechants Statt bestättigt. Mit dem Siegel der Stadt Neustadt, G. Freitag vor St. Petri Cathedra, (c. S.) Ritter Hiltprand Marschalck zu Byberbach und sein Sohn Burckhart der Marschalck verkaufen für sich und ihren minderjährigen Sohn und Bruder Hannsen den Marschalck dem Fridrichen von Elrbach, Tuemherrn zu Augspurg, die Vogtei über die Kirche und den Widemhof zu AVinterbach, samint der Hofstatt und dem Kirchensatze daselbst, als ledige Güter und rechte Eigen um 150 Guldin reinisch. Geweren und Mitsiegler: Erckinger der Marschalk zu Biberbach, und Gorg der Marschalck von Reichen, genannt von Rechberg. G. an sant Mathias Abend des hl. Zwölfbotten. Conratt der Portner verkauft sein Portenampt zu dem Tum in Auspurg, wie er es von seinen Vorfahren hergebracht hat, an Fridrich Burggraff Tumprobst, Ulrich Burggrafl Tegan und das Capitel des Tums zu Auspurg um 200 Gulden. Geweren und Mitsiegler: Hainrich Bach des obengenannten Portner Schwestersohn, dann Buppelin von Elrbach und Hainrich von Elrbach, Ritter. G. am Samstag vor dem weissen Suntag. (c. 4 Sig.) Hanns von Lechsperg bekennt, dass er auf ein ganzes Jahr mit 2 Knechten und 3 Pferden der Bürgerschaft von Kauffburen Diener und Söldner geworden sey, und dass er mit Gefangenen nach dem Söldnerrecht von Ulm oder Memmingen verfahren wolle. Für seine Dienste soll er 160 gute Reinische Gulden, für Pferde und Rüstzeug aber nichts empfangen, und allenfnllsige Streitigkeiten mit der Bürgerschaft vor deren Gerichten entscheiden lassen. G. an St. Mathyastag des heiligen Zwölfboten, (c. S.) 1409 Wiglcis von Seckendorf zu Obernzenne quittirt den Burggrafen Friedrich von Nürnberg aller 88. Febr. der Schäden die er in des alten Herrn und in seinem Dienst genommen, auch 24 Gulden für 2 Pferd die er bei dem alten Herrn verleist hat, auch 26 Gulden an einer Forderung nach seiner Brief Sag. G. am Donnerstag vor dem Sonntag reminiscere. (c. 1 S.) i. Mär* Alexander papa monastcrium Premonstratense Laudunensis dioecesis et omnia monasteria Pre- | monstratensis ordinis ab omni superioritate, domiuio, iurisdictione neenon visitatione eximit. D. Bononio ' kln. Marcii Pontitlcatus nostri Anno Primo, 6. Mörz Friedrich Bischof zu Eystet vereiniget sich mit den Burggrafen zu Nürnberg Johann und Friederich, über die bessere Beobachtung der Statuten des neuen Stifts zu Spalt, und erneuert die dem Stifte von dem Stifter, Burggrafen Conrad von Nuremberg und den Bischöfen Reymnotus und Conradus zu Eichstätt im Jahr 1295 und 1300 gegebenen Ordnungen. G, zu Herrieden am Mitwochen vor sand Gregorien tag. (c. 4 S.) 1Ö. März Friderich Herzog zu Ostenreich bestätigt dem Kloster Wettenhusen alle Gnaden und Freyheiten insbesondere die Befreyung von aller Gastung, und giebt diesem Kloster Fuppellin von Elrbach als Vogt und Schirmer. G. zu Brichsen am Freytag vor Letare. 16. März Ernst, Herczog in Bayern verleiht Peter dem Müller, Burger zu Regenspurg und zu den Zeiten Schulthaizz daselbs den Pan zu dem Gericht zn Regenspurg. G. dez Sambcztags vor dem Sunntag als man singet Letare in der vasten, (c. S.) Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern verpfänden an die Bürger zu Regenspurg das Schult- haizzamt sammt dem Fridgcricht und Knmmerammt daselbst, wie selbes an die Stadt Uegcnsburg früher vom Markgrafen Ludwig von Brandenburg und den Herzogen Stephan, Friedrich und Johann verpfändet war, dann den Werd an der Donau oberhalb der Staincinprukk zu Regenspurg wio selben Caspar der Herttcnberger von Ilailsperg inne gehabt hat, auf acht Jahre um 4500 Gulden. D. eod. d. 17. März Eberhart Erzbischof zu Salzburg bekennt, dass es bei dem Spruche, den Johannes Bischof zu Regenspurg, Engelmair Bischof zu Chyemsee, und der aus seinen Rüthen zu wählende Obmann, zwischen ihm, Herzog Stephan in Beyrn und Peter Pyenzenawer bezüglich des Schcllenberg, des Siedens, Arzt und der dabei gelegenen Klause sprechen werden, sein Verbleiben haben soll. G. zu Salzburg an sant Gerdrauten tag.- * H Vertrag zwischen den Gebrüdern Adolph und Gerhardt, Grafen von Cleve und von der Marcke, und ihrer Mutter, der Grälinn Margriete, betreffend die Verschreibung des Schlosses Sevenar im Lande Lymersch, mit dessen Zugehörungen. G, op sunte Geertruyden dach. 5 34 1409 18. März 21. März 26. März 30 März 2. April Ebcrhnrdus episcopus augustensis praeposito et capitulo ecclcsiae S. Mauritii augustensis omnes immunitates confirmat, atque statuit, ut de omnibus bonis eorum mobilibus et iinmobilibus undecunque disponere vel testamenta ac donationes facere possint. D. XIV. kal. Aprilis. (c. Sig.) Jacob Probst und der Convent zu Garss verpflichten sich gegen Jörig den Frawnherger den jungen zu dem Hag, welcher ihnen mehrere Leute, Güter und Gülten nach Laut des ihnen hierüber gegebenen Briefes vermacht hat, alle Quatember einen Jabrtag mit einem gesungenen Seelamt für genannten Frawnherger und dessen Vorfahren zu begehen. G. am Tage vor unser lieben frawen Tag in der Vasten, (c. 2 Sig.) Jobs Wild schwört, wegen des Gefängnisses darin ihn Herzog Heinrich gehabt hat, sich an Niemand zu rächen, aus der Stadt Oeting, woselbst ihm häuslich zu sitzen erlaubt worden war, so wie aus des Herzogs Landen nicht zu entfahren, dessen Nutzen stets nach Kräften zu fördern, innerhalb einer Meile Wegs zu der Stadt Landshut ohne des Herzogs Erlaubniss nicht zu kommen und sich nicht zum Rathe in Oetingen nehmen zu lassen. Siegler: Thoman der Tolkner und Michl der Dalär. G. An Sand Rupprechtz Abend in der Fasten, (c. 2 S.) Hans von Degenberg Vitztumb zu Amberg, Hartung von Eglofsiain Pfleger zum Rotenperg und Altman Kcmnater Pfleger zu Sulzbach, vom römischen König Ruprecht beauftragt, treffen hinsichtlich der Streitigkeiten zwischen dem Bischof Jörg zu Passau und den Bürgern daselbst mit Beyziehung der bischöflichen Räthe Andre ITerleinsperger und Hans Geiseiperger, dann des Andre Grüner Bürgermeister und Ventzlein Cerhart Pfleger zum h. Geist in Passau folgende Entscheidung: ßeyde Theile sollen in gütlichem Verhältniss und bey ihren hergebrachten Rechten verbleiben. Die Klage, w'elehe der Bischof Jörg zu Passau gegen die Bürger daselbst beym kaiserlichen Hofgericht gestellt hat, soll aufgehoben seyn. Die Glocke, welche die Bürger zu Passau im Rathhause aufgehangen haben, soll wieder herabkommen und nicht mehr aufgehangen werden, ausser es würde diessfalls der römische König den Bischof von Passau vorladen und der Spruch zu Gunsten der Bürger daselbst ausfallen. Im Falle der Bischof Häkhenperg verkaufen wellte, so soll er dasselbe dem Spital zu Passau nach Rath der obengenannten Hans von Degenberg und Andre Ilerleinspcrger geben, ausserdem aber in Häkhenberg wohl einen Lust-Bau aber keinen purkleichen Bau aufführen, der den Bürgern von Passau Schaden bringen mag. G. am Sambztag vorm Palmtag. (c. 6 Sig.) Ritter Albrecht von Eglofstein, zu Miilhaussen gesessen, vermachet zu seinem und seiner Vorfahren Seelenheil, nämlich seines Anherrn Albreclits, Ritters Johannsen, seines Vaters, und Fritzen, seines Bruders, Aller von Egloffstcin, dem Kloster auf Münchbcrg bei Bamberg 6 Pfd. Haller jährlicher Gült und ewigen Zinses auf dem hohen Hause zu Stackenbach und allem dem, was darzu und darein gehört, für Begehung ihrer Jarzeit. Mitsigler: Otto von Eglofstein Domherr zu Bamberg und Pfarrer zu uns. lieb. Frau, Bruder, und Hanns, Sohn obigen Albrechts von Eglofstain. G. am Dins- tage nach dem Palmtage, 35 1409 12, April Ruprecht, römischer König', bestätiget der Stadt Rotenburg an der Tauber das Privilegium über das Umgeld welches sie vom Kaiser Karl den Vierten auf Widerr uf erhalten hat, G. zu Heidelberg an dem nechsten Dunnerstag nach dem heiligen Ostertag. (c. S.) >! Derselbe erneuert und bestätiget den Bürgern der Reichsstadt Rotenburg auf der Tauber das Privilegium Kaisers Carl IV. de ao. 1355: dass sie ob keinerlei Sache wegen vor einen weltlichen Richter ausserhalb der Stadt, selbst nicht vor das kaiserliche Ilofgericht geladen, sondern nur vor ihrem Richter in der Stadt verklagt werden dürfen, es wäre denn, dass den Klägern ihr Recht unredlich und wider der Stadt Gewohnheit verzogen und versagt würde. G, zu Ueidelberg des nehsten Freitags nach dem heil. Ostertag. (c. S.) Derselbe verpfändet der Stadt Rothenburg auf der Tauber, das Stadt und Landgericht, nebst jährlichen 7/inscn, Steuern, dem Judenzinse und was ihm und dem Reiche daselbst zustehet, so ihr bereits vordem für eine gewisse Summe verpfändet gewesen, aber vor einiger Zeit eingclöset worden ist, neuerlich für 8000 rhinisclic Gulden, doch wie früher, mit Ausnahme der jährlichen Stadtsteuer von 400 Gulden. D. ib. et eod. d. (c. S.) 14. April Berchtold Vilser verkauft seinen Sitz zu Vills und die drey Höfe daselbst au Ilainrich Herzog in Bayern. Mitsiegler: Stephan der Retelkofer und Hans der Tobelhaimer. G. am Suntag nach dem h. Ostertag. (c. 3 Sig.) 15. April Hans Reuter, Lantrichter in der Grafschaft Hirsperch erneut die von Chunrat Hausner, Landrichter daselbst gegebene (dd. Caymcrshaim, des Mitwochen nach Bartholomei Apostoli 1389} und von Albrecht Jarstorfer, Landrichter etc. bestättigte (dd. zu der Freinstatt des Eritags vor sand Jor- gentag 1399) Urkunde, dass die von Regensburg, wegen des Krieges zwischen Fürsten, Herren und den Städten und ihren Helfern, seit eine Richtigung geschehen, Niemanden etwas schuldig wären. G. zu Rietenburk des Montags nach der Osterwochen. 16. April Rupertus Romanorum rex abbatissam et conventum monasterii inferioris in civifate Ratisponcnsi in mundiburdium suum et regiae immunitatis tuitionem recipit. D. Nuremberg decima septima die Aprilis. (c. S g.) 19. April l Eberhart Erzbischof zu Salzburg vereinigt sich mit dem Probst Peter Pyentzenawer und dem Capitel zu Berchtesgaden, so dass ihm dieselben wegen der 44,000 Gulden welche sie ihm schuldig sind, den Schellnperg, das Syeden daselbst und den Turn und die C'laws dabey, dann den Aertzperg, Holz und Wasser, mit allen Arbeitern zu dem Syeden so lange einantworten, bis obige Summe abbezahlt seyn wird, Bey den Teydingen sind gewesen: Stephan Herzog in Bayern, Engelmar Bischof zu Kyemsee, Ulreich Bischof zu Lauent, Philipp Abt zu Ebersperg, Ott Abt zu S. Peter in Salzburg, Ulreich Techant zu Augspurg, Magnus Smyher Korherr zu Regensburg und zu Freysing, Mauritz Pfarrer zu Landshut, Ludweig Pyentzenawer, Wolfhart von der Alben, Jacob Turner, Haus Layrainger, 5* 36 1409 20 t April i i j I » n 2i, April 37, April / Ulreich Nussdorffer, Ortolff Goss, Ilertel Ebser, Ulreich Potschner Lanntschrciber in Obern Beyrn, Ilans Sluder von Münichen, .Martein Aufner und Ulreich Sammer Bürger zu Salzburg, G. am Freitag vor Georigen Tag. (c. Sig.) ! Engelmar Bischof zu Kycmssee, Vlreich Bischof zu Lauent, Vlreich Nussdorffer, Hanns Lay- minger, Jacob Turner, Oswald Törringer, Ilauptmann zu Saltzburg, Martein Aufner und Vlreich Sammer Bürger zu Saltzburg, sprechen durch schiedsrichterlichen Spruch, dass Herzog Stephann in Beyrn und Erzbischof Eberhart zu Saltzburg um all ihre gegenseitige Ansprüche ganz und gar und freundlich und lieblich verrichtet sein, und allenfalls noch übrige Irrungen nach alten guten Gewohnheiten | schlichten sollen J nueh soll der Erzbischof dem Herzog für geleistete Dienste eine Erung nach Be- '< lieben thun, G. zu Saltzburg am Sambstag vor Sand Jörigentag. (c. 4 S.) Hans der Gunppenberger zu Rochlingen, Marschall, Beringer der Häl, Wieland Swelcher, Sitz Marschall zu Oberndorff und Peter Marschalk versetzen Behufs der Unterstützung und aus Nothdurft ihres Herrn, des Herzogs Ludwig in Bayrn, an Gerwig den Güss von Hausshein und dessen Söhne, Wilhalm und Ilaman, ein grosses silbernes Schiff von 29 Mark und 1 Loth, 3 silberne Kannen von 35j Mark und 2 Loth, 2 kleine Kannen von 26 Mark und 12 Loth, 4 Becken von 24 Mark und 15 Loth, ein goldnes Gebiet von 2 J-Mark und 3 Loth, und eine kleine goldne Kanne von 2 Mark, 4 Loth und 1 Quintlein um 800 alte Rinische Gulden und versprechen, diese Summe am nächsten weissen Sonntag in der Stadt Lägingen wieder zurückzubezahlen. D. eod die. Parzival der Zenger und Erhard der Preysinger, V'etter und Schw r ager Hanns des Zengers seel, und Vormünder seines Sohns Erhard, überlassen dem Kloster Schoenthal für eine ewige Messe daselbat zum Seelenheil des Verstorbenen dessen gehabte Güter in Pischelsdorf. D. eod. d. (c. 2 S.) Friedrich Graf zu Oetingcn, dann Wilhalm von Halle, Chunrnt Pratzer Bürger zu Nordlingen, Dyepolt Hele Ritter und Eberhart von Stüslingen entscheiden hinsichtlich der Misshellungen zwischen Hans Schlaiss und Ilainrich von Mauren wegen mehrerer Güter und Rechte zu Mauren, dass beydo Theilc gute Freunde seyn sollen, dass jeder Theil bei seinen erkauften Gütern verbleiben, hinsichtlich der andern gegenseitigen Ansprüche aber Kundschaft erholt werden soll, dann dass Ilainrich von Mauren, welcher einen Knecht des Kirchherrn von Mauren geschlagen hat, für diesen Frevel 2 Pfund Wachs zu einer Kerze vor Unsers Herrn Leichnam in der Kirche zu Mauren vermachen soll. Siegler : Friedrich Graf zu Dettingen, Dyepolt der Hel Ritter, Wilhalm von Halle, und Ilainz von Mauren. G. am Suntag vor Misericordia. (c. 4 Sig.) Die Herzoge Ernst und Wilhalm in Beyrn bekennen, dass sie Ciiunrat von Sehellenwerch und dessen Bruder Purchart sei. 600 Reinische Gulden schuldig seien und selbe auf den nächsten St. Jor- gentag zu Lantzperch, der Stadt des Herzogs Fridreich von Dech, bezahlen wollen, widrigen Falls selbe ihrer Eide und Urfehden entbunden sein sollen. G. zu Lantzberg des nächsten Samstags nach St. Jörgen Tag. 37 1409 27. April 88. April 1. Mai 2. Mai j> i 4. Mai Chünrad von llaymenhofen, Egelin von Schellcnberg, Hanns von Künigsegk, alle 3 Ritter, Töltzer von Schellenberg und Märchk sein Bruder, Miirckh von Schiilienberg zu Zusmegk, Vlrieh von Ilaimhofen, Peter Höhennegk und Ilaubt Marschalckh schwören, dass sie wegen der Viincknüzz und Nam, darin sie Kaspar Törer und alle die des Tags auf dem Feld bei der Xicderlegung gewesen sind, gebracht haben, an den Herzogen Ernst und Wilhalm, ihrem Land und Leuten nicht Rache nehmen, sonderlich aber von Burchkarls von Schällenberg wegen, der des Tags erschlagen ist worden, gegen Niemand hinfiiro Krieg oder Feindschaft haben wollen. Siegler : Egcnlin von Schellcn- fcerg, Märckh von Schellenberg, Vlrieh von Ilaimhofen, Märchk von Schellenberg zu Zusemegk und Peter von Ilöhenegk. G. zu Landsperg des nächsten Sampcztags nach sand Jorgen tag. Iladmar von Apsperg Pfleger zu Monheim verpflichtet sich, so lange er die Pflege zu Monheim inne hat, des Klosters Kaisheim Leute und Güter im Flozheimer Gereut gegen raänniglich zu schirmen. G. am Sonntag nach Georgen Tag. (Copia simplex.) Wirich von Trewchtlingen vertauscht an Vlrieh, Abt, und den Convent des Gotshawses sand Peters zu Wilzburg zween Filtzsehuch, die sein Vater selig von dem Kloster auf ihn gebracht, und wpzu er eine Hofstatt zu Stertzelbach gegeben, gegen ein Gütlein zu Grinhart. Mitsiegler : Vlrieh der Hutendorffer zu Emmetzheim. G. an sand Walpurgen tag der heiligen Jwnekfrawen. Anndre der Prukkner, Bürger zu Tumstauff, und seine Hausfrau Margret bekennen, dass ihnen der Rath der Stadt Regenspurg die Brücke zu Tumstauff, neu und wohlgeschlagen, mit allen Rechten und Nützen vom letzten Görgentag an auf 3 Jahre überlassen habe, wofür sio demselben und der Herrschaft zu Tumstauff 6 Pfund reg. Pfg. jährlich reichen wollen; und zerrisse Eis oder Wasser die Brücke, so wollen 6ie in Jahresfrist eine neue herstelien. Bürgen: Ott der Gross etc. Siegler: Dietreich der Tawrlinger, z. Z. Pfleger und Richter zu Tumstauff; der Beständner Sehweher und Vater Hanns der Pfaffenbanger, und obiger Bürge Ott der Grozz. G. des Pfincztags nach sand Walpurgen Tag. (e. 3 S.) Leopolt und Ernst Herzoge zu Oesterreich bestimmen, dass dem Bischof von Passau die Verleihung der Pfarrkirche Alteniiechtenwart zustehe, da derselbe die Lehenschaft der Unser Frauen- Cnpelle auf der Steten zu Wien vormals an Hans von Liechtf-nstain des seligen Herzogs Albrecht Ilofmaister gegen die Lehenschaft der Pfarrkirche Altenliechtenberg vertauscht hat. G. zu Wienn am Pflnztag nach Philippi et Jacobi. (c. 2 Sig.) Fridrich Burggraue zu Nürcmberg verkauft an mehrere Personen Leibgedinge, verschreibt solche auf seine Stadt Onolzbach und giebt dem Bürgermeister, Rathe und den Burgern der gedachten Stadt, weil hie mit ihm Selbstscholen geworden sind, seinen Theil des Umgeldes daselbst und die 400 Pfd. jährliche Gilt, die sie ihm jährlich zu entrichten haben, den Zoll und die zwey Bleichen Parchends und des weissen Fadens, das Zeichengeld von den Färbern, seine Höfe zu Albrechtsdorff und ßcrolz- winden, seinen Hof zu Katterbach und die Schäferey daselbst, den Hof zu Vockenhofe nebst der * 38 1409 4, Mai 5. Mai 10. Mai 1?, Mai Mühle, den Hof zu Lengenfelt und die Sehiiferey daselbst, mit dem Bedinge ein, dass sie, so lan ge die Leibgedingc bestehen, die Gilten und Erträgnisse einnehmen, aus den angewiesenen Einkünften die Leibgedinge entrichten und ihm jährlich Rechnung legen. Bleibt übrig, so sollen sie das ein- liel'ern, reichen die Einkünfte nicht zu, so wird der Burggraf das Abgängige vergüten. G. zuOnoltz- bach am Samstage vor dem Suntage als man singt Cantate, (c. S.) Ulrich Weichsser von der Glan bekennt, Alles was ihm vom seligen Bischof Johann in Regens- purg vermacht worden ist, vom erwählten Bischof Albrecht, und von Stephan Satelperger und Uans von Streitperg Tumherrn derzeit Pflegern des Bisthums Regenspurg erhalten zu haben. Siegler: Heinrich der Smyher Pfleger zu Ilaidaw, und Seitz der Nusperger. G. am Samstag nach des h. Creuz Tag als es gefunden ward. (c. 2 Sig.) I)ielz Zobel zu Wilburgsteten spricht den Burggrafen Fridrich zu Nurenberg von aller Geldschuld, die er ihm jemals schuldete, ledig, und erklärt alle Schuldbriefe, ausgenommen den über das Dorf Bernheim, fiir kraftlos. G. am Samstag nach sant Walpurgen tag. (c. S.) Herzog Johannes von Bayern verleiht Ulrich dem Fürstenstei’. seinem Herold eine jährliche Gült von 5 Pfund Rcgensb. Pfg. aus dem Kasten zu Straubing. G. an Freitag vor dem heiligen Auffartage. Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern bekennen, Hartman dem Rindesmaul 200 Gulden schul- ! dig zu seyn, und verpfänden demselben bis zur Bezahlung dieser Summe ihren Hof zu Tümling den ! Jorg Oetlinger inne gehabt hat. G. zu München am Freitag vor dem h. Aufvart Tag, (c. 2 Sig.) i t j Die Burggrafen Johann und Friedrich zu Nürnberg und Elisabeth von Bayern, des Letzteren j Gemalin, verwandeln mit Rath und Gunst des Bischofes Johann zu Würzburg und seines Kapitels zum i Tröste ihres Vaters Friderich sei. und ihrer Vorfahren ihre Pfarrkirche in ihrer Stadt Langenzenn | genannten Bisthums in ein Kloster St. Augustins Ordens, und geben dieselbe Kirche mit allen ihren l Gütern, Zugehörungen und Rechten dem Probste Peter und seinen Mitchorherrn und damit dieselben i desto mehr Nahrung gewinnen und immer deste mehr werden, übergeben sie ihnen auch die Früh- | messe in gemeldter Kirche und alle Rechte, die sie dazu gehabt haben, mit allen Zinsen, Renten | und Nutzen samt der Bitte an obigen Bischof, diese Frühmesse zu incorporiren. Derselben Güter j und Zehenten etc. sind gelegen zu Langenzenn, Forbaeh, zum Hof, Wittigenhofc, zu Kcydenzell, j Reindorf, Seuckendorf, Seckendorf, zum Kagenhofe, zu Zauckendorf, Dewertendorf, Rudclndorf, Vogts- ! reuchenbach, Hlankenstrude, Ueinrichsdorf, zu Lohr, Rossendorf, Neupawern-und Herings-Hof, Sidel- 1 baeh und Stemmbach. Obgemeldte Stifter haben sofort gemehltes Kloster und ihre Unterthanen vom Erscheinen vor dem Landgerichte, der Cent, dem Stadt- und anderen weltlichen Gerichten gefreyet und angeordnet, dass in dem neu errichteten Kloster es eben so gehalten werden soll, wie in dem zu Neuenkirchen am Brand. G. zu Cadolczpurg am nehesten Montag vor unsers Herren Auffart- I tag. (c, 3 S.) 39 1409 14. Mai Stephan Herzog in Beyrn, Heinrich Nothaft zu Wernberg Vitzdom in Nydern Beim, Marx Warttcr zu der Wartt, Fridrich Auer zu Prennberg, Diterieh Hofer zu Stinching, Fridrich Ramsperger zu Rams- perg, Erhard Satelboger zu Liciitencgk, Peter Valkenstainer zu Valkcnfels und Conrad Kamerauer zu Vihausen entscheiden hinsichtlich der zwischen dem Herzog Johann einerseits, dann VVilhalm dem altern und seinem Sohne Wilhalm dem jiingern von Puchberg anderseits bestehenden Zwielaute: Herzog Johann soll den genannten Puchbergern für die 100 Pfund Pfenning Gclts, welche er denselben auf der Maut zu Vilshofen von wegen des Kaufes von Winzer angewiesen hat, 1400 Pfund Regensburger Pfenning bezahlen, jedoch sollen von dieser Summe die an erwähnte Puchberger gemachten Foderungcn der Städte Köln, Mainz und Nürnberg mit 440 Gulden, des Wilhalm Rotauer mit 650 Gulden, und des Conrad Kamerauer und Diterieh Stainberger mit 50 Pfund Pfenning befriedigt werden. Die weiteren 30 Pfund Pfenning jährlicher Gült welche Herzog Johann den Puchbergern auf der Maut zu Vilshofen wegen einer Schuld von 300 Pfund Pfenning verpfändet hat, sollen auf die andern Gläubiger der Puchberger übergehen, bis von Herzog Johann dicssfalls die Lösung geschehen seyn wird. Die Puchperger sollen dem genannten Herzog an seinem erkauften Theile der Vesto Winzer und seinen andern Rechten keine Irrung machen. G. am Ertag vor dem h. Auflartagc. (c. 9 S.) 18. Mai Johannes episcopus herbipol. ecelesiam parochialem in Langenzenn, nunc vacantem, cum Omnibus iuribus et pertinentiis suis in regulärem erigit ipsiusque statum secularem, in quo hucusque extitit, in statum regulärem transmutat, nee non autoritate sua censet decetero cum omnibus ac singulis bonis, rebus et iuribus suis, libertafibus et privilegiis monasterii seu ecclcsia canonicorum regulär, ordinis S. Augustini nuneupari et gaudere debere de consensu Ottonis de Milcz, decani totiusque capituli dicti monasterii, Balthnzaris de Maspach, praepositi Onelspneensis tamquam archidiaconi in ccdcsia herbipol. dicti loci. Eidern episcopo promiserunt Burggravii Johannes et Friderieus norimbergenses pro se no successoribus suis, sc veile dietam ecclesiain seu monasterium in Langenzenn in personis , bonis et rebus manutenere, et in iuribus et libertatibus suis tuere. 1). et ad. herbipoli Sabbalo post fcstum Ascensionis Domini (c. 3 S.) (Vidimus.) 20. Mai Johans Buch von Cosfenz erklärt, dass als er gemeiner Mann zu den Rechten in der Stadt Marchdorf von wiegen der Stösse zwischen Johann Truchsess von Walfpurg und den Bürgern von Lindau war, Jäk Goldegger und 2 erber Männer geschworen haben, dass Adelhait Cunrats Tochter von Laymow des genannten Truchsessen eigen oder nachjngend Vogtweib sey. G. am Montag vor dem h. Pfmgsttag (c. Sig.) 21. Mai Vyt von Rechberg von hohen Rechberg verleiht anstatt seiner gnädigen Herrschaft von Bayern Peter dem F’ärmer Bürger zu Ulm das Gesässe zu Obenhusen mit dem Kirchensalz daselbst, welches derselbe von Hans von Asch dem ältern gekauft hat. G. am Zinstag vor dem Pfmgsttag. (o. Sig.) 29. Mai Investitura Petri Imhoffe mngistri et professi monasterii S. Michaelis in Newenkirchen ordinis S. Augustini canonicor. regularium diocesis bamberg. per Burggravium Fridericum norimberg. praesentatum ad rcctorem per obitum Ultimi possessori« Burkh. de Seckendorf vacantis ecclesiae in Langenzenn diocesis herbipolensis. D. Onoltzbach mensis May die Yicesiina nona. (c. S.) Hans der Loterpekch zu Rotenfels und seine Schwester Elena, Ulrichen des' Grossen Hausfrau verkaufen an den Ritter Hans vom Degenberg Vitzdum zu Amberg die Veste Freymansperg und die dazu gehörigen Güter und Gülten zu Freindorf, Aynflrst, Weinzer, Swarzenstein, Gäkendorf, Ried, Viechten, Winkchling, Niderns wartzach, Puchperg und Täfertzried. Mitsiegler: Ulrich der Gross, Ilainrich Nothaft Vitztumb in Nidernbeyern, Uilbolt der Menndorifer, und Hans der Pawr. G. auf Mit- ! wochen nach dem h. Pflngstag. (c. 5 Sig.) Eberhart Bischof zu Augspurg ertheilt mit Einwilligung des Herrn Friderich Burggraf, Domprobst, Vlrich Burggraf, Dechant und des ganzen Kapitels zu Augspurg seiner Stadt zu Fucssen zur Ausbesserung des erlittenen Brandschadens folgende Gnaden: Von allen Häusern, Hofstätten, Gärten, Aeckcrn und undern Gütern, die ihm, seinem Gotteshause und seinem Kloster zufällig werden und im Burgrecht dortselbst liegen, sollen die Steuern erst einen Monat nach dem gewöhnlichen Stcuer- ziel entrichtet, der Stadt Fuessen unbeschränkte Bürgeraufnahme gestattet und dieselbe bei den alten gewöhnlichen Steuern belassen werden. Ferner soll keiner seiner Pfleger oder Vögte zu Füssen einen Bürger daselbst ohne Recht strafen und der Abt und Convent des Klosters zu Fuessen alle Güter, die im Burgrecht daselbst liegen, falls sie solche in der Zukunft kaufen, nach dem Stadtrecht versteuern. Schliesslich erlässt er der Stadt für alle Zeiten den Zins aus der neuen Mühle daselbst an dem Lech unter dem Kloster. Mitsiegler: Das Domcanitcl zu Augspurg. G. Am nechsten Sambs- tag vor dem Achtenden des hayligen Pflngstags. i i Bischof Johanns zu Wirtzburg giebt als Lebenherr seinen Consens zu den von dem Burggrafen j Friderich zu Nurcmberg dessen Gemahlin Elzbethen von Beyern für Wittum und Zugeld auf die | Schlösser, Städte, Märkte, Dörfer, Onolzbach, Kolbenberg, Lewtershausen, Swabach, Camerstein, Cadoltz- j bürg, Altenberg, Zenne, Hoheneck, Erelbach, Bergei und Bernheim verschriebenen 35000 11. an Ueim- steucr, 25000 fl. Widerlegung und 12000 11. Morgengabe, alles ungarische Gulden; dann bei Verrückung ihres Wittwenstuls die Städte und Schlösser Wassertruhendingen, Cunzenhawsen und Flüg- lingen mit einer Verschreibung von 20000 11. laut des Verweisungsbriefes zu Onolzbach Donnerstag in der h. Osterwochen ( 11 . April) d. J., dessen Zeugen sind Albrecht und Johannes von Huhenloch, [ Friderich Schencke zu Limpurg, Heinrich von Dürwang, Walther und Erenfried v. Seckendorff, Wil- I heim v. Mcyental der ältere, Vlrich v. Waldenfels und Kuntz v. Aufsezze. G. mit Wissen und Willen des Domcapitcls zu Wirtzburg am Suntag nach vnsers Herrn Leichnamstag. (c. 2 S.) j Die Bürger von Passau kommen mit dem Herzog Heinrich in Bayern hinsichtlich der Zusprüche, i die derselbe an sie hat, dahin überein, dass in 4 Wochen der genannte Herzog in Braunau, sie aber mit ihrem Bischof Jörig in Obernperg seyn sollen, wo dann der Bischof dem Herzoge den Sühneversuch antragen, wenn aber diese nicht zu Stande käme, die Entscheidung zu Obernperg durch genannten 41 1409 Bischof und beiderseits beygegebenen 3 Spruchleute geschehen solle. G. zu Varmpach am Montag nach Gotsleichnamstng. 10. Juni Johann Herzog in Beyrn befreyt die Abtissin und den Convent zu PUlnhoven von aller Gastung, Jcger und Nachtzal. G. zu Amberg am Montag vor Viti und Modesti. (c, Sig.) >> Ulrcich der Prukkner, Bürger zu Tumstawff, welchem der Rath der Stadt Regenspurg das Vorst- ambt zu Tumstawff von heute auf ein ganzes'Jahr gelassen hat, verspricht den Vorst treulich zu hegen und zu hüten, auch der Herrschaft allzeit mit einem Pferde und Drab-Harnisch, dazu mit einem geraden Knechte zu Fusse gewärtig zu sein, und damit den Vorst Sommer und Winter zu besorgen, weder Zimmer- noch Brennholz ohne seiner Herren Erlaubniss aus demselben führen zu lassen. Siegler: Dietrcich der Tawrlinger, z. Z. Pfleger und Richter zu Turnst au ff und des Prukkners Ohaim Chunrat der Kästner zu Meczzem. D. eod. d. (c. 2 S ) 14. Juni Conrat der Perhart von Staincmprukk Burger zu Regenspurg bekennt dass ihm der Rat der Stadt Regensburg erlaubt habe, zwei Jahr hinaus zu sizzen gen dem Loch zu des Ramelstainer Kinden. Siegler: Peter der Müller, Schulthaizz. G. an sand Veicz abent des heiligen Martrer. 17. Juni Fritz Geyr von Goldbach entscheidet am Lehengericht zu Haidenhain, dass Graf Friderich zu Ilelfenslain schuldig sey, dem Hans von llamungen die Lehen zu Ausslabingen zu verleihen, welche die Vorfahren des genannten von Rainungen inne gehabt haben. G. am Montag nach Viti. (c. Sig.) 22 . Juni Hans Zingk Bürger zu Wien bekennt für sich und seinen Bruder Michel den Zingk, dass der Bischof Jörg zu Passau die an sie verkauften Zellenden zu Stain , Krembs, Radendorf, Gerestorf und Stretzing, und die bey Stein gelegenen Weingärten genannt der Gcirsperg und die Widern, um 4000 Gulden von ihnen wiedergekauft hat, und verpflichtet sich, den Kaufbrief hierüber am kommenden Jürgen Tage auszuantworten, wenn genannter Bischof an diesem Tage die noch rückständigen 2000 Gulden bezahlt haben wird. Mitsiegler: Niclas der Weispacher Hnbmaister in Oesterreich, Albrccht der Zetter Stadtrichter und Rudolf der Angervelder Bürger zu Wien. G. zu Wicnn am Samstag vor Johanns Tag zu Sunwenden. (c. 4 Sig.) Bischoff Johann von Würzburg, Otto von Milz Dechant, und das Capitcl zu Würzburg veröffentlichen, dass Konrad von Egloffstein, Meister teütschen Ordens in deutschen und wälschcn Landen, Fridrich Graf zu Hennenberg, Fridrich Schenk, Herr zu Limpurg und Richolf von Elma, sie dahin vereinigt haben, dass ein Zehent auf die Geistlichkeit ausgeschrieben werde, mit Ausnahme des Domcapitels und seines Personals, zu dessen Einnahme jeder Theil einen Mann stellt, D. eod. d. (c. 6 S.) 23 . Juni Ruprecht römischer Kunig befiehlt den Bürgern zu Lindau dass sie die ihm auf kommenden Martinstag zu entrichtende Reichssteuer dem Ritter llerman von Breidenstein bezahlen sollen. G. zu Heidelberg uff den Sontag vor Johanns Baptisten Tage. (c. Sig.) 6 42 1409 23. Juni )> 25, Juni 1. Juli Der Tecliant Ölte von Milcz und das Capitel des Stiftes zu Wirczburg reversiren dass ihnen BiscliofT Johanns Schloss, Stadt und Amt Karinstadt für 30,000 rheinische Gulden mit Vorbehalt des Wiederkaufrechtes verkauft habe. G. Suntag vor Johanns Baptista. Fridrich Graf und Herr zu Ilennenberg, Fridrich Schenk Herr zu Limpurg und Ricliolf von Elma entscheiden die Streitigkeiten zwischen dem Bischof Johann von Wiirzburg und dessen Dom- capitel dahin, dass das Capitel dem ßischoffe 2 Pl'andtschaften, jede zu 1000 11. auslnse, der Ilars- torferin zu Nürnberg 600 11., den Volzner ebenda 600 II , dem Ililpolt von Meienthal 250 11., dem Erkinger von Sawnsheim zu Kottenheim 300 11., dem Capitel zu Haug 300 11., dem Otto Vogt von Salzburg 800 11., dem Ricliolf von Elma 1000 11 , dem Heintz Stumpf 850 fl., dem Reinhard von Nussiken 900 fl., dem Ade] von Kottenheim und seinen Vettern, die Karlstadt inne haben, 3000 11. und mehre kleine Schuldfristen zahlen sollen, wogegen der BischotT dem Domcapitcl Schloss Karlburg und Stadt Karlstadt, das dieses erkauft hat, übergeben, und es nicht mit dem 8ten und I2ten Pfenning belästigen wird. Das Domcapitcl übergiebt bis nächst'S. Peters Cathedratag die von ihm um 16000 11. einzulösenden Schlösser Klingenberg und Prossclsheim dem Bisch olTe, und stellt hicfür Bürgen. D. eod, d. (c. 4 S.) Lnsarus der Jud verpflichtet sich den Bürgern zu Kempten, welche ihn mit Weib und Kind als Bürger aufgenommen haben, jährlich 10 rheinische Gulden als Steuer zu entrichten, dann Harnasch, unzerbrochen kelch, nass Hut und plutig Hass weder zu kaufen noch als Pfand zu nehmen, ferner den Bürgern zu Kempten das Pfund Heller um wöchentlich 2 Heller und den rheinischen Gulden um 3 Heller zu leihen. Siegler: Egg Swaub Stadfamman zu Kemptun. G. am Zinstag nach Johans Tag zu Sunwenden. (c. S.) Erhärt Marschalk zu Ilirsperch erkennt nach erholter Kundschaft durch Eberhart Mistelbeck, Niclas Pisbanger Stadtrichter zu Eystct, hinsichtlich der Irrungen zwischen Katharina von Seckendorf Abtissin zu S. Walpurg in Eystet einerseits — und Heinrich dem Hofstelter zu Pemfelt anderseits wegen etlicher Rechte zu Pemfelt, wie folgt: Die Smidstadt und die Flur zu Pemfelt sollen wechselseitig ein Jahr von der Abtissin zu S. Walpurg und das andere Jahr von Uainrich dem Ilof- stetter verliehen worden; das Schenken in diesem Dorfe soll frei scyn und kann Jeder schenken der es verwesen mag; wer ein altes Haus in diesem Dorfe abbrechen will, soll, wenn er hinter der genannten Abtissin oder hinter dem Ilofstetter gesessen ist, 12 Pfenninge entrichten; die Padstube zu Pemfelt soll nur von dein Ilofstetter, das Forstlehen und Schergenamt aber nur von der Abtissin zu S. Walburg verliehen werden. G. des Montags nach Johanns Tag zu Sunbenden. (c. Sig.) Ruprecht der römische' König enthebt Dietrich Fuchs Ritter des ihm übertragenen Schutzes des Klosters Ebrach, weil derselbe von eigenem Geschäfte solch Zwietracht, Feindschaft und Kriege habe, darum er desselben Schutzes nicht wohl für gesin möge. G zu Heidelberg vf den Montag nach Peter und Pauls Tage, (c, 1 Sig.) 43 1409 1. Juli 4. Juli 6. Juli » 93 . Juli 34. Juli Stephan, Ernst und Wilhelm, Herzoge in Beyrn, ersuchen den Herzog Hainrich ihren Vetter, ihnen den Brief über Sulezpach und andere Briefe, welche sie und ihr Vater Herzog Johans sei. dein Vater Herzogs Hainrich, dem Herzoge Fridrich sei. in gelrewes Hand empfohlen und eingc- »ntworlct haben, verabfolgen zu lassen. G. zu München eod. d. (c. 3 S.) Ott von Meissaw Obermarschalk und Oberschenk in Oesterreich und Hans Lader Pfarrer zu Sitzendartf stiften in der Pfarrkirche zu SitzendartT mit Einwilligung des Probstes Hans und des Conventes zu Paumburg eine ewige Gediichtniss mit Vigil und Seelamt, und vermacht Ott von Meissaw hiezu aus dem Urbar seiner Herrschaft Meissaw 4 Pfund und 33 Pfenning jährlicher Gült zu Sitzcn- darlT, Hans der Lader aber 8J- Pfund Pfenning Gelts zu Ilerzogpirpaum und Grub, dann beyde gemeinschaftlich 2 Mutt Dienstwaizen auf einem Gute zu Rasledarlf, das von Ott von Meissaw Lehen gewesen ist. G. an Ulreichs Tag. Nachdem Bürgermeister und Rath der Stadt Meiningen, statt des cheliin vom Kloster Rot erkauften Fahrs (Ueberfuhr) zu Eglsee an der Hier, mit Verwilligung des Hanns von Königsegk eine Brücke über die Iller geschlagen, und statt des bisherigen in Korngarben und Brodlaiben bestandenen Handlohns für den Gebrauch der Fahr, ein nur allein in Korn bestehendes Handlohn für den Gebrauch der erbauten Brücke einzuführen beschlossen haben, vertragen sich der Abt Andreas zu Ochsenhausen, der Abt Cunrat zu Iiot, und die Gebrüder Hanns und Caspar von Erolzliain zu Beurn und Erolzhain von ihrer armen Leute wegen mit obgedachter Stadt Memingen und dem Hanns von Königsegk zu Marstetten und Alendorf über das Einsammeln des Handlohns in Korn, wobey angenommen worden ist, dass für jede ehmalige Rocken-Garbe ein Metzen Roggen, für jede ehmalige Habern-Garbe ein Metzen Haber, und für jeden Leib Brod auch ein Metzen Haber, alles sauberes Korn Meininger Maas gereicht werde. G. auf Freyttag nach sant Ulrichs Tag. BischolT Johann von Würzburg befiehlt den Bürgern von Karlstadt, dem Domcapitel zu Würz- j bürg, an welches er sie von niittlieher Schulde wegen, verkauft habe , zu huldigen. G. zu Wirtz- j purg am Freytage vor Kiliani. (c. S.) Stephan Herzog in Bayern verpfändet die Veste Wartstain an Walther von Kunigscck um die 1700 Gulden, welche er demselben theils für Dienste und Schäden, theils für Bauten an genannter Veste schuldig ist. G. zu Sehünveld am Eritag vor Jacobs Tag. (c. Sig.) Ruprecht, römischer König, bestätigt einen am nächsten Dornstag vor dem heiligen Pfingstage 1389 ausgefertigten Brief, nach dessen Inhalte Adolff, Erzbischof zu Mencze, Lamprecht, Bischof zu Bamberg, und Syfrid von Venningen, Meister deutschen Ordens in deutschen Landen, die Misshellig- keiten zwischen den liochgebornen Fürsten Herrn Ruprecht dem altern, und Ruprecht dem jüngern, Herzogen in Beyern einerseits, dann den Städten, welche den Bund auf dem Rine, in Eisassen, und in der Wetteraw mit einander halten andererseits, in Güte beilegen. G. zu Heidelberg an sant Jacobs des heiligen Zweltlbodten Abend. (.c. S.) 6 * 44 1409 Stephan Herzog in Bayern bekennt, dass das Vermüchtniss welches Walther von Kunigscck 25. Juli dessen Gemahlin Beatrix von Hurnheim für ihr Mcirathgut und Morgengabe auf der Veste Wartstain verschrieben hat, mit seiner Einwilligung geschehen ist. G. zu Rayn an Jacobs Tag. (c. Sig.) 26. Juli Die Bürger zu Lindau bestimmen dass fürbass der Burgermaister und die Zunftmaister daselbst vom Johanns-Tag zu Sunwenden bis wieder zum nächsten Johanns-Tag nicht mehr als 20 Pfund Pfenning verzehren sollen, dass an diesem Tage der alte Burgermaister dem neugewähltcn Burgermaister dieses Gesetz nebst den andern Gesetzen vorlesen, und dass ein Burgermaister oder Zunftmaister nimmer mehr bey einem Rathsknecht zechen soll. G. am Frilag nach Jacobs Tag. (c. Sig.) 29. Juli Ruprecht römischer Kunig befiehlt den Bürgern zu Memmingen dass sie die ihm und dem Reiche auf kommenden Martins-Tag zu entrichtende Steuer den Gebrüdern Wernher und Ilans Bars- perger bezahlen sollen. G. zu Heidelberg ipsa die Michaelis, (c. Sig.) 31. Juli Alexander episeopus, servus servorum dei, omnia monasteria Premonstratensis ordinis ab omni superioritate, dominio, iurisdictione neenon visitatione eximit, ct ad ius et proprietatem beati Petri et apostolicae sedis suscipit. D. Pisis II. Kal. Augusti Pontificalus nostri Anno Primo. 11. Aug. Conrad Huber zu I.ankquad übergibt dem Herzoge Johannsen den Brief welchen er von Ortlieb dem Zennger zum Zangenstein über die Zölle zu Kelhaim und Lankquad hat, sowie die Zölle selbst, die nun sein eignes gekauftes Gut waren, und verzichtet gänzlich auf deren Besitz. G. am Sonntag nach sand Lorenczentag. 16. Aug. Ilenggin Iluntbis, Bürger zu Rauenspurg, Peter Vngelter, Bürger zu Vline und Hans Ruop, Bürgermeister zu Memmingen, Schiedsleute, entscheiden die Streitigkeiten, die zwischen dem Abt und Convent des Gottehauses zu Kemptun einer- und der Bürgerschaft daselbst anderseits bestanden haben, auf folgende Weise: Bey Besetzung des Rathes haben die Bürger zu Kempten sich an den Bestimmungen eines in dieser Sache früher errichteten Vertrags zu halten} wer in des Gotteshauses geschworenen Gerichten hausliablich sitzt, er sey Bürger von Kempten oder nicht, und daselbst frevelt, der soll daselbst gerichtet werden} das Kornhaus, welches die Bürgerschaft vom Abte zu Lehn hat, und welches nach des Abts Behauptung ihm wieder heimgcfallen weil gewisse Lehenspflichten nicht erfüllt worden, bleibt bey der Bürgerschaft; der Wildbann soll beyden Theilcn zur Hälfte verbleiben; es soll dabey, wie von Alters her, sein Verbleiben haben, dass ein Ammann zu Kempten besiegle und von seinem Insiegel nehme, wer darum zu ihm komme; wird ein Todtschläger zu dem Leib gerichtet, so soll sein Gut seinen Kindern und Erben gehören, wird derselbe aber zu seinem Leibe nicht gerichtet, dann mag sich der Abt und sein Convent des Todschlägers Guts wohl unterwinden; die von Kempten sollen fürbass das Gericht besetzen, wie das von Alters hergekommen; die dem Gotteshause an den Häusern und andern Gütern zu Kempten gehenden Fallzinse sind nicht, wie der Abt vermeint, zu einer bestimmten Zeit im Tage, wenn der Ammann auf der Dingstatt sitzet und mit einer grossen Glocke das Zeichen dazu gegeben wird, zu entrichten, sondern wer in des Gottes- 45 1409 35. Aug. 37. Aug. 88. Aug. hauses Namen den Zins einnimmt hat an dein bestimmten Tage von Morgens bis Abends zu warten und den Zins zu empfangen; die von Kempten sollen das liecht des Prangers wohl haben; wegen der 3 Wochenmessen in der Gruft, wegen des Almosens an Arme, und wegen des Seelhauses, das der Abt nicht zu einem Spitale machen lassen will, treffen die Schiedlcute keine Entscheidung, da diese in geistlichen Sachen ihnen nicht zusteht. Siegler: die Sehiedsmänner. G. Am Samstag nach vnser Frawen tag assumcionis, als sy zu Himmel empfangen ward. (c. 3 S.) Ruprecht der römische König, auf die von dem Dechant und Capitel des Stiftes Bamberg gegen den Domprobst angebrachte Klage: dieser habe früherem Rcchtsspruche zuwider nicht verbürgt ihnen ihre Pfründen zu geben, gebe ihnen auch die versessene Pfriind nicht, und habe doch das vergangene Jahr der Früchte und Nutz sich unterwunden und in seinen Nutz und nach seinem Wilen gewallt, verfügt: Friedrich Schenk Herr zu Lymburg Hauptmann des Landfriedens in Franken soll die zu jenen Pfründen gehörigen Gülten und Zehnten in den Aemtern StatTelstein, Dorgenstatt, Rode, Forle, Buchenbach, Forcheim, Ilirzheyde, zu seinen Händen nehmen als lange bis der Domprobst seiner Verbindlichkeit gehörig nachgekommen ist. G. zu Heidelberg vff den Sonntag nach S. Bartholome tage. (c. 1 Sig.) Antonius episcopus Portuensis episcopo Ratisponensi comittit, quatinus si per diligentem inqui- silioncm repererit, quod quidam Gehhardus Glainsmid presbyter minas et insidias posuerit et horrea frumentis plena nocturno tempore combusserif, Theodrieum et Johannein Slaulfer et Johannem Pachspcr- ger armigeros, a quibus idem Gebhardus occisus fuit, nullain excommunicationis scntenliam incurrisse dcclaret, ncc teneri ad eam publicam poenitentiain quam interfectores presbyterorum peragerc tenentur. D. Pisis VI Kal, Scptembris. (c. Sig.) Hanns Zennger zu Rengstautf und Sweiker von Gvndolfmg der jüngere, erwiihlte Schiedsleute von den festen Rittern Thoman Preisinger und Dietreich Hofer, treffen wegen der Zwiwurff und Zwayung, welche sic um die Feste llitterswerd gegen einander gehabt haben folgenden Ausspruch: wegen der vergangenen Sachen soll zwischen ihnen ganze Freundschaft seyn; der Hofer soll dem Preisinger von der genannten Feste wegen 1100 Gulden ausrichten und diese Summe demselben mit 8 Bürgen vergewissen und verbürgen, der Preisinger hingegen demselben einen Kaufbrief darüber geben; wegen der Steuer zu Geisenuellt, wegen eines Forsts zu Scheiern , und eines Fischwassers zu Aichelperg, worauf der Hofer Ansprüche macht, soll Albrecht Weilbcrger zu Lautterbach Kundschaft verhören, was denn genannte Schiedleute darüber aussprechen, dabey soll es sein Verbleiben haben ; wollte der Hofer es zu keiner Kundschaft kommen und den Preisinger ungehindert in nützlicher Gewähr der genannten 3 Stücke lassen, so soll, wann die Steuer zu Geisenvcllt durch die Herzoge von Beyern von dem Preisinger gelnset wird, dem Hofer halb zufallen was daraus geht; so lange der Hofer die 1000 Gulden, welche er der Jungfrau Vrsula, des Preisingers Tochter als Heirathgut zu geben schuldig ist, nicht bezahlt, soll er ihr jährlich davon 100 Gulden geben und diess auch mit 8 Bürgen a ergewissen; die Briefe über alles vorgeschriebene sollen von beiden Sei- 46 1409 » 30. Aug. 6. Sept. \ ton liis auf Michelslag niichsthin gesiegelt und gefertigt und bey allenfalls weiter verkommenden Irrungen oder Zwayungen einem neuen Ausspruclie obiger Schiedsleute Folge geleistet werden. G. des nächsten Mitichen nach sand Bartholomeus lag des heiligen Zwelfpoten. C c - 2 S.) Michael Steno dux Venetiarum, omnes sibi subdilos admonct ut Johannem episcopum herbi- polensein cum Omnibus cum comitanlibus, qui ex commisso imperatoris Ruperti ad nonnullas mundi partes destinatus loca Venetiis dedita transire optat, tutum liberum et benignum accipiant. D. Die (rigessimo Augusti. (c. b. pl.) Conrat und Seytz die Güssen von Brentz, Gebrüder, und ihre Schwester Barbara die Güssin, Vlrichs Vsenhofl'er ehliche Wirthin, verkaufen dem Bischof Eberhart zu Auspurg und dessen Gotteshaus ihre Wiedcmhöfe zu Brentz und Sünthain, drei Theile der Zehenten daselbst, allen Zehent, der in die Pfarre und Kirche zu Brentz gehört, und den Kirchensatz und die Kirche daselbst, was alles . Lehen ist vom Reich, um 2000 Gulden Rinisch, Bürgen: die Ehrsamen und Vesten, Görg Marschalk j zu Ryclien, Erckinger Marschalk von Byberlmch, Sytz Marschaik von Vayming und Sytz Marschalk von Oberndorf! der Jüngere. Mitsiegler: die Bürgen. G. an sant Mangen Aubend. (c. 6 S.) Albrecht Bischof zu Bamberg, entscheidet nach genügsamer Erkundigung und reiflicher Erwägung die zwischen dem Domprobst Johann v. Ileydeck einerseits, dann dem Domdechant Friedrich Slieber und dem Capitel der Domherren andererseits lange Zeit obgewalteten Zwietracht, Misshellung von wegen der Pfründen die ihnen ein Domprobst jezuzeiten geben soll, auch anderer Sache und Klag wegen, folgendermassen : soll der Domprobst den Domherren eine solche Pfriind jährlich und an solchen .Stücken geben, die die Parteien von Stücken zu Stücken fürbracht und bekannt haben in den Registern und Acten die in dieser Sach gemacht und vorgebracht, ;i auch oft vor ihm aus viel alten und neuen Registern des Domprobsts und der Domherrn gegeneinander gelesen, bekenntlich und ausfindig worden ist, und soll ihnen die geben an jeglichem Stück oder Thcil und zu solchen Zeiten, als ihnen die zu geben ausgesetzt ist; können der Domprobst zu yglicher Zeit solche Stück nicht wohl haben,, das soll er zeitlich dem Capitel fürbringen und sie sich darum gütlich vergleichen oder yber den Werth erkennen lassen und solchen geben; also dass je auf denselben Tag als jegliches Stift gestiftet ist, dasselbe oder den AVerth dafür geben; würde die Domprobstey an ihren Gütern durch Misswachs, Ilagel, Beysess, Giiss’, Krieg und Viehsterben und Anderes Schaden nehmen, darum der Domprobst meint, dass ihm ein Abgang an der Pfründ geschehe, soll er solches zeitlich fürbringen dem Capitel zu gütlichem Vereinen oder damit von einem Gutmann darüber erkannt werde; wegen der versessenen Pfründ sollen sie durch Schiedmänner erkennen lassen, möchten sie sich aber um den Werth nicht vereinen, so soll es an dem Bischof zum Entscheiden gebracht werden, und was dann die ganze Summe der ausgebliebenen Pfründe macht, das soll der Domprobst dem Capitel zahlen in zwei Fristen und darum innerhalb 4 Wochen mit 6 Bürgen Brief geben, und soll dieser ein gemeiner Geldschuldbricf seyn; auch soll der Dechant und das Capitel dem Domprobst in 4 Wochen eine Rechnung thun von des Ueberlaufs wegen 16 Jahre seiner 2 Pfründ, und was sie ihm dann schuldig sind, 47 1409 das soll ihm abgehen an ihrer obgenannlcn Summe Gelds für ihre Pfründen ; der Domprobst soll die vorgeschriebene Pfriind’ verbürgen und versichern innerhalb 4 Wochen mit 10 Bürgen, 2 Capitclherrrn, 4 Bürgern von Bamberg und 4 Bürgern von Nürnberg mit Verpflichtung zum Einlager. G. des Donnerstags vor U. L. F. als sie geboren ward. 6. Sept. Johann und Heinrich Herzoge in Bayern bekennen, dass Swcigkker von Gundelfingcn der junge und die Gebrüder von Wolfstein Freunde geworden seyen, und bestimmen, dass derselben gegenseitigen Ansprüche zwischen kommenden Martins-Tag und Weihnachten von Heinrich NolhafTt zu Wernberg Vitztum in Niederbayern und Hans Fraunbergcr vom Hag entschieden werden sollen. G. am Freitag nach Gilgen Tag. 7. Sept. Parzival und Tristram Zenger, Gebrüder zu Schwarzcncgk, verpfänden die Veste und die Stadt Hilpoltslain, wie sie selbst dieselbe bisher von Herzog Stephan in Bayern pfandweise besessen haben, an den Ritter Herrn Hanns von Rosenberg und Elsbeth einer geh. Marschalkinn von Papenheim, seine Hausfrau, für ein Darlehen von sechs tausend ungriseher Gulden gut von Gold. G. zu Neuburg an U. L. Frawen abent als sy geborn warde. 8. Sept. Eberhart Bischof zu Auspurg, verleiht mit Einwilligung des Herrn Fridrieh Burggraucn, Dom- probst, Vlrich Burggrauen, Dechant, und des Domcapitels zu Auspurg, den Frommen und Vesten, den Gebrüdern Conrad und Sitz den Güssen und deren Mannsstamm die Lehcnsehaft der zwei Pfründen auf vnser frawen Altar und auf sant Micheis Altar in der Pfarrkirche zu Brentz, die er sammt den Wiedemhöfcn von demselben gekauft hatte. Mitsicgler: das Domcapitel zu Auspurg. G. am Sutintag nach sant Mangen tag. (c 2 S.) 18. Sept. Wilhalm Herzog in Bayern ertheilt dem Abt und Convent zu Päurn die Gnade hinsichtlich derjenigen welche Erbrecht oder Eeibgeding, oder sich selbst von diesem Kloster frey gekauft haben, dass Alles dieses kraftlos seyn soll mit Ausnahme derjenigen welche den herzoglichen Besläligungs- brief hierüber haben. G. zu München am Mitwochen vor Matheus Tag. (c. Sig.) 5 ! Der Bürgermeister und Rath der Stadt Cöln bekennen, dass sie mit Jorg von Hohenloch Bischof zu Passau, welcher etliche Bürger von Cöln wegen Geldfodcrung seines Bruders Graft von Hohenloch an Wilne Johann Arkensteyn und dessen Gesellschaft in Köln zu Passau festgchalfen hat, nun gänzlich vereinigt seyen. D. in erastino die Lamberti, (c. Sig.) 19. Sept. Frydrich Abt zu Kemptun verleiht dem Herzog Ulrich Herzog zu Tegg den Markt und Kirchensatz zu Türnenwang. G. am Dunrstag vor Malheus Tag. (c. Sig.) 22. Sept. Michel Ramsperger zu Gossenstorf übergiebt an den Ritter Hans vom Degenberg Vitzdum zu Amberg um 12(> Pfund Pfenning alle seine Rechte und Briefe über den Sitz Främelsperg, mit Ausnahme des Gerichtsbriefes welchen er gegen Wilhalm Fraunbergcr erlangt hat. Tnidinger: Stelfan 48 1409 23. Sept. 24. Sept. 25. Sept. 28. Sept. 29. Sept. 2. Ocf. 9. Oct. Degenberger, Heinrich Nothaft, Friedrich Ramsperger, Albrecht Vorster, und Chonrad Satlbogcr. G. am Sontag vor Michels Tag. (c. Sig.) Oswaldus, abbas, totusquc conventus monasterii in Tegernse Berchtoldum episcopum ecclesiae Frisingcnsis requirunt, ut domino Jeorio Winklär de parochiali ecclesia Pyburg, cuius ius patronatus ad se pertincre dinoscitur, providere dignetur. D. in Monasterio nostro Tegernse feria sccunda post Mathei. Ilanns Layninger, vom Erzbischof Eberharten zu Salczburg zum Pfleger zu Mulldortf bestellt, verspricht die Pflege getreulich innezuhaben, in etwaigen Kriegen oder Stössen des Gotteshauses bei diesem zu bleiben, die in solchen offenen Kriegen erlittenen Schäden dem Ausspruche des erzbischöflichen Ratlies zu unterwerfen, sonst aber keine Ansprüche auf Entschädigung zu machen, G. zu Salczburg an sand Ruprechtstag im Heribst. (c. S.) Wilhelm von Liebsperg der Jüngere zu Liebsperg verspricht vor dem Ilauplmann des Landfriedens, Friedrich Schenk Herrn zu Limpurg, dass er Heinrich von der Tann, Eitel Uiltmar, Friedrich Scboder, Domherren zu Würzburg und ihren Unterthanen zu Raynfeld für abgenommene Habe 400 fl. geben, auch in Zukunft auf seiner Veste Liebsperg sich aller Plackereien enthalten wolle. — G. zu Würzburg am Milwochen, vor St. Michelstag. (c. S.) Ilanns von Rosenberg, Ritter, und Elsbeth, gebohrne Marsehaikinn zu Pappenheim, seine eliliche Hausfrau bekennen, dass llilpoltstain die Veste und die Stadt, welche sie von Parzifal und Tristrain den Zengcrn, Gebrüdern von Schwarznegk pfandweise inne haben, des Herzogs Stephan von Bayern und seiner Erben offnes Haus seyn sollen. G. zu Werd an samstag vor sant Michels tag. Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern, verschreiben Ilanns dem Liiutenbcck 1400 Gulden auf die Feste Reicherspäurcn mit aller Zugchörung und 800 Gulden auf Vohburg in solcher Weise, dass ihr Pfleger daselbst, Sweigker von Gundelfingen, oder wer sonst Pfleger ist, dem Gläubiger oder dessen Erben jährlich 200 ungrischc Gulden auf Abschlag und so lange bezahlen soll, bis die Schuld vollkommen getilgt ist. G. am St. Michelstag. (c. 2 S.) Dietreich der Satelpoger zu Schönberg verkauft seine Güter und Gülten in der Hofmark zu Präkchenbach an seine Oheime Chonrat und Eberhart die Nusperger zu Chaibenberg um 41 Pfund Pfenning. Mitsiegler: Chonrad der Satelpoger zu dem Neunhaus und Wygeleis der Satelpoger zu Satelpogen. G. des Mitichen nach Michels Tag. (c. 2 Sig.) Leupolt und Ernst Herzoge zu Oesterreich bestätigen dem Kloster Tegernsee alle demselben von ihren Vorfahren insbesondere von den Herzogen Otaker, Fridreich, Wilhalm und Albrecht ertheil- ten Rechte und Freyheiten. G, zu Wienn am Mittichen vor Kolmans Tag. (c, 2 Sig.) 49 1109 16. Oct. 17. Oct. 18. Oct. ;>> 20. Oct. 22. Oct. 25. Oct. . Leopold und Ernst Herzoge zu Oesterreich bestätigen dem Peter Pyentzenawcr Probst und ' dein Capitel zu Berthersgadem die von ihren Vorfahren den Herzogen Albrccht, Ott und Buedolf I ertheillc Gnade, dass genanntes Kloster jährlich zwai Plant Fueder Saltzs des weyten Pands und acht Pfunt KuelTel kleines Pandes, so wie auch seinen Bauwein und seine andere Speisung zollfrey in Oesterreich und ob der Enns führen mag. Zugleich nehmen sie den genannten Probst und Con- j vent, welche in ihrem Gotteshausc für die Herzoge von Oesterreich eine ewige Messe gestiftet haben, in ihren besondern Schirm. G. zu Salzburg am Montag vor Gregorgen Tag. (c. S.) j Harfprccht der Ilarschircher zu Zangenberg quittirt die Stadt licgerisburg um zway hundert Guldin Lcibdings, auf sand Gallen Tag verfallen. G. des Pfincztags nach sand Gallentag. (c. S.) Eberhardus episcopus augusfensis cum consensu capituli sui ccclesiam parrochialern S. Gregorii in Hohenried deoanatus Rain, cujus jus palronatus ad Ernestum et Wilhelmum duces Bavariae pertinet, capellae S. Laurcntii in antiquo Castro dictoruin ducum incorporat. D, feria sexta post Galli. (c. 2 S.) Die Bürger des Raths der Stadt Niiremberg verkaufen das Schloss I.iechtenaw sammt den Dörfern Malinestorf, ßutzendorfl' und Langenlo mit allen Zugehörungcn an Heinrich den Rummell, : Bürger zu Nüremherg. G. am Freylag nach sant Gallentag. (c. S.j j Das Domcapitel zu YVürzburg verkauft an Richolf von Elma und Paulus von Elma, Ritter, seinen Sohn, 700 fl. jährlicher Gült auf dem Schloss und der Kellerei zu Karlstadt. G. Sontags nach Galli. Johann Ludman von Ratperg Bürgermeister und der Rath zu Basel vernachriohten den Bürgern von Augsburg dass der Herzogin Katherina von Burgund und des Herzogs Friedrich von Oestrcieh Landv gte, Graf Hans von Lupfen und Graf Herman von Sulz, im Xamen der vorgenannten Herzogin Katherina ohne vorgängigen Absagebrief etliche von Basel gefangen und hinweggeführt haben. D. feria tertia post Luce. Vor Ritter Wolf vom Slain von Klingenstain und Hanns von Westerstetcn vom Altenberg, die I gemeinschaftlich mit dem Obmann, Geringer Häle, als Schiedsrichter Hainrichs von Elrbach, der lange | Ritter genannt, wegen des Schlosses zu Burgau gewählt worden waren, erscheint der obgenannte I Ilainrich von Elrbach mit seinem Fürsprechen, llninrich dem Pessrer, Bürger zu Ulme, und zeigt : einige Briefe die Aufnahme der Pfahlbürger zu Ulme und Verträge der Fürsten, Herren und Städte j in Swaben und am Reine betreffend vor. Dagegen beriefen sich die Halbe des Herzogs Ludwig von i Bayern auf den Landfrieden des Königs Wcntzlau, der zu Eger nur zwischen den Herren und Städten am Rein zu Stande gekommen sei und auf keine Swäbische Reichsstadt sich erstrecke, dann ferners auf einen Artikel der goldenen Bulle, der die Aufnahme von Pfahlbürgern in den Reichsstädten verbiete. Als Elrbach aber sich auf mehrere Verträge zwischen Fürsten, Herren und Städten in Schwaben und am Rein, und auch auf die von Herzog Ludwig vertragweise übernommene Verpflichtung, 7 60 1409 28. Oct. 30. Oct. 1. Nov. 12. Nov. 15. Nov. über Ansprüche an obige Städte und Herren auf gerichtlichen Weg entscheiden zu lassen berufen, und die Zurückgabe des Schlosses Burgau und der Gefangenen gefodert hatte, erklären die zwei Eingangs genannten Schiedsrichter, die Stadt Ulme sei allerdings befugt, sich des Ilainrich Elrbach anzunehmen, und diesem der Schaden zu ersetzen und das Genommene auf Grund obiger Verträge zurückzustellen. G. des nächsten Freitags vor St. Symon und St. Judas Tag der heiligen Zwiilfboten. Friedrich Herzog zu Oesterreich, Steyermark, Kärnthen, Krain und Graf zu Tyrol bestätiget des Königs Heinrich von Böhmen und Polen, Herzogs von Kärnthen und Grafens zu Tyrol Privilegium, wornach das Kloster Steingaden jährlich vor und nach St. Marteins Tag allen seinen Wein ob der Teil und unter der Teil, es sey Zinswein oder von eignem Gewächs zollfrey ausführen möge. G. zu Insprugg an Sand Symon vnd Jud Tag. Altmann Kemmnater, Pfleger zu Sultzbach, und Ililpolt Männdorffer, Pfleger zu Hohenburg, von Seite des Herzogs Ludwig in Beyern gemeinschaftlich mit dem Obmann, Beringer Iläle, Pfleger zu Laugingen, als Schiedsrichter in der Angelegenheit wegen des Schlosses Burgau gewählt, berufen sich behufs der Zurückweisung und Widerlegung der Klagen und Anfoderungen des Herrn Ilainrich von Elrbach und der denselben vertretenden Reichsstadt Ulme auf den von König Wentzlau zwischen Fürsten und Städten zu Stand gebrachten Landfrieden, in dem die Swäbischen Städte nicht begriffen wären, und auf einen Artikel der goldenen Bulle unter König Ruprechts Siegel, wornach den Reichsstädten die Aufnahme der Pfahlbürger untersagt sei, und erklären, die Berufung des Ilainrich Elrbach auf gewisse Verträge der Fürsten, Herren und Städte in Swaben und am Rein und auf die Rechte der Swäbischen Reichstädte und Ritterschaft sei auf den Grund obigen Artikels der goldenen Bulle und des Landfriedens ungültig und kraftlos und die Stadt Ulm sohin nicht ermächtiget, den Ilainrich Elrbach als Pfahlbürger aufzunehmen, zu vertreten und im Namen desselben die Zurückgabe des Schlosses Burgau zu verlangen. G. am Mittwoch vor Allerheiligen Tag. Mändel Jud zu Hohnwart, der von seiner gnädigen Frauen Herzogin Elysabethen wegen, ins Gefängniss zu München gekommen war, schwört einen Eid in Herr Moysi Buch, als ein Jud dann schwören soll, dass er hinfür in allen Landen seines gnädigen Herrn mit Niemand etwas zu schaffen haben wolle ohne ein Recht, und soll auch das fodern an Stätten, wo er es billig thun soll. Siegler: Hanns der Eglofstainer Pfleger zu Pfaffenhofen. Tädinger: Albrecht der Türndlein, Ilofmaister der Herzogin Elysabeth. Siegelzeugen: Leo der Jud und Sälikgman und Joseph die Juden. G. an aller Heiligen Tag. (c. S.) Alexander V., papa, Ilenrico duci Bauariae, et Margaretae, quondam Alberti ducis Austriae flliae, qui invicem matrimonialiter copulari desiderant, sed tertio consanguinitatis gradu conjuncti sunt, dispensalionem apostolicam impertitur. D. Pistorij II. Jd. Novembris. (c. S.) Ilainreich Nothaft zu Wernberkch, Vizedom in Nidern Bayren, Fridreich Awer zu Prennberkch, Chunrat Küchler zu Fridburkch und Wilhalm Ahaimer zu Wildenaw entscheiden als erwählte Schieds- 51 1409 17. Nov 20. Nov. 22. Nov. n richter die Streitigkeiten des Herrn Grewff, Probsts zu Reichersperg, und des Convents daselbst einerund des Hanns Messenpekch zu Ort andererseits also: der Probst und Convent sollen bei ihren Briefen und den darin benannten Gütern und Rechten, ohne Anfechtung von Seite des Messenpekch, bleiben, und der Messenpekch und seine Helfer wegen des gegen den Probst und dessen Angehörige gemachten Angriffes nicht weiter verantwortlich sein, sondern dafür, falls er dazu aufgefordert würde, innerhalb Jahresfrist für Herzog Johanns einen Heereszug mit 21 Spiessen machen. G. zu Scherding am Freytag nach sand Merteins tag. (c. 4 S.) Wilhelm Jagsheiiner, Hawseomcntewr des Teutschen Hauses zu Nureinberg quittirt die Burger des Raths der Stadt Nuremberg über 2000 fl., welche er wegen Raban, Bischof zu Speir—als demselben durch König Ruprecht überwiesene und am vergangenen sant Marteinstag verfallene Steuer — empfangen hat. G. am Suntage nach sant Merteinstag. Graf Gorig Herr zu Newnortenberg bekennt, dass er der Vankchnüs darin ihn Heinrich, Herzog in Bayern, gehabt, der ihn aber wieder ledig gelassen und ihm die Veste Newnortenberg wiedergegeben hat, nicht Hass, Unwillen oder Feindschaft tragen wolle, und verspricht demselben, dass erwähnte Veste sein offen Haus sein soll, und er ihm damit gehorsam und gewärtig sein wolle. D. Pwrkchhausen Mittichcn vor St. Kathrein. Der Rat und alle die Gemain, die Bürger der Stadt Regensburg bekennen dass Stephan der Notangst, d. Z- Prukkmaister alles Einnemen und Ausgeben von der Prukk wegen von den nächst vergangen zwain Jarn widerrechent habe. G. des "Freitags vor sand kathrein tag. Johanns, Herzog in Bairn bekennt, dass er dem Erhärt l’uchperger 850 Ungerische Gulden, womit ihn Wilhalm der Puchperger wegen der Maut zu Vilshofen auf denselben zur Bezahlung gewiesen hatte schuldig sey, und verpfändet daher demselben für obige Schuld 85 Ungerische Gulden jährlicher Gilt aus seiner Maut zu Vilshofen, die er jährlich auf St. Marteins Tag erheben soll. Bürgen: Hainreich Nothafft zu Wernberg, Vicedom in Nidern-Bairn, Gorg Aicliperger im Moss, Peter Valkenstainer zu Valkchenfels, und Dietreich Stainbcrger zu Rain. G. am St. Cezilgen Tag der hl. Jungfrau. Fridrich Schenk, Herr zu Uympurg, Haupfman und die Zehn, die über den Landfrieden in Franken und Bayern gesetzt sind, verurtheilen Jörgen Gareysen auf die Klage des Herrn Johann Pfalzgrafens bey Rhein wegen den Bürgern zu Sulzbach auf des Reichs Strasse abgenommenen Tüchern und anderer Hab auf einen Schadenersatz zu hundert Mark Silbers. G. zu Bamberg am Freytag vor sand kathreien tag. Dieselben entscheiden in der Klage Albreehts von Finsterloch des jungen gegen den Bischof Friedrich zu Eystet und dessen Diener Heinrich von Popfingen und Peter Tanner wegen Gefangen- nehmung von Leuten und Hinwegführung von Wein und Pferden, dass der Bischof von Eystet dem 7 * 52 1-109 Albrecht von Finsterloch hierüber nichts schuldig; sey, und dass beyde Theile gute Freunde seyn sollen. D. ib. et eod. d. 22. Nov. Dieselbes sprechen auf die Klage des genannten Fridrich Schenk als Hauptmann des Landfriedens, die Zahlungsexeculion von 1000 Mark Silbers Uber den Rath der Stadt Ilersprucke, der ungeachtet aller Verbote und Verzichte unberechtigte neue Zölle erhoben, aus. D. ib. et eod. d. 21. Nov. Elisabeth Herzogin in Raycrn, übergibt für sich und ihre Erben der gesammten Bürgerschaft zu Ilochenwartt den Fleck und die Iiofsliitte in dem Ried, wo selbe eben jetzt von Neuem den Markt baut und zimmert, auf ewige Zeiten als ein volles Eigenthum, jedoch unter der Verpflichtung von Seite der Bürgerschaft, ihr und ihren Erben unlerlhan und gehorsam zu sein, G. zu München vor Sanct Ivatharein Tag, der heiligen Jungfrau. 27. Nov. Alexander papa V. praeposito monasterii S. Nicolai extra murns Patavienses mandat, ut incor- poralioncm ecclesiac in Nyernikch , olim a Georgio episcopo Pataviensi capitulo ejusdem eqclesiae Palaviensis factam, auctoritate apostolica confinnet, non obsfante unionum ecciesiaruin eassatione, quam Bonifacius papa IV. pronunciavit. D. Pistorii V. Kal. Deeembris pontifleatus anno primo. 3. Dec. Philipp, Abt des Schottenklosters zu St. Jacob in Regensburg und der Konvent verbünden sich mit Herrn Rupreehten, Roem. König und dessen Sohn, Johannsen mit ihrem Thun und Lassen von wegen der Piibst. G. an St. Barbara Abenl, der heil. Jungfrauen, (c. 2 S.) 4. Dec. Ilainrich Nothaflt Vitztumb in Niederbayern und Hans Frannberger zum Hag (reffen hinsichtlich der Ansprüche zwischen Sweiker von Gundolflngen dem jungen einerseits, und Hans, Albrecht, Wil- halm und Wigolays den Wolfsteinern Gebrüdern anderseits folgende Entscheidung: Sweiker von Gundolflngen soll den genannten Wolfstainern 14 Tage nach geschehener Aufforderung 3(1 Mann mit Gliifcn schicken die 20 Meilen um die Sulzpurg dienen sollen. Die Wolfstainer sollen die 22 Gulden für den Sicherheitsbrief welchen sie den armen Leuten des Dorfes Alperspcrg gegeben, dieses Dorf aber verbrannt haben, wieder zurück erstatten, und dem Sweiker von Gundolflngen 11 Tage nach geschehener Mahnung 18 Mann mit Gliifen schicken die 20 Meilen um den Holnstain dienen sollen. Die Brandschatzgelder, welche Sweiker von Gundelfingen und die erwähnten Wolfstainer gegenseitig von ihren armen Leuten vor dem Freitag nach letztem Gilgen-Tag erhoben haben, sollen zurückgegeben werden. Der Swarze Ulrich, den des Sweikers Gesellen gefangen haben, soll gegen Urphede freygelassen werden. Der Bischof von Regenspurg, Hans der Parsperger und Hans der Staufl'er einer- ; seits, dann Alban der Chlosner und seine Helfer anderseits sollen hinsichtlich der zwischen ihnen I stattgefundenen Zwiläufe und Angriffe wieder gute Freude und ihre Gefangenen ledig seyn. G. an Barbara Tag. | Albrecht von Eglofstain Pfleger und Landrichter zu Aurbach bestätigt dem Abt Hcinreich zu ! Michlvelt, dass Gewtt, des Landgrafen vom Leuttemberg Wittib, im Jahre 1293 an Marteins Abend 53 1409 dem Kloster Michlvelt 60 Pfenning jährlichen Zinses aus der untern Mühle zu Pegnitz zur Begehung des Jahrtages für sie und ihren seligen Mann vermacht hat. G. an Barbnrc Tag. (c. Sig.) 4. Dec, Wilhelm von Puehperg gibt dem Landgrafen Johann von Leuchlenberg für die von seinem Vater iunegehabten leuchtcnbergischen Höfe zu Marquartsreut und zu Anschiessing, welche er Vortragsweise an denselben zurückgeben soll, aber an seine Vettern tauschweise übergegangen sind, ein Gut zu Lentferting, ein Gut zu Richling und seinen Thcil auf einem Gilt zu Turding. D. eod. d. 5. Dec. Ilainrich von Schellenberg vergleicht sich mit den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bann und der Herzogin Elisabet, Gemalin des Herzogs Ernst, wegen aller bisherigen Fehden und Streitigkeiten, und erklärt alle Briefe die er von denselben besitzt, mit Ausnahme eines Schuldbriefes von 050 Gulden, kraftlos. G. am St. Nyclaus Abend, (c. S.) 6. Dec Jobst Herr zu Abcnspcrg gelobt, dass er da ihm der Ritter Heinrich Nothafft zu Wcrnbcrg, Vitztumb in nidern Beyern, im Namen des Herzogs Johann die Pflege Kelheim auf Widerrufen gelassen habe, seines Herrn Rechte getreulich wahrnehmen, Schloss und Veste Kelheim nicht zerreisseri lassen, auch, wenn er in diesem Dienste Schade» leidet, sich mit dem Ersätze begnügen solle welchen ihm seines Herrn Rät he zu Strawbing zuerkennen. G. am Freitag nach sand Barbara» Tag der hl. Jungfrau. Schadlossbrief des Herzogs Johannes für die niederbayerischen Prälaten, den Adel, die Städte und Märkte wegen einer ihm bewilligten Steuer. 1409 an Sand Niclastag. (Lib. cop.) 8. Dec. Der römische König Ruprecht verleiht dem Priester Otten Sliekern unser Frauen Altar in der Frauen-Kapelle zu Amberg, welche einst eine Judenschule war, und gibt ihm dazu das gegenüber liegende Eckhaus, worin vor Zeiten Symond der Jude sass; und verspricht ihm und den nachfolgenden Kaplänen jährlich 30 gute reinische Gulden auszuzahlen, bis obiger Altar dotiert und bestätigt wird, dass sich ein Kaplan davon erhalten möge. D. Heidelberg, ilominica post b. Francisci con- fessoris. (c. S.) H, Dec. Beringer Häle, Ptleger zu Laugingen und Hochstetten, von der Stadt Ulme in der Streitsache wegen des durch die Räthe des Herzogs Ludweig in Beyern ihrem Pfahlbürger, Herrn Ilainrich von Elrbaeh, abgenommenen Schlosses Burgau als Obmann gewählt, erklärt, dass da der Ausspruch der ihm beygegebenen Schiedleule Altman Kcmmnaters, Pflegers zu Sullzbaeh, llilpolt Männdorfers, Pflegers zu Hohenburg, des Ritters Wolf vom Stain und des Hanns von Wcstcrsteten sich gegenseitig widersprach und aufhoh, in Gegenwart Gerwig des Güssen und Erharts Kytzin, Bürgermeisters zu Laugingen, als der von den Rälhen des Herzogs, und des vesten Ritters, Herrn Fridrichs von Freyberg und des Halbrillers Berchtold vom Stain, als der von Herrn Ilainrich von Elrbaeh ihm beigegebenen Beisitzer, dass er das von den Schiedsrichtern des Herzogs schriftlich und unter Siegel abgegebene Urtheil als das gütige anerkenne und bestätige. G. zu Güntzburg auf den nächsten Mittwoch vor St. Lucien l ag. (c. S.) 54 1409 14, Dec. 14. Dec. )> 15. Dec. 19. Dec. 20. Dec. 21. Dec. Anna die Sitawerynn, Burgerynn zu Regenspurg, Thoman des Sitawer Witib verkauft die Purkch Weichs, gelegen auf der Tunaw, liebst Zugehör, als das ihr vorgenannter Wirt ihr geschafft hat, ihrem Aidem Ilainrich dem Amman, Burger zu Regensburg und Margreten seiner Hausfrau, ihrer Tochter. Mitsiegler: Peter der Maller, Schulfbeiss zu Regensburg. G. des nächsten Sambcztags nach sand lucie tag der heiligen Junkfraun. (c. 2 S.) Alexander papa V. officiali augustensi inandat, ut parrochialem ecclesiam in Vochburg cujus jus patronatus quondam Ludovicus Bavariae dux monasterio in Scheyrn donavit, eidem monasterio auctoritate apostolica incorporet. D. Pistorii XIX. Kal. Januarii pontificatus anno primo. (c. Sig.) Idem officiali Augustensi mandat, ut incorporationem ecclesiae in Ellenpach abbati et conventui in Scheyrn a Burkardo episcopo Augustensi factam auctoritate apostolica confirmare procuret. D. ib. et eod. d. (c. Sig.) Idem mandat eidem ut ius parochialis ecclesiae in Pfaffenhoven a Ludovico, Romanorum rege, monasterio in Scheyern donatum eidem confirmet, et dictam parocliialem ecclesiam incorporet. D. Pistorii decima octava Kal. Januarii. Pontificatus anno primo. (c. Sign, plumb.) Wilhelm von Seckendorfe, von Rynhoven genant, Landrichter zu Nüerenberg ertheilt der Frau Kunigunde, Conrat Weissenburgers Wirltin einen Gerichtsbrief, dass, wenn sie der Stadt Regensburg und auch Ulrich Trayner, Eberhart Hofmeister, Ludwig Syttawer, Thoman Syttawer, Hans Notangste, Merttein Brobstc, Erhärt Leche, dem alten Leche im Pache, dem Amman im Pache, dem Brobste Kainrer, Symon Mayrhofer und Ulrich Pawmgartner, die in ihrer Echte sind, an ihren Leiben und Guten was thiite, zu Recht nicht frevele. G. am Donrstage vor sand Thomas tage. Johann Bischoff von Würzburg verpfändet an Jörg und Hans von Lichtcnstein, Gebrüder, Faland von Lichtensteins Söhne, des Stifts Dorf Gemeinfeld mit allen Einkünften um 900 fl. unter Zustimmung des Domkapitels. Freitag vor Thomastage. (c. 2 S.) Hartung von Wysentawe zu Rcichmansdorf und Barbara seine Ehewirtin verkaufen dem Kloster zu Newnkirchen ihren frei eigenen Hof zu Elsendorf und ihren Hof und ein Söldengut], welche freies Mannlehen des Bischofs Albrecht von Bamberg sind, zu Piezbcrg um 740 Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Ilennan Truchsezs von ltotenpach, Wilhelm von Wisentawe von Warperg und Fritz von Wisentawe zu Ottelstorf. G. an sand Thomasabent des li. zwelpoten, (c. 4 S.) Hans von Westersteten, den man nennt den Scheuchen, und Justina seine eheliche Wirthin verkaufen mit Einwilligung ihres Schwagers und Bruders Jörg von Sclieppach und Heinrichs von Ottingen ein eigen Gut zu Allcrhaym und sieben dazu gehörige eigene Hofstätten an Heinrich Probst, und den Convent zu Sulnhouen für 308 Gulden Nördlinger Stadtwehrung. Bürgen: Seyfrit von Wcm- dingen, Ritter, Cuntz vom See, Jacob Fetzer, Ilans Slayss, Vogt zu Nördelingen. G. an sant Thomastag des heiligen Apostel, (c. 7 S.J 55 1409 Frydreich, Herzog zu Tekch bekennt, dass ihm Cunrat Weychser, z. Z. Zöllner zu Landsperg, 21. Dee. 25 Pfd. miincher Pfg. für die Pflege daselbst auf die vergangene Kottember vor Weihennächten richtig bezahlt habe, D. eod. d, (c. S.) 22. Dec. Ernst und Wilhelm Herzoge in Bayern bestättigen den Bürgern des Marktes Wolfcrzhausen alle hergebrachten Gnaden, Freyheiten, Beeilte-und Gewohnheiten, und befehlen Conraden dem Poten Pfleger zu Wolferzhausen und den Amtleuten daselbst, die genannten Bürger hierin zu schirmen. G. zu München des Sonntags vor dem h. Weihenacht Tag. (Copia.) 31. Dec, Degenhart Weichsar bekennt, dass er mit dem Bischof Berchtohl zu Freysing, über die Schaden, die er an der Veste zu Freysing genomen habe von des Innemens (Einnahme) wegen, das Herzog Wilhelm von Bayern gethan hat, ganz verricht und vertädingt worden sey und ihm darob auch Genügen geschehen ist von den Herzogen Ernst und AVilhelm und ihren Bäthcn. G. 1409 an Erclitag vor dem Neunjar. 4 1 0 , 1410 Tyebolt Lawlenbckch, des Herzogs Heinrich in Bayern Marschalk, ersucht den Camercr und 8. Jan. llath der Stadt Regensburg, Jössel dem Juden, welcher der Herzoge Ernst und Wilhelm Jud geworden ist, Geleit zur Einbringung einer Geldschuld in Regensburg zu geben. G. Lantzhut an sand Erhartztag, 13. Jan. Derselbe ersucht Bürgermeister und Rath der Stadt Regensburg, dem Chalman Juden von Peranthawsen, welcher der Herzoge Ernst und Wilhelm Burger zu Mainberg geworden, für seinen Leib und sein Gut Urlaub zu geben. G. Montag nach Erhardi. 15. Jan. Hanns der Vaulchäs, Bürger zu Passaw, verkauft Hanns dem Endlein, Bürger ebendaselbst, ein Pfund ewigen Burgrechts aus dem Eckhaus zu Passaw am Ncuenmarkt in der Landstrassc und verpfändet dem Käufer einstweilen sein Haus auf dem Partz der Frauenkirche gegenüber. G. am Mitichen nach Sand Erhartztag. (e. 2 S.) \ 16. Jan. Die Bürgermeister und Burger der Stadt Swabach machen sich verbindlich, dass sie das mit Einwilligung Friderichs, Burggrafens zu Xurenberg und dessen Gemahlin Elizabeth von Bayrcn, aus ihrer Stadt an Purckhart Eberhart zu Dint kelspiihel verkaufte Leibgediug zu 104 Gulden vom nächst kommenden sant Walpurgentag an in dem vierten Jahre wieder abkaufen wollen. G. am Donerstag vor sand Anthonientag. (o. S.) 17. Jan. Die Abtey Oberzell verleiht 2 Brüdern des Prediger Klosters zu Wiirzburg die in dem Spess- harhvalde gelegene >t. Elisabethenkapelle sainmt allen Eingehonjngen an Feldern und Waldungen lebenslänglich. G. St. Antonien-Tag. Johann Herzog in Beyern erlaubt dem Heinrich Stromeyer Bürger zu Aurbach, bey der Stock- wiesc unterhalb der Iiaiuerstad genannt die Segmiil einen Hammer gegen Entrichtung eines jährlichen 57 1410 19, Jan. i) » 21. Jan. 22 Jan. Zinses von 4 Gulden zu bauen, und durch des genannten Herzogs Wälder daselbst die Pegnitz zu diesem Hammer zu leiten. Auch soll dieser Hammer dieselben Hechte und Freyheiten haben, wio der an der Pegnitz gelegene Hammer genannt zu der Hannen. G. zu Amberg an Anlhonien Tag. (c. Sig.) Die Gebrüder Ludwig, Stephan und Otte, Herzoge in Beyern, bekennen, dass auf Befehl ihres verstorbenen Vaters, des römischen Königes, und nach ihrer gemeinsamen Bitte der Bischof Ltaban zu Spire, Hanns vom Hirsshorn, Johann Kemercr, den man nennt von Dalburg, Herman von Rodenstein, Swarcz Reinhart von Sickingen, Wipprecht von Ilelmstad und Tham Knebel, siimmtlich Ritter, eine Ordnung zwischen ihnen und ihrem Bruder Herzog llannsen gemacht, über ihre Herrschaften, Länder und Leute entschieden, ihnen auch darüber besiegelte Briefe gegeben haben; dass aber darin die Veste Trcsswifzc mit deren Zugehörungcn zufällig vergessen ist. Darum bekennen sic nachträglich, dass diese Vesle ihrem Bruder Johannsen auch zugehören und bleiben soll. G. zu Ileydelberg am Sonntag nach sant Remigien Tag. (c. 3 S.) Stetl'an Herzog in Bayern verschreibt Erasm dem Seibolstorfcr für 400 Ungar. Goldgulden, welche er dessen Schwester Dorothea, gewesenen Llofjungfrau zu einem Heirathgut verheissen hat, eine jährl. Gült von 40 Goldgulden auf dem Zoll zu Wasserburg. G. München, am Suntag nach St. Anthuni etc. Ruprecht, Römischer König, übergibt dem Cartheuser Orden, welchem Erckinger von Saunshcim und seine Hausfrau Anna von Bibra ihr Dorf Ostheiin zur Errichtung eines neuen Klosters geschenkt halten, das dem Schenker früher für das Dorf Ostheim verliehene Halsgericht, Stock und Galgen. G. zu Heidelberg samstages nach s. Antonii des h. Bichterstage. Derselbe erklärt auf die Klage des Raths der Stadt Nürnberg Jutte Jüdin weiland Jacob Judcns genannt Rappe daselbst Eheweib, Hendlin Jüdin, ihre Tochter, Michel, Lazarus und Mosse Juden, des genannten Jacobs Söhne, wegen Ungehorsams vor dem Hofgericht in Reichs-Acht, G. des nehsten Dinstags nach sant Antoniitagc. Mit dem llofgeriehtssiegel. Oswaldt der Torrinnger zum Stain, Hauptmann zu Saltzburg, bekennt, dass er dem Herrn Johanns, Probst und Eiv.priester zu Paumburg und dem Capitel daselbst, von den 550 Gulden, womit er dio Messe in seine Capelle gestiftet hat, noch 110 Ungarische Gulden schuldig sei, und diese Summe die nächste Lichtmess über ein Jahr mit 11 Gulden Zinsen bezahlen wolle. G. am St. Vincentzen Tag. (e. S.) Niklas Apffentäler PHeger auf dem Haus zu Lanczliuet gelobt, Erharden den Preisinger zu Chranwinkchl, welchen er Hainreichen dem Adelczhawser für 500 Gulden als Bürgen gestellt, treulich zu ledigen und zu lösen. G. An Mitiehen nach sand Fabiani und Sebasliani. 8 58 1410 Cunz von Auifezze Amtmann zu Krögelstcin und Anna seine elichc Wirlynn verkaufen dem 24. Jan Bischof Albrecht zu Bamberg und dessen Stifte, uml) eine Summe Gelts, bei 70 Acker Holzes an dem Schamelsberg ob Lizendorf gelegen, die Mühle zu Lizendorf und die Lchenschatt etlicher Güter gelegen in den Marken zu Lizendorf, Melkendorf, zu Xeysein und in der Geg'end daselbst unter dem Gebirge. Bürgen: die erbern veslen llans Förtseh und Mathes von Lichtenstein. G. zu Bamberg am Freilag vor S. Paulsfag conversionis. (c. 3S i llanns Truchsesse von Baldersheim, Ritter Götze von Berliohingen und Fricze Truchsesse von Baldersbeitn, bekennen von dem Bischntf Johanns zu Wirczpurg, Burg, Stadt und Amt Böttingen mit Aufnahme des grossen Geleites um SOOt) Gold-Gulden mit Vorbehalt des Wiederkaufs erkauft zu haben. 1). an St. Pauli Bekehrung, (e, S) 26. Jan. Peter der Valehenstainer zu Valchenveliz und Elena seine übliche Wirthin, vermachen dem Gotteshaus Sanct Johanns Evangelisten zu Malherstorf in die Gustrei ein halbes Pfund Regenspurger Pfenninge jährlicher und ewiger Gilt aus der Mühle zu Malherstorf, wogegen dieses Gotteshaus dein Hans von Pünnchoven, Richter zu Zaytzchoven, und Anne dessen Tochter, beiden sei. einen ewigen .;ahrtag halten soll. G. an dem nächsten Suntag vor dem heiligen liechtmesstag. (c. S.) 2<). Jan. Jörg der Ettenstater vcikauft an Dyetreieh den StaulTer zu Erenfels seine von den Herzogen Ernst und Wilhelm zu Lehen gehenden Güter in der Herrschaft und Schranne zu Lengenfelt, in dem Gericht :u Hohenwurch und zu dem Lrwzmnnstain, und in dem Gericht zu Veldorf, welche von 1 seinem seligen Vater und von dem Pulzhaimer an ihn gekommen sind. Bürgen und Mitsiegler .• Jörg der Zeuger zu Regenstauff, Worüber der Kottenawer und Hainreich der Telbangcr zu Lcngenfeld. G. des Mitwochen vor Lichtmess, (e. 4 Sig.) Balthasar Murhär zu Flügelsperch bekennt Josmann und Josepp den Juden 24 rheinische Gulden zu schulden, und von einem Gulden wöchentlich einen Regensburger Pfenning Zins bezahlen zu wollen. Bürge und Milsiegler: Wilhalm der Satzenhofer zum Frawnstein. G. dez Mitiehen vor Liehtmesse. (c 2 S.) 6. Febr. Alexander papa V. episcopo Curiensi et abbati monasterii in Petridomo extra muros Con- stantienscs , ac decano ecclesiae S. Mauritii Aug'ustensis mandat, ut abbati et convcntui monasterii in Campidona quorum jura et bona indebite molestata sunt, efficacis defensionis praesidio assistant, e f eosdem molestatores et occupatores auctoritate apostolica per censuram ecclesiasticam compescant. D. Bononie Nonis Februarii, pontificatus anno primo, (c. Sig.) 6. Febr, Vlreich Torer zu Eyreinspurg, Caspar Torer sein Sohn und Offmey die Pucherinn verkaufen an Herzog Heinrichen alle ihre Rechte und Ansprach auf die Vessten Puchrain, so wie auch alle darauf bezügliche Briefe, besonders den Brief von der Muschelriederinn, um eine ihnen genügende Summe Geldes. G. an sand Dorothee der h, Junkchfrawntag. (c, 2 S.) 59 1410 Ernst, Herzog" in Bayern, verpfändet Sweigkcrn von Gundolfing dem Jungem, seinem Pfleger 10. Febr. zu Vowurg, für 200 neue Ungerische Gulden, die derselbe für ihn an Anne die Fraunbergerynn bezahlt hatte, seine Gilt zu Vowurg in derselben Weise wie früher. G. zu München am Montag nach dem weissen Sonntag in der Vasten, (e. S.) li, Febr. Der Dechant und das Kapitel des Doms zu Bamberg erlauben allen Muntälern, den Bürgern, in dem Stadtgerichte daselbst gesessen, mit 100 fl. zum Aufbaue der Seesbriicke und der obern Brücke, worauf der Thurm steht, die von dem Eise niedergefallen sind, Ililfc zu leisten , jedoch nicht von Rechtswegen sondern nur aus Gnade. G" an dem Dinstage vor sand Valentinslage. (e. S.) 12. Febr. Fridreieh der Nyemtzgnos verspricht der Stadt zu Regensburg getreuer Diener und Helfer zu sein wider aller meniclichen, ausgenommen die edcln Herren Jobsten und Görgen von Abensperg, G. dez Mitiehen tze der Quatempper in der ersten Vastwochen, (c. S.) 13, Febr. Fridreicli, Herzog zu Techk, bekennt, dass ihm die Herzogin» Elysabeth von Bayern die 100 ungrischen Gülden für die Kotemper in der Vasten zu rechter Zeit bezahlt habe. G. an dem Doners- tng in der ersten Vastwochcn, in der Koteniber. (c. S.) Derselbe bekennt, dass ihm Chucnrad Weichser, seiner gnädigen Frau Zöllner zu Landsperg, für seine Burghut 25 Pfd, münchcr Pfenning auf die Kotembcr in der Vasten bezahlt habe. D. eod. die. (c. S.) 14. Febr. Chunrat der Tafner zu Särching verieht dass ihm die Stadt Regensburg ihren eignen Hof zu Särching lassen habe, selben iärlieh zu verdienen nach Beschauung, als Schauung und des Landes Recht ist. Siegler: Liebhart der Aumair, Pfleger zu Särching. G. des Freitzgs in der ersten Vastwochen. (c. S.) » Uildeprant von Thüngen stiftet ein Seelengeriith für sein Geschlecht in dem Predigerkloster zu Wiirzburg mit 2 Mllr. iährlichen Gülfkorns zu Büchold. G. S, Valentini. 15. Febr. Peter Siegler und Cristoph Siegler Brüder quittiren den Burggrafen Albrecht von Nürnberg, des Zugeldes das Katrein Truchsessinn ihrer Mutter, Hofjungfrau der Fr, Burggriifln Sophia, zu einem Manne, wie das gewöhnlich war, gegeben worden. G. zu Plassenberg des Samstags vor Invocavit. (c. 1 S.J 16. Febr. Ulrich Wambolt, Comthur des deutschen Ordens zu Mergentheim, bekennt, dass nerr Hans Truchsess von Baldersheim, Ritter, und dessen Bruder Fritz ihm Namens des Bischofs von Würzburg die ihm schuldigen 23 fl. bezahlt haben. G. am Sontage Reminiscere in der Fasten. » Derselbe bekennt, von Hans Truchsess von Baldersheim Ritter und seinem Bruder Fritz 410 fl. Namens des Bischofs von Würzburg für Herrn Johann von F’rankenstein, Comthur zu Brotzselden empfangen zu haben. D, eod. d. 8 * 60 1110 Chunrnd Kästner zu Mcnzing Probstrichter zu Geiselhering entscheidet nuf Klage Ituger des 20. Febr. Gewantsneiders Bürgers zu Straubing wegen seines Marktzolles zu Geiselhering welcher von der Abtissin zu Obermünster in Itegenspurg zu Lehen geht, dass die Becken zu Geiselhering die Brod- tische daselbst gemeinschaftlich zimmern und dem genannten Ruger den Zoll hievon entrichten sollen wie von Alters herkömmlich ist. G, am Plintztag nach Reminiscere. (c. Sig.) 91. Febr. Ilerzog Johann in Bayern verspricht, den Georg Aichperger im Moos, Pfleger zu Vilshofen, aller Bürgschaften um Schulden die er Übernomen hat, während Heinrich Nothaft zu Wernberg Vizedom in Niederbayern war, bäldest zu ledigen. G. Freytag vor dem Suntag Oculi. 22, Febr. Dietrich Wildensteiner bekennt, die 1850 Gulden welche ihm der Herzog Johann schuldig war, von desselben Vitzthum Heinrich Nothallt erhalten zu haben. G. am Sambztag vor Oculi. i) Otto Heiden, Burger zu Nuremberg, welcher vom Burggrafen Friedrich zu Nuremberg (2i. April 1408) den Markt und das Amt Swante, die Dörfer Sniglingen, Snepfenreud, Iloflens, Stettenberg und das Ilolzkorn um Nuremberg zum Leibgedinge gekauft und verschrieben erhalten hat, giebt demselben für die Summe von 789 Gulden rheinisch, die er durch Wyrich von Treutlingen erhalten hat, die Dörfer: Sniglingen, Snepfenreud, Iloflens, und das Holzkorn um Nuremberg zurück, so dass ihm nur das Amt Swant und Stettenberg verbleibe, und bescheiniget den Empfang der genannten Geldsumme. Mitsiegler: Mauricius, Abt des Closters zu Nuremberg zu sand Gilgen. G. zu Nuremberg an sant Peters tag kathedra. (c. 2 S.) 24. Febr. Otto Wolfskel verpfändet mit Bewilligung des Bischofs Johann zu Wirezpurg das Haus Nie- dernbleichfelt nebst Zubehör an Fritzen Ilutfner um 1000 fl. Bürgen/ Eberhart von Grumbach zu Gambach, Eberhart von Grumbach zu Ussikhcim, und Peter von Grumbach. D. Wirczburg am St. Mathias Tag. (c. S.) 26. Febr. Johannes episcopus herbipolensis et capitulum majoris ecelesiae statuunt, quod nequeJohannes epis- copus absque capitulo, neque hoc absque episcopo, durante Schismate in ecclesia catholion agere vel consilium facere, sed voluntate et assensu unanimi agere debcant. D. Herbipoli. (c. 2 S) 27. Febr. Chaspar von Rechenberg und Hans Gübelisehz, welche Albrecht von Frcudenberg Pfleger zu Pargstein gefangen hatte, von etlicher Verhandelung wegen als sie auf der Strasse geritten waren in der Herrschaft zu Pargstein, schwören Urfehde. G. am Pfinztag vor Letare. (c. 3 S.) • 28. Febr. Wenzlaw, römischer Kunig giebt Johannscn Burggrafen zu Nürnberg volle Macht und Gewalt, an Otten Heyden Bürger zu Nürnberg, die Slosse Hohenstein und Ilertenstein über Wald in Bayern gelegen, die derselbe der Krön Böhmen entfremdet hat, nebst dem verursachten Schaden zu heischen und zu fordern und zu des Kunigs Händen einzunemmen und zu halten. G. zu Präge des Freitags vor dem Sunntage Laetare in der Vasten, (c. 1 S.) 1410 i. Mürz 2- Mürz 4. Mürz 7. Mürz 8. Mürz 9. Mürz Wenezl.nv Patriarch zu Anthiochen e(c. gieht dem Burggrafen Johan zu Xuremberg Vollmacht, von Olten Heiden Bürget- zu Nurcntherg die Veste Hohenstein, die er zu getreuer lland innc, und laut dessen Brief wieder abzutreten hat, in seinem Xamcn zu fordern, zu übernehmen und seinem Herrn dem röm. König Weneziaw und der Krone zu Beheim damit zu gewarlen. G. zu Präge des Sonnabend vor dem Suntage Letare Jerusalem in der vasten, (e. S.) Friderieh Bischof zu Eystet und Wolfram Probst zu Newnkirchen theidigen zwischen Bischof Albrecht zu Bamberg und dem Burggrafen Johan zu Xuremberg wegen verschiedener zwischen ihren Dienern und Beuten entstandenen Irrungen und Klagen, also dass diese von nun an gehoben und zu Ende seyn, und zur Beilegung dieser ein Bündniss auf 2 Jahre zwischen beiden Thcilcn errichtet werden solle. G. zu Kerspach am Sun tag letare in der vasten, (c. 4 S.) Ludweig der BudoltT, Bürger zu Auspurg, Hanns, Peter und Hainreich die Itudoltl, Bürger zu Münichen, alle Vier Gebrüder, bekennen, dass Matheis der Senntlinger, Hanns der Fiigsmündel und Jorg der Ktiicpiintel, der Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayern Kästner und Kanzler, wegen des Salzzolles zu Freising, der ihnen von den genannten Herzogen um 1272 Gulden neuer ungcriseher auf Abschlagszahlung verpfändet ist, eine ganze Rechnung mit ihnen gethan haben, und dass Hanns der Anachinger, z. Z. ihrer gnädigen Herren Zöllner zu Freising, ihrem Vater sül., Hannscn dem ltudoltf, und ihnen selbst zusammen 800 Gulden neuer ungeriseher bezahlt habe. Siegler.- llanns und Peter die Uudollf. G. am Erichtag nach dem Sontag, als man singet Letare, in der hl. Vasten, (c. 2 S.) Martein, Probst zu Sand Xycla, ersucht Hartprecht den Stal, Richter zu Scherding, den Peters- haimer aufzulbdern , dass er die seinen Annenleulen abgenommenen Pfänder zuriiekgebe oder, wenn derselbe gegen ihn zu klagen habe, vor Herrn Grafen Etzel zu Ortenberg mit ihm zu Recht stehe. G. an Freytag vor Judica. Vertrag der Gebrüder Hanns von Kiingscgg Ritter, und Ulrich von Kiingscgg zu Marstetten mit Bürgermeister und Rath der Stadt Memingen von des zu Marstetten gehörigen Zolls wegen unter Vermittlung von Martjuart von Schellenberg, Ritter, Heinrich Vogt von Luppolz etc. wornaeh die Küngsegger keinen Zoll nehmen sollen von Vieh, das zu Lutrach über die Iller nach Memingen zum Abschlachten geführt wird. Ueber Arisch mag man mit Karren und Wägen Eisen, Salz etc. führen aber dabey den Zoll richten, als ob man über die Bruck zu Marstetten gefahren wäre; auch auf äussern Märkten erkaufte Käse, Leder, Flachs, Hanf, Zwilch oder Lintnch mögen die Meminger bey Arlaeh vorüberlähren gegen Zollentrichtung wie auf der Bruck zu Marstetten aber ungebunden und nicht in Ballen etc. G. an dem nechsten Samstag nach Mittervasten. (e. 2 S.) Gesuch des Bischofs Ulreich zu Lavent an den Rath der Stadt Regensburg um sicheres Geleit und Schutz für Lazar seinen Juden, der zu Regensburg eine Geldschuld einbringen will. G. zu Saltz- burg an Suntag Judica in der Vasten. 62 1410 9. März 10. März 26. März 28. März 30. März Stephan Herzog in Beim bekennt, dass er nach einer im Beysein seines Vitztums Johann Herrn zu Haydeck abgelegten Rechnung Stephan dem Haslinger Pfleger zu Aichach an einer Schuld von 2000 Gulden noch 1120 Gulden zu bezahlen habe, und verschreibt demselben bis zur Bezahlung dieser Schuld jährlich 80 Gulden von der Maysteuer und 80 Gulden von der Herbststeuer auf dein Altmünster-Amt im Kitzpüheler Gericht. Mitsiegler: Johanns Herr zu Haydeck, Vitztum. G. am Suntag Judica. (c. 2 Sig.) Fridrich, Burggraf zu Nürnberg, und Elysabeth, sein ehelich Gemahel, versprechen, dass weder sie noch ihre Nachkommen von dem Abte und Convente des Klosters zu Haydenheim, das ihnen freywillig 300 Gulden Steuer gegeben hat, ferner eine solche Steuer von des Klosters armen Leuten fordern wollen. G. zu Cadoltzburg am Montage nach dem Suntage als man singet jn der heiligen kirchen Judica. (c. 2 S.) Balthasar von Maspach, Tumherr zu Würzburg und Probst des Stifts zu Onolzbacli erklärt, dass im Gericht des Saales zu Würzburg Streitigkeiten des Bischoffs von Würzburg mit dem Ritter Heinrich Lemplein wegen folgender Lehen: des Schlosses Biembach, eines Zchnts zu Düttigsfeld, sechs Pfund Gelds, 6 Fastnachtshühner und 10 Malter Getreids jährlicher Gülte zu Gemach verhandelt, aber wegen Mangels der Uauptbriefc darüber nicht entschieden worden sey. G. Mitwochen nach dem h. Ostertage. (c. 1 S.) Bruder Vlrich von Wasserburg, Prior des Klosters zu den Predigern zu Lanndshutt und der Convent daselbst bekennen, dass ihnen Herzog Heinrich ein Haus, zunächst an des Stempen Haus in der Newnstadt gelegen, welches Haus früher des Wemstorilers gewesen und nun an genannten Herzog gefallen war vermacht hat; dagegen sie jährlich am Vorabend von Sanct Barbara eine Vigil halten, an diesem Tage selbst eine Seelmesse singen, jeder im Kloster anwesende Priester eine Seelmesse lesen, bey der Vigil und der gesungenen Messe 6 Kerzen brennen, und an an diesem Tage jeglichem Priester im Convente ein Trinkehen Weins und ein senil reichen sollen. G. an Freytag nach dem heyligen Ostertag. C c - S.) Miirkchel Glasär und 29 Consorten, ferner 19 Frauen, deren Männer theils getödtet, theils flüchtig geworden sind, bekennen vmb die Poshait vnd Vntrew, die sie vnd ihrer Aller frawn Man an ihrem rechten Erbherrn, dem Herzog Hainreich, an seinen Räten, an seinen gotrewen der Slat zu Lantzhut vnd an den seinen gethan haben, darum sie den Tod wohl verdient hätten, dass Herzog Hainreich sie aus dem Gefängniss entlassen, unter der Bedingung, dass sie alle in die Stat zu Lantzhut noch in aller Herren Lannd zu Bayrn noch in solicli Geslos die ander Fürsten vnd Herrn gaist- leich und werltleich in irem Lannd haben in des Bischolfs zu Salczburg Land hie dieslialb des Ge- pirgs sunder in der Stat zu Salczburkch noch in des von Passaw Lannd und sunder in die Stat zw Passaw ihr Lebtag nicht mehr kommen und wegen ihrer Gcfangennehmung weder am Herzog noch irgend Jemand Rache nehmen sollen, welche Punkte getreulich zu erfüllen sie alle mit einem Eide 63 1410 31. März 1. April 2, April » 5 ) 4. April 8. April 15. April geloben. Siegler: Vlrcich Ilawtzenperger, Richter zu Lantzhut. G. an Suntag nach dem heiligen Ostertag. (c S.) Uolrich Hürdler von Costencz verkauft Heinrichen Cristan von da seinen Weingarten in der Isel, genannt Pro Seiden Bom, gibt ihn zugleich Frau Clären, Aebtissin von unser Frauen Münster zu Lindow auf, und bittet sie, ihn obigem Christen, oder wem Letzterer wünsche, zu leihen. G. am Montag vor Ambrosij. Wilhelm v. Bebenburg Ritter der jüngere quillirt dem Burggrafen Johann 100 Gulden von seiner Zinse wegen. D. Jfewstadt an der Aysch am Dienstag nach dem Sonntag Quasimodogeniti- (c. 1 Sig) Der BiscliotV Johanns von Wirezpurg eint sich mit seinem Kapitel dahin, dass dasselbe seine Pfründe Semeln, die einige Zeit abgegangen waren, wieder nnheben sollte zu backen und zu geben, jedoch so dass es ihm wegen seiner schweren Schulden, für die zwei nächstfolgende Jahre erlassen sey, indessen das Kapitel dafür Getreide zu reichen hat. D. Mittwoch nach Quasimodo. (c. 2 S ) Die Gemeine der Bürger*zu Lanndshut bekennt hinsichtlich der Sachen, so etliche ihrer Mitbürger verschuldet und darum schwer gestraft worden, dass sie die Punkte und Artikel des Briefs, welchen sic kürzlich dem Herzog darüber gegeben haben, treulich halten wollen. (Grosses Siegel der Stadt Lanndshut.) G, An Mitbochen nach dem Suntag als man singet Quasimodogeniti nach Ostern, Herman von Praytenstein Pfleger und Landrichter zu Auerbach setzt den Abt Bartholomcus und den Convent zu Wcissnau in Nutz und Gewer des Hofes zum Haus, welchen Heinrich Hirchenzeiller inne gehabt hat. G. am Mitwochen vor Ambrosii. (Copia simplex.) Hanns Gensperger der Pekch, Engel seine Hausfrau, und Wendel die Lindegiitin zwischen Prukkcn zu Lantzhut, welche als der Theilnahme an dem Auflaufe, der gegen Herzog Ilainrich zu Lantzhut sich erhoben verdächtig, eingezogen, aber auf Verwendung des Richters Vlrcich Ilewtzcn- perger, der mit dem Herzoge darüber sprach und ihre Unschuld kund machte, frei gelassen worden waren und die Erlaubniss erhalten hatten bey der Stadt zu verbleiben, schwören Urfehde. Siegler: Ilanns der Satler, Chararär zu Lantzhut. G. An Sand Ambrosy tag. (c. S.) Ulrich von Aufsess und Barbara seine eheliche Wirthin verkaufen an ihren Vetter Cunzen von Aufsess und Anna dessen Wirthin, ihren Antheil an dem Fischwasser zu Aufsess, um 30 Simra Korns und 10 Siinra Habers. G. am Dienstag neclist nach S. Ambrosien Tag, (c. 1 S.) Ruprecht, Römischer Kunig begert an die Stat Regensburg mit Albrecht Greimolt und Erhärt, ihren Mitbürgern zu reden, dass sie Cunrad Pläwmen, Bürger zu Nuwenburg um seine Gcitschult länger Frist geben. D. Nuremberg feria tercia post dominicam Jubilate. Ü10 15, April 16. April 19 April ■Wf ■tw,'» fjrjf ÜBMMMWhMi t f? Wofhart von der Alben bekennt, dass ihm Herr Oswald, Abt zu 7 egernse, die bisher strittige Mai- und Herbststeucr für alle Jahre bezahlt habe. Zeugen und Taidinger: die Weisen und Vestem Herr Orltolf der Jözz, Ritter, Herr Jorig der Frawnberger vom Hag der Aeltere, Hanns der Torer von Hornstein und Jacob der Eglinger. G. an Eritag nach Thyburcii und Valcriani. (c. S.) Martinus praepositus monasterii S. Nicolai extra muros Patavienses executor, auetoritate apostolica incorporationem ecelesiae in Syernikh olim eapitulo ecclesiae Pataviensis a Georgio episcopo faclam confirmat, non obstante unionum ecclesiarum cassatione, quam Bonifacius papa IX. pronunciavit. D. in monasterio S. Nicolai die sedecima mensis Aprilis. Die 3 Bischöfe, Albreclit zu Bamberg, Johanns zu Wirtzpurg und Fridrich zu Eystett und die Kapitel ihrer Stille vereinigen sich und geloben, nachdem lange Zeit in der heil. Kirche Zwietracht gewesen und noch ist, dass sie den Pabst Gregor XII. und seine Nachfolger an dem Stule zu Rom für den wahren und gerechten Pabst mit aller ihrer Pfafl'hcit, Landen, Leuten erkennen und anhänglich seyn wollen. G. Xurenbcrg an der Mitwochen nach dem Suntage Jubilate, (c. 6 S.) Jolians Graue zu Wertheini, römischer Reichshofrichlcr immittirt den Rath der Stadt Nürnberg auf erhobene Forderungsklage von 2000 Mark Goldes in' das Vermögen der Jutta Jüdin, weiland Jacob .iudens genannt Rappe von Nürnberg Eheweib, und deren Kinder, welches sie an Häusern, Urkunden, Schuldbriefen etc. besessen haben mögen. G. des liebsten Mitwochens nach dem Suntage als man in der heiligen Kirche singet Jubilate. Hanns Kopp, Herrn Sigmunds des Frawnpergcrs Richter zu Waldcnberg, weiset Friedrich des Jungwirt Klage gegen den Probst Heinrich Westerndorfer, Probst des Stifts Sliers , auf ein diesem Stift mit Grundherrschaft gehöriges Gut, genannt Obernstrass, ab, weil er aus den Rechten gegangen ist. Daz ist geschehen am ptiriztag vor sant Jörgen tag. Ruprecht, römischer König belehnt Hans Romei den Jungen, Heinrich Romeis, Bürgers zu Nuremberg Sohn mit dem Blutbann in dem Markte Lichtenau. G. zu Xuremberg off den Donrstag nach dem Sontag als man in der heiligen Kirchen singet Jubilate. Derselbe bestätigt die von Burggrafen zu Nürnberg Johann und Friedrich Gebrüder dem Kloster Neunkirehcn vf dem Brande gemachte Bewilligung, (Bayersdorf am Montag nach Mnrgareth 1409) aus derselben Walde bei Nürnberg gelegen, Brenn, Zimmer und anderes Holz zu seiner Nothdurft zu beziehen, gegen Abgabe eines halben Sumeren Waiz an dieselben. G. zu Nürnberg vif den Donnerstag nach dem Sonntag als man singt jubilale. (c 1 Sig.) Derselbe und sein Sohn Johanns Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Beyern an einem dann Burggraf Johans zu Nuremberg am andern Tlicile, geben dem Albrecht Herrn zu Hoenloch, Frid. Schencken Herrn zu Lympurg Hauptmanne des Landfriedens zu Francken und Hansen von üegenberge Yicedom 65 / 1410 zu Amberg Anlass, über ihre beiderseitigen Ansprüche in Erbscliaft-Saclic hie bis s. Jaeobstng zu entscheiden. D. Nurcnberg ante doininicam Cantate, (c. 3 S.) 19. April Stephan der Notangst, Hans der Notangst sein Bruder, Erhärt der llofmaister in dem Weinhof, Thoman der Kiipfelberger, Erhärt der Winkchlar, AVenzla der Peeham, all Burger zu llegensburg bekennen dass sie mit dem vesten Bitter Herrn Fridrcich von Flednicz, d. Z. Haubtman in Steir, der sie und ihr Gut gefangen und aufgehalten hat, auf ein ganzes Ende verrichtet sind. G. des Sunntags vor sand Gorgentag. (c. 4 S.) 23. April Ernst, Herzog in Beyrn, verschreibt Pauls dem Schechner, Bürger zu Münichen, 60 neue ung- rische Gulden, womit er ihn von Hans dem Lautenbek gelöst hat, auf dem grossen Zoll zu Münichen. G. zu Münichen am St. Jörigcn Tag, (c. S.) » Johans, Abt zu Gotsczcell, und der ganze Convent daselbst versetzen dem Abte Nyklas und dessen Convente zu AVindberg für 16 Pfd. guter reg. Pfg., wofür sie ihnen von ihrem Abtes-Stabc die Krümme des obern Theiles von den Juden zu Stravbing lösten, diese Krümme bis zur Tilgung obiger Schuld. D. eod. die. (c. 2 S.) 25. April Hanns Egker, Kanzler und Georg Poytzenfurtter quiltiren statt ihres Herrn Grafen Johanns Meinhard zu Görtz und zu Tirol über 5000 fl. die sie von Oswald Torringer, Ilauptmann zu Salzburg, als den Rest des Ileirathgutes von 25000 fl. so Herzog Heinrich von Bayern dem Grafen Meinhard schuldig gewesen, erhalten haben. Mitsiegler: Ulrich der Strasser, Pfleger zu Salzburg und Niklas der Zünglein, Bürger zu Salzburg. G. zu Salzburg an St. Marxtag. (Ex lib. cop.) 27. April AA r eyprecht von Grumbach, Amtmann zu Ochsenfurt bekennt, dass ihm das Domcapitel befohlen habe, sich gegen die Feinde desselben gerüstet zu halten, mit dem Versprechen ihn für seine allen- fallsigen Verluste zu entschädigen. G. sontage nach s. Gcorientage des h. mertirers. 28. April Jacob und Erhard die Kolbecken Bürger zu Dachau verkaufen die ihren Vorfahren vom Kaiser Ludwig verliehenen und ihnen von den Herzogen Ernst und AVilhalm bestätigten Rechte an dem Achloch an ihre Vettern Ulrich den Vischer und Ulrich den Utz Bürger in Dachau um 9 Pfund Pfenning. Mit dem Insiegel des Marktes Dachau. G. des Montags nach Gorige'n Tag. (c. Sig.) 29. April Ilenggin Huntbis Bürger zu Rauenspurg, Peter Vngelter Bürger zu Vlme und Hans Ruop Bürger zu Memmingen, welche zu wiederholten Malen von Abt Fridrich und seinem Convent auf einer und der Bürgerschaft zu Kempten auf anderer Seite zu Entscheidung ihrer Streitigkeiten, den Wildbann betreffend, anfgefordert worden waren, verweisen die streitigen Parteyen vor den Römischen Kunig, um da erfinden zu lassen, ob die Bürger zu Kemptun einen Fuchs und einen Hasen in des Gotteshauses AVildbann von dem Windstrick fahen sollen oder nit. G. An dem ncchsten Zinsztag vor sant Walpurg tag zu ingendem Mayen, (c. 3 S.) 9 V _ 66 1410 29. April 1. Mai 4. Mai 5. Mai 6. Mai Ilans Degenberger zum Degenberg Erbhofinaister in Nidern Beyern verkauft sein Haus in der Kramstrass zu Tekkendnrf an Uireich den Sahnan Bürger daselbst um 100 Pfund Pfenning und 2 Fuder Ostenvein. Mitsiegler: Stephan der Degenberger zu Alten Nuspergk des obigen Vetter. G. des Erichtags nach Görgen Tag. Hans von Eglofstein Ritter bekennt, dass ihm Albreclit, Bischof zu Bamberg für seine Dienste sowie für die 12 Pferde die ihm in diesem Dienst abgegangen sind, auch für die Schäden die er erlitt bei Passawe von des Landgrafen von Leuchtenberg Diener, endlich für den Bau den Eglof von Eglofstein Ritter sein Vater sei. zu Pottenstein an dem Schloss als er Amtmann daselbst war, gethan, (100 Gulden rhn. zur Entschädigung verschrieben und darum die Veste und Jas Amt Newhaus eingegeben hat. G. zu Bamberg am Donerstag nach S. Jorgen Tag. (c. 1 SO Wilhalm von Bybrärn, Commetur des deutschen Hauses zu sand Gilgen zu Regensburg und die Brüder daselben quiltiren die Stadt Regensburg um hundert und acht Pfunt Regensburger Pfening. G. an sand Walpurgen tag. Eberhart von Wysentaw der ältere und Lehenherr, Brawn zu Pewlendorff u. s. w., alle von Wysentaw bekennen, dass ihre Vorältern das Gotteshaus und Kapelle im Schloss zu Wisentaw gebauet, und eine ewig Mess gestiftet haben, und dass sie dem derzeitigen Pfarrer Peter von Mistelpach und seinen Nachfo gern die Freiheit leihen, mit ihrer Habe fahrenden und liegenden, ausgenommen, was der Pfarr und Kapelle gehört, ungehindert zu verfügen, doch mit dem Bescheiden, dass er und seine Nachfolger jährlich wegen ihrer Vorältern und Nachkommen einen Jahrtag halten sollen. G. an dem nechsten suntag nach sand walpurgen tag. Bischolf Johann von Würzburg, Frowin von Hutten und dessen Sohn Hans bekennen dass Emlres von Mutissheim und Ludwig von Hutten ihre Streitigkeiten wegen Anforderungen dahin entschieden haben, dass der Bischolf den von Hutten 152011. in 10 Jahren zahlen sollen, und dass diese Raten in bestimmter Summe von der Beete zu Arnstein jährlich erhoben werden dürfen. G. Donerstag vor S. Michelstag. Qc. 3 S.) Vlricli und Lewpolt Gebrüder Landgrafen zu dem Leuchtenperge verkaufen an die Brüder Fridcrich und Jorg von Kyndsperck ihr Schloss und Veste zu der Snabelwcide mit allen Dörfern, Höfen und Zehnten, mit dem Kirchsatz zu Drüschenrewt auch allen Lehen, die zu der Snabelweide gehören und in dem Gerichte gelegen sind, und besonders alle Güter und Renten von Hämmern, Wäldern und Höfen etc. mit allen Rechten, Gülten, Zinsen etc. und Herrschaften um 5000 Gulden nürnberger Stadtwährung. Bürgen: Rüdiger Warpperger zu Rauhenstain, Ilerman Ilertenberger zu Fronbolf, Heinrich Slamerstorlfer zum Entzeich, Niclas Stayner zu Glawbendorlf, Matheys Stayner zu Pfreymde und Marckart Redwitzer zu Teymerdorlf. G. dinstag nach sant Walpurgtag, (c. 7 S.) 67 1410 6. Mai 7 . Mai 5 ) 12, Mai Ritter Hainreich Scliencke zu Geyrn, Pfleger zu Ilirspercli, als Obmann und die Schicdsleutc, Ritter Wernher Parsperger, Purchart Iloflner etc. entscheiden auf Verlangen Svveigkers von Gundol- flngen des Jungen, einer und der Gebrüder llans, Albrechts und Wilhalms vom Wolfstain andererseits deren Streitigkeiten folgender Maassen: Hans und Albrecht vom Wolfstain sollen dem Sweigker 20 Mann mit Gelefl'cn zu einmonatlicher Dienstzeit ein ganzes Jahr hindurch zur Verfügung stellen, und dem Yschoffer zwischen Datum des Briefes und künftigen St, Jacobs Tag 20 Rcynisclic Gulden bezahlen, und alle gerichtlichen Klagen und Ansprüche, die von Hans vom Wolfstain gegen den Sweigker wegen des Yschhoflcrs und eines Knechtes vorgebracht wurden, erledigt und ungiltig seyn, ferner sollen die Wolfstainer denen von Alpersperg die schon auf Lichtmess fülligen 22 Gulden Reynisch auf künftige Sunbenden bezahlen, Sweigker von Gundollingen die von ihm angesprochenen 40 Gulden von den Wolfstainern bekommen, die dessfalligen Ansprüche Wilhalms von Wolfstain nichtig sein, dann sollen die 'Wolfstainer dem Sweigker für den Nutzen von Wetlcmperg 14 Gulden und dazu als Schaden-Ersatz 9 Gulden bezahlen, die Eigenleutc, für die der Sweigker dieses foderte, in Ruhe lassen, und andere Eigenleute, die derselbe allenfalls mit Recht ansprechen könnte, ihm abtreten, und endlich Fridrich, der Probst zu Percliing, der Ansprüche des Hans vom Wolfstein überhoben sein. Siegler: der obgenannte Hainreich Schencke zu Geyrn und Ritter Hans vom Wolfstain. G. des Eritags vor dem Auffahrttag. (c. 2 S.) Herzog Stephan in Bayern beurkundet, dass nach dem Tode des Hanns Egker, Richters zura Stain, seiner Hausfrau und Kinder der dem Stift St. Andrii zu Freysing gehörige Zehend in der Prayfenpacher Pfarr und Seler Kriiwztreclit demselben zu neuen Verleihungen frey belassen werden soll. G. zu Kufstain an milwochen nach dem heyligen Äußert tag. Heinrich Schenckc- von Liiwttershausen, Lantricliter zu Nuerenberg ertheilt dem Endres Punczinger von Rossstein eine Urkunde, dass er die von Regensburg, die in seiner Echte sind, wo er mit ihnen zu rechten hat, an aller stat wol verwerfen mag. G. D. eod. d. ncintz Gundloch der älter Bürger zu Bamberg verpflichtet sich gegen Bischof Albrecht und das Domcapitel zu Bamberg wegen begangenen Todschlages des Pfarrers Johannsen Schacken von Trunstat in dem von Truhendingen Hof in der Burg, und der dadurch schwer verletzten Burgfreiheit, dass er alles leiden und büssen will, was die hierüber ernannten Schiedleute Herr Friedrich Stieber Dechant, Johanns von Seckendorf Horauf genant, Graf Ilerman von llennberg und Johanns von Bürren Probst zu sand Stepfan, alle 4 Domherren zu Bamberg, gegen ihn an Leib oder an Gut aussprechen und vollziehen würden. Mitsiegler und Zeugen: Hcintz Gundloch sein Sohn, Günther Wernher und Chunz Zöllner alle Bürger zu Bamberg, G. Mitwochen nach sant Johannstag ante Portam zu latein genant, (c. 4 S.) Görg der Sulzperger verkauft seinen frei eignen Sitz, den Hof und die Ilofmark zu Pirnpach seinem Bruder, Christan dem Perger zu Perhach. Mitsiegler: Hanns der Trenbekch, Forstmeister und 9 * 68 1410 16. Mai 17. Mai 18. Mai 20. Mai 21. Mai 22. Mai r 23. Mai 24. Mai 25. Mai Pfleger zu Oeting. Zeugen: Wilhalm Wispekch, Hanns Perkchauser und Hainreich Schreiber, alle Bürger zu Oeting. G, am St. Pangratzen Tag. (c. 2 S.) Herzog Heinrich bekennt, dass er, als die Judengasse zu Landshut auf seinen Befehl abgebrochen wurde, auf die Bitte der Juden ihre Synagoge, Trukclihaus und Backhaus stehen gelassen habe, welches alles die Juden umfriedigen und fortan ohne Störung besitzen sollen. G. an Freytag nach dem heiligen Pflogst tag. (c. S.) Heinrich, Herzog in Bayrn, erlaubt den Bürgern des Marktes zu Velden, alle Erchtage einen Woehenmarkt zu halten. G. zu Landshuet am Sambstag nach dem heiligen Pfingstag. Fridreicli, Herzog zu Dechk, bekennt, dass ihm Chuonrad Weiehser, seiner gnädigen Herrschaft Zöllner zu Laninlsperg, 100 Gulden auf die Kotemper zu Pfingsten nach seines Briefes Laut und Sage, welchen er von ihren Gnaden hat, und 26 Pfd. müncher Pfenning für seine Burghut bezahlt habe. G. 'an dem nächsten Sonntag nach Pfingsten, (c, S.) Vlrich Müller, zu Wolpach auf der Mülin gesessen, und Georig Müller, gesessen zu Rüklin auf der Mühle, beide Gebrüder, bekennen, dass ihnen Bischof Erberhart zu Augspurg die Gnade ertheilt habe, Bürger im Markte Vtingen, bis zu seinem Widerrufen, zu werden. Siegler: der erber und veste Cristian von Scharensteten. G. an dem nächsten Aftermentag vor sant Vrbans tag. Johannes de Lochen, rector parocliialis ecclesiae in Lindow, electionem Ursulae de Scliellen- berg in abbatissam monasterii s. Mariae ibidem proclamat. D. in vigilia corporis Christi, Stephan Herzog in Beyern verschreibt Ililpolten dem Frawnberger zu Prunn, seiner Gemahlin Hofmeister, die ihm schuldigen 1500 Gulden auf seiner Vogtey und Gült zu Vogtarewt, so dass derselbe zu Georgii nächslhin 50 fl., zu Michaelis 50 und so alle Jahre 100 fl. bis zur Abtragung der Schuld, erheben und einnchmen solle. G. zu Ingolstat an gocZliehnamstag. Die Gebrüder Wilhelm, Jörg, Hartmann und Her Kunrat von Burgaw verkaufen Gertruden von Freyberg Aebtissin des Klosters zu Obernschönefelt um 12 Reinisehe Gulden ihren Vogteizins zu Münster an der Zusam. Mitsiegler: Ulrich von Weiden und Wolf von Grafenegg. G. an dem nehsten Frytag vor St. Urbanstag. (c. S.) Albertus, cpiscopus constantiensis, electionem Ursulae de Schellenberg in abbatissam monasterii s. Mariae lindaug. confirmat. D. et a. Constantiae in ambitu ecclesiae, mensis Maij die vicesima quarta. (c. S.) Die Bürgermeister und Burger der Stadt Sältzburg verzichten auf alle Ansprüche und Forderungen gegen den Burggrafen Fridrich zu Nüremberg wegen der einigen Saltzburgischcn Bürgern 69 1410 durch seine Gemahlin Elisabeth ob des Zolles in Heymberg aufgehaltenen Habe und Güter. G. an Sand Vrbanstag. -» 26. Mai Stephan Herzog in Beyern verschreibt seiner Gemahlin Hofmeister Hiltpolt dem Frawnbcrgcr zu Prunn die ihm schuldigen 600 Gulden auf der Herbststeuer und seinen Gülten zu Kufstain und Kitzbühel. G. zu Ingolstat am Montag nach Gotzlichnams Tag. (c. Sig.) 28. Mai Johann Herzog in Bayern ertheilt den Bürgern des Marktes Pressath die Gnade, dass dieselben zu jeder Kirchweih an S. Georgen Tag und Sonntag nach Margarethen Tag einen Jahrmarkt haben sollen. G. zu Amberg am Mittwoch nach Urbans Tag. ('Vidimus.) Eberhart Erzbischof zu Salzburg, Legat des Stuhls zu Rom verzichtet auf alle Ansprüche und Forderungen gegen die Burggräfin Elisabeth zu Nürnberg wegen der verschiedenen Sallzburgischen Burgern ob des Zolles in Heymberg zu Cadolzburg ungehaltenen Habe und Güter, G. Saltzburg am Mittichen nach sannd Vrbans tag. « 29. Mai Steifan, Herzog in Bayrn, erlaubt der Stadt Rain, dass sie ihre Gemeind hinabwärts neben ihren Aengern auffahen und Wiesen und Aecker daraus machen möge. G. zu Schonnfeld des negsten Pfintztags nach vnnsers Herren gotzleichnambs tag. 30. Mai Friderich Stibcr Dechant zu Babenberg, Graf Ilerman von Ilennberg, Johans von Seckendorf, Hürauff genannt, und Johans von Bürn, alle 4 Domherrn und ernannte Scliicdmänner in der Anklage des Bischofs Albrccht und des Kapitels gegen Heinrich Gundloeh den altern, Bürger zu Bamberg, welcher in der Burg in dem von Truhendingen Hofe den Pfarrer Johansen Schaeken von Trunslat entleibt, und dadurch die Burgfreiheit schwer verletzt hat, entscheiden, dass benannter Gundloeh wegen dieses Frevels auf gewissen ihm eigenen Gütern 25 Pfund Wachs jührl. Gült zum Werkamte zu 100 Kerzen vermachen, oder wenn er dies nicht vermag, 100 Gulden niiremberger Währung zum Ankäufe benannter Gült geben soll; dass er nebstdem 24 Pfund Wachs auf nächsten S. Kaiser Heinrichs tag, dann 20 Gulden für einen Leuchter zu den 100 Kerzen ausrichten soll; dass er auch einmal barfuss und bar Haupte vor der Procession um den Hof in der Burg mit einer 2pfündigen Kerze hergehen, und diese auf S. Kungund Altar opfern soll. G. Freitag nach vrbani des heil. Babst. (c. 4 S.) 3. Juni Smoyell der Jud Sietleins des Juden Sohn zu Tulln, und Bera seine Hausfrau verkaufen ihren / Mairhof unterhalb der Stadt Trebensee sammt etlichen Acckern und Wiesen, woraus den Klosterfrauen zu Tulln jährlich 12 Schilling Pfenning zu entrichten sind, an die Gemeinde der Bürger zu Trebcn- sce um 60 Pfund Pfenning. Siegler : Katherina Priorin und der Convent des Frauenklosters zu Tulln, Erasme der Zelientner Gruntherr dieser Klosterfrauen, und Lorenz der Heg Judenrichtor zu Tülle. G. an Erasms Tag. 11. Juni Stephan Herzog in Bayern verpfändet den halben Theil der Pflege und des Gerichts zu Rain an Engelhart Marschalk von Donrsperg um 950 Gulden, G. zu Schönfeld an Barnabas Tag. (Vidimus.) 70 1410 12. Juni 15. Juni » 23. Juni 24. Juni ! Herzog Ludwig in Beyern verleiht dem edeln Lupoid Lantgrauen zum Luchtenherge den Markt Pfrewnde und die Behausung darin als Mannslehcn. D, Heidelberg quinta feria ante beatorum viti et modesti martirum. Eberhardus, episcopus Augustensis, praebendam sacerdotalem videlicet praemissariam per snecu- larem presbyterum tenendam et regendain, quam Universitas villanoruin in Tappfhain voluntate et con- sensu Johannis, abbatis, et conventus monaslerii in Cesarea et Rudolfi, perpetui vicarii ecclesiae paro- chialis in Tappfhain, in altari sanctae Mariae virginis in ecclesia praescripta fundaverat et dotaverat, ratificat et confxrmat. D. in Castro Dilingen in die sancti Viti martyris. (c. 4 S.) Kaspar von Bibra bescheinigt, dass ihm Bischolf Johann von Würzburg mit Zustimmung des Dom- capitels für die Summe von 3250 11, — die er ihm wegen seiner Dienste als Landeshauptmann im Oberlande und seiner Verluste schuldig geworden war, Stadt und Burg Mellerstatt mit Gerichten und Gefällen eingeantwortet habe. G. An Veitstage. (c. 2 S.) Bischof Johannes von Würzburg verheisst in Folge des Vertrags mit Caspar von Bibra rücksichtlich der Ilauptmannschaft im Oberlande und der Uebertragüng der Burg, Stadt und des Amtes Meierstat für seine eigene Kosten und Zehrung, wie die seiner Helfer: ferner mit Bezug auf die zwischen dem Ilochstift einer Seits, denen von Buchenawe und ihren Ganerben anderer Seits, und dem genannten von Bibra dritter Seits abgeschlossene Uebereinkunft, dass wenn Meierstat verlohren gehen sollte, er die denen von Buchenawe herauszuzahlende Rente von 1000 fl. selbst ausbezahlen, oder andere Gefälle dafür anweisen will. G. Würzburg off sant Vits Tag. Bischof Johannes zu Wirtzburg macht sich verbindlich, an Bürgermeister, Rath und die Burger der Stadt Rotenburg uff der Tauber, welche ihm das an sie versetzte Schloss Landspurg nebst Zuge- hörung nach Ablauf der bedungenen fünfjährigen Versatzzeit aus treuer Liebe und gutem Willen zuruckgegehen haben, die Lösungs-Summe von 5200 fl. in zehnjährigen Fristen zu entrichten. Bürgen: Reinhart Vogt von Reynecke, Ditlirich von Heytingsfclt, Brant von Sawnslieim, Albreclit von Eglofstein zu Mulliausen, Ott Fogt, Vogt von Saltzburg, und Erkinger von Sawnslieim zum Stepfansberge, alle Ritter, Eberhart von Grumbacli zu Rympur, Weygleins von Seckendorff, Michel Zolner zu Rympach, Erkinger von Sawnslieim zu Cottenheim, Erkinger von Sawnslieim zu Wysenprun, Jorge Zobel von Obernliofen vnd Wilhelm von Sawnsheim zu Cottenheim. G. zu Wirtzburg an S. Johann- Abend des heiligen Tauffers. Görg Herrant, Burger zu Tekkcndorf bekennt dass in der Heirat seiner Tochter Junkfrau Barbara mit Erhärt dem Reichen, Bürger zu Regensburg abgeredet worden, wenn er vor seiner Tochter mit Tod abgieng, beide vollen Gewalt haben die hundert Pfund Pfening, die er ihnen zu Heirathgut versprochen, zu gleichem Tlieil zu endern seinen Kindern zu legen, und dann gleichen Erbtheil mit denselben zu haben. G. an sand Johannstag zu Sunbenntten. 71 1410 26, Juni 27. Juni 1. Juli 2. Juli 6. Juli 7. Juli 9. Juli 11. Juli Hanns Herr zu Haideldc der Jung bekennt dass der Rat und die Gemain der Stadt Regenspurg ihn zu einem Bürgermeister auf ein gantz Jar genommen haben, wofür sie ihm zwayhundcrt Pfunt Regenspurger Pfenning geben. Mitsiegler: Chunrat der Wirsperger und Seitz der Irlahcr. G. dcz nächsten Pllncztags nach sand Johanns tag zu Sunwenlten. (c. 3 S.) Heinrich Schenclce von Lewttershawsen, Landrichter zu Nürnberg, erkennt auf die Klage Hans Mugenliofers, Ueberreuters des neuen Spitals zu Nürnberg, dass Wydman von Guntzcnhausen auf dem ihm vom Spitale verliehenen Pfalhofe zu Frickcnfelden nicht selbst sitzen müsse, sondern solchen mi* einem Bauern besetzen könne. G. am Freytag nach sand Johans tag zu Sunwenden. Haintz Lehenmair von Muren und Eisbet, sein Weib, geben den ihnen elimals vom Abt und Convent des Klosters zu Kaishein verliehenen Ilof zu Muren wegen vielfacher Bedrängniss und Ar- inuth genanntem Kloster wieder auf und verzichten darauf ganz und gar, Siegler: die Ehrbaren Vesten, Jörig Waller von Berchtoldshain und Chuntz Hausner zu Stettperk. G. an Afftermontag nach Sant Peter und Sant Paulstag der heiligen Zwelfboten. (c. 2 S.) Das Stift Neumünstsr vererbt seinen Hof zu Randersacker an Kunz von Sauensheim um 8 Pfd. Pfennige. G. Mittwochs nach Petri et Pauli. Heinrich Herr zu Gera quittirt Johannsen Burggrafen zu Nürnberg um 5100 Gulden Hauptguts und 146 Gulden verfallenen Zins, die er auf Schouwensteyn, Münchperg, Opprode gehabt hat, behält aber den Hauptbrief darüber, bis nach völliger Berichtigung noch einiger Gebrechen. G. am Sonntage nach Udalrici. (c. 1 S.) Johannes cpiscopus lierbipolensis separat Capellam seu filialem ecclesiam in Ostheim a matrice sua in Volkach et dotacione per Erkingerum de Sawnsheim et Annam uxorem ejusdem facta, in separa- tam pro se existentem parrochialem ecclesiam transmutat. D. in vigilia SS. Mit. Kyliani et socioruin. Weinmair Hernperger Richter zu Vilsliofen erkennt an offner Schranne, auf die Klage Ilartweig des Leubolflngcrs zu Aw, gegen Landgrafen Johann von Leuchtenberg den iiltern seligen und dessen Erben, um Ersatz seines Schadens von 1000 11. den er durch seine Versetzung liinz den Satelbogern um 2000 11. erlitten, zu Recht, dass demselben um den auf 300 11. ungr. ermiissigten Schaden nach Gcriclitsurtel, das in Anspruch genommene im Gericht Vilsliofen gelegene Gut Peygerting sammt Zubehör und besonders der Satz den Wilhelm der Puchberger selig inngehabt — cinzuantworten sey. G. am Mittwoch vor S, Margreten Tag, Stephan Herzog in Beyern weiset Cunrad Ymendorfer seinen Landgerichtschreiber zu Aichach an, hundert Gulden dem Joli. v, Haydeck und 230 Gulden dem Marschalk v, Pappenheim von der I $ 14. Juli 15. Juli 20. Juli 22. Juli 24. Juli 25. Juli nächsten Steuer der Gerichte Aiehach und Schrobenhauscn zu zahlen und ihre Briefe darumb zu Händen zu nehmen. G. zu Aichacli des nächsten Freitags nach S. Ulrichen Tag. (c. 1 S.) Derselbe weist dem Maister Lienhart Augenarzt die 32 Gulden welche er demselben für ein Pferd schuldig ist, auf dem Zoll zu Wasserburg an. G. zu Wasserburg am Montag nach Margareten Tag. (c. Sig.) Wilhelm von Liebsberg, der Jünger, zu Liebsberg gesessen bekennt, dass ihn das Landfriedensgericht unter Fridrich Schenk von Limpurg und Kumund von Giech wegen der Zugriffe, die er dem Heinrich von der Tann, Eytel Hiltmar und Fridrich Schoder Thumherrn zu Würzpurg, gethan, verurtheilt habe, den beschädigten 400 fl. nächsten Walpurgistag zu zahlen, und einen Bundbrief zu unterschreiben, dass er alles diess getreulich halten wolle. G. Dynstag nach s. Margarethentag. Hans der Pelhaimer des Herzogs Ernst Diener vereinigt sich mit dem Abt Johann und dem Convent zu Fürstenveld, so dass ihm dieselben hinsichtlich seines Zolles zu Fürstenveld, Pruck und Emering keine Irrung thun sollen, und dass er von dem was im Kloster Fürstenveld verkauft wird, keinen Zoll nehmen soll. Mitsiegler: Hans Sluder zu Weilpach. Taidinger: Sweigker von Gundol- fing der ältere, Hans Ilolzhaymer Pfleger der neuen Veste zu München, Matheis Sentlinger zu Sul- zenmos, Hans Sluder zu Weilpach, und Pauls Aeresinger zu Hägenperg. G. am Suntag vor Magda- lenen Tag. (c. 2 Sig.) Heinrichs Schenke, von Lewttershausen genannt, Landrichters zu Nuerenberg Urtheilsbrief, kraft dessen Arnolten von Seckendorf von Meren genannt, auf gestellte Klage, Nutz und Gewähr an den Gütern gegeben wird, welche Jörge Lankquater zu Vtzmemingen, Eberhart Lankquater zu Weyingen, und Heintz Perling zu Pappenheim haben, und zwar um zweihundert Mark Silbers von einem Jeden, wornach er und seine Helfer zu den erklagten Gütern greifen mögen, ohne gefrevelt zu haben. G. am Dynstag vor sand Jacobstag. Vlrich Burggraf Domdechant, Andres Steck obrister Schulmeister, Anshelm von Nenningen Custer, Hanns von Feringen und Ott von Suntheim, alle Chorherren im Dome zu Augsburg einerseits, dann Johans Langenmantel zu Radawe, Ludwig Hörnlin, beide Bürgermeister, Johans I.angen- mantel zu Wertingen, Lorencz Egen und Hainrich Smuker, alle Bürger zu Augsburg, andererseits, treffen zwischen Herrn Eberharden, Bischöfen zu Augsburg und seinem Domcapitel, dann den erbern und weisen den Bürgermeistern, Rathgeben und Bürgern daselbst eine freundliche Einigung auf die 2 nächsten Jahre. G. an sant Jacobsaubcnt dez hailigen Zwölfpotten. (c. 10 S.) Hans von Lechsperg bekennt, dass er mit 3 Knechten und 4 Pferden der Bürgerschaft von Kauffburün Diener und Söldner auf ein halbes Jahr geworden sei, und dass er mit Gefangenen nach dem Söldnerrecht von Ulm oder Memmingen verfahren wolle; für seine Dienste soll er 104 gute 73 1410 Reinische Gulden, für Pferde und Rüstzeug aber nichts empfangen. G. am St. Jacobstag des heiligen Zwölfboten (c. S) 25. Juli Literae Sigisraundi regis Ilungariae super assignatione viginti millium llorenorum auri puri et obligatione civitatis et castri posoniensis ac castrorum Komaron, Geztcs et Vijtam, nec non opidorum Nezmeel etc. cum pcrtinentiis et ctiam villarum atque curiarum cum piscinis et vineis etc. Friderico burggravio norimbergensi facta. D. in Wissegrad in festo beati Jacobi apostoli majoris. (c. S.) 29. Juli Gabriel der Rydler und Eberhart Ott, beide Bürger zu München, und z. Z. Hoehmaister und Pfleger des Spitales daselbst, verkaufen mit Wissen des ltathes zu München dem Ritter Stephan dem Smyeher und dessen Hausfrau Annen die 4 Ilöfe, die Mühle und den Müller, welcher des Spitales Eigen war, gelegen zu Hainreichshofen im lanczsperger Gerichte, um 725 Guidein, neuer ungrischer. Zeugen: Lycnhart der Schiet und Chuenrad der Slipfhaimer. G. am Erittag nach sand Jacobs Tag. 31. Juli Die Herzoge Stephan, Ludwig, Ernst und Wilhelm von Bayern verbinden sich mit gesammter Macht gegen die Herzoge von Oesterreich. G. München Pflntztag nach Jakobi. (Arrod. I., 71.) 1. Aug. Stephan, Ernst und Wiihalm Herzoge in Bayern ermächtigen ihren Sohn und Vetter Herzog Ludweig, den Weinzehent zu Ilaylprunn vom Grafen Eberhart von Wirtenberg zu lösen. G. zu München am Freytag nach Jacobs Tag. (c. 3 Sig.) 3. Aug. Heinrich Ilertzog in Bayern schickt der Stadt Regensburg einen Gelaitsbrief, damit sie von ihren Rathen etliche auf den Tag gen Teispach oder Dingolflngen schike, den er sich mit Heinrich Nothaft und mit seines Vetters Herzog Johannsen Rathen auf den Sontag schirst von der Münnze wegen vervangen hat. D. Landshut an Suntag vor Oswaldi. 4. Aug. Stephan Herzog in Beyrn verschreibt Hansen dem Weissen und Ludweigen dem Tichtel Zöllner und Zollschreiber zu Wasserburg, welche er Giligen dem Stupfen, Niklasen dem Münssmaisler und Hansen dem Trawner Bürgern zu Wasserburg um 152 Pfund Pfenning für 5 Fass Osterwein als Bürgen gestellt hat, die genannte Summe auf der Landsteuer im Gericht Kling. G. zu Wasserburg am Montag vor Laurenzen Tag (c. Sig.) 7. Aug. Elizabet von Kleve und von der Marich Herzogin in Beyern verspricht, den Jörgen von Abens- perg von der Bürgschaft, welche er für sie gen den Glappfenbergcr um eine Summe Geldes übernommen hat, gänzlich zu lösen. G. zu Ingolstat am Phinztag post Vincula Petri. 9. Aug. Stephan der Schönnstainer zum Schönnstain und Wygelas der Satlpoger zu Satlpogen verkaufen die Veste zu dem Hohcnstain, und das Rämleinsgut, die Mühle und einen Hof und eine Sölde zu Grueb, wie dieses der selige Ulrich der Zistrel inne gehabt hat und sie es nach Laut ihres Gerichtsbriefes in ihre Gewalt gebracht haben, an Peter den Ahtorffer zum Stadl um 52 Pfund Pfenning. G. an Lorenzen Abend, (c. 2 Sig.) 10 74 1410 12. Aug. 18. Aug. 19. Aug. 20, Aug. )> Anna PreysV.igerin und Heinrich Preysinger verkaufen an Apel von Seckendorff zu Birckenfels und dessen Erken alle ihre Leute, Gült, Güter, Zinsen, Renten, Vogthey und das Ualsgericht in dem Markt und in der Mark zu Pechhofen, den Weyher und das Fischwasser daselbst, das Fischwasser zu Pruck und sechs Tagwerk Wiesen, genant die Fronwyse, für 1135 Gulden Reinisch. Bürgen: Jörg von Seckendorf, Ritter zu Gnetzheim, llans von Lenterslieim zu Mur und Hans Holtzinger zu Arberg. G. an dem ncchsten Dinstag nach sand Lorentzen tag. (c. 5 S.) Gabriel der Riedler Bürger zu München übergiebt an die geistlichen Herren sand Franzissen Ordens zu den Barfüssern in München ein Gütl auf dem flserrain zu Nydervergen, einen guidein Kelcb, ein Messpucb, ein weisssammtnes und ein seidenes Messgewand, und den von ihm errichteten Altar Salvatoris Omnium Sanctorum mit einer grossen Tafel darauf, dagegen dieselben den Jahrtag für seinen seligen Diener Ulreich begehen sollen. G. am Eritag vor Bartholomei. (c. Sig.) Bischof Albrecht zu Bamberg vereinigt sich mit dem Domcapitel wegen der Gebrechen, die das Stift durch grosse Schulden, Krieg und andere Sachen leidet, auch wegen der 2 Päbste zu Rom, die das Stift berühren, dadurch die Verwaltung des Stifts grosse Arbeit und Mühe fordert, in nachstehenden Puncten: setzen der Bischof und das Kapitel den Grafen Berchtold Herrn zu Hennenberg und den Johann von Biirn Domherrn und Probst zu S. Stephan daselbst zu Pfleger des Stifts Bamberg mit der Macht und Gewalt, alle Stifts Angelegenheiten auszurichten; behiilt der Bischof auf 6 Jahre für sich Gicli und Schesslitz, Vorcheim Stadt und Veste und Rewt mit allen Rechten und Zinsen, und sollen ihm noch 2000 Gulden vom Umgeld, der Wage, von dem Kammeramte und von den tausend Gulden, welche die Stadt Bamberg jahrl. g'iebt, nebst 6 Fuder Ebersberger Weins verabfolgt werden, davon er seinen Hof und Statum hier oder zu Kärnten halten soll, sonst aber mit allen andern Stiftsrenten nichts zu schicken haben; auch soll ihm, was aus dem Kasten zu Vorcheim versetzet ist, wieder geloset oder 600 Gulden jährlich dafür ersetzet werden, er hat alle Stiftsherrlichkeit als Lehen, geistliche und weltliche Gerichte, Wildbann und Geleit, doch mögen die Pfleger auch Geleit geben, wenn sie wollen; dann sollen dem Bischöfe noch alle Fischweide auf dem Gebirge und unten in den fliesenden Wässern, dann die See zu Memelsdorf seyn. G. dinstag nach vnser liben Frawentag Assumpcionis. (c. 4 S.) Herzog Johanns von Beyern eignet dem Abte Jorgen zu Castell die Laber von da an, wo sie in desselben W r eiher zu Weickenhoven geht, biss hinauf in den Furt unterhalb Dietkirchen, wo der Weg hinüber geht gein Frickenhoven. G. zu Lengveld, am Mitwochen nach u. 1. Fr, Tag Assurnp- tionis zu Latein, (c. S.) Bcringer Haie, Wieland Swelher und Seitz Marschalk des Herzogs Ludweig in Bayern Räthe verpflichten sich, den Herzogen Ernst und Wilhalm zwischen hie und kommenden Michels T.ig einen unvermayligten Brief zu bringen worin Herzog Ludweig gelobt, die Hälfte des Weinzehends zu Haylbrunn den er von dem Grafen Eberhert von Wirtenberg gelöst hat, den Herzogen Ernst und 75 1410 21, Aug. 96. Aug. 2 7. Ang. 30, Aug, 31. Aug. 1. Sept. 1. Sept. Wilhelm zu jeder Zeit um die Hälfte der Lösungssumme zur Wiederlösung zu gelten. G. am Mitti- clien vor Bartholomcus Tag. (c. 3 Sig.) Eberhard Pfeyl bekennt dass ihm Johann, Landgraf zum Leuchtenberg alle Schulden von seiner selbst, seines Vaters, Anherrn und anderer Vorfahren wegen gänzlich ausgerichtet hat und verzichtet auf alle Bürgschaftsleistung und dessfalsige Ansprüche von des Sitzes und Dorfs zu Aichach wegen, G. am negsten pfmtztage vor sand Bartholomei tag. (c. 9 SJ Albrecht Bischof zu Bamberg und Friderich Stiber Dechant und das Kapitel daselbst bestellen Berchtold Grafen und Herrn zu Hennenberg und Johannsen von Brün Domherrn und Probst zu S. Stephan daselbst, zu Pfleger des Stifts Bamberg, und weisen ihnen, so lang sie Pfleger bleiben, jährlich aus des Stifts Nutzen, dem Grafen Berchtold 400 Gulden und Johans von Brun 200 Gulden an, dass Beide auf ihre eigene Kosten häuslich zu Bamberg wohnen sollen. G. donerstag nach vnser Frawen- tag Assumpcionis. (c. 2 S.) Peter Rainer zu Schambach verkauft dem Herzoge Johannsen und dessen Vitztumb Ilainreichen Nothaft den Zoll zu Lanquad, welchen sie von Ortlieben dem Zenger erwarben , nebst dem darauf lautenden Gerichtsbriefe. Mitsiegler: Dietreich der Stainberger. G, am Montag nach sand Ilartholo- meus Tag, des hl. Zvvelfpoten, Johanns Herzog in Beim verpflichtet sich, den Dietreich Stauffer zu Ernfels welchen er Helena der Grossynn Ulrcichs des Grossen Wittib wegen einer Schuld von 426 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft bis kommenden Lichtmesstag zu lösen. G. an Augustins Abend. (c.S.) Wenccslaus, patriarcha anthiocenus et snpremus cancellarius regni Boemic, Omnibus Christi fulelibus, qui in festis nativitatis, circumcisionis, epiphanie etc. monasterium Althe inferioris devote visitaverint, quadraginta dies indulgenliarem de injunctis eis poenitentiis in domino jugitcr relaxat. D, in monte wissegradensi prope Pragam, die XXX. inensis Augusti. (c. S.) * Agnes die Mauttnerin Bürgerin in Regenspurg verkauft ihren eigenen Stuhl zu den Barfüssern daselbst an Anna die Altmannin Bürgerin in Regenspurg. Siegler: Ulrich der Vorster Bürger zu Regenspurg. G. an Gilgen Abend, (c. Sig.) Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern, verbünden sich mit ihren Vettern Stephan und Lud- weigen, auch Herzogen in Bayern, auf ihr Lebtag wider Allermänniglich, und wollen sowohl die eignen, als ihrer Diener Streitigkeiten auf freundlichem Wege beilegen. G. zu Ratenberg, an sand Egidien Tag. (c 2 S.) Ilerdcgen von Bucliis bekennt, dass er von Anna von Winsperg, gebornen von Hohenloch und Margaretha von Brunecke, weiland Gräfin zu Schwartzburg, ihrer Tochter, den vierten Theil des 10 * Zehenden zu Kleinzymern und alle andere Güter der Ilecrsehaft Brauneck, die ltücker Waltmann und dessen Sohn Heinrich inne gehabt, zu Lehen empfangen habe, D. eod. d, (c. 8.) Ernst und Friderich Herzoge zu Österreich bekenen, wegen der Kriege und Stösze die zwischen ihnen und den Herzogen Steffan, Ernst und Wilhalm in Bayern bestehen, nach Rath des Erzbischofs Eberhardt zu Salezburg, Legaten des Stuells zu Rom, mit den genannten Herzogen von Bayern einen schlechten und getreuen Frid aufgenommen zu haben, der von morgen zu Mittag anfangen und bis Sankt Michels Tag über ein ganzes Jahr dauern soll j die Herzoge von Österreich sollen aber ihr Salz in dem Intal wohl gefübren, und das soll den Frid nicht berühren noch angehen, G. zu Hall im Intal an Mitichen nach Sankt Gilgentag. CCop. Simpl.) Stephan Schönnstainer und Hans Türlinger bekennen, dass die Sandbriefe, laut deren ihnen Herzog Ernst von Beyern an die Etsch zu reisen gebot, kraftlos sein sollen, und verzichten für sich und die geworbenen Reisegefährten auf alle weiteren Forderungen. Siegler: Ritter Hanns der Law- tenbek. G. am Samptztag vor u. Fr. Tag Nativitatis. (c. S.) Iladmar nerr zu Laber und seine Söhne Iladmar der ältere, Caspar und Hadmar der jüngere erklären, dass die in ihrer Herrschaft gelegene Kirche zu Prnitenprunn mit ihrer Einwilligung dem Kloster Pergen incorporirt worden sey, und überlassen diesem Kloster zur Haltung eines Vicars zu Praitenprunn den dritten Theil des kleinen Zehends, den sie bisher in der Pfarre Preitenprunn gehabt haben. Mitsiegler: Friedrich Bischof zu Eysteten. D. feria sexta ante Mathei. (c. 3 Sig.) Wernher Erzbischof zu Tryre, Reichserzkanzler, Ludewig Herzog in Beyern, und Friedrich Burggraf zu Nürnberg verkünden dem Rathe der Stdat Nürnberg, dass sie Sygmund König in Ungarn auf dem Churfürstentage zu Frankfurt zum römischen Könige erwählt haben. G. zu Frankfort am Meyne am Samstage St. Mattheus des h. Apostels und Evangelisten Abend, (c. 3 S.) Ulreich der Chalpfel von Schirling bekennt, dass er in der Stadt Regensburg Vanknüss komen war, weil er den erbern deutschen Herren, den Praitenstainer zu Sand Gilgen frävelich angeloffen und geschlagen. Siegler: Peter der Maller, Schulhaizz und Hanns auf Tunaw Probst zu Regensburg, G. an sand Haymeramstag. (c. 2 S.) Bischoff Johann von Würzburg und das Kapitel schreiben mit Rathe der Stadt und geistlichen und weltlichen Personen zur Bezahlung der städtischen Schulden zu Würzburg eine städtische Steüer auf 5 Jahre für Geistliche und Weltliche dahin aus, dass von jeder Metze Getreid, die, in den Mühlen der Stadt und deren Markung gemahlen, in Brodweise verzehrt wird, 12 Pfenninge oder ein alter turnos, und gleiches von den von auswärts beigebrachten Getreide bezahlt xverden, von jeden Eimer Weins ein böhmischer Groschen, von jedem verzapften Wein der 16. Pfenning, von jedem in der Markung der Stadt gebauten, und verkauften Wein der 20. Pfenning genommen werden solle. Der Bischoff ist von solcher Abgabe frei, Sämmtliche Einnahmen sollen in 7 Haufen getheilt werden, 77 1410 von den 3 das Stift, 3 die Stadt und 1 das Kapitel erhält, G. zu Würzburg, Dienstag nach S. Matheustage des h. Zwölfboten, 83. Sept. Bürgermeister, Rath und die Bürger der Stadt Würzburg bekennen dass ihnen der BiscliolT Johann mit Zustimmung des Capitels erlaubt habe, den 12, Pfenning in ihrer Gemeinde behufs der Bezahlung ihrer drückenden Schulden vorläufig auf 2 Jahre von S. Petri Cathedra an zu erheben, und so sich selbst zu besteuern. D. eod. d. 85., Sept. Bürgermeister, Rath und Bürger zu Arnstein, versprechen, anstatt des Bischoffs von Würzburg an den Ritter Frowin von Hutten, und dessen Sohn Hans 1520 fl, in den nächsten 10 Jahren zu zu zahlen, wogegen ihnen der Bischof! verheissen hat, sie 11 Jahre mit Steüern und Beete nicht zu belasten. G. Donerstag nach Mathei Apostoli. (c. 1 S.) Frowin vom Hutten, Ritter, und sein Sohn Hanns sagen den Bischoff Johanns zu Wirzpurg von allen ihren Ansprüchen wegen vergangner Dienste, Hülfe, Zehrung, Leistung und verkauften Sachen ledig und los ausgenommen 1520 fl. — welche sie auf der Bethe und Steuer zu Arnstein haben und die in zehn Jahr zu bezahlen sind. G. Donnerstag vor St. Michelstag. >? Ulreich der Püntzinger, Niclas Awr, Peter Potzenhauser, Hainreich Restaler und Hanns Rewn- dorffer, alle fünf Herrn Wilhalm des Saczzenhofär zum Fraunstain Diener bekennen dass der von Regensburg Söldner und Diener sie gefangen, aber freundlich ledig gelassen haben, da sie erweisten, wem sie angehörten. Mitsiegler: der erber veste Herr Hans der Leubolflnger zum Ilawczenslain. G. an sand Michelstag. (c. 2 S.) 39. Sept. Heinrich von Puchpergk bekennt, dass ihm die Landgrafen von Leuchtenberg Johann und Georg dessen Vetter für Bürgschaften und Zahlungen, welche er und sein Vetter Hans von Puchberg sei, für dieselben geleistet haben, mehrere Jahres-Gilten so wie auch einen Zehent und zwey Gütel zu Ertenberg wieder löslich binnen sechs Jahren verkauft haben. Mitsiegler: Sein Bruder Erhard und Heinrich der Prant zu Razinstorf, D. eod. d. Heinrich Marscalck zu Pappenheim verkauft an Vtz von Burck einen Weisat-Schilling und ein Fassnachthuhn aus des Zimmerhansen Gute daselbst, für frei eigen, ausgenommen 30 Pfenning, die daraus dem Heiligen zu Wisent zugehen, für 4 Gulden rheinisch, D. eod. d. Bischof Johann von Würzburg verschreibt mit Zustimmung des Domkapitels denen von Buchenau und von der Tann für die Stadt und das Amt Mellerstadt, die er von denselben eingelöst hat, die Stadt Meiningen, von deren Einkünften beider Forderungen gedeckt werden sollen, G. zu Würzburg eod. d. (c, 2 S.) 4 78 1410 Anna von Preysing, Heinrich Marschalks von Pappenheim seligen eheliche Wittwe, verkauft 39. Sept. an Vlrich den Schuster zu Burck für eine ungenannte Summe ein Gütlein daselbst mit Nutzen, liechten und Gewohnheiten. D. eod. d. 30. Sept. Graf Eherhart von Wertheim Domherr zu Bamberg erhält von Albrecht Bischof zu Bamberg fiir 900 fl. die er demselben gezahlt, zu Leibgedinge den jährlichen Zins von der Stadt zu Niederhoch- stätt zu 104 fl. und des Stiftes 3 Höfe zu Lonerstat, Ellersbach und Sterpfersdorf, mit Ausnahme des Sees zu Ellersbach. G. zu Bamberg am Dienstag nach S. Michelslag. Ce. 1 S') 1. Oct. Die Churfürsten Johanns zu Mentze, Friederich zu Cölne und des Königs zu Beheim und des Herzogs von Sachsen Machtboten notifiziren der Stadt Rotenburg an der Thüber die Wahl des Markgrafen Joist von Merern zum römischen König. D. Frankfurdie ipso die beati Remigii con- fessoriis M. CCC. decimo. » Vlrich Schuster zu Burck und Elspet seine eheliche Wirthin verkaufen an Abt Bertholt und den Convent des Klosters Haylsprunn ein frei, ledig eigen Gütlein zu Burck mit allen Nutzen und Gewohnheiten, welches sie von Anna von Preysingen erkauft hatten. Mitsiegler: Johannes Pfarrer zu Kungshouen, und Cuntz von Burck. G. am nächsten Mitwochen nach sant Michaelistag. 3. Oct. Raben, Bischof zu Speyer, Hans von Hirshorn, Johan Kämerer von Dahlburg, ITcrman von Rodenstein, Reinhard von Sikingen, Wipreelit von Ilelmstadt und Thurn Knebel, Ritter theilcn König Ruprechts Söhne ab: Herzog Ludwig soll als Pfalzgraf und Churfürst zum Voraus haben, was einem Pfalzgrafen und als bei der Pfalz zu bleiben verschrieben ist. Die übrigen Herrschaften, Lande und Leute werden in vier Theile abgetheilt: so dass Ludwig noch einen Theil in der Rheinpfalz; Johann das, was nach Abzug des Kur-Theiles in der Oberpfalz noch übrig blieb j Stephan Simern und Zwci- brüken nebst verschiedenen Herrschaften auf dem Hundsrücken und Westrich j Otto aber Mosbach und Lindenfels samt Zugehör erhält. G. Heidelberg Freitag nach Michaeli, pp Johannes episcopus herbipolensis magistros et studiosos universitatis herbipolensis neoconditac, libertatibus, universitatibus consuetis, exornat. D. feria quinta post diem S. Michahelis archangeli. (c, 2S.) 4, Oct. Fridrich Burggraf zu Nürenberg verleiht dem Hans Lydwaclier den Thurm zu Pleinfelt und alles was der selige Bechtaler daselbst zu Lehen gehabt hat, so dass der genannte Thurm ihm offen gehalten werden soll. G. am Samstag nach Michels Tag. 6 . Oct. Die Brüder Ludewig, Stephann und Otte Pfalzgrafen bei Rhein und Herzoge in Beyern verweisen die 6000 Gulden, welche ihr Oheim Burggraf Johanns zu Nuremberg ihnen und ihrem Bruder Herzog Johannsen wegen ihres mütterlichen Erbes schuldig ist, an gedachten ihren Bruder, Johannsen, nach der vom röm. Könige ihrem Vater sei. befohlenen Satzung und Entscheidung, G, Sontag nach sant Remigien tag. (c. 3 S.) * 79 1410 6. Oct. GÖrg Räm Bürger zu Auspurg bekennt, dass ihm Fridrich Burggraf Tumprobst, Ulrich Burggraf Tegan, und das Capitol des Tums in Auspurg ihr Portampt sammt Zugehörungen, welches von einem Keller des Tums in Auspurg zu Mannlehen geht, nach Laut des hierüber errichteten Kaufbriefes zu kaufen gegeben haben, und verpflichtet sich, als ein getreuer Portamptmann das Amt zu verdienen und die Port zu versorgen. Mitsiegler: Des obengenannten Räm Oliaim Peter der Bach, Bürger zu Auspurg. G. am Montag nach Francissen Tag. (c. Sig.) 13. Oct. Ludwig, Pfalzgraf bei Rine, Erztruchsess des heiligen Römischen Reiches und Herzog in Beyern, meldet seinem Pfleger zu der Hunspurge, Ulrich Kutzenhofer, dass er den Ritter Hans von Degenberge, seinen Vicedom in Amberg, Reinhard von Sickingen, seinen Vogt zu Heidelberg, und Emerich, seinen Schreiber, an seine Amtleute und Schlösser in Beyern abgesündt habe, um an seiner Statt ven denselben die Huldigung zu fodern und anzunehmen, und gebietet demselben, diesen seinen Abgesandten mit dem Schlosse Hunspurg Huldigung zu leisten. G. zu Heidelberg feria sccunda ante diem bcati Galli confessoris, (c. S.) 14. Oct. Ortlieb der Zenger vom Zangenstain bekennt dass ihn der Rat der Stat zu Regensburg zu einem Diener bestellt habe auf ein Jahr, mit einem Spiezz und mit zwain Schüezzen und mit vier guten Maydem. Mitsiegler: Lienhart der Tävrlinger. G, dez Eritagz vor sand Gallen Tag. (c. 2 S.) )5 Schuldbrief von Abt Egg und dem Gotteshaus zu Utenburen an Chunrat den Partner zu Augsburg über zwey und dreyssig rocher Linwat-Tuch, zu richten und zu geben an der Stadt geschworner Geschau auf den nächsten sant gerdrut tag. G. an dem afl'termentag vor sant Gallen tag. » Johannes episcopus herbipolensis incorporat primissariam in Langenzenn quondam fundatam ad preces illustris principis Friderici burggravii nurenbergensis, cujus erat ius patronatus eiusdem et quod monnsterio ac convcntui ibidem a se fundato ad augmentum alimentorum et proventuum pie contulerat, monasterio praedicto una cum Omnibus juribus et fructibus. D. Herbipoli quarta deciraa die mens. Octobris. (c. 2 S.) Ernst und Wilhelm Herzoge in Bayern geben den Bürgern des Markts Pfalfenhotfen eine Salzniederlage, wie andere Städte dieselbe haben. G. zu Pfallenhollen an sand Gallen tag. Dieselben bestätigen den Bürgern des Marktes Pfaffenhofen alle denselben von Kaiser Ludwig etc. ertheilten Rechte und Freiheiten. D. ib, et eod. d. 16. Oct. Vertrag zwischen den Herzogen in Beyern, Herzog Ludweig einer- und den Herzogen Ernst und Wilhalm, Gebrüdern, andererseits, wie solcher laut eines Spruchbriefes Fridrichs, Burggrafen zu Nüremberg, zu Stand gekommen: Die Herzoge Ernst uud Wilhalm sollen ihre Landgerichte Pfatfen- hoven, Landsperg und Weilhaim, Herzog Ludweig seine Gerichte Reichertzhoven, Liechtenberg, Bei- senperg, Nännhoven und Baybrunn behalten, letzterer den Aebten von Fürstenveld und Scheiren und 80 1410 18. Oct. 19. Oct. 81. Oct. 85. Oct. den Frauen vom Anger das denselben Abgenommene, soweit es noch nicht zurückgegeben sei, gänzlich erstatten, die Herzoge Ernst und Wilhalm aber statt der Feste Reichcrtzhoven von dem Herzog Ludweig die Lehenherrlichkeit über andere Güter, die mit demselben gleichen Werth haben, erhalten. Ferner sollen die von Letzterem allenfalls in Beschlag genommenen oder einkassirten Gilten von Klöstern, Städten und Dienern der Ersteren von demselben wieder ersetzt werden, und über gegenseitige Ansprüche der Diener von obigen Herzogen einerseits der obgenannte Burggraf, und andererseits Oswald Törringer, als Obmänner, entscheiden, der Burggraf auch über einige dem Herzog Ludweig zu Ilaidelberg bestätigte Geldfoderungen und über die Ausbesserung von Nännhoven und Iglin- gen den schiedsrichterlichen Ausspruch thun. D. cod. d. Ott von Milz Dechant und das Domkapitel zu Wiirzburg bekennen, dass ihnen Bischolf Johann von Wiirzburg zu den 30,000 fl. um die sie Kallstadt, Amt und Schloss von ihnen gekauft haben, neuerdings 1750 Gulden, welche sie für ihn an Richolff von Elma, dem eine solche Forderung wegen Brosselzheim zustand, bezahlt haben, darauf verschrieben hat. G. An sant lukastag. Johannes, Bischof zu Wiirzburg verheisst dem Hans Lewkirchen, seinem Kämmerer und Elsen dessen Ilausfra, früher Witwe des Fritz Kämmerer die Summe von 300 fl. — die er diesem für ein Darlehen und geleistete Dienste schuldig war, nachdem sie ihnen dafür das verschriebene Schloss Rottenburg zurückgegeben, nächsten St. Peterstag Cathedra zu bezahlen. Bürgen: üietreich vom Eglofstein, Kumund von Giech, Eberhart von Eberstein und Hans Punzendorffer. G. am Suntag nach sant Gallentage. Chunrat der Vorster zu Alling verzichtet in Folge erhaltener Vergütung auf alle Ansprüche an das Gotteshaus zu Priel von des Angrifs wegen auf Alling, den Herr Wilhelm der Parsperger und der Eglofstainer dem Landgrafen und [dem Niederlande zu Leide gethan haben. Sigler: der Richter zu Schönhofen, Hanns der Schönhofär. Johann Herzog in Bayern einerseits und Johann Burggraf zu Nuremberg anderseits übertragen die Entscheidung ihrer gegenseitigen Zusprüche mit Ausnahme der 1000 Mark Silbers worüber der genannte Herzog versiegelte Briefe hat, Albrechten zu Ilohenloch, Friedrich Schenken zu Limpurg und Hansen vom Degenberg, so dass dieselben zuvor gen Aurbach, Pegnitz und Beyerrewt reiten und Kundschaft erholen sollen. D. Nuremberg in die sanctorum undecim millium virginum. (c. 8 S.) Margareta von Burgow des seligen Stephan Rot Ehewirthin und ihre Sohne Cunrat der llot Tumlierr zu Augspurg und Stephan der Rot Bürger zu Ulm verkaufen alle ihre Leute und Güter zu Elchingen und zu Wysingen an den Abt Jose und den Convent zu Salmanswyler um 1730 Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Hans Striilin ulf dem llofe, Ilainrich Bessrer der ältere, Ulrich Huntfuss, Ott Rot vor den Barfüssern, Ulrich der Rot, und Cunrat Büterlin der jüngere Bürger zu Ulm. G. am Samstag vor Simons und Judas Tag. (c. 8 Sig.) 81 81 1410 28. Oct. Johanns Meinhart, Graf zu Görtz und zu Tyrol, ertheilt den Bürgern der Reichsstadt Augspurg Sicherheit und freies Geieile durch seine Lande, so dass selbe darin ungehindert Handel treiben und mit Sicherheit in die wälschen Länder ziehen können. G. zu Luentz an St. Symonis und Judo Tag dor heiligen Zwölfboten, (c. S.) i) Wenzlaw römischer König sendet an Bürgermeister, Rath und Burger der Städte Nuremberg, Windsheim und andere Städte in Franken ein Beglaubigungsschreiben auf den edlen Dytrich von der Weytenmühle, welcher mit ihnen wegen der Steuer, die sie ihm und dem heiligen Reiche auf sant Merl einstag zu geben pflichtig sind, zu verhandeln habe. G. zu Präge am sand Symon vnd Judastago. 29. Oct. Fridrieh, Bischof zu Eystet, und der Dechant und das Capitcl zu llerriden machen sich verbindlich, dass sie — nachdem Niclas von Kollenberg im Stifte zu Ilcrrieden eine Vicnrey gestiftet und Güter dazu gegeben hat, welche von dem Burggrafen Fridrieh zu Nürmberg zu Lehen gegangen — weil dieser auf die Lehenschaft verzichtet— hinfort ewiglich die erledigle Vicarey Jeglichem, welchen der Burggraf dahin fordern würde, verleihen. G. zu Eystet am Mitwochen vor Allerheiligen tag. 2. Nor. Ulrcich von Aufsess verkauft mit Willen seiner Wirthin Barbara und seiner Tochter Margaretha vom Berge, nach Vermittlung seines Schwagers Mathes von Maspach, seinen Antheil an der Veste Aufsess mit allen Zugchnrungen, an Fürst Johannsen Burggrafen zu Nüremberg um sechzehnhundert Gulden rhn. Wehrung. G. am Sonntage nach Allerheiligen-Tage. (c. 4 S.) 3. Nov. Johan, Pfalzgraf bey Rhein und Herzog in Bayern vergleicht sich mit Rath seiner Vettern, der Herzoge Ludwig und Heinrich, mit der Stadt Regensburg über die dortigen vom Reich ihm verpfändeten Juden dahin, dass diese in den nächsten fünfzehn Jahren, wenn die Pfandschaft so lange dauert, ihm jährlich zweyhundert Pfund Pfenning und der Stadt für ihre Schatzsteuer und Bürgerrecht jährlich sechzig Pfenning reichen sollen. G. dez nochsten Montags nach Aller Heiligen Tag. (c. S.) » Der Rath der Stfcdt Regensburg, welcher sich mit den Juden daselbst auf eine jährliche Schatzsteuer von sechzig Pfund Pfenning, abgesehen von der an Herzog Johann in Bayern als Pfandinhaber zu bezahlenden zweyhundert Pfund Judensteuer jährlich, verglichen hat, verspricht entgegen seinen Schutz und Schirm allen Juden in der Stadt. D. cod. d. 4. Nov. Jörg Bischof zu Passau verspricht bis Lichtmess über ein Jahr die Bezahlung der 251 Pfund und 5 Schilling Pfenning welche er Andree dem Swartzenstainer seinem Pfleger zu FUrstenegk wegen des Baues schuldig ist, den derselbe zu Fürstenegk gethan hat. Bürgen und Mitsiegler: Hainreich von Pucchperg, Hans Gciselperger Pfleger auf sand Jörgenperg, Niclas Zeller Stadtrichter, und Stetfan der Schrantz Mautter zu Passau. G. am Eritag nach aller Heiligen, (c. 4 Sig.) » Andre Swarzenstainer Pfleger zu Fürstenegk gelobt, die Summe welche ihm der Bischof Jörig zu Passau schuldig ist vor einem Jahre nach kommender Lichtmess nicht zu fodern, ausgenommen die 11 82 i 110 6. Nov. 9. Nov. 10. Nov. 11. Nov. 12. Nov. 13. Nov. 48 Pfund Wiener Pfenning, welche ihm hinsichtlich seiner Purkhut vom Richter zu Perlasräut von dor Steuer daselbst für dieses Jahr auszurichten sind. G. zu Fürstencgk eod. d. (c. Sig.) llainrich der Nothaft zu Wernberg, Viczdumb in nidern Beim und Mang der Smichcr, Pfarrer zu Straubing und Domherr zu Augspurg, entscheiden die zwischen Bischof Ewerhard zu Augspurg einerseits, dann Vlrich Brobst, Kamrcr zu Regensburg, Peter Müller Schulthaiss und Peter dem Grauer, Bürger daselbst, anderseits, wegen eines Hauses, gelegen zu Regensburg liinder sand Vlrichs Hofe, das vor Zeiten ein Marstal gewesen ist, obwaltenden Irrungen, dahin, dass genanntes Ilaus dem Bischöfe und seinem Bisthum gehören und Pc*er der Grauer dasselbe sein Lebenlang inneliaben solle, G. an sand Lienharcz tag. (c. 2 S.) Pfalzgraf Ludwig verleiht dem Priester Otten Sliekern unser Frauen Altar in der Frauen-Kapello zu Amberg, welche einst eine Judenschule war, und gibt ihm dazu das gegenüber liegende Eckhaus, worin vor Zeiten Symönd der Jude sass; und verspricht ihm und den nachfolgenden Ivapliinen jährlich 30 guter rheinischer Gulden auszuzahlen, bis obiger Altar dotiert und bestätigt wird, dass sich ein Kaplan davon erhalten möge. G. zu Heidelberg, auf den nächsten Sonntag nach Allerheiligen Tage. (c. S.) Derselbe erneut die Briefe seiner Vorfahren, laut deren die Veste Stalecke, über Bacherach gelegen, die Stadt ßacherach, Stege der Tal, und die dabei gelegene Veste Stalberg, und andere Städte und Schlösser der Pfalz; ferner die Stadt Amberg, die Veste Waldecke, die Stadt Kempnaten, und andere Städte und Schlösser Bayerns ewiglich bei der Pfalz bleiben sollen. G. zu Heidelberg, auf sant Martins, des hl. ßisehofl's, Abend, (c. S.J Herzog Heinrich von Bayern verkündet , dass da alle Streitigkeiten mit seinen Vettern Ernst und Wilhelm nun friedlich bcigelegt seyen bis auf eine, welche der Burggraf von Nürnberg mit Minne oder mit Recht beilegen solle, er sich mit genannten Fürsten auf die Dauer von 20 Jahren der Art verbündet habe, dass im Falle ihnen oder ihren Landen und Leuten Gewalt geschähe, er ihnen zu ihrem Rechte helfen wolle; hätten sie aber Sprüche an Andere, welche das Recht verweigerten, so gelobt er ihnen eine Hülfe von 300 Pferden; habe der Herzog Klage gegen sie anzubringen, so verheisst er einen Obmann aus ihren Ruthen zu nehmen etc. G. zu Burghausen an sannt Marteiustag. (lib. cop.) Heinz v. Schawmberg Knoth genannt, gelobt, seinen Theil an dem Schloss zu Ellern, den ihm Burggraf Johann von Nürnberg abgewonnen und wiedergeben hat, als desselben offen Haus zu halten gegen Jedermann ausgenommen Albrecht Bischof zu Bamberg. G, am Mitwochen nach Martini, (c. IS.) Johannes papa monasterium Alderspacense cum omnibus bonis et personis sub beati Petri pro- tectione suscipit et eidein monasterio omnes libertates et immunitates a Romanis pontificibus concessas 83 1410 14. Noy, ?> 18. Nov. SO. Nov. 34. Nov. 35. Nov. necnon libertatcs et exemptiones saecularium exactionum a regibus, principibus et aliis indultas con- flrmnt. 1). Bononiac idibus Novembris, pontilicalus eiusdera anno prirao. (c. sign, plumb.) Cunrat von Stöffeln ain vnuermanter fry vnd Ritter eignet dem Cnnrat Rot Chorhcrni zu Augs- purg und seinem Bruder Stephan Rot von Ulm 4 Güter zu Elchingen. G. am Fritag nach Martins Tag. (c. Sig.) Contzc Romung llammermeister verkauft an Hansen Sparneck P/leger zum Bchcimstein seinen ITaminer zu Obernlewbs, oberhalb Pegnitz mit aller Zugehör um 64 Gulden nurenberger Währung, gut an Gold und schwer an Gewicht, doch also, dass ihm der Wiederkauf nur für seine Person zwischen jetzt und nächster Mitrasten Vorbehalten wird. Siegler : Peter Gross und Fritz Osche. G. am nehsten Freitag nach sande Merteinstag dez heyligen Pischolfs. (c. 2 S.) Pfalzgraf Ludwig erneuert und bestätigt der Stadt Kemnath all ihre Rechte und Freiheiten. G. zu Heidelberg, auf den nächsten Dienstag vor Sanct Elisabethen Tag der heiligen Wittwey. Ludweig Herzog in Bayern bekennt hinsichtlich der 3000 Gulden welche er seinem Vater Herzog Stephan geliehen hat, um Veste und Markt Chufstain von dem Seiferstorlter zu lösen, dass er die ihm hicfiir auf Chufstain angewiesenen 300 Gulden jährlicher Gült dem Herzog Stephan jederzeit um 3000 Gulden zur Wiedcrlösung geben soll. G. zu Newnburg am Pfintztag vor Kathcrincn Tag. (c. 8.) Fridreich Awer zu Prennberchk, Vormund Hannsen des Saczenhofcrs, und Wilhalm der Saczen- hofer zum Fraunstain vermachen dem Gotteshau.se zu Schonntal 5J Pfd. reg. Pfg. jährlicher und ewiger Gült auf dem Hofe und Gute zu Ilainreichschirchen, für das Seelenheil Ulreich Saczcnhofers, und Mass und Dorothen der Saczenliolferin. G. an sand Katreyn Abend, (c. 1 S.) Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Beyern, versprechen dem vesten Ritter, Walther von Säkendorf, die ihm schuldigen 350 Reinischc Gulden auf den nächsten St. Michels Tag zurückzubezahlen. G. zu Müniehen eod. d. (c. 2 S.) Dieselben verpfänden Diebolt dem Lautenbecken für ein Darleihen von 1700 Gulden ungerisch ihre Feste und Pflege, und den Markt zu Mainberg, das Gericht und das Amt daselbst, mit allen Rechten und Nutzen, wie sie das alles selbst bisher besessen haben. G. zu München am Sand Katreintag. (c. 2 S.) Fridericus S. Aureatensis alias Eystetensis ccclesiae episcopus proinulgat, qualitcr Burchardus de Pleinfeld canonicus ccclesiae cathedralis eistetens, et praepositus novi Colegii spaltensis altare S. Marthae cum missis perpetuis in dicta ccclesia eathedrali fundavit et cum certis redditibus dotavit, Act. VII, kal t mens. Dec. 11 * 84 1410 27. Nov. 29. Nov. 4. Dec, 11, Dec. 12. Dec, 15. Dec. 16. Dec, 21. Dec. Die Gebrüder Ernst und Wilhelm, Herzoge in Beyrn, bestätigen dem Abt und Gotteshaus zu Münster den Brief, welchen dieselben über das Holz zu Aetenhoven von Markgraf Ludwig von Brandenburg haben. G zu München des nechsten Pfintztags nach sand Knthrein tag. (c. 2 S.) Egge Abt des Klosters Ottenburen und sein Convent, vereinigen sich mit Bischof Eberhart zu Ouspurg hinsichtlich der Vogtei über ihr Kloster dahin, dass das Kloster alle Vogtrecht und Steuern, die zu der Vogtei gehören, einnehmen und dem Bischof und seinem Stift jährlich 200 Pfd. Haller und 100 Malter Getreides reichen solle. G. an Sant Andress Aubend. (c. S.) Eberhardus, cpiscopus Augustensis, donationem ecclesiae parrochialis Schweningen, per mortem novissimi rectoris eiusdem vacantis, ab Udalrico Burggravij, decano ecclesiae Augustensis, ad capellam sancti Udalrici in monte extra muros oppidi Dilingen factam, conflrmat. D. II. nonas Decembris. Idem donationem ecclesiae parrochialis in Kicklingen cum lilia sua Kirstadt, vacantis ad praesens per liberam resignationem Vdalrici Alberti, ab Vdalrico Burggrauij, decano ecclesiae Augustensis, ad altare st/ncti Anthonij confessoris eximii in hospitali sancti’ Spiritus oppidi Dilingen, factam, conflrmat. D. II. nonas Decembris. (c. S.) Ulreich Verg Bürger zu Tekkendorf verkauft an den Herzog Johann in Bayern sein Haus und Garten in der Chramgassen zu Tekkendorf, wie er es vom Hans von Degenberg gekauft hat. Siegler: Uawg der Neytthard Kammrcr, und Caspar der Reikker Richter zu Tekkendorf. G. am Pfintztag nach Niklas Tag. Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern bekennen, dass ihnen ihr Vetter Herzog Johann 5000 Gulden geliehen hat, und weisen demselben diese Summe zu den bereits verschriebenen 10367 Gulden auf den Herrschaften und Schlössern Sulzpach, Rosenberg, Popperg und Swainckendorf an. G. zu München am Freitag vor Lucicn Tag. (c. Sig.) Herzog Johann von Bayern nimt den Probst Conrad zu Speinshart und sein Convent in Schutz und Schirm, und befiehlt den fürstlichen Amtleuten zu Awrbach und anderswo, gedachtes Kloster und seine arme Leute getreulich zu schützen. G, zu Sulzbach am Monntag nach sand Lucien tag. Hans Alwig Bürger zu Gemunde als gemeiner Mann und die Schiedleute Jörg von Hurnhaim genannt von Katzenstain, Chunrat von Wyssenstain, Ilerman Virabend von Gemunde und Diepolt Griiter von Bibrach entscheiden die Streitigkeiten zwischen der verwittweten Gräfin Anna zu Ilelfenstain und ihrem Sohne dem Grafen Johann wegen ihrer Leute und Güter zu Ahusen und Ilerbrechtingen einerseits, und der Stadt Ulm wegen ihrer Leute und Güter in den Herrschaften Albegg, Helfenstain und Blaubeuren andererseits. G. am Donrstag nach Lucyen Tag. (c. 3 Sig.) Die Gebrüder Chunrat und Lienhart die Neunchiricher verkaufen ihr Eigenthum und die Erb- 1 rechte, die sie auf der Uofmark zu Neunchirchen im Chammerer Gericht im Attergau von dem Kloster 85 1410 83. Dec. 27. Dec, 30. Dec, zu Aspach gehabt hatten, an den Abt Jacob und den Convent des Klosters zu Aspncb. Siegler: Ritter Engelhart der Gruber, Pfleger zu Chamerr, und Volkelilein der Perkchaimer. G. am St. Thamans Tag. Johanns Lnntgraf zum Leuchtemberg beurkundet für sich und seinen Bruder Lantgrafen Gorg, als dessen Vormünder, dass die Taidinger Thobia von Waldaw, Altinan Kemnater zu Leuzmanstein, Ortlieb Wolff Richter zu Murach, Gotz Muraher zu Gutenekk, Gilg Muralier zu Nappurg und Ruprecht Chastner Lantschreiber zu Newnburg seinen Streit mit Vlrichcn und Leupolden Lantgrafen zum Leuchtemberg seinen Vettern, also entschieden haben, dass alle von ihren Vorfahren ererbte Schlösser Vlriclien und Leupolden gehören, die Schlösser Swarczenburg, München und Rechts aber in 2 Theilo getheilt werden sollten. Mitsiegler: Thobias von Waldaw, Eberhard Engelshofcr, Pfleger zum Leuchtemberg, Niclas Griess Pfleger zum Pleistein, Ilabhard Ilertenberger genannt der Vnsungund Heinrich der Vischpek. G. am Ertag nach sand Thomans des heiligen zwelfboten tage. (c. 5 S.) Instrumentum appellationis Ludovici, Bavariac ducis, contra duces Heinricum, Ernestum, Stephanum aliosque. Acta sunt haec in civitate nrgentinensi, die Mercurii, quae fuit vicesima tertia mensis Decembris. Herzog Ludwig von Bayern bekennt angesehen der menschlichen Sterblichkeit ehe er nach Frankreich reiset, dass er seine land und leute befehle den Herren Herzog Johanns von Bayern, Herrn Bernhard Marggrafen zu Baden, den Herrn Grafen Eberhart von Wirttemberg, dem ältern und dem jungem, als seinen allerliebsten Freunden und vor allen seinem lieben Sohne, Herzog Ludwig als seinen Trägern und Pflegern, welchen alle seine Amtleute etc. auch im Falle seines Todes huldigen und gewärtig seyn sollen, bis sein Sohn Ludwig zu seinen Tagen kommen ist. G. Strasburg, an St. Johanns Evang. Tag. (lib. cop.) Johanns Herzog in Beyern verpflichtet sich, den Hans Degenberger zum Degenberg welchen er Conrad und Eberhard den Nuspergern zu Kalbenbergk wegen einer Schuld von 1000 Pfd. Pfenning als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G, am Erihtag vor dem Ebenweichtag. (c. Sig.) 1411 3. Jan. 7. Jan. 9. Jan. 14 11 . | Haubt Marschalck zu Bappcnheim schwört, nachdem er zu dem Amt der Stadt zu Weissen- I bürg gekommen ist, alle Gesetze und Freiheiten aufrecht zu erhalten, und zu beobachten, G. ain ! ncchsten Samstag nach dem Jars tag den man nennet Circumcisio domini. Johanns, Probst und Erzpriester des Gotteshauses zu Paumburg, Hainreich, Dochant, und der Convent, welche von dem Edlen Vesten, Herrn Osswald dem Törringiir zum Stain, Hauptmann zu Salzburg, 600 gute goldene Dukaten und neue Ungar zur Einlösung versetzter Güter empfangen, versprechen dafür in seiner Capelle zu Paumburg eine ewige tägliche Messe und dazu ein ewiges Liebt, sowie an jeder Quatember des Jahres einen Jahrtag mit Vigil, Seelenamt, 2 Messen und dem Placebo auf dem Grabe für denselben zu halten. G. am Mittwoch nach dem Ebenweichtag. Ernst und Wilhalm, Herzoge in Beyrn, eröffnen allen ihren Amtleuten, Vicedoinen, Pflegern, Richtern u. s. w., dass sie dem Abt zu Piiuren alle Jahre 6 Rosse, 6 Stunden in dem Jahr, ohne alle Irrung, aber unbeschadet ihres Zolles und auf Widerruf, zu Tiiltz übergehen lassen, und selbe sich hierin nach ihrem Wollen zu richten haben. G, zu Miiniehen am nächsten Mittwoch nach dem Obersten, (c. 2 S.) Ulrich Edelman, Pffeger zu Werd, welchem Ernst von Bayern und dessen Gemahlinn Elisabet die Veste Werd empfohlen haben, verspricht ihnen mit derselben zu ihrem Geschäfte zu warten. D. eod, die. Berenhnrt der Winchler, Richter zu Inchofen, zu Gericht sitzend zu Nandelsfat, spricht Nikklnsen den Appfentaler aller Entschädigung los gegen Erentrawt die Sanaczellerinn, wegen ihrer Ansprache von 215 Gulden auf die Hinterlassenschaft ihres Schwagers Stephan des Muschelrycdcrs, welche Geldsumme Nikklas der Appfentaler von Andre dem Sanaczeller gelöst, hat. Des Rechtem 87 tiii 17. Jan. » n 18. Jan, 19, Jan. 21, Jan, Vorsprechen sind gewesen: Hainreich von Tann und Hainrich von SiehendariT. Au der Schrannen sind gesessen: Stephan der Korbech, Hainroich Lawbstarffer, Hartman Awer etc. G. dez Mantags an sant Julianstag. (c. S.) Herzog Stephan von Bayern bekennt, dass er nach stattgehabter Abrechnung, dem vesten Bitter Ortolf dem Grossen noch 1704 Gulden ungarisch schulde, und verspricht diese Schuld in bestimmten Fristen abzutragen. G. Wasserburg ain St. Anthonitng. Johann Herzog in Bayern, welcher seinen Vettern den Herzogen Ernst und Wilhalin 5000 Gulden auf ihre Herrschaften und Schlösser Sulzbach, Bosenberg, Popperg und Swcngkendorf geliehen, und auf ihre Bitte Balthasar dem Murher und Stephan dem Berchtolzhover 463 Gulden bezahlt hat, gelobt, dass er seinen Vettern die genannten Herrschaften und Schlösser nach Laut der hierüber bestehenden Briefe zu lösen geben wolle. G. zu Sulzbach an Anthonicn Tag. Ludweig Pötschner der Jünger, Burger zu München gibt Herrn Leupolten dem Gumprecht, Burger zu Regensburg seine Tochter Annen zu rechter Ee, und verspricht zu Ueuratgut sechshundert ungriscli Guidein und erborge Verligung, welche Leupolt Gumprecht mit tausend ungrisch Gulden zu widerlegen gelobt. Bürgen und Mitsiegler: sein Vater Ludweig der eltcr Pötschner, und sein Vetter Hainrich der Part. G. an sand Anthony tag. Stephan, Herzog in Bayern verleiht Peter dem Schönsteter und dessen Hausfrau Elspet der Smieheriu 1000 Gulden, wofür er das halbe Gericht zu Rain von denselben gelöst hat, auf seiner Gült zu Kufstain und auf dem Ebser-Amt. G. zu Wasserburg am Suntag nach Anthonii. (c. Sig.) Derselbe verschreibt Eglolf dem Püehlär zu Teysingen die ihm schuldigen 600 Gulden auf der Herbst- und Mai-Steuer zu Kufstain und Kitzbühel. G. zu Wasserburg am Montag vor Sebastians Tag. (c. Sig.) Sigmund, römischer König, sendet nach seiner Erwählung zum römischen König, die nächst zu Frankefurt geschehen, seinen lieben getreuen Johannes Kirchen, des Ilochgcbornen Ludwig, Pfaltz- grauen by Rin und Ilertzogcn in Beyern Rath und Diener, an die Bürgermeister, Rälhc und Burger j der Stadt Nürnberg ab, lässt ihnen wissen, wie er sich ernstlich dazu schicke, der heiligen Kirche : und des heiligen Römischen Reichs Sachen in gute und redliche Ordenung zu bringen, nachdem er sich allein darumb, nicht seines Nutzes willen, in der Wahrheit, die Gott selb ist, des heiligen Römischen Reichs unterwunden, begehrt hingegen, dass sie ihm getreulich warten und byständig seyen, ohne an etlicher anderer Wort oder Schrift sich zu kehren, und eröirnet ihnen, dass er, damit sie eino gelegen Zuflucht bis an seine Zukunft haben mögen, dem ehrwürdigen Wernher, Bischof zu Trier, seinem lieben Neven, dem Hochgeborn Ludwig Pfaltzgrauen by Rin und Ilertzogcn in Bayern, seinem lieben Oheim, und Kurfürsten Johannsen und Fridrichen Burggraucn zu Nürnberg, seinen lieben i Oheimen, auch Eberharten, Grauen zu Wirtemberg, seinem lieben Swager, zugeschrieben und aufge- 88 1411 tragen habe, die Strassen zu schirmen, und ihnen und des Richs Steten und Unterthanen in Allem beholfen zu seyn, wie ihnen das und andere seine Meinung der Entwerter dieses Briefs, Johannes Kirchner, dem sie gänzlichen glauben mögen, eigentlicher und völliger sagen werde. G. zu Ofen, am sant Agnete tage. 95. Jan. Chunrat der Sturlik zu Tumstaulf bekennt, dass ihm der Rath zu Regenspurg dessen Täfern za Tumstauff sarnint Stadel und Hofstatt, welche Lehen ist von Jobst dem Zenger ; ferner einen Krautgarten, gelegen vor der Brücke daselbst, vom nächsten Michclstage an auf 3 Jahre gelassen habe, wofür er demselben dessen Wein verschenken soll, sozwar, dass ihm von jedem Eimer 4 Kopf bleiben, und für seine Mühe jährlich 4 Pfd. reg. Pfg., ein Fuder Heues und ein Fuder Holz geliefert werden. Siegler: Dietreich der Tawrlinger, z. Z. Pfleger zu Tumstauff. G. an sand Pauls Tag, all er bekehrt ward. (c. S.) 28. Jan. Herman Scheffer von Kropfsrewt und seine ehliche Hausfrau versprechen dem Abte Georien und dessen Gotteshause zu Castel, ihr Erbrecht zu Kropfsrewt auf des genannten Gotteshauses eignen Gütern in Jahresfrist mit einem tüchtigen Manne zu besetzen, oder auch an Jemand zu verkaufen, welcher dem Abte wohl gefällt; wo nicht, so ist ihr Erbrecht dem Gotteshause ledig und los. Siegler: Hainreich der Pöllinger, z. Z. Richter zu Pfaffenhofen. G, des nächsten Mitwochs vor Liehtmess. (c. S.) 29. Jan. Wilhaliu der Torringer zu Jetenbach bekennt, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayern an deren Handfeste, welche auf 1000 Gulden neuer ungerischer lautet, 500 Gld. auch neuer ungerischer zu rechter Zeit bezahlt haben. G. am Pflncztag vor u. 1. Fr. Tag zu Liechtmissen. (c. S.) 30. Jan. Herzog Johann in Bayern quittirt über erhaltene fünfhundert Pfund Pfenning an einein Guthaben von der Stadt Regensburg zu tausend Pfund Pfenning. G. Freitag vor vnss Frawn Liecht- messtng. 2. Febr. Chunrat Kamerawer zu Viehawsen und seine Hausfrau bekennen, dass ihnen die Herzoge Ernst und Wilhalm von Beyern aile Geldschuld, welche sie und deren Väter säl., Herzog Johanns, ihnen schuldig waren, bis auf den heutigen Tag richtig bezahlt haben; dass sie namentlich einen Brief, lautend auf 100 ungerische Guidein, und mit ihres Vaters Insigel versehen, von ihnen gelöst, auch deren Antheil von einem andern Briefe, lautend auf 800 ungr. Guidein, und mit der Herzoge Johanni und Stephan Insigeln versehen, gänzlich bezahlt haben. Sie erklären desshalb alle wider den gegenwärtigen lautenden Briefe für kraftlos, ausgenommen die über Viehawsen und andre Pfandschaft. G. an u. Fr. Tag zu Liechtmess. (c. S.J 6. Febr. Kathrei die Altmanin zu Mitich und Agnes, ihre Tochter, vermachen ihrem Sohn und Bruder, Chunrad dem Altman , ihren Erbtheil auf dem Gut zu Mitich hinter der Kirche, damit er Priester werden könne; würde er aber innerhalb der nächsten 6 Jahre nicht Priester, so soll ihnen obiger 89 1411 Erbtheil wieder Zufällen. Siegler: Hanns der Treüinger und Rüger der Tobclhaimcr. G. nra St. Ayten Tag der heiligen Jungfrau, (c. 2 S.) 7. Febr. Barthlome, Abt des Gotteshauses zu Weissenach, und der Convent daselbst, verkaufen Herd egen dem Valtzner, Bürger zu Xiiremberg, ihr Dorf Liigling mit aller seiner Herrschaft und Zugchörung um 300 reinisehe Gulden zu einem rechten heibgeding auf zwei Leib, nach deren Ableben das Dorf an obiges Kloster wieder zurückfallen soll. G. am sambstag nach Dorathcc der heilligen Junckfrawen. 8. Febr. Lüdweig Schenck aus der Awe, Ritter, und Vrssel, seine ehliche Wirthin, verkaufen das von ihrem Schwäher und Vater, Ruger Morspeek sei., auf sic gekommene Gut zu dem Wintershof an ihren Schwager und Oheim, Vlrich den Eckmanshofcr, Vogt zu Landeck, und Sophie, dessen ehliche Wirthin. Mitsiegler: Kratl't und Caspar die Morspecken. G. am neehsten Süntag nach vnser lieben frawen tag lichtmez. (c. 4 S.) 14. Febr. Ilaubt zu Pappenheim, des hl, R. Marschalk, bekennt, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhelm von Beyrn zufolge der zwischen dem Burggrafen Fridrich zu Nürenberg, dem Grafen Ludwig zu Oeling und ihnen zu Eystct geschehenen Verhandlungen für das Niderlcgcn und Beschädigen, welches ihm von den Herzogen und deren Leuten widerfuhr, 150 Gulden richtig bezahlt haben. D. in die s. Valentini. (c, S.) 15. Febr. Eberhart von Tottenheim der jüngere und sein Knecht Cuntz Syber bekennen dass sie mit dem Bischof Friedrich zu Eysteten hinsichtlich ihrer Kriege und Spcne gänzlich vereinigt seyen, so dass alle Gefangene losgegeben und alle Schatzungen gänzlich ab seyn sollen. Mitsieglcr: Adel von Tottenheim, Eberhart von Tottenheim sein Bruder, Wilhelm von Tottenheim, Ileintz Knebel, Ulrich von Rosenberg, Reinhart von llartheim, und Hans Düring. G. am Suntag vor Peters Tag Kathedra. (c. 7 S.) 20, Febr. Fridreich, Herzog zu Oesterreich, schliesst mit Ilainreich, Herzog in Bayrn, folgenden Bund auf die nächsten 10 Jahre: Die Unterthanen beider Herren sollen in deren Ländern frei und sicher Handel und Wandel treiben dürfen, und allenfallsige Klagen in dem Lande desjenigen Herrn, zu dem der Beklagte gehört, entweder gütlich oder durch je zwei von jeder Parthei zu wählende Schiedsrichter und durch einen Obmann aus des Beklagten Land entschieden werden; Klagen, die Grund und Boden betreffen, müssen aber in den Gerichten erledigt werden, wohin selbe gehören; würde Herzog Ilainreich mit Herzog Stephann von Bayrn oder dessen Sohn Ludweig in einen Krieg verwickelt, so soll ihm Herzog Fridreich, wenn er von ihm um Hilfe angegangen würde, in 14 Tagen wissen lassen, ob er ihm solche leisten wolle oder nicht, und im erstem Falle 50 Spiesse wohlbewaffneten Volkes nach den ersten 4 Wochen zu Hilfe schicken, diese aber innerhalb der Gcbiethe der Herzoge Stephann und Ludweig verwendet werden. Geschähe es dagegen, dass Herzog Hainreich von eben denselben Herzogen im eignen Land angefallen würde, so sollen obige 50 Spiesse noch mit 150 Spiessen, wenn sie anders verlangt würden, vermehrt werden, diese aber nur dienen, alslang die Gefahr und der Angriff dauert. Den Herzogen Stephann und Ludweig soll Herzog Frid- 12 90 Uli reich in keinem Falle Hilfe leisten, und dieser sowohl als Herzog Ilainrcich, falls sie sich gegenseitig gegen Herzog Stephann und Ludweig beigestanden, mit diesen ohne gemeinschaftliches Uebercin- kommen keinen Frieden schlicssen. Zu besserer Sicherheit wechseln sie diesen Vertrag gegenseitig aus. G. zu Aerdingen am Freitag vor St. Peters Tag ad Kathedram. (c. S.) 22, Febr. Leb Tennzerr verspricht, das ihm anbcfohlne Schloss Pezenstein dem Bischof Albrechtund dem Stift zu Bamberg, so oft cs nöthig ist, zu öffnen. G. am Suntag vor sand mathes Tag. 25. Fcbr. Kunigund Landgriifin zum Leuthemberg geborne von Schawnberg verpflichtet sich, von der Fischweide zu Gerkwcis welche ihr der Bischof Jörg zu Passau auf ihre Lebenszeit verliehen hat, den gewöhnlichen Dienst zu entrichten. G. zu Passau an dem Aschtag. (c. Sig.) 27. Febr., Hans der Wildeckkcr verkauft seinen See und seine Habe zu Wessling im Wcilhaimer Gericht an den Bitter Swcigker von Gundolflng den altern um 96 Gulden. Mitsicgler: Cosmas der Frässhauscr Swcher des Hans Wildeckkcr. G. am Frcytng vor dem weissen Suntag. (c. Sig.) 28. Febr. Johannes cpiscopus Hcrbipnlensis deprecantibus consulihus et opidanis opidi Rotenburg aedifl- calionem et dotationem capcllae ibidem ex nntiqua synagoga in basilicam translatae et a Petro Krcg- linger piae memoriae opidano Rolcnburgensi, decenti habitatione et ccrtis reditibus pro saccrdotc in ipsa cnpella deo famulanti dotatae, adhibilo eonsensu Conradi de Eglnffstcin magistri superioris Ala- maniac et Italiae, I.udovici comitis de Wertheim provineiae commendatoris ordinis Theutonici afque plebani in Rotenburg ejusdem ordinis, tali cum eondilione contlrmat, ut jus nominandi sacerdotem in ista cnpella instilucndum ad heredes Petri Kreglinger, jus praesenlandi vero ad plebanum ecclesiae parochialis debeat pertinere, institutus quoque plebano debitam praestet obcdientiain et offertoria oblata tradat. D, llcrbipoli penultimo die Februarii. 4. Marx Stephan und Ludweig Herzoge in Bayern einestheil*, dann die Hauptlente und die ganze Gesellschaft S. J irgen Schildes anderseits erklären mit Beziehung auf das von ihnen bereits errichtete Schutzbündnis.*, dass in demselben auch der römische König ausgenommen seyn soll Siegler: Seitn Marschalk von Oberndorf Vitztum und Beringer Häl Pfleger zu Laugingen, anstatt der obengenannten Herzoge, dann Ritter Marquard von Schellenberg von Kiselcgk und Wolf vom Stain von Klingenstain, anstatt der Gesellschaft S. Jörgen Schildes. G. am Mitlichcn nach invocavit. (c. 4 S g.) 8. März Johanns, Pfalzgraf bei Rein und Herzog in Beyern , nimmt den Abt Conrad zu Waltsachsscn und den Convent und das Gotteshaus daselbst in seinen Schutz und Schirm. G. zu Sultzbnch als man singet in der heiligen kirchen in der vasten Ileminiscerc. (c. S.) Herzog Friedrich von Oesterreich bestätiget die von seinem Vater, Herzog Leupolt, geschehene Anweisung von jährlich zwölf Fuder Salz aus dem herzogl chen Pfanliaus zum Kloster Elal für einen ewigen Jahrtag. G. zu insprugg eod. d. (c. S.) 91 lüi 8. Marz 10. Mär/. 12. März 14. März 19. März 21. März 23. März i Fridrich, Herzog zu Dechk, bekennt, dass ihm Chunrnt Wcichser, Zöllner zu Landsperg, aus Auftrag seiner gnädigen Herrschaft an den schuldigen 200 Gulden ISO guter, neuer, ungrischer Gulden für die Kotemper zu Weichnächten und in der Vasten; ferner an seiner Burghut 50 Pfd. müncher Pfenning auch für die vergangenen 2 Kotempern schön bezahlt habe. D. cod. d. (c. S.) Bischof Eberhart zu Augspurg erlaubt dem Abt Eggen zu Vttenburcn, alle Vogtrecht und Steuern, die zu der Vogtei gehören, einzunehmen, wofür das Kloster jährlich 200 Pfd. Haller und 100 Malter Korn zu entrichten habe. G. am nechsten Alftermentag nach dem Suntag in der vasten als man singt in der heiligen Kirchen Reminiscere. Abt Nielaus und der ganze Convent zu Ochsenhusen geben mit Einstimmuug ihres Kasten- Vogtes, Ritter Hainrichs von Elrbach, den man nennt den Langen von Elrbach, dem Herzoge Uolrich zu Tegg als dermaligem Inhaber des Berges und der Veste Mindelberg die Vogtei an dem Gute, genannt das Sunderhollz, welches sie seither von Swigger dem Alten von Mindelberg säl., und dessen noch lebendem Sohne Swigger von Mindelberg laut der Briefe in Pfandschaftsweisc innehnltcn, mit Holz, Feld und aller Zugehörung auf, und empfangen dafür von obigem Herzoge 40 Pfd. guter und gäber Heller. G. an sant Gregorien Tag, des hl. Babsts, in der Vasten. Ritter Egellin von Schellenberg bekennt, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bairn für seine Schäden, die er an der Niderlegung zu Ucslcrsbacli nahm, indem er von deren Dienern niedergelcgt ward, 60 Gülden bezahlt haben; dass ihm diese Summe von dem Burggrafen Fridrich zu Nürenberg und dem Grafen Ludwigen von Oetingen, zu welchen er mit einem Hintergange kam, ausgesprochen worden sei, und dass dabei Dielhrich der Hofer, Ritter, Vcyt der Aheymer, Vitzlhuom; und Wilhalm Mcchselrayner, Rath der genannten Herzoge von Bayern, seine Bürgen waren. G. in der Vasten, an dem Samztage vor Oculi. (c. S.) Fridreich Rwtter, Michel Solbeck, Fricz Prant, Ilaincz Hagen von Zell, Scicz Prcnner von Oettingen und Elbel Pflug, Gefangene der Herzoge Ernst und Wilhalm werden auf Verwendung des Herzogs Stephan ihrer Haft entlassen und geloben eidlich bis auf den nächsten Pfingstlag sich im Gefängnisse wieder zu stellen, wenn sie bis auf diese Zeit nicht richtig würden mit ihren gnädigen Herrn den Herzogen. Siegler: Fridreich der Rwtter und Ludwig Pieneznnwer. Siegclzeugen : Wil- haira Mächselrainer, Wilhalm Ahamer der jüngere und Vlreich Pusch. G, dez Pfincztagz vor Mituasten. (c. Sig. impr.) Peter der Schönsteter und Elspet seine Hausfrau bekennen, dass ihnen der Herzog Stephan die Veste Gcyerekg am Inn in Oberbayern sammt dem dabey gelegenen Gute zu Perch zu eigen gegeben hat mit dem Geding dass diese Veste des genannten Herzogs offenes Haus seyn soll. G. au Benedikten Tag. (c. Sig.) Ilainrich Judman Chorherr zu Freising und seine Brüder Gebhnrt, Peter und Wilhalm bestätigen die ewige Messe in Unser Frnuen-Pfarre zu Berg in dem Gäu, welche ihr seliger Vater Ulrich Jud- 12 * 92 1411 *4. Mürz 25. März » 27. März 30. März 3. April 19. April man zu Obern Arrenbach gestiftet, und hiezu den Riethof zwischen Schilfperg und Sattelberg;, ein Haus und Hofstatt zu Berg und 7 Tagwerk Wismads in dem Scharren zu Obern Arrenbach vermacht hat. G. am Montag nach Letare. Eberhardus, episcopus augustensis, fundationem missae perpetuae in ecclesia parocliiali in Berg in Rure, augustensis dioeesis et dccanatus Phalfenhoven, faclam per Ulricum Judman in Obern-Aerren- bach ejusque uxorem Sigunam, et per Annam, relictam Arnoldi de Camer senioris, petentibus Hainrico Judman, canonico Frysing, Gebhardo, Petro et Wilhelmo Judinau, armigeris et fratribus, dicti Ulrici Judman flliis, approbat. D. et a. Auguste, ix. kal. Apprilis. (c. S.) Margret die Gumpenpergarin bekennt, dass ihr Veyt der Ahaimär des Herzogs Ernst Vitztumb in obern Bairn, 400 Guidein ungerisch wegen ihrer Brüder Portzivol und Tristan der Zengar zu Swarzzcnckk. zu rechter Zeit bezahlt habe. Siegler: Ilainreich der GumpenpergÄr, ihr Mann. Zeugen.' Hanns Chünigsveldär und Albreeht Chapfelbergär. G. an unser Frauen Tag in der Vasten, (c. S.) Dieselbe bekennt, dass ihr Albreeht der Tiirndel, ihrer gnädigen Frau, der Ilerzog-Ernstynn, Ilofmaister in obern Bairn, ihrer Brüder Porczivol und Tristan der Zengär zu Swarczzenekk wegen 200 Guidein ungerischer zu rechter Zeit bezahlt habe. D. eod. d Peter Achdortfer zum Höllenstein und Peter AchdorfTer, sein Sohn, verkaufen Joliannsen Abt zu Nidernaltach, und dem Convent daselbst ihren Hof und Sitz zu Stadel sammt der Mühle und zwei Garben Zehent, ihre zwei Höfe Obernried und ihr Drittel zu Tramansried um 102 Pfund Regcns- purger Pfenninge. Mitsiegler: seine Brüder Hanns der Achdortfer zu Mulhawsen und Conrad der Ach- dorffer zu Gänkofen, sein Eidam, Ruprecht der Donersteiner; die Ritter, Herr Ilainrich der Nothafft zu Wernberg, Vizedom in Nidern Beim, Hanns vom Degenberg, Vizedom zu Amberg, und Stephan der Degenberger zu Altennusperg, Pfleger in dem Viechtrcich. Zeugen und Taidinger: Ilanns Fräs zu March, Jacob Zeller zu Gemansperg, Ilanns Pfaler, Pfleger zum Weissenstein und Vlrich der Rum. G. an Freitag uor dem Suntag So man singet Judica in der vasten, (c. 7 S.) Ludwig Herzog in Beyern verpflichtet sich, Hansen vom Degenberge Vitztum zu Amberg, den Hartung vom Eglofstein Amtmann zu Waldecke und den Altman Kemnater, welche er dem Gawin Freudenberger wegen einer Schuld von 600 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. D. Heidelberg sccunda feria post dominicam Judica. Wilhalm, Herzog in Bayern, weist seinem Diener, Ilanns dem Sentlinger zu Sulfzenmos, die ihm schuldigen 60 neue Ungerische Gulden auf seinem Viehzoll zu Mittenwald an. G. zu München am Freitag vor dem Palmtag. (c. S.) Stephan Herzog in Bayern verschreibt Lucas dem Frawnberger von Frawnherg für eine Schuld von 300 Gulden sein Gericht, Haus und Veste zu Wasserburg so wie auch jährlich 22 Pfund Pfenning auf dem Gotteshaus zu Aitel. G. zu Wasserburg am Suntag vor Gorgen Tag. (c. Sig.) 93 1411 29. April 29. April » 1. Mai 4 . Mai 9. Mai il. Mai 12. Mai Jorg Bischof von Passaw, dem sein Kapitel erlaubt hat den Zehent zu Stain, zu Krcmbs, zu RadendortT, zu Strctzning und zu Gcrerslorff, das Zehenthaus zu Stain und die zwei Weingärten, genannt der Griesperg und die Widern fiir eine Schuld von siebentausend hundert und fünfundachtzig Gulden an die Gebrüder Kaspar und Gundaker die Starhenberger zu versetzen, weist dem genannten Kapitel diese Summe auf seiner Maut zu Passaw an. G. ze Passau an Eritag nach sand Jorgentag. Beatrix die Iglinn, Klosterfrau zu Geysenvelt bekennt dass ihr die Stadt Regensburg fünf Schilling zehen Pfcning Rcgensb. Münz jährlicher Gült, die sic von den Fürsten ze Payrcn aus den Fleischpenken zu Regensburg hat, bezahlt habe. Sieglerin: Margret Abtessin zu Geysenvelt. D. eod. d. Andres Piintzinger zum Rossstein sagt die Stadt Regensburg aller Voderungen und Zusprüche los, die er an selbe der Schäden wegen gemacht hatte, welche er genommen, als sic vor dem Rossstein brannte. 1). eod. d. £c. S.) Wilhelm von Bibrarn, Comenthur des deutschen Haus zu sand Gilgen zu Regensburg und dio Brüder daselben quittiren den Rat der Stadt Regensburg um hundert acht Pfund Rcgensb. Pfening, die sie iärlich aus der Stadt Karner haben. G. an sand Walpurgen tag, Johann Herzog in Beyern trifft zwischen dem Herzog Heinrich und den Gebrüdern Jobst und Jörg von Abensberg folgende Uebereinkunft: Alle Feindschaft zwischen dem Herzog Heinrich und den Gebrüdern von Abcnsperg, welche des genannten Herzogs Diener Ulrich Busch gefangen hatten, soll gänzlich aufhören; Ulrich Busch soll der Eigenschaft darum ihn die Gebrüder von Abcnsperg in Anspruch genommen und gefangen haben, gänzlich ledig seyn, und eben so sollen auch die Bürgen ledig seyn, welche sich den Abenspergern für genannten Busch um 4000 Gulden verbürgt haben; letzterem soll wegen des Verlustes, den er in der Veste Alten-Eglofsheim erlitten hat, keine Foderung zustehen, und derselbe soll auch den Gebrüdern von Abensperg die 800 Gnlden welche sie ihm schuldig sind, noch ein Jahr ohne Anfoderung belassen. G. zu Regenspurg am Montag nach Walpurgen Tag. (c. Sig.) Stephan Herzog in Bayrn verspricht dem Ritter Hans von Hausen gesessen zu Constein jene 500 Gulden, welche derselbe fiir ihn Dietrichen von Iläehssenacker bezahlt hat, bis kommenden Licht- messtag zu entrichten. G. am Sampstag nach des h. Creutz Tag als es funden ward. (c. Sig.) Heinrich Herzog in Bayern ertheilt dem Domprobst und dem Domcapitel zu Freysingen dio Weisung, die ihm jährlich am Jörgen Tage von wegen der Vogtey zu entrichtende Gült, seinem Kästner zu Landshut Michel dem Schönnperger einzuantworten. G. zu Landshut am Montag nach Cantate, (c. Sig.) Heinreich, Pfalzgraf zu Kernden, ertheilt den Bürgern der Stadt Augspurg freies Geleit und Sicherheit in seinen Landen, so dass selbe ungehindert Handel treiben und in die wälsehen Länder ziehen mögen. G. zu Lüntz an St. Pangretzen Tag. (c. S.) 94 lJlt 14. Mai 17. Mai 20. Mai 22. Mai 25. Mai Walllier von Iviingsegg gibt der Aebfissin des Gotteshauses zu Lindow die Güter, Zinsen, Zehenten und Weingärten zu Rikenbach und Wannental, welche er seither mit Ilainrich von Schellenberg gemeinsam hatte, auf, indem sie demselben ganz, zufielen, und bittet sie hiemit, obige Güter dem genannten Schellenherg zu leihen. G. am nächsten Dornstag nach Gordiany und Epymachy, (c. S.) Wilhalm von Leonrode Techant auf dem Tum zu Eystet erkennt, dass der Bischof Friedrich zu Eystet der Ansprüche ledig seyn soll, welche Rüdiger der Dietenhofer auf eine zum Marschalkamte gehörige Burghut zu Arberg und wegen Verpflegung seiner Knechte an den genannten Bischof gemacht hat. G. des Sontags vor unsers Herrn Auffart Tag. (c. Sig.) i Stephan Herzog in Bayern verschreibt Dcrman dem Pechtaller zu Pechtall für eine Schuld von 680 Gulden das Ungelt von Ingolstat. G. am Mitwochen vor Urbans Tag. (c. Sig.) Alheydis priorissa et Katharina subpriorissa monasterii sanctae Katharinae in opido Nürmberg totusrjue conventus, contra processum monitorium et poenalern protestantur, quem Albertus episcopus Bainliergensis subsidii causa praetensi pro ambasiata ad sedem apostolicam destinata in ipsas vertero praesumserit, licet ipsae et monasterium suum sedi apostolicae immediate existant subjectae et per privilegia pontificum ab- ordinariorum jurisdictione et potestate et a quibusvis collectis vel subsidiis liberatae sint et exemtae, instrumento hujus protestationis appellationem quoque inserunt ad sedem apostolicam interpositnm. Testes: Fridericus Nocatii et llartmannus Wernheri presbyteri vicarii *eu nllaristae in monasterio S. Catharinae. A. in ambitu ejusdem monasterii die viccsima secunda inensis Maii. Johannes papa XXIH. abbati monasterii in Isnina Constantiensis diocesis mandat, ordinäre, ut in capella S. Leonardi prope monasterium in Campidona in qua Fridericus abbas monasterii in Campi- dona sepulturam suam elcgit, postquam fundafa et consecrata erit, duae vel tres missae singulis *ep- timanis juxta ordinationein dicti Friderici abbatis celebrentur. D. Bononie VIII. kal. Junii pontiflcatus anno primo. (c. Sig.) Die Gcrnain der Juden zu Regensburg eines Theils und Särl die Veyslin mit ihren fünf Söhnen andern Theils vergleichen sich auf drey Jahre dahin, dass jeder Theil alle Sach und Steuer gleich halb ausrichten, für die nächsten drey Jahre von Lieehtmess schirist dritthalb hundert Pfund Regensb. Pfenning zahlen und an dem Wegzug von Juden aus Regensburg oder Hinzug gleiches Mitleiden oder gleichen Vortheil haben soll. Siegler: der Judenrichter Chunrad Grafenrcwter und Hanns auf Tunaw Probst zu Regensburg. G. dez Montags vor Pfingsten. Chunrat von Segkendorff und sein Sohn Ilainrich, beide genannt von EgerstorfF, verkaufen an ihren Schwager, Burkart Chrum und Anna, dessen eheliche Wirlhin, ihre Lehenschaft und Lehen, welche sie mit ihrem Vetter Ritter Hans von Segkcndorf, genannt von EgerstorfF zu Kadelspurg und Abenbcrg gehabt. G. an sand Vrbanstng dez heyligen ByschofFes. (c. S.) 95 1411 26. Mai » » » 30. Mai 7 . Juni" Steffen von Abbsperg, Landrichter zu Nuerenberg beurkundet, dass Scyfs Jude, des Renditen Eidam zu Nuerenberg, eine Schadens-Ersatzklagc von 100 Mark Silbers gegen llennan Truchsess zu Rötenbach und auf dessen Behausung daselbst'wegen einer Bürgschaft, die dieser für Hans Vortsch geleistet, ervollet habe, und gibt ihm mit dem Beyfügen Nutz und Gewähr an dieser Behausung sammt Zugehörung, dass er und seine Helfer, was sic an den crklnglen Gütern thäten, weder bessern noch büssen sollten, man ihm auch vom Gerichte zu Schirmern geben werde, wen er begehre. G. am Dynstag nach sant Vrbanstag. Jobst und Görg Herren zu Abensperg verkaufen die Ilofmarken und Tafernen zu Päfendorff und Hellchenpach , 2 Höfe zu Wolfertau und Haferndorff, den Zehend zu Pätendorff und Chrumbpnch und 1 Pfund Pfenning jährlicher Gült auf der Mühle zu Preppach an Ulrcich den Ebran zu Wildcn- bergk um 1000 Gulden. Mitsiegler: Hadmar der ältere von Labor, der Verkäufer Vetter. G. des Eritags nach dem Aufferltag. (c. 3 Sig) Steffan von Abbsperg Landrichter zu Nurenberg bestätigt die von Wilhelm von Leonrode Techan t auf dem Tum in "Eystet getroffene Entscheidung, dass der Bischof Friedrich daselbst der Ansprüche ledig seyn soll, welche an denselben von Rüdiger dem üyetenhover wegen einer zum Marschalkamte gehörigen ßurghut zu Arbcrg und wegen Verpflegung seiner Knechte gemacht worden sind. D. eod. d. (c. Sig ) Henrich Russ von Plauwen der Jüngere Herr zu Graycz vereiniget sich mit Johannsen Lant- graffen zum Luchtenberg wegen Schadenforderung, die er an denselben zu machen Recht hat von wegen der Niederlage, welche seine Leute im Zuge gegen Bayern für den Landgrafen erlitten, also, dass der Landgraf ihm nicht mehr als 1401) Rheinische Gulden schuldig seyn soll. Mitsiegler: Heinrich Herr zu Plauwen der ältere. G. am neschtcn Dinslag vor dein heiligen Pflngstag. (c. 2 S.) Hans vom Degenberg Vizdom zu Amberg einerseits, dann die Gebrüder Conrad, Niklas und Eberhart die Nusperger zu Chalmbcrg anderseits vereinigen sich dahin, dass sie wegen ihrer Ansprüche auf die von ihrem seligen Vetter Steffan Degenberger [unterlassene Habe in 14 Tagen vor die herzoglichen Rälhe nach Straubing kommen sollen, und dass, bis sich das Recht vollendet hat, ihr Vetter Peter Valkchenstciner die Veste Alten-Nusperg innc haben soll. G. am h. Plingstabend. (. Sig.) Heinrich Aufsäzzer, welcher in das Gefängniss der Stadt München gekommen war, von solches Handels wegen, den er lange Zeit mit der Geissin von Augspurg gehabt, schwört, nachdem er auf Verwendung des Handwerks der Kiirsncr zu München von Veit dem Ahamer Viezlurn in obern ßayren ledig gelassen worden war, Urfehde und gelobt eine ganze Meile Wegs von München entfernt zu bleiben und wegen des verlaufenen Handels sich an der Geissinn von Augspurg nimmer mehr zu rachen. Siegler: Hans der Ilolczhamcr. Zeugen: Stephan Rot, Hanns Koppel, beide Bürger zu München. G. dez Suntgz Sande Trinitatis, (c. S.) 96 1411 10. Juni Veit Ahaimer Vitztum in Obern Bayren entscheidet nach erholter Kundschaft wegen der Wasser- Schäden welche Jörg von Gumleltlngen, Jörg Katzmair, Michel Sehrcnk und Stepfan Piitrich durch die zu in Kloster Fürstcnveld gehörige Mühle zu Wildcnrod erlitten haben, dass der Abt von Fürstcn- vclt an dieser Mühle zu Wildenrod noch einen 20 Schuh breiten Ablass machen lassen, dass der Areh zu Stegen bleiben soll wie von Alters herkömmlich ist, und dass die Strasse in den Ammersee von des Pütrichs Mark aus hinein gehen soll. G. zu München am Mitten vor Veits Tag. (c. Sig.) 11. Juni Wilhelm der Törringer zu Yettenbach quittirt die Herzoge Ernst und Wilhelm um 400 unger, Gulden. G. an Gottsleiehnams Tag. (Tom. privil.) 13. Juni Nicolaus, abbas monasterii in Langheim, collector contributionum in Bauaria, Sweuia, Frnnconia, Elsacia ac partibus circumvicinis, abbntem et monasterium in Itnitenhaslach de quinque llorenis ab eis ratione contribulionis receptis quittat. D. in Monasterio Railenhaslach duodecima die mensis Junii. (c. S.) 14. Juni lleinreich Herzog in Bayern verleiht seinem Rathe dem Erhärt Preysinger Pfleger zu Inkchoven das Haus zu Mospurg welches der Mutier de s selben verliehen war, und- dem seligen Herzog Fridrich von dem Hasen zugefallcn ist. G. zu Landshut am Suntag nach unsers Herrn Lichnnms Tag. 15. Juni Vor Peter dem Valkchensteiner zu Valkchenfels, Verweser des Viczdumb-Amts in Nidern Beiern an dem Ilofrechte sitzend zu Straubing, verlangen Chunrad, Niklas und Ewerhard die N'usperger zu Challemberg, Erasm, Pangracz und Hanns die Wartter zu Steinach, Hanns der Leubollinger zu Hawczen- dorfl und Wilhalm der Saczenhouer zum Frawnstein von Hanns dem Degenberger zum Degenberg, welcher Steflan des Degenbergers seligen Veste Alten-Xusperg mit Rechten erlangt und behabt hat, einen Brief darüber, dass, wenn derselbe ohne männliche Nachkommenschaft mit Tode abginge, obengenannte Veste wieder an sie, als die Schwestersöhne Stephan des Begenbergers fallen werde. Hanns der Degenberger erwidert: er habe die Veste mit dem Rechte bebabt, habe nähere Erben dazu, als die Nusperger und die mit ihnen vor Gericht kamen, er sey ihnen also keinen Brief noch Urkunde darüber schuldig. Das Recht sagt: der Degenberger sey den obengenannten achten weder Brief noch Urkunde schuldig; er habe die Veste behabt als sein und seiner Erben aigenhaftes Gut; wer nach dessen Tode rechtliche Ansprüche auf des Steflan Degenbergers sei. Ilah’ und Gut zu machen habe, der such und genicss dess als Recht ist. An dem Rechten sind gesessen: Marx der Wartter zu der Warft, Fridrich der Awcr zu Prennberg, Ilainrich der Puchperger zum Diessenstcin, Dietrich der llofer zu Sinnching, Gorg der Aichperger im Mos, Erhard der Satelpoger zu Liechtenegk, Dietreich der Staufler zu Ernfels, Gorg der Frnwnbergcr zum Hag und Chunrad der Chamerawer zu Vicch- hausen. Siegler: Viczdumbamt. G. an sand Veicz tag des heiligen Herrn, (c. S.) lß. Juni Ilainreich Adelzhauser verpflichtet sich, die Veste Weigkcrshoven welche er von den Herzogen Ernst und Wilhalm gekauft und zu Lehen empfangen hat, den genannten Herzogen offen zu halten und ohne derselben Einwilligung nicht zu vernussern. G. zu München am Eritag nach Veits Tag. (c. Sig.) 97 1411 18, Juni SO. Juni 5. Juli 12. Juli 16. Juli Hanns Rempelchofer, Kirehherr zu Ergolting und Chunrat, Kirchherr zu Emaehting, Kämmerer der Priesterbruderschart zu Lanczhut bekennen, dass Anna die Preisingiirin der Bruderschaft ein lialb Pfund Pfenning Ewigs Gelcz aus ihrem Gut zu SvreinenstortT vermacht hat, wogegen sic derselben versprechen, dass nach ihrem Tode jeder Priester der Bruderschaft der gesungenen Vigil beywohnen, des Morgens eine Messe und hierauf ein ganzes Monat hindurch 30 Messen nach einander lesen soll* sollte dieselbe verordnen, in der Bruderschaft Grebnuss zu liegen, so sollen alle Priester mit Gesang den Leichnam tragen und bestatten ; ihren Freunden soll es ferner frei stehen genanntes halbe Pfund Pfenning ewiger Gült für 12 Pfund Pfenning der Bruderschaft abzukaufen. G. An Pfincztag nachgst nach Sand Veichcztag, Chuncz Eysengraber, Vlreich des Sawssen Stiefsohn von Erlenpach, welcher bey einem AngrifF, den die Franchen auf Hochstetten machten, wegen Verralhs an Land und Leuten durch Jacob Fuchss- mag Pfleger ins Gcfiingniss daselbst genommen, aber als unschuldig aus demselben wieder entlassen worden war, schwört Urfehde und setzt zu Bürgen seinen Stiefvater Vlreich Säwss und seinen Bruder Vlreich Schrech zu Erlbach. Siegler: Wilhalm der Iliil und Chunrat Durrlacher. G. am Samcz- tag nach sand Veitz tag. (c. 2 S.) Conrad Kistler zu Sunthain und seine Hausfrau Margret verkaufen ihr Gut zu Marccllstcten mit Haus, Stadel, Garten und 10 Jauchcrten Ackerlandes an Ulrich den Wagner, Bürger zu Augspurg, und dessen Hausfrau Agnes um 30 Rinische Gulden ; übrigens sollen sie das Gut noch die nächsten 10 Jahre anbauen und nutzniessen, während der ersten drei Jahre ein neues Haus auf der Ilofstiitte bauen, dem Käufer jährlich auf St. Michels Tag drei Rinische Gulden und ein Fastnachthuhn entrichten und nach Verlauf der 10 Jahre das Gut verlassen. Siegler.- Herr Erkginger Marschalk zu ßyber- bach und Herr Ludwig der Hnrnleim, Baumeister zu Augspurg. G. an St. Ulrichs Kirchweih zu j Augspurg. (c. 2 S.) Die Gebrüder Hartlieb und Gorg die Wintzrer und ihre Hausfrauen verkaufen dem Abte Johann- sen zu Osterhoven und dessen Convente ihre eigne Hofmarch, genannt zu Ilardegkc, und gelegen im werder Gerichte nahe bei Motzing, nämlich 2 Höfe und 3 Seiden daselbst, nebst Andern) um 218 Pfd guter reg. Pfg., und ihrer Hausfrau einen goldenen Ring zu Leichkauf. Mitsiegler: Chuni- gund Landgräfinn zu Götterstorff, geh. von Schawnberg, Heinrich der Nothaft zu Wernberg, Vitzdumb in Nidern-Beiern, und ihr Schwager Hainrich von Puchperkg. Zeugen: Johanns, Abt zu Nidern- Altach u. A. G. am Sonntag vor sand Margareten Tage, der hl. Jungfrau, (c. 1 S.) Landulphus Cardinalis et Commissarius specialiter deputatus a domino Papa Joanne XXIII., in causa orta inter Ludovicum et Ilenricum, duccs Bavariae, super quadam recompensatione seu mcliora- tione divisionis liaereditatis eitat Ilenricum dueem infra dies LX. ante tribunal dicti Papae Rornam vel alibi ubi tune forsan dictus Papa cum curia sua residebit, D. Romae 16. die mensis Julii. (.üb. cop.) 13 1411 16. Juli Bartholomeus, Abt des Gotteshauses zu Weissnach, und der Convent daselbst bekennen, dass sie Ilcrdcgen dem Valt/.ncr, Bürger zu Nürmberg, der von ihnen das Dorf und die Güter zu Ligling gekauft hat, alle jene Gilten, die ihm aus dem Dorf und den Gütern jährlich nicht verabreicht würden, aus ihrem eignen Gut ersetzen wollen. G. am nächsten pfintztag nach Margarete Virginis. 19. Juli VIreich von Velbcn erlaubt Bartholome dem Kästner Bürger zu Rcichenhall, gegen Entrichtung von 2 Pfenning Forstrecht von jedem Manstüdel jährlich, seine zwey Wälder, wovon der eine Sunnhalben von dem Stainpaeh bis auf den Reipach, der andere Schadenhalben vom Clammpach so weit hin Holz steht, in dem Glemm gelegen ist, 20 Jahre zu nützen und zu arbeiten. G. des Sun- tags vor sand Jacobs tag. (c. S.) , 81. Juli Jorg Bischof zu Passau verpflichtet sich, hinsichtlich der St'nsse zwischen dem Herzog Johann in Bayern und desselben Vitztum llainreich dem Nothaft zu Wernberg einerseits, dann dem genannten Bischöfe anderseits von wegen Conrads des Zecherleins und wegen der auf 2000 Gulden lautenden Briefe welche Llainreich der Nothaft vom erwähnten Bischöfe hat, sich in den Ausspruch zu fügen, welchen Eberhart Erzbischof zu Salzburg, llainreich Herzog in Bayern und Oswald der Torringer llauplmann zu Salzburg am kommenden I.orenzen Tage in Vornpnch hierüber erlassen werden. Mitsiegler: Andres Hcrleinsperger, und Jorg Ahhaimer. G. zu Scherding am Eritag vor Marie Mng- dalenc. (c. 3 S.) 22. Juli Herzog Stephan in Bayern, welcher zu Frankfurt bey der Wahl eines römischen Königs seinem Wirth Conrad dein Freitag und Andern sechs hundert sechs und vierzig Gulden und zu Jvolln Bernden von YVeffret, genannt Pulner zwey hundert vierzig Gulden schuldig geworden ist,, stellt für die baldige Rückzahlung zu Bürgen mit der Pflicht der Einlagerung, den Probst Moritz auf St. Petersberg, seinen Schreiber, Erkengcrn von Geyslingcn, Fritz den jungen Vinken seinen Schenken, Friedrich den Tcmlinger seinen Küchenmeister und Gorig den Eberspekch seinen Käiuerer. G. zu Frankch- furt an sand Marie Mugdalenen tag. » Ott von Layming Tumprobst und das Capitel des Tumhs zu Passau kommen mit llainreich Xot- haft Vitztum in Nidern Bayern hinsichtlich ihrer Zusprüche wegen der Angriffe und Schäden welcho ihnen derselbe von wegen des Niederlandes zu Bayern zugefügt hat, dahin überein, dass Eberhart Erzbischof zu Salzburg und Oswald Torringer derzeit Hauptman zu Salzburg hierüber an kommenden Lorenzen Tag in Vorenpach entscheiden seilen, und dass auch Paul Pollenhaimer zu diesem Taiding geladen werden soll. G. zu Passau an Marie Magdalene Tag. (c. Sig.) 25. Juli Chunrad der Murhar zu Guffcnek, sein Bruder Albreeht der Murhar und ihre Hausfrauen vermachen den Brüdern zu dem Schonntal für ihre Begräbniss und das Seelenheil ihres Vaters Dober- hozzen des Murhers und ihrer Mutter Annen der Murherin von Guttcnck allen ihren Theil an der Gült zu Fausstendorff, wie sie und ihr Vater säl. dieselbe inne hatten (60 reg. Pfg. Geldes jährlich 99 1411 30. Juli 8. Aug. 11. Aug. 12. Aug. 15. Aug. ausgenommen). Siegler: Chunrad der Murlinr, und sein Vetter Gocz der Murhar zu Guttenck. G. zu sand Jacobs Tag. (c. 2 S.) Bruder Chunrad, Abt zu Waltsasscn, und der Convent daselbst stellen alle ihre Schlösser und Leute unter den Schutz Johans, Pfalzgrafen bei Rein, dem dieselben jeder Zeit offen stehen sollen. G. an dem nesten Pflntztag nach sand Jacobstag dez heiligen tzwelfpoten. (c. S.) Anthonius, Lotharingiae, Brabantiae ac Lymburgi dux, sacri imperii marchio, recognoscens so a civibus Nurembergensibus jus annuatim sibi debitum pro praesenti anno rccepisse, omnibus et singulis Brabantiae ac Lymburgi ducatuum officiatis suis mandat, ut civcs Nurembergenses omnibus libertatibus juribus et consuetudinibus, quibus praedecessorum suorum Brabantiae et Lymburgi ducum temporo gaudere consueverint, pro praesentis anni termino frui sinant. D. Bruxcllae octava die mensis ! Augusti, (c. S.) ■ ■ i I Eberhart Erzbischof zu Salzburg, Heinrich Herzog in Bayern und Oswald Torringer zum Stain des genannten Erzbischofs Hauptmann entscheiden hinsichtlich des auf 2000 Gulden lautenden versiegelten Briefes den Conrnt Zachreis dem Herzog Johann und desselben Vitztum in Niederbayern Heinrich Notthaft überantwortet und seinen Willebrief darüber gegeben hat, dass der Bischof Jörg diese 2000 Gulden und alle Briefe welche er vom Conrat Zachreis wegen dieser Summe hat, dem Heinrich Notthaft auf kommende Lichtmess in Scherdingen bezahlen, dass derselbe Notthaft denjenigen der dieses Geld führt, auf Verlangen sicher geleiten soll, und dass alle Schäden welche Heinrich Notthaft hierüber angemeldet hat gänzlich ab seyn sollen. G, zu Varnpach am Erichtag nach Laurenzen Tag. (c. 3 Sig.) j Dieselben entscheiden hinsichtlich des Krieges zwischen dem Domcapitel zu Passau und nayn- | rieh Nothaft Vitztumb in Nydern Beyrn wie folgt: Alle Feindschaft soll gänzlich ab seyn. Ilinsicht- ! lieh der Vnnknuss welche an dem Siegenhaimer Chorherrn zu Passau geschehen ist und wesshalb etliche pännig geworden sind, soll das Domkapitel Letzteren zur Aufhebung dieses Bannes beholfen seyn, weil genannter Sigenhaimer erklärt hat, dass er hinsichtlich dieser Vanknuss entschädigt worden sey. Auch soll das Domkapitel alle Ccnsur die es in dieser Sache auf Kirchen und Leute gelegt hat wieder abtragen. Hainreich Nothaft soll dem Tumprobst und Capitol zu Passau ihre Leute, Güter und Gülten deren er sich unterwunden hat, ohne Verzug ledig schaffen und dieselbe in Vogtweis gütlich b&handcln, damit sic sich von den in diesem Kriege erlittenen Schäden wieder erholen können. G. zu Scherding am Mittichen vor Unser Frauen Tag zu der Schidung. (c. 2 Sig.) Frater Johannes, magister generalis ordinis de monte Carmcli Conraduin König et Margaretam uxorem suam in omnibus missis, orationibus, jejuniis, vigiliis, abstinenliis, ccterisque bonis, que per fratres ordinis dignabitur operari clemcntia salvatoris, participes lacit, D. Nürnberg die XV. mensia Augusti. (c. S.) ' * 13 * 100 1411 21. Aug. 26. Aug 27. Aug. 28. Aug. 31. Aug. Ulreich und Lwdbeig, Herzoge zu Deck, bekennen, dass Chonrat der Weic-hsar, Zöllner zu Landsperg, aus Auftrag ihrer gnädigen Frau ihrem verstorbenen Bruder 100 ungrischc Guidein und 25 Pfd. Burghut für die vergangene Kodemar zu Pllngsten bezahlt habe. G. am Freytag nach unser Frauen Tag. (c, 2 S.) Chunrat Nusperger, Jorg Hutter, Protwicz Donersteiner und Oswald Lengvelder sprechen als Spruehlcute zwischen den Tannbergern und dem Abte Ulrichen zu sand Emmeram, dass die Ansprüche Ersterer an Gericht, Vogtei, Nachseide etc. in den Amthöfen zu l’erg und Ginkoven mit Zugehiirung, sammt der Mühle zu Kalbach, aufzuhören haben, wesshalb die Tannberger dem Abte in den nächsten 6 Wochen einen guten Kaufbrief hierüber ausfertigen sollen, wogegen ihnen derselbe auf die nächste l.iechtmcss 90 Guidein ungcriseh auszahlen wird. Siegler: Ritter Heinrich der Nothaff, Vieztumb in nidern Beyern, und Protwicz Donersteiner. G. am Freitag vor Bartholomei des hl. Zwelfpoten. (c. 2 S.) Ernst und Willialm Herzoge in Bayern erlauben ihrem Vetter dem Herzoge Johann in Bayern, an den Schlössern Sulzbach und liosenberg 200 Gulden zu verbauen, welche sie ihm samt ihrer andern Schuld bezahlen sollen. G. zu Nuremberg am Mikten nach Barlholomeus Tag. Cc. 2 Sig.) Frater Andreas de Oetingen Custos custodiae ordinis fratrum roinorum in Bauaria, frater Vlricus Awer Gardianus, frater Chunradus Eysteter lector, frater Chunradus VttenhotTer, Vicegardianus, frater Alber.ditus Wonsam, frater Ilainrieus Swencz, ceteriquc fratres conventus dictorum fratrum, se obligant, inissam quintam pro animabus omnium episcoporum augustensium quotidiane applicare, et Episcopo Eberhardo singulis annis anniversarium peragere. Testes: Johannes Igelbeck, decanus ecclesiae S. Mauritij, Ilainrieus Nithart, artium et dccretorum doctor, Canonicus ecclesiae Augustensis xtc. A. Auguste die viccsima septima mensis Augusti, (Cum signis notariorum Marquardi Wernheri, et Johannis Grünbach.) (c. S) Vlrieli, Abt des Klosters zu Willzburg, bestätiget dem Rathe zu Weissemburg einen am mon- tag nach sand niclas tag 1394 ausgestellten und von der Grafschaft Graispach besiegelten Brief, nach dessen Inhalt Graf Alram von Ortenberg kund tliut, dass er zu einem Landtag gen Weissenburg geritten kam, und ihm auf seine Frage an die Ritter, wie er richten sollte, nachdem er den rechten Fuss in den Stock gesetzt hatte, der Bescheid ertheilt wurde, dass ein jeder Landrichter zu Grais- pach, zu Weissenburg richten solle, und zwar nur über die, welche ausser der Stadt gesessen seyen, die Bürger von Weissenburg aber hätten sich nur vor ihrem Amman zu verantworten. G. am Freitag vor Egi.len des heiligen Peichtigers. (c. S.) Lorentz, vormals zu Münichsmiil gesessen, vergleicht sich mit seinem Herrn Jacob, Abt des Gotteshauses zu Aspach, und dessen Schaffner, Ulreich dem Franhaimer, wegen der Säge zu Münichs- mül und aller übrigen Anfoderungen in solcher Weise, dass er die Salden zu Münichsmül, die Säge daselbst ausgenommen, zu freier Stift behalten soll, der Abt ihm diese aber jährlich künden kann, und er das Haus, das auf Jer Siilde steht, bei seinem etwaigen Abzug dem Abt zum Kauf anbieten 101 1411 und, wenn dieser es nicht haben wollte, abbrechen und mit sich fortführen soll. Siegler: Jacob der Woppinger und Albrecht der Etinger. G. des Montags vor Egidy. (c, 1 S.) 31. Aug. Der römische König Sigmund befiehlt der Stadt Lindaw, die gewöhnliche Rcichssteuer vorn vergangenen sant Martinstage dem Burggrafen Fridriehen zu Nürnberg, oder dessen gewisser Botschaft, auszube/.ahlen, indem dieser damit einige Bedürfnisse seines königlichen Ilofes bestreiten solle* G. zu der Bürge, an dem letsten Tage des Ougstmondes. (c. S.) » Gleicher Befehl desselben an Bürgermeister und Rath zu Memmingen. D. ib. et eod. d. » Derselbe gebietet den Bürgermeistern, Riithen und Burgern aller Reichsstädte in Swaben, Franken, Bayern, Eisass, an dem Rine und in der Wederaw die halbe Judenstcuer, welche die Städte oder die darin wohnenden Juden von Reichs w'egen jährlich zu geben haben, und dazu derselben Juden und Jüdincn guidein Opferpfenning, die auf sant Martinstag und auf Weihnachten fällig sind, an Fridrich, Burggrafen zu Nürnberg, seinen Oheim, der seines königlichen Ilofes Nothdurft in den deutschen Landen zu bestellen hat, zu entrichten. G. zu der Bürge an dem leisten Tage des Ougstmondes. Mit des Königs Siegel. 9 . Sepi. Gerichtsbrief Ilanns des Zalär, Richters zu Griespach, gemäss welchem dem Grafen Jörig zu Orlenberkch das Gut Ach und eine Fischweide daselbst, die seine Leben und durch den Tod Andre des Gewolstorffer erledigt sind, zuerkannt wurden, da Hanns der Gryllenöder, der Knecht des Gewolstorlfer, an den ihm anberaumten Tagfahrten die gesetzlichen Bestimmungen nicht erfüllte. G. dez Mitwochen des nagsten nach Sand Gyligen Tag des heyligen Herrn, (c. S.) 3. Sept. Johann von Cronnberg und Frau Kunigunda von Obernsfein seine ehliche Wirthin bekennen von Johann Bischof zn Wirczburg die Hälfte von Stadt und Amt zu Gerolzhofen um viertausend Goldgulden mit allen den Rechten, sowie sie das Ganze früher um Achttausend Gulden inne hatten, und der Befugniss dieselbe einem oder mehreren Wappensgenossen wieder verpfänden zu dürfen, Fürsten und Grafen ausgenommen, pfandweise auf Wiederlosung empfangen zu haben. D. Donnerstag nach St, Egiden-Tag. (c. S.) 12. Sept. : Eberhart, Bischof zu Auspurg, legt mit den Ersamen weisen Beschan Ilsung, Laurenczen Egen, beide Bürgermeister, Luczen Ilörnlin, Hansen Minner, Eberhart Lieber, Bürger zu Auspurg, die Miss- licllung bei, welche unter etlichen Tumherren entstanden ist, weil an die Stelle des abgetretenen Vlrichs Burggrafen vom Pabste Herr Göcz Ilarscliner auf die Techney und Herr Conrat Lang auf die Pfründ, welche beide Vlrich Burggraff inne hatte, gesetzt wurden, auf solche Weise: Herr Götz llarschner soll auf eine Schule fahren, daselbst ein privilegirt Studium ist, und dort 3 Jahre lang studieren; während dieser Zeit sollen Fridrich, Burggraf l'umprobst, Herr Vlrich Burggraf, Maister Rudolf der Lewpriester und die Tumherren, die mit ihnen sind, eines Tlieils, und Herr Andress Steck, Schulmaister, Herr Anshalm von Neningen Custer, Herr Fridrich von Elrbach Keller, und die Tum- i 02 1411 ; herrcn, die mit ihnen sind, anderen Theils , einen Verweser durch das Loos wählen, welcher ein | Jahr lang der Techncy vorstehen soll; das andere Jahr solle die andere Parthei einen Verweser wäh- i len und im dritten Jahre wieder das Loos entscheiden; ferner solle Herr VJrich Burggraf seine Tum- i herrenpfründ selbst behalten und den obgenannten Herrn Conrat Lang gänzlich davon weisen, und | wenn er selbe über kurz oder lang aufgeben wollte, so sollte er sie in die Hand des Sohnes seines Bruders Hninrich Burggrafen geben, oder in eines andern Wappengenossen Hand; ferner möge Herr Fridrich Burggraf, Tumprobst, die Kirche zu Gysenhuscn einein Tumherrn aus dem Stift Augsburg leihen, welchem er will. Mitsiegler: Fridrich Burggraf Tumprobst, Göcz Harscher, Anshalm von Neningen, Custer, Fridrich von Elrbach, Kellner, und die vorgenannten zwei Burgermaister. G. an dem nähsten Samstag nach vnser frawen tag alz sy geboren ward. (c. 6 S.) 20. Sept. Efzl Graf zu Ortcmberg verspricht, das ihm vom Bischof Jörg zu Passau verpfändete Gesloss Obernperg demselben nach Laut des hierüber errichteten Hauptbriefes offen zu halten und mit diesem Gesloss still zu sitzen, wenn genannter Bischof im Kriege mit den Herzogen von Bayern seyn wird,, G. am Suntag vor Matheus Tag. (c. Sig.) » Leb Temczeir, derzeit Pfleger zum Petzenstain, gelobt dem Bischöfe Albrccht von Bamberg, das ihm von Albrecht von Freudenberg befohlene Schloss Petzenstein, welches von Fridrich Burgrallen zu Nurcmberg und Werchtold Grauen von lienberg, den Lantgraffen zum Leutenberg, Johansem dem ältern und Johnnsen dem jüngern zugesprochen worden ist, ohne seinen Willen nicht zu verlassen oder abzutreten. G. am suntag vor sand mathes tag des heiligen Zwelffpoten. (c. S.) 21. Sept. Etzel Graf zu Ortenberg kommt mit dem Bischof Jörig zu Passau dahin überein, dass ihm aller Schaden vergütet werden solle, den er hinsichtlich des ihm von genanntem Bischof in Fflcgcs Weise übertragenen Geslosses Obernperg erleiden würde. G. zu Passau an Mathes Tag. (c. Sig.) 27. Sept. Altman Kcmnatcr Pfleger zu Snlzbach verkauft seine vom Reiche zu Lehen gehenden Güter zu Ilannbach und Sn der Vogtey daselbst, welche von Hans dein llekchlcin an. ihn gekommen sind, an Ludwig Herzog in Beyern. Mitsiegler: Jörg der Zengcr Pfleger zu Rosenberg. G. am Sontag vor Michels Tag. (c. 2 Sig.) 29. Sept. VIrich Posch erklärt, dass die Vest und Behausung Viirzhciin welche er von Herzog Heinrichen gekauft habe, wenn er oder seine Nachkommen sie verkaufen wollten, zuerst demselben zum Kauf angeboten werden sollte; kaufe derselbe die Veste nicht um die Summe, welche andere dafür geben, so könne VIrich Pusch selbe verkaufen, wem er w r olle, ausser keinem fürsten. G. an sand Michelstag. (c. ,S.) Herzog Uolrich zu Tegk, seine chliehe Gemahel Anna und sein Bruder Herzog Ludwig zu Tegg stiften aus ihres Bruders Fridrich säl. Besitzlhuine, sowie aus eignen Mitteln eine ewige Messe hinab gen sant Stephans Gotteshaus zu Mindelhain, wo die alte Pfarre war, und bestimmen, da« N i03 9 1411 ITnns der Schmid, z. Z. Kirehhcrr und Pfarrer zu Mindclhnin, und dessen Nachfolger diese Gefiillc fiirbass ewiglich einnehmen, und dafür einen Priester bestellen sollen, welcher die erwähnte Messe täglich lese. Mitsiegler: ihr Schwestersohn, Graf Eherhart von Werdenberg; ihr Oheim, Hitler Hans Truchsaiss zu Waltpurg; ihr Vogt zu Mindelhain, llans Mangolt; endlich die Stadt Mindelhain. D. cod. d. (c. 7 S.) 29. Seiit. Fridreich Herzog zu Oestereich bekennt, dass er nach Hath des Hischofs Eberhart zu Augs- purg und des Hilters Chuno Laymingcr Pflegers zu Rosenheim auf ein Jahr einen getrewen siechten Friden mit Stephan, Ernst und Wilhelm Herzogen in Bayern hallen wolle, und verspricht, dass sein Bruder Ernst Herzog zu Oesterreich eben so diesen Frieden halten werde, sowie auch Ludweig Pentznawer Pfleger zu Rateinberg. G. auf Ilotemburg eod. d. (c. Sig.) 3. Oct. Göry von Hurnhain genannt von Katzcnstain, Ritter, verkauft den Kijcliensatz und alle seine Güter zu Talenhusen an Ulrich von Rammungen um 750 Gulden. Bürgen und Milsiegler: llainrich von Westerstetten, Hans von Lierhen, Lutz von Pfahlhen, Güri Schenk von Sehcnkenstain der jüngere, Cunrat von Hurnhain und Ulrich von Sunthain. G. am Samsstag nach Michels Tag. (c. 5 S.) » Burckart von Mansperg, Landvogt des Herzogs Fridrich zu Oesterrieh, eignet und freit dem Ehrbaren, Bescheidnen, Hartman Ehinger von Ulm, die Vyschcntz zu Leibin in der Tunow, die derselbe von der Herrschaft zu Oesterrich zu Lehen hatte und nunmehr dem Abt und Convent des Gotteshauses zu Aelchingen vermachen will. G. zu Costentz d. eod. d. (c. S.) 5. Oct. Kungund Lantgräfin zum Lewthembcrg geborne von Schaumberg entscheidet hinsichtlich der Zweyungen zwischen dem Bischof Giirg zu Passau und Erhärt dem Satelpoger, dass Letzterer wenn er sich in etwas vergessen hat, dem genannten Bischof einen Dienst thun soll wohin derselbe haben will, jedoch so dass es nicht wider das Land und wider seine Freunde und Gesellschaft sey. G. am Montag vor Dyonisen Tag. (c. Sig.) Chunrad Podm, Pfleger und Richter zu Wolfrathausen, vor welchem Lynhart der Horniger als Bevollmächtigter des Herzogs Wilhalm von Bayern auf den Turnhof, eine Hube, auf die Weyher, auf einen Garten, eine Mühle, und 5 Hofstätten zu Giesing,, so wie auf eine Hube zu Perlach und eine zu Engelwiirtting klagt, weil sie nicht vom Herzoge zu Lehen empfangen worden, erkennt, dass diese Güter, wenn sic innerhalb Jahresfrist nicht zu Lehn verlangt würden, dem Herzoge verfallen scyn sollen. Beisitzer: Hanns Schottel, IJanns Vnbricht, Vlricli Kolb, Richter zu München. D. cod. d. (c. S.) i 11. Oct. Heinrich, Herzog in Beim, Heinrich Notthafft, Albrccht Prcysinger, beide Viccdotne in Nidern Beyrn, Wilhalm Fraunhover, Hofmeister, Fridrich Auer zu Prcnnberg, Görig Aichpergcr, Peter Valkchen- steiner, Hanns Fraunberger zum Hag und Partzival Zennger, welchen Sweigker der Junge von Gun- dolfingen einer- und die Gebrüder Hanns, Albrecht, 'Wilhelm und Wigeleis die Wolffsteincr zu der Sultzburg andererseits die Schlichtung ihrer gegenseitigen Händel und Streitigkeiten übertragen haben, 104 1411 sprechen nus, dass das in dieser Angelegenheit Helion früher von Heinrich Notthaft und Hanns Frann- berger zum Hag gefällte Urtheil in Kraft bestehen, der -wegen Ilebingen zugefügte Schaden von ihnen selbst ersetzt, alle Gefangenen losgegeben werden und alle noch nicht bezahlte Schatzungen ungiltig und erloschen sein sollen. Siegler: Herzog Heinrich. G. zu Regcnspurg an Suntag vor St. Gallentag. (c. S.) 13. Oct. Ernst, Herzogin Bayern, bekennt, dass er seinem Kämerer, Lienhart dem Prunner, 45 Ungerische Gulden für ein Pferd, das er für Lienhart den Schiinstainer von demselben gekauft, und 26 Ungerische Gulden, womit er Viviantz den Ahaiiner von selbem geledigt hat, schuldig sei, und beide Summen, sobald er nach Pehaym ziehe, von seinem Wochengeld daselbst, oder, falls er bis zum nächsten Liechtmesstng nicht dorthin zöge, auf diese Zeit zurückzahlen wolle. G, zu München am Eritag vor St. Gallentag. (c. S.) 16. Oct. Maistcr Hainreich Andre, Lerer in der Arzney, pürtig von Ulm, bekennt dass ihn die Stadt Regensburg auf 3 Jahr zu ihrem Arzt aufgenomen habe. Mitsiegler: Peter Abt zu Welttenburkch. G. an sand Gallen tag. (c, S.) » Adelhait von Knöringen , Wittwe Walthers von Riethain, vermacht mit Einwilligung ihres Sohnes, Gerwigs von Riethain, ihre 6 Jaucherte Aeckcr im Auslabinger Feld zu der Messe in Unser Frauenkirche zu Lyndinawe; falls die Messe nicht täglich gelesen würde, sollen die Aecker an sic oder ihre Erben wieder zurückfallen. Milsiegler: der genannte Gerwig von Riethain. D. cod. d. (c. 2 S.) 21. Oct. Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Hirspcrch, erkennt auf Antrag Albrechts vom Wolfstain zu der Solezburg, dass die Klage, welche Jungfrau Margarett die Olfenhawserinn, eine Kramerinn von Nurenberg auf dem Landgericht gen Nurenberg gegen ihn voigcbracht hat, kraftlos seyn solle, da er in diesem Landgerichte nicht gesessen oder begütert sey. G. zu Gaymershaint des Milwochen nach sand gallen tag. 23. Oct. Weymar der Ekker bekennt dass ihn Herr Johnns Herr zu Ilaidekk, d. Z. Purgermaister zu Regensburg der Fanknuzz ledig gesagt, wie er ihm versprochen, als er an einem Wider Reiten seiner gewaltig ward. G. des Freytags nach der nynlef tausend maid tag. 30. Oct. Johannes papa declarat frafres ordinis Sti. Johannis Jerosolimitani a solutione et prnestationo decimarum et aliorum hujusmodi onerum, quibus nominibus nuncupentur in regno Francie et aiibi citra vel ultra montanas partes, prorsus exemptas. D. Rome apud Stum. Petrum IH. kal. Nov. pontif. nostri ao. 11. 1. Nov. Andres Miillner zu Hausner Müll gesessen, welcher von Jacob Fuchssmagen Landvogt zu Hochstett gefangen gesetzt worden war von solcher Schuld, Rath und That wegen, die er dann gethan sollte haben den Mordbrennern, die seinen gädigen Herrn Herzog Ludweigen gemordbrennt haben 105 1411 von Wilhalm des Purgawers wegen, schwört Urfehde und setzt mehrere Bürgen. Siegler: Chunrat der Turlacher und Hanns von Allhaim. G. an aller Heyligen Tag. (c, 2 S.) 1. Not. , Ilainreieh Schneimann schwört hei Entlassung aus Herzog Ernsts Gefangenschaft Urfehde und gelobt, wegen des zu Lanntsperg enthaupteten Knechts gegen die Herzoge Ernst und Wilhalm so wie gegen die von Lanntsperg keinerlei Feindschaft zu liegen, und, im Falle die Herzoge Stephan und Ludweig mit den chgenannten Herzogen kriegten, in keiner Weise wider die Herzoge Ernst und Wilhalm zu seyn. D. eod. d. (c. S.) » Ulreich der Aewsenliofer bekennt, dass er sich mit den Herzogen Ernst und Wilhelm in Bayern hinsichtlich ihrer Ansprüche vereinigt habe, und dass denselben seine Veste Aewsenhofen für immer gegen männiglich ein offenes Haus sein soll. Mitsiegler: Ilaymran Aewsenliofer Tumhcrr zu Freysing, und Asam Aewsenhofer, des obigen Brüder. D. eod. d. (c. 3 Sig.) 2. Nov. Jörg Tcwrlein zu Gispeclilc als gemeiner Mann, dann Heinrich Hofstetcr und Hans Iloltzingcr entscheiden hinsichtlich der Klage welche Hans Tanner gegen den Bischof Friedrich zu Eystett gestellt hat, weil ihn genannter Bischof in seinem Hause zu Tanne geheimsucht und beschädigt, eine versprochene Purkhut ihm nicht gegeben, und ihn zu Fridbertzhofen angegriffen habe, dass der Bischof Friedrich zu Eystet, da derselbe von seinen Ansprüchen gegen Hans Tanner -wegen eines Visch- wassers zu Tanne und eines auf ihn geschehenen Angriffes zu Riet ablässt, der Klage des Hans Tanner ledig seyn solle. _ G. an aller Seelen Tage. (c. 3 Sig.) » Peter, Probst zu Perthersgaden, verkauft mit Einstimmung seines Kapitels die Probstcy zu Hebingen oberhalb Grcdingen in Eysteter Bisthum mit aller Zugehörung um fünfthalb tausend und hundert rheinische Gulden an Herrn Gcorien, Abt zu Castell und sein Gotteshaus und setzt zu Bürgen den Hadmar Absperger, Pfleger zu Ilirsperg, den Hanns Lotterpeck, Landrichter der Grafschaft zu Hirschberg, den Seitz Erlacher von Hofsteten und den Wilpolt Pfolsspewntner zu Pruncck. G. des nehsten Montags nach aller Heiligen tag. 14. Nov. Herzog Heinrich sagt den Rath und die Bürger von Landshut der 30 Pfd. Pfenning Stadt-Steur los, welche seine Mutter Herzogin Magdalena zu einer ewigen Seelmesse vermacht hat. G. Lannds- liut an Sambstag nach sand Martins-Tag. (Tom. XVI. Priv.) * nanns der Siimerstorfler zu Afflng, dessen vier Diener, als sie mit dem Geleite der Stadt Regensburg aus dieser Stadt ritten, einem Mitbürger selbander zwey Pferde und ihr Gürtclgewand namen, verspricht um diess gross Vergessen und Verhandeln, der Stadt die nächsten sechs Jar mit zwaintzik Spiessen zu dienen. Mitsiegler: seine Swäger Ortlieb der Zcnger zum Zangenstein und Hanns der Hofär zum Trakchenstein. D. eod. d. (c. 3 S.) 15. Nov. Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern, welche Hanns und Diewold die Leuten- bekchen, die sich für sie gegen die Gebrüder Hiltprand und Chunrad die Judmann zu Staingrif um 14 106 1111 740 neue Ungerisclie Gulden verbürgt hatten, von dieser Bürgschaft nicht rechtzeitig ledigen können, weisen dieselben desshalb auf ihre täglichen Gefälle und die Gilt am Iscrrain an, die sie von dem Bischof zu Freising beziehen. G. am Sonntag nach St. Marteins Tag. (c. 2 S.) 15. Nov. Herzog Johannes von Bayern bekräftigt dem Ulrich Fürstenstein, seinem Herold, alle ihm ausgestellten liechte und Vergünstigungen. Zu Churing eod. d. (Ex üb. cop.) 17. Nov. Johannes papa abbati monasterii in Vrsina mandat bona monasterio in Ottenburren illicite alienata vel distracla, ad ius et proprietatem eiusdem monasterii legitime revoeare. D. Auinione NV. Decembris Pontificatus nostri Anno secundo. (c. b. plumb.) 23.’ Nov. Weinmair Ekker zu Seidenburg verpflichtet sich, seinen Vetter Hans den Degenberger zum Degenberg Vitzlumb zu Amberg welchen er des seligen Ulrich Ekker Kindern wegen einer Schuld von 4000 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. am Montag vor Katlirein Tag. (c. Sig.) 25. Nov. Hans und Hartung die Rindsmaule geben Vlrichs Snöden seeligen Kindern, Wilhelm und Vlrich Snöden, beiden Burgern zu Nureinberg, die Lehenschaft des Zehenten zu AVendelstein mit dem Stadel daselbst auf, und weisen sie zur Lehensempfängniss an das heilige römische Reich. G. am Sant Kathreyn Tag der heiligen Junckfrawen. (c. 2 S.) 3. Dec. Rudolf der Preysingcr und Anna seine Hausfrau vereinigen sich mit Sweigker von Gundelling dem altern dahin, dass ihnen derselbe die Veste Fusspcrg und alles fahrende Gut darin einantworten und in ihre Gewalt übergeben soll. Taidinger: Der Ahaimer Vitztum in Oberbayern und sein Bruder Jörg Ahaimer, Wilhalm Mächselrainer , Chunrat Dachawcr, Hans Sluder, Jacob Rwttner Pfleger zu Paybrunn, und Ilainrich der Part Bürger zu München. G. an Barbaren Abend. 6. Dec. Johann Herzog in Bayern bestätigt den Bürgern der jStadt Nuwenmarkt alle Freyhciten, dagegen ihm diese Bürger eben so gehorsam scyn und dienen sollen, wie sie es dem römischen König Ruprecht und den Herzogen Ruprecht dem altern und Ruprecht dem jüngern gethan haben. G. zu Sulzbach au Niclas Tag. (c. Sig.) >} Fridreich und Hans die Zenger zu Zangenfels vermachen nach dem Geschäfte ihres Vaters, Wolfharten des Zcngers säl., dem Priol zu dem Sehonntall und dem Convente daselbst ihren Theil an dem Gute zu Kunraczrewt, worauf jetzt Niklos der Märkel sitzt, mit der Oedc daselbst und aller Zugehörung zu einem Jahrtag. Siegler: Friedreich der Zenger; ihr Oheim und Vormund Göcz der Murhar zu Guttenek, und Peter der Fronawer zu Sweczzenbergk, z, Z. Pfleger zu Newburgk. D, eod. d. (c. S.) 107 1411 17. Dec. 18. Dec. 81. Dec. 22. Dcc, 23. Dec. Ulreich, Herzog zu Teck, bekennt, dass ihm Chunrat der Weichsel - , Zöllner zu Lanczsperg, aus Auftrag der Herzogin Elizabethen von Payern für die Colcmpern zu sant Michels Tag und vor Wcyhcnniiclitcn 50 Pfd. Müncher als Burghut richtig bezahlt habe. G. am Pfincztag in der Cotcmpcr vor Weyhenniichten, (c. S.) Eberhardus, episcopus Augustensis, monasterio in Ottenbüren ecclesiam parochialcm in Atten- husen decanatus Güntzburg superioris, cuius ius patronatus eisdem pleno iure pertinet, consen.su et voluntate Fridcrici Burggrauii, pracpositi, Vlrici Burggrauii, decani toliusque capituli ecclcsiae suae Augustensis cum Omnibus fructibus et iuribus incorporat. D. Auguste XV. kal. Januarii, Cc* 3 S.) Wolfhardus Wölfel, Rector ecclesiae s. Luciae superioris monasterii Ratisponensis Andream Veyol, presbyterum Augustensis diocesis de tabellionatus officio auctoritate Johannis Petri Nicolai de Venturinis de Vrbe, civis Romani, sacri lateranens. pallacii comilis palatini investit. D. XXI, die Deccmb. (c. S.) Ilaintz von Rumblang bekennt, dass seine Streitigkeiten mit den verbündeten Reichsstädten in Swaben, die während ihrer Fehde mit seiner Herrschaft von Oestcrrich seine Vogtleute Fritschi Kayser, Uli im Tan, Jäcli Brandman und Cuni Scliedler, die ihm als Pfleger des Kindes seines Vetters Wcrnher Giel seel. von Glatburg zugehörten, gefangen genommen und mit Schatzung belegt halten, durch Vermittlung des Grafen Fridrichs von Toggenburg und des Rathes zu St. Gallen bcigelegt worden seien, und er von obigen Städten für seine Ansprüche und Fodcrungen 160 Reinische Gulden empfangen habe. Mitsiegler: Fridrich Graf von Toggenburg und der Rath der Stadt Sant Gallen. G. am St. Thomas Tag vor Weihnacht, (c. 3 S.) Hartman Aunsorg Bürger zu Ulm verpflichtet sich, eben so wie sein seliger Sweher Hans Gässler den Bürgern zu Ulm mit der Veste Riethain gegen allermänniglich beyzustclien. Mitsiegler: Ulrich von Hasperg und Jose von Ryschach. G. am Zinstag nach Thomas Tag. (c. 3 Sig.) Der IJurgermeister, Richter, und Rath und die Bürger der Stadt Passau bekennen, dass sie mit dem Herzog Johann in Bayern und desselben Vitztumb Hainrich Nothaflt hinsichtlich ihrer Kriege wegen der Niederlegung und Fürfahrt des Salzes zu Passau und wegen Conraden des Zachreysen und seines Gutes gänzlich vereinigt seyen, so dass Jeder aus des genannten Herzogs Lande mit Salz in Passau ohne Niederlegung fürfahren mag, oder dieses Salz daselbst nach Belieben verkaufen kann. Auch sollen alle Gefangenen ledig und alles vertheydingts Geld das nicht bezahlt ist, gänzlich ab seyn, so wie auch die Rechte, welche die Bürger von Passau auf Conrats des Zachreysen Hab und Gut erlangt haben. G. dos Mitwochen vor Weihnachten, (c. Sig.) Bürgermeister, Richter und Rath und gemeine Bürgerschaft der Stadt zu Passaw verpflichten sich gemäss schiedsrichterlichen Spruches des Bischofcs Georg zu Passaw und des Vlreich Probst, 14 * Kamerers zu Regenspurg, gegen Erzbischof Eberhart zu Saltzburg, dass die Niederlegung des Salzes zu Passaw hinfür abgestellt sein soll, und Jederman aus des Erzbischofes Land mit Salz vor Passaw Yorfahren dürfe nach Gefallen und dasselbe auch verkaufen könne. D. eod. d, Ulreich, Herzog zu Tegg, bekennt, dass ihm Chunrat der Weychsner, Zöllner zu Lanczsperg, aus Auftrag seiner gnädigen Herrschaft von Payern 70 Guldin ungrischer auf die jetzt vergangene Cotemper zu Weyhennachten an dem Cotemper-Gelde, worüber er einen Brief hat, richtig bezahlt habe. Siegler: sein Diener Fricz von Westersteten. G. an dem hl, Ewich-Aubend, (c. S.) 1412 4. Jan. )> 5. Jan. 8. Jan. X 4 1 2 . Johanns, Bropst und der Conuent des Klosters zu Roggenburg verkaufen an Grafen Ludwig zu Oetingen für freies Eigen ihre Güter zu Kalbensteinberg und anderswo [auf dem Walde gelegen, als die Kirche sarnmt dem Kiroliensatz zu Kalbensteinberg, mit Ziehenden und allen andern Sachen, die darzu gehören, nämlich 6 Höfe, 9 Hofstätten und 3 Güter zu Kalbensteinberg, 1 Ilof und 4 Güter, die Mühle und zwei Theilc des Zehendens zu Nyderncrlbach, 1 Gut zu Oberneribach, 3 Güter zu Tylenberg, 1 Gut zu Fünfbrunnen, das Gut zu Trautengercut, einen Mairhof zu Ahe bei Günzenhausen und 2 Lehen daselbst, 2 Weiher im Erlbach, die zu den vorgenannten Gütern gehörigen Wiesen und Hölzer, und den Zehenden aus etlichen Weingärten zu Tylenburg für 900 Gulden Rheinisch. G. am Montag vor dem hailigen Obersten tag. (c. 2 S.) Engelrnarus, episcopus Kyemensis, ecclesiarum parochialium rectoribus et eoruin sociis, cepellanis et aliis presbyteris suae dioecesis mandat, ut usurarios in suis parochiis constitutos compescant; ne adulteros manifestos dissimulent sed publice castigentj ut parochianos conipellant, ut, posfquam ad annos discretionis pervenerint, unctionc chrismatis consignentur, et insuper mandat, ut coneubinas, si quas hahent, infra duos menses a consortio publico et occulto paenitus excludant. D. Saltzburge die quarta Mensis Januarii. (c. S.) Johann Herzog in Bayern antwortet dem Ott Heyden dass er nicht schuldig sey demselben das Schloss Ilertenstein wieder einzuantworten, da derselbe seine Verpflichtungen nicht gehalten habe, D. Sulzbach in vigilia Epiphanie. (Copia simplex.) Derselbe schreibt dem Ott Heyden, wenn derselbe nicht wisse was zwischen genannten Heyden und des Herzogs seligen Vater wegen des Schlosses Hertenstein getaidingt worden sey, so solle er vor die herzoglichen Räthe kommen wo sich dann erweisen werde, dass Ott Heyden seine Verpflichtungen nicht gehalten habe. G. Altorf an Erharts Tag. (Copia simplex.) 110 1413 9. Jan. 13. Jan. 15. Jan. 16. Jan. 17. Jan. 30. Jan. Bischof Friedrich von Eichslädt verleiht dem Friedrich Weichscr zu Trawbling einen zu Regens- burg gelegenen Ilof als Leibgeding, gegen Bezahlung von 40 Ungar»' Gulden. Mitsieglcr: Erhärt Weihser Domherr zu Regensburg. G. des ncchstcn Samstags nach Erhardi. (e. 2 S.) Ulreich, Herzog zu Teck, bekennt, dass ihm Chunrat der Weyclisner, Zöllner zu Landczsperg, an den 2000 Guldin, welche ihm Herzog Ernst von Bayern und dessen Gemahlinn Elizabeth schuldig waren, 220 Guldin reynischer, und 112 Guldin reynischer und 3 Schilling müncher (zusammen 332 Gulden) von der Steuer zu Lanczsperg richtig bezahlt habe. G. an dem achtenden Tag des Obrosten, (c, S.) Johann Herzog in Beyern und Johann Burggraf zu Nuremberg kommen dahin überein, dass hinsichtlich ihrer Zusprüche und Uebergrifle bis kommenden Johanns Tag zu Sunnwenden gänzlicher Friede seyn soll, dann dass diejenigen welche zu Türssenreut gefangen worden sind bis genannten Johannstag frey gegeben werden, und dass die nach der Geschichte zu Türssenreut Gefangenen gänzlich ledig seyn sollen. Mitsiegler : Friedrich Burggraf zu Nuremberg. G. zu Mergentheim am Freitag vor Anthonicn Tag. (c. 3 Sig.) Jorg Bisclioff zu l’assau, welchem das Capitel einen Schuldbrief gegen Jorg den Aichperger um 3600 Gulden und einen andern gegen Dietreiclr den StaulTer um 1150 Gulden besigelt, diese Sicg- lung aber bei letzterem Brief auf 550 Gulden nicht ausgedehnt hat, es wäre denn dass genannter BisehotT diese Summe aus seinen Nutzen und Gülten ausrichte — verpflichtet sich diess so zu vollführen und gelobt zugleich deshalb keinen Unwillen gegen das Capitel zu haben. G. zu Passau cod. d, Mäcz Kupfrin Benczen Kupfers seligen Hausfrau und ihr Sohn Hans Kupfer verpflichten sich mit einem Eidsehwure, dem Hainczen von Rauns, dem jungen, gesessen zu Vischin, dessen sie mit Leib und Gut recht eigen sind, niemals zu entfahren, keinen andern Herrn noch Schirm zu suchen, ihm stets gewärtig und gehorsam zu seyn — insbesondere verpflichtet sich Hans Kupfer nur in der Genosssehaft und ohne seines Herrn Willen nirgends anders zu weihen, alles bey Vermeidung einer Pen von 40 Pfund Pfenning. Siegler: Friclc Schellang Bürgermeister und Bencz Stainbrecher Bürger zu Kempten. G. an dem nächsten Samstag nach dem zweli'ten zu Wyhcnachten. (Sig. desunt.) Herzog Johann in Bayern nimt den Abt Rudolf zu Vorembach zu seinen Kaplan. G. an sant Anthony tag Confessoris. Ludwig der Elter, Graf zu Otingen verkauft an Agnes, Vllman Stromairs seligen Wittwe, Bürgerin zu Nurmberg, die vom Probste Johans und dem Convente des Klosters zu Roggenburg (4. Jan. 1412) erkauften Güter zu Kalbensteinberg und auf dem Walde mit der'Kirclie daselbst sammt dem Kirchcnsatzc und den zwey Theilen des Zehendens zu Kalbensteinberg und Untererlbach, dazu auch die Vogtey und alle seine Rechte, die er schon vorher auf jenen Gütern gehabt, und etliche seiner Gereute, Hofstäten, Aecker und Wiesen zu Stainberg, Nygelspach, Erlbach und Mitteleschen- 111 1412 bach mit allen Zinsen, Stenern, Vogtey, Herrschaft, Setzung nnd Entsetzung des Gerichts und andern Rechten für 1800 fl. rheinisch, schwäbischer Währung. Von den dem Kloster abgekauften Gütern behält Graf Ludwig sich jedoch ausnahmsweise besonders vor, den Mairhof zu Alle bey Gunzenhausen nebst zwey Sölden daselbst. Mitsiegler: Grault Fridrieh zu Olingen, G. am Mitwuchen vor Sant Paulstag, als er bekert ward. (c. 2 S.) 32. Jan. Frydreich von Weygräting bekennt, dass nach seinem Tode seine Frau und Kinder nur mehr 3 Jahre auf dem ihm vom Risehof Jörg in Passau empfohlnen Hofe zu Weygräting verbleiben sollen. Siegler: Wilhalm der Aheimer zu Wildenau. G. am Freitag nach Antonii Tag. (c. Sig.) 35. Jan. Fridrieh, Burggraf zu Nurembcrg, quittirt die Bürgermeister und Räthc der Stadt Nurcmbcrg über die gewöhnliche halbe Judensteuer, welche sie an den zwey jüngst vergangenen sanct Michcls- tagen dem Römischen Könige zu entrichten schuldig waren. G. zu Nüremberg an sant Paulslag bekerung. 37. Jan. Bischof Jörg zu Passau ernennt den Abt Rudolf in Formbach zu seinen Kaplan mit der Vergünstigung, dass wenn Jemand von des Bischofs Untergebenen den Abt von seiner oder seines Klosters wegen zu sprechen hätte, derselbe nirgends anderswo dann vor dein Bischof zu Recht stehen soll, es sey um geistliche oder weltliche Sach. G. ze Passau an Mitichen nach sand Pauls tag Conversionis. 31. Jan, Stephan, Herzog in Beyern, verschreibt Hansen, Albreohten, Wilhelm und Wigolcis vom Wolf- sfain eine Schuld von 1Q0 guten ungerischen Gulden auf seiner Stadt und dem Schloss zu der Freyen- stat. G. zu Ingelstat am Sonntag vor Lichtmess, (c. S.) » Chunrad der Vcl bekennt, dass der vom Herzog Ludwig zu Lehen gehende halbe Hof zu Engelstorf und die Behausung zu Amberg, welche ihm Hans vom Degenberg Vitzdom zu Amberg anstatt des genannten Herzogs überlassen hat, nach seinem Tode dem Herzog Ludwig wieder ledig seyn soll. Siegler: Stephan Berehtoldshofer Landrichter zu Amberg. D. eod. d. (c. Sig.) 4. Fcbr. Schuldbrief des Herzogs Stephan über zwey hundert fünfzehn Pfund fünf Schilling Pfenning an Wernher den Fünsinger seinen Metzker. Ingclstat an Pßnlztag nach vnscr frawn tag zu Lichtmesse. j) Johanns Herzog in Nydern Beyern bekennt, Stepfan dem Seman 800 Gulden schuldig zu seyn, welche er demselben nach geschehener Mahnung am darauf folgenden Lichtmesstage zu bezahlen verspricht, und weist demselben die Gült von obiger Summe auf seiner Kanzley zu Straubing und auf der Vcstu und Pflege Kirchpcrg an. Bürgen und Mitsiegler: Fridrieh Awer zu Prennbcrg, Jörg Aichperger im Moss, Peter der Valkchenstainer zu Valkenfels, und Eberhart der Weng. D, eod. d. (c. 6 Sig.) 112 1412 4. Febr. 5. Fcbr. 7. Fcbr, 8. Febr. !> 10. Febr. Friderich von Eierbach, Chorherr und Kellner, Andres Steck, Chorherr und Schulmeister auf dem Dom zu Augspurg, stiften eine Pfründe und ewige Messe im Dom daselbst bei des Dachs sei. Kapelle in dem neuen Chor auf dem Altäre Sant Andres und Sant Martins und vermachen dazu die Kirchensätze und Pfarrkirchen zu Winterbach und llerboltzhouen, ein Aengerlein bei Ysenprechtzhouen und 2 Tagwerk Wiesinads zwischen llerboltzhouen und Erlingen. Die Lehenschaft jener Pfründe und Messe soll ihnen und den Nachfolgern in ihren Aemtern verbleiben. D. eod. d. Herzog Stephan bekennt, dass ihm sein Diener Stephan der üeid zu Ingolstat über den Schlagschatz zu Ingolstat genügende Rechnung abgelegt habe und dass er demselben wegen des Wolfs Haus zu Landshut genannt der Rosengarten und wegen bereits auf dem Schlagschatz angewiesenen Geldschuld noch 338 Pfund und 32 Pfenning schuldig sey, welche er genanntem Heiden auf seinem halben Schlagschatz zu Ingolstat verschreibt. G. zu Ingelstat am Fritag nach unserer Frawntag zu Lichtmessen, (c. S.) Eberhardus Episcopus Augustensis confirmnt fundationem altaris S. Andreae et Martini in ecclesia novi chori Augustensi a dominis Frid, de Elrbach et Andrea Steck Canonicis Augustensibus factam. D. Vif. Idus Februarii. (c. 2 S.) Eczel und Jörg Grafen zu Ortenberg Brüder vereinigen sich nach dem Rathe Albrechten des Preysingers zu Kophsperg, Vicztuinbs in Nyderbeycrn, Oswalden des Törringers Ilaubtraans zu Salzburg und der untengeschriebenen Räthe des Herzogs Heinrich mit dem Abte Philipp und dem Convente zu Ebersperg und in Folge dieser Einigung werden die Vogtrechte bestimmt, welche die Orten- berger auf Stücken und Gütern, gelegen zu Ekchelheim in Vilshofer Gericht und zur Hofmark Abbts- liofen gehörend, haben und jährlich einnehmen, sonst aber auf diese Güter keine Ansprüche noch Forderungen machen sollen. Teydinger: Ilartpreoht Harskircher, Hanns Fraunberger, Kaspar Törringer, Wilhalm Ahamer, Räthe des Herzogs Heinrich. G. zu Burkchawsen an Montag nach Liechtmess. (c. 3 Big.) Viczencz der Geräwtcr zu Weilham gelobt, den Herzogen Ernst und Wilhalm zu dienen als andere ihre Ritter und Knechte in ihrem Land ungefährlich , und sein Leben lang nicht wider dieselben noch ihr Land und ihre Leute zu seyn in keiner Weise. Siegler: Jobs von Reichen des Herzog Wilhalms Hofmeister. Siegelzeugen : Kaspar Torer Pfleger zu Pfaffenhofen, Heinreich Engel- schalch Pfleger zu Pael und Hanns Pelhaymer. G. an Montag nach sand Thorotea tag der heyligen Junckfrawn, (c. S.) Ritter Heinrich Schenk zu Geyren und Wygleiss Schenk entscheiden die Streitsache zwischen Scbolt Pfinzing, Burger zu Nurinberg, Pfleger der Klosterfrauen sant Clären Ordens daselbst auf einer, und Fridrich Schenke zu Geyrn auf der andern Seite, wegen des Klosters zu Sant Clären armen Leuten zu Ettenstat, Enhofen, Welmezhoffen, welche Fridrich Schenke gleich seinen Vorfahren besteuern wollte, was aber Sebolt Pfinzing widersprach, weil solches auch früherhin nicht geschehen 113 1412 sey, dahin: dass Sebolt Pfinzing dem Fridrich Schenke des genannten Klosters wegen hundert Gulden rheinisch leihen soll; und so lange dieser die 1ÖO 11. nicht zurückbczaldt hat, so darf er auch keine Steuer von des Klosters zu sant Klaren armen Leuten oder Gütern fordern, noch nehmen, falls | aber Friedrich Schenk dem Schölt Pfinzing oder dem zeitigen Pfleger des genannten Klosters die ! 100 11. wieder bezahlt, so soll es in allen Stücken für beide Partheien verbleiben, als es vorhin j gewesen — doch unbeschadet ihrer Rechte. G. an sant Scolastxa tag der heiligen Junckfrawen. (c. 3 Sig.) 12. Febr. Albertus episcopua Rafisponensis Andream abbatem monastcrii in Weltenburg, qui ni'mis disso- lute, voluptuose, prodigialitcr et enermiter vixit, et bona ejusdem monastcrii dissipavit, alienavit et distraxitj praedicta abbatia privat, ammovet et destituit. D. die duodecima mensis Februarii. 1 7 . Febr. llans vom Degenberg Vitzdom zu Amberg bekennt hinsichtlich der ihm von seinem seligen Vetter Kteffan Degenberger angeerbten 2 Rriefe, welche von der Herrschaft von Ilaycrn auf Rüger den Göllingcr und Hainrich Kamerauer zum Ilaitstein um 202 Pfund Pfund Pfenning lauten darum denselben jährlich 20 Pfund Gelts auf der Maut zu Kamm verschrieben sind, dass der Herzog Johann in Bayern diese Briefe gänzlich gcledigt und gelöst hat. G. am Mitwochen vor Jnvocavit, (c. Sig.) 19. Febr. Ruprecht Lechsperg, der sich auf ein halbes Jahr mit 4 Pferden und 3 bewaffneten Knechten in den Dienst und Sold der Stadt Koffburcn begeben hat, und dem dafür 110 gute Reinische Gulden versprochen worden, verpflichtet sich, sich genau an die Befehle derselben zu hallen und sie überall und gegen Jedermann zu vertreten, für allenfallsige Gefangenschaft, Verlust von Pferden und Waffen keinen Ersatz zu fodern, mit Gefangenen, die er in ihrem Dienste mache, nach dem Söldnerrecht von Ulm und Memmingen zu verfahren, und allenfallsige Klagen vor kein fremdes Gericht, sondern nur vor den Amman der Stadt zu bringen. Bei seinem während des halben Jahres eintretenden Tode soll der treffende Sold an seine Erben entrichtet werden, G. an dem Freytag zunächst vor dem weissen Sonntag, (c. S.) 21. Febr. Conrad Muralier, Ritter zu Gutenekk, und seine Hausfrau bekennen, dass ihnen die Stadt Ilirssau und der Markt Snayttenbnch verpfändet gewesen, Snayttenbach aber nunmehr für den Herzog Ludwig durch Hanns vom Degenberg, Viccdom in Amberg, um 500 gute Reinische Gulden von ihnen gelöst worden sei, und sie hiemit allen Ansprüchen auf denselben Markt entsagen, und dem Herzog mit den Pfandbriefen über Hirssau, in denen ihre Pfandschaftsrechte auf Snayttenbach enthalten wären; keinen Schaden bringen wollen. G. am Sonntag als man singet Invocavit. (c. 2 S.) 24. Febr. Petrus de Vercillestis, sacri palatii apostolici causarum auditor, ex commissione papae Johannis XXIII., defflnitivam ab auditore Jacobo Moresfini in causa inter abbatem et convenlum monastcrii inferioris Alte et Leonardum Steynhartinger exuna— et Johannem Ellenbach ex altera partc super parochiali ecclesia in Aurbach latain senlenliara promulgat in qua decernitur, parochialcm eccle- 15 114 1412 25. Febr. 26. Febr. >! 1. März 4. März 6 . März 7 . März siam in Aurbach ad abbatem et conventum supradictos et ipsius perpctuam vicariam ad Leonardum prcdictum spectare et pertinere. Rome apud Sanctum Petrum, die vicesima quarta mensis Februarii. Heinrich Mengelsreuter bekennt, dass die ihm von Hans vom Degenberg Vitzdom zu Amberg verliehene Wüstung und Oede genannt in der Unsäld, woselbst er ein Wcyarstat machen und Wismad räutten soll, nach seinem Tode der Herrschaft Waldeck wieder ledig seyn soll. Mitsiegler: Hartung vom Eglofstein der junge Pfleger zu Waldek. G. in die Mathie. (c. Sig.) Herzog Johannes von Bayern, Erwählter zu Liitich und zu Löen bestätigt dem nans von Degenberg, Ritter, seinem Erbhofmeister in Bayern, alle Lehen, Freiheiten, Rechte und Gnaden, die er von seinen Alt-Vordern hat. (Ex üb. cop.) Salomon Jude von Regenspurg bekennt, dass ihn der Bischof Jörg zu Passau als seinen Juden aufgenommen hat, so dass er die nächsten 2 Jahre unter demselben in der Freiung bey dem Nidern Daus zu Passau bey andern seinen Juden sitzen und bleiben soll. Siegler: Ilainreich von Puchperg Pfleger auf S. Jorgenperg. G. am Frey tag vor Reminiscere. (e. Sig.) Conrad Flurstet, der Fürsten und Herren Johannes und Fridreicli, Gebrüder, Burggrauen zu Nuremberg Amtmann auf der Vesten zu Nuremberg errichtet mit Einwilligung der Zeichenmeister und Färbermeister zu Werde eine Färberordnung für Werde. G. zu Nuremberg am Dinstag nach dem Suntag Reminiscere in der Vasten, (c. S ) Dauid und Ileya die Juden, zu Lantzhut verkaufen das Haus, welches sie von Herzog Ilainreich gekauft hatten und das früher des Guglär gewesen war, an Hainreich den Groll, Schuster, Bürger zu Lantzhüt und Kathrey, seine Hausfrau. Siegler: Peter der Hermstorffer, Richter zu Lantzhut. Zeugen: Charl der Sporrer und Eberhart der Satler, Bürger zu Lantzhut. G. An Freitag in der andern Vastwochen, (c. S.) nanns Truchtlichinger zu Peugen vermacht seine Veste Peugen sammt dem Dorf Teginng, der Hube zu Niesgau, der Mühle Peugen und dem Gut Kchopel, seinem Sohn, Herrn Hainreich dem Truchtlichinger, und bestimmt das, was darüber noch übrig bleibt, für seine Söhne, die Herren Jorg und Ilainreich die Truchtlichinger. Uebrigcns soll er obige Güter bis zu seinem Tode für seinen Sohn Ilainreich verwalten, und dieser mit Jorg Truchtlichinger auch noch gleicher Erbe seines übrigen Vermögens seyn 3 auch übergibt er dem Ilainreich alle auf obige Güter bezügliche Briefschaften. Zeugen: Herr Andree Kamerhuber, Conventual zu Sewn, und Willialm der Layminger, Peter der Schönsteter, Asm der Smäutzhauser, Jörig Schönnprunner und Ludweig der Gredinger. G. in der Vasten des Sonntags, als man singet oculi mei semper ad dominum, (c. S.) Peter Gross zu Trockaw vertauscht dem Herrn Heinreich, Abt des Klosters zu Michelvelt, und dem Convent daselbst, sein Gut zu Patendorf um den Zehent zu Trockaw) aus dem Gut zu 115 1112 Patendorf sollen jührlich 9 Schilling Pfenninge an die Kämmerei des Klosters, und von dieser Summe hinwieder dem Pfarrer zu Püchelpacli 60 Pfenninge entrichtet werden und das übrige der Oblcy des Klosters zu einem kleinen ewigen Jahrtag für ihn, seine Hausfrau und Eltern verbleiben. Mitsiegler: die Ritter Eberhart Gross und Wilhalm von Wisentaw. G. an dem nechsten Montag nach Oculi in der heligen vasten, (c. 3 S.) 9. Mürz Vlrich Eckmanshofer und Sophia, seine ehliche Wirthin, vertauschen dem Herrn Fridricli von Törtzbaeh, Probst, Herrn Wilhelm von Gailingshaiin, Dechant, und dem Cpnvent des Gotteshauses zu Rebdorf ihre Güter zu dem Wintershof sammt dem Gericht und der Vogtei daselbst um des Gotteshauses Güter zu Geberstorf, mit Ausnahme der Vogtei und des Gerichtes zu Lanndeck. Bürgen und Mitsiegler: Ilainrich von Bopfflngen, Hofmeister des Bischofs von Eystet, und Chraft Morspeck -zu Puech. G. an dem nechsten Mitwochen vor sant Gregörgen tag des heiligen Babsts. (c. 3 S.) 11. Miirz Bartholome der Schrenk Bürger zu München verkauft seine 3 Höfe, seine Hube, sein Lehen und das Dorfgericht zu Awing an den Ritter Sweyker von Gundolling den iiltern um 321 Gulden. G. an Gregorii Abend, (c. Sig.) 12. Mürz Jorg der Frawnwerger der Junge zu dem Ilag übergibt laut Bestimmung seines Vetters, Herrn Wilhalm des Frawnberger sei., dem Herrn Peter, Abt zu Metin, und dem Convent daselbst 100 Pfund guter Regenspurger Pfenninge zu Jahrtiigen und ewigen Lichtern. G. an Sand Gregorii tag des heiligen I’absts. (c, S.) • » Chunrat Zymerman zu Wyrnsing und Kathrey seine Hausfrau bekennen, dass ihnen die Abtissin Margret und der Convent zu Obermünster ihr Zimmer- und Bau-Amt zu W'yrnsing, Püning und Meg- ling zu Leibrecht verliehen haben. Siegler: Hans der Perkchaimer zu Waybling und Chunrat der Chastner zu Metzing. D. eod. d. (c. 2 Sig.) 14. Mürz Ilainrich von Westersteten von Katzcnstain, welcher in Herzog Ludwigs und seiner Riithe Gefüngniss zu Ilöchsteten gekommen war, weil er ein Geleit gebrochen und überfahren hatte, schwört bei seiner Freilassung Urfehde und gelobt, ohne des Herzogs Erlaübniss in keines seiner Schlösser zu kommen und besonders an Beringer dem Hein und seinen Sühnen wegen seiner Verhaftung nicht Rache zu nehmen. Mitsiegler: Gerlach von Weissingen und Hanns von Althan. G. An Montag nach sant Gregorieu tag. (c. 3 S.) 16. Mürz Herzog Johannes von Bayern, ertheilt dem Ulrich Fürstein, seinem Herold, das Vorrecht, jührlich 3 Pfund Kulfen und zehn Pfund kleines Salz von Schiirding aus mautfrei die Donau aufwärts zu führen, G. den Mittwochen nach Letare, (Ex lib. cop.) 21. Mürz Johann Herzog in Bayern erlaubt den Bürgern zu Neuburg, wegen der Bauten daselbst vom Getränke ein Ungelt zu erheben, und zwar vom Eimer Wein oder Meth 4 Mass, und vom Mess Malz 16 Pfenning. G, zu Sulzbach am Montag vor unser Frauen Tag Annunciationis. 15 * j 16 1412 21. Mürz 22. Miirz 26. Mürz 7. April 11. April 12. April 13. April Jacob Trawtsun von Spreclien.stain vererbrechtet einen Weingarten in Alguiuler Pfarr, genannt der Rayn, gegen einen jährlichen Zins von zwo Urn guten Weins aus dem Garten, Most Mass und auch Meraner Mass und von einem Pfund Pfeffer. D. eod. d. (c. S.) Johann Herzog in Bayern erlaubt den Leuten zum Tennespergc gesessen einen Markt an diesen Berg zu machen und sich mit Gräben, Zäunen, Planken und Thorhäusern zu befestigen, ertheilt diesem Markt alle Freiheiten und Rechte welche die Bürger der Stadt Neuenburg haben und bestimmt die Wündcl welche in genanntem Markt gehalten und genommen werden sollen. G. zu ISulzbacIi ain Eritag vor unser Frauen Tag Annunciationis. Ilaupt Marschalk zu Bappenheim und seine Hausfrau Krön von Rotenstain des seligen Cunrals von Rotenstain Tochter verkaufen den von Friedrich von Laubenberg Abt in Kempten zu Lehen gehenden vodern und hintern Berg zu Kiildi sammt Zugehörungen jedoch mit Ausnahme der Kirche, des Kirehensatzes und Vogtrechtes zu Kumbratzhofen, des Bauhofes zu Kalidj und der Zehenten zu Altensried an Tlioman und Ludwig von Rotenstain des vorgenannten Cunrats von Rotenstain Kinder und derselben Vetter und Pfleger Ulrich von Rotenstain gesessen zu Worringen um 5350 Pfund Haller. Gcwern: Cunrad von Haymenhoffen, Hainrick von Ysenburg, Ulrich von Haymenkouen und Hainrich von Schellenberg. G. an dem h. Balmabent. Stephan, Herzog in Beyern, Friderich Bischoff zu Eysteten, Fridericli Burggrave zu Nuremberg, Ludewig und Friderich Grafen zu Oetingen, und Seitz Marschalk von Oberndorf schliessen auf 2 Jahre ein gegenseitiges Schutzbündniss gegen allen Raub, Mord, Brand und andere Uebergriffe, damit die Strassen sicher gehalten werden mögen. G, zu Perchingen am Pfmtztage nach dem h. Ostertage, (c. 5 Sig.) Fridrich, Burggraue zu Nuremberg bewilligt den Bürgermeistern, dem Rath und den Bürgern zu Rote, ein Umgeld von Wein und Bier daselbst zur Beihülfe der nothwendigsten Stadt-Bauten erheben zu dürfen, und verleiht denselben zu gleichem Zweck den Zoll zu Rote gegen eine jährliche Abgabe von 70 fl. rhn. G. am nechsten Montag nach dem Suntage Quasimodogeniti. Derselbe quittirt anstatt des römischen Königs Sigmund, dass ihm die Burger zu Memingen die halbe Juden-Steuer für die nächsten zwey vergangenen versessenen Jahre bezahlt haben. G. zu Onoltzbaeh am Dinstage nach dem Suntage Quasimodo geniti. (c. S.) Albrecht Frewdenberger, Pfleger und Landrichter zu Aurbach entscheidet die Irrungen wegen der Empfahung der Lehen, die Fridrich Schenk selig zu Reicheneck geliehen, und nun von Hanns von Apsperg, Wernher Parsperger und Andern verliehen werden wollen, dahin, dass die Burger des Raths der Stadt Nuremberg so lange in ruhigem Besitz ihrer Reicheneckischen Lehen verbleiben sollen, bis die Parteien sich über das Recht zur Belehnung vertragen haben. G, am nechsten Mitwochen nach der heiligen Osterwochen. 117 1412 14. April Eberhart ; Graf zu Wirtemberg, schlichtet die Streitigkeiten Eberharts, Bischofs zu Augspurg, des sämmtlichen Domkapitels und des Ralhes und der Bürgerschaft daselbst einer- und der Gebrüder Albreht und Rudollf von Uohentann andererseits also, dass beide Partheien sich mit einander aussöhnen und gut Freund sein, der Friede am Montag vor St. Geryentag bei Sonnen-Untergang beginnen, allenfalls während der Zwischenzeit zugefügter Schaden gut gemacht, alle Gefangene beiderseitig freigclassen und noch unbezahlte Schatzungen nicht mehr erhoben •werden j auch wegen des von Albreht von Uohentann gegen seinen Oheim, Grafen Rudollf von Montfort, gemachten Angriffes alles ausgeglichen sein soll. G. Kirchein am Donnerstag vor dem Sonntag Misericordia doinini. (c. S.) 15, April Philippus abbas monasterii S. Jacobi Scotorum Ratisbonae, a sede apostolica delcgatus, mandat citationem cujusdam Armigeri, Christophi Gravenwerder, alias Gundacher dicti, qui census quorundam bonorum in inferioi Ueyss ad monasterium S. Emeraini llatispone pertinentium injuste recepit. D. Ra- tispon. quinta decima die mens. Aprilis. 28, April Rafzko von Jarobitz zum Rysenberg reversirt, dass er über die Ansprüche und Forderungen an die Burger zu Regensburg, wegen welchen er sie einige Zeit befehdete, nunmehr Berichtigung erhalten, und dass er im Falle neuer Ansprüche und Irrungen eine allenfallsige Befehdung vorher wolle ansagen lassen, und zwar zehn Tage voraus. Mitsiegler: sein Oheim, Conrad Muraeher, Ritter und herzogl. Marschall. G. zu Kamb am Pfintztage nächst vor Sand Giirgen tage. 29. April Der Burggraf Fridricli von Nüremberg quittiert die Stadt Lyndaw für die empfangene Reichssteuer der letzten 2 Jahre, nämlich für 700 Pfd. Heller und für die halbe Judensteuer, welche Summen sie ihm auf Befehl des röm. Königes Sygmunden zu entrichten hatten. G. am Freitage vor sand Walburgen Tage. (c. S.) 3. Mai Johann Herzog in Beyren und Johann Burggraf zu Nüremberg übertragen die Entscheidung ihrer Streitigkeiten von wegen der Gefangenen und der Geschichte zu Türssenrcwt dann von wegen der Untermark und Reynung zwischen den Herrschaften Aurbach und Beheimslein dem Fridricli Burggrafen zu Nüremberg und dem Hans von Degenberge Vitzthum zu Amberg. Auch sollen Albrecht von Ilohenloch und Hans vom Degenberge auf den Dienstag vor kommenden Himmelfahrt-Tage auf die Gemerke Awrbach und Beheimstein reiten und eine Reynung und Untermark zwischen diesen Herrschaften bestimmen. G. zu Nüremberg am Eritag nach Walpurgen Tag. (c. 2 Sig.) 4. Mai Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern, verpfänden ihrem Diener, Pauls dem Aeresinger, für eine Schuld von 700 neuen ungerischen Gulden, ihre gewöhnliche Stadtsteuer zu Landsperg im Betrag von 32 Pfd. Müncher Pfenningen. G. zu München ain Mittwoch nach dem hl. Kreuztag, als cs gefunden ward. (c. 2 S.) Wilhalm, Herzog in Bayern, verkauft seinen frei eignen Hof zu Kirchaym im Gericht Wolflfert- hawsen sowie zwei Huben daselbst sainmt den dazugehörigen Sölden an seinen Diener Pauls den Aeresinger, um 460 neue Ungerische Gulden. D, ib. et eod. d. (c. S.) H8 1412 11. Mai Johannes pnpa privilegium renovat, ut Abbates in Seeon mitra, annulo et aliis pontificalibus Insigniis libere possint uti, nec non benedictionem solemnem super populum post missarum et ves- perorum solemnia dare. D. Rome apud S. Petrum. V. Id. Mai. Pontificatus anno secundo. » Johann Herr zu Ilaidekk, Bürgermeister zu Regensburg, quittirt über seine letzte Quartals- Besoldung mit Erklärung seines Dienst-Austritts. G. an vnsers Herrn auflart abent, Ce, S.J 16. Mai Die Herzoge Ernst und Wilhelm erlauben dem Kloster Scheftlarn zur Ergetzung erlittener Schäden und Beschwerden, dass es die Scheiben Salz, die es nach seine Brief Ausweisung wöchentlich zollfrey hat, nach Notlidurft wohl versetzen und verkaufen möge, bis es aus seiner Geldschuld kommt. G. München an Montag nach dem auflart tag. (c. 2 S.) 18. Mai Fridrich, Burggraue zu Nüremberg bescheint den Bürgermeistern und Rathen der Stadt Rotenburg den Empfang von 80011. für die gewöhnliche Reichssteuer der nächst vergangenen zwey Jahre, und den von 75 11. zu dem guldin Opferpfennig, G. am Mittwochen vor Pfingsten, (c. S.) 22. Mai Ernst, Herzog in Bayern, bekennt, dass sein Bruder, Herzog Wilhalm, das Gut zu Kirchhaym an Pauls den Acresinger mit seiner Einwilligung verkauft habe. G. zu München an dem heyligen Pfingsttag. (c. S.) 25. Mai Fridreich, Herzog zu Oesterreich, erlaubt dem Gotteshaus zu Wettenhawsen in seiner Herrschaft zu Burgaw, dessen Vogt er bisher war und das durch die Belästigung seiner Jäger, Hunde und Rosse sehr zu Schaden kam, sich einen andern Schirmer und Vogt zu suchen, und verzichtet auf alle Vogtei und das jährliche Vogtrecht von 12 Pfund IRiller. G. ze Baden an Sand Vrbans tag. (c. S.) 26. Mai Friderich Burggraue'zu Xuremberg und Hanns von Degenberg Ritter, Vicztum zu Amberg treffen in den Streitigkeiten, welche zwischen Johannsen Herzog in Beyern und Johannsen Burggrauen von Nurem- berg bestanden haben, folgende Entscheidung: die beyden Fürsten und die Ihrigen sollen gute getreue Freunde seyn, der Burggraf Johanns von Nüremberg soll des Abts Conrats zu Waltsachsen —Herzog Johanns soll des Herrn Bartholomes gnädiger Herr seyn ) die Gefangenen sollen von beyden Seiten freygelassen werden ; für die 1000 Mark Silbers mütterliches Erbe, welche nach des Burggrauen Fridrich zu Nurein- berg Tode genannter Burggraf Johanns dem Herzog Johanns von Beyern schuldig ist, soll derselbe ihm 1000 Gulden bezahlen und ihm dafür verpfänden das Schloss Belieimstain, die Stadt Begnicz mit dem Arczberge und die nachbenannten Forste, Dörfer und Güter, als: Newendorf, Steckenpuhel, Prunne, Wiltbergk, Ileynprunne, Ncwenhof, Puchach, Zucz, Lone, Lobensteig, Steinenrewt, Schönfeit, Lynten- liart, Kaltental, die Burgkhut, den Oberforst, das Eychech, Ivesprunne, Escliach, Ilunerpach, Krugspühel, Miiczwinkel und die 4 Hämmer bey Lewbs gelegen; beyde Herrn sollen in den nächsten 3 Jahren in keine Unfreundschaft mit einander kommen und vorkommende Zwistigkeiten sollen durch 2 Räthe von jeder Partey und einem Obmann, den die klagende Partey aus des Gegners Riithen zu wählen 119 1412 hat, entschieden werden. Mitsiegler: Herzog Johanns und Burggraf Johanns. G. zu Vorchheim am Donrstag nach dem heiligen Pfingsttage. (c. 4 S.) 27. Mai Ludwig Pfalzgraf bey Rhein, dann die Herzoge Stephan und Otto verpflichten sich gegenseitig, dass sie den Scliiedspruch, weichen die 7 von ihrem Vater hiezu verordneten Spruchleute getlian, halten, einander nimmer bekriegen, sondern sich freundlich und behilflich seyn, alle sich etwa ergebenden Zwistigkeiten durch Grafen Fridrich von Lciningen und Johann von Katzenclcnbogen beylegen lassen und dem Bischof und Stift sowie der Pfaflhcit zu Worms ihre Freyheiten und Rechte nicht schmälern wollen. G, zu Haydelberg vffi den negsten Freytag nach dem heyligen Pfingstag. 29. Mai Steffan, Herzog in Bayrn, Seitz Marschalk in Oberndorf, der Jüngere, Vicedom in Obernbayrm llanns vom Gumppenperg Marschalk, Wieland Swelher und Ulrich Riedrer entscheiden die zwischen der Abtissin und den Klosterfrauen zu Xidern-Schonfelld und denen von Veltheim einer- und den Bürgern der Stadt Rain andererseits wegen der zwischen Rain und Schonfeld gelegenen Viehweide entstandenen Streitigkeiten dahin, dass jedem der beiden Theile seine Viehweide und sein Gemcinde- Antheil, unter Beobachtung der darauf bezeichneten Marken, verbleiben soll, und die von Veltheim ihr Vieh an den Bach unterhalb des Brückleins zur Tränke, beide Theile aber, wenn das Gras abgemäht ist, auf das Wiesmat treiben dürfen. G. am Sonntag nach Urbani, 30. Mai Fridrich, ßurkgraf zu Xurenberg, überlässt und vererbt Albrecht, Pfarrer zu sant Sebnlt in Xuremberg wegen geleisteter Dienste bey der Wahl des Königs Sigmund zu Frankfurt, an dessen Hof zu Vngarn, bei der Botschaft zum Pabst und in andern Sachen, das Fünfttheil an dem Garten vor dem Tirgartner Thor der Stadt Xuremberg, wovon Heinrich dem Vorstknecht die erstem vier Fünftheile vererbt sind, gegen einen jährlichen Erbzins von 1-t 11. — an den Waldamtmann zu Xuremberg. G. zu Cadclspurg des nehsten Montags nach sant Vrbanstag. (c. S.) 1. Juni Hans Grünenwald der Murer, welcher wegen eines von seinem Bruder Cunrat Grünenwaldcr selig verübten Diebstahles mit diesem vom Bürgermeister, Amman und dem Rathe der Stadt Kempten ins Gefängniss geworfen, aber aus demselben als unschuldig entlassen worden war, schwillt, sich wegen seiner Gcfangenhaltung und wegen der Hinrichtung seines Bruders, den sie verurtheilt haben mit dem Rechten das man zu ihm gericht Lat als zu einem Dieb, an denen von Kempten nicht rächen zu wollen. Siegler: Bentz Reichenbach, Stattamman zu Kempten. G. an vnsers Herrn Fronlichnams Abendt. (c. S.J 3. Juni Friderich, Herzog zu Österreich, bestätiget seinem Getreuen Jacob Rudolf von Guntzburgg von Xeuem alle die Pfandschaften, die derselbe von seinen Vorfahren besitzt, und erlaubt demselben auch, diese Pfandschaften auf seine Hausfrau, Cläre Haymcrin, überzutragen. G. zu Fryburg im Bryssgow am Freitag nach Gottsleichnamstag. (c. S.) 120 1412 8 . Juni 16. Juni 22. Juni 28. Juni 7. Juü 10. Juli Utz Brästel den man nennt Fläsch-Utzen bekennt hinsichtlich des von Ilainrich von Schellenberg an ihn verkauften Satzes an dem Gut zu dem Wyler bey Waugegg und an dem dabey gelegenen Gute zu dem Mfitzlins, dass er auf das Fedcrspil in den Hölzern die zu den genannten 2 Gütern gehören keinen Anspruch haben soll. Siegler: Bentz der Slainbreclier Bürger zu Kempten, und Utz Eihart Landamman des Gotteshauses daselbst. G. am Mittwochen vor Vitz Tag. (c. Sig.) Eberhart von Bachenstein, Vogt zu Warpcrg, und Justina, seine eheliche Hausfrau, machen sich gegen ihren Schwager und Oheim, Arnolt von Seckendorf! zu Mern verbindlich, ihm die Wiederlösung der an sie verkauften Zehenten zu Erlach, Botzendorff und Stainbcchlein, die dem Stifte Wircz- burg zu Lehen rühren, für die Summe, welche sie dafür gegeben haben, verstatten zu wollen. Mitsiegler: Jacob von Feltbrech, Küster zu Ilcrriden und Hans von Boppfingen, des Bischofs zu Eystet Hofmeister. G. an Donerstag nach sant Veycztag. (c. 4 S.) Ernst Herzog in Bayern erlässt hinsichtlich der Klagen der Bürger zu Pfaffenhofen gegen ihren Pfarrer den Freyberger folgenden Ausspruch: Der Pfarrer soll das Läuten vor der Wandlung welches er verweigert hat, hinfüro thun als von Alter herkömmlich ist 5 die Bürger sollen demselben von Allem was sie in ihren Gärten bauen, den Zehend entrichten; der Pfarrer soll hinsichtlich des Seel- geräths von einem Verstorbenen dem alle Gottesrechte widerfahren sind, nicht mehr nehmen als 72 Pfenning, ohne der Bürger von Pfaffenhofen 'Willen und Wissen keinen Schulmeister aufnehmen, und die Kirche mit 2 wohlgelchrten Gesellen besetzen; die Bürger von Pfaffenhofen sollen das Spital daselbst mit 2 frommen Männern als Pflegern besetzen und es soll bey dem geschehenen Bau sein Verbleiben und der Pfarrer nichts dagegen zu Widerreden haben; der Pfarrer soll auch die Bürger daselbst fürbass nimmer bannen oder über sie läuten ausser es werde ihm vom Pabst oder Bischof seines Bisthums geboten. G. zu München am Mitwochen vor Johanns Tag zu Sonnewenden. Bruder Dietrich Kerlinger, Prior zu Regensburg, Prediger-Ordens quittirt den Rath der Stadt Regensburg über empfangene hundert ungarische Gulden, welche die Stadt jährlich an den Orden zu zahlen hat. D. in vigilia SS. Apostolorum Petri et Pauli, (c. S.) Bernhart der Armansperger zu Gincliofen und seine Hausfrau verzichten gegen den Abt Ulrich zu sand Ilaymeran und dessen Convent auf alle Ansprüche und Forderungen wegen der Angriffe und Schäden, die ihnen Ulrich Ebron zu Wildenberkch und Hanns Tannberger zu Aurolczmunster mit deren Helfern wegen etlicher Ansprüche auf des Gotteshauses Amthöfe zn Gincliofen und Perg zufügten. Teidinger und Mitsiegler: Ritter Görg Hutter zu Haymspach; Jacob Murlier zu Vorchten- berkch u. A. G. des Pfincztngs vor sand Margarethen Tag, der hl. Jungfrau, (c. 3 S.) Albrecht Herzog zu Oesterreich übergiebt an den Bischof Jörig zu Passau welcher sich einer Federung vou 9300 Pfund Pfenning von wegen der demselben vom seligen Herzog Albrecht verschriebenen 600 Pfund Pfenning Gelts begeben, und an den erwähnten 600 Pfund jährlich 250 Pfd. Pfenning Gelts nachgelassen hat, die Veste zu Tulbingen gelegen auf dem Tullnerveld mit den t 121 1412 11. Juli 13. Juli 16. Juli 20. Juli Dörfern Stestorff, Chetzleinslorff und allen Zugehörungen, wie seine An die liochgeborno Fürstin Frau Beatrix von Nurembcvg Herzogin zu Oesterreich sie inne hat, jedoch so dass erst nach derselben Beatrix Tode die genannte Veste an den Bischof Jorg übergehen soll. G, zu Wien am Sunntag nach Ulreichs Tag. (c. Sig.) Diepolt Mertz, Bürger zu Memmingen, und Eisbet Beliemin, seine Hausfrau, verkaufen mit ! Einwilligung Hans Walthers, als Trägers der Eisbet Beliemin, der Frau, Eisbet von Kempten, Otmar J Lütkirehcr, genannt Amman, sei. Wittwe, und deren Söhnen VIrieh, Cunrat und Jos den Lütkirohcrn, Bürgern zu Memmingen, ihren halben Theil an dem Gericht zu Güntz sainmt dem Kirchensatz und der Lehenschaft der Kirche daselbst, ferners den Maigerhof, zwei andere Höfe und einen halben Hof zu Güntz, ihren Antheil an dem Fischwasser der Güntz und dem Ilumbeltzhuscr Bache, 10 Schilling jährlichen Zinses aus des Hirten Haus und Garten und einige Leibeigne um 850 Rinische Gulden. Bürgen: Erhärt Stüdlin, Bürger zu Memmingen. Mitsiegler: Hainrich Vaynagg, Bürgermeister zu Memmingen, Hans Wennaister, Bürger daselbst, Cunrat Scheich, Stadtammann zu Memmingen. G. an dem nehsten mentag vor sankta Margarethen Tag der heiligen Junkfrowen. (c. 4 S.) ! J Ulreich Visoher von Dachaw bekennt, dass er wegen seines Handels mit seinem Vetter Ulreich j Utzz von Dachau wegen ihrer Nutzungen auf dem Aloch durch Chunrat den Ebmer mit genanntem ! Utz gänzlich vereinigt sey. Siegler: Chunrat der Ebmer Kästner zu Wasserburg. Zeugen: Hans ! Pruckslegel und Chlaus ßorwolf l’fenttermaister zu München. G. an Margreten Tag. (c. Sig.) j Theseres und Hans die Frawnlioffer verkaufen 2 Fischwasser zu Pfrandorff und ihr Wismat zu Ylbing an Willialm den Schenk von Stoffenberk mit Vorbehalt des Wiederkaufes um 400 Gulden* G. am Samztag nach Margreten Tag. (Copia Simplex.) Johanns Abt zu Kaisheim bezeugt, dass der selige Vlrich von Trewehllingen bis an seinen Tod die Feste Graispach in Pfandschafts Weise innegehabt; nach dessen Tode sein Eibe Hanns von Mittelburg, von welchem llanns der Gebwolf diese Feste gelöst habe; nach dessen Tode haben Vlrich Marschalk und seine Erben, mit Namen Walther von SegkendortF und Vlrich Ebran sich dieser Feste unterwunden, von welchen dann Herzog Ludwig die genannte Feste gelost habe. D. eod. d. (o. S.) .Vor Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Hirsperch, bringt Frau Kathrey von Hochenfels, Wittwe, einen Gerichtsbrief, in dem ihr nilpolt von Ilochenfcls, ihr Gatte seel., 1200 Gulden Ungrisoh und Behaitnisch als Morgengabe auf die Dörfer KerckhofTen und Elmanstortf und die Purcharts Mühle verschrieben hat, und fragt, ob sie den Brief sannnt den Gütern nicht nach Belieben vergeben könne. Dagegen bringt Hans vom Wolfstain einen Kaufbrief auf die F’esle nidern Sollzpurg lautend, die der obgenannte IIilpolt von Hochenfels besessen, und einen dieselbe Feste betreffenden Verzichtbrief der Anna von Seckendorf vor, und fragt, ob etwa der Brief der Kathrey von Hochenfels den seinigen irgend einen Nachtheil bringen könnte. Darauf ward zu Recht erkannt, dass die Kathrey von llochenlcls ihren Brief und die Güter, jedoch unbeschadet der Rechte des Hans vom Wolfstain) 16 122 1412 22, Juli 25. Juli 26. Juli 29. Juli » 3. Aug. 10. Aug. nach eignem Belieben vergeben könne, worauf sie Brief und Güter ihrem Eidam Hans von Seckendorf und ihrer Tochter, Anna von Seckendorf, als volles Eigenthum übergab. G. zu dem Stain des Mitwochen vor St. Marie Magdalencntag. (c. S.J Die Stadt Kempnat huldiget und schwört Treue dem Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein und Herzoge in Beyern, und verspricht, nach dessen erfolgtem Ableben dasselbe auch dem ältesten Sohne, den er hinterlassen würde, zu thun. G. auf sand Marien Magdalcnentag. (c. S.) Ursel Schondorferin Meisterin und der Convent des Klosters zum Holz geben dem Abt Johann und dem Convent zu Thierhaupten ihre Rechte und Briefe über die Kirche und den Kirchensatz zu Echingen auf, dagegen das Kloster Thierhaupten die vom seligen Kaiser Ludwig zu Echingen gestiftete Wochenmesse und Jahrtag begehen und jährlich die Hälfte des Zehends zu Echingen dem Gotteshause zu dem Holz verabreichen soll. G. an Jacobs Tag. (c. 2 Sig.) Bürgermeister, Rath und die gesammte Bürgerschaft der Stadt Amberg leisten dem Pfalzgrafen Ludwigen den Lluldigungseid, und wollen ihn auch, wenn er einst gestorben sein wird, dessen ältestem Sohne leisten. G. auf den nächsten Dinstag nach sant Jacobs Tag. (c. S.) Ebenso die Bürger zu Nappurg. D. eod. d. Sigmund, röm. König, gebietet den Bürgermeistern und Rathen der Stadt zu Rotemburg vf der Tawber, die gewöhnliche und auf künftigen Sant Martinstag fällige Reichssteuer an den Burggrafen Friedrich zu Xüremberg oder dessen gewisse Botschaft zu entrichten. G. zu Ofen des nehsten Fri- tags nach Sant Jacobs Tag. Derselbe gebietet den Bürgermeistern, Rathen und Burgern der Stadt Xuremberg die auf künftigen S. Martinstag fällige Steuer von 2000 11. dern Burggrafen Fridrich zu Nuremberg zu entrichten. D, ib. et eod. d, Vor Ulrich Pollinger zu Perg, klagt an offenem Landgerichte Hans Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft Hirsperch , an dessen Statt er zu Gericht sass, gegen Peter Pienfzenawer, Probst zn Perchtoltzgadem, und das Gotteshaus daselbst, und verlangt 1000 Mark Silbers als Entschädigung, weil ihn der genannte Probst um Werscliaft dem Abte zu Kastei und dessen Gotteshause versetzt hatte, nach seines Briefes Sage, ohne ihn zu erlösen; worauf ihm alle Güter des Probstes in der Grafschaft Hirsperch gerichtlich zuerkannt werden, bis obige Summe getilgt ist. G. zu dem Stain, des Mitwochen vor sand Oswalts Tag. Die Herzoge Ernst und Wilhelm versprechen Conraden von Harthaim zu den 100 Gulden, welche er ihnen schuldig ist, noch 100 Gulden auf Weihnachten zu geben, dafür dass er ihnen mit seinem Schloss von Jacobi bis wieder auf Jacobi wider mäuiglich dienen soll, ausgenommen ihren 123 1412 12. Aug. 16. Aug. 17, Aug. 55 28. Aug. Vetter Herzog Ludwig vom Rhein, und seinem Bruder, und Schwager, die Burggrafen von Nürnberg. G. Am Laurenzen-Tag. (Ex Arrod.) Landgraf Johanns zum Leuchtemberg versetzt als Vormünder seines Vettern, Landgrafen Gorgen, den Gebrüdern Heinrichen und Eberharden von Puchpergk für das geliehene Geld, die Bürgschaft- Leistung und andern Schaden, welche denselben von ihrem Vettern Conraden dem I’uchpergcr zum Schelenstein sei. als Erbe zutielen, und zusammen 800 ungerische Gulden betragen, einige Güter, jährliche Zinse und Gülten in der Stadt und dem Markte zu Osterhofen, zu Werwolfing, Winehlarn, Sneipping, Zeidlarn , Gulching, Mäging und in dem alten Markte zu Osterhofen, deren Nufznicsung aber erst mit dem Tode der Landgräfinn Kungunden zum Leuchtemberg, geboren von Schawnbcrg, beginnt; behält sich aber auf obigen Gütern die Herrschaft, das Gericht, die Mannschaft und Lehenschaft vor. Mitsiegler. - Peter der Tungast zum Clebs.tein und Heinrich der Vischpek. G, am Freitag nach sand Laurentij Tage. (c. 3 S.) Niklas PawlstorlTer zu llawtzentorf bekennt, dass nach seinem Tode seine Schwäger Hans, Wernhart und Luetbig die Sewberstorfl'er 400 Gulden von ihm erben sollen, wesshalb er denselben seinen Bruder Kunrat den PawlstorlTer zu Ilaselbach, seinen Schwager Hainreich den Hawtzentorfler zu Llawtzentorf und seine Vetter Albrecht und Wilhalm die lbiwlstorfier zu der Kürn als Bürgen stellt. Misiegler : Ulreich der Dewrlinger. G. am Erchtag nach unser Frawn Tag als sie verschiet. (c. 2 Sig.) Hanns von Rosenberg, Ritter, zur Zeit Schultheiss in Nürnberg und Elisabeth seine ehliche Wirthin verschreiben aus der Stadtsteuer der ihnen samt Veste verpfändeten Stadt Stain vier und dreyssig Gulden jährl. Leibgedings an Ilanns Camrer, Söldner zu Nürnberg um zwey hundert vier Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Ritter Heinrich Schenk zu Utenhofen, Sigmund zu I’appenheim Marschalk des h. r. Reichs und Jacob von Wolfstain. G. am Mitwochen nach U, L. Frawentag Assumptionis. Chunrat der Nusperger zu Kolmberg, Marschalch in Nydern-Bayern, und seine Hausfrau bessern die Einkünfte des Spitales zu Viechtach, welches ihr En säl., Chunrat der Nusperger, und dessen Hausfrau Osan stifteten, indem sie demselben verschiedene Güter und Gefälle anweisen, namentlich ein Dorf genannt Pühel, ein Gut zu Chogel, einen Hof zu Ilarthawscn, einen Hof in der Smolezgrub, ein dazu gehöriges Haus nebst Garten zu Viechtach u. m. Andre. Teidinger: StelTan Pfarrer zu zu Mospach; Niklas der Nusperger zu Newn-Nuspergk u. m A. Milsiegler: seine Brüder Niklas und Eberhart die Nusperger; Ritter Hainreich der Nothaft zu Wernberg, z. Z. Vifztumb in Nidern- Baycrn; Görg der llamspergcr zu Ramsperg, sein Ohaim, und sein Vetter Erasm der Wartter zu Stainach. G. des nächsten Mitiehens nach u. 1. Fr. Tag, als sie verschaiden ist. (c. 2 S.) Die Gebrüder, Ludweig Rudolf, Bürger zu Auspurgk, und Ilanns, Peter und Ilainrich die Rudolf, Bürger zu München, bekennen, dass ihr Grossvater, Hainrich Rudolf sei,, den geistlichen 16 * 124 1412 Frauen an dem Anger zu München den Ilof zu Mitterndorff im Dachawergericht und 260 Ungerische Gulden mit ihrer Einwilligung geschenkt habe, die Klosterfrauen dafür aber den Barfüssern zu München jährlich 20 Ungerische Gulden zu Lesung einer ewigen täglichen Messe in dem Gotteshaus am Anger entrichten sollen. Obiger Hof soll nie verkauft oder versetzt werden, G. an sand Augustinus tag. (c. 4 Sig.) 31. Aug. Kaspar von FrawnhofTen begiebt sich aller Foderungen, die er an den Bischof Gorig zu Passau wegen geleisteter Dienste gemacht hat. Taidinger und Mitsiegler: Graf Etzell von Orttenberg des genannten von Frawnhoffen Vetter. G. des Mitichs an Gylligen Abend, (c. 2 Sig.) 4. Sept. Stephan Herzog in Bayern ertheilt den Bürgern zu Wasserburg die Gnade, dass ihr Freyung und Jahrmarkt zu Michaeli, der bisher 3 Tage gedauert hat, nun 8 Tage dauern soll, und bewilligt denselben, während dieser Zeit von jedem Pfund Kaufinanswaaren 4 Pfenning Zoll zu erheben. G. zu Wasserburg am Suntag vor unser Frauen Tag als sie geboren ward. 5. Sept. Hans Loterpeek Landrichter in der Grafschaft Ilirsperch bestätigt dem Herman Pechlaler von Pechtal seine liechte auf das Halsgericht zu Tutingen, worauf Marchart Ilintzenhauser zu dem Stain und Ulrich Hempergär zu dem Gensperg Ansprüche gemacht haben. G. zu Gaymershaim des Montags vor, unser Frauen Tag Nativitatis, (c. Sig.) » Hans Loterpeek Landrichter in der Grafschaft Ilirsperch erneuert und bestätigt von Landgerichts wegen dem Bischof Fridreich zu Eystet, dass in desselben Bischofs Gebiet ein Landrichter nicht richten soll ausser um Dief, Mord und Notnunft, und dass wer gegen des Gotteshauses Eystet Güter um Gült oder Gelt zu klagen hat, zu Eystet vor dem Bischof in seinem Hofe vor seinen Bittern und Knechten Recht nehmen soll. G. zu Gaymershaim des Montags vor unser frawn Tag Nativitatis. (c. S.) 9. Sept. Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern verpfänden Hainreich dem Dyesser für ein Anleihen von 800 Gulden, ungrisch und Ducalen, ihre Feste Rauhenleehsperg samint dem Forst und allen dazu gehörigen Rechten und Nutzen, und versprechen die Feste während der nächsten 7 Jahre vom künftigen Lichtmesstag an nicht einzulösen, nach deren Verlauf sie übrigens alle Jahre volle Gewalt haben sollen, die Feste um Lichtmess gegen Erlegung der Ilauptsumme und der auf den Bau verwendeten Auslagen zu lösen,, Im Nothfall soll der Dyesser oder seine Erben die Feste weiter verpfänden können, aber nur mit ihrer Einwilligung. G. zu München am Freytag nach unsrer Frauentag, als sic geboren ward. (c. 2 S.) r> Viviancz Ahamer bekennt, dass ihm die Herzoge Ernst und Wylhalin von Bayrn 200 Guidein guter neuer ungeriseher wegen seines Vaters, und auch wegen der Veste Ellenkofcn zu rechter Zeit bezahlt haben, wofür er hieinit seine gnädigen Herren statt seines Vaters quittiert. G. am Freytag nach u. Fr. Tag, als sie geborn ward. (c. S.) 125 1412 9. Sept. 21. Sept. 27. Sept. 6. Oet. 5 ) 7. Oct. 9. Oct. Michel von Xidernaltach, von dem Ratli zu llegenspurg wegen Diebstahles gefangen gesetzt und mit Blendung bedroht, wird in Rücksicht auf seine Jugend und auf Fürbitte mit gesunden Augen und Leib entlassen, auf 10 Meilen von der Stadt verwiesen, schwört Urfehde und stellt als Bürgen seinen Stiefbruder, llanns den Dratzielier, Bürger zu llegenspurg. Siegler: Peter der Maller, Scliult- heiss zu llegenspurg. D. ib. et eod. d, (c. S.) Hanns Pantz zu Möring bekennt, dass er auf dem Hof daselbst im Voburger Gericht, den er von Frau Barbara der Pütreicliin, Abtissin zu sunt Klarn an dem Anger zu München, und dem Convent daselbst auf drei Jahre bestanden hat, ein Haus mit Steindach und Ziegeln und ein Viehhaus bauen soll. Siegler: Hanns der Värchl, Bürger zu Ingolstat. D. In die Mathey appostoly. (c. S.) Stephan Miigenperger der Jünger, Bürger zu Weysssenburg, schwört dem Käthe daselbst Urfehde, und gelobt, sein eheliches Weib Kathrein nicht aus der Stadt zu fordern, sie nicht am Leibe oder Leben zu strafen und derselben Hab und Gut auf keine Weise zu veriiussern, Siegler: der erber und veste Ilaubt Marschaik zu Pappcnheym, und sein Vater der alt Stelfan Mägenberger. G. am afftermontag vor Sand michels tag. (c. 2 S.) Wenzeslaus sedis apostolieae protonotarius decanus pataviensis, cui proposuit Jacobus de Lack presbyter Aquilegensis diocesis, quomodo a quodam Henrico Schetzel pro clerico Pataviense se gerente enormster vulneratus esset, declarat, praedictum Ilcnricum qui ad citationem non comparuit, culpabilem in praemissis esse, et in sententias majoris excommunicationis incidisse. D. Patavie die quinta Octobris. Herzog Heinrich in Bayern gewährt den Bürgern des Markts zu Griesbach zwey Jahrmarkt, den einen an Sankt Veitstag, den andern an Sankt Michels-Tag, und einen Wochenmarkt an jedem Mitichen. G. zu Praunaw an Mitwoehen nach Sant Michels tag. Landulphus Sancti Nicolai in Carcere Tulliano SS. Rom. ecclesiae diaeonus Cardinalis Barensis vulg. nuncupatus, judex et commissarius a sede apostolica specialiter deputatus, causam inter Ludo- vicum duccm in Bavaria ex parte una ac llainricum etiain ducem in Bavaria ex parte altera super melioratione, recompensatione et super additione liereditatis paternae ipsius ducis Ludovici per dictum ducem llainricum fienda ad Cancellarium papae Johannis XXIII. remittit. Dat. Romae scptiina mensis Octobris. (Instr. not.) Stephan Herzog in Bayern verleiht das Dorf und Gericht zu Snaitpach das ihm vom seligen Wilhelm dem Schenken von Stumpfsperg ledig geworden ist, dem Seitz Marschalk von Oberndorf dem Jungen. G. zu Ilochsteten am Suntag vor Gallen Tag, Perehtolt, Probst des Gotteshauses zu St. Peter in Pnurberch, und der Convent daselbst wählen nach dem Tod ihres bisherigen Vogtes, des Ritters, Ulreich Torer zu Eyraspurchk, dessen Sohn, Kaspar den Torer, in derselben Weise und unter denselben Bedingungen wie früher dessen Vater, zu ihrem Vogt. Mitsiegler: des Vogtes Vetter, Hanns der Torer von Uornstain. D. eod. d. 126 1418 10. Oct. 13. Oct. 15. Oct. 17. Oct. Fridrich, Burggraue zu Nuremberg, Oberster Verweser der Marcke zu Brandenburg thut den Bürgermeistern und UiiUien der Stadt Rotenburg zu wissen, dass ihm König Sigmund für seine Dienste jährlich 4000 fl. zu geben versprochen und der Bezahlung halber auf die gewöhnliche Reichssteuer von Rotenburg und andern Reichsstädten verschrieben habe, G. zum Berlin am Montage vor Galli. Gorig, Graf zu Ortenwerkch, verkauft sein frei eignes Gut zu Stokchorn in der Ilohenstcter Pfarrei und im Griespekcher Gericht an Andre, Abt zu Fürstenzcll, zu einer ewigen Wochenmesse in Wendelkiriclien um ein Geld, das ihm Herr Fridreich, Pfarrer zu Ilolienstat bezahlte. Mitsicgler: sein Bruder, Etzlein, Graf zu Ortenwerkch. l’aidinger und Zeugen : Hainreich Kollenperiger, Pfleger zu Ortenwerkch, Jacob Ilawner und Ilartprecht Ilawnperiger. G. am St. Cholmans Tag. (c. 2 S.) Ott von Meissaw oberster Marschalch und und oberster Schenk in Oestreich befreyt des Klosters Tegernsee Leute und Güter in der Wachaw von Entrichtung aller Steuer. G. zu Horn am Sambstag nach Colraans Tag. Hanns Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch erkennt, auf die Klage des Seitz Erlacher, dass ihn Theseres und Hanns die Frawnhoflcr, von seinen Gütern, Gerichten und Vogteyen zu Walntingen treiben wollten, dass genannter Seitz Erlacher in Nutz und Gewähr ihrer Festen Arnsperch und Egersperg mit allen Zugchörunger, so wie des Dorfs Uhingen , der Fäschwasser zu Kemnaten und ihres Antheils des Dorfs Erlingshoffen zu setzen sey bis er hinsichtlich seiner Beschädigung bis zu 1000 Mark Silbers, befriedigt sein wird. Schirmer: die Herrn von Bayrn, der Bischof von Eystet, Fridrich und Johans von Ilaydeek, Alle von Laber, Jörg und Jobs von Abensperch, Alle vom Wolfstaine, Alle Menndorifer, Hanns Pawr, Herman Pechtaler. G. zu Gaymershaiin des Montags nach sand Gallen tag. (c. S.) Derselbe erkennt auf die Klage des Seitz Erlacher, dass ihm die Gebrüder Theseres und Hanns Frawnhoffer zu Arnsperch ein Muth Mehls aus seiner Mühle zu Walnting genommen: — der Kläger sey in Nutz und Gewähr der den Frawnhoffern gehörigen Festen Arnsperch und Egersperg zu setzen, bis er hinsichtlich seiner Beschädigung, mit 100 Mark Silbers befriedigt sey. D. ib. et eod. d. Derselbe erkennt, dass Seytz Erlacher, wegen einer Foderung von 46 Gulden, um welche er sich gegen Jorgen den Zucker für die FrawnhofTer wegen eines Maiden verbürgt hat, wegen Beschädigung um 100 Mark Silbers in Nutz und Gewähr der Frawnhofferschen Festen Arnsperch und Egersperg gesetzt seyn soll. D. ib. et eod. d. (c. S.) Desselben Spruchbrief, wodurch Ulrich Muracher zu dem Holnstain in die Güter des seel. Albrechts von Abensberg in der Herrschaft Riedenburg wegen einer Schuld von zwey hundert Pfund Regensburger Pfenninge eingewiesen wird. D. ib, et eod. d. 127 1413 31. Oct. Heinrich Nothaft zu Wernberg Vic/.domc In Nidercn Beiren bekennt für seinen Aidein l’etern Camerawer, als dessen Vormünder, dass Johanns der Junger Lantgraue /.um Leuchtcmberg und Graue zu Halls ihm 800 Gulden von der Summe von 1600 Gulden, dio der Lantgraue Johanns der Elter selig Friderichen Ramsperger und Albrechten Camerawer schuldig gewesen, bezahlt habe. Mitsiegler : Gorg der Aichperger. G. am Freitag nach sand Gallen tage. 29. Oct. t Johanns, Landgraf zum Leuthemberg und Graf zu Halls, und seine Gemahlin verkaufen für sich und den Langgrafen Gorg, dessen Vormund jener ist, dem Ritter Jan dem Ramsperger zu Saulberg und dessen Hausfrau ihr Schloss und Feste Leonsperg mit aller Zugehörung und dazu das Amt, das Steffel von Peygarting der Zeit inhat, mit allen Rechten und Nutzen, wie es Fridrich der Ramsperger sei. besessen, alles zusammen um 2180 Gulden ungeriscli und Uucatcn, und um 1100 Gulden Reinisch, und um 200 Pfund guter Regenspurger Pfenninge. Mitsiegler: Ritter Gorg der Aichperger im Mos, Gorg Fraunberger zum Naternberg und Peter der Tungast zum Klebstein. G. an Samtztag vor aller Heiligentag. (c. 4 S.) 30. Oct. Haubt zu Pappenheim, des heiligen Römischen Reichs Marschalk entscheidet als erkürter Obmann die Streitsache Hainrichs, Probsts zu Solnhofen, seines Gevattern, gegen Vlrieh Hacker, wegen dem Probste zugefügter Misshandlung und andern Sachen, dahin, dass Beklagter dem Kläger Abbitte leisten, dieser aber jenem verzeihen solle, und, falls der Probst Hackern ermahnt zu Pappenheim in den Thurm zu steigen, so hat Letzterer so lange darin zu verbleiben, als der Probst wolle, oder, wenn solcher zu lange zürnen und ihn zu lange gefangen halten lassen sollte, er (Haubt zu Pappenheim) ihn heraussteigen Hesse. G. am nehsten Suntag vor Aller Ileiligentag. (c. S.) 31. Oct. Dorothea von Freiuntsperg, Haugen säl. von Goldegg chliche Tochter, bekennt, dass ihr zu ihrem ehlichen Wirte, Hansen von Freiuntsperg, keine Heimsteuer, weder an Geld, noch an fahrender Habe geworden ist, als allein ihr liegendes väterliches und mütterliches Erbe, obgleich ihm 1000 Gulden zu ihr verheissen waren; ferner, dass er dieses ihr Erbe gemehrt und nicht gemindert, auch ettliche, ihr versetzte Güter mit eignem Gelde gelöst, und ihr ebendieses Lösungsgeld überlassen habe, so dass weder er noch dessen Erben irgend eine Forderung an sie machen dürfen. Siegler: Uolreich von Weispriah, der Herrn von Oestereich Kainermaistcr, und Ekkhart von Liebenberg. Zeugen: Hainreich Karg, Pfarrer zu Zams; Gerwig von Rotenstain. G. an aller Ilailgen Abend, (c. IS.) 3. Nov. Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Hirsperg bestätigt dem Sweigker von Gundol- flngen dem jüngern, dass wenn Jemand auf desselben Güter im Landgericht Hirsperg klagen würde, solches dem genannten von Gundolflngen keinen Schaden bringen soll, wenn der Kläger dem erwähnten von Gundelfingen welcher nicht im Landgericht Hirsperg gesessen ist, die Klage an dem Ort wo er behaust und behoft ist nicht gehörig verkündet hat. G. des Pflnztags vor aller IJeyling Tag. (c. S.) 8. Nov. Hartung vom Egloffstein, Ritter, Pfleger zum Rotenperg bekennt für sich und seine Söhne Hartung, Pfleger zu Waldeck, Albrecbt gesessen zu Tunfeit, und Fritz, Amtman zu Trcsswicz dass ihm 128 1413 15, Nov. 23* Nov. 2. Dec. 6. Dec. )> 8. Dec. 19. Dce. / sein Bruder Allsrecht vom EgloiFstain, Ritter, Amtman zu Vorcheim und Class, dessen Sohn, alle ihre Lehen unter der Bedingung haben emplahcn lassen, dass wenn diese sterben, er Hansen vom Eglofstein von Dornpencz, seines Bruders Sohn, von den Lehen einen Theil lassen soll. G, am Dinstag vor sant Merteins tag. (c. 4 S.) Hanns der Ilewtar von Zeidlorn und Elspet seine Hausfrau reversiren über einen vom Gotteshaus Priel leibrechtweise erhaltenen Hof zu Zeidlorn, worauf sie ein Haus und einen Stadel zimmern, und wofür sie jährlich‘in die Stift kommen und dienen, so wie auch Schaumahl und Stiftmaid, Wiesgeld und kleinen Dienst geben sollen. G. Am Montag nach Sand Marteins tag. Heinrich Puechperger zu Newnpuechperg verkauft die Veste Emerskirchen zwischen Dinglfmg und Landau auf der Yser an llannsen den Weygel zu Stolzenegk, unter Bürgschaft des Ritters, Herrn Erhärt Satelpoger zu Liechtenegk, Mathews Altenburgers zu Ilaytkoven und Conrad Kammerauers zu Vyehawsen. G. an Sand Cleinentag dez heyl. Martrers. (c. 4 S.) Fridrich, Burggraf zu Nurcmbcrg, quittirt die Bürgermeister, Riithe und Bürger der Stadt Nuremberg über die Steuer von 2000 11., welche sie am jüngst vergangenen S. Merteinstage dem Könige Sigmund zu entrichten schuldig waren, und die er dem Aufträge des Königs gemäss zur Bestellung der Nothdurft des königlichen Hofes eingenommen hat, G. zu Tanngermünde am Freitage vor sand Barbaratage. (c. S.) Hanns der Leuterpeck Ritter quittirt die Herzoge Ernst und Wilhelm um 800 11. Ungar., die ihnen für die Gült zu Vohburg standen. An S. Niklas Tag. Hanns der Pehaiin entsagt allen Ansprüchen an die Kirche zu Hawinstorff, die zum Gotteshause Fürstenzell lehenbar ist, zu Gunsten Thoman von Weyar, um seine Mess und Altar zu Reis- pacli, nach üeissiger Bet Herren Marxen des Warlter zu der Wartt und anderer. Siegler: Ilainreicli der Pnxawer zu Poxaw und Meinhart der Florioner zu Marchelchoffen. Zeugen: Hanns der Perchoil'cr zu Reinprcchlstetten und Petter der Gawelchoffer Richter zu Reispach. D. eod. d. (o 2 S.) Frater Sanctus de Reale, papae poenitentiarius, Conradum Konhofer, dereforum doctorem, canonicum ecclesiae Eysletensis et aposfolici palatii eausarum auditorem, ex mandato Annae, abbatissae, et conventus monasterii sanctae Walpurgis Eysletensis limina beatorum Petri et Pauli apostolorum in Urbe ac sedem apostolicam pro anima quondam Ulrici Pintzenawer armigeri personaliter visitantem auctoritate domini papae ab Omnibus peeeatis absolvit et congruam ei poenitentiam iniungit. D. Romac apud Sanctum Petrum sexta ante Idus Dccembris pontifleatus Johannis, papae Vicesimi tertii, anno tertio. (c. S.) Peter der Smid gesessen zu Kolmberg, welchen sein gnädiger Herr, Herr Chiinrad der Nus- perger zu Kolmperg in seinem Gefiingniss gehabt hat, weil er seinem Pfarrer nicht unterlhänig 129 1412 24. Dec. 29. Dec, gewesen zu biissen seine Sünde um allen den Wucher, den er eingenommen und den ärgerlichen Lebenswandel, den er mit der Poilsterynn geführt hat, gelobt bei seinen Treuen, dass er allen Wucher, den er eingenommen, binnen Jahresfrist wiedergeben und zu der Poilsterynn nimmer kommen wolle zu sündlichen Sachen. Siegler: Niklas der Nusperger zu Newnnusperg. G. An Montag nach Lucie. (Sig. deest.) Chunrad der Kängel Bürger zu Reichenhall verkauft um 45 Pfund Pfenning «ein Haus, von dem man jährlich dem Domprobst von Salzburg fünf waicher Fuder Salz dient, an Meister Fridraich den Zymermann, Bürger zu Reichenhall. Siegler.- Matheis der Spindelwanger. G. an dem heiligen Weihnachtabent. (c. S.) Görig der Ahaimer zu Hagenaw bekennt, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm an dem Briefe, welchen er von denselben hat, lautend auf 600 Guidein, 400 Gld. zu rechter Zeit bezahlt haben, G, am Pllncztag nach Stephani prothomartyris. (c, S.) V 17 1413 4, Jan. 7. Jan. 9. Jan. 14 13 . Eglollf von Sunthain verkauft sein Gut Halldenwang mit Burg und Dorf, die Güter zu Hafenhofen, was alles der Herrschaft zu Oesterreich Lehen ist, und seine eigne Wiese zu Gorbach seinem Oheim Wilhalm von Slainhain von Bongarden um 1100 Reinische Gulden: Bürgen und Mitsieglcr : Seitz Marschalk von Oberndorlf der Aeltere, Uolrich Vetzzer zu Dylingen, Uolrick von Sunthain und Genvig von Riethain. G. am nächsten Mittwoch vor dem Obersten zu Weihnacht. ( 6 . 3 S.) Eberliardus, episcopus Augustensis, ecclesiam parocliialem beatae Margaretae virginis in Vlider- husen decanatus Lorch, spectanteia ad collationem abbatis et conventus monasterii in Elchingen iisdemque alias per Johannem de Liechtenstain, armigerum, proprietatis titulo donatam, et ecclesiam parochialem sancti Johannis Baptistae in Strauss decanatus Valhain, cuius ius patronatus praedictis abbati et conventui pleno iure pertinet, de consensu capituli ecclesiae suae monasterio in Elchingen cum singulis earum fructibus, reditibus et iuribus universis incorporat. D. Augustae septima ante Idus Januarii. (c. 3 S.) Vor Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Hirspercli, beweist Mathes Schenk zu Teginngen milteis Gerichtsbriefen und Fronboten seine Rechte auf den Zoll zu Werde, der sein Lehen ist, und was er daraus alles einzunehmen berechtigt ist, und wie dort Niemand zollfrei sei, ausser was zu U. L. F. zu Plangsteten gehört, worauf ihm diese Rechte bestätiget und der volle Besitz des Zolles zugesichert wird. G. zu Stain des Montags nach oberisten, (c, S.) 131 1413 9. Jan, 10. Jan» 12. Jan, » 13, Jan, 15. Jan. Der römische König Sigmund befiehlt :1er Stadt Lyndowc die gewöhnliche Reichssteuer vom vergangenen sant Martinstage dem Ritter Friscli-Hansen von Bödmen, oder dessen gewisser Botschaft, auszubezahlen. G. zu der Wijden, des nächsten Montags nach der hl. dryer König Tage. (e. S.) Stcifan von Abbsperg, Landrichter zu Nuerenbcrg beurkundet, dass Johannes Ilerlweg alle Klagbriefe und Rechte, die er vor dem Landgerichte auf jene Güter des Grafen Ludwig von Octingen zu Kalbensteinberg und auf dem Walde gelegen eiklagt und ervollet, welche dieser (20. Jan. 1412) der Agnes, Vlrnann Stromairs seligen Wittib verkaufte, genannter Witlwe auf und übergeben habe, so dass sie diese Güter, wie ihre andern innhaben und nutzen möge und auch seine erlangten Klagbriefe ihr zum Nutz und Frummcn stehen sollen. G. am Dynstag nach dem heyligen Obersttag, Steffen von Abbsperg empfiehlt den Herzogen Steffen, Jolianseu zu Ilollant, Ernsten, Wilhelm, Heinrichen und Johansen, Hansen den Slawlfer zu Ernfels zu schirmen. D. eod. d. (c, S.) Die Gebrüder Ernst und Willialm, Herzoge in Bairn , bekennen, dass sie dem wohlgebornen Grafen zu Oetingen, Fridrich, für geleistete Dienste 300 Gulden und für die Bürgschaft, die er für sie gegen Seifried von Wömdingen übernommen hatte, 180 Gulden schuldig seien und beide Summen auf den nächsten St. Johanns Tag zur Sonnwende bezahlen wollen. G. zu Müniclien am Pfintztag nach dem Obersten, (c. 2 S.) Albrecht der Pcrkchaimer, Landrichter in dem Viechtreich, verspricht Pcrnharten von Kokolttzgrub wegen des Brandes, dessen man ihn beschuldigte, Sicherheit seiner Person und seines Eigenthums, da gegen ihn kein Kläger auftrat. Vorsprechen und Urtheiler: Chunrat der Ambtman von Pebraeli, und Mathews der Wek von Vicchtach, der Ritter Chunrat der Nusperger zu Chalnberg, Niklas der Nusperger zu Ncwen-Nusperg, Hanns Winkchlar und Hanns Hochenpcrger, G. des noclisten Pfintztages nach sand Erhartz tag des heiligen Herrn, (c. S.) Hanns, Wernhart, Ludweig und Sygimund die Seybcrstarffer, Gebrüder verkaufen Ilartprcchten dem Ilarskircher zu Zangwerkch ihren Hof zu Perlshaim in Ncwnmarkgter Gericht gelegen, als freies Eigen. Siegler: Obiger Hanns der Seyberstarller, Mitsiegler: Ascm der Seyberstarllcr, sein Vetter. G. An Freytag nach Sand Erharcz tag. (c, S.) Rüdiger Korherr zu Brixen und Pharrer zu Prukg, Burkart von Mannsperg der Herzoge von Oesterreich Lantvogt in Swaben, und Jacob Trapp Ritter, Räthe und Abgesandte des römischen Königs Sigmund, vereinigen sich mit Ludwig von Dek Patriarch zu Aylay, Graf Hainreich von Görfz und Graf Fridreicli von Orttemburg Rüthen und Boten der Herzoge Ernst und Fridreich zu Oesterreich, so dass alle unfreundlichen Sachen zwischen dem römischen Kunig und den genannten Herzogen gänzlich ab seyn, dass beide Theile einander gegen männiglich beholfen seyn sollen, und dass der romishe Kunig den erwähnten Herzogen alle ihre Briefe und Rechte bestätigen soll. G. zu der Weiden am Suntag vor Antlionien Tag. (c. 2 Sig.) 17 * 132 1413 17. Jan. 18. Jan. i) 20. Jan. >! 25. Jan. 28. Jan. Vor Stephan Pertholczhofer, Richter zu Amberg, und vor den Schepfen daselbst beweist Chuonlz Keiner, im Spitale zu Amberg, gegen Ulrich den Liebhart, dass dem Spitale jährlich ein halber Eimer payrischen Weines als ewiger Zins auf aller Heiligen Tag aus dessen Weingarten am Amberg gehöre, welcher vormals des lierman Pfragners Eigenthum war. G. des Eritags, an snnd Anthony Tag. Sigmund römischer König gebietet allen Juden und Judinen in den Städten Halle und Rotem- bürg, seinen und des Reichs Kammerkneebtch, die an vergangener Weihnachten fällig gewesenen Gült in Opferpfcunige ohne Verzug und Widerspruch an seinen Protonotar und IJofschreiber Johannes Kirch durch dessen Boten zu tiberschicken. G. zu der Wyden in Fryaul des nehsten Mitwochen nach Sant Anthonii tag. Ulrich Fetzer der ältere bekennt, dass ihm der Graf Friderich von llelfenstain den halben Kirchensatz zu Schnailen an der Bräntzs verliehen hat. G. am guten Tag vor Sebastians Tag. Hainrich Grasman Vischer zu Gehäusen verpflichtet sich, keines seiner Kinder ohne Einwilligung des Klosters Ettal zu verheirathen, 'widrigenfalls er in die Strafe von 40 Pfund Pfenning verfallen seyu soll. Siegler: Caspar der Taeninger Richter zu Murnau. G. an Sebastians Tag. (c. S.) Weinmar und Albrecht die Enkel Ulrichs des Egkers seel. zu Saldenburg verkaufen unter Mitbesieglung, Peters des Egkers zu Steffling, Hannsens von Degenberg zum Degenberg, Fridrichs des Awers zu Prennberg und Peters des Valkehenstainers zu Valkchenfels ihre Veste Saldenau mit aller Herrschaft und Zugehörung, ausgenommen den Hof und Zehent zu Tondorf und den Hof zu Pamling, an den v. sten Ritter, Herrn Gorg Aichperger im Moos. G. Freytag vor Agncsen tag. (c. 4 S.) Stephan von Absperg, Landrichter zu Nürnberg erneuert auf des Bischofs Friedrich von Eichstatt Gesuch einen alten Gerichtsbrief des gedachten Landgerichts vom Jahr 1348, worin dem Bischof Albrecht von Eichstätt zuerkannt wurde, dass wenn Jemand um Gilt oder um Schuld auf sein oder seines Gotteshauses Gut klagt, man diesen vor ihn weiset. Wär dann dass er Jemand Recht versagt oder verzöge, dem rnöcht man fürbaz mit Recht an dem Landgericht zu seinen Gütern richten. G. am Freytage vor sand Paulus tage als er bekert warde. (c. S.) Hanns der Poxawer zu Marchelchoffen gibt dem Bischof Albrecht zu Regenspurg den halben Theil der ihm und seinem Vater um 50 Pfd. Regenspurger Pfenninge versetzten Gilt in der Herrschaft zu Ewerspewnt um 25 Pfd. Regenspurger Pfenninge wieder zu lösen. Siegler : der veste Ritter, Herr Marx der Wartter zu der Warft, sein Oheim, und Hainreich der Poxawer zu Poxaw. G. an sand Pawls tag conuersio, (c. 2 S.) Fridreich Awer schreibt an den Dietrich nächsenakchrer, dass er auf den ihm gen Lantzhut bestimmten Tag nicht habe kommen können da er nicht daheim gewesen sey, und fodert genannten Hächenakchrer auf, ihm einen weitern Tag gen Straubing, Regenspurg oder Kelhaim zu bestimmen, 133 4413 da er demselben nicht schuldig sey, seine Briefe in eines andern Herrn Land nachzuführen. G. am Sambstng vor unser Frauen Tag Puriflcationis. 88. Jan. Pfalzgraf Ludwig' vererbt dem Ruprecht Kästner, seinem Landschrcibcr zu Amberg einen Hof und fünf Sölden zu Wolffringen, einen Acker jenseits des Vcntzcnbachs, einen Ilolzwuchs und eine Holzstättc oberhalb Wolfl'ringcn, genannt die Gögel, gegen jährliche Entrichtung von 8 Gulden Riniscli. D. eod. d. 2, Febr. Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern befreyen das Kloster Fürstcnfcld, welches ihnen bei gegenwärtig grossen Nothdürften über sein Vermögen Hülfe geleistet hat, auf 20 Jahre von aller Steuer und Foderung, ausser wenn während dieser Zeit einer von ihnen gefangen würde, oder sic ihre Kinder verheirathen würden. Auch soll dieses Kloster hinfür nicht mehr mit Jägern und Falknern, Hunden und Falken, weder in Pcrngejaydcn und Sweingejayden noch sonst beschwert werden, aber die bisher den Jägern entrichtete jährliche Gült fortreichen. G. zu München an dem Liccht- messtag. (c. Sig.) 3. Feln\ Ritter Hans vom Wolfstain bekennt, dass ihm sein Ohaim Hans Eglofstainer für die Herzoge Ereilst und Wilhalm 100 reinische Guidein richtig bezahlt habe. G. am Freytag nach sand Jolians Tag mit dem guidein Mund. (c. S.) 4. Fcl)r. llndmar Apsperger von Apsperg, Pfleger zu Hirsperg, dem der Abt Gcory zu Castell die Vogtei auf der Probstei zu Hcbingcn, und alle in dieselbe gehörigen armen Leute empfohlen habe, verspricht sie getreulich zu beschützen und zu schirmen, auch mit dem Gerichte der Probstei Nichts zu schaffen zu haben, und auf erhaltene Weisung ungesäumt abzutreten. G. des nächsten Sonntags nach Liecht- mess. (e, S.) 5. Febr. Mertin von Waldenfelss und Kathrein seine Hausfrau verkaufen ihren Zehend zu Mosspach bey Winspach an den Bischof Friedrich zu Eystcten um 375 Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Stephan von Apsperg Ritter, Hans von Leonrode, Fritz von Seggendorf Aberdar genannt, und Hans Tiirrigcl. G. am Sonntag nach Liechtmcss. (c. 5 Sig.) G. Febr. Jiirg von Hurnhaym Ritter, genannt von Kalzenstain, und Hans von Gumpcnberg, dann Albrecht Türndel der Herzogin Elisabet Hofmeister und Hans Sluder entscheiden hinsichtlich der Misshellungen zwischen Caspar dem Torringer zu Torringen und Clara Heinrichs des Taufkirchcrs Wittib wegen des Dorfes zu Nieder-Neuchingen , dass wenn der Bischof und das Capitel zu Regenspurg das Dorf Neuching nicht bis kommenden Jörgen Tag lösen würden, genannte Taufkircherin dem Caspar Torringer bis kommende Pfingsten mit Losung dieses Dorfes gewärtig seyn und das Geld bey Heinreich dem Part zu München empfangen solle. Siegler: Albrecht Türndl und Parzefal der Zenger. G. an Thorotea Tag. (c. 2 Sig.) 134 1413 7. Febr. 8. Febr. 13. FcTbr. 14. Felbr. 20. Kehr. 21. Febr. Jörg Bischof zu Paussau verpflichtet sich, Jörg Aichperger im Mos seinen Marschalch , Ilein- reich Puchperger Pfleger auf S. Jörgenperg ob Passau, Pilgreim Rofawer, Hans Gcyselperger und Philipp Iloltzhaiiner Mautter zu Passau, welche sich fiir ihn dem Andree Swarzenstainer Pfleger in Fürstenegk wegen einer auf Lichtmess zu bezahlenden Summe von 1G00 Gulden verbürgt haben, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu entledigen. Mitsiegler: Das Capitol zu Passau. G. an Eritag nach Dorotheen Tag. (c. 2 Sig.) Vor Hanns Zalär, Richter zu Griespach, beweisen die geistlichen Herrn von Sand Nykla bei Passnw urkundlich, dass sie altere Rechte und gegründetere Ansprüche als Graf Jörig von Orten- berkcli auf zwei Güter bei der Wolfach im Griespekeher Gericht, genannt die Obernach und Nydernacb, haben, und erklären, dass sie dafür eine gerichtliche Bestätigung eines hofgerichtlichen Urtheiles besässen, und sie selbst diesem Urtheil nachgekommen seien, Graf Jörig aber nicht; worauf zu Recht erkannt wird, die geistlichen Herren seien in den Besitz obiger Güter von Gerichtswegen zu selzen und der dessfallige Gerichtsbrief des Grafen für kraftlos zu erklären. Zeugen: Hanns Altenburger, Hanns Gneystinger, Matheus Egkär, Jacob Tobelhaimer, Ulrich Fronhaimer, Albrecht Puclier, Rüger Nunhauser, Linhart Poppenperger etc. G. an Mitwochen vor Scolastika. (c. S.) Cliunrat Albe], Sohn des Schmieds von Perchtoltzhausen, von der Herzogin Elisabet in Bayern, Gemahlin des Herzogs Ernst, gefangen gesetzt, weil sie befürchtete, er möchte sich an ihrem Land und Leuten vergreifen, gelobt, dass er an sie und die Ihrigen keine Foderungen machen und keinen Schaden thun wolle. Siegler: Ulrich der Pfafl'el, Bürger zu München. Zeugen: Ilainrich Müllner der Flosman und Michel Flosman, beide Bürger zu München. G. am St. Vallenteins Abend, (c, S.) Die Herzoge Ernst, Wilhelm und Stephan von Bayern vereinigen sich zum Krieg wider die Herzoge Ernst und Friedrich von Oesterreich. G. Schongau, Montag vor Valentini. CEx Arrod.) Dieselben bekennen, dass sie in dem Zwiespalt gegen die Herzoge Ernst und Friederich hinter Eberhart Erzbischöfen zu Salzburg gegangen seyen. G. München am Sand Valentins-Tag. (Ex Arrod,) Johann Herr zu Ilaydecke verkauft seine Veste Prunekke mit Zugeliörungen insbesondere mit der Vogtey über das Dorf Altorf und den Leuten und Gütern zu Irferstorf, Erkenprechfzhofl’en, Scharfhausen und Wachenzell wie er sie von seinem Vater Friedrich zu Ilaydecke als mütterliches Erbe erhalten hat, an den Bischof Friedrich zu Eystet um 2200 Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Iladmar von Laber der jüngere, Ilainrich Schenk von Geyrn zu Uttenhoffen, Jörg Schenk von Geyrn, Sweig'ker von Gundolflngen der junge, Albrecht vom Wolfstain zu der Soltzpurg, Jacob vom Wolfstain zu Allers- percli, Hcrman Pechtaler zu Pechtal, und Seytz Erlaclier zu Hofsteten. G. des Montags vor Peters Kathedra, (c. 8 Sig.) Jörg Bischof zu Passau verpflichtet sich, die 1000 Gulden, welche er Hans dem Frawnberger dem altern zu Frawnberg schuldig ist, bis kommenden Lichtmess Tag zu bezahlen. Bürgen und 135 1413 Mitsiegler: Jörg Aiehpcrger im Mos Marschalcli, Heinreich Puchpcrger Pfleger auf Sand Jörgenperg, Pilgreim Rota wer zu Madaw, Andre Swarzcnstainer Pfleger zu Fürstcnegk, und Philipp Holtzliaiincr Mautter zu Passau. G. am Eritag vor Mathias Tag. (jj. 5 Sig.) j}3. Fcbr. Chuncz Lingk gibt dem Bischöfe Fridrich zu Eystet und dessen Stifte ein Ilaus und llofrait zu Orenbawr hinter des Kesselbodems Hause gelegen auf mit der Bescheidenheit, demselben einen Gulden rheinisch zu Herrngelt und 1 Fastnachthun zu Zins jährlich reichen zu wollen, wofür er Steuer- und bete-frei in der Stadt sitzen solle — ausgenommen die Mitleidenheit mit den Burgern bei einer gemeinen Landsteuer-Auflage, einem Feldzuge der Burger zu Ornbawr in gemeiner Herrnreise oder der Vertheidigung der Stadt und Schranken, wo er mit Harnisch und Wehre zu helfen hat; mit den Stadtrechten habe er nichts zu schicken, falls aber Jemand Ansprüche an ihn machte, so wolle er vor dem Vogt zu Arberg zu Recht stehen. G. an sant Mathias Abent des heiligen Z weif boten. 6. März Vor Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Ilirspercli, beweist Hainrich Hegingcr zu Keschingen durch Gcrichtsbriefe und den Fronboten seine rechtliche Ansprüche auf 100 Mark Silber Schadenersatz und somit auch seine Ansprüche auf alle in der Grafschaft Ilirspercli liegende Güter der Gebrüder Thescres, Caspar und Hans der Fraunholfer zu Arnsperck und insbesondere auf die Feste Arnsperck, weil er sich nämlich für die Fraunhoffer Jorg dem Zucker verpfändet, diese ihn aber, ohngeachtet ihres Versprechens, nicht bezahlt hätten; worauf dem Heginger obige Güter von Gerichtswegen überantwortet werden, die er so lange besetzen und gemessen soll, bis er für obige 100 Mark Silber vollständig entschädigt sein wird. G. zu Gaymerslmim des Montags nach St. Kun- gundentag, (c. S.) 9. Mürz Fridrich Nyemandsgenos verpflichtet sich hinsichtlich der Ileirath, die er mit der Schulhoferin Bürgerin zu Lanndshut mit des Herzogs Heinrich Einwilligung geschlossen und wozu genannter Herzog ihm alles Gut seiner Frau, wo es in seinem Land gelegen ist, wiedergeschafl't und gegeben hat, dass er und sein Sohn Fridrich sich nach des Herzogs Willen in Lanndshut oder anderswo in seinem Lande häuslich niederlassen und von ihren Kindern keines ohne des Herzogs Erlaubniss ausser Land schicken wollen, ausgenommen seinen Sohn Michel, der wohl in einem andern Lande sitzen mag. G. zu Lanndshut an Pfincztag vor Invocavit. (c. S.) 13. Miirz Marquart Lydwaeher und Barbara seine Ehewirlhin verkaufen ihr Erb-Burghut in der Veste Sandsee, ihr AVismad um den Egelsee und um den Berg zu Sandsee, die Holzmarken genannt AA'ydem- lcut, Rotenlcut und Prawnloch, ihren AA'eingarten-Antheil zu Sandsee, und 7 gezimmerte Ilofstett zu Mistelbach an den Bischof Friedrich und das Stift zu Eystet um 200 Gulden. Bürgen und Mitsiegler: AVihvold Pfolsspönter, Hanns Läntersshaymer, Seytz Erlachcr und Ulrich der Seckell. G. am Montag nach dem weyssen Suntag, (c, 5 Sig.) 136 1413 13. Mürz 16. Mürz 21. Miirz 27. Mürz 29. Mürz Johanns, Prior, und der Convent des Cartheuser Klosters zu Buclishaim hei Memmingen verkaufen das ihnen von ihrem Stifter, Ilainrich von Elrbacli, Domherrn zu Augsburg sei., vermachte Dorf Althain an der Mindel unterhalb Burgaue snmmt dem Kirchensatz mit Wissen und Willen des Bischofs Eberhart zu Augspurg und des Domeapilels daselbst, dann ihres geistlichen Vaters Ilain- richs, des Priors der Cartheuser zu Xüremberg, der Vettern ihres Stifters, des Herrn Friedrich von Elrbacli, Domhcrn zu Augspurg, der vesten Ilefrn, des Ritters Ilainrich von Elrbacli des Langen von Brandenburg, und Buppyiin von Elrbacli, Burkarts von Elrbach sei. Sohn, und schliesslich ihrer Schirmherrn, des Bürgermeisters und Ruthes der Stadt Memmingen, Laurentz dem Egen, Bürgermeister zu Augspurg, und dessen Hausfrau Dorothe um 1125 lteinische Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Friderich Burggrafe, Domprobst zu Augspurg, Friderich und Ilainrich von Elrbach, Ritter Egenlin von Schellenberg, Junker Ulrich, Marschalk von Oberndorlf, Heinrich Beham, Hans Tunmayer und Conrat der Amman, alle drei Bürger zu Memmingen. Sie verzichten auch auf das gewöhnliche Recht der Klöster, einen Kauf innerhalb 4 Jahren zu widerrufen. G. am Montag nach dem weissen Sonntag, (c. 14 S.) Elisabeth von Cleve und von der March Herzogin in Bayern verkauft an Sweyggcr von Gun- dolfing den jüngern den Sitz und Hof zu Tömling, welchen sic von Ulrich dem Ochsen gekauft hat. G. am Phinztag vor dem Suntag Reminiscere. (c. Sig.) Stephan Herzog in Bayern weist Conrad dem Weissen Bürger zu Wasserburg eine Schuld von 136 Pfund Pfenning und 52 Gulden, worunter 61 Pfund Pfenning für Wein welchen Conrad der Weiss dem Herzoge in das Gebirg zu seinem Kriege gesendet hat, auf dem Zoll zu Wasserburg an ( G. zu Wasserburg am Eritag nach Reminiscere. (c. Sig.) Sweyggcr von Gundolfingen der Jüngere, dem Frau Anna, Abtissin, und der Convent des Klosters zu St. Walburgen in Eystet ihr Dorf zu Pemfelt pflegschaftsweise übertragen hatten, gelobt, dasselbe ordentlich zu beschützen, in keiner Weise zu beschweren und nur 20 lteynische Gulden und 6 Hühner jährlich auf St. Michels Tag und was ihm etwa von Gerichtswegen zuflele einzunehmen. G. des nüchsten Montags nach Unser Lieben E’rauen Tag in der Fasten, (c. S.) Johans Burggraf zu Nürmberg und Albrecht Herr zu Hohcnloch, dann Ilainrich von Dürwang Ritter, Ulrich von ButendorlT, und Ulrich Riedrer Vogt zu Newnburg entscheiden hinsichtlich der Zwietracht zwischen dem Bischof Friedrich zu Eystet und Eberhart von Bachenstein seinem Amtmann zu Wartperg einerseits, dann Ernfrid von Seggendorfl, des Burggrafen Friedrich Hofmaister, anderseits wie folgt: Beyde Theile sollen gute Freunde seyn, und die Artikel welche Arnolt von Seggendorf zu Zenne zwischen Ernfried von Seggendorf und Eberhart von Bachenstein ausgesprochen hat, sollen bis kommende Pfingsten gänzlich vollzogen seyn. Hinsichtlich des Maydems, welchen Eberhart von Bachenstein dem Chunrat Mürnssheimer versprochen haben, und hinsichtlich der 100 Gulden welche derselbe von dem Toppier, des Mörnsshaimers Manne, eingenommen haben soll, soll Ilainrich von Dürwang die Theile vergleichen. Wegen des Auflaufes, den der Hefner und der Scwm mit dem Mürnssheimer und seinen Bauern gehabt haben, soll Eberhart von Bachenstein diesen Hefner und Scw in i 37 1413 | den Thurm zu Warfperg legen, und ohne des Burggrafen Johann besonderes Geheiss nicht entlassen. Die Zusprüche des Ernfrid von Seggendorf an den Bischof von Eystet, weil desselben Amtleute die armen Leute zu Ornbaur anders hallen als herkömmlich sey, sollen von Burggrafen Friedrich wenn er wieder ins Land zurückgekehrt ist, entschieden werden. Hinsichtlich des Aufhaltens, welches denen von Onolspach zu Lerpawr geschehen ist, soll Ilainrich von Diirwang die Sache gütlich berichten. Siegler: Johann Burggraf zu Nürnberg und Albrecht von Jlohenloch. G. zu Niirmberg am Mitwoch vor Letare. (c. 2 Sig.) 30, März Friedrich von Tortzbach Probst zu Bcbdorlf, Walther von Seggendorf genannt von Stopfenheim und Hainrich Schenk von Geirn Bitter entscheiden hinsichtlich der Misshellungen zwischen dem Bischof Friedrich zu Eystet und Michel Zöllner, dass beyde Tlicilc gute Freunde seyn sollen, dass Michel Zöllner für das was er des Bischofs Leuten genommen hat, demselben inner Jahres-Frist zweimal mit 5 Mann mit Glefen dienen, und dass Michel Zöllner hinsichtlich seiner Foderung wegen zweyer Maiden vom genannten Bischof 50 Gulden erhalten soll. G. am Dornstag vor dem Sontag Letare. (c. Sig.) 31, März Sigmund, Römischer König, erneuert und bestätiget der Stadt zu Memmyngen die derselben von seinen Vorfahren am Reiche ertheilten Gnaden, Freiheiten, Rechte etc. G. zu Meran dez neclistcn Fritag vor sand Sixten tag. 3. Ajiril Ernst.und Wilhelm, Herzoge in Beyern, bestätigen und erneuern dem Probst, Dechant und CapHel ihres Stiftes zu Ilen-Münstcr alle Briefe, Freiheiten und Rechte. G. zu Miinichen am Montag vor dem Sonntag, so man singet in der Kirche Judica. (c. 2 S.) 5. April Ilainreich Nothaft Vitzlum, Albrecht Preysinger Kammermaistcr, Scitz Marschalch Vitztum, Hans Fraunbergcr, Wieland Swelher und Chunrad Kameraucr entscheiden hinsichtlich der Misshellungen zwischen Rudolf Preysinger zu Wollentsach und dessen Sohn Rudolf einerseits und Giirg Gumppenperger zu Gumppenperg anderseits, dass beyde Theile gute Freunde seyn und alle Gefangenen losgegeben werden sollen, und dass Görg von Gumppenperg über die demselben bereits gebührenden 26 Gulden Gelts auf dem Dorfe Eschlbach noch 4 Gulden Gelts wegen versessener Zinsen beziehen soll, G. am Mittwoch nach Letare. (c. 5 Sig.) 6. April Egellin von Sclicllenberg sesshaft zum Syfritsperg, Hainrich Trui hsäzz von Dyessenhoven und Ulrich von Haymenhoven sesshaft zu Burgberg, Pfleger des Acnnlins und Elslins von Schellenberg Töchter des seligen Hainrich von Schellenberg verkaufen 6 Malter Haber jährlichen Hubgells aus 2 Höfen zu Kümbreehtzhovcn an Fryke Pfcnder Bürger zu Ysni um 120 Pfund Haller. G. am Donrs- tag nach Letare (c. 2 Sig.) 8. April Haupt zu Pappenheim des heiligen Reichs Marschalk verpflichtet sich, die zum Domkapitel in Eystet gehörigen Leute und Güter zu Wolferstat und Ilagaw gegen männiglich zu schützen und zu schirmen. G. am Samstag vor Judica. (c. Sig.) 18 1413 12. April 13, April 15. April 23, April 1, Mai 2, Mai 3, Mai Albreclit Preysinger, des Herzogs Ilainrich Kamraermaister, Diebolt Lewtenbekch Marschalk Hans Frawnberger zum Ilag und Erhärt Preysingcr Plleger zu Lantzhut entscheiden hinsichtlich der Zweyungen zwischen Rudolf Preysinger von Wolntzach und dessen Sohn Rudolf einerseits und Hain- reich dem Preysinger zu Wolntzach anderseits dass beyde Theile sich kein Uebel mehr zufügen und alle Gefangenen ledig seyn sollen, dass beyde Rudolf Preysinger die dem Hainreich Preysingcr bereits zugesprochenen 200 Gulden bis kommenden Martins-Tag bezahlen, denselben hinsichtlich der gegen Tlioman den Mynhauser geschehenen Verpfändung lösen, und dem genannten Hainreich für die 7 Hengste welche er gegen den Mynhauser verloren hat, bis kommende Lichtmess 180 Gulden bezahlen sollen. G, am Mitwochen vor dem Palmtag, (c. 5 Sig.) Herzog Stephan gibt der Stadt Lauffen einen Wochen- und vier Jahrmärkte, damit sie die Stadt dester pas gepessern könne. G. Ililpoltstain am Pflntztag vor dem hl. Palmtag. (Tom. Privil.) Egelin von Sehellemberg, Ilainrich Truchsäss von Diessenhofen und Ulrich von Haymenhofen Vormünder des Aennlins und des Elsslins von Sehellemberg Töchter des seligen Ilainrich von Schellem- berg von Wageg, verkaufen Lutrach den Berg und die Burg, Burgstall und Behausung, und das Dorf Lutrach an der Iller samint allen Rechten und Zugehiirnngen an Hans, Gärig, und Wilhalm die Ilessrer Bürger zu Ulm um 2100 Gulden. Geweren und Mitsiegler: Bentz von Haymenhofen zu Burgberg, Claus von Vylibach zu Elrbach, und Hans von Kunigsegg zu Märstetten. G. an dem h. Palmabend, (c. 4 Sig.) Peter, Probst und der Convent des Gotteshauses zu Wettenhusen nehmen mit Erlaubnis Seitz Marschalks zu Oberdorff des Jüngern, Vicedoms in Ober-Bayrn, als des Stellvertreters des Herzogs Ludwig in Bayrn, bei der Stadt Ulme Bürgerrecht und Schirm, und wollen diese, sobald ihnen selbe durch den Herzog oder dessen Stellvertreter abgesagt würden, nur ein Jahr noch nach dem Tag der Kündigung behalten, und während des Genusses derselben dem Herzog nach Burgau die üblichen Dienste leisten. G, am St. Jorgeu Tag des heiligen Märtyrers, (c. 2 S.) Pfalzgraf Johann bestätiget die von seinem seel. Herrn Vater dem römischen König Ruprecht der Stadt Bernau ertlieilten Freyheiten. G. zu Sulzbach au sant Walburgen Tag der heil. Jungfrauen, Dienstrevers von Lienhart den Tawrlinger an den Rath der Stadt Regensburg, wornach er auf ein Jahr mit einem Spiess, einem Schützen und drey Maiden dienen, und auf Bedürfen von Fuss auf gewappnet seyn soll. G, dez pfintztags nach sand Walpurgen tag. (c. S.) Johannes Schöngrasser Landschreiber zu Sulzbach, vor welchem auf dem Landgericht zu Ilersprugk Altman der Kemnater auf alle Briefe und Rechte klagt, die Ott Haiden über den llerten- stain vom seligen römischen Kunig Ruprecht und vom Herzog Johann in Bayern hat, so wie auch auf alle Güter die genannter Haiden in der Landschranne zu Sulzbach liegen hat, erkennt, dass Altman dem Kemnater die vorgenannten Güter von Gerichts wegen einzuantworten sind und dass derselbe 139 1413 diese Güter so lange nützen und niessen soll bis er um 100 Mark Goldes und um 200 Gulden IIaupt_ gutes bezahlt seyn wird. G. am Mitwochen nach YValburg. (c. Sig.) 3. Mai Johanns Lantgraue zum Leuchtcmberg und Graue zu Halls verbindet sich auf den Ausspruch der Taidinger Ilannsen von Tcgenbcrg, Viczdom zu Amberg und Conrads Miclielspergers, an Vlrich den Cleistentaler, das noch Schuldige zu bezahlen. G. an dez heiligen Crcwcz tage als ez erfunden ist worden, (c. 2 S.) 6. Mai Ernfridus abbas in Conberg, ordinis S. Benedieti Ilerbipolensis diocesis, auctoritate apostolica per bullam Johannis papae XXIH. in hac parte sibi commissa, eonsules et opidanos opidi ltotemburg petitione eorum examinata et vera et justa inventa, ab omnibus censuris ac sententiis ecclesiasticis et ab aliis poenis quibuscunque, si quas occasione destructionis synagogae Judaeorum et capcllae beatae Mariae virginis collocationis ac fundationis incurrerunt, absolvit et fundationein dictae capellae con- flrmat. D. in opido Rotemburg proxima feria sexta post festum beatorum Philippi et Jacobi apostolorum. » Stephan Herzog in Bayern weist seiner Wirthin zu München Adelheit der .Schimlinn eine Schuld von 731 Gulden auf dem grossen und kleinen Zolle zu Wasserburg an. G. zu Wasserburg am Fritag nach Philipps und Jacobs Tag. 6, Mai Jos Bitterlin und Ilainrich Bessrer, Bürger zu Vlme, verkaufen für sich und im Namen der unmündigen Kinder Ilainrich des jungen Bessrer, Sohn des erstgenannten Bessrer, dem Probst und Convent des Gotteshauses zu Roggenburg mehrere Güter, Sölden und Gilten zu Egge an der Güntze »um 630 Rinisclie Gulden. G. an sampstag nach des heiligen Crutztag als es funden ward. (c. 4 S.) » Graf Chunrat von Kirchberg eignet dem Probst und Convente des Gotteshauses zu Roggenburg obige Güter zu Egge an der Güntze. D. eod. d. (c. S.) 5 > Franz der Tichtel und Ludweig Wilbrecht Bürger zu München verkaufen ihren Sitz und Hausung Sleizzhayin, dann den Spitzhof, 2 Huben und die Mühle zu Ried an den Herzog Ernst in Bayern und seine Gemahlin Elisabet um 300 Gulden, D. eod. d. (c. 2 Sig.) 7. Mai Bartholme Sclirenck, Fridreich Astaler und Angnes, Stephan Astalers säl. Wittib j ferner Hanns Sluder und Peter Pötscliner, PAeger Franczen des jungen Astalers, Sohnes Franczen Astalers säl., bekennen, dass ihnen die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayern an den 10,572 Guidein neu ungerisclier, welche sie ihnen schuldig sind, bis auf Datum des Briefes 7739 Gld. richtig bezahlt haben. Siegler.- Bartholome Sclirenck, Fridreich Astaler, Matheys der Sentlinger, Vater obiger Angnes, und Hans Sluder. Zeugen: Hanns der Part, Hanns derltülein, Ludweyg der Wilbrecht und Ludweyg der Rotsmid, G, des Sonntags, als man singet in der hl. Kirichen Misericordia Domini, nach Ostern, (c. 4 Sig.) 18 * i40 1413 Ulieieli Teeliant und Pfarrer Unser Frauen-Kirche zu Rauelspach stiftet von Geschäfts wegen 7. Mai welches sein Oheim der selige Hans llijiplesdorfer Teeliant und Pfarrer zu S. Stephan auf dem Wagrein gethan hat, einen Altar und eine ewige Messe in der erwähnten Pfarrkirche zu S. Stephan, und vermacht hiezu die Furtmiil zu Zaissenperg, einen Weingarten zu Uietental bey Neidegker Kirich- gassen gelegen, 2 Wiesen zu Pirbaum und Kolnsdorf, und 60 Pfund Pfenning. Mitsiegler: Ulreich von Winkchl, Jacob Pfarrer zu Grafe in, und Hans der Pirbawiner Pfleger zu Meyssaw. G. des Sun- tags nach Philipps und Jacobs Tag. (c. 1 Sig.) 11. Mai Der Kamermeister Albrecht Preysinger zu Kopfsperg bekennt für sich und seine Hausfrau, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhelm, auch an den 1100 Gulden, 64 Pfd. municher Pfenning abgezahlt haben. G. am Pfintztag nach misericordia domini. (c, S.) !! Gotz von Heyn, Burger zu Rotemburg und Margreth, seine eheliche Hausfrau, verkaufen an Ritter Hans Truchsess von Balderslicim genannt, ihre Güter und Gülten zu Lyepürghusen und Pholn- heym, ferner ihren Burgstall und die zwey See zu Lyepürghusen samt allen Zugehdrungen für fünfthalb Hundert Gulden ihn. in Gold. — Mitsiegler: Hans Spbrlein und Fridrich Staldorf der Elter, Burger zu Rotemburg. G. am Donrstag vor sant Nereyen und Achilleyen tag. 13. Mai Stephan Herzog in Bayern bekennt hinsichtlich der von ihm Anna der Frawnbergerin angewiesenen Gült zu Kitzbiihel, dass dieselbe diese Gült an ihren Sohn Kristall oder an wen sie sonst will übergeben könne, dass jedoch von der erwähnten nach Laut ihres Briefes verschriebenen Gült jährlich 80 Gulden abgehen sollen, da genannter Herzog der Frawnbergerin an ihrer Fodernng bereits 800 Gulden bezahlt hat. G. zu Wasserburg am Samztag vor Jubilate, (c. Sig.) 15. Mai Jordanus episcopus Albanensis auctoritate apostolica nobili Tesseres Frawnhover et ejus uxori concedit, idoneum presbyterum in confessorem eligere, qui eisdem debite beneficio et poenitentia salutari liinc ad quinquenniuin quotiens fuerit opportununi provideat, vota vero peregrinationis et abstinentiae si qua emiserunt quae commode servare non possunt ultramarino beatoruin Petri et Pauli atque Jacobi apostolorum volis duntaxat exceptis, in alia opera pietatis commutct. D. Bononie Idibus Maji, pontifi- catus Johannis papae XXIil. anno quarto. 22. Mai Hanns Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu Ilirspercli erkennt, dass ITanns Scheyt, Bürger zu Eystet, wegen einer Foderung an Theseres und Hans die Frawnhoffer, im Betrage von 67 Gulden, von denen er ihnen 23 geliehen und für die übrigen Tuch gegeben hat — um 220 Mark Silbers Beschädigung in Nutz und Gewähr der den Frawnhoffern gehörenden Feste Arnsperch und der zwei Fischwasser zu Pfrawndorff gesetzt seyn soll. Schirmer: Alle Herrn von Bayern, Herzog Ludwig, der Bischof von Eistet, Fridrich und Hanns von Haideck, Alle von Laber, Jobs von Abensperch, Alle vom Wolfstain, Alle Menndorffer. G. zu Rietenburcli des Montags vor sand Vrbans tage. (c. S-) 141 1413 23. Mai Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayrcn bestätigen dem Kloster Fiirstenveld den Zoll zu Geysingen an der Ammer, welchen dasselbe von den Ruchhcn und von der Sumerslorfferin gekauft hat. G. zu München am Eritag nach Cantate, (e. 2 Sig.) 25. Mai Stephan Herzog in Beyern verkauft nach Rath des Bischofs Johann zu Itegensburg, des Hans Gumppenperger zu Guinppenpcrg und des Ulreieh VVarnhover, Pfarrers zu Ingolslat, den Aychcrs-Ilof bey dem Kloster Thor zu Ingolslat sarnmt aller Zugehorung an die Gebrüder llans und Hainreich Abtsperger von Abtsperg mit Vorbehalt des Wiederkaufes um 1400 Gulden, D. in die Urbani. (c. S.) 29. Mai Hans, Albrecht, Willi Im und Wigeleis Gebrüder vom Wolfslain gesessen zu den Solzpurgen verpflichten sich, hinsichtlich ihrer Misshellungen mit dem Herzog Johann in Bayern von wegen der Herrschaft Neuenmarkt sich in den Ausspruch des Friedrich Schenk Herrn zu Limpurg, des Herzogs Ludwig Hofmeister, und der zu erwählenden 6 Schiedsleute zu fügen. G. zum Xuwemnarkt am Montag nach Vocem Jucunditatis. (c. 2 Sig.) 31. Mai Ilainreich und Wolfgangkg die Pcrkhaymer verkaufen ihr Haus zu Ebelsperg im Markt genannt der Kayserstain und gelegen zunächst dem Freylhof, und eine ödc Hofstatt gegenüber gelegen an Lienhart den Pogner, so dass derselbe ihnen jährlich vom benannten Hause 7 Pfenning und von der Hofstatt 6 Pfenning zu Purkrecht reichen soll. Mitsieglcr: Ritter Jörg von Twingenstain Pfleger zu Ebelsperg, und Andre der Perkhaymer der obengenannten Vetter. G. an dem h. Auftärt Abend, (c. 4 Sig.) Ratzk von Jänabitz zu Risenberg bekennt von Ulreich dem Panhollz, Kastrier zu Kamb, im Namen des Herzogs Johanns 50 Reinische Gulden als Sold für das künftige Jahr erhalten zu haben. D. eod. d. (c. S.) 1. Juni Herzog Heinrich verordnet, auf die Klage der Bürgerschaft zu Reichcnhall von der Nydcr- legung wegen zu Trawnstcin, dass die von Hall ihr Salz heraus gen Trawnslein setzen mögen in seinen Stadel um je 2 Pfenning Zins von einem Wagen, und dass ein Theil das Salz nicht höher oder leichter verkaufen als der andere. G. zu Burkchausen an dem heiligen Aulfcrttag. (c. S.) 6. Juni Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Ilirspcrch erkennt, dass jede Klage auf das Dorf Ilbingen, welches Ilainrich von Absperg zu Ronnburch von Theseres und Hans den Frawnhoflern zu Arnsperch gekauft hat, dem genannten Heinrich von Absperg unschädlich seyn solle. G. zu G'aymers- liaim des Eritags nach dem Auftartage. (c. Sig.) 13. Juni Wilhalm Herzog in Bayern ernennt den Ulrich Ilcbenstreit zum Förster über den Ilofoldingcr Forst, so dass derselbe jährlich die herkömmlichen Zinsen und Gülten gegen Grünwald entrichten, und auch der Tcchl aus diesem Forst dem genannten Herzoge verbleiben soll. G. zu München am Erichtage nach dem h, Pflngsttage. (c. Sig.) 142 1-113 21. Juni Enndres zu Günssegk macht seinem Herrn, dem Ilalbritter, Berchtold vom Stain, sein Gut zu Günssegk vogtbar und soll dafür dem Ilalbritter für Schutz und Schirm 10 Schilling Hüller jährlich entrichten. Siegler: der Ehrbare, Ilainrich der Faynagk, Bürger zu Memmingen. G. an sant Johanns tag ze Sybenden, (c. S.) 30. Juni Herr Hanns vom Wolfstain llilter quitlirt seinen Oheim Hanns Eglolfstainer um 100 Rh. Gulden die er von Herzog Ernsts und Wilhelms wegen bezalt hat. G. Freitag nach Johannes Tag. (Tom. Frivil.) 1. Juli Johannes Pfalzgraue bey Rein antwortet dem Rnthe der Sladt Xuremberg wegen der Fehde mit Ilylpolt Frawnberger zu Prün, dass er denselben nächsten Sonntag vor sich und seine Riitlie in Lengveit beschieden habe, um eine gütliche Vereinigung zu versuchen, und begehrt schriftliche Aeusserung, dass Frawnberger und wer mit ihm reitet, zwei Tage vor dem anberaumten Tage, die Dauer dieses Tages und zwei Tage nach demselben Sicherheit habe. D. Sultzbach an Samptztag nach Petri et Pauli Apostolorum, 4. Juli Die Gebrüder Sigmund und Ilaubt und ihr Vetter Heinrich, zu Pappenheim Marsclialke des heiligen Römischen Reiches, bekennen, dass Herr Vlrich, Abt zu Sand llaymeran zu Regenspurg und der Convent daselbst auf ihr Ansuchen dem Gotteshaus und Convent Augustiner Ordens zu Pappenheim ihren Theil des Zehents zu Trummetzheim gefreit und geeignet und sie denselben dafür die Lehenschaft über ihren Hof zu Wickgenmarter, ihren Hof zu Zimmeren, ihren Hof zu Vbermantz- hofen, ihren Hof zu Weilhaim und über das Kirchenlehen zu Trumraetzheim eingeriiumt haben. G. an Sand Vlrichs tage des lieyligen Bischofs, (c. 3 S.) ß. Juli Maister Hanns von Choburkch reversirt als von dem Rath der Stadt Regensburg aufgenommencr Nachrichter und Henker. Siegler: Peter der Müller, Schultheiss zu Regensburg. G, dez nächsten tags nach saiul Ulreichs tag. 7 . Juli Albreclit Herzog zu Oesterreich bestätigt dem Bischof Albrecht und seinem Gotteshaus zu Regenspurg die Gnade, dass dieselben jährlich 2 geladene Schelf mit Wein, 100 Mutt Getrcids und 10 Hawscn zu ihrer Xolhdurft auf dem Wasser oder Land durch des genannten Herzogs Gebiet maut- und zoll-frey hinauf führen dürfen, dann dass dieselben ihr Speis, Kost und Xolhdurft ihres Hauses zwischen Pechlarn und Wien auf und ab gleichfalls Zoll- und Maut-frey bringen mögen. G. zu Wien am Freytag nach Ulreiclis Tag. (c. Sig) 9. Juli Ernst und Friederich Herzoge zu Oesterreich bekennen, dass ihr Schwager und Oheim Sigmund R mischer Künig zwischen ihnen und den Herzogen Ernst und Wilhalm von Bayrn, um aller Stösse Kriege und Missliellungcn wegen, einen schlechten getreuen Frid von heute bis Margaret über ein ganzes Jahr gemacht hat. In dieser Zeit soll der lange Sawm und die Silberstange ohne Irrung gehen, die obgenannten von Bayrn sollen des Rörelsalzes auch nicht wehren, besonders sollen den Klöstern und Prälaten zu beider Seite ihr Nutz, Güter, Wein und Gült dieselbe Zeit folgen ohne 143 1413 Irrung und sollen auch die Land zu Bayrn und die Grafschaft zu Tyrol gen einander mit aller Arbeit und Wandlung fridlich arbeiten und wandeln, als von alters herkommen ist; die Gefangenen auf beiden Seiten sollen Tag haben bis auf die obgenannte Zeit. G. zu Salczburg am Sontag vor Sanct Mar- gretlien Tag. 11. Juli Fridrich Burggriif, Domprobst, und das Domkapitel zu Auspurg erlauben der l’riorin und dem Convent des Klosters zu sant Margarethen zu Auspurg, in dem Dorf zu Eppispurg iu ihrer Pfarre lloltzhain einen ewigen Kaplan mit einer ewigen Messe zu haben. G. am niihsten All'termcntag vor sant Margarethen tag. (c. S.) 13. Juli Nycolaus der Frey, Ammann zu Weringen, und Diepolt, Anthoni, Wilhalm, Ansshalm und Alexander die Freyen, seine Söhne, verkaufen dem Herrn Andres dem Stecken, obersten Schulmeister und Domherrn zu Augspurg, ihre Vogtei und Vogtrechtc über die Güter zu Annhawsen und ihre Dorfrechte, Dorfgericht etc. zu Annhawsen um 104 fl. ltciniscli. G. an sant Margreten tag. (c. 2 S.) 18. Juli Martein Kroner gelobt dem Herzog Heinrich in Beim eidlich, ohne dessen besondere Erlaubnis auf 3 Meilen Wegs nicht in die Nähe von Landshult zu kommen, widrigen Falls er 400 Gulden Strafe zahlen soll. Mitsiegler: die Ehrbaren Kristall Leitgeb, Bürger zu Landshutt, und Pauls Schreiber, Bürger zu Aerdingcn. G. am Erchtag vor St, Marie Magdalcne Tag. (c, 3 S.) 22. Juli Stephan Herzog in Bayern bekennt seinem lieben getrewen Kaspar dem Törringer zu Törringcn 336 guter ungar. Gulden vom Kriege mit Oestreich zu Ratemberg her, auch für Mayden etc, schuldig worden zu seyn und verschreibt ihm dafür Gilten im Chyemseer Amt, Gerichts Kitzbühel, G. Wasserburg am St. Marie Magdalenetage. » Cristan Zinczendortfer bekennt für sich und seinen Sohn Wolfgangen Zinczcndorfler, dass ihm der Bischof Albrecht zu Regenspurg seiner treuen Dienste wegen sein Haus und Feste Ilawsekkh sammt allem Zugehör pflegsweise auf ihr beider Lebtag gegeben habe, dass sie des Gotteshauses Leut beschirmen sollen mit der gewöhnlichen Burghut, wozu ihnen zu geben sei 3 Dreiling Wein, 2 Mut Korn, 3 Mut Haber des Getraids zu Ilausekkh, der Hof am Weyer gelegen unter dem Haus, das Gericht und den Zoll zu Stainenkirchen, die sie besetzen sollen nach Rath des Pflegers zu Pechloren, dazu zwo Fischwaid zu Weng und zu Hauseckh und die vorgeschriebene Burghut. D. eod. d. 24. Juli Der römische König Sigmund befiehlt der Stadt Lyndawe, die auf den nächsten sant Marteinstag fällige, gewöhnliche Reichssteuer dem Ritter Ilerman von Preytenstcin, oder dessen gewisser Botschaft, auszubezahlen. G. zu Botzen, des nächsten Montags vor sant Jacobs Tag. (c. S.) 28, Juli Derselbe gebietet den Bürgermeistern, Rathen und Bürgern der Stadt Nuromberg, die auf künftigen S. Martinstag fällige Steuer von 2000 fl. dem Burggrafen Fridrich zu Nüremberg zu entrichten. G. zu Botzen des nehsten Freytags nach Sand Jacobstage. Vor Jorg Sietenbeek, Vogt zu nersprugk, und dein Rathe daselbst klagt Peter der Müller, Schultheiss zu Regenspurg, gegen den zu Ilersprugk gefangen gehaltenen Conrat den Weisscnburger als gegen einen Landräuber, der die Stadt Regenspurg beraubt habe. Dagegen erwidern die ehrbaren vesten Ritter Herr Stephan von Abttsperg und Herr Hans Slaufl'er sowie der dem Weisscnburger zugetheilte Fürleger, der Weisscnburger habe gegen die von Regensburg gerichtlieh bestätigte Ansprüche, und habe selbe auch in die Acht gebracht, und so mit Recht beraubt. Als hierauf Peter Müller durch noch 6 andere Zeugen gemäss richterlicher Aufforderung bewiesen hatte, dass der Weissenburger auf des heiligen Reichs Strasse den Raub begangen hatte, ehe das Gericht seine Ansprüche und Klagen guthiess und bestätigte, so wird zu Recht erkannt, der Weissenburger sei hinzurichten mit dem Schwert, und auf gleiche Weise auch derjenige zu bestrafen, der den Tod desselben rächen würde. G. zu Hersprugk am Freitag nach St. Jacobstag des heiligen Zwölfboten. Heinrich, Herzog in Beyern, entscheidet als erwählter Schiedsrichter über die Streitigkeiten seiner Getreuen, des Grafen Gorig zu Newnorttenberg und des Probstes von St. Nickla bei Passaw, dass Graf Gorig künftig keine Ansprüche an die obigem Probst von Gerichts wegen zuerkannten zwei Güter zu Nidern- und Obernach im Gerichte zu Griespach machen und alle gegenseitige Schaden- ersatzfoderungen ab sein sollen. G. zu Burkhausen an Sambtztag nach Sannd Jacobs tag. (c. S.) Jorg Bischof zu Passau verpflichtet sich, dem Herzog Albrecht zu Oestreich und desselben Räthen Reinprecht von Walsso Hofmaister und Hauptman ob der Ens, Leopold von Ekhartzaw und Pilgreim von Puchaim in allen Sachen beygesländig zu seyn. G. zu Linz am Sambztag vor Peters Tag ad Vineula. (c. Sig.) Albrecht Herzog zu Oesterreich verspricht dem Bischof Jorig zu Passau -welcher sich verpflichtet hat des genannten Herzogs Rath zu seyn, hiefiir jährlich 150 Pfund Pfenning, welche demselben sein Ilubmaister Berchtolt von Mang ausbezahlen soll. G. zu Lynz am Siintag nach Jacobs Tag. (c. Sig.) Derselbe weist dem Bischof Jörg zu Passau, welcher ihm an einer von seinem Vater dem Herzog Albrecht herrührenden Schuld von 600 Pfund Pfenning jährlicher Gült 200 Pfund nachgelassen hat, 150 Pfund Pfenning auf den Nutzungen des Ungelts zu Vischamünde und Swabdorff, und 200 Pfund auf den Nutzungen des Ungelts zu Wels an. D. ib. et eod. d. (c. Sig ) Ilaubt Marschalch zu Pappenheim verpflichtet sich gegen Jobst Herrn zu Abcnsperg, seinem Sohne Hainreich welcher inner den nächsten sechs Jahren des genannten von Abensperg Tochter Anna heirathen soll, nach dieser lleirath inner Jahresfrist 1200 Gulden zu geben. Mitsiegler: Sigmund Marschalch zu Pappenheim des obigen Bruder, Hadmar von Laber, und Ilainrich von Abbtsperg Marschalch. D. eod. d. fc. 4 Sig.) 145 1413 2. Aug. Stcifan von Abbspcrg, Landrichter zu Nurcmbcrg entscheidet die Irrungen wegen Empfaliung der Lehen, welche Johannes Herr zu llochenloh selig geliehen, und die nun von Leonhart Grafen zu Castel, Albrccht Ilerrn zu ilochenloch und Fridrich Schenk zu Lymburg geliehen werden wollen dahin, dass die Burger des Raths der Stadt Nuercnberg so lange in ruhigem Besitz ihrer llochenlochischcn Lehen verbleiben sollen, bis die genannten Herren sich über das liecht zur Belehnung vertragen haben. G. am Mitwochen vor sand Oswalds tage. 4. Aug. Der römische König Sigmund leiht dem Herzoge Ulrich von Tcke das Halsgericht zu Minndcl- hain, und den Zoll daselbst und zu Güntzburg unter Licbcntann, G. zu Meran, des nächsten Freitags nach sand Peters Tag ad vincula. (c. S.) 5? Derselbe bestätiget der Stadt Koufburcn alle Freiheiten, liechte und Handfesten. G. zu Meran des nächsten Freitags vor St. Syxtentag. (c. S.) » Ebenso der Stadt Memmingen. D. ib, et cod. d. ?> Ebenso der Stadt Weisseinburg. D. ib, et cod. d. >> Ebenso der Stadt Kempten D. ib. et eod. d. 6. Aug. Ilanns Kuchler zu Fridburg verkauft den Haupt- und Satzbrief, den ihm Margret, Syman des Kiirsner, Bürgers zu Burkchausen sei. Wittwe, und deren Söhne Hanns und Urban über das Frci- SchilT übergeben hatten, dem Herzog Heinrich in Beyrn. G. zu Burchauscn am St. Oswald Tag. (c. S.J 8. Aug. Stephan, Herzog in Beyern, verschreibt Peter dem Rcichhern, welchem er die Veste Mern- stain für ein gewisses Darlehen empfahl und als Fürpfand cinsetztc, für die Burghut eben dieser Veste 24 Mark Chrawczer merancr Münze, welche er jährlich von seiner Gült im pawnburgcr Amte erheben soll, nämlich 12 M. von seiner Mai-, und 12 M. von seiner Ilerbslcucr. G. zu Kufstain, am Eritag vor sand Larenczen Tag. (c. S.) >> Derselbe verschreibt für sich und seinen Sohn Ludwig, Petern dem Reiehhcrn, seinem Pfleger zu Mernsfain 375 Mark guter Chrawczer merancr Münze die er ihm schuldig geworden ist, wovon er ihm 140 Mark bar lieh, die übrigen an seiner Veste Mernstain verbaute, und noch 32 j M. daran verbauen soll, aus seinem Ungelte in der Stadt Kiczbuhel alle Gefälle, welche über die 10 Mark, die er bereits seinem Pfleger zu Kufstain, Otten dem Ebser, darauf verschrieb, noch eingchen, setzt denselben auch die Veste Mernstain als Fürpfand, bis Alles ausgeglichen ist. D, ib. et cod. d. (c. S.) ii. Aug. Derselbe genehmiget den vom Ritter Hanns von Rosenberg geschehenen Verkauf einer jährlichen Gilt von hundert fünfzig ungrischen Gulden aus der demselben verpfändeten Stadt und Veste Hilpoltstain an die Stadt Nürnberg um dreytausend Gulden. G. zu Freysing am Freytag nach sand Lorenlzen tag. 19 146 1413 12. Aug. 14. Aug, 15. Aug. 18. Aug. 19. Aug. Heinrich, Herzog in Beyern, bestätiget dem Probst und Capitol des Gotteshauses zu Undensdorf alle liechte und Freiheiten, die sie in dem Dorf daselbst und anderswo von seinen Vorfahren erhalten hatten. G, zu Freysingen am Sambtztag nach St. Laurentzen Tag. (c. S.J Ott Tumprobst und das Capitel des Tunis zu Passau verkaufen ihre Güter im Vilshofcr und Galnpergcr Gericht enhalb der Tunau und zwar zu Westermaning, Riiut, Maging, Swentt, Ekking, Dyetrichswindcn, Chraling, Ilolfzen, Ilatzing, Fraundorff, Epping und Rctzling an den Ritter Ilainricli von Puchperg Pfleger auf S. Gorgenperg bey Passau. G. am Montag nach Laurenzen Tag. (c Sig.) Steffan Herzog in Bayrn bekennt, Gorigen dem Frawnberger dem altern zum Ilag 1600 Gulden schuldig zu seyn, und verschreibt demselben jährlich 400 Gulden auf dem Merancr und auf dem Scwär Amt im Chufstaincr Gericht. G. an unser Frawn Abend als sie gen Ilymcl für. Ott Ilaydcn Amtmann zu Daspach antwortet dem Herzog Johann welcher ihm hinsichtlich der verlangten Wiedereinantwortung des Hauses Hertenstein aufgefodert hat vor die herzoglichen Räthe zu kommen, dass er solches nicht schuldig scy, aber auf einen zu bestimmenden Tag nach Nurcmberg kommen und sich in die Entscheidung des Burggrafen Johann und der Räthe des Burggrafen Friedrich fügen wolle. G. in die assumtionis Virginis. Vlrich Burggraue, Domherr zu Augspurg, und Sitz Marschalk von Oberdorf, gesessen zu Vey- mingen, desselben Gotteshauses Lehenmann an dem Marschallamtc, bekennen, dass, da sie nach dem Tod des Bischofs Eberhart von dem Domkapitel als Verweser und Pfleger des Bisthums Augspurg ernannt wurden, sie dessen Leute und Güter als getreue Pfleger inhaben wollen. Dillingen sollen sie, wenn ihnen der Schaden, den sie allenfalls während ihres Verweseramtes genommen, ersetzt ist, und Füssen auch erst dann ausliefern, wenn dieser Stadt die von Bischof Eberhart ertheilten Gnaden und Freiheiten von dem künftigen Bischof bestätiget sind. G. an dem nchsten Freytage nach vnser lieben frawen tage Assumptionis. (c. 2 S) Herzog Heinrich verordnet hinsichtlich der Juden zu Lanndsliut und wo sie in seinem Lande gesessen sind, dass sic von Weihnachten nächsthin drcy Jahre nach einander keine grössere Steuer zahlen sollen, als die Zettel Ausweisen, welche sie mit ihrer Unterschrift dem Herzoge gegeben und die auf 218 Gulden lauten j dass die Steuer der Juden, die aus dem Lande führen von genannter Summe abgehen soll und dass die neu einwandernden Juden mit dem Herzog wegen der Steuer Übereinkommen sollen. G. zu Landshut an Sambstag vor Sand Bärtholomey tag des Zwelfboten. (c. S.) Der römische König Sigmund bestätigt der Aebtissinn und dem Convente des Gotteshauses u. 1. Fr. zu Lyndow alle und jegliche Gnaden, Rechte, Freiheiten, Privilegien und Briefe. G, zu Cure, des nächsten Samtztags nach u. Fr. Tag Assumptionis. (c, S.) V \ 147 1413 «3. Aug. 86. Aug. 89. Aug. 1. Sept. 3. Sept. 4, Sept. Derselbe verleiht dem Abt Friedrich zu Kempten die von desselben Vorfahren inne gehabten Regalin, welche vom Reiche zu Lehen gehen. G, zu Cure des Mitwochens an Bartholomcs Abend, (c, Sig.) Derselbe ‘bestätigt dem Abt Friedrich und dem Convent zu Kempten alle Rechte, Frcylicitcn etc. D. ib. et eod. d. Hainrich, Abt zu Santgallen, leiht dem Cuonrat Ilaintzel, Bürger zu Lindow, und dessen chlickcr Wirtin Elisabethen Nietstainin die eine Hälfte des Gutes zu Tcgerstain, die andre Ilälfto aber dessen Schwestern Annen und Clären den Ilaintzlinen zu gleichen Theilcn, gestattet auch diesen 3 Frauen, die Lehen innczuhaben, wie Männer oder Knaben, G. zu Lindow, am nächsten Zinstag vor sant Michels Tag, Hanns von Degenberg, Erbhofmeister und die herzoglichen Rätlie, Marx Wärter, Friedrich Awer, Erhärt Satelpoger, Jörg Aichperger, Jörg Frawnberger, Peter Valclienstainer, Dietrich Stauffer, Kunrad Kamerawer und Eberhart Nusspergcr erkennen in den Irrungen zu Pfatter zwischen dem herzoglichen Vizedom, Heinrich Nothaft, in des Herzogs Johann statt, und Dietrich Hofer, der hierüber in Gefangenschaft kam, dass letzterer frey werden, und dem Herzog ein Jahr lang, und auf Ermahnung auch auf ein Monat mit fünfzig Spiesscn und gewappneten Volk, dienen sollj die Klage der von Pfater aber, von Mark, Gesuch, Freyung und Waid wegen, soll weiter geprüft werden. Der Täfern wegen zu Pfater, so der Hofer vermeynt von Rechts wegen zu haben, so möge er daselbst schenken wie ein anderer Nachtpawcr daselbst, und nur um bereit Geld. G. an Erichtag nach des h, sand Augustin tag. Albrecht, Bischof zu Bamberg, Johannes, Pfaltzgraue bey Reyn, Johannes, Burggrauc zu Nurem- berg, Erenfried von Seckendorf, Ritter und Hofmaister, im Namen Fridrichs, Burggrauens zu Nurcm- berg, Fridrich Herr zu Ileydeck und die Burger des Raths der Stadt Nuremberg vereinigen sich — da Bischof Johannes zu Wirtzburg vom Wein, Gctraid und anderer Kaufmannschaft neue und ungewöhnliche Zölle zu erheben sich unterstanden hatte, dahin, dass sie keinen Frankenwein mehr führen, kaufen und einlegen wollen, bis derselbe von dieser Neuerung ablassen würde. G. zu Nuremberg an sand Egidien tag. (c, 5 S) Ernst Herzog in Bayern kommt mit seinem Bruder dem Herzog Wilhelm dahin überein, dass welcher von ihnen die Pflege und Vcsto Vohburg von der Herzogin Elisabeth lösen würde, dem Andern mit Lösung und Oelfnung seines Theiles dieser Herrschaft gewärtig seyn solle. G. zu München am Suntag vor unser Frauen Tag als sie geboren ward. (c. Sig.) Elyzabeth Herzogin in Bayern gelobt hinsichtlich der ihr von ihrem Gemahl Herzog Ernst und ihrem Bruder Herzog Wilhelm um 9500 Gulden verpfändeten Pflege und Veste Vohburg den genann- 19 * 148 1113 5. Sept, 6. Sept, r> 8. Sept, 19. Sept. 22. Sept. teil Herzogen nach Laut des Ilaupthriefes jährlich mit der Wiederlösung gehorsam zu seyn, und denselben diese Veste offen zu halten, G. zu München am Montag nach Egydien Tag. (c. Sig.) Ernst und Wilhelm Herzoge in Bayern weisen ihrer Gemahlin und Schwester der Herzogin Elisabeth die 244 Gulden welche dieselbe den Seywoltzdorffern bezahlt hat, auf der Pflege und Veste Vohburg an. G. zu München am Eritag vor unser frauen Tag als sie geporn ward. (c. 2 Sig.) Friedrich, Herzog zu Oesterreich, begnadigt die Bürger und Kaufleute der Stadt Regensburg mit sicherm Geleit für Leib und Gut durch die Grafschaft Tyrol. G. ze Insprukg, an Eritag vor Frawntag Nativitatis. Sigmund, römischer König, bestätiget den Burgern des Raths der Stadt Nurinberg alle Gnaden, Freiheiten, Rechte, Gewohnheiten und Gesetze, welche sie von seinen Vorfahren, den Kaisern und Königen, namentlich vom Kaiser Heinrich und Kaiser Karl, seinem lieben Herrn Eltervaler und Vater, auch von andern Fürsten, Herren und Städten erworben und von Alters hergebracht haben. G, zu Cure des nechsten Mitwocliens vor unser frawenfag Nativitatis. Derselbe bestätiget der Stadt Ougspurg alle Gnaden, Freiheiten, Rechte etc. D. ib. et eod. d. Graf Herman von Cili und in dem .Seger trifft zwischen dem Bischof Hermann zu Freysing und dem Capitol daselbst folgende Entscheidung: Der Bischof Hermann soll dem Capitel zu Freysing den hcrkömlichen Eid, und dasselbe Capitel dem Bischof Gehorsam leisten. Dem Bischof sollen seine gebührenden Nutzungen und Gülten vom Capitel eingeantwortet werden. Der Bischof soll alle das Gotteshaus betreuende Sachen, bis er zu seinen vollen Jahren kommt, nach Rath des Capitels vollziehen. Derselbe soll alle Sachen bestätigen welche von dem Capitel verhandelt worden sind, während kein Bischof gewesen ist. Der Bischof soll keinem Juden erlauben, seine Wohnung oder Aufenthalt in Freysing zu haben. Von wegen der Zehrung welche das Capitel bestritten hat, soll demselben der Bischof Hermann auf kommende Lichtmess 600 Gulden, ein Jahr darauf 700 fl. und wieder über ein Jahr 700 fl. in Summa 2000 fl., oder gleich im ersten Jahre 1800 fl. bezahlen. G. zu Cili an unser Frauen Tag Nativitatis. Steflan von Abbsperg, Lantrichler zu Nuerenberg beurkundet, dass Seycz Hawsner von Perg die KI age auf 100 Mark Silbers auf den grossen und kleinen Zehent zu Ettenstat, welchen er vom Bischöfe Fridricli zu Eystet erkauft, dem derselbe auch zu Lehen gehet, ervollet habe. G, Dynstag nach des heyligen Crewcztag als es erhöht warde. Stephan Herzog in Beyern bekennt, dem Ulrich Schaltorffer 50 Gulden für 2 Maiden schuldig zu seyn, von denen einer im Kriege mit dem von Osterrich erstochen, und der andere zu dem Tage in Nürnberg genommen wurde, und weist dem genannten Schaltorffer diese 60 Gulden auf der Lant- stewr im Gericht Aichach an. G. zu Schonveld am fritag nach Matheis Tag. (c, Sig.) 149 1413 2. Oct. 3. Oct. 9. Oct. 18. Oct. 31. Oct. 3. Nov. Fridrich Graf zu Olingen macht sich gegen Bürgermeister, llath und Burger der Stadt Dinkelspuliel verbindlich, die über seine Diener, Lutz von Ilalheiin, Vogt zu Baldcrn, Hainlz Ilof- mann, Kästner zu Zcbingen, Mercldin Strailf und Hanns Swann, welche Cuntzen von Rielpach, einen Dinkelspüheler Hintersassen, misshandelt hatten, verhängte Gefängnissstrafc nie älTern noch rächen zu wollen. G. an Mentag nach sant Michahels tag. (c. S.) Johann Herzog in Bayern verpflichtet sich, die Veste und Stadt Pleystein sarnrnt Zugehürungcn binnen 4 Jahren dem Landgrafen Johann zum Leuchtenberg um 12200 Gulden zur Wiederlösung zu geben. Mitsiegler: Conrad der Murher zu Gutenecke, des obengenannten Herzogs Hofmeister. G. 'am Montag nach Michels Tag. (c. 2 Sig.) Erhard der Satclpogcr zu Liechtenegke Vergleicht sich mit Ilainrich, Herzoge in Beim, 'wegen der Fehde, die er gegen denselben wegen der ihm und seinem Schwager, Seitz dem Läyminger, verliehenen Feste Idem begonnen hatte, übergibt diese Feste mit Ausnahme des Zehents zu AKen- Oeling dem Herzog und erhält für seine Verzichtleistung darauf Entschädigung in Geld. Mitsicgler: Peter der Valkchensteiner zu Valkchenfelsse. G. an Erichtag uor Sand Dionisy lag. (c. 2 S.) Maister Ilainrich der Püchsenmaister zu Landsperg hat gemachten Pulvers an der Wag daselbst geantwortet und gewegen: Centner und 6 Pfund in.SFässleinj und bei dem Wegen sind gewesen : Göswein Hunthamer und Chunrad Weichser, seiner gnädigen Frau Zöllner zu Landsperg. Siegler: obiger Hunthamer. G. an sand Dyonisius Tag. (c. S.) Peter Jägermaister Priester, Gilg Meilinger, Jacob Zechenter zu Praeinberg, Jacob Slichtt und Lienhart Sneyder erklären, dass ihr Freund Jörg Vock genannt Vocelander mit ihrer Einwilligung mit Wernhart und Jörg den Waldegkern verrichtet worden ist, und versprechen demnach für sich und für erwähnten Vock, dass sie gegen die Pfarrer und Gotteshäuser zu Sliers, Neukirchen, Päng, Ursen- perg, Pasperg, Veldkirelicn, Pärbling und Hartpenning, und wider alle, die an des genannten Vock Vanknuss Schuld waren auf keine Weise sich feindlich zeigen, und eben so nicht wider die erwähnten Waldecker seyn oder auf derselben Kirchen, Pfründen und Vogteyen Ansprüche machen sollen, widrigenfalls sie den Waldegkern 200 ungarische Gulden zu bezahlen hätten. Siegler: Erhärt von Griesnaw und Thoman der Emhofer. G. am Pfintztag nach Dyonisen Tag, (c. 2 Sig.) Anshalm, Bischof zu Augspurg, bestätiget der Stadt zu Füssen die von seinem Vorfahr, Bischof Eberhart sei., in zwei Briefen ertheilten Gnaden und Freiheiten. G. an dem nechsten afltermentage nach der heiligen zwelfpoten Tage Simonis et Jude. Erenfride von Seckendorff, Ritter, des Burggrafen Fridrich zu Nüremberg Hofmeister, entscheidet die Streitsache des Dechant Vlrich und der andern Chorherrn des Stifts zu Fewchtwang gegen Cuncz Dürre, Bürger zu Dinckclspühcl vormals zu Onolczbach, wegen der Eigenschaft eines Gutes zu Reichenbach, dahin, dass die Eigenschaft dieses Gutes nach Ausweis einer Kundschaft, die Heinrich von 150 1413 7. Nov. 8. Nov. 10. Nov. 11. Nov. Dürrwangc verhört hatte, und nach dem Bestätigungs-Eide von Seite genannten Decliants und zweier Mitchorherrn den Klägern zustehen, das Erbe aber dem Beklagten, der den Besitz für sich und seinen Vater durch Eidesleistung erwiesen, verbleiben und sofort von dem gedachten Dechant verliehen werden solle. Urtheilcr: Raben von Ilclmstat Stephan von Seclisenliawsen, Hans von Pütendorlf und Fridrich Vel'tprecher, Metsieder genannt. G. zu Onolczbach am Freitage nach aller Heyligen tag. (c. S.) Lienhart Prior und der Convent unser Frauen Thron zu Gcmnyk, Carthäuser Ordens, verjähen, dass ihnen Bischof Albreeht zu Regcnspurg und das Capitel daselbst ein Haus in ihrem Eigen zu Pekchlarn erlaubt, worin sie frei und unbeschwert ihre Hab und Speis niederlegen, auch einen Wirth ohne Steuer haben könnten; dafür soll der Convent dem Capitel dienen zu Burgrecht jährlich 18 Pfenning auf St, Martinstag. G. zu Gemnyk am Eritag vor sand Merteinstag. (c. S.) Ritter Hans von Rosemberg, Schultheiss und die Schöpfen der Stadt Nuremberg erthcilen dem Conrat Haller scinet- und der Vormundschaft über die Haller-Pfründe wegen auf Ansuchen eine besiegelte Abschrift des von Katrey, Erckinger Zöllners, Ritters seligen Wittib unterm 27. Sept. 1411 errichteten Testaments, in welchem dieselbe verordnet, in das Grab ihrer Mutter Katreyn, der Vlrich Malierin seligen, gelegt zu werden; dann zu der Pfründe, welche die Haller in der Sebalds-Kirche auf S. Erharts Altar gestiftet, ein Messgewand und 70 fl. zu einem Jahrtage, etliche Legate an Kirchen und Klöster in und um Nuremberg, sofort ihrem Bruder Vlrich und ihren Vettern Mertein, Peter und Cunczen den Hallern, jedem ein Kleinod, und ihrer Töchter zu sanct Clären 200 fl. zu einem Leibgeding vermacht; falls Burggraf Johannes Dachspach wieder lösen würde, sollen ihm 100 11, daran erlassen seyn; ihrer Tochter Beatrix, Wirichs von Trewtlingen ehelichen Wirthin, ober solle das Leibgeding zu Dachspach, die Veste Rympach, das Dorf Geyseilwinden und alles werden, was sie weiter hinterlasse. Zeugen: Weygell Graser und Cunrad Paumgartner der Elter. G. am Mitwochen vor sand Marteinstag. Hainrich Nothaft zu Wernherg, Vicztumb in Nidorn-Baiern, und Peter der Valkenstniner zu Valkenfels entscheiden die Streitigkeiten zwischen dem Abte Niklas zu Windberg und dessen Unter- thanen zu Vischendorff einerseits, und Ruegcr dem Sneider, Bürger zu Straubing, andrerseits in der Art, dass die von Vischendorff ihre Weide mit ihrem Viehe in dem See zu Vischendorf suchen dürfen, soweit dasselbe hineinwaten und greifen mag; desgleichen jeder Schwaiger zu Galaw. G. am Freitag vor sand Merteins Tag, des hl. Bischofs, (c. 2 S.) Erasm der Gurr Commenthur des teutsclien Hauses zu Gänkofen und Wernhart der Ilopff Pfarrer daselbst bekennen, dass Urban der Moroltinger zu Gerliartzkirchen eine tägliche Messe in der S. Peters-Capelle in der Kirche zu Gänkofen gestiftet und hiezu einen guten vergolten Kelch, 2 seidene Messgewant, und 12 Schilling Pfenning jährlicher Gült aus seinem Hofe zu Morolting vermacht hat. G. an S, Marteins Tag. 151 1413 12. Nov. Thesercs, Caspar uml Hans die Frawnhoffer verkaufen ihr Dorf Erlingshofen an Wilhalm den Schenk von Geyern zu Stoffenwerk um 400 Gulden. G. am Sunlag nach Mertcins Tag. 13. Nov. Chunrad Ililpolt, Richter zu Swobacli, entscheidet die Klage des Gerel Widcinan von Puclien- pach gegen die ganze Gemeinde zu Rotaurach wegen Schmälerung eines Lämmcrzchendcn auf Grund der Zeugenverhörc dahin, dass jeder, der in dem Dorfe Rotaurach Lämmer hat, dem Kläger von jedem 1 I-Ialler bezahlen solle. Zeugen : llcrman Vogel von Obern Rcichcnpach und llcrman Pcrgner von Penzendorf, beide geschworne Schöpfen des Gerichts Swobach. G. am Montage nach sant Mertcins Tag. (c. S.) Hanns auf Tunau, Probst zu Regenspurg vermacht in seinem letzten Willen dem Gotteshaus U. F. zu Raidcnbuch 11 Loth Silber, seiner Hausfrau Margret den Weingarten an dem Slainwcg, der Chastner genannt, einen andern Weingarten, der Perhart genannt, mit Haus und Zugehörung, das Geräut zu Kärcin, 20 Gulden Lcibgedlng aus der Stadtkammer zu Regenspurg, 200 Rcinische Gulden ein Jahr nach seinem Tod zahlbar und noch verschiedenes Ilausgeräthe, alles übrige aber seinen beiden minderjährigen Söhnen Hans und Cristan zu gleichen Thcilen. Zu Testaments-Vollstrecker ernennt er seinen Vater Ulrich, Peter den Maller, Schultheiss zu Regenspurg, seinen Schwager Leuppolt Gumpprecht und Lucas Ingolsteter, Bürger zu Regenspurg; zum Vormund seiner Söhne, seinen Vater. Mitsiegler: die genannten Testaments-Vollstrecker. G. des nächsten Montags nach St. Marteins Tag des heiligen Bischofs, (c. 5 S.) 16* Nov* Wilhalm Buchperger zu Engelburkh bekennt für sich und seine Hausfrau in Betreff einiger Güter zu Gossolting, Steinach, Ytzing und Fridenberg, von welchen Heinrich Nothaft, Herzogs Johannsen Vicztumb, behauptete, sie gehörten zu seines Herrn Kasten gein llcngersperg, dass er darum mit benanntem Herrn und dessen Vicztumb nach Ausspruch Petern des Valkensteiners und Niclas des Nuspergers gänzlich verteidingt ist gegen eine genügende Entschädigung, und dass obige Güter fortan Hg. Johannsen zustehen und nachfolgen sollen auf dessen Kasten gein llcngersperg mit allen Rechten und Gülten, G. am Pflncztag nach sand Marteins Tag. (c. S.) 5 ) Ernst, Herzog in Beyrn, und seine Gemahlin Elizabeth befehlen Wilhalm dein Auer, ihrem Pfleger zu Töltz, den Bauern im Iserwinkel aufzutragen, dass sic in den Ilolzmarken des Abtes und Klosters zu Päuren fortan ohne Erlaubniss des Abtes kein Holz mehr schlagen oder ausführen und verkaufen dürften. G. zu Münichen am Pflntztag vor St. Elspclcn Tag. (c. 2 S.) 17. Nor. Johannes, Bischof zu Wirzburg bewilliget, dass Cunz von Eglofstein seiner ehelichen Hausfrau, Else Wcichsensteinerin, zu den 300 11. welche er derselben auf die dem Stifte zu Lehen rührende Behausung zu Stolzenrode für ihre Morgengabe angewiesen hatte, noch weitere 200 11. folglich in Summe 500 fl. anweise, die genannter Cuntz, oder falls er ohne Lcibeslehenserbcn sterben sollte, das Stift ablösen möge. G. am Freitage vor sandt Elssbcten tage. / 152 1413 18. Nov. 23. Nov. 26. Nov. 2.9. Nov. 4. Dcc. 5. Dec. 6. Dec, HiUcr ilans von Rosenberg, Schulthciss und die Schöpfen der Stadt Nurcmbcrg - beurkunden dass Heintz Stent» von Sebolt Pflntzing, Pfleger der geistlichen Frauen zu sant Clären daselbst den Hof zum Altemberg vormals, laut der Erbbriefe, zu rochtem Erbe erhalten und sich verbindlich gemacht habe, von diesem llof den Zollenden, und zwar das vierte Fand vom Waizen, Korn, Gersten, Ilabern, Kraut und Rüben zu geben, diesen Klosterfrauen alle Jahre sechs Dienste mit einem Wagen nach Nuremberg hinein zu thun, und mit dem Fischwasscr an der Rednitz nichts zu schicken zu haben, Zeugen: Vlrich Fütrer und Görg Ebner. G. am Samstag vor sant Elspeten tag. Fridrich, Rurggraf zu Nuremberg, quittirt die Bürgermeister, Räthe und Bürger der Stadt Nuremberg über die jährliche Steuer von 2000 fl., welche sie am jüngstvergangenen S, Merteinstage dem Könige Sigmund zu entrichten schuldig waren. G. am Donerstag vor sannd kathreintagc. (c. S.) Ernst und Wilhelm Herzoge in Bayern verschreiben dem Wilhalm Lawtenbcck die 160 Gulden welche sic demselben schuldig sind, auf der Wackerstaincr Au, auf dem Fischwasser genannt der Katzcngank und auf dem Fischwasser genannt die Ilm, das da von der Tunau herauf für Gadm geht bis an des Abts Wasser von Münster. G. am Suntag nach Kathrein Tag. (c, 2 Sig.) Ernst und Wilhalm Herzoge in Beyrn bekennen, dass ihr Vetter Herzog Hainrich den Frieden zwischen ihnen und denen von Abensperg bis auf kommende Lichtmess verlängert hat, und verpflichten sich, diesen Frieden zu halten. G. zu Freysingen am Suntag nach Kathrein Tag. (c. 2 Sig.) Der römische König Sigmund bestätigt dem Abte Georgius und dessen Gotteshause zu Castell alle deren Gnaden, Freiheiten, Rechte und gute Gewohnheiten. G. zu Lode in Lamparten, an sant Andres Abend. Matheys Alchinger, Landrichter zu Wolferthauscn, erkennt zu Recht, dass der Turnhof und 3 Huben zu Nidergiesing, ein Hof, eine Mühle und 3 Hofstätten zu Obergiesing, so wie eine Hube zu Pcrlaeh, dem Herzog Wilhelm verfallen seien, weil in 6 Wochen und Jahr und Tag Niemand um Verleihung dieser Lehen gebeten habe. Bcysitzcr: Gosmas Fräzhawscr, Richter zu Tegernsee, Jakob Eglingcr, Hanns Aymger, Pawls Brunner, Pawls Schechner. G. am Montag vor Nyclastag. (c, S.) Der römische König Sigmund setzt den Herzog Ludweig von Beyern als Vogt über das Kloster Castell. G. zu Lode in Lainparden an sant Nyclas Abend. Jörg Aichperger zu Seldnaw Marschalch des Bischofs Jörg in Passau und Andre Herleins- perger Verweser der Hauptmannschaft ob der Ens treffen hinsichtlich der Misshellungen zwischen dem genannten Bischof einerseits und Ilans von Lcutfaring dem jüngern anderseits folgende Entscheidung: Beyde Tlieilc sollen gute Freunde seyn. Der Bischof von Passau soll dem Hans von Leut- faring bis kommenden Michels Tag 74 Pfund bezahlen, und dem Vetter desselben Hans von Leut- faring dem altern einen auf 56 Pfund und 7 Schilling Pfenning lautenden Quittbrief wieder einant- 153 1413 Worten. Auch soll der genannte Bischof für seinen Diener Sygmund von Polnliaim dem Hans von Leutfaring dem jüngern 32 Pfund Pfenning bezahlen. Dagegen soll llans von Leutfaring der jüngere dem Bischof von Passau und seinem Gotteshaus ein Monat lang mit 6 Spiesscn gewärtig scyn. G. au Niclas Tag. (c. Sig.) 8. Dec. StetTan Herzog in Bayern verpflichtet sich gegen seinen Bruder Herzog Ludwig, welcher als Vormund seines ältesten Sohnes den er nach seinem Tode hinlerlassen wird, ihren Bruder Herzog Otto ernannt hat, dass er, im Falle obiger Herzog Ludwig mit Tod abgienge, dessen ältestem Sohne und seinem Vormunde dem Herzoge Ludwig getreulich und tröstiglich beyslchen wolle. G. zu Gcr- marsheimb an unser Frauen Tag Conccptionis. 28, Dec. Kwnmut von Gich und Eis seine ehlichc Wirthin verkaufen einen eigen Hof zum Monperge und zu Scliewsspcrg mit allen Rechten und Zugehörungen an Jakob von Seckendortf zu Wiscmbrunn, Anna, seine eheliche Wirthin und Erckinger von Sawnsshcim auch zu Wisenbrun, und Barbara, seine eheliche Wirthin, für fünfthalb hundert Gulden rheinisch. Mitsiegler: Michel Zöllner und Albrecht Kracz: G. am nehsten üonerstag nach dem heiligen Crislag. (c. 2 S.) 20 Ji! ; 1414 3. Jan. 4, Jan. 5. Jan. 14 14 . Der Schultheiss, Bnrgermeister, Rath und die Burger der Stadt Ipphofen machen sich gegen Johannes Bischof zu Wirczpurg verbindlich, die jährliche Gült von 100 fl. Nuremberger Währung, welche sie mit bischöflicher Bewilligung an Elsbeth Schenkin zu Lympurg Wittwe, gebornc von von Ilohenloch und Conrad Schenk Herrn zu Lympurg verkauften, in den nächst künftigen vier Jahren auf ihre Kosten wiederkaufen zu wollen. G. an der Mitwochen nach dem Jarstage, (c. S.) Seyfrid Ileuptlin, Burger zu Rotenburg verkauft an Hans Truchsezz von Baldolczhcm,. Ritter, seine Güter und Gülten zu Lipprighawscn, ferner einen wüsten See, die Kcmnaten und einen Garten dabei samt allen Zugchörungcn zu Lipprighawsen für 140 11. rhn. in Gold. Mitsicgler: Cuncz Lesch vnd Berchtold Kreczer, Burger zu Rotenburg. D. eod d. (c. 3 S.) Seyfrid von Wemdingen Ritter, dann Heinrich Hofsteter, Burkart Ryekcrshover, Caspar Mors- peck, Caspar von Sternberg, Conrad Kudorfer und Caspar Büttendorfer entscheiden hinsichtlich der Misshellungcn zwischen den Chorherren des S. Wiboltz-Chors des Tunis zu Eystet und Hans von Sand Pauls Caplan daselbst einerseits, dann Arnolt von Seggendorf gesessen zu Meren und Hermann seinem Kirchenherrn zu Bubenliaiin anderseits von wegen der Zehenden zu Bubenhaim in der Rfarre und zu Graben, dass diese Zehenden beyden Tbeilen zur gleichen Hälfte zugehören sollen. G. am Donnerstag vor dem Obersten. Fricz und Wolfhart die Geyssendorlfer, Gebrüder, verzichten für 30 fl. auf alle Rechte, Ansprüche und Forderungen, welche sie wegen eines Gutes zu Berndorlf, 28 Morgen Ackers, 3 Tagwerk Wiesen, 100 Morgen Holzes oder mehr bei dem Steinclingen, Eycheins Leiten und anderer Hölzer in der Mark zu Berndorff, eines Ilagwasens, des Holzes und Burgstalles, Geyssendorff genannt, an Dechant und Capitel des Stifts zu Onolspach gehabt haben. Theidingsleute: Erenfried von Secken- l 155 1414 ilorff, Burggrafen Fridriclis Hofmeister, Arnolt von SeckendorlT zu Kenne, Apel von SeckemlorfT au Birkenfels, Hans PultendorlTcr vnd Hans Newstetter. G. nn dem heiligen Obersten Abend, (c. 2 S.) 8. Jan. Herzog Johann in Bayern verleihet Peter dem Müller, Bürger zu llegcnsburg, das herzogliche Judengericht daselbst mit dem Auftrag, die dortigen Juden in ihren Handlungen zu unterstützen und sie mit des herzoglichen Vizedoms Hülfe bey ihren Rechten zu schirmen. G. an sand Erhartstag dez heil. Bischofs. Hanns der Hüller, Bürger zu Newnburg und Spitalmeister daselbst, bekennt, dass Conrad der Tücher, Bürger daselbst, nach seinem und seiner Hausfrau Angnes Tode den halben Zehent zu Lewbm- dorlT, dann den Zehent zu Nüczenriet und Nydern-IIiltenpach in das Spital geschafft habe, dass man jährlich den 4 Bettelorden, wenn sie daselbst im Herbste Käs und Korn sammeln, 32 reg. Pfg., jedem Orden 8 Pfg., reiche, wogegen diese nach ihrer Predigt für obigen Tücher, seine Hausfrauen Chüni- gund und Agnesen, und seinen Sohn Ulreicli, einen Priester, bitten und liehen sollen. Siegler: die Stadt Newnburg. D. eod. d. (c. S.) 9. Jan. Jörg von Seckendorf zu Gncczheim verschreibt mit Einwilligung seines Vaters Walthers von Seckendorf, seiner ehelichen Hausfrau Margret von Hohenrcchberg 1600 11. rhn. auf den halben Markt Gneezheim, ausgenommen die Veste daselbst, zur Morgengabe und Heimsteuer. Bürgen: Burghart von SeckendorlT zu Frankenberg, Lcwpolt von Seckendorlf zu Reichenbach, Hans von Seckendorff zu Sugenheim und Paulus von SeckendorlT zu Ramsdorff. G. an dem nechsten Tag nach Erhartstag dez heiligen Bischofs, (c. 6 S.) 15. Jan. Ilermannus, episcopus Frisingensis, fratribus Heremitis ordinis saneti Augustini praedicandi, audiendi Confessiones ac absolvendi plenam dat licentiain, neenon universis eorumdem fratrum praedi- cationes devote audientibus quadraginta dies de iniuncta poenitentia relaxat, D. in Castro suo Frisingensi quintadecima die mensis Januarii. 16, Jan. Ulrich Prentel, Richter zu Hembawr, ertheilt auf die Anfrage Thoman des Gunterstarffer, Richters zu llmünsier, welche Strafe diejenigen verwirkten, welche die von Gerichtswegen hingerich- teten Jacob und Peter rächen wollten, von Gerichtswegen den Bescheid, solche seyen alles dessen schuldig, wessen die Hingerichteten schuldig waren, G. des Eritags vor St. Antonien Tag. (e, S.) 17. Jan. Albrecht vom Wolfstain zu der Soltzpurg und Anne, seine Hausfrau, verkaufen mit Einwilligung des Hans vom Wolfstain die dem Verkäufer und diesem seinem Bruder gemeinschaftlich zugelhoilten Güter zu Ueutershofen mit aller Zugehörung ihrem Bruder und Schwager Wigolas vom Wolfstain als ein freies lediges Eigenthum um 600 Reinische Gulden, Mitsiegler: Hans vom Wolfstain, Purkliart der Reikershofer und Ulrich der Predenwinder. G. an St. Anthonientag, (c. 4 S.) 20 * 156 1414 18. Jan. 19. Jan, 20. Jan. 31. Jan. 23. Jan. 24. Jan. Seytz Layminger, Pfleger zu Teyspach, und seine Hausfrau Elspet, Ekchart des Tanner sei, Tochter vergleichen sich mit Herzog Heinrich wegen des von ohigem Layminger für seinen Schwager, Erhärt den Satelpoger zu Liechtcnegk, über die Feste Ydein gegebenen Versprechens, übergeben diese Feste dem Herzog für immer und verzichten darauf gegen Entschädigung in Geld, und unter der Bedingung, dass ihnen ein Zehent zu Altenöting und ein Gut, genannt Puttenliawsen, verbleibe. Mitsiegler: Wilhelm der Lautenbekch zu Wakcherstein. Zeugen: Sweikgcr der Junge von Gundol- fing und Hanns Frawnberger zu Massenhawsen. G. zu lanndshut an pfinztag nach Sand Anthoni tag. (c. 2 Sig.) nerzog Heinrich von Bayern nimt den Juden Sälikchman samt Weib und Kindern für sechzehn Gulden und vier Gulden zu Opfergelt von Liechtmessen sehirst Uber ein ganzes als seine Juden auf, so dass sie sich in der Stadt Landshut oder anderswo im Lande setzen mögen, auch gegen Entrichtung weiterer zwanzig Gulden ein Jahr länger bleiben dürfen, nach dessen Verlauf ihnen aber aufgesagt werden kann. D. eod. d. Sigmund, römischer König, bestätiget den Burgern zu Nuremberg Kaisers Karl, seines lieben Vaters Brief vom Jahre 1355, kraft dessen derselbe erklärt, dass alle Briefe, welche von ihm allenfalls Jemand über Recht, Freyheiten oder Gnaden gegeben worden wären oder gegeben würden, und die Rechte, Freiheiten, Gnaden und gute Gewohnheiten, die sie von römischen Kaisern und Königen, seinen Vorfahren im Reiche erworben oder hergebracht, schwächten oder beschädigten, ihnen keinen Schaden bringen sollen, indem er alle solche Briefe, die ihnen schädlich wären, tödte und vernichte, G. zu Cremon in Lamparten des nehsten Fritags nach sand Anthoni tage. Ernst und Wilhelm Herzoge Beyern bekennen, dass ihr Vetter Herzog Hainreich den Frieden zwischen ihnen und Jobst und Jörg Herren zu Abensperg bis auf kommenden Jörgen Tag verlängert bat und verpflichten sich, diesen Frieden zu halten. G. zu München an Sebastians Tag. (o, 2 Sig.) Passeporte de la Cite de Mets donee au Duc Loys, Palatin du Rin et Duc Baviere, pour passer au Consil a Constance. Im vingteunesyme du mois de Janvier. Jörg Bischof zu Passau verpflichtet sich, die 500 Gulden welche er Hansen dem altern Frawnberger zu Frawnberg schuldig ist, von kommender Lichtmess an über ein Jahr zu bezahlen. Bürgen und Mitsiegler: Jörg der Aichperger zu Seldenaw, Marschalch, Jörg der Ahaimer zu Hagenaw Pfleger zu Praunaw und Philipp der Iloltzhaimer Mautter zu Passau. G, am Eritag vor Pauls Tag als er bekert ward. (c. 2 Sig.) Schiedsrichterlicher Spruch von Heinrich Nothaft zu Wernberg, Vizedom in Niederbayern und Conrad Kammeraucr zu Viehausen in Sachen zwischen dem Abt Georg zu Priel und Lienhart den Iluntinger wegen einem verronnenen Wasser zu Puegsee, worin letzterer so lange als möglich soll \ i57 1414 24. Jan. 26. Jan. 30, Jan, )> 1. Febr. 6. Febr. i fischen dürfen, jedoch ohne Ansprüche auf das Eigenthum des Grundes zu machen. G, am milwochen i vor Conversio sancti Pauli. Ernst und Wilhalm, Gehrüder, Herzoge in Bayern, versetzen ihre Vorstadt und Vogtei gelegen zu Regensburg enlialb der Donaubrücke an den Rath der Stadt Regensburg uin 5000 Ungerische Gulden mit dem Bedinge, selbe vor 18 Jahren nicht einzuiösen. Teydinger: Der vest Ritter Ilainreich Nothaft zu Wernberg, derzeit Vicztum in Nydern Bayern, Veyt der Ahaimer derzeit ihr Vicztum, Herr Hanns Fuchsmündel, ihr Schreiber, und Stephan der Notangst, derzeit Stadtkammerer zu Regensburg. G. an sand Pawls abent als er bechert ward. Peter Maller, Sclmltheiss zu Regenspurg, entnimmt von der Jüdin Veflinn 282 neue ungerische Gulden als unverzinsliches Darlehen bis auf den nechsten weissen Sonntag, dass aber nach dieser Zeit, obige Summe nach Regensp. Pfenningen berechnet, mit 2 Regensp. Pfenningen für das Pfund verzinst werden, und, sobald cs verlangt wird, zurückbezahlt werden soll, und verpfändet der Jüdin 2 vergoldete silberne Näpfe mit einem Gewicht von 10 Mark Silber. G. des nächsten Freitags nach St. Pauls Tag als er bekehrt ward. (c. S.) Hartung vom Eglolfstein Ritter, Pfleger zum Rotenperg quittirt alle Geldschuld, die er von Jolians Läntgraffen zum Lewtenperg und Grafen zu Hals seinem Anherrn LantgraiTen Johans dem altern, seinem Vater Sygost und seinem Vetter Albreclit selig zu fordern hatte. G. am nechsten Eri- tag nach vnser frawn tag ze lichtmess, (c. S.) Sigmund, Römischer König, befiehlt Johannsen Pfalzgrafen bei Rein und Herzog in Beyern, den Abt und Convent des Klosters zu Waltsassen und deren Angehörige zu schirmen. G. zu Cremon in Lamparten des nehsten Dinstags vor vnser frawen tag Purificationis, (c. S ) Otto von Laymingen Tumbrobst zu Passau vermacht zu der von ihm gestifteten S. Erasm- Capelle in der S. Andre-Capelle im Kreuzgang bey dem Tuiub zu Passau zur Begehung von wöchentlich 4 Messen einen Hof genannt Aushaym gelegen in Griespekcher Gericht und Hartkircher Pfarre, und einen Hof genannt Chöbel gelegen in Vilshover Gericht und Ileyninger Pfarre. Mitsiegler: Jörg der Aichperger derzeit Marschalch zu Passau des obengenannten von Laymingen Schwager, G. an Lyechtmessen Abend, (c. 2 Sig.) Vlrich Cleistentaler zu Dietrichsdorf quittirt Johannsen Lantgrauen zum Leuchtemberg und Grauen zu Halls alle Geldschuld, welche er von ihm, seinem Anherrn Lantgrauen Johanns, seinen Vettern Lantgrauen Albreclit nnd Vlrichen und Lantgrauen Leupold zu fordern hatte, bis auf die Bürgschaft gen Conraden Nothaft zum Weissenstein, Ilannscn Ramsperger zu Walt-München und Hansen Wurtzer. G. an sand Dorothee der heiligen Jungfrauen tage. (c. S.) 158 1414 7. Febr. 10. Febr. 11. Febr. 12. Febr. 13. Febr. 14. Febr. Fridcricus Burggrauii, pvaepositus, Gotfridus Harscher, dccanus, lotumque capilulum ecclesiae Augustensis ordinant et staluunt, ut nullus nunc et inantca rccipiatur in episcopum et pastorcm ecclesiae Augustensis nisi iuret, cum infrascriptos articulos, ordinaliones et statuta observaturum; primo, ut procurct indilate, ut omnes castellani, tutores et custodes castrorura et oppidorum denttiteras permissarias, quod cpiscopo ccdente vel decedente cum castris et oppidis sede vacante capitulo pareant, item ut nullius flat flideiussor aut creditor, item ut bona et res ecclesiae non alienet, item ut inviolabiliter custodiat et servct statuta, libertates et consuetudines capituli et ecclesiae Augustensis, item ut capi- tulum in omnibus et contra quemlibet totis viribus fideliter cum effectu protegat ac defendat et cccle- siam Augustensem fideliter provideat et regatj quae statuta et ordinaliones Anshelmus, electus et con- flrmafus Augustensis, confirmat et approbat. Sigillatores: episcopus et capitulum ecclesiae Augustensis, D. feria quarla post festum Purificacionis domine nostre virginis Marie gloriose, (c. 2 S.) Rudolf Abt und der Convent zu Vormbacli verkaufen ihr Haus bey der Innprukk zu Passau an Georg Bischof zu Passau. G. an Scolastica Tag. (c. 2 Sig.) Ritter Wilhalm der Frawnberger, Pfleger zu Dacliaw, bekennt, dass ihn die Herzogin Elizabeth von Bcyrn für die Pflege zu Dacliaw, für die Burghut und andere Forderungen bis auf diesen heutigen Tag mit barem Gelde gänzlich befriedigt, habe, G. zu Munichen, am Sonntag vor sand Valenteins Tag. (c. Sig.) Hans Lotcrpeek Landrichter in der Grafschaft Hirspercli erkennt, dass die Klage welche Peter, Fritz und Chunrad die Ochsen beym Landgericht Nurenbcrg auf die Veste Prunekk, die der Bischof von Eystct von Johann Herrn zu Haideck gekauft hat, gestellt haben, dem Bischof Fridrich zu Eystet unschädlich scyn soll, da die Veste Prunekk in dem Landgericht der Grafschaft Ilirsperg gelegen ist. G. zu llietenburch des Montags nach Reicharts Tag. (c. Sig.) Ilainricli Frawnhofer stellt dem Suessel Juden in Landshut über eine Schuld von zwanzig Gulden als Bürgen Ilarpreclit den Ilarschircher zu Zangberg. G. Erichtag vor Herrn Vasnacht, (c. S.) Ulrich, Abt des Gotteshauses zu St. Ilaymeran zu Regensburg, verleiht die dem Seelhai« gegenüber liegende Hofstatt durch seinen Kamercr, Herrn Heinrich den Irlacher, an Görg den Chramer, dessen Hausfrau Kunigund und Chunrad den Acrdinger, Bürger zu Regenspurkch, als Leibgeding, die dafür jährlich auf St. Haymerans Abend 21 Regensp, Pfenninge zahlen, und bei Uebertragung des Leibgedings von einem lebendigen Leib auf einen andern 12 Regensp. Pfenninge, bei Uebertragung von einem todten auf einen lebendigen Leib aber 24 Regensp, Pfenninge entrichten sollen. G. an St. Valentins Tag des heiligen Märtyrers, (c. S.) Hadmair und Caspar, Gebrüder, beide von Laber, bekennen, dass Herr Willing, Abt, und der Convent zu Ahawsen an der Weernitz sie zu Schirmherrn genommen haben über die Widern und Güter zu Resch und sie diese Widern und Güter nicht beschweren wollen weder mit Bete noch 159 1414 25. Fcbr. 26. Fcbr. 28. Febr. 3. März 5. Mürz 6. Mürz 7. März Atzung, sondern nur einen zeitlichen Dienst erhalten sollen. Auch sollen sie jenen Schirm nur bis auf Widerrufen üben. D. cod. d. Theseres, Hans und Kaspar die Frawnhofler zu Arcnspcrg bekennen hinsichtlich ihrer Ansprüche und Foderungen an Wilhahn von Abensperg wegen eines von desselben seligen Vater Albrccht auf 6000 Gulden lautenden Briefes, dass ihnen Jobst Herr zu Abensperg Vetter und Vormund des vorgenannten Wilhelm mit dem Dorf Wolfspuch und Vogeltal und andern beraiten Geld genug gclhan hat. G. an dem weyssen Suntag. (c. 3 Sig.) Wilhalm vom Wolfstain zu der Sollzpurg, dem Abt Jorg zu Kastei die Vogtei auf der Probstci zu Hcbing, und alle in dieselbe gehörigen armen Leute empfohlen hat, verspricht sic getreulich zu schützen und zu schirmen, mit dem Gerichte de r Probstci Nichts zu schaffen zu haben, auch auf erhaltene Weisung ungesäumt wieder abzutreten. Mitsieglcr: sein Bruder Hans vom Wolfstain. G. am Montag nach dem weissen Sonntag, (c. 1 S.) Ernst, Herzog in Beyern, bekennt, dass er dem vesten Ritter, Albrccht dem Prcysingcr zu Kophspcrg, 300 neue Ungerisclie Gulden schuldig sei und selbe auf den ncclistcn St. Marteins Tag bezahlen wolle. Der Prcysingcr dagegen soll ihn von dem Abt zu Windberg, dem er 120 Gulden schuldig ist, ledigen. G. am Mittwoch vor Reminisccre in der Fasten, (c. S) Ililpolt Frawmbcrger zu Prunn bekennt, dass er den Burgern des Raths der Stadt Nurembcrg eine Summe von 672 Reynischen Gulden, Nürnberger Landeswährung schulde, welche er auf künftigen sand Mertinstag in der Stadt Perchingcn bezahlen wolle. LcistuugsbUrgcn: Erhärt Sattelbogen zu Liechteneck, Wernher Parspcrger, Ritter zu Parrspcrg, Jörg Frawmbcrger der Jünger, Wilhalm von Wolflstcin zu Soltzburg und Gebhart Judmann zu Afeking. G. zu Kelheim am samstag vor dem Suntag Reminisccre in der Vasten. Thoman Tolkncr PAeger zu Ncwmarkt bekennt, dass ihm die Herzogin Magdalena die Täfern zu Pleideskirchen in Otinger Gericht verliehen habe. An Monntag nach reminisccre. (Tom. Privil.) Anna Stainkircherin, Klosterfrau zu PcttendorA, gibt ihren Zins aus einer Hofstatt, gelegen in dem Stätzenpach hinter dem Spitalhofc an der Stadtmauer (zu Regenspurg), bestehend in jährlichen 24 regensp. Pfenningen, an sand Haimrans-Abcndc, und in 2 Hühnern, am Weihnachts-Abende fällig, zu dem Almosen am Palmtagc allen den Kindern, die her kommen, jedem Kinde eine Prctzej diesen Zins darf man weder verkaufen, noch versetzen, und soll das Almosen ewiglich ausrichten. Siegler: die Priorinn zu Pettendorf. G. des Erchtags in der andern Vastwochcn. (c. S.) Andre der Achdorfcr bekennt, dass ihm Herzog Ernst von Bayern an der Handfeste, welche auf 300 Gulden ungerischer lautet, 100 Gulden reinischer richtig bezahlt habe. G. am Miüichen vor dem Sonntag Oculj in der hl. Vasten, (c, S.) 160 1414 11. Mürz 16. Mürz 18. Mürz 19. Mürz 21, Mürz 29. März TV: Hans Bauor gesessen zu Swrzen verbürgt gegen Lewpolden Lantgrafcn zum Leuthemberg 13 Scliok Behemisclier Groschen, darum er des Abtes von Cladravn drei Paurcn ausgenommen hat. G. an suntag als man singet in der lieyligen vasten oculi. Conrat der Probst von Abach und seine Hausfrau erhalten auf 10 Jahre das Bürgerrecht zu Regenspurg, sollen von da ohne Erlaubniss des Käthes nicht wegziehen, von all ihrer Habe das erste Jahr eine Armensteuer, die andern 9 Jahre aber nur halbe Steuer, von allenfalls gekauften Gütern, die in der Stadt oder deren Burgfrieden liegen, ganze Steuer bezahlen, und nur von den Richtern daselbst ihre allenfallsige Foderungen entscheiden lassen. G. des Freitags zu Mitterfasten. (c. S.) Albrecht der Lawdrär, die Gebrüder Hanns und Andre die AViisel, Hainreich der Chönn, Sig- hart der Vischer, Vlreicli der Phölnikh und Hanns der Choliir, alle zu Reiberstorlf und Fronfischer des Herzogs Johanns, bekennen, dass ihnen Jörig der Vischer zu Sanndt und Kathrcy, seine Hausfrau, ihre dreiviertel Fischwasser zu Sanndt und ihren Anlhcil an dem Altwasser und der Tunaw daselbst verkauft haben und sie selbst dafür dem Herrn Johanns, Abt zu Obernaltach, und dem Convent daselbst, als Lehensherren über obige Wasser, jährlich 13 Dienste Fischgilt, je 24 Regensp. Pfenninge wcrth, entrichten sollen. Taidinger und Zeugen: Herr Nycla, Abt zu Windberg, Ritter 1-Iainrich Nolliaft, Vicedom in Nydern Bayern, Liebhart Chümer, Kämmerer zu Strawbing, und Vlreich Chastenmair daselbst. G. des Suntags als man singet letarc. (c. SJ Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern verpflichten sich, von den 800 Gulden, welche ihnen Ritter Wilhalm von Bebenburg auf die ihrer Gemahlin und Schwester der Herzogin Elisabeth verpfändete Gült zu Vohburg geliehen hat, in dem ersten Jahre 300 Gulden von einer zu erhebenden Landsteuer, und die andern 500 Gulden in den nächsten zwei Jahren zurückzuzahlen und verschreiben genannter Herzogin die 800 Gulden auf die Herrschaft Vohburg. G. zu München an Montag nach dein Suntag als man singet Letare. (c. 2 S.) Berchtold Flitzinger Landrichter zu Pfaffenhofen einantwortet Thoman dem Mynhauser Pfleger zu Reichershoven die Güter zu Wollentsach, auf welche derselbe von wegen des Herzogs Ludweig gegen den Ritter Thoman den Preysinger zu Wollentsach geklagt hat. G. des Mitichcn vor unser Frauen Tag in der Vasten, (c. Sig.) Hanns Mynnär, Apotheker zu Regenspurg, von dem Rath daselbst als Apotheker aufgenommen, gelobt eidlich, dass er acht Jahre nacheinander Armen und Reichen der Stadt zu gleichen Preisen mit seiner Apothekerkunst dienen will 5 dagegen soll er von dem Rath jährlich 12 Pfund Ilelblinge Regenspurger Währung, je 3 Pfund an jedem Quatember, empfangen und steuerfrei sein, der Rath aber ihm jedes Jahr und an jedem Quatember den Dienst und den Gehalt aufkünden können, wogegen auch ihn nach den 8 Jahren der gegenwärtige Vertrag nicht mehr binden soll. Siegler: Peter der Müller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Pflntztags vor dem Palmtag. (c. S.) 16 i 1414 30. März Lienliart Amman genannt von Gunczburg, Bürger zu Vlme, Hans Kuop Bürger zu Memmingen, Ilainez Ilainrich der ältere, Bürger zu Isny und llainez Stosser Bürger zu Liukirch vereinigen den Abt Fridrich von Loubenberg und seinen Convent mit der Bürgerschaft zu Kempten hinsichtlich der Misshelligkciten die unter ihnen desswegen bestanden, weil der Abt seine Beeilte von Lehen wegen mit seinen und seines Gotteshauses Lehenmannen anders besetzte, als die von Kempten meynen, dass es von Alters hergekommen sey und aus diesem Grunde nicht zu denselben Hechten gehn noch sitzen wollten. G. An dem nechsten Frytag vor sunt Ambrosius Tag in den Aberellen, (c. 1 S.) Ö, April Eglolf von Wartembcrg, genannt von Wildenstain, freier llofrichter zn Rotwil, entlässt Bürgermeister, Halb und Bürgerschaft der Stadt Lindow mit Gunst und 'Willen Hans Wagen’s des Gerbers zu Lindow, der sie in die Acht gethan hat, und dessen Ansprüche nunmehr befriedigt sind, der Acht des Hofes zu Botwil. Siegler: das llofgericht zu Botwil. G. an dem grünen Donerstag. (c. S.) 15. April Conrad Erzbischof zu Prag bestätigt den Bürgern von Lue den Brief des Erzbischofs Johann zu Prag, welcher den genannten Bürgern im Jahre 1383 des Piintztags vor Mittervasten einen Wochenmarkt und 2 Jahrmärkte bewilligt hat* G. zu Theinz bey Horssau den ersten Sontag nach Ostertag. 17. April Otto de Miltz, decanus ecclesiae Ilerbipolensis, judex et conservator jurium, rerum, privilegiorum et libertatum monasteriorum ordinis Cisterciensis, rogatus et requisitus ab Ilenrico Schymel, procuratoro abbatis et conventus monasferii Fonlis Salutis ordinis Cisterciensis, ut contra quosdam monastcrii et personarum ejus injuriatores et moiestatores procedere dignaretur, ipse negotiis arduis impeditus, Con- radum Myner, decanum ecclesiae S. Johannis in Ilawg extra muros Herbipoienses ad promulgandum es exsequendum iitteras conservatoriales ordini pracdicto ab Innocentio papa VI. indultas et insertas subdelegat. Testes: Balthazarus de Maspach, Theodoricus de Eysenbaeh, et Wernlierus de Hayn, canonici ecclesiae Ilerbipolensis. A. et D. in choro Ilerbipolensis ecclesiae, die Martis XVII. mensis Aprilis. j» Johann und Heinrich Herzoge in Bayern sammt ihren Rätlicn Seitz Marschalk Vitzdum, Conrad Murher Hofmeister, Hans Fraunberger, Wilhaiin Aheyiner, Altmann Kemnater und Erliart Muckentalcr entscheiden zwischen ihren Vettern den Herzogen Ernst und Wilhaiin einerseits und llilpolt dem Menndorlfer anderseits: Wenn die 2 Briefe, welche llilpolt Mendorfier über das Schloss Adelburg hat, nämlich der ältere Brief vom Herzog Ludwig auf 1000 ungrische Gulden lautend und der andere vom seligbn Herzog Steflan auf 1200 ungrische Gulden lautend — oder wenn einer dieser Briefe dem genannten MendorlTer vor dem Theilbriefe gegeben worden ist an welchen sich die Herren heyder- seits halten und sich gegeneinander verschrieben haben, so sollen die Herzoge Ernst und Wilhelm das Schloss Adelburg von dem Mendortfer nach Laut seiner Briefe lösen ; sind des Mendorlfers Briefe aber jünger als erwähnter Thcilbricf, so sind die genannten Herren dein Mcndorlfer nichts schuldig, und soll denselben das Schloss Adelburg vom Seitz Marschalk Vitzdum und Albrcclit Preisingcr Kammermeister in einem Monat cingeantwortet werden, ausser es könnte llilpolt der Mendorffcr nach- weisen, dass ihm die Adelburg mit der genannten Herren Herzog Ernst und Herzog Wilhalm oder 21 162 1414 ihres seligen Vaters Einwilligung verpfändet worden sey; die Briefe hierüber sollen zu Landshut am Sonntag nach kommenden heil. Pflngsttag verhört werden» Mitsiegler: Seitz Marschalk Vitzdum, G. zu Kelheim am Eritag nach Quasimodogeniti. (c. 3 Sig.) 17. April Johanns, Ernst, Wilhelm und Heinrich, Herzoge in Bayrn, sind in einer Gesellschaft mit einander einig geworden, den Siticlien zu einer hesondern Freundschaft zu tragen, und verbinden sich auf die nächsten 4 Jahre mit einander gegen alle Ruhestörer und Friedensbrecher. D. ib. et eod. d. (c. 4 S.) ?5 Die Herzoge Ernst und Wilhalm in Beim, die Ludweig dem Chamerawer für geleistete Dienste 200 Ungrische Gulden schuldig waren, wovon ihnen derselbe 100 Gulden erliess, versprechen die übrigen 100 Gulden auf den nächsten St. Michahels Tag zu bezahlen, widrigen Falls derselbe die 200 11. zu fodern haben soll. D. ib. et eod. d. (c. 2 S.) 23. April Haubt Marschalk gesessen zu Pappenheim verpflichtet sich gegen den Probst Friedrich zu Rebdorf, das Dorf Rayttenpuch treulich zu schirmen. Siegler: Haubt Marschalk und sein Bruder Sigmund. G. an Gorgen Tag. (c. 2 Sig.) V Ilainrich Herzog in Bayern überlässt den Bürgern des Marktes Frontenhausen den Zoll daselbst, dagegen dieselben hievon jährlich 10 Pfund Pfenning dem Kästner zu Teispacli reichen sollen. G. zu Landshut an Jürgen Tag. 5J Wilhalm vom Wolfstain bekennt, dass er seiner Hausfrau, Kathrein vom Wolfstain mit Einwilligung seines Bruders, Wigolas vom Wolfstain, ein Vcrmächtniss auf die ihm und seinem ebengenannten Bruder gemeinschaftlich zugehörigen ungetheilfen Güter zu Piberpach, Pirkcich, Klam, Perkliauscn, Ohauscn, Wissenhaid, Pruppacli, dann noch auf die acht Weiher daselbst und zu Ebenreut der Massen verschrieben und angewiesen habe, dass seine Erben seinen Bruder Wigolas urjd dessen Erben mit seinen andern Gütern zu Soltzpurg und Pirpaum entschädigen, im Falle einer zwischen ihm und seinem Bruder vorgenommener Theilung der Güter der auf den Bruder treffende Antheil diesem für immer verbleiben, sein Antheil aber seiner Hausfrau als Eigenthum zufallen soll. D. eod. d. (c. S.) 5? Jäck Irrer der Bekk, Burger zu Memingen , und Adelhait seine Hausfrau übernehmen von des Erhärt Vischer Wittwe Eisbeten statt des Zinses eines Darlehens von vierzig Pfund Haller ihr Kind auf zwey Jahre zur Erziehung und Unterhaltung. D. eod. d. 5) Gorg der Aichperger im Mos des Bischofs von Passau Marschalk, Weymar Ekker zu Saldenburg, Andre Swarzenstainer Pfleger zum Bolfstain und Oswald Lengvelder zu ßelchenberg, dann Peter der Holzhaymer Burgerinaister, Hans Holzhaimer Richter, und Ulrich Sinazhausär Bürger zu Passau entscheiden hinsichtlich der Erbansprüche, welche Jörg Lewzenriedcr von wegen seiner I-Iaus- 163 1414 frau Elspet des seligen Walchun Hadrer Tochter an Tristrain, Degenhart, und Stephan die Watzms- torffiir von Lewprechting gemacht, dass genannte Watzmstorffär aller Foderutigen des Jörg Lewzenrieder ledig seyn sollen. D. eod. d. (c. 2 Sig.) %. April Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayrn verleihen ihrem Chammermaister Veitli Ahaimer für seine getreuen Dienste die Vogtey aus dem Viechlhof und aus 9 Lehen und 2 Hüben zu Niedern- tiirching, aus 4 Huben zu Oberntiirching, aus 2 Mühlen in dem Mülltal, aus der Mühle zu Tülching und aus 2 Lehen zu Sohmidthaim. G. zu München am Pfinztag nach Georgen Tag. 2. Mai Hanns Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch, vor welchem Albrecht Cremitzzer gegen Vlrichen den Muracher zu dem Holnstain klagt, dass derselbe sich dem Ausspruche ihrer Schiedsmiinner Wilhalm und Albrecht von Wolfstain und Hadmar Absperger seligen, nicht unterworfen habe, kraft dessen er, weil er den Cremittzzer gefangen und beraubt, demselben 120 Gulden zu Lichtmess hätte bezahlen sollen, erkennt zu Recht, dass genannter Cremitzzer um 400 Gulden Beschädigung in Nutz und Gewähr aller Habe und Gut des Muracher gesetzt seyn soll. Schirmer: Alle Herrn von Bayrn, der Bischof von Eystet, Fridrich und Hanns von Haideck, Alle von Laber, Jobs und Jorg von Abensperch, Alle vom Wolfstain, alle Menndorffer, Ilerman Pechtaler. G. zu der Freiustadt des Mitwochen nach sand Walpurg tag. (c. S.) Albertus, episcopus bambergensis, Johannem, abbatem monasterii Inferioris Altach, in persona Alberti de Ingolstat, monachi et procuratoris ejus, de temporalibus scu regalibus investit. D. et a. in Castro nostro Altemburg, secunda die mensis Maij. (c. S.) 3. Mai Wilhalm von nütingen bekennt, dass ihm der Abt Johanns zu Kaishein seine und seines Klosters Höfe, Leute und Güter zu Aschprunnen in Schirms Weise empfohlen und eingegeben habe, doch auf Wiederrufen. G. an des hl. Crücz Tag, als cs erfunden ward. (c. S.) 13. Mai Georius Frawnberger in Ilag, protunc residens in Hohenburg, monasterium in capella sancti Nicolai in Ramsaw in honorem sancti Augustini ordinis eremitarum fundat atque de novo construit et dodat. D. proxima dominica ante festum Ascensionis. » Ritter Erenfride von Seckendorff, Hofmeister des Burggrafen Fridrichs zu Nurembcrg belehnt Namens seines obengenannten FUrstens Jakob Czuckinantel mit dem halben Thcil der Behausung zu Dürrenmungenaw, welche derselbe von Ileincz von Seckendorff zu Abenberg erkauft hat, zu rechtem freien Mannlehen. G. zu Onolczbach am Suntage vor vnsers Herren Aufarttagc. Heinrich von Seckendorff zu Abenberg macht sich gegen Burggrafen Friedrich zu Nuremberg verbindlich, mit dessen Bewilligung statt von seinem lehenbaren halben Theile der Behausung zu Dürrenmungenaw, den er, obwohl die Verpflichtung darauf gehaftet, mit einem Glefen zu warten, an Jacob Jüuckmantel für rechtes freies Mannlehen verkauft — fürbas von gewissen lehenbaren Gütern 21* i 64 1414 15. Mai 16. Mai 18. Mai 33. Mai 24. Mai zu Abenberg, wenn und so oft er ermahnt werde, mit einem Glefcn warten und dienen zu wollen. D. eod. d. (c. S.) Wilhalm Frawnberger von Frawnberg verpflichtet sich, den Gürg von Gundolfing und Heinrich den Adlzhawser welche er Gärigen dem Gumppenperger wegen einer Schuld von 200 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. am Erichtag vor dem h. Aufferttag. Erhärt von Osterhofen, der Pfeifer, wird von dem Rath zu Regenspurg als Pfeifer aufgenommen, und erhält ein Schild mit dem Stadtwappen, das er allzeit tragen aber nicht versetzen oder sonst verthun, und das der Rath, wenn er entlassen würde oder stürbe, von ihm oder seiner Hausfrau um 2 Gulden einlösen soll. Auch soll er ohne Erlaubniss des Rathes seinen Dienst nicht verlassen. Siegler: Peter der Mäller, Schultheiss zu Regenspurg. G. an unsers Herrn Auffahrt Abend, (c. S.) Leuppolt Gumpprecht, Bürger zu Regenspurg, gibt Peter dem Maller, Schultheissen zu Regenspurg, seine Tochter, Jungfrau Elspet, zur Ehe, und verspricht, derselben innerhalb Jahrcs-Frist eine Mitgift von 1000 neuen ungerischen Gulden zu zahlen, wogegen Peter der Maller seiner Frau als Morgengabe 1200 neue ungerische Gulden verspricht, wovon derselben, wenn er innerhalb eines Jahres und ohne leibliche Erben aus dieser Ehe stürbe, 600 Gulden nebst dem mitgebrachten Heirath- gut und der Ausfertigung verbleiben, er aber, wenn seine Frau in derselben Zeit und ebenfalls kinderlos mit Tod abginge, von dem lleirathgut derselben 600 Gulden erhalten sollte. Mitsiegler: Herr Lucas der Ingolstcter, Bürger zu Regenspurg. Zeugen: Herr Martein auf Tunau, Probst zu Regenspurg, und der obgenannte Lucas Ingolsteter. G. des Freitags nach dem heiligen Auffahrt Tag. (c. 2 S.) Altman Kcmnater, Landrichter zu Sultzbach, erkennt in der Streitsache zwischen Eberhart Mistelbech und Dietrich Stetzman, Kellner des Gotteshauses zu Chastell, die Lehenschaft des Hofes zu Getzendorfl', welchen vor Zeiten die Hayntaler innchatten, betreffend, zu Recht: Hätte der Mistelbeck obiges Lehen zu rechter Zelt gefordert, so genösse er dessen billig; da er demselben aber nicht nachgekommen wäre, als Lehensrecht sei, so hätte es Ilr. Stetzman von des Gotteshauses wegen wohl behabt. G, am Mitwochen vor Pfingsten. C c - S.) Rudolf der ältere Preysinger zu Wolnzach und Rudolf der jüngere, sein Sohn verpfänden an des Herzogs Ernst Kämerer, den Freyberger, ihren Weyer und Weyerstatt im Dürnbuch, genannt die Schutt, für eine Schuld von fünf und vierzig Gulden. G. an Pfintztag vor dem heyligen Pfingstag. (c. 2 Sig.) Ulreich der Predcmwinder verpflichtet sich, bis nächsten Georgen Tag des Stadtraths von Regenspurg getreuer Diener und Verantworter auf der Landschranne zu Ilirsperg zu seyn, gegen 31. Mai 165 1414 jährlich 2 Pfund Helbling wovon er 1 Pfund erhalten zu haben bekennt. G, des Plinztags in der Pfingstwochen. (c. Sig.) 31. Mai Werenlier, Hanns und [leinreich Gebrüder, die Parsperger zu Parsperkch eignen ihrem Schwager Dietreioh dem Stawtfer zu Erenfels das Gut zu Mawsheira, welches er von dem Vlcizzen, gesessen zu Eselstorf, erkauft hatte, und welches von ihnen zu Lehen ging, mit der Bedingniss, dass er ihnen bei gegebener Gelegenheit ein Gleiches thue. G. des Pfincztags nach dem hl. l’fingstag. (c. 2 S.) 4. Juni Walther von SeggendorlT, Ritter zu Stopfenheim, bekennt, dass er in Trägersweisc von Fridrieh, Bischöfe zu Eystet, die Güter, die zur Behausung Mur gehören, das Gotzmanns Gut zu dem Aychen- berg und einen in dieses Gut gehörigen Zchend für Sigmund, Heinrich, Craft und Vlriclr von Len- terssheim, Craftens von Lenterssheim seeligen Kinder, zu Lehen empfangen habe, ausgenommen die Güter, die zwar zu der Behausung Mur gehören, aber nicht von dem Stifte Eystet zu Lehen rühren. G. am Montag vor vnsers Herrn Leichnamstag. V Johannes Papa XXIII. episcopo Vulteranensi, et sanctae Mariae veteris capellae Ratisbonensis ac sancti Viti extra muros Frisingensis ecclesiarum praepositis mandat, ut Fredericum de Parsperg, scolasticum majoris ecclesiae Ratisbonensis, licentiatum in decretis auctoritate apostolica in corporalem possessionem scholastriae ecclesiae Ratisbonensis inducant quam scliolastriam Albertus Episcopus Ratisbonensis dispensatione apostolica post eleclionem in episcopum obtinuerat tune autem libere resignavit. D. Bononie. II. Idus Junij. Pontificatus anno V. (c. Sig.) 5, Juni Heinrich Herzog in Beyrn gelobt, den Jobst zu Abensperg, welchen er dem Erhärt Zenger, Parzival Zenger und Erhärt Preysinger um 3900 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. zu Landshut am Erichtag vor Gotzleichnams Tag. 7. Juni Cunradus, episcopus Ebronensis, Constantiensis diocesis vicarius in pontificalibus generalis, recognoscit, quod unam capellam et unum altare extra oppidum Lindawiam in honorem omnium sanctorum de novo constituerit et dedicaverit, omnibusque capellam et altare in festo omnium sanctorum et festis dominicis et in festo dedicationis visitantibus simulque vere poenitentibus et confessis quadra- ginta dies criminaliura et annuum venialium cum carrena relaxaverit. D. feria quarta post dominicam sanctae Trinitatis, (c. S.) 5 ) Die Herzoge Ernst und Wilhelm in Beyern bekennen, dass sie ihrem Wirth zu Lanndshut, Chunrad dem Glaksperger, 452 Ungrisehe Gulden und 73 Pfund und 3 Schilling Münicher Pfenninge schuldig seien, und versprechen, dass sie derselben an den nächsten 4 Quatembern 200 Pfd. Münicher Pfenninge, je 50 Pfd. an jeder Quatember, aus ihrem Weinungclt zu Miinichcn einnehmen lassen und das Uebrige auf den nächsten St. Marteins Tag bezahlen wollen. Bürgen und Mitsiegler: Diewolld und Wilhelm die Leuttenbekchen, Caspar der Toriir, Hainreich der Adeltzhauser, Pauls der Aersinger, i66 1414 Ulreich der Dachauer, Peter der Michelspekch, Hanns der Pelhaiiner und Hanns der Auer. G, zu Lanndsliut ain Gottsleiclinamstag. (c. 10 S.) 8. Juni llainrich, Herzog in Beyern, befiehlt allen seinen Viccdomen, Richtern und Amtleuten, die Abtissin und das Gotteshaus zu Kyemssee bei allen Rechten und namentlioh der Handfeste seines Vetters, des Königs Ott von Ungern, zu schützen und dawider nicht zu handeln. G. zu Landshuet am Freitag nach Gottsleichnams Tag, 13. Juni Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu Hirspcrch, vor welchem Weypolt Rauscher klagt, dass er von Wilhalm von Seckendorf Commenthur zu Messingen zum Viehhüten gezwungen werde, erkennt, dass genannter Rauscher schuldig sey, des Commenthurs zu Messingen Rosse, Kühe, SchwcineundSchafe zu hüten als es von Alters herkommen ist. G. des Eritags vor Veitz Tag. (c. S.) 13. Juni Michel der Eysengrein, Fleischhauer und Bürger zu Regcnspurg, von dem Rath daselbst gefangen gesetzt wegen Muthwillens und Unzucht, die er in öffentlichen Frauenhäusern und anderswo getrieben, aber wieder freigelassen, schwört Urfehde und soll ein ganzes Jahr in kein Leithaus, und für alle Zeit in kein öffentliches Frauenhaus oder andere verrufene Stätten gehen. Bürgen: sein Bruder Hanus der Eysengrein, Chunrat der Schilber und Hanns der Stänglein, Bürger zu Regenspurg. Siegler: Peter der Maller, Scliultheiss zu Regenspurg. G. des Mitwochs vor St. Johanns Tag zur Sonnwende, (c, S ) » Jorg Piitreich zu Reicliershawsen erklärt, dass Martein der Kölbel von Oesterhofen sein Weib und seine Kinder ihm nicht mit Eigenschaft zugehüren, wie die Herzogin Elisabet meynt. D. eod. die. (c. Sig.) 14. Juni Vor Göswein nunthaiaer, Richter zu Dachaw, erklären die Ehrsamen Herren, Hanns, Oberkellner, und Hanns Waker, Richter zu FUrstenveld, als Bevollmächtigte des Herrn Abtes Hanns daselbst, dass des Klosters Leibeigner, Hainreich Sedelmair zu Sultzmos, von Frau Anna der Prey- singerin, Hausfrau Rudolf des Preysinger, widerrechtlich angesprochen würde, worauf die Preysingerin eine Urkunde vorzeigt, worin der genannte Sedelmair neben noch andern als ihr Leibeigner angeführt war. Als hierauf die Kläger dargethan, dass das Kloster denselben schon länger [als Landsrecht wäre unangefochten besitze, und die Preysingerin am nächsten zur weitern Verhandlung angesetzten Gerichtstag nicht erschien, wird der Sedelmair, der an diesem Tage mit seinen Beiständern, Hainreich dem Wagner und Fridlein zu Geysing, eidlich betheuert hatte, dass er dem Kloster zugehöre, diesem von Gerichtswegen zugesprochen. Richter : Peter Gurr, Hanns Sliuler, Hanns Sentlinger und die Geschwornen von Dachaw. G, am Pfintztag vor Viti et Modesti. (c, S.) 29. Juni llainrich Herzog in Beyern vereinigt Wernhard den Granns zu Uttendorf mit Chunrad dem Kiichler zu Fridburg, so dass der Granns seine Tochter Barbara des KUchlers Sohne Chunrad zur Ehe geben soll, dann dass hinfür die Granns zu Uttendorf ungeirrt auf dem Hönhart und eben so die 167 1414 Kiichler zu Fridburg ungeirrt auf dem Sündelpcrg jagen sollen. G. zu Purkhausen an l’cter und Pauls Tag. (c. Sig.) 29, Juni Fflisabet, Pfallenezgräfynn hcy Rein und Herczogynn in Bayern, entlehnt von Rudolfen dem Tiirndl, Pfleger zu Starnberg, 400 Vngerischc Gulden, gegen einen jährlichen Zins von 40 Gulden, aus der Kastengült zu Starnberg, mitsammt den 20 Pfund Müncher Pfenningen, seiner Pürckhut. G. zu München an sand petern und an sand Paulstag. (c. S.) » Ernst, Herzog in Bayrn, bekennt, dass all die Darleihen, die seine Gemahlin Frau Elisabet bei seinem Pfleger zu Starnberg, Rudolf dem Tiirndl, gemacht habe, zu seiner Nothdurft und mit seinem Willen geschehen seien und er diese Schulden, im Falle seine Gemahlin mit Tod abgingc, bezahlen wolle. D. ib. et eod. d. (c. S.) 4. Juli Albrecht der Robel, von dem Rath zu ltegenspurg auf ein Jahr als Schütze und Diener gegen eigene Verköstigung aufgenommen, verpflichtet sich zu treuen Diensten. Der Rath soll das Recht, ihm halbjährig zu künden, und sein Ross und Harnisch für empfangenen Sold als Pfand haben. G, an St. Ulreichs Tag des heiligen Bischofs, (c. S.) 9. Juli Elisabef, Pfallenezgräfynn bey Rein und Herczoginn in Bayern, welche Rudolfen dem Turndl, Pfleger zu Starnberg, 240 Vngerischc Gulden schuldig ist, bekennt, dass er selbe bei Nichtbezahlung auf künftige Weihnachten aus der Pflege zu Starnberg einzunehmen das Recht habe. G. an Montag vor sand Margreten tag. (c. S.) 10, Juli Albrecht von Tanliain wegen seiner Schuldfoderungen, die er an die Herzoge in Paigern, Gebrüder Stephan und Fridrich, und an den Sohn des Erstem, Herzog Ludwig, wegen seines Vetters Albrecht von Tanliain sei. und seiner selbst wegen zu machen hatte, von Sytz Marschalk zu Obern- dorlf dem Jüngern, Vizedom in Obcr-Paigern, nacli Werd vorgeladen aber auf dem Weg dahin von Jörg Hiil und Erhärt dein jungen Ersslinger gefangen genommen, begibt sich nach seiner Freilassung neuerdings nach Werd, vergleicht sich allda mit Herzog Ludwig und verzichtet auf seine 2 Drilt- theile seiner Schuldfoderungen, sowie auf seine 2 Drittheile seines Guthabens von 1500 Gulden jährlicher Gilt und will sich mit dem begnügen, was Die von Laugingen, Werd und Hochstetten hierüber aussprechen werden. Auch übergibt er die Schuldbriefe von 1500 11. jährlicher Gilt und von 1200 Ungrischen Gulden, wovon ein Drittheil den Gebrüdern Cunrat und Hanns den Harschem gehört, dem Herzog Ludwig Behufs der Hinterlegung in der Stadt Uhne. Mitsiegler: die Gebrüder Harscher und die vesten Herren, Ritter Cunrat von Berge, die Gebrüder Walther und Wolf vom Stain vom Rechtenstain und Hainrieh der Bücher zu Ehingen. G. an dem nächsten Aftermontag vor St. Margarethen Tag. (c. 7 S.) 13, Juli Sigemund römischer Kunig bestätigt dem Grafen Johann von Helfenstein alle Freyheiten, Rechte und Privilegien welche derselbe von den römischen Kaisern und Königen hergebracht hat. G. zu Strassburg an Margreten Tag. 168 1414 23. Juli Elss von Dietenhouen, Ilannsen von Wachingen eliliche Frau, schenkt den Barfiissern zu Pfortzen ein ihr von der Königin von Frankreich gesendetes goldenes Iiistlein mit einem Palays und 4 grossen Perlen, worin das halbe Herz der hl. Margreta ist, ferners ein ihr vom Pabst geschicktes goldenes Kreuz mit einem Rubin und dem Opfer der hl. drei Könige und drittens ein goldenes Täfelein mit U. F. Bild, das ihr ein frommer Ritter vom hl. Grab gebracht hatte. Mitsiegler: der Richter llainrich Maygen und Conrat Mutzier. G. auf Sant Jacobstag des hl, Zwelfpotten. 26. Juli Dietrcich der Ilächsenackrer bekennt, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayern an den 1000 Gld. ungrischer, worüber er deren Brief und Insigel hat, 300 Gld. richtig bezahlt haben; die andern 700 Gld. sollen sie ihm auf u. Fr. Tag zu Liechtmissen nächstkünftig entrichten ; wo nicht, so soll der Brief, welchen er von denselben hat, lautend auf sand Jacobs Tag, gänzlich bei seinen Kräften bleiben. G. am Püncztag nach sand Jacobs Tag. (c. S ) 29. Juli Ernst und Wilhalm, Herzoge in Beyren, freien dem Probst des Klosters zu Cell das Gut Pawn- gartten, das ihr Lehen war und das derselbe gekauft hatte. G. zu München am Sonntag nach St. Jacobs Tag, 30. Juli Sigismundus, Romanorum rex civibus Ratisponensibus privilegia ab imperatoribus et regibus Romanis concessa approbat et confirmat, videlicet gratiam, ne a sententiis judicum eorum diffinitis intra muros civitatis Ratisponensis ius reddentium nisi ad ipsorum consistorium in judicio vel extra aliquanter apelletur, itemque concedit, ne delictum singularis personae in damnum generale universitatis dictorum civium debeat retorqueri, sed ut omnis forcnsis seu extraneus, cui actio vel questio competat, iudiciuin et examen quaerat et subeat praedictae civitatis, item eis gratiam a suis praedecessoribus concessam, ut ad nullum iudicium extra civitatem eorum trahi valeant, approbat, item et gratiam, quod pro nemine cuiuscunque Status vel conditionis sit, sed tantum pro suis civibus inpignorari seu arrestari possint, item concedit, ne quis bona dictorum civium et res naufragas vel de incendio evasas sibi appropriet et usurpet, item indulget eisdem, ut turbatores pacis et omnes facinorosos in civitate Ratis- ponensi et extra candem capere valeant, liceatque de talibus malefactoribus, videlicet iudicio eius, in cuius iudicio capti fucrint, petito sed non impetrato, iuxta civitatis iudicium iudicare, item addicif, quod eis contra omnes, qui praedones et turbatores eorum ad castra vel munitiones rcceptaverint, idem jus compedere debeat, quod contra turbatores et praedones ipsos competere possit, item observari vult ius consuetudinariuin, quod, quicunque dictorum civium domum, prata vineas et alias posscssiones per annum continuum quiete et sine iuris impetitione possederit, a nullo debeat impugnari, item concedit, ut ungeltum perpetuo duraturum de omnibus mercemoniis imponere et colligere valeant, et inhibet, ne quis praefatis civibus in institutione ungelti iinpedimentum aliquod irroget, et nullus nisi civis praedictae civitatis vinum propinet, item concedit, ut tarn spirituales quam saeculares personae neenon civitatem inhabitantes judaei statuta pro custodia et munitionc eius facta observent, et in fine literarum civibus praefatis universa et singula privilegia innovat et approbat. D, in civitate Spyrensi penultima die Julii. (c. S.) r 169 1411 30. Juli Derselbe verordnet, dass diejenigen, welche vor ihm, seinen Nachfolgern im Reich oder den Reichs-Verwesern klagen, dass ihnen von der Stadt Regenspurg das Recht versagt werde, wieder an die dortigen Gerichte gewiesen werden sollen, sobald der Rath daselbst eidlich erklärt habe, dass er denselben nach dem dortigen Sladtreeht Spruch und Urtheil geben wolle. Auch soll der Rath in diesem Falle vor kein anderes Gericht geladen werden, D. ib. et eod. d. (c. S.) ^ >5 Derselbe befiehlt allen Ständen und Unterlhanen des Reiches, die Bürgerschaft von Regenspurg bei ihrer althergebrachten Freiheit, nur vor dem Stadtgericht daselbst vor Gericht stehen zu dürfen, zu beschützen und besonders nicht zu gedulden, dass selbe wegen von der Burggrafschaft zu Nürcm- berg und andern Landgerichten ergangener Urthcilc angegriffen oder beschädigt werde. D, ib. et eod. d. )> Derselbe bestätigt der Stadt Amberg alle ihre Freiheiten, Briefe und Handfesten, und gebietet allen Fürsten, Beamten, Städten, Märkten etc., sie dabei zu handhaben, bei Strafe von 100 Mark löthigen Goldes, wer dawider frevelte. G, zu Speyer, des nächsten Montags nach sand Jacobs Tag. 5 ) Derselbe bestätiget die von frühem Kaisern und Königen den Juden in Regensburg gegebenen Privilegien, wornach sie um Schuld, Geld und Schäden nur zu Regensburg von ihren Richtern belangt werden dürfen, doch unbeschadet der Rechte der Herzoge von Bayern als zeitlichen Pfandherrn an ihrer gewöhnlichen Steuer. D. ib. et eod. d. » Derselbe befiehlt der Reichsstadt Lindowe, dass sie die gewöhnliche ihm auf St. Martins Tag jährlich schuldige Steuer dem strengen Ritter Ilerman von Breitenstein oder dessen Abgesandten zahle, wogegen er sie nach geleisteter Zahlung zu quittiren verspricht. D. ib. et eod. d. 31. Juli Derselbe verleiht dem Wilhelm vom Wolfstein auf dessen Bitte das Schloss Obern-Soltzburg mit dem Berg, Kirchensatz, Halsgericht und Bann, und die Dörfer Mülhusen und Bybcrbach, was alles des heiligen Reiches Lehen ist, und der Empfänger und seine Erben jeder Zeit vom Reich zu Lehen nehmen sollen. G. zu Spire des nächsten Diensttags nach St. Jacobstag. (c. S.) » Pfalzgraf Ludwig meldet allen Städten des Reiches, besonders aber den Städten Strassburg und Frankfurt, dass seine Stadt Amberg von römischen Kaisern und Königen, wie die Stadt Nurcm- berg, vor Zoll und andrer solcher Beschwerniss gefreit und begnadigt sei, worüber er auch König Sigmunds Bestätigungs-Briefe gesehen habe; er ersucht desshalb obige Städte, Die von Amberg ihre Freiheit und Gnade unbelästigt geniessen zu lassen. G. zu Speyer, auf den nächsten Dinstag vor sand Peters Tag ad vincula. 1. Aug. Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayrn, versetzen ihrem Pfleger zu Aerding, Ilainrich dem Adelfzhauser, für ein Darlehen von 434 neuer Ungerischer Gulden ein goldnes Halsband mit 8 Palasten und 7 grossen und 6 kleinen Perlen, eine Tafel mit 4 Palasten, und 3 Ringe, 22 1414 | 7. Aug. 18. Aug. 21. Aug, 28. Aug. 30, Aug. 3. Sept. wovon einer einen Palast, der andere einen Saphir hat. Sollten diese Pfänder dem Darleiher verloren gehen, so soll er desshalb keinen Schaden tragen. G. am Mittwoch nach St. Jacobstag. (c. 2 S.) Steffan von Abbsperg Landrichter zu Nurenberg bestätigt dem Erhärt Marschalk Vogt zu Stauffe einen Brif vom 9. Januar 1413, laut welchem Erhärt der Marschalk zu Hirsperg vor Hans Loterpeck in der Grafschaft Hirsperg seine Behausung und Ilofrat in der Veste Hirsperg, das Dorf und die Vogtey zu KaldortT, ein Holzmark hinter dem Hoclienrain, einen Hof zu Ohausen, was alles sein seliger Vater Wernher Marsehalk von Hartung vom Eglofstein gekauft hat, dann ein Fischwasser zu Lewtzingen, einen Zehend zu Kewssingen, einen eignen Hof und eine Holzmark zu Hcrnsperch, einen Hof zu Wernsfeit und einen Hof zu dem Leye mit den Rechten behabt hat. G. am Dynstag vor Lorenzen Tag. (c. Sig.) Sigmund römischer Kunig giebt seine Einwilligung, dass Sweikcr von Gundelfingen der jüngere zur Stiftung einer ewigen Messe in Dielfurt die 8 Pfund Pfenning Gült verwende, welche der selige Kaiser Ilainrich des genannten Sweikers Ahnherrn Hiltpolt vom Stain von der Steuer zu Dietfurt zu einer Burghut zur Altemburg gegeben hat, da das Schloss Altemburg nun so verfallen ist, dass es keiner Burghut mehr bedarf. G. zu Coblentz des Samsstags nach unser Frawen tag Assumptionis. (c. S.) Fritz von Westerstetten, Ritter, und Ytel von Westernach, Vogt zu Dilingen, bitten den Herzog Ernst in Bairn im Namen ihres gnädigen Herrn von Augspurg um 20 gute reisige Gesellen und um eine möglich grosse Anzahl Schützen als Hilfstruppen gegen den Angriff, den Graf lludolff von Montfort, Landvogt in Schwaben, gegen die Stadt Dilingen beabsichtigen könnte. Auch melden sie dem Herzog, wie Herr Fridrich Gräfenegger Die zu Zusmershusen und des Bisehofes Hof zu Augspurg gescliädiget und zerstört habe. G. zu Dilingen an Afftermentag vor Bartholomei. Herzog Ilainrich stiftet in die Kapelle der Veste von Landshut nach Uebereinkommcn mit den vier Kaplanen ain gesunges Ampt täglich, zusampt den andern gesprochen Messen. Auch soll ain jeglicher Kaplan einen Schüler haben, der ihm singen helfen soll. Landshut an Sand Augustins Tag. Ritter Hanns von Rosemberg, Schultheiss und die Schöpfen der Stadt Nuremberg beurkunden, dass Vlrieh Haller und Peter Volkmeyr die Mühle bey den Fleischbänken zu Nuremberg, die Papyr- mühle bei Nuremberg, die Mühle zu Werde und die Mühle zu Snyglingen von Johannes und Fridrich Gebrüdern, Burggrafen zu Nuremberg erkauft haben, und hieran nach geschehener Uebereinkunft Vlrichen Haller zwei Theile und Peter Volkmeyr ein TheiJ gehören solle, obgleich Peter Volkmeyr in dem Kaufbriefe Burggrafens Fridrich nicht als Käufer genannt und Vlrieh Haller in dem Kaufbriefe Burggrafens Johann nur mit dem halben Theile begriffen ist. Zeugen: Erhärt Schürstab, Andres Volkmeyr und Gerhart Zöllner. G. am Pfintztag vor sant Egidientage, Anna die Frawnbergerin Pflegerin zu Kifzpühel verpflichtet sich, die 72 Gulden welche sie Matheus dem Ueberakcher und Margret seiner Hausfrau schuldig ist, in 14 Tagen zu bezahlen, und 171 1414 8. Sept. 10. Sept. 83» Sept. 34. Sept. verpfändet denselben hiefür einen auf 600 Gulden lautenden Hauptbrief, welchen sie vom Herzog Stephan hat. Mitsiegler: Hans der Satler Chamermaister zu Lanlzhut: G. am Montag nach Gingen Tag. (c. Sig.) Johanns, Herzog in Beyern, verschreibt das der Stadt Scherding gegenübergelegene Schloss Newhaws mit einer jährlichen Burghut vou 64 Pfd: Wienner Pfg., das sein Diener und Hofgcsind Hanns Scherrewtter auf Lebenszeit innliat, nach dessen Tode auch desselben Hausfrau und männlichen leiblichen Erben. G. an vnser frawn tag alz sy geboren ward. (c. S.) Vor Fridrich, Bischof zu Eystet, klagt der ehrwürdige Prälat, Herr Fridrich von Törtzbacli, Probst zu Rcbdorff, dass Frau Anna von Rechenberg, Abtissin zu Saut Walpurgen in Eystet, sein Gut und eine Hofstätte zu Pemfeld vor ihr Gericht und ihre Vogtei zu Pemfeld nüthige. Als die Abtissin auf diesem ihrem Rechte bestand und der Probst aber gemäss richterlicher Aufforderung eidlich dar- that, dass er und seine Vorfahren über obige Güter Gericht und Vogtei gehabt haben, werden ihm und seinem Gotteshause Gericht und Vogtei von Gerichtswegen bestätiget. G. im Hofe zu Eystet am Montag nach vnser frawen tag als sy geborn ward. (c. S.) Der römische König Sigmund nimt den Abt Rudolf zu Formbach und sein Gotteshaus in seinen und des Reichs Schutz, und bestätiget des Gotteshauses von vorigen Kaisern und Königen erhaltenen Rechte und Freyheiten. G. zu Heidlberg, Montags nach vnser frowen tag Nativitatis, Leupold Lanntgraf zum Lewtenberg vertauscht seine Aecker, Holz und Wistnad besonders das nolz genannt der Egelsee von Pfreimd hinauf gen Wernberg oberhalb des Ilaselpaches sammt seinem Wismat im Kötztinger und Schiltacher Bach und unter dem Stain an der Nab an Heinrich Nothaft zum Wernberg Vitzdom in Niederbayern gegen desselben Aecker, Holz und Wismad unterhalb des Ilaselpaches herab gen Pfreimd. Mitsiegler: Fridrich der Stahel Jägermeister in Niederbayern. G. an Haymerans Tag. Sigmund, römischer König bestätiget den Bürgern der Stadt Nuremberg den Kauf, welchen sie mit Cunrad, Sigmund und Frantz den Waltstromeyern über das Amt und die Furreute auf dem Walde bey Nuremberg St. Laurenzer Seite, dann mit Heinrich Schopper, als Vormund der von Otto und Franz Forstmeister hinterlassenen Kinder über das Forstamt, das die Forstmeister auf dem genannten Walde gehabt, abgeschlossen haben, und verleiht ihnen sowohl das Amt des Waldes, das die Waltstromeyer, als das Forstamt, das die Forstmeister auf gedachtem Walde gehabt, und die Furreute mit allen ihren Zugehörungen zu rechtem Lehen. G. zu Nuremberg des nechsten Montags vor sand Michelstag. Derselbe bestätiget den Bürgermeistern, Rüthen und Burgern der Stadt Nuremberg die Weyher, welche sie von den Visclipecken an sich und die Stadt gebracht und fürbaz als ein Erblehen von ihm und dem Reiche haben und besitzen mögen, nämlich zwey Weiher zu Kunigsprucke bey Her- brechtsdorf, drey Weiher in dem Erlach unter dem .Dorfe Herbrechtsdorf und den Weiher zu Weissen- 22 * 172 1414 24. Sept. ?> 26. Sept. » 27. Sept. 28. Sept. see, confirmirt ihnen zugleich auch den Brief Königs Karl vom 25. Nov. 1347, worin gedachte Weiher Fritzen und Hansen Visclipecken gegen eine jährliche Reichniss von drey Pfund Hüllern auf des Königs Haus zu Nüremberg und von allem andern frey zu Erblehen verliehen wurden. D. ib. et eod. die. Derselbe ertlieilt den Bürgern der Stadt Nürenberg die Freyheit, dass ihre Güter und Urbare die ausserhalb der Stadt und auf dem Lande gelegen, und von Alters her nicht gesteuert haben, von Niemand mit einer Steuer oder Bethe belegt werden sollen, D. ib, et eod. d. Derselbe bestätiget den Bürgern des Raths der Stadt Nüremberg die ihnen vom Burggrafen Fridrich zu Nüremberg und dessen Söhnen Johannes und Fridrich verkauften und vom Reiche zu Lehen rührenden Schnitter, Hofstattpfenninge, dann die Gült von 1 Schilling Pfenning aus jeder Schmidstatt und Feueresse in St. Laurenzer Pfarr und verleiht ihnen diese Stücke zu Lehen. D. ib. et eod. die. Derselbe belehnt Ercking'er von Rechenberg mit dem Baisgericht zu Ostain (Ostheim) unterhalb Recliemberg und einem Hofe in der Mark zu Ostain. G, am nehsten Mitwochen vor sand Michelstag. Balthasar Muraher derzeit zu Egersberg gesessen und Anna seine Hausfrau verkaufen all ihr Gut zu Beylengriess mit Ausnahme ihrer Behausung daselbst, ihren Burkstall ausserhalb der Mauer zu Hirsperg und ihre Hofstett, Gärten und Aecker daselbst, all ihr Gut zu Badauhausen, ihre Rechte in der Auhauser Au, ihre Hofstett und Rechte in dem Dorfe Raytenbuch, einen Hof zu Frankendorf und ihre Hofstett zu Ilawstetten, Pfraundorf?, Irenstorf, Oenningen, Tegningen, Wynersshofen und Fribertzhofen an den Bischof Fridrich zu Eystet um 381 Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Hadmar von Laber der alte, Jörg von Abensperg, Hans und Wernlier von Barsperg, Albrecht vom "Wolfstain, Hilpolt MendorfFer, und Reycbart Merstorffer. G. am Mitichen vor Michels Tag. (c. 8 Sig.) Sigmund, römischer König belehnt Hans von Rosenberg, Ritter, mit dem Zehenten im Dorfe zu Lore zwischen Rothemburg an der Thauber und Insingen gelegen. G.zu Nüremberg des nehsten Donerstags vor sant Michelstag. Derselbe belehnt Niclas Muffel, Bürger zu Nüremberg, mit dem Dorfe Eckenhaid und was dazu gehöret, mit zwey Gütern zu Bebersrewt, zwey Gütern Nercwt, zwei Gütern zu Swayg, zwey Gütern zu Nydern Aspach, den Gütern zu Tann, einer Wiese an der Swabach und einer zu Ottcn- sasse. D. ib. et eod. d. Fricz Kamermeyster und Erart Vnrwe, beide Burger zu Nüremberg, machen sich gegen Fridrich, Burggrafen zu Nüremberg verbindlich, ihm die Wiederlüsung des an sie verkauften Leibgedings von i73 1414 100 fl. auf die Stadt und das Schloss zu Swabach in den nächsten zwei Jahren für 1000 fl. Nürcm- berger Stadtwährung vcrstatten zu wollen. G. an Saut Michels Abend. 29. Sept. Sigmund, röm. König, bestättiget auf Bitten Vlrichs, Abts des Klosters zu 'Wiltzburg, alle dem Convente und Gotteshause daselbst von seinen Vorfahren, den röm. Kaisern und Königen ertheilten Gnaden, Rechte, Freyheiten, Privilegien und Briefe. G, zu Nüremberg an sand Michelstag. 30, Sept. Derselbe errichtet zu Nüremberg mit Rath der Reichsfürsten, Grafen, Herren, Ritter, Knechte, Städte und Getreuen auf drei Jahre einen gemeinen Landfrieden im Lande zu Francken, setzt als Obermann von seiner und des Reichs wegen seinen Rath, Ritter Erenfriede von Seckendorf, zu welchem die Fürsten, Grafen und Herren vier und die Städte auch vier geben mögen, die mit einander über Raub, Mord, Brand und Fehden erkennen und sprechen, hiezu am nächsten Sonntage nach jeder Goltfasten und so oft es der Obermann für nöthig halte, in einer der Städte Würzburg, Neustadt an der Aisch, Bamberg oder Nüremberg Zusammenkommen, die Besehädiger mahnen, den Beschädigten erforderlichen Falls durch Pfändung beholfen scyn, und allenfalls eingenommene Schlösser brechen sollen, wenn sie ihr Herr oder Pfandinhaber nicht binnen Jahresfrist oder der vom Landfrieden bestimmten Zeit löse. Beym ersten Landfrieden sollen der Obermann und die acht Beysitzer auf die Fürsten, Grafen und Herrn, die in demselben begriffen sind, eine Summe Geldes zu dessen Nothdürft anschlagen, auch sollen ihm die für den vorigen Landfrieden aufgesetzten neuen Zölle verbleiben und nöthigen Falls, wo füglich und thunlich, neue aufgesetzt werden. Albrecht zu Bamberg, Johans zu Wirtzburg und Fridrich zu Eystet, Bischöffe, Johans und Fridrich, Burggrafen zu Nüremberg, Fridrich zu Henneberg und Johans zu Wertheim, Grafen, auch Dytrich, Herr zu Pickenbach, haben besonders gelobt und geschworen, diesen Landfrieden fest zu halten und zu vollführcn. G. zu Nüremberg des nehsten Suntags nach Michelstag. 1. Oct. nans Sygersliouer bekennt, dass ihn der Bischof Jörg zu Passau für seine Dienste von wegen des Thurms zu Passau und des Probstamts enhalb der Inprugk gänzlich bezahlt hat. G. an Remigius Tag. (c. Sig.) » Sigmund, römischer König, verordnet, dass die Zölle, welche dem dieser Zeit im Lande zu Francken errichteten Landfrieden zu Hilfe aufzusetzen Nothdürft und Herkommcm ist, nicht höher genommen werden sollen, als sie in dem von seinem Vorfahrer im Reiche, Könige Ruprecht errichteten Landfrieden aufgesetzt waren, und dass diese Zölle mit Ausgang des Landfriedens abseyn, namentlich von denen von Nüremberg, Rotemburg, Sweinfurt, Winsheim und Weissenburg nicht mehr genommen werden sollen. G. zu Nüremberg des nächsten Montags nach Sand Michelstag. (c. S.) Derselbe quittirt die Jüdischheit zu Nüremberg über 6000 Gulden rhn., welche sie als Abschlagszahlung an den 12000 Gulden Steuer, die zur Ausrichtung der Reichsnolhdurft von ihr gefordert wurde, gleichwie von der Jüdischheit im ganzen Reiche eine Steuer verlangt worden ist, erlegt hat. D, ib. et eod. d. 1411 1. Oct. 3) 3) 2. Oct. 3. Oct. 4. Oct. 6. Oct. Sigmund, römischer König, erneuert und bestättigt der Probsfin und dem Conucnt des Klosters zu Pillenrewt sant Augusin Ordens, Eysteter Bisthums, alle Gnaden, Freiheiten, liechte, Güter, Briefe, Privilegien und Handvesten, welche sie von seinen Vorfahren, den römischen Kaisern und Königen, auch andern Fürsten und Personen erhalten haben. D. ib. et eod. d. Derselbe bestätiget seinen und des Reichs Lieben und Getreuen Herdegen Valtzner, Bürger zu Nuremberg, den Brief Königs Ruprecht vom 21. Juni 1402, inhaltlich dessen die Gold-, Silberund Haller-Münze zu Nuremberg, welche vorher den Grossen daselbst für 4000 Pfund alter Heller verpfändet gewesen, für 4000 (1, rheinisch mit allen Rechten, Nutzungen und Zugehörungen unter der Bestimmung an genannten Ilerdegen Faltzner versetzt worden ist, dass der Schlagsatz bis zur Pfandlösung halb demselben und halb dem Könige zukommen sollej — confirnnrt zugleich auch den beygebraclitcn Brief seines Vaters Kaisers Karl, worin dieser seinen und des Reichs obersten Münzmeister zu Nuremberg mit Wohnung und vor Steuer, Bete, Richtergebote und andern Sachen der Stadt Nüremberg gefreyet hat, freyet ebenso Herdegen Valtzner und dessen Erben, die Münzmeister zu Nüremberg seyn werden, und gebietet den Bürgermeistern und Bürgern des Raths daselbst, die Münzmeister bey solcher Freyung ungeirrt beieiben zu lassen. D. ib. et eod. d. Derselbe verleiht dem Ritter nans von Apsperg die Halsgerichte zu Reicheneck, Beilngries und Ronburg. D. ib. et eod. d. (c. Sig.) Derselbe quittirt die Jüdiscliheit zu Nüremberg über 6000 Gulden rhn., welche sie als Rest an der Steuer von 12000 11,, die zur Ausrichtung der Reichsnothdurft von ihr gefordert wurde, erlegt hat. G. zu Nuremberg des nächsten Dinstags nach sand Michelstag. Derselbe gebietet den Bürgermeistern und dem Rathe der Stadt zu Nuremberg die jährliche Judensteuer von zweyhundert Gulden dem Thime von Coldytz zu bezahlen. G. des nechsten Mitt- wochens nach sant Michelstag. Idem ad instantiam hominum et subditorum monasterii Ottenbeurnensis literas quasdam Karoli, Romanorum regis (d.d. in Turego 1353 9. Octob.) et Alberti, Romanorum regis (d.d. in Vlma ij Non. Marcii regni eiusdem anno primo) conlirmat. D. Nürnberg! Quarto die Octobris. Johanns Dompropst und Erzpriester zu Salzeburg, bekennt, dass er Fridreichen dem Zurrn- perger, Burger zu Trawnstain, die zwei Güter, eines genannt an der Gassen, das andere genannt zu Oberaw, beide gelegen an dem Surberg in Trawnsfainer Gericht, darauf sie vorher Baumannsrecht gekauft hatten, aus besonderer Gnade gegen Reichung des gewöhnlichen Dienstes verliehen habe, mit dem Bescheid, dass er nach vorhergegangener einjähriger Aufkündigung das Baumannsrccht an Niemand anders, als an treue Bauleute, die dem Propst gefallen, verkaufe. G. am Sambcztag vorsand Dyonisi tag. (c. S.) i75 1411 8. Oct. 9. Oct. 16 . Oct. 17 . Oct. 19. Oct. 24. Oct. 31. Oct. Sigmund, römischer König bescheint den Bürgermeistern und Rüthen der Stadt Rotenburg vf der Touber den Empfang der auf sein Gelieiss an Niclaus Burgman, Dechant zu Spire und l’ctcr von Wissenloch, Vicarier daselbst bezahlten .ludensteuer von 2000 fl. G. zu Rotenburg vf der Touber des nehsten Montags vor sant Dionisii tag. Ernst Herzog in Bayern befiehlt den Bürgern zu Pföring, dass sie keinen mehr als Bürger aufnehmen sollen, der nicht 10 Pfund Pfenning versteuert, und dass die Schaubdächer dieses Marktes in Ziegeldächer verwandelt werden sollen. G. zu München an Dionisien Tag. Sigmund römischer König gebietet allen Fürsten, geistlichen und weltlichen, Grafen, Freien, Rittern, Knechten, Amtleuten, Bürgermeistern, Rüthen und Gemeinden aller und jeglicher Städte, dass Niemand die Bürgermeister der Stadt zu Rolemburg uf der Thauber wegen der von seiner und des Reichs wegen erhobenen Judensteuer fürbas belangen, bekümmern oder anfeinden dürfe. G. zu Hcil- brun des nehsten Montags vor sand Gallen tag. Altman Kemnater, Landrichter zu Sultzbach, vor welchem Albrecht vom Wolfstein für sich und seine Brüder und zwar zum zwcitenmale schon gegen Hans Fuon zu Sultzbach klagt, dass dieser auf dem untern Hammer im Hirssbach Getränk ausschenke zum grossen Nachtheil ihrer allein dazu berechtigten Taferne im Dorf zum Ilirssbach, erkennt in Folge der Einwendung des Hanns Fuon, dass der Hammer sein freies gekauftes Eigenthum sei, und er zum Ausschenken wohl ein Recht habe, zu Recht, dass Hanns Fuon auf seinem Hammer nur seinen eignen Leuten, nimmermehr aber in Dorf und Feld Getränk verleit geben dürfe. Siegler: das Landgericht zu Sultzbach. G. am nächsten Mittwochen nach St. Gallentag. (c. S.) Hans der Satelpoger zu Geltolflng verbürgt sich dem Jörg Fraunberger zum Mag dem jüngern hinsichtlich der 70 Pfund Gelts welche demselben aus der Herrschaft Werd verpfändet sind, anstatt des mit Tode abgegangenen Bürgen Friedrich Staliel, G. am Freitag nach Gallen Tag. Ritter Hans von Rosenberg, Schultheiss und die Schöpfen der Stadt zu Nuremberg entscheiden die Streitsache Meister Albrechts, Pfarrers zu sant Scbolt daselbst gegen Anna, Eberhart Quctrers seligen Wittib, wegen der neu erbauten Häuslein unter sant Sebolts Kirchhof am Weinmark zwischen der Schule und des Jacob Gutkauffs Hause dahin, dass diese neuen Häuslein alle nicht höher gebaut werden sollen, als die vorhin abgebrochenen gewesen sind. Zeugen : Weygel Graser und Paulus Vorchtell. G. am Mitwochen vor der heiligen Zwelfpoten tag Symonis vnd Jude. Herzog Heinrich in Bayern bestätiget die von seinem seel. Vater oder andern seinen Vordem den Juden gegebenen Briefe und Rechte und versichert ihnen seinen Schutz und Schirm. G. zu Landshut an aller Heiligen Abend, (c. S ) i76 1414 2. Nov. Herzog Ernst von Beyren gestattet der Aebtissin zu Geisenveld in Betreff des Wagens und der 2 Pferde, welche sie ihm bisher zu seinem Baue zu Vohburg lieh, dass sie das Geld dafür auf ihres Gotteshauses Leute anlegcn, und die der Zahlung sich Weigernden dazu nöthigen dürfe. G. zu München, am Freytag nach aller Heiligen Tag. 6. Nov. Margret die Gumppenpergerinn, gesessen zu Eglofsheim, bekennt von ihrem Vetter Weinmar dem Egker zu Saldenburg 60 Pfd. Pfenning, welche er ihr von ihrer Kinder wegen schuldig gewesen war, erhalten zu haben. Siegler: Peter der Valkenstainer zu Vaikenvels. D. Eglofsheim an St, Lien- liarts-l’ag. (c. S.) Herzog Heinrich gibt dem Erzbischof! von Saltzburg Eberhard das oberste Halsgericht und Recht in Mülldorf und Mattsee zu kaufen um 10,000 fl, jedoch darf cs nach Umfluss von zehn Jahren wiedergelöset werden. G. zu Tussling an Sand Linharts tag. (Tom. privil.) 7. Nov. Hanns von Mayental der Elter zum Wyclisenstein verspricht den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg bis auf unser Frawentag Lieclitmess Fritzen von Eglolfstein und Nikel Langen einantworten zu wollen, und sich — wenn er beide oder einen derselben einbrächte — mit der Belohnung, welche Albrecht Ebner, Erhärt Schürstab und Sebolt Pfintzing, oder der Mehrtheil von ihnen dafür bestimmen würden, begnügen zu lassen. G. an Mitwochen vor sant Merteinstag. (c. S.) 8. Nov. Der römische König Sigmund bestätigt dem Herzoge Reinhart zu Giilch und Gelre alle Freiheiten und Herrlichkeiten, und gebietet allen Fürsten, Rittern und Knechten, ihn dabei zu erhalten. G. zuAc he, des nächsten Donnerstags vor sant Martinstag. 5 ) Derselbe verneuert den Burgern der Stadt Nuremberg nach seiner Krönung zu Achen auf ihr Ansuchen die ihnen unterm 19. Jänner 1414 ertheilte Confirmation des Gnadenbriefes Kaisers Karl vom Jahre 1355 bezüglich der allenfalls zum Nachtheile ihrer Privilegien gegebenen Urkunden. D, ib. et cod, d. :> Derselbe erneuert den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg, nach seiner Krönung zu Achen, die ihnen unterm 6. Sept. 1413 ertheilte Confirmation ihrer Privilegien. 10. Nov, Albrecht, Bischof zu Bamberg, verkauft mit Zustimmung des Thumprobsts Johannes, des Techants Antoni, F’ridrichs Schulmeisters und des Capitels auf AViederkauf an Hans Rummel und dessen Brüder, Burger in Nürnberg, zwey eigen Höfe zu Ellerspach und Sterpersdorf samrnt den Söldengütern in beiden Dörfern, dazu den AA'eiher zu Ellerspach, einen Hof zu Lonnerstadt und seinen Theil des Zolles daselbst, endlich sechsthalb Tagwerk A4 r iesen bei Lonnerstadt, das alles Lienliard Grafen von Castell und Fridrich Schenken zu Limpurg zu Lehen gehet, für 2700 11. Nürnberger Stadtwährung. Bürgen: Graf Ilermati von Henneberg, Thumblierr und Pfleger; Antoni von Rotenham Dechant; Dietrich Zöllner, Thumbherr des Stifts zu Bamberg) Peter Truchsess, Peter llofmann und i77 1414 Claus von Redwitz, Hainz Haut, Hofmarschalck, Mathes von Liechtenstain und Hainz von Polnitz. G. zu Bamberg am Sonntag ult Sant Marti ns tag. 11. Nov. Eberhart von Bachenstein vermacht seiner ehelichen Hausfrau Justin», gebornen von Secken- dorff, 1800 fl. i hn, Schwäbische Währung als Morgengabe auf alle Güter, die er von seinem Schwager, Arnolt von Seckendorff zu Mern erkauft hat, mit Namen Annfelden, Ileczelsweyler, Erlachen, Mewssels- weyler, den Zehenten zu Waczendorff und Stainpachlein, endlich ein Gütlein und 5 Tagwerk Wiesen an der Art bey Windsheim an der Aysch, doch unbeschadet des Wiederlösungs-Reehts, welches genanntem von Seckendorff darauf verwilligt ist. Mitsiegler: Engelhart von Bachenstcin, sein Bruder, Chorherr zu Eystet, Eberhart von Rosenberk zu Jagsperk und die Burger des Rats der Stat Herridcn. G. an sand Merteinstag. (c. 4 S.) 15. Nov. Johannes, servus servorum dei, praeposito monasterii sancti Nicolai extra muros Pntavienses mandat, quatenus causam inter Johannen! Francisci de Wratzow, presbyterum Oloraucensis dioecesis, ex una et Benessium, rectorem parochialis ecclesiae in Josow dictae dioecesis, eidem Johanni iniuriantem ex altera parte exortam audiat et fine debito decidat. D. Constantie decima septima ante Kalendas Decembris Pontificatus sui anno quinto. 16. Nov. Sigmund, römischer König, gebietet den Bürgermeistern, Riithen und Bürgern der Stadt Nürem- berg, die auf künftigen Set. Martinstag fällige Steuer dem Grafen Günther von Swartzburg zu entrichten. G. des nehsten Freytags vor Sand Elsbetlientag. 117. Nov. Die Gebrüder Peter und Weinmar die Ekker schliessen mit den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bayrn einen bis auf den nächsten Lichtmesstag dauernden Frieden, während dessen Herzog Hainreich Behufs der Ausgleichung mit obigen Herzogen einen Tag nach Lantzhut anberaumen soll. G. am Samstag vor Elysabeth. (c. 2 S.) 19. Nov. Sigmund, römischer König, gebietet den Bürgermeistern, Räthen und Bürgern der Stadt Nürm- berg die gewöhnliche Steuer, welche am vergangenen sanct Martinstage fällig war, dem Erenfrid von Seckendorff zu entrichten. G. Costentz an sant Elsbetlientag. » Eberhart von Puch verspricht den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg darnach zu trachten, ihnen bis auf unser Frawentag Liechtmess Nikel Langen einzuantworten, und zwar gegen 400 fl. und die Aufnahme in ihre Dienste auf zwei Jahre, falls er solche begehre, mit einem Pferd und dem gewöhnlichen Solde. G. am Montag auf sant Eisbethen tag. (c. S.) 22. Nov. Hadmar von Laber der ältere, Hadmar von Laber darnach der ältere, Kaspar und Iladmar auch Beide von Laber, Hanns Stawffär zu Ernfells, Michel Techant zu Essing, Hanns Pfarrer zu Eylsprunn und andere Priester und Laien, Frauen und Männer verbinden sich zu einer Bruderschaft zu Ilem- baur, und bestimmen die Satzungen, Gottesdienste, Gebete, Bestrafungen etc. der Mitglieder. Siegler 1 23 178 1414 Michel, der Techant zu Essingj Ilanns', Pfarrer zu Eylsprunnj Iladmar der älteste vou Laber, und Ritter Ilanns der Stawffär. G. des Pfmtztags vor sand Katrein Tag, der hl. Jungfrau, (c, 2 S.) 23. Nov. Otto, Pfalzgraf hey Rhein und Herzog in Bayern verleihet an Ulrich Schmaus und Conz Fuchs die Gnade, in seinem Land und Gebielhe Bergwerk zu suchen und zu bauen auf Gold, Silber, Bley, Zinn und anderes Erz auf acht Jahre dergestalt, dass sie inzwischen weehselfrey seyn und nur den rechten Fron, das ist den zehenten Kübel Erz geben sollen ; nach acht Jahren aber sollen sie das von dort an gewonnene geschmelzte Erz in Gegenwart des fürstlichen Bergrichters abtreiben, brennen und in den fürstlichen Wechsel und die fürstlichen Kammern bringen um ein gebührendes Geld, G. zum Newmarkt Freytag vor sand lcatherina tag, 25. Nov. Erenfrid von Seckendorlf quittirt die Bürgermeister, Ratte und Bürger der Stadt Nuremberg über die Steuer von 2000 11, welche sie am jüngstvergangenen St. Merteinstag dem Könige Sigmund zu entrichten schuldig waren. G. an sant Kathreintag. (e. S.) 26. Nov. Cunrnd der Muraher verpflichtet sieh, den Herzogen Ernst und Wilhalm, welche ihm die Veste Adelburg empfohlen haben, mit dieser Veste getreulich zu warten. G. des Montags nach Katbrein Tag. (o. Sig.) > 28. Nov. Albrecht, Herzog zu Oesterreich, Steyr, Kernden, Krain, aut der Windischen March und zu Portenau, Graf zu Uabspurg, Tyrol, Fyrt und Kyburg, Marggraf zu Burgau und Landgraf in Eisass bestätiget den Bürgern der Stadt Nuremberg das ihnen vom Erzherzoge Rudolph IV. zu Österreich etc. am Mittwoche vor S. Kathrin Tag 1363 ertheilte und von seinem Ene, Herzog Albrecht, von den Herzogen Leupolt und Wilhalm, seinen Vettern, dann von seinem Vater Herzoge Albrecht bestätigte Handelsprivilegium, durch welches ihnen ungehinderter Handel zu Wasser und zu Lande in allen seinen Landen und Gebieten zugestanden wird, doch unabbrüchig der gewöhnlichen Zölle. G. ze Lyntz an Sauibstag vor sant Andrestag des Zwelifboten. (c. S.) 30. Nov. Lienhart der Sitauer, Bürger zu Regenspurg, von dem Rath daselbst wegen Ungehorsams und ungebührlichen Widerstands gegen die letztwillige Verfügung seiner Schwiegermutter der Reichynn sei. gefangen gesetzt, nunmehr aber entlassen, gelobt eidlich, wegen alles Vorgefallenen Niemand feind zu sein, die letztwilligen Vermächtnisse seiner Schwiegermutter zu beobachten, mit seiner Frau friedlich zu leben, deren Gewänder, Kleinodien und Erbgut nicht zu verkaufen oder zu versetzen, und die nächsten 10 Jahre als Bürger in der Stadt zu bleiben. Als Unterpfand, dass er alles dieses halten wolle, gibt er sein eignes Haus mit Hofstatt zu Regenspurg in dem Pach nebst den 2 dahinter liegenden Häusern und Läden. Mitsiegler: Gilg der Murlier, Gebhart der Judman und Albrecht der Fragel, Bürger zu Straubing. G, am St. Anndres Tag des heiligen Zwölfboten, (c. 4 Sig.) i79 1414 3. Dec. Ilainrich Herzog in Bayrn bestätiget dem Markte Peffenliausen die ihm vom Kaiser Ludwig und andern seinen Vordem seligen ertheilten Freiheitsbriefe. G. zu Landsliuct am iuontag nach sand Andrees tag. 4. Dec, Niclas Apffentaler, Pfleger zu Kransperg, bekennt, dass Die von Aspach ihm bewiesen hätten, wie sie ihre Gemeindeplätze einzufangen befugt gewesen wären und ausser ihnen Niemand Ansprüche auf dieselben zu machen gehabt hätte, G. am Erichtag vor St. Nicolaus Tag. Ce, S.) 6. Dec, Symon Zeller, Bürger zu Augsburg, verkauft an seinen Schwager Chunrat Wälschen, Bürgermeister zu Buren um anderthalb hundert rheinische Gulden einen dem Abt zu Kempten, Fridrichcn von Laubenberg, und seinem Gotteshaus lehenbaren Mayerhof zu Ilolzhausen, der unsteuerbar ist, und die Recht hat, dass kein Dorfrichter darauf zu gebiethen hat, und dass der Mayer alle Ehehaften des Dorfs mit der Bauern Willen besetzen kann. G. an sant Nyclas tag. (c. 3 S.) Uolrich Wierr.t der ältere und seine eliliche Wirtin Anna Tuommairin, Hürger zu Koufl'büren, verkaufen dem Herzoge Uolrichen zu Tegge alle ihre Leute und Güter zu Diirniwang, was Alles Lehen des genannten Herzoges ist, mit Ausnahme des Maiger-Gülleins, das eigen ist, um 493 Guldin, Alles guter und genger iteliger rinischer Guldin. Gewercn und Mitsiegler: ihr Schwager und Bruder Hans der Tuotnmaiger, Bürger zu Meiningen, und ihr Sohn Uolrich Wiernt der junge, Bürger zu Kemptun. Zeuge und Mitsiegler: Uolrich der Türhaimer, Stattamman zu KoulTbüren, D. eod. d. (c. 4 Sig.) 8. Dec. Fritz Schenck von Geyrn zu Utenhofen empfängt von Frau Anna, Abtissin des Klosters zu St. Walpurgen in Eystet, und dem Convent daselbst die Pflegschaft über Viliawsen und Osterberg auf Widerruf und soll dafür nur ein Mutt Haber auf St. Michels Tag und 5 Fastnachthühner nach Utenhofen erhalten. G. an Unser Frauen Tag Conceptionis. (c. S.) 10. Dec. Pfalzgraf Johann bewilliget den armen Leuten zu Bernau oder welche dahin ziehen wollen, dass sie aller ungewöhnlichen Steuer, Schatzung, Scharwerk etc, frey seyn sollen, und erlaubt, dass die Stadt neue Mitbürger aufnehmen möge, und wer nur Erb und Eigen in der Stadt hat, soll auch davon dienen wie andere Bürger daselbst, und die Burger sollen Stadlrecht haben wie die zu Sulzbach und was Sach mit Recht vor die gesehwornen Bürger des Raths und des Gerichts zu Bernau komt, darum sollen sie dann billich Recht und Urtheil sprechen. G. zu Sulzpach an Montag nach vnser lieben Frawen tag conceptionis. 11. Dec, Uolrich Wiernt der ältere, Bürger zu KoulTbüren, bekennt für sich und seine Nachkommen, welche Helchenried innehnben, dass die Dürniwanger und Ilelchenrieder wegen Viehtrift, Markend Wegirrungen bisher etwas miteinander stössig waren, und er sich mit dem Herzoge Uol- 23 * 180 1414 » 14. Dec. 20. Dec. 22. Dec. 23. Dec, 23. Dec. riehen zu Tegge, welcher jetzt Dürniwang innehat, gütlich darüber veraint hat; und dass wenn je wieder Streitigkeiten zwischen denselben entstehen, sie vor Hainrichen Fainaggen, genannt Bchem, Bürger zu Memingen, gebracht werden sollen. Tiidinger : Friek Schellang, Burgermaister zu Kemptun, als gemainer ,Mannj Hans Mangolt, Vogt zu Mindelhain; Cuonrat Steinbrecher, genannt von Hall, Cuonrat Louffner, Cuonrat Rüst, Bürger zu Kemptun; Volk Ilunolt, Aendres Zanner, Bürger zu KoutT- büren; Cuontz der ältere Maiger von Nassenbüren, und Cuontz der ältere Maiger von Rieden, Bürger zu Mindelhain, als 8 Zusätze. Mitsiegler: obiger Friek Schellang. G. an dem nächsten Zinsslag vor sant Luczen Tag, vor YVihennechten. (c. 2 S.) Andry Marchant, Chevalier Conseiller Chambellan du Roi et Garde de la Prevote de Paris reconnait, que se presentant par devant Jehan le Bonyeux et Giles Ilanage, Clercs Notaires jures du Roi, Loys Comte Palatin du Rhin, duc en Baviere et Comte de Mortaing, declare avoir cede a son Als aine Loys, issu de son mariage avec Anne de Bourbon, par avant femme de feu le Comte de Montpensier, pour recompensation du douaire de ladite feue Anne de Bourbon, montant ä la Somme de 95,000 francs, — premierement toutes ses possessions, situees en delä de la riviere de la dunoe (Donau) vers la ville du cote de neuesberc (Newemberg) dans la comte de Grafpon (Graispach), item la ville de Monchan (Monheim) j item les chäteaux de Hueting et de Constainy. Scelle du Sceau de la Prevote de Paris. Ont signe: Bonyeux, Hanage. D. le mardi, unziesme jour de Decembre. Hainrich Herzog in Beyern bestätigt den Bürgern des Marktes Kraiburg alle ihre von des genannten Herzogs seligen Vater Herzog Friedrich und von desselben Vorfahren hergebrachten Briefe und Freyheiten, insbesondere die Pfändungs-Rechte, welche andere Städte und Märkte haben, G. zu, Burkhausen am Freytag nach Lucien Tag. Chunrat der Vederl von Weinting und seine Hausfrau von dem Rath zu Regenspurg auf 10 Jahre als Bürger aufgenommen, versprechen ohne Erlaubniss desselben nicht wegzuziehen, das erste Jahr eine Armensteuer und die andern 9 Jahre von aller ihrer Habe halbe Steuer, von Gütern aber, die sie allenfalls kauften und die in der Stadt oder deren Burgfrieden lägen, ganze Steuer zu bezahlen, auch nur bei den Richtern der Stadt Recht zu suchen. Siegler: Peter der Maller, Schult- heiss von Regenspurg. G. am St. Thomas Abend des heiligen Zwölfboten, (c. S.) Herzog Johann in Bayern quittirt als Pfandherr der Juden zu Regensburg über die von denselben für das Jahr 1414 erhaltene Judensteuer zu zweyhundert Pfund Pfenning. G. zu Straubing samtztag nach sand Thomas tag apostoli. Johannes papa petentibus abbate et conventu in Inferiori Altach declarat, quod quaecunque literae super beneficiis ecclesiasticis conferendis hactenus impetratae ad vicarias in Regen, Awrbach et Yserhofen nullatenus se extendant. D. Constantie, x. kal. Jan., pontif. anno quinto. (c. S.) Idem abbati monasterii sancti Petri Salzeburgensis mandat, quatenus proconsules, consules, scabinos et communitatem civitatis Ratisponensis et nonnullos nobiles neenon certos decimatores qui 1414 n 26. Dec. ✓ 18 i abbatem et conventum monasterii sancti Emmerarai liatisponcnsis in exercendis certis iuribus molestant per censuram eeclesiasticam praevia monitione corapellat, ut ab impeditionibus huius modi desisfant. D. ib. et eod. d. Elspet Lungclmairin gelobt, bis künftigen Phingstag sich wieder ins Gefiingniss in die Veste Arensperg zu begeben, wenn sie bis dahin mit Theseres von Frawnhofen zu Arensperg hinsichtlich ihrer Ansprüche wegen der Güter zu Pfaldorff nicht vereinigt seyn wird. Taidingcr und Siegler: Hans Loterpeck Landrichter zu Gaymersheim, und Seitz Erlaher zu Hofsteten, G. am Suntag nach Wunibolds Tag, (c. 2 Sig.) Johannes papa XXIII. Hermanno eleeto et Capitulo Frisingensi conflrmat statutum Conradi episcopi Frisingensis, secundum quod quaedam ecclesiae in Frisinga, Mospurg, Isen, Sliers etc. quoties- cunque vacaverint, tantum alicui canonico majoris ecclesiae Frisingensis assignari debcant. D, Con- stantie VII. (kal.) Januarii, pontiflcatus anno quinto. 14 15 1415 2. Jan, » » 3, Jan. 8. Jan. Elsebeth Sclienckin zu Lyrapurg Wittwe, geborne von Ilohenloch und Conrad Schencke Herr zu Lympurg machen sich gegen die Schultheissen, Bürgermeister und Burger der Stadt Iphouen verbindlich, alle Sachen, Stücke, Punkte und Artikel, welche in dem Handsehein über die von Iphouen für 2000 11. auf Wiederkauf erkaufte jährliche Gült von 100 fl. rhn. Nuremberger Währung enthalten sind, unverrückt halten zu wollen. G. am Mitwochen nach dem Jarstage. (c, 2 S ) Dieselben machen sich gegen Johannes, Bischof zu Würczburg verbindlich, alle Sachen, Stücke, Punkte, Artikel, Satzungen und Verpfändungen, welche in dem Brief, worin er ihnen auf die Dauer des Kaufes von 100 11, jährlicher Gült aus der Stadt Yphouen, die Stadt Yphouen mit dem Amt, Gerichten, Dörfern, Leuten und Gütern übergeben und verpfändet, enthalten sind, unverrückt halten zu wollen. G. zu Wirczburg am Mitwochen nach dem heyligen Jarstage. (c. 2 S.) Matheis Granns, Pfleger zu Rosenliaim, bekennt für sich und seinen Bruder Otten, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayern an dem llaubtbriefe, welchen er von denselben hat, lautend auf 1010 ungerische Guidein, 540 ung. Gld. zu rechter Zeit bezahlt haben. G. £U Münichen, am Mitichen vor dem Oebrissten. (c. S.) Asm der Layminger bekennt für sich und seinen Bruder Christoffen den Layminger, dass ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayrn den Ilaubtbrief, lautend auf 220 ungerische Guidein, gänzlich bezahlt haben j er will auch sonstige Ansprüche wegen Geldschuld im Rechtswege bei dem Herzoge Hainrichen von Bayrn anbringen. G. zu Münichen, am Pflncztag vor dem Oebristen. (c. S.) Ulreicli Tewfel zu Piiclil reversirt über vom Herrn Grafen Ludwig von Oettingen Ilauptmann in Oberbayern im Namen des Herzogs Ludwig von Bayern erhaltene Belehnung mit einer Behausung zu Puchel und einer Ilolzmark dabey, genannt der Forst zwischen den Holzern Sumerau und Neuhau. G. an Erichtag nach dem Obristen. 183 1415 8. Jan. Sigmund, Römischer König, bestätiget dem Bischof Albreeht zu Regenspurgk, dem Domcapilel daselbst und allen Klöstern, Kirchen und der ganzen Geistlichkeit in und ausser dieser Stadt alle Privilegien, erklärt alle Gesetze und Gewohnheiten, die den Bürgermeistern und Burgern dortselbst gegen jenen Clerus irgend eine Macht einräumen, fiir aufgehoben und kraftlos, befreit denselben Bischof und Clerus von aller weltlichen Gerichtsbarkeit und nimmt sie in seinen und des Reiches besondere Schutz. G. zu Costentz an Sand Erhartz tag. 9, Jan. Derselbe bestätiget dem Ehrsamen Egg, Abt zu Ottcnburen, und dem Kloster daselbst alle Regalien, Herrlichkeiten, Rechte, Gnaden, Freiheiten, Privilegien und Handfesten seiner Vorfahren, der Römischen Kaiser und Könige, G. zu Costentz des nechsten Mittwochens nach sand Erharls tag. (c. Sig.) 10. Jan. Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayren, verleihen dem Herrn Chunrad dem Teggrenbeck, Abt des Gotteshauses zu Scheyrn, und dem Convent daselbst und deren Nachfolgern ihren halben Erzzehent zu Fischpachaw, soweit des Gotteshauses Eigenthum daselbst reicht. G. zu München an Sambtztag nach dem heyligen Obristen. (c. 2 S.) 12. Jan. Hanns Layminnger zu Amerang, Pfleger zu Müldorf, entscheidet als erwählter Schiedsrichter zwischen den Herzogen Ernst und Wilhalm in Beyern einer- und Partzival dem Pellchinger andererseits, dass Erstcre dem Pellchinger und dessen Helfern wegen der Fehde, die derselbe gegen sie unternommen, gut Freund sein und gnädige Herren bleiben und dazu schriftlich sich verbindlich machen und auch der Pellchinger dasselbe gegen die Herzoge tlmn soll. Auch sollen diese dem Pellchinger auf den nächsten St. Jorgentag 150 gute Gulden für seine Ansprüche bezahlen, und dazu 2 Bürgen stellen. G. am Samstag nach St. Erhards Tag. (c. S.) 14. Jan. Die Gebrüder Ulreich und Leonhart die Taeg, vor Zeiten Bürger zu Laugingen, von der Bürgerschaft daselbst wegen der Theilnahrne an der Ermordung des Hanns Sighart nach Hochstetten vor Ludweig, Graf von Oetingen und Ilauptinann in Obern Paeren, als Gefangene gebracht, aber in Rücksicht auf das freie Geleit, das sie haben, begnadigt, schwören Urfehde. Siegler: Ritter Veit von Rechperch zu Uohenrechperch, und die Bürgermeister und Räthe der Städte Guntzpurch und Leiphaem. G. am Montag vor Anthony, (c. 3 S.) 15. Jan. Vlrcich Goldner, Bürger zum Newn Margt, empfängt durch Graf Ludwig von Oetingen, Ilaupt- mann in Obern Bayern, anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern, den Zehent zu dem Iluntlershof aus den Aeckern, genannt das Ilagenlehen, und den Zehent aus einem Tlicil der Mairücker daselbst zu Lehen. Siegler: Hanns Loterpeck, Landrichter, D. feria tercia Ante Anthoni confessoris. (c. S.) 16. Jan. Chunrat Lindenmayr von Ilochenprunn, durch Sigmund Waltenhofer auf Befehl des Herzogs Wilhalm gefangen gesetzt, schwürt bei seiner Entlassung Urfehde, verspricht gegen den Lieb von Ilochenprunn und dessen Schwester nichts feindliches zu thun, und dem Abt zu Tegernsee den 184 1415 Noderhof frei und ledig zu lassen und stellt als Bürgen Rudolf den Preysinger, Ulreieh Kolb von Tafkirchen etc. Siegler: Jobs von Rorbarh, Richter zu München, und Rudolf der Preysinger. Zeugen: Hanns Guss und Seydel Messersmid, beide Bürger zu München. G. am Mittwoch vor St. Anthony Tag. Cc. 2 S.) 17. Jan. Erasm Wisentawer zu Wisentaw und seine Hausfrau Anna Rudolfs des Wildensteiners sei, Tochter erklären, dass ihr Schwager und Vetter Dietrich der Wildensteiner mit ihrer Einwilligung die Veste Wildenstein an den Herzog Johann in Bayern verkauft hat. Mitsiegler: Hartung vom Eglofstein Pfleger zum Rotenperg, und Hartung von Wisentaw gesessen zu Reichenstorf. G. an Anthoni Tag. 18. Jan. Der römisshe König Sigmund bestätigt auf die Bitte des Abtes Ulrich dem Gotteshause zu sand Emram in Regenspurg alle dessen Gnaden, Freiheiten und alten Gewohnheiten. G. zu Costentz, des nächsten Freytags nach sand Anthonij Tag. (c. S.) 19. Jan. Johannes papa XX11I. ecclesiam pataviensem, quae jure metropolitico archiepiscopo Salzeburgensi tanquam suffraganea subesse dinoscitur, nec non Georium de Ilohenloch episcopum pataviensem ac clerum et populum civitatis et diocesis pataviensis cum omnibus beneficiis ecclesiasticis et cum omnibus juribus et bonis ab omni jurisdictione, subjectione, superioritate, .dominio et potestate archi- episcopi Salzeburgensis totaliter eximit et perpetuo liberat, illaque in jus et proprietatem beati Petri et sedis apostolicae ac sub eorum immediata protectione suscipit. D. Constantie XIV. kal, Februarii pontiflcatus anno quinto. (c. Sig.) 22. Jan. Sigmund, römischer König, belehnt von wegen des Raths der Stadt Nuremberg Hansen Tücher den Eltern mit dem Bann über das Gericht daselbst. G. zu Costentz an sant Vincencii tag. 27, Jan Friedreich, Herzog zu Oesterreich, erklärt das Gerücht, Bischof Anshalm zu Augspurg habe ihm etliche Schlösser des Gotteshauses zu Augspurg übergeben und geöffnet, für ganz unbegründet, indem der Bischof nur sein Rath und Diener sclechtweg geworden sei. G. ze Stain an Suntag vor vnser frawen tag Purificncionis. (c. S.) 29. Jan. Hanns Kästner der ältere, Bürger zu Amberg, verkauft ein Fischwasser zu Tewrn an der Vils mit zugehörigem Holz, Feldern und Wiesen, und der Söldenherberg dabey, so alles dem Herzog Ludwig in Bayern lehenbar, dem Abt Conrad zu Ensdorf und seinem Gotteshaus. G. des nächsten Eri" tags vor vnser frawen tag lichtmesse, puriiicationis zu Latein. Engelhart von Eberstein, Tumher zu Wirczpurg und Landrichter des Herzogtums zu Francken beurkundet, dass die von Hanns von Rosenberg, Ritter, gegen Balthasar von Maspach, Tumherrn zu Wirczpurg und Probst des Stifts zu Onelspach erhobene Klage wegen des Dorfes und der Gebauren zu Lohr und zwar auf den Zehenten daselbst, dem Beklagten keinen Schaden bringen solle, weil 185 1415 ihm die Klage nicht zu Ilause, zu Hofe oder unter Augen — wie des Landgerichts zu Francken Gewohnheit — verkündet worden wäre. G. am nehsten Dinstag nach Sant Pauls tag als er bekert wart. 31. Jan. Fridricli, Burggraf zu Nürembcrg, Verweser der Mark Brandenburg, und Günther, Graf von Swartzburg, Herr zu Ranis, entscheiden auf Befehl des Römischen Königs Sigmund die Streitigkeiten des Rathes der Stadt Augspurg mit Syfrid Feckinghusen und dessen Gesellschaft dahin, dass der Rath zu Augspurg dem Syfrid Feckinghusen und dessen Gesellschaft alle von ihm in Beschlag genommene Kaufmannsgiiter ausliefern, der von Feckinghusen aber und seine Gesellschaft allen Ansprüchen auf Schadenersatz entsagen sollten. G. zu Costentz am Donnerstag vor unser Frauen Tag purificationis. Ernst, Herzog in Pairn, verleiht Jorg dem Zenger zu Rosenberch, alle Lehen zu Ilolnstain im Gericht zu Velburch und zunächst bei Velburch, die dessen Ahnherr und Vatersbruder, Vlreich Zenger, genannt der Kleyhut, von seinen Vorfahren und ihm gehabt hatten. G. dez pfintzfags vor vnser lieben frawen tag zu licehtmez. ( c. S.) 1. Febr. Johannis Papae mandatum, ad quosdam praelatos monasteriorum directum, de restituendis Omnibus bonis monastcrii in Steingaden perperam fraudulenter a quibusdam usurariis obtenlis et posscssis- D. Constantie kl. februarii, pontificafus anno quinto. 8, Febr. Sigmund Römischer Künig erheilt seinem Oeheim dem Herzoge Ludwig in Beyern, welcher mit etlichen Abgeordneten des Königs Karl von Frankreich und mit 600 Pferden von Frankreich aus zum Pabste und Concilium gen Costenez reiset, sicheres Geleite auf 6 Monate von Datum des Briefs an. G. zu Costenez an vnser frawentag puriticationis. (c. S.) 4. Febr, Johanns Lantgraue zum Leuchtemberg, Graue zu Halls verleiht Heinrichen von Absperg den Wiltpan, die Chirchtagrechte und Tafernrechte eine Meile Wegs um Reichenekk, wie die Schcncken von Reichenekk dieselben von seinen Vorfahren und von der Landgrafschaft zum Leuchtemberg zu Lehen gehabt haben. G. am Montag nach vnser lieben frawn Lichtmesstage. (c. S.) 6. Febr, Derselbe gebietet den Bürgermeistern, Räthen und Burgern der Stadt zu Nuremberg, die halbe Judensteuer, die am nächstvergangenen sand Michelstag fällig gewesen, dem Vlrich Scharrer zu geben. G. zu Costentz an sand Dorothee Tag. Mit des Königs Siegel. 7. Febr. Johannes, abbas Cistercii, totius ordinis reformator, abbati monasterii de Cella angelorum mandat, quatenus ad monasterium de Cellaprincipis personaliter accedat, et, si invenerit, ab abbate et conventu huius monasterii familiäres ad capitulum non vocatos esse, declaret, eos nullam incurrisse sententiain, vel inhabilitatis aut infamiae. notam contraxisse. D. Constancie septima die mensis Februarii. 9. Febr. Hainreich der Reyndel von Illchofen von dem Rath zu Regenspurg auf 10 Jahre als Vorsprech bei beiden Gerichten der Stadt aufgenommen, gelobt, seine Pflicht getreulich zu erfüllen, und 24 186 1415 10. Febr. 15. Febr. 16. Febr. 18. Febr. 20. Febr. 81. Febr, ohne besondere Erlaubnis des Käthes Niemand ausserhalb der Stadt das Wort zu sprechen, Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. acht Tage nach Lichtmess, (c. S.) Hans Ilesenfaler Pfarrer zu Gerolspach bekennt, dass ihm der Tumprobst Egleff, der Dechant Fridreich und das Capitel des Tunis zu Freysing ihre Chorkirehe zu Gerolspach verliehen haben und verpflichtet sich, denselben jährlich 20 Gulden zu reichen. Siegler: Erasm der Wildenwarter. G, am Suntag vor Valentini. (c. Sig.) Johanns, Landgraf zum Leuchtemberg und Graf zu Halls, stellt für sich und seinen Mündel und Vetter, Landgrafen Gorg, dem Herrn Gorg, Grafen zu Ortenberg, seinem Oheim, für 2000 ungerische Gulden als Bürgen Johanns, Herrn zu Haidekk, seinen Oheim, und verspricht, obige Summe bis nächsten Lichtmess Tag zu bezahlen und genannten Bürgen von der Bürgschaft zu lösen. G. am Freitag vor dem Sonntag als man singet invocavit. (c. S.) Ludwig, Pfalzgraf, und Heinrich, Herzoge in Beyern, schliessen einen bis auf den nächsten St. Martins Tag und von da noch 4 Jahre andauernden Bund, wonach jeder demjenigen von ihnen, der in eine Fehde verwickelt würde, 50 Spiesse, je ein Spiess mindestens mit 2 bewaffneten Mann und 3 Pferden, und zwar Pfalzgraf Ludwig nach Nuwenstat an der Donauwe oder naeh Rotcmburg, Herzog Heinrich aber nach Amberg zu Hilfe schicken soll. Würde der eine oder andere von ihnen im eignen Lande von Feinden angegriffen oder belagert, so sollen sie sich in dem ein oder andern Falle zu Arnberg oder Landshut über Abwendung dieser Gefahr beratlien und dann mit ganzer Macht einander zu Hülfe ziehen, und gegenseitige Streitigkeiten und Ansprüche unter sich und ihren Angehörigen durch ihre Käthe und Freunde entscheiden lassen. G, zu Costentz am Samstag vor dem Sonntag Invocavit. (c. 2 S.) Johann Herzog in Bayern entscheidet, dass die Klage welche Altman Kemnater Pfleger zu Sulzbach gegen den Bischof Friedrich zu Eystet wegen des Hammers zu Oberneystet auf dem Landgericht Hirssperg gestellt hat, gänzlich ab seyn, und dass genannter Bischof dem Altman Kemnater für desselben Ansprüche auf den Hammer zu Oberneystet 100 Gulden bezahlen soll. G. am Montag nach Invocavit. (c, Sig.) Von dem Hofrichter zu Costentz, Günther Grafen von Swartzburg, werden dem Fridrich von Kindsperg, Bevollmächtigten des Hans von Stauf von Ernfels, zwei vom Landrichter zu Nüremberg, Stepffan von Absperg, ausgestellte Gerichtsbriefe bestätigt. G. zu Costentz, des nehsten Mitwochens vor sand Peters tag kathedra. (c. S.) Johanns Herzog in Bayern bestätiget dem Rath und den Bürgern zu Lanndaw die denselben vom Kaiser Ludweigen, seinem Vater Herzog Albrechten und allen andern seinen Vorfahren seligen verliehenen Rechte und Freiheiten. G. an Pflncztag vor dem Sonlag Reminiscere in der vasten, (c. S.) 187 1415 fli. Febr, 85. Febr. )> » 96 . Febr. »8. Febr. Sigmund, Römischer König, bestätiget dem edeln Ortolf Leyminger die ihm von frühem Römischen Königen verliehene Freiheit, dass die Richter in seiner Grafschaft zu Roteneck den Blutbann haben sollten. G. zu Costentz des nechsten Doncrstags vor Reminiscere in der vasten. Ludwig, Graf zu Otingen, Hauptmann in obern Bayrn, verleiht im Namen und auf Geheiss seines Herrn, des Herzogs Ludwig in Bayrn, das Burgstal zum Stain und das Kirchenlehen zu Hunger- hawsen dem Ehrbaren, Vlrich Lewtkircher, zu Lehen. G. zu Costents am Montag nach Reminiscere in der Vasten, (c. S.) Sigmund römischer König bestätiget, indem die Kirche zu Wissenburg dem Kloster Wiltzburg und die Pfarre zu Windsheim dem Tutschen Orden vom Römischen Reiche geworden und verliehen sind, den zwischen dem Abte des genannten Klosters und dem Ordens-Komptur von Virnsperg vorgegangenen Auswechsel der Kirche S. Jorgen zu Ellingcn, welche in die Pfarre nach Wissenburg gehört, gegen die Kirche S. Johannis Baptistä zu Lenkersheim, die von der Pfarre zu Windsheim geschieden worden ist. G. zu Costenz am Montag nach Reminiscere’in der Vasten. Johannes, papa, ad supplicationem abbatis et conventus monasterii in Benedictenpäurn Augustcnsis dioecesis eosdem et eorum monasterium cum omnibus bonis sub beati Petri et sua protectione suscipit, et specialiter unionem parochialium ecclesiarum in Ayhingen et in Sandau omnesque alias possessiones neenon omnes libertates, immunitates et exemptiones saecularium exactionum concessas et indullas eidem monasterio conlirmat, D. Constantiae quinta Kalendas Martii, pontificatus eiusdem papae anno quinto. Hanns Prödelmair, Amman zu Rokking, und seine Hausfrau verpflichten sich in Betreff ihrer Baurechte auf des Gotteshauses Niedermünster eignem Amthofe zu Rokking, falls sie dieselben verkaufen oder verkümmern müssten, sie zuerst dem Gotteshause anzubieten; ferner sie nur an einen schlechten gleichen Baumann zu verkaufen, nicht aber in eines Gewaltigen Hand zu bringen. Mitsiegler: Peter der Spannagel zu Schilling. Teidinger: Johanns Ellenpach, Tecliant zur alten Kapelle zu Regenspurg, und Pfarrer zu Nidermünster, und Erhärt Reich, Bürger daselbst. G, des Eritags in der andern Vastwochen, (c. 2 S.) Sigmund, römischer König, belehnt Johannes,' seinen Schwager, und Fridrieli, Gebrüder, Burggrafen zu Nueremberg, mit allen ihrer Fürstenlhum, Herrschaffte, Lande und Leute, Gerichte, Landgerichte, Clöstere, Tutschehusere, Wiltpenne vnd Zölle vnd mit Namen vf dem Zolle zu Selse vier Turnoss vnd die Knappengelt daselbst, G. zu Costentz des nechsten Dinstags nach Reminiscere. Fridrieli, Bischof zu Augspurg, Fridrich Burggraf, Domprobst, Gotfrid Harscher, Dechant und das Domkapitel zu Augspurg bekennen, dass sie von Bürgermeister und Rath der Stadt daselbst 30 gute Reinische Gulden in Gold, 14 grosse Pfund, je 60 Würfe auf 1 Pfund, und 80 Würfe an 24 * 188 1415 28. Febr. 1. März 2. März 5 } 4. März lauter Plappharten, dann an kleinem Geld 56 Pfund und 57 Pfund behemischer Groschen als ihren Autheil von der wegen des Landfriedens durch die Bauerschaft, gezahlten Steuer erhalten haben, G. am nächsten Donnerstag vor dem Sonntag Oculi in der Fasten, (c. 2 S.) Sigmund, römischer König, bestätiget und erneuert der Aebtissin und dem Convent des Klosters zu sant Clären zu Nureinberg alle Gnaden, Rechte, Freiheiten, Privilegien und Briefe, welche sie von römischen Kaisern und Königen, seinen Vorfahren erworben. G. zu Costentz des nechsten Montags nach sant Pauls Tag Conversionis. Eadmar von Aisterhaira älterer Chorherr und das Capitel des Tums zu Passau verleihen ihrem Chorbruder Jörg dem Mautter von Katzenberg die Kirche zu S. Stetfan auf dem Wagram, und ersuchen dieser Kirche Erbvogtherren Albrecht yon Puechaim obersten Truchsess in Oesterreich und Herrn Ulrich von Winkcliel, nicht zu gestatten, dass der genannte Pfarrer Jörg auf irgend eine Art beschwert werde. G. am freytag vor Oculi. Martinus, papa, praeposito ecclesiae Soliensis Salzeburgensis dioecesis mandat, quatenus con- oessionem Eberhardi, archiepiscopi Salzeburgensis, qua praepositus et conventus monasterii sanctae Felicitatis in Aw parochialem ecclesiam in Ampflng, cuius ius patronatus ad eos pertinere dinoscitnr, deinceps per canonicum eiusdem monasterii regi et gubernari facere valeant, auctoritate sua approbet pariter et conflrmet. D. Constantiae die sexta nonas Marcii, pontiticatus eiusdem anno primo, Cuncz Lesch, Göczen Lesch seligen Sohn, bekennt, dass er von Bürgermeistern und dem Rath der Stadt zu Rotemburg vif der Tawber das Schloss und Behausung, Insing genannt, samt dem Wassergraben und allen Zugeliörungen, nämlich die Mühle, genannt die Newmühle zwischen Dipach und Osthein gelegen, 1 Söldengut zu Insingen vor dem Kirchhofe, einen Krautgarten im Dorfe etc. zu rechtem Leibgedinge auf seine Lebenszeit und nicht länger für 1300 11. ihn. erkauft habe, mit der Bedingung, aus dem bürgerlichen Verbände entlassen zu werden, das Schloss mit seinen Zugehörungen weder verpfänden, noch verkaufen und Niemand in demselben hausen oder einlassen zu wollen, der wider die Stadt Rothemburg ist; sondern solches nach seinem Tode wieder dem Bürgermeister und Rathe heimfallen und seine Hausfrau wieder Bürgerin in der Stadt seyn solle. Mitsiegler: Endres Zobel zu Bobenhusen, Burkart von Gnoczstat, Friez Stetner, Vogt zu Schillingsfirst, Ilawg und Ilerman von Willenholcz, Gebrüder, Linhart Lesch, Hans Sporlin vnd Gocz Rein, Burger zu Rotemburg. G. Sampstag vor dem Suntag Oculi in der Vasten, (c. 8 S.) Jobs Funklär Landrichter zu Rotenburkch von wegen Dietreichs Rudolfer Pflegers daselbst erkennt, dass Asm der Wartter und Jörg der Schambekch der Ansprüche ledig seyn sollen, welche Wolfhart der Auer an dieselben wegen des halben Wasenhofes gemacht hat, G. des Montags vor Mittervasten. (c. Sig.j 189 1415 5. März 6, März 10. März » 11. März 32. März Eberhart von Tottingcn, von dem Rath zu Regenspurg auf 8 Jahre von nächsten Pfingsten angefangen als Büchsenmeister gegen einen jährlichen Sold von 8 Pfund Regensp. Pfenningen auf- genommen, verpflichtet sich, aus seiner Kunst kein Hehl zu machen sondern sie überall zu zeigen, wo es vom Rath begehrt würde, und nach Ablauf der 8 Jahre, wenn er auch aus dem Dienste entlassen wäre, gegen die Stadt keine Dienste zu nehmen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Eritags nach Oculi in der Fasten, (c. S.) Johanns, Herzog in Beyern, bekennt für sich und seine Gemahlin, dass er Erasm dem Wisen- tauer zu Wisentau 600 Reinische Gulden schuldig sei und selbe auf den nächsten Pfingsttag bezahlen wolle, und stellt als Bürgen: Heinrich Nothaft, seinen Vizedom in Nidern-Bayern, und Dietrich Staufler zu Ernfells. Mitsiegler: die genannten Bürgen, G. am Mittwoch nach dem Sonntag Oculi in der Fasten, (c. 3 S.) Anna Dyttreichin, Priorin zu Frawenawrach und der Convent des Klosters daselbst erlauben Hansen Reyter zu Nyderndorff den Feldfluss aus der Aw in einer Rinne über die Awrach auf die im Prül gelegenen Wiesen zu führen, davon er jährlich — so lange er die Rinne bestehen lassen will — 15 Nürnberger Pfenning zu geben habe. G. am Suntag zw Mitterfasten. Hartweig der Lewbolflngar, gesessen zu Aw, und seine Hausfrau verkaufen dem Abte Johannsen zu Obernaltach und dessen Convente ihr Dorf, gelegen unter Windberg und genannt das Hofdarff, als freies lediges Eigen, mit allen Rechten und Zugehörungen um 147 Pfd. guter reg. Pfg., doch auf Wiederkauf am künftigen Liechtmesstage. Mitsiegler: sein Ohaim Erascin der Warttcr, Pfleger zu Mittervels, und Peter der Wallär zu Mosdarff. G. am Sonntag, als man singet Letare in der Vasten, (c. 2 Sig.) Bruder Hans von München und der Convent des Prediger Ordens zu St. Bläsi in Regenspurg bestätigen von dem Rath daselbst 100 ungerische Gulden, die sie von obiger Stadt als jährliche Gilt beziehen, empfangen zu haben. G. zu der Mitterfasten. (c. S.) Johannis Streitpergar loco capituli ecclesiae ratisponens. iudicis ordinarii sententia de decimis porcorum, aucarum, anetarum ac caseorum per cives in Kumpfmuehl monasterio in Pruel praestandis. D. Ratispone XI. die mensis Marcii. Peter Tungast zum Chlebstein verkauft sechs Schaf Weitzen auf dem Burglehen und drey Schaf Korn auf dem Hamperlehen zu Aytenpach als jährl. Gilten zu der ewigen Messe, welche Frau Els- peth Landgräfinn zum Leuchtenberg und Gräflpn zu Hals, geb. von Weinsperg seel. in die Kapelle auf der Veste zu Hals gestiftet hat, G. an sand gregorgentag in der Vasten. Diepelt von Aychelberg, Ritter, sesshaft zu Schönegg, und sein Sohn Cunrat von Aychelberg geben dem Mang Krallt von Vlme den Hauptbrief, den sie von dem Bischof, Kapitel und Domstift zu 190 1415 12. März 15. März 16. März 18. März 20. März Augspurg um Schönegg haben, unter der Bedingung zur Aufbewahrung, dass derselbe mit jenem Brief dem Edlen, Herrn Vyt ron Rechberg ron Hohen-Rechberg, jeder Zeit gewärtig sei. D. eod. d. Haintz Werlin und Claus Müller, neiligenpfleger des Gotteshauses vnser lieben frauwen zu Bubeshain, und die Richter und ganze Bauerschaft daselbst geben dem Herrn Fridrich von Elrbach, Domherrn zu Auspurg und Kirchherrn zu Güntzburg, der ihnen erlaubte, aus ihrem Gotteshaus eine eigne Pfarre als Filiale der Pfarrei Güntzburg zu machen, einen Wiedemhof. Siegler: Junker Diepolt Güss, und Bertelin von Rammungen und Hanns der Schörlin. D. eod. d. (c. 3 S.) Sigmund, römischer König, quittirt die Bürgermeister und den Rath der Stadt zu Nürnberg über diejenigen 500 Gulden, welche sie von den bei ihnen wohnenden Juden, seinen Kammerknechten, vormals durch den Judel Juden empfangen haben. G. zu Costenz des Fritags vor dem Suntag, als man in der Kirchen singet Judica. Derselbe gebietet der Stadt Regenspurg den Bischof Albrecht, dessen Stift, Pfaffheit und alle andern geistlichen Personen zu Regenspurg an ihren Gnaden, Freyheiten, Rechten und Privilegien nicht zu irren noch zu hindern. G. zu Costentz des nechsten Sampsstags vor Judica. (c. S.) Günther Graf von Swartzporg Herr zu Raniss kaiserlicher Hofrichter entscheidet, dass die vom Stift Mainz in Anspruch genommene Kirche zu Obern Ehenheim den Abtissinen und Conventen des Obern und des niedern Klosters zu Hohemburg im Strassburger Bisthum gemäss den von denselben vorgelegten Briefen rechtmässig zugehöre. Mitsiegler: Eberhart Graf zu Nellenburg und Hans von Bödmen Ritter. G. zu Costentz am Mentag nach Judica, Instrumenfum publicum, secundum quod Bernhardus, marchio Badensis, pro parte et ex per- missione Sigismundi, Romanorum regis, Johannem papam Vicesimum tertium accessit et per organum vivae vocis Henrici de Erenfelz, apostolicae sedis notarii, oravit, quatenus Ludovici, Bavariae ducis, causam de quadam porlione hereditatis paternae in curiain Romanam committere dignaretur, ut de ca sine remissione ad pftrtes nec alium quemvis iudicem cognoscatur. Cui petitioni annuens dominus papa respondidit, Commission eia desuper factam in manibus cardinalis Placentini esse. Testes : nobilis vir Ludwicus, comes de Ottingen, et honorabilis vir Michahel Goye, clericus capellae papae praedicti. D. Constantiae in palatio apostolico die Mercurii vicesima mensis Martii. Martinus, papa, praeposito monasterii sancti Michaelis in Insulis Constanciensis dioecesis mandat, quatenus ea, quae de bonis abbatis et conventus monasterii in Elchingen illicite alienata vel distracta invenerit, ad ius et proprietatem eiusdem monasterii in Elchingen legitime revocare procuret. D. Constantiae decima tertia ante kalendas Aprilis, pontificatus eiusdem anno primo. (c. Sign, plumb.) Altroan Kemnater, Landrichter zu Sultzbach, erkennt auf die Klage Albrechts vom Wolfstein gegen Hannsen den Fun zu Sultzbach, dass der Fun ihm die aus dem untern Hamcr, im Hirsspach 191 1415 |i. Marz 88, März » 33. März 84. März » 87 . März gelegen, jährlich als Gült zu der Veste Hausscck zu reichende Salzscheibe vorenthalte, zu Recht, dass der vom Wolfstein den Zius erhalten solle, wenn der Fun den Brunnen auf dem Hammer zur Bewässerung seiner Aecker und Wiesen benützen wollte. G. am Mitwochen vor dem heiligen Palmtag. Johannes Patriarcha Antiochens. apostolicae sedis camerarii locum tenens attestatur, qualiter dux Ludovicus comes Palatinos Rheni ad usum et neccssitates camerae apostolicae summam Yiginti trium milium florenorum mutuaverit. D. in civitate Constantiensi die XXI. tnensis Marcij. Der römische König Sigmund bestätiget dem Merk Kitzin von Lindow und dessen Erben das Münzamt daselbst, das derselbe vom Reich pfandweise besitzt, und die Vischentze in der Lublach, die von dem Stege zu Rickenbach in den See soweit hinein geht, als der Rün eine Feder in den See hinausträgt, und die demselben von der Abtissin des Klosters zu Lindow verliehen wurde. G. zu Costentz des nächsten Freitags vor Palmarum. (c. S.) Derselbe bestätiget dem Abt Johans zum Heiligen Kreuz zu Werde im Augspurger Bistlium und dem Kloster daselbst alle Rechte, Gewohnheiten, Freiheiten, Briefe und Privilegien, welche dieselben von den Römischen Kaisern und Königen erhalten hatten. D. ib. et eod. d. Derselbe verleiht dem Herzog Ludweig in Bayern die von desselben Vorfahren auf ihn gekommene Kür und Wal des Reiches nebst den vom Reiche zu Lehn rührenden Herrschaften und bestätigt demselben alle Gnaden, Freyheiten und Privilegien. G. zu Costenz des Sambtztag vor dem Palmtag. Frantz vom Stain von Diemenstain, von Ludwig, Pfalzgraf bei Rein und Herzog in Bayrn, gefangen gesetzt, wird auf Fürbitte der Römischen Königin frei gelassen und schwört Urfehde. Mitsiegler: Graf Ludwig von Otingen, Hauptmann in Obern-Bayrn, und der Ritter Herr Dypolt Uäl. G. zu Costintz an dem Palmtag. (c. 3 S.) nanns von Westernach empfängt von Fridrich, Herzog zu Oesterrich, die Herrschaft zu Burgow pfandweise für 2700 Rinischer Gulden, will demselben zu Jeder Zeit das liecht der Wiedereinlösung einräumen, die Feste Burgow wohl versorgen und behüten, die Leute daselbst bei ihren Rechten beschützen und nicht höher belasten und kein Hinderniss entgegenstellen, wenn der Herzog in der Herrschaft irgend eine Schatzung erheben will. G. zu Schaffhusen an dem Palmtag. (c. S.) Sigmund römischer Küng verleiht Albrecht und Wilhelm den Paulsdorlfcrn ihre Reichslehen zu Eger, und empfängt von denselben die gewöhnliche Huldigung. G, zu Costenz des Mitwochens nach dem Palmtag. (c, Sig.) 192 1415 1. April Rudolf Preisinger der ältere Ritter zu Wollentzach und seine Hausfrau Anna Preisingerin übergeben an ihren Sohn Rudolf die Veste und Behausung Wollentzach. G. am Montag nach dem h Ostertag. (c. 8 Sig) 4. April Abt Eberhard zu Wessesprun beurkundet, dass Purckhart der ältere Hallder eine ewige Messe in U. L. Frauen Pfarrkirche zu Weilhaim in der Art gestiftet habe, dass genannter Hallder uhd dessen Erben derselben ewigen Messe rechte erbliche Lehensherren seyn, nach Erlöschen des Haiderschen Namens und Wappens aber die Lehenschaft an den Rath der Stadt Weilhaim übergehen soll. G. an Plincztag nach den heiligen Osterfeiertagen. 7. April Hans Hunt bekennt, dass er von Frau Margret von Bruneck weiland Grätln zu Swarczbnrg das Dorf Steinbach, und das Gericht und die Vogtei daselbst, mit allen dessen Rechten und Zugehörungen zu rechtem Mannlehen empfangen habe. G. an dem nehsten Suntag nach dem heiligen Ostertage. (c. S.) 12. April Die Gebrüder Liebhart und Erhärt werden von dem Rath zu Regenspurg auf 3 Jahre als Stadtpfeifer bestellt, und erhalten Schilde mit den Stadtwappen, die sie allzeit tragen, aber nie versetzen oder sonst verthun sollen, und die der Rath bei ihrer Entlassung oder ihrem Tod und zwar jeden um 2 Gulden einlösen soll. Von dem Haus an dem St. Gilgenhof zu Regenspurg, das sie gekauft haben, sollen sie Steuer, Wacht und alle übrigen Pflichten leisten, auch dasselbe nur einem angesessenen Bürger der Stadt verkaufen oder versetzen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg, G. des Freitags in der andern Osterwoche, (c. S.) 15. April Kathrei des Pechrär Tochter zu Lantzhut, schon früher von dem Rath zu Regenspurg aus der Stadt verwiesen, aber auf Fürbitte ihrer gnädigen Frau, der Römischen Königin, wiederaufgenommen, nun neuerdings wegen schlechten Lebenswandel von dem Rath gefangen gesetzt, wird auf Fürbitte ihres gnädigen Herrn, Herzogs Hainreich von Bayern, mit gesundem Leib und Gliedern entlassen, auf 10 Meilen aus der Stadt und dem Burgfrieden verwiesen und schwört Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Montags nach Tiburcii und Valeriany. (c, S.) 16. April Ott der Grubmair von Regenstauff und seine Hausfrau von dem Rath zu Regenspurg auf 10 Jahre und gegen halbe Steuer als Mitbürger aufgenommen, geloben eidlich, von da ohne dringende Ursache und ohne Erlaubniss des Rathes nicht wegzuziehen, und bei ihrem Abzug alle die 10 Jahre noch nicht gesteuerten Abgaben zu entrichten, auch nur durch die Richter der Stadt über allenfallsigo Klagen und Foderungen entscheiden zu lassen. Siegler: Herr Ludweig der Sitauer an der Ilawartt, Bürger zu Regenspurg. G, acht Tage vor St. Gorgen Tag. (c. S.) 88. April Adelhait Hafnerin, Cuonrat Hafners, Bürgers zu Phullendorff, ehliche Tochter, heirathet freiwillig Cuonraten Sengen den jungen von Rengerswiler, einen Leibeigenen der Aebtissin Ursellen zu Lindow, und ergibt sich desshalb mit Einstimmung ihres Vaters der genannten Aebtissin und deren 193 1415 Capitel als Leibeigene. Siegler: Ludwig Hopp, Hiirger zu I’hullendorff. G. an sant Gcrycn Abend, (c. Sig.) 23. April Wilhalm von Pucliperlcch zu Engclburkch verkauft an seinen Vetter Hainreich von Pucbperkch etliche Güter zu Slintörn, Oed, Wenmlelperg, Hatzmansperig, Ilermstorlf und Türdingen. Mitsicgler: Michel der Hcwraw des obengenannten Wilhalm von Puclipcrkch Pfleger. G. an .)irrigen Tag. (c. S.) » Gerhoch de Waldekk canonicus et custos ecclesiae Frisingensis curiam suam in Wolferstorff dictam Kirchof ab Alberto Prunner emtam, custodiae ecclesiae Frisingensis donat et tradit liac tarnen conditionc, ut quilibct custos singulis annis capitulo ecclesiae frisingensis duo talcnta denarioruin pro anniversario eidem de Waldekk peragendo porrigat. D. in die Georii. (c. Sig.) Sigmund römischer Kunig erneuert und bestätigt dem Probst Peter und dem Convent des Gotteshauses zu Bertoldtzgadem alle ihre hergebrachten Rechte, Gnaden, Frcyhcitcn und Privilegien. G. zu Costentz an Georgen Tag. (c. Sig.) 27. April Derselbe befiehlt der Stadt Lindow, die gewöhnliche auf St. Martins Tag ihm von des Reiches wegen schuldige Steuer dein strengen Hermann von Praytcnstein zu bezahlen. G. zu Costentz des nächsten Samstags nach St. Görgen Tag. (c. S.) 1. Mai Seyfrid Sack, Pfarrer zu Rudelstat, quittirt die Bürgermeister, Räthe und Burger der Stadt Nüremberg, anstatt des Grafen Günther von Swarzburg über die halbe Stadtsteucr, nämlich über Tausend Gulden, welche sie nächst künftigun sanct Merteins Tag dem Könige Sigmund zu entrichten schuldig sind. G. an sant Walpurgtag. (c. S.) 3. Mai Fridrich Linck, Burger zu Swobach bekennt, dass er von Ritter Wyrich von Trewtlingcn, Namens des Burggrafen Fridrich, ein Holz an dem Wege bei Herzogen Emsts Kreuze, und die Eben, die an die Ilagerleithen, des Vogelsangs von Hage Holz, die Ilengenberg-Leithcn und den Weg oberhalb der Lochwiese gegen Vngertlial stüsst, zu Lehen empfangen habe. G. am Freylage des heiligen Crewczstag als es funden rvart. (c. S.) 12. Mai Wernhart Waldegker bekennt hinsichtlich des Briefs, welchen Peter der Pii(reich und dessen Geschwister von wegen ihres seligen Vaters Hans Pütreich von Jörg dem Waldegker, Chunrad dem Preysinger und Swcigker dem altern von Gundelflngcn gehabt haben, und welchen Brief obengenannter Wernhart von Peter dem Pütreich in seine Gewalt gebracht hat, dass dieser Brief dem erwähnten Sweigker von Gundelfingen keinen Schaden bringen soll, da derselbe die in diesem Briefe begriffene Summe bezahlt hat. G. am Suntag nach dem Aufferttag. (c. Sig.) 14. Mai Dietz von Leiberstat von dem Rath zu Regenspurg auf ein Jahr gegen eigne Verköstigung und Ausrüstung mit einem Pferd und Harnisch als Schütze und Diener aufgenommen, verspricht per- 25 194 1415 16. Mai 18. Mai 20. Mai 21. Mai 22. Mai 25. Mai sönlich in der Stadt anwesend zu sein, keine Ansprüche auf Schadenersatz zu machen, Pferd und Harnisch für den Sold als Unterpfand zu stellen, und, wenn ihm nach einem halben Jahre der Dienst aufgekündet würde, nur den halben Sold zu nehmen. Siegler: Lienhart der Taurlinger. G. des Eri- tags nach St. l’angracii Tag. (c. S.) Sigmund römischer König bestätigt dem Abte Johann des Gotteshauses von S. Ulrich und Afra die hergebrachten Privilegien und Rechte. D, Costenz nechsten Donerstags vor dem heyligen pflngs- tag. (e. 1 Sig.) Derselbe erlaubt dem Herzog Ludwig in Beyern nicht, Behufs der Besorgung anderer dringender Geschäfte in sein Land zu ziehen, da er von Karl, König zu Frankrich, an dessen Statt zur Mit- berathung über die Angelegenheit der ganzen Christenheit auf das Concilium zu Costentz gesandt sei und Niemand vor Beendigung der Sache wegziehen sollJ dagegen verordnet er, dass alle Ansprüche und Foderungen an Herzog Ludwig von Datum des Briefes ein ganzes Jahr hindurch ruhen und derselbe während dieser Zeit mit keiner Foderung belästiget werden soll. G. zu Costentz an dem heiligen Pfingst-Abend. (c. S.) Cristotfel von F'reyberg und seine Hausfrau Agatha die Gässlerin verpflichten sich, die Behausung und Burg Riethain, welche ihnen Hartman Ansorg Bürger zu Ulm und seine Söhne Hans und Heinrich bis zur Wiederlösung eines jährlichen Zinses von 50 Gulden überlassen haben, den Bürgern von Ulm jederzeit ollen zu halten. Mitsiegler: Mang Kraft Bürgermeister und Heinrich Rot Bürger zu Ulm. G. des Montags nach Pfingsten, (c. 4 Sig.) Anndre der Schuster, wegen Diebstahls in der Herrschaft zu Tumstauff gefangen gesetzt und zum Tode verurtheilf, von dem Rath zu Regenspurg aller auf Fürbitte seines Herrn, des Herrn Frid- reich Turlinger, dessen eigen er ist, begnadigt, freigeiassen und für immer aus der Stadt, dem Burgfrieden und der Herrschaft zu Tumstauff verbannt, schwört Urfehde. Siegler: Dietreich der Taurlinger, Pfleger zu Tumstauff, und Herr Fridreicli der Turlinger. G. des Eritags in der heiligen Pflngstwoche. (c. 2 S.) Hanns Röder von Bergen verspricht den Bürgern des Raths der Stadt Nuremberg Nickel Langen bis künftigen saut Jacobstag entweder lebendig für 1000 fl. ihn. oder todt für 500 fl., sowie jeden Edlen von dessen Helfern lebendig für 100 11. und einen Reisigen für 50 fl., todt aber für 20 fl. überantworten zu wollen, und solle derselbe nach Erfüllung seines Versprechens auf Begehren auch 2 Jahre gegen den gewöhnlichen Sold in ihren Dienst aufgenommen werden. G. am Mitwochen vor sand Urbanslag. (c. S.) Gabein Trauner verpflichtet sich, die ihm vom Erzbischof Eberhart in Salzburg empfohlne Veste und Pflege Tetelbaim getreulich zu verwesen, und die zu dieser Pflege gehörigen 2 Höfe zu Tetcl- liaim nicht zu entstiften noch die Leute darauf zu verkehren. G. an Urbans Tag. 195 1415 g7. Mai 29. Mai 3. Juni 4. Juni 5. Juni Sigmund, römischer König gebietet den Bürgermeistern und Riilhen der Stadt Rotenburg vff der Towber die gewöhnliche auf Sant Martins Tag füllig werdende Reichs-Sladtsteuer an seinen Diener, Caspar von Clingenberg, zu entrichten. G. zu Costencz des ncchsten Montags nach Trinitatis. Cc. S.) Ernfrid von Seggendorf Ritter Haubtmann, und die zehen die mit ihm über den Landfrieden in Franken und ßeyren gesetzt sind, entscheiden auf die Klage des Conrat Newsteter gegen Arnolt von Seggendorf von Mern, welcher des Bischofs Friedrich Chorherren auf S. Wilbolds Chore zu Eystct ihren Zehend zu Bubenhaim genommen habe, dass beide Theile gute Freunde seyn sollen, dass die Fodcrung von 50 Gulden welche Arnolt von Seggendorf an die erwähnten Chorherren gemacht hat, gänzlich ab seyn, und dass es fürbass bey dem von Seyfrid von Wemdingen erlassenen Spruchbriefe verbleiben soll. Auch soll sich Arnolt von Seggendorf aus dem Rann in welchen er der vorge- schriebnen Sache wegen gekommen ist, selber lösen, jedoch was es über 2 Gulden kostet, das sollen die genannten Chorherren auf S. Wilbolts Chore bezahlen. G. am Mitwochen vor unsers Herrn Leichnams Tag. Vor Günther, Graf von Swartzburg und Herr zu Ranis, als Hofriehter des Römischen Königs Sigmund, erscheint auf dem Ilofgericlit in dem Kloster der Barfüsser zu Costentz der Ritter Herr Jörg von Hürnheim, genannt von Katzenstein, als Bevollmächtigter der Gebrüder Heinrich und Johans Meinhart, Grafen zu Görtz und zu Tyrol, und verlangt für diese von Johans, Burggrafen zu Maidburg und Grafen zu Ilardeck, die Herrschaft Kirchberg zurück, die derselben väterliches und mütterliches Erbe und deren Vater von Graf Ulrich von Mätsch bei Verehlichung mit dessen Tochter Utclhilt gegeben worden -wäre, was er auch urkundlich bewies. Als aber hierauf Graf Conrat von Kirchberg, als Bevollmächtigter des obgcdachten Burggrafen darlegte, dass genannte Frau Ulelhilt bei ihrer Verehlichung mit diesem, demselben die Herrschaft Kirchberg übergeben habe, der Bevollmächtigte Der von Görtz aber erklärte, dass keine Mutter ihre Kinder unverschuldeter Weise enterben könne, wird zu Recht erkannt, Graf Conrat von Kirchberg, als Bevollmächtigter des Burggrafen von Maidburg, soll den Grafen von Görtz die Rechte an die Herrschaft Kirchberg, wie solche Graf Ulrich von Mätsch gehabt hatte, zurückstellen, was er auch thut. G. zu Costentz des nächsten Montags nach Unsers Herrn Leichnams Tag. (c. S.) Der Römische König Sigmund verleiht Heinrich, Herzog in Beyern, die Chur und Wahl des Reiches, wie solche derselbe von seinen Vorfahren erhalten hatte, und bestätiget ihm auch alle Freiheiten, Privilegien, Lehen und Handfesten. G. zu Costentz des nächsten Eritags nach St. Erasmi Tag. (c. Sig.) Derselbe erweist der Stadt Lindowe wegen der ihm gegen Friedrich, Herzog zu Osterricli, geleisteten Hilfe die Gnade, dass sie auf ewige Zeiten statt der bisherigen jährlichen Reichssteuer von 350 Pfund Iläliern künftig nur mehr 200 Pfund lläller zahle, und dass ihr diese Gnade weder 25 * 196 illä durch den Bischof von Chure und den Ritter Herman von Breytenstein noch durch das Reiclis-Hof- gericht und andere Gerichte verkümmert werden dürfe. G. zu Costentz des nächsten Mittwochs nach unsers Herrn Leichnams Tag. (c. S.) 5, Juni Derselbe befreit die Stadt Lindow von aller fremden Gerichtsbarkeit, so dass sie von Niemand vor die Reichs- und andere Gerichte vorgeladen, sondern siimmtliehe Bürger und die Spitalangehörigen daselbst durch den Amman und die Richter der Stadt selbst gerichtet werden sollen, ausser bei ganz offenbarer Rechtsverweigerung. Auch erlaubt er obiger Stadt, dass sie die verweigerte Bezahlung einiger verbrieften Schulden und Gülten durch allenthalben ausser der Stadt Lindow vorzunehmendes Auspfänden und durch gerichtliche Hilfe zuStand bringe, und bestätiget ihr alle Rechte, Freiheiten etc, G. zu Costentz des nächsten Mittwochs nach unsers Herrn Lciehnamstag. (c. S.) 6. Juni Zezilg Chunraden des Chranvesels Wittib verpflichtet sich, dem Herzog Emst in Bayern das Ungelt in der Herrschaft Vohburg zu Lichtmess um 100 Gulden zur Lösung zu geben. Siegler: Wilhalm der Leuttenwekch. G. an Pflntztag nach Erasms Tag. (c. Sig.) 7 . Juni Der Römische König Sigmund erneuert der Stadt Regenspurg ihre Privilegien und insbesondere die Freiheit, dass sie vor kein auswärtiges Landgericht und namentlich nicht vor das Landgericht zu Nurenberg gezogen werden soll, und erklärt desshalb die bei letzterm Gerichte von dem Ritter Ilanns Stauffer gegen Regenspurg erwirkte Acht für kraftlos und ungiltig. G. zu Costentz des nächsten Freitags nach St. Erasra Tag. (c. S.) Derselbe bestätiget dem Abte, Convent und Kloster zu Kaisheim alle Gnaden, Privilegien, Freiheiten, Rechte und Briefe. D. ib. et eod. d. Derselbe gebietet dem Landrichter zu Nürenberg, die Stadt Regenspurg, die wegen des Ritters Hanns des Staulfers vor das Landgericht zu Nurenberg gezogen und daselbst mit der Acht belegt worden, von dieser Acht frei zu sprechen. D. ib. et eod. d. 8, Juni Karl Holzschulier, an Statt eines Schultheissen, und die Schöpfen der Stadt Nuremberg beurkunden, dass Pawlus Pirkheymer von Sigmund Pflnzing und den betheiligten Mitgenossen und Berechtigten drey Güter zu Walkersbrunn, ein Gut und ein Holz zum Rädleins, sechs Güter, eine Wiese und die Newcnrewte zum Pomer, samint dem Stadel daselbst, erkauft habe. Zeugen: Jacob Tewfl'el und Heinz Im Hof. G. am Samstag nach sant Bonifacii tag. (c. S.) 10. Juni Werndel der Hülmair aus der Au, von seinem Nachbar Seitz Zeslär von Au, dem er sein Weib entführt hatte, in das Gefängniss des Rathes zu Regenspurg gebracht und auf Leben und Tod angeklagt, jedoch wieder freigegeben, schwört Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Montags vor St. Veits Tag. (c. S.) 197 1415 13. Juni )> 14. Juni » 17. Juni 20. Juni 21. Juni Johans, Herr zu neydeck, und seine Gemahlin Anna, geborne von Lcutliemberg, empfangen von ihrem Schwager und Vetter, Johans, Landgrafen zum Leuthemberg und Grafen zu Halls, 504) Schock bchemische Groschen als Ileirathsgut und zwar aus den Gtitern, die demselben von ihrem Schwäher und Vater, Landgrafen Johans sei., zugetheilt wurden. Eine gleiche Summe sollen sie auch von ihrem Schwager und Bruder, Landgrafen Jorg, erhalten. Mitsicgler: Dietrich StaufTer zu Erenfclse. G. am Pfintztag vor sand veits tag. Johans Ilerre zu ITaydek verschreibt seiner Hausfrau Annen Johans Lanfgrnucn zum Lcnchten- berg und Grauen zu Halls seligen Tochter zur Widerlegung ihres Heirathguts von 500 Schock behemischer Groschen, ebenfalls 500 Schock aus seinem Schlosse Vestenberg. Mitsiegler: Fridreich Herr zu Haydek, sein Vater, und Dyttrich StawlTer zu Ernvelse. D. eod. d. Vlreich Per, Bürger zu Passaw am Yltzstat, erhält von Frau Anna von Ramspcrk, Dechantin, Guta von llarrskirchen, Kellnerin, und dem Convent des Frauenklosters zu Passaw die Erlaubniss, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Wiesmet in deren Burgholz oberhalb der Sondersiechen auf dem Chrewstobel aufzuräumen. Nach Verlauf der drei Jahre sollen vier Männer entscheiden, wieviel Zins er von obigem Wiesmet jährlich zahlen soll, und, so ihm der Zins zu hoch dünkt, das Wiesmet obigem Kloster gänzlich heimfallen. Siegler: Symon der Tregenrewter, Richter am Yltzstat, und Andre der Speiser, des Klosters Mautner im Ort zu Passaw. G. an sant Veitz Abent. (c. 2 S.) Hanns' Harlantter von Goppoltzreut, wegen grosser Frevel und besonders, weil er den Bürgern von Ncunkirchen und andern gedroht hatte, zu brennen, zu Rcgenspurg gefangen gesetzt, nunmehr aber von Herzog Johanns entlassen, schwört Urfehde, und gelobt, dem Herzog Johanns oder dessen Angehörigen und namentlich Ilerman dem Herttenberger keinen Schaden zuzufügen, und auch alle seine Gläubiger bis nächsten St. Jacobstag zu bezahlen. Siegler: Peter der Maller, Schulthciss zu Rcgenspurg, und Anndre der Auer, Richter in der Vorstadt daselbst. D. eod. d. (c. 2 S.) Margret die Ebenhauserin gesessen zu PfafTenlioven bekennt, dass ihr die Pfalzgräfin Elisabeth die Mül bei der alten Stadt Pfafl'enhovcn auf Lebenszeit gegen Entrichtung des gewöhnlichen Dienstes nach PfafTenlioven verliehen habe. G. am Montag nach sand Veits tag. (c. S.) Johannes, Pfaltzgraf bey Rein und Herzog in Beyern verkündet auf Ansuchen den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg einen gütlichen Tag vor ihm und seinen Rüthen, wozu sie Sontag vor sant Jacobstag in Sultzbach erscheinen möchten, um am Montage darauf die Fehdesachen zwischen ihnen und Fritz von Eglofstein zu theidigen. G. Newmargt an Pfintztag nach sant Veitstag. Sigmund, römischer König, schreibt an Bürgermeister, Rath und Bürger der Stadt Nürnberg: wie er seit etlichen Jahren zur Wiederbringung der Ordnung in Kirche und Reich Mühe und Kosten aufgeboten, gleichwie die Versammlung des heiligen Concilii zu Costentz, sey ihnen bekannt, Balthasar Cossa, der Pabst Johannes genannt, sey seines Verdienens willen dieser Würde entsetzt, Angelus 1415 21. Juni 23. Juni 25. Juni 26. Juni CaiTario, der sich Gregor den XII. nennt, vermeine wie er in seiner Bulle geschrieben rbzutreten, und nun wolle er sich erheben, gegen Niezii zu reiten, um mit dem Könige von Arragon und Bene- dicto, der sich nennt Pabst XIII. zusammenzukommen, und mit Hilfe des gedachten Concilii völlige und lautere Einigkeit in der heiligen Kirche zu erzielen. Alsbald nach seiner Zuriickkunft aber werde er eine gemeine Dämmung aller des Reichs Unterthanen zusammenberufen , um über fremde Laufe, Unfrieden, Münzen und andere Gebrechen im heiligen römischen Reiche teutscher Lande zu berathen, Friede, Gerechtigkeit und Gerichte im Reiche zu bestellen. Zu dem Tage, den er ausschreiben werde, sollen sie daher sich bereit halten, Gebrechen, die sich ihnen gezeigt, verzeichnen und vor erst darüber berathen, um vorbereitet zu erscheinen und zum gemeinen Nutzen des Reichs mitzurathen und zu helfen. G. zu Costentz des nechsten Fritags vor sant Johanns des Täullers Tag. Heinrich Herr zu Plawen gelobt in seiner Feindschaft mit Lewpold Lantgralfen zum Lewch- temberg dem Ausspruche Heinrichs Rewssen Herren zu Grewcz, Uaubtinan zu Pernaw und Hannssen vom Degenberg Videztums zu Amberg, getreulich nachzukommen. G. am freitag vor sende Johannes Tag dez heiligen TewlTers. (c. S ) Herzog Ernst und dessen Gemahlin Elisabeth, erthcilen der Bürgerschaft zu Iloclienwartt die Gerichtsbarkeit mit Stock und Galgen für ewige Zeiten, und verordnen zugleich, dass jeder ihrer Richter zu Pfaffenhoven über alle Dinge in derselben Weise, wie zu Pfaffenhoven selbst, auch zu Hohenwartt richten, und alle ihre Amtleute die Bürgerschaft bei diesen ihren Rechten schirmen sollen, G. an Sant Johanns Abend zu Sunbbendcn. f Ludwig Graf zu Oetingen Ilauptmann in Oberbayern verleiht anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern dem Hans Near zu Ulm den Purkhof, 36 Juchart Ackers, 2 Wismad, 5 Sölden, die Aynung, den Hirtenstab und das Eschhayen-Lehen zu Pfui. G. zu Ulm am Erichtag nach Johanns Tag Sun- wenden. (c. Sig.) Der römische König Sigmund bestätiget den Kesslern, die in den zwei in der Urkunde näher bezeichneten Kreisen an der Tunau und um den Bodensee gesessen sind, alle Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten: dass nämlich Niemand dieses Handwerk, ausser er habe es als väterliches Erbe, treiben oder kaufen dürfe ohne derselben Einwilligung, die auch dann vom Handwerk eingeholt werden müsse, wenn die von Kunigseoke, denen die Lehenschaft über die Handwerksrechte zustche, dasselbe an Jemand verleihen wollen, dass die von Kunig'secke,. wenn einer der Kessler widerrechtlich gefangen genommen würde, zu Hilfe kommen sollten, ferner dass sie für nicht bezahltes Geschirr auspfänden, Verbrecher unter ihnen selbst bestrafen dürfen, dann dass die von Kunigseoke auf Begehren das Schiedsrichteramt übernehmen, die Kessler aber diesen jährlich jeder 6 Pfenninge bezahlen, und 14 Tage auf eigne Kosten dienen und mitziehen sollen, wenn die von Kunigseckc in eignen Angelegenheiten ausziehen würden, dagegen die Lehensherrn dieselben verköstigen müssten, wenn die, I Hilfe der Kessler auf weitere 14 Tage verlangt würde j ferner dass denselben keine Schatzung auf- 199 1415 i7. Juni » » 29. Juni 30. Juni gelegt werden, und sie das Gericht dort halten sollen, wo sie, nicht wo die von Kunigsecke wünschen. Auch erneuert König Sigmund denselben ihre durch Feuer zu Grund gegangene Briefe und Urkunden, und befiehlt allen seinen Unterthanen, die Kessler bei Strafe an ihren Hechten nicht zu beeinträchtigen. G. zu Costentz des nächsten Mittwoch nach St. Johannes Tag Baptiste. (c. S.) Hanns Pokch der Preysinger zu Kranwinkchel und Erhärt der Preysinger, Pfleger auf dem Haus zu Lantzhut, eignen dem Abt und dem Convent zu Raitcnhaslach den Ryshof zu Purkhawsen auf dem Berg im Weilhart Gericht, der ihr Lehen war. G. an Pflntzlag nach dem Sunbcnltag. (c, 2 Sig.) Sigmund römischer Kunig bestätigt der Priorin und dem Convent zu Lcuwental den Spruch- brief vom l. Juni desselben Jahres, laut welchem Graf Günther von Swartzburg Herr zu Ranys des römischen Ivunigs Hofrichter, Johanns von Bödmen genannt Frischhans Ritter, und Haupt zu Pappenheim Erbmarschalk entschieden haben, dass der Wald Swaderloch genannt des Klosters Leowcntal rechtes freyes eigen sey, und dass die Bürger zu Buchorn weder mit Holzhauen noch mit Schweintreiben oder andern Dienstrechten auf diesen Wald je ein Recht gehabt haben, noch hiefür haben sollen. G, zu Costentz des Donerstags vor Ulrichs Tag. Rwger Wartperger, und sein Sohn Ulrich Wartperger verkaufen Ilildprant dem Geiganttcr und und dessen Hausfrau ihren Sitz zu Eslern mit aller Herrschaft, Rechten und Nützen, auch allen ihren Gütern um und zu Eisern, wie sie diesen Sitz von dem Grenawer erkauften um 600 rh. Gld,, jedoch auf Wiederkauf. Mitsiegler: Parczival Zenger, zum Sneberg, und Pablick Wartperger zu Dicthris- kirchen, G. am Pfincztage vor sand Peter und Pawl’s Tag. (c. 4 S.) Johannes, patriarcha Anthiocenus, Francisci, archiepiscopi Narbonnensis et sedis apostolicae camerarii, locumtenens, profltetur, quod dominus dux Ludovicus, comes Palatinus Reni, sibi et pracdicto camcrario et ipsi camerac apostolicae in usum necessarium negotiorum ecclesiae sanctae et generalis concilii Constanciensis summam viginti trium millium florenorum auri boni nomine amicabilis mutui mutuaverit, pro qua summa omnia bona, iura et proventus camerac apostolicae et haue ipsam obligat, idcoque promittit, quod eam infra quatuor mensium terminum duci Ludovico aut eius heredibus persolvet et procurabit, ut assumtus in summum pontifleem hanc summam pccuniae, in quantum persolula non esset, tamquam debitum per se ipsum contractum cum omnibus impensis et damnis persolvat. Praeterea et Johannes Rigensis, Bartholoinaeus Mcdiolancnsis archiepiscopi, Vitalis Tholonensis et Robertus Sarisbrigensis episcopi, praesidentes quatuor nationum concilii praefati attestantur, quod supradictus mutui contractus et alia praenarrata de suo consilio et conscnsu processerint, et dictas pecuniarum summas in evidentes necessitates conversas fore et esse profltentur. D. in civitate Constanciensi penultiraa die Junii. (c. 5 S.) Ludwig Herzog in Beyern beauftragt den Ritter Hans vom Degenberge Vitztum zu Amberg, dass er dem Oswald Doehsenpeckc und Hertneid von Potcndorfl'die Lehen übertrage, welche denselben nach Laut des Gewaltbriefes verliehen werden sollen. D. Costenz dominica post Petri et Pauli. 200 1415 1. Juli j; 8. Juli 9. Juli 10. Juli Peter Rainer zu Schambach Ibekennt, dass er gemäss Ausspruch des Friedrich Awer, Hans Parspcrger, Peter Valkchensteincr, Partzifal Zermger, Dietrich Stauffer, Eberhart Nusperger, Jorg Zengcr Pfleger zu Lengfeld und Ruepreclit Kästner Landschreiber zu Amberg von wegen seiner seligen Muhme Katrein der Rainerin an Hans vom Degenberg Vitztom zu Amberg keine Erbschafts- Ansprüche mehr haben aber auch der Zusprüche ledig seyn soll, welche an ihn vom genannten Hans vom Degenberg gemacht worden sind. Mitsiegler: Conrad der Kamerawar und Wilhalm der Waller. G. am Montag nach Peters Tag. (c. 3 Sig.) Elisabeth von Kleve und von der Marich, verwittwete Herzogin in Bayern, bekennt, dass ihr ihr Sohn , Herzog Ludwig, 500 reinischer Guidein hie zu Costencz zu ihrer Zehrung und andrer Nothdurft bar geliehen habe, und verspricht ihm diese Summe entweder bar zurückzahlen, oder auch an der Gült, welche er ihr alle Jahr reichen wird, abziehen zu lassen, wann er oder die Seinen es verlangen. G. zu Costencz, am Montag nach sand Peter und Pauls Tag. Ludwig, Pfalzgraf bei Rine, Johans, Ernst, Wilhelm und Heinrich, Herzoge in Beyern, und Friederich, Burggraf zu Nürenberg, schliessen gegen die Anmassungen und UebergritTe Ludwigs, Herzogs in Beyern und Grafen zu Mortey, einen Bund, wornach jeder von ihnen demjenigen, der mit Herzog Ludwig zur Fehde komme, innerhalb eines Monats 50 Spiesse, wovon jeder mindestens 2 bewaffnete Mann und 3 Pferde mit sich führen soll, zu Hilfe schicken muss. Würde aberdereine oder andere von Herzog Ludwig im eignen Lande angegriffen oder belagert, so sollen sie dem Gefährdeten mit ganzer Macht zu Hilfe ziehen und gegen Herzog Ludwig einen allgemeinen Krieg eröffnen. Ber Bund soll übrigens so lange dauern, als Herzog Ludwig lebe. G. zu Costentz am St. Kylians des hl. Märtyrers Tag. (c. 6 S.) Alhrecht 'Wunnsam, Gardian, und der ganze Convent der mindern Brüder zu Regcnspurg ernennen die Herren des Rathes daselbst zu ihren Briefträgern, Beschirmern und Helfern in allen weltlichen Sachen, und wollen dagegen deren demülhige Cappläne sein. G. am nächsten Irchtag vor sand Margreten Tag, der Jungfrau, (c. S.) Weinmar der Ekker zu Sahlenburg gelobt, mit dem Herzog Ludweig in Bayern bis kommenden Lorenzen Tag einen getreuen siechten Frieden zu halten. G. am Mitwochen vor Margreten Tag. Der Römische König Sigmund bestätiget dem Kloster St. Stephan in Ougspurg alle die vom heiligen Bischof Ulrich und den übrigen Bischöfen zu Ougspurg erhaltenen Freiheiten, Rechte, Privilegien und Handfesten und namentlich, dass keine weltliche Macht zu Ougspurg weder in der Stadt noch in dem Burgfrieden über dieses Kloster irgend eine Gewalt auszuüben oder sonst zu richten habe, dass cs in seinen Dörfern zu Batzenhofen und Pfaffenhofen von allen Vogteien und Vogtrechten frei sein, und, wenn es einen Vogt brauche, sich selbst dazu einen redlichen Mann von des Reichs wegen setzen soll, und nimmt es in seinen und des Reiches Schirm und Geleit. G. zu Costentz am nächsten Mittwoch vor St. Margreten Tag. (c, S.) 201 1415 10. Juli Desselben Schuldverschreibung an Herzog Ludwig in Baiern Grafen Mortani um die vorge- slrec.kten 23000 11. Ungar., welche der König und seine Gemalin zu bezahlen versprechen, wenn das Coneil zu Konstanz solche Summe nicht bezahlt, und setzt des zu Bürgen und selbschollen den Burggrafen Friedrich zu Nürnberg, dann den Pyxo von Ozora, Grafen Themeschberg und Johannsen, Probst zu St. Stephan zu Gran etc. D. ib. et eod. d. (lib. cop ) 11. Juli Derselbe gebietet den Burggrafen Johannes und Friedrich zu Nürnberg, seinen Schwägern, den Abt und Convent des Klosters zu sand Gilgen in Nurmbcrg sammt Gütern in seiner Abwesenheit zu schützen und zu schirmen. G. zu Costentz des nehsten Donerstags vor sand Margarethentag der heiligen Junckfrawen. » Derselbe erlaubt der Stadt Ougspurg, zwölf Jahre nacheinander Juden und Jüdinnen bei sich aufzunehmen, und denselben Steuern und Abgaben nach eignem Ermessen aufzulegcn. Auch soll sonst Niemand mit dert Juden etwas zu schaffen haben, und eine schon geschehene oder später erfolgende Verpfändung säinmtlicher oder einzelner Juden zu Ougspurg während der 12 Jahre kraftlos sein. D. ib. et eod. d. 12. Juli Ulreich Ilofmaister Karrenmann, Bürger zu Regenspurg, von dem Rathe daselbst wegen einiger Missgriffe gefangen gesetzt, jedoch wieder freigelasscn, schwört Urfehde und gelobt, ein ganzes Jahr hindurch aut kein Rennen und in kein Leithaus zu gehen, und keinerlei Spiel oder Wetten zu machen. Siegler: Erhärt auf Tunau, Probst zu Regenspurg. G. am St. Margreten Abend, (c, S.) » Vor Jobs von Reichen, Hofmeister des Herzogs Wilhalm, erscheint an offnem Hofgericht Hanns Wihlegker und erhebt gegen Pauls den Schehner, Bürger zu München, Ansprüche auf eine Hube zu Sawrlach, Dreitheile Zehents und eine Taferne daselbst, die Lehen sind von der Herrschaft zu Bayern, und von seinen Vorfahren an Hanns den Kiinigsprugker, Jägermeister in Obern-Bayern, verkauft, von diesem an Hanns den Torer und von diesem hinwieder noch auf dem Todbett an ihn vererbt worden seien. Als hierauf Pauls Schehner erwiderte, dass er obige Güter von Ballhäuser dem Muraher, dem rechten Erben des genannten Jägermeisters, gekauft habe, wird zu Recht erkannt, Pauls Schehner sollen die gekauften Güter verbleiben. Richter.- Ritter Sweigger von Gundolflng der Aeltcre, Albrecht Turndl, Hofmeister, Jobs von Rorbach, Richter zu München, Pauls Aresinger und Hanns Sluder zu Weylbach. D. eod. d. 17. Juli Hanns Lotcrpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch, spricht Chunraden Wymer, Klagführer VVigles vom Wolfstain, das Recht zu, dass er wegen einer Forderung von 100 Mark Silbers, um welche Summe er für Anna die Schockinn, Walthesär Mürachers Wirthin, gegen den Juden Mair zu Rietcnburg, als Bürge eingestanden ist, der erste Wehrer seyn sollte, weil er zuerst vor Friedrich Schütz, Vcrantworter der andern Gläubiger der Miiracherinn, als des cdeln Herrn Johannssen Herrn zu Ilaideck, Herr Wernher Parspcrgers, Albrecht Wolfstainers, Hilpolt Menndorffers und Chunrad 26 202 1415 1. Aug. 2. Aug. » 4. Aug. 9. Aug. 12. Aug. Eysteters, seinen Forderungsbrief vur Gericht gezeigt habe. G. zu dem Stain des Mitwochen nach Margareten tag. Ernfrid von Seckendorf IlauMmann und die zehn die mit ihm über den Landfrieden in Franken und Bayern gesetzt sind, entscheiden auf Klage des YVigles von YVolfstein gegen den Herzog Johann in Bayern wegen Beschädigung, dass genannter Herzog diejenigen welche er dem YY'olfstciner zu Menig gefangen hat, auf schlechte Urfehde ledig sagen solle, hinsichtlich des Zapfenrechtes aber, welches erwähnter Herzog widerrechtlich auf das Dorf Menig gelegt hat, haben sich beyde Theile mit einander an den Gerichten auszutragen wo das billig und von Rechts wegen seyn soll. G. zu Bamberg an S. Peters Tag Ketenfeir. (c. Sig.) Erchinger der Marschalk zu Pyberbach und Seitz Marschalk von OberndoriT der Jüngere geben auf Ansuchen Ulrich Chüntzelman, Bürgermeisters und anderer Bürger von Augspurg, als Pfleger der Priorin und des Conventes des Klosters zu St, Kathreinen daselbst, ihre Lehensherrlichkeit auf dein Hof zu Artolfingen auf, den obiges Kloster von Heinrich des Mäutiger sei. Söhnen, Bürgern zu Augspurg, gekauft hatte, G. am Freitag vor St. Afl'ren Tag. (c. 2 S.) Ilciineran Nothaft zu YY r ernbergkh, Pfleger zu Barckstein, verleiht anstatt Herzogs Ludwig zu Bairn, Hansen Francken eine Mühlstat bey Mantel, Letzenmul genannt, zur Errichtung eines Hammerwerks gegen Entrichtung des gewöhnlichen Holzzinses zur Herrschaft Barkhstein, und einer jährlichen Gült von 9 Schilling Pfenningen. G. am Freitag nach Sannd Peterstag Kettenfeir. Sigmund, römischer König bestätiget den Bürgermeistern, Räthen und Burgern der Stadt Rotem- burg auf der Tauber ihre Freiheiten und Rechte, und verleihet ihnen auch die Reichslehen, nämlich die Cent zu Richarczrode, sammt dem Halsgericht und Banne daselbst, auch Tottenheirn, die zwey Ncsselbach und andere Dörfer, YVciler und dazu gehörige Güter, die Gerichte zu YY r estheim und Vrfersheim und andere Dörfer, YY r eiler, Leute und Güter, welche sie alle von Gcrlach und Gotfrid von Hohenloch sei. überkommen, noch besonders die Lehen zu Yfelstat und anderswo, die sie von dem Reich zu Lehen hatten. G. zu Meran des nechsten Freitags vor sand Sixten tag. Ann die Prucknerynn, von dem Rath zu Regenspurg gefangen gesetzt wegen schlechter Aufführung, womit sie sich, ihren Mann und ihre Y^erwandtschaft entehrt hatte, auf Fürbitte aber frei gelassen und auf 10 Meilen von der Stadt verwiesen, schwört Urfehde. Siegler: der ehrsame weise Herr Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. am St. Lorentzen Abend, (c. S.) \ r or Hanns Loterpeck, Landrichter intder Grafschaft zu Ilirsperch, beweist Mathes Schenk zu Teginngen mittels Gerichtsbriefen und Fronboten seine Rechte auf all Hab und Gut, das er von Iler- man dem Pechtalcr gekauft hat, und besonders auf das Burgslall zu Teginngen mit dessen gesummter Zugehörung, worauf demselben diese Rechte und der Besitz genannter Güter gerichtlich bestätigt wird. G. zu dem Stain des Montags nach St, Lorentzentag. (c. S.) 1415 13. Aug. )> 14. Aug* 16. Aug. 17. Aug. SOS Derselbe erkennt Albrechtcn, Ilanssen, Wigoles und Wilhalmcn vom AVolfstain, aus Anlass einer Ladung derselben von dem Ehrwürdigen Herrn Conrat vom Eglofstain, Meister deutschen Ordens in deutschen und welschen Landen vor das üofgcricht des Römischen Königs Sigmund, das Recht zu, sich vor dem Landgericht Hirspercli zu verantworten, indem sie einen von Ludwig, Marggratf zu Prandenburck etc. Herzogs in Rayrn Albrechten vom AVolfstain, und Götzen, seinem Vettern, crlhcil- ten Brief vorzeigten, nach welchem diese sammt ihren Nachkommen dio Freiheit geniessen sollten, sich nur vor dem Gerichte zu verantworten, in welchem sie gesessen sind. D. ib. et eod. d. Engelhart von Eberstein, Tumliere zu AA'irczpurg und Landrichter des Herzogtums zu Franken beurkundet, dass Johannes von Rosenberg, Ritter, seine Ktage wegen des Zehenten, kleinen und grossen zu Lore zwischen Rotenburg und Insingen gelegen gegen die Dorfmeister, Schullheissen, Schöpfen und Gemeinde des Dorfes Lore ervollet habe und in die Nutzgewähr desselben gesetzt worden sey. Schirmer und Helfer: Burggraf Johannes und Burggraf Fridrich von Nurmberg, Graf AViihelm und Graf Fridrich von Henneberg, Graf Johannes von YVerlheim, Graf Lynhart von Castell, Graf Thomas von Ryneck, Dittrich Herr zu Bickenbach, Fridrich Erenfrid von Seckendortf, Landfriedmeister und der ganze Landfried, Brant vnd Erckinger von Sawnshcim, Burckart von Seckendortf, Conrad Zolner, AViihelm von Grumbach, Peter Truchsess, AVyrich von Trutlingen, Ditz von Tungen, Hans Adel von Tottenheim, Caspar von Bibra, Hans Hunt, Syfrid AVilde von Ehenheim, die Bürgermeister, Räthe, Schullheissen, Schöpfen und Burger der Stete AVirczpurg etc. G. am Montag vor vnscr frawentag Assumptionis. Eggo, Abt und das Convent des Klosters Ottoburen beurkunden, wie sie sich, ihr Gotteshaus und alle ihre Leute und Güter in der Bürgerschaft zu Meiningen und ihrer Stadt Schirm, Burgrecht und Versprechniss gegeben, und ihr Bürgerrecht an sich genommen haben. G. an Mentag vor vnscr lieben Frawentag der Schidung. Seitz Marschalk zu Oberndorf Pfleger zu AVerd bekennt, dass ihm vom Grafen Ludwig zu Otingen Ilaubtinann in Obern Bayrn anstatt des Herzogs Ludwig Snaitpach mit aller Zugehörung verliehen worden ist, wie selbes der selige AVilhalm Schenk inuc gehabt hat. G. an unser frawen abent Assumptio. Conrat der Pöler der AA 7 eber, von dem Rath zu Regenspurg wegen AVahrsagens und Zauberei gefangen gesetzt, und sodann aus der Stadt und dem Burgfrieden verwiesen schwürt Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Freitags nach U. F. Tag zu der Schiedung, (c, S.) Sacrosancta generalis synodus Constantiensis praeposito ecclesiae Eystctensis mandat, ut juxfa decretum Johannis XXIII. papae de dato VII. Calend. Marlii pontifleatus anno quinto ecclesiam parro- chialem in Kelheim abbati et conventui monasterii in Ilalsprun incorporet, anncctat et uniat, reservata 26 * 204 1415 25. Aug. 26, Aug. 29. Aug. 30. Aug. 31. Aug. 1, Sept. 2. Sept, tarnen de ejus proventibus in susfentationem perpetui vicarii ibi instituendi congrua portione. D. Con- stantie, XVI. Calend. Scptembris apostolica sede vacante. Ludwig Herzog in Bayern verkauft die Veste Hohenstein um 1000 Gulden zu Leibgeding an IIilpolt Menndorffer, welcher 200 Gulden an dieser Veste verbauen und dieselbe dem genannten Herzog gegen miinniglich offen halten soll. G. zu Neunburg am Suntag nach Bartholomeus Tag. (c. Sig.) Johanes, Herzog in Bayrn, stiftet in die Capelle des heiligen Johannes in der Feste zu Schärding zu den 3 schon vorhandenen Wochenmessen noch 4 andere, und bestimmt dazu die St, Johannes Pixe, welche man an seiner Maut zu Schärding einnimmt, und deren Ertrag fortan jeder Mautner daselbst dem jeweiligen Pfarrer zu Schärding alle Quatember vollständig übergeben, dieser aber davon für obige tägliche Messe einen Priester halten soll. G. zu Straubing, am nächsten Montag vor St. Gilgentag. Elisabeth, Pfalzgriifinn bey Rhein und Herzogin in Bayern, begnadigt die Juden mit der Frcy- heit, dass sie im Lande in ihrem Verkehr an den fürstlichen Zollstätten keinen hohem Zoll geben dürfen als die Christen. G. zu München an Pfintztag nach sand Augusfyns tag. Ernst, Herzog in Bayrn, bekennt, dass er Hanns dem Auer zu Pulach die 120 neue Ungerischo Gulden, welche er ihm für geleistete Dienste schuldig ist, auf den nächsten St. Marteins Tag oder von der nächsten Steuer, die er von seinem Lande einnehme, bezahlen werde. G. zu München am Freitag nach St. Augustyns Tag, (c. S.) Erckinger Kottcnheimer und Anna, seine eheliche Hausfrau, sagen Fridrich, Burggrafen zu Nüremberg von aller Forderung und Klage, die sie bisher gegen ihn gehabt haben, ledig und los, weil er sich gegen sie wegen der Güter zu Bernharswinden, worauf genannter Anna Jorge von Seldenegk, deren vorderer Ilauswirth seliger, 400 fl. vermachte, die nun deren ehelicher obgenannter llauswirth mit ihrer Bewilligung an Lutz von Eybe verkaufte, so gnädig erwiesen hatte. Mitsicgler: Wilhelm von Bebenburg, Ritter, G. zu Cadoltzburg am Samstag vor Egidii, (c. 3 S.) Pawls von Polhaim Domherr zu Passaw und Kirichher zu Irnikeh vermacht dem Domcapitel zu Passaw 5 Pfund Pfenning ewiges Purkchrechtz auf seinem Ekhaus, welches er von Andren Nwrn- berger und Stephan dem jüngern Wasserburger gekauft hat und das gelegen ist zu Passaw in der Slätergrube zu einem Jahrtag und Ausrichtung der Hystori der heiligen Junkfrawen sand Angnesen an ynn tag mit aller Tagzeit, Gelewt und ander lobleicher Zir. Mitsiegler: Andre von Polhaim zu Tegernpach, sein Vater. G. An sand Gilgen tag, (c. 2 S.) Ulrich, Graf zu Ortenberg, Chorherr zu Regenspurg und Passau, und Kirchlierr zu Schärding bekennt, dass Johannes, Herzog in Bayrn, eine tägliche heilige Messe in die Capelle des heiligen Johannes in der Feste zu Schärding gestiftet, und dazu für den jeweiligen Pfarrer zu Schärding den 205 1415 7. Sept. r> t 9. Sept. 15. Sept. 33 20. Sept. Ertrag der St. Johannes Püxen daselbst bestimmt habe, und er für sich und seine Nachfolger in der Pfarre sich verpflichte, obige Messe durch einen eigenen Priester täglich nach der Frühmesse lesen zu lassen, uud im Falle öfterer Unterlassung jedesmal ein Pfund Wachs in die Capelle St. Johannis zu Schärding zu zahlen. Würde aber in Folge durch Päbstc oder Bischöfe entstandener Irrungen die Messe nicht gelesen werden können, so soll das dem jeweiligen Pfarrer zu Schärding in der Einnahme der Püxo keinen Eintrag thun. Mitsiegler: Iladmar der Aisterhaimcr, Probst zu Maysler, Domherr zu Passau, und Kirchherr zu Gmunden. G. am nächsten Montag nach St. Gilgentag. Ludweig der Pienzenawer übergiebt dem Herzog Ludweig in Bayern, welcher die Veste, Stadt und Gericht Ilatenberg von ihm gelöst hat, alle Briefe welche er und sein seliger Bruder vom genannten Herzoge erhalten haben, mit Ausnahme der Briefe die auf die Veste Ellkofen und auf ejnen Hof zu Oettringen lauten. G. zu Wasserburg an unser frawn Abend alz sie geborn ward. (c. Sig.) Ludweig Pienzenawer bekennt hinsichtlich der Taiding die kürzlich zu Chostnitz zwischen ihm und dem Herzog Ludweig wegen Lösung des Gesloss und der Pfandschalt Ratemberg geschehen ist, dass er sich hierin in die Entscheidung des Grafen Ludweig von Oetingen, des Sigmund Frawn_ berger, Ulreich Riedrer, Ott Pienzenawer und des Ludweig ab dem Stain fügen solle. D. ib. et eod, d. Graf Ludwig zu Oetingen, Hauptmann in Oberbayern, belehnt anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern, Pauls Schenken mit dem Haus zu Snaitpach und dem Hofgarten, dem Hof zu Aintlingcn und dem Gericht und drey Höfe daselbst, einem Hof zu Hausen, einer Hub zu Pünncnbacli und mit Zehenden zn Hausen, Atmashausen, Pünenbach, Mcynbach, Gachenbacli, Westerhaim und Eisingcsdorf. G. an Montag nach vnser frawn tag Nativitatis. (e. S.) Hans Layminger, Sigmund Frawnberger und Matheis von Karner kommen mit dem Herzog Ludwig in Bayern dahin überein, dass die Ansprüche welche derselbe an ihre Freunde die Turner wegen der Veste Wildenwart und wegen Geldschuld hat, von der Landschaft in Oberbayern entschieden werden sollen. G. zu Wasserburg am Suntag nach des h. Kreutz Tag als es erhöcht ward. Hanns von Seckendorf! zu Brunne, und I-Ieincz von Seckendorlf, sein Bruder, bekennen, dass ihnen Fridrich, Burggraf zu Nuremberg den Zehenten zu Niderndaehstcten zum Pergleins und ihren Theil des Zehenten zum Dorfl'Iins, die sie bisher von ihm zu Lehen gehabt und nun an den Comen- thur zu Virnsperg und den deutschen Orden verkauft haben, gegen Lelienmaehung ihrer eigen Behausung und Baues zu Rospach und ihres Theiles an demselben Dorfe geeignet habe. D. eod. d. (c. 2 S.) Johann Bischof und das Capitel zu Eystet bekennen, dass Ludwig und Johann Herzoge in Bayern ihre Priesterschaft in Bayern, welche in Gehorsam des bisherigen Pabstes Gregor gestanden ist, bestellt haben, nun dem Stift Eystet gehorsam zu seyn wie die andere Priesterschaft dieses Stiftes, und verpflichten sich, diese geistlichen und weltlichen Priester desshalb weder mit Briefen noch Prozessen zu fordern noch sonst härter zu halten. Insbesondere sollen alle Collationes, Prüscn- V 1415 tationes, Provisiones und Wechsel, die bisher im Bisthum Eystet geschehen sind, in Kraft bleiben doch unentgolten der Ordnung des Conciliums zu Costenz und des Stuhles zu Rom. Auch sollen der Bischof Johann zu Eystet und sein Capitel an die vorgenannte Priesterschaft von allen vergangenen bischöflichen Rechten, cs seye Kathedratica, Sinodalia, medii fructus oder andere Steuern die ihnen bisher zugehört hätten, fiirbass keine Foderung haben, und dieselbe Priesterschaft damit unbekümmert lassen. G. an Matheus Abend, (c. 2 Sig.) 22. Seiit. Alban der Wieland verpflichtet sich, den Herzogen Ernst und Wilhelm, welche ihm die Purg- hut zu Vohburg verliehen haben, getreulich zu dienen. Mitsiegler: Ulrich der Edelinan. Zeugen: Hans der Sanderstorffer zu Oedlingen, und Hans Geiger Bürger zu München. G. am Suntag vor Michels Tag. (c. 2 Sig.) 23. Sept. Vor Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Ilirsperch übergiebt Friedrich Schütz dio Rechte, welche er gegen Ulrich den Rigler auf das Dorf Raitenpuch vor dem Weissenburger Forst erklagt hat, an Fridreich von Thortzpach Probst zu Rebdorf, G. des Montags nach Mathei. (c. Sig.) J 25. Sept. Marquart der Gewanfncrsneider am Fischmarkt, Bürger zu Regenspurg, von dem Rath daselbst wegen Ungehorsams und sträflicher Handlung gefangen gesetzt, auf Fürbitte seiner Verwandten und Gesellen aber freigelassen, schwört Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Mittwochs vor St, Michels Tag. (c. S.) » Kralft Miirspeck gesessen zu Puch bekennt, dass er von Grad Ludwig von Oetingen, Haupt- mann in oberen Beyern anstatt des Herzogs Ludwig in Beyern das ganze Gericht über das Dorf zu Pfalsspewnt mit aller Zugehörung, ausgenommen was der Pfclsspewnter Eigen daselbst hat, zu Lehen empfangen habe. G. des nechsten mittwochen vor sant Michels tag dez heiligen Ertzengel (c. S.) 28. Sept. Hainrich von Puchberg, Pfleger auf sand Görgen-Berg ob Passau, welcher von seinem Vetter, Wilhelm von Puchberg, unter Vermittlung der Herrn Jörgen von Aichberg im Moos, Marschalk zu Passau, Pilgrein von Rotaw und Lienhart Schönsfayner die Veste und Behausung Tutling samt dem Markt dabey erkauft hat, verwilliget den Wiederkauf. G. an Sant Michels abent des heiligen Fürst Engels. (c. 4 Sig.) 29. Sept. Fritz der Burggraf zu Geräwt bekennt, dass er des Domprobsts Fridrich Burggraf, des Dechants Götfrid Harscher, und des Domkapitels zu Augspurg guter Freund heissen und sein und mit denselben und deren Leuten und Gütern im Argen nichts zu handeln haben wolle. Mitsiegler; Gorig der Ploss, Bürger zu Augspurg. G. an sant Michels tag nans Willdrer, Probst zu Aytingen, vergleicht sich durch Vermittlung des ehrbaren und vestcn Pauls Aerisinger mit den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bairen wegen der gegen ihn vorgebrachten Beschuldigung, als halte er es mit ihren Feinden , will wegen dieser Sache keinen Hass und keine Ilans Willdrer, Probst zu Aytingen, vergleicht sich durch Vermittlung des ehrbaren und vestcn Pauls Aerisinger mit den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bairen wegen der gegen ihn vorgebrachten Beschuldigung, als halte er es mit ihren Feinden , will wegen dieser Sache keinen Hass und keine 207 1415 Feindschaft und mit den .Herzogen und deren Leuten ohne gütliches Recht nichts zu schaffen haben, ausgenommen im offnen ehrlichen Krieg, auch ihren Feinden in nichts behilflich zu sein, und solche bei sich nicht aufzunehmen. Siegler: Hans von Plinthain der Aellcrc und Crislan der Plycns- pach. D, eod. d. (c. 2 S.) 29, Sept. Hainreich der Diesser verzichtet gegen Wilhalm, Herzog in Bayrn, auf alle seine Rechte an Rauehenlechsperg gegen Entschädigung. Mifsieglcr: Pauls der Acrcsinger. Zeugen: die weisen und vesten Ulrcich Dachauer, und Peter Michelspeck, D. eod. d. (c. 2 S.) 2. Oct. Wilhclmus praepositus, Ulricus decanus, et capitulum ecclesiae Eystetcnsis Johannem de Ilaydegk praepositum ecclesiae Rambcrgensis et ecclesiae Eystetensis canonicum in episcopuin Eystetensem eligunt, et generali concilio Constantiensi supplicant, ut hanc clcctionem ratam et gralam habcat, D. secunda die mensis Octobris. » Erenfrid von Seggendorf Ritter, IJawbtmann des Landfrids in Franken und Beyrn entscheidet hinsichtlich der Misshellungen zwischen dem Domkapitel und den Bürgern zu Freysing einerseits und Hans von Dürrwang anderseits, dass die Sache wegen des an Eberlein Kittel geschehenen Tod- schlnges abgethan seyn, und kein Theil sich desshalb rächen soll. Mitsiegler: Sweygker von Gundelfingen der jüngere, und Hans von Dürrwang. G. zu Eystet am Mitwochen nach Michels Tag. (c. 3S.) 5. Oct. Matheus Schenck zu Tcgningen bekennt, dass er von dem Grafen Ludwigen von Olingen, Haubtmanne in obern Bayrn, anstatt des Herzoges Ludwig in Bayrn, Grafen zu*Martain, den Zehnten zu Anthalmstorf, das Gericht zu obern Hawnstat, das Burgstall und Fischwasser daselbst, das Gericht zu Olingen und die Sparledcr, und was die Kölner von der Herrschaft hatten, zu Lehen empfangen habe. G. am Samptztag nach sand Michels Tag. » Caspar Morspeck bekennt, dass ihm der Graf Ludwig von Octlingen Hauptmann in Oberbayern anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern das Gericht und die Vogtey über das Dorf Morspach verliehen hat. Siegler: Caspar Morspeck. D. eod. d. (c. Sig.) 8. Ocf. Peter Ecker zu Steffnyng verpflichtet sich, dem Herzog Johann in Bayern mit der Veste Stef- nyng welche ihm derselbe verliehen hat, gegen allcrmänniglich getreulich zu dienen. G. zu Sulzbach am Eritag ver Dyonisien Tag. (c. Sig.) 9. Oct. Heinrich Kcschingk, Grafens Günther von Swarzburg, Caplan, Günther Knüttel, desselben Grafen Diener und Rudolff Sachs, Burger zu Nurembcrg, quittiren die Burger des Raths der Stadt Nüremberg, anstatt des genannten Grafen über die halbe Stadtsteuer, nämlich über Tausend Gulden, welche sie am künftigen sanct Martinstage dem Könige Sigmund schuldig werden. G. an sant Dyonisiitag. 1415 Wilhelm vom Wolfstein, Burkhart (1er Reyggersliover und Mertein von Eyb entscheiden hin9. Oct. sichtlich der Misshellungen zwischen dem Domkapitel zu Eystet und den tentschen Ilcrren zu MKssing dass von den Aeckern in dem Felde zu Obernmessing welche in den Zehend zu Nidernmessing \ gehören, der Drittheil des Zehends jährlich den Tuinherren und dem Stifte zu Eystet zugehören, und dass das Gctraide welches dem Pfarrer zu Nidernmessing von den genannten teutschen Herren wird, den Tumhcrren zu Eystet an ihrem Drittheil des Zehends keinen Schaden bringen soll. D. eod. d. (c. 3 Sig.) 10. Oct, Ilartprecht Harschircher zu Zanngwerg bekennt, von der Stadt Rcgenspurg sein jährlich auf St. Gallen Tag fälliges Leibgeding von 200 Gulden erhalten zu haben. G. zu Landshut am Piintztag vor St. Gallen Tag. (c. S ) >) Bruder Chunradt, Abt, und der Convent des Klosters zu Waltsassen, geben ihren armen Mannen, dem Arnnolt und dem Jötz zu Schönnfieht, und deren Erben ein Kaufrecht auf ihrer Oede zu Geyssrat bei Schönnfieht der Art, dass dieselben zwei Zimmer darauf bauen, die ersten 3 Jahre nichts, nach Ablauf derselben aber ihnen jährlich je 5 Gulden, einen Pflug, 60 Eier, 6 Käse und 2 Hühner entrichten sollen. G. des Höchsten Donerstags nach Djonisy. (c. S.) 11. Oct. Herzog Ludwig in Bayern, Graf zu Mortain befiehlt seinem Richter zu Aichach, Eberhard dem Riederer, dass er dem Freysinger Domkapitel die Gilt auf dessen Gütern zu S. Leonhart im Markt, welche wegen geschehener Theilung dieser Güter, einige Zeit mit Arrest belegt waren, wieder ausfolgen lasse. G. zu Ingolstat an freitag nach sant dyonisy tag. 13. Oct. Ilainrich Herzog in Bayern verleiht den Bürgern des Marktes Frantenhauscn seinen Pruckzoll und sein Gasthaus vor diesem Markt, dagegen dieselben die Strasse daselbst leiten und jährlich 10 Pfund Pfenning auf den Kasten zu Tcispach entrichten sollen. G. zu Landshut am Sontag vor S. Gallen Tag. 16. Oct. Ilainrcich und Albrecht die Kräbiczzer geloben, gegen Vlreichen den Murher zu Fliigelsperg nichts Böses zu thun, nach Ausspruch Albrechts und Willialms vom Wolfstain. G. an sand Gallen tag dez hcilligen Abts. (c. 4 S.) 21. Oct. Ulrich von Villenbach bekennt, dass ihm der Graf Ludwig von Oetingen ITauptmann in Oberbayern anstatt des Herzogs Ludwig die Vogtey, das Gericht und den lluthaber zu Hurloch verliehen hat. G. des Montags nach Gallen Tag. (c. Sig ) 22. Oct. Elisabeth von Cleve und von der Marich, verwittwete Herzogin in Bayern, bekennt, dass ihr Sohn, Herzog Ludwig, ihren schwarzen Perlenrock, welcher an die Juden zu Rcgenspurg verpfändet war, um 180, dann 4 Röcke, welche zu Auspurg verpfändet waren, um 300 reinische Gulden ausgelöst habcj endlich, dass ihr Hanns Gumppemperger zu derselben Zeit in des Herzoges Namen 209 1415 g5. Oct. 27. Oct. 29. Oct. 31. Oct. 3. Nov. 4. Nov. zu Ingelstat 50 reinisclie Gulden bar geliehen habe, zusammen 530 rein. Gld., welche »Summe an der Jahresgiilt, die er ihr geschafft hat, abgezogen werden soll. G. zu Ncwburg, am Erichtag nach der aynlif tausent Maget Tag. Die Herzoge Ernst und Wilhelm Gebrüder, welche nach vorläufigem Gesuch beyin Kapitel zu St. Andrä in Freysing auf die demselben zugehörige Kirche in llachingcn einen Kaplan gestellt haben, erklären dass, wenn sie hey Wiedererledigung dieser Kirche, einen andern Kaplan dahin setzen würden, dieses dem Kapitel an seinem gewöhnlichen Zins von gedachter Kirche keinen Schaden bringen soll. G. proxima feria sexta ante festum apostolorum Syinonis et Jude. (c. S.) Chunrad Chamerauer und Ludweig Chamerauer und Eberhart Mistelbek der Jüngere schliessen für sich und die Ihrigen mit Herzog Ludweig und dessen Angehörigen einen bis zum Mittwoch vor dem nächsten St, Marteinstag dauernden Frieden. G. zu Viehausen in vigilia Simonis und Judo apostolorum. (c. S.) Johannes S. Maguntinensis sedis archiepiscopus S. Imperii per Germanium archicancellarius Johanni de Ilaydegk in episcopum Eystetensem electo curam, administrationem et regimen ecclcsiae Eystetensis in spiritualibus et temporalibus recepto corporali juramento fidelitatis et obedientiae debito plenarie committit. D. in Heppenheim die vicesima nona mensis Octobris. Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch vergleicht sich mit den Burgern des Raths der Stadt Nurenberg über die Klagen und Ansprüche, welche er von Landgerichts wegen gegen deren Güter und Habe in der Grafschaft gelegen, erhoben, weil sie den Frawnberger von Prun gebrennt und das Seine genommen und auch weil einer der Ihren böse Vische auf dem Markt zu Nurenberg gehabt, die sie aufs Land führen heissen, dann zu Freinstat verkauft, wovon die Leute krank und siech wären worden. G. an Aller Heyligen Ab ent. Hans Zenger zu Regenstauff Ritter und Tristram Zennger zu Swartzencck bekennen, dass sie mit dem Herzog Ludweig in Bayern und seinen Landen und Leuten bis kommenden Lichtmess-Tag einen siechten getrewen Frieden halten wollen. G. zu Regenspurg am Sontag nach Allerheiligen Tag. Ilainrich von Segendorff zu Abenberg und Margret, seine eheliche Wirthin, verkaufen an Ritter Stephan von Abtsperg, Landrichter zu Nuremberg und Pfieger zu Abenberg ihren Tlicil der Behausung zu Durnmungenaw, den Vorhof, Graben, 3 Weiher etc. Mitsiegler: Hans von Weitersdorff vnd Purkart von Segendorff, ihr Veter zu Abenberg. G. am Montag vor sand Merlestag. (c. 3 S.) Petrus praepositus, Johannes decanus, Petrus, Johannes plebanus, Meinhardus et Mathias, canonici reguläres ecclcsiae conventualis in Bertersgadem ad sacrosanclum concilium Constantiense appellant contra Albertuin Preysinger militem i'risingensis diocesis, qui eertas possessiones in Weydcnpaeh ad praedictam ecclesiara in Bertersgadem pertinentes injuriose occupat. D. die quarta mensis Novcmbris. 27 1415 6. Nov. » !> 8. Nov. 9. Nov. 11. Nov. 16. Nov. 17. Nov. Ludwig, Pfalczgraf by Itine, begehrt, dass die Bürgermeister und Rntlie der Stadt zu Rotenburg vtT der Thuber die vom römischen König an Caspar von Clingenberg überwiesene Reichsstadtsteuer bei Vermeidung des königlichen Unwillens entrichten sollen. D. Constantiae tertia feria post omnium sanctorum. Bruder Arnolt von Sawnsheim, Teutsches Ordens Spitalmeister des alten Spitals zu Nuremberg, verleihet mit Zustimmung Grafen Ludwigs von Wertheim, Coinenthurs des Teutschenhauses zu Nurem- berg, an Wolf Goller einen Kramgaden an sanct Seboltz Kirchhof zu rechtem Erbe gegen jährliche Reichhisse. G. an sant Linhartz abent. Eberhardus, Saltzeburgensis ccclesiae archiepiscopus, praeposito et canonicis monasterii sanctao Felicitatis in Au concedit, ut ecclesiam in Ampffing, cuius ius patronatus ad dictum praeposituin et canonicos dinoscitur pertinere, qoae etiam liactenus per sacerdotem regulärem de canonicis praedicti monasterii in antea regi valeat, ita, quod quotiescunque eandem ecclesiam vacare contigerit, praefatum monaslerium sibi et successoribus suis idoneum sacerdotem regulärem de canonicis ipsius ad eandem praesentent instituendum. D. Saltzburgae quinta die mensis Novembris. (c. 2 S.) Fridrich, Burggraue zu Nuremberg, nimmt die ganze Gemeine und Bauerschaft der zwei Dörfer Pinczwange und Hegnaw gegen ein jährliches Reichniss von 10 Malter Ilabern Rotenburger Maases auf seinen Kasten nach Kolbenberg in seinen Schutz, Schirm uud Versprach. G. am Freitage vor sand Merteinstage. Wernhart und Görg die Walldekger bekennen hinsichtlich des Hofes und Zchends zu Auf- chirchen welchen sie an ihren Vetter Gerhoch den Waldckger Tuinherrn zu Freising um 357 Gulden verkauft haben, dass ihnen ihr genannter Vetter zu einer Besserung noch 166 Gulden zu obiger Summe bezahlt hat. G. am Sampztag vor Marteins Tag. (c. 2 Sig.) Günther, Graf von Swarzpurg, quittirt die Burger des Raths der Stadt zu Nurinberg über die Steuer von 2000 fl., welche sie am sanct Mertenstag dem Könige Sigmund zu entrichten schuldig waren. G. am sente Mertenstag des Bischoffs. (c. S ) Conrad Schencke Herre zu Limpurg belehnt den Pfleger der armen Feldsiechen zu den lieben Herrn sant Lenhardt, der Cappeln zwischen Rotenburg und Gebsadel, mit drei Gütlein zu Gcbsadcl G. vif Samsstag nach sant Martinstag. Vetter Apel und sein Sohn Jorg Vetter bekennen, dass sie für die Schäden, welche sie wegen der Herzoge Ernst und Wilhalm zu Pyburkcli nahmen, bezahlt worden seien. Siegler: Michel der Emendorffer. Zeugen: Michel Amman und Pcrchtold Deufl'prunner. G. am Sonntag nach sand Marteins Tag, (c. S.) 211 1415 18. Nov, Hans Vischer von Ober Kamloch, welchen der Bürgermeister und der ßatli der Stadt Kempten wegen Diebstahls ins Gefängniss geworfen, dann auf den Pranger gestellt und ihm an einem Ohre ein Amiil gethan haben, schwört, wegen der ausgestandenen Strafe nicht llache nehmen und auf 4 Meilen in die Runde nicht mehr an die Stadt Kempten kommen zu wollen. Siegler: Bcntze Rci- chenbach Stattamman zu Kempten. G. an dem nächsten Müntag nauch sant Martins tag. (c. S.) > © © Ql Hanns Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu Hirsperek bestätigt dem Seytz Erlaclicr seine gegen die Gebrüder Thcseres und Hanns Frawnhoffer behabten Rechte und erkennt dass derselbe sich ihrer Güter, besonders der Festen Arnsperch und Egersberg wohl unterwinden und unterziehen möchte. C. zu Gaymershaim des Mitwochen vor sand Kathrcintag. (c. S.) » Derselbe fodert, auf Andringen des Seytz Erlacher von Ilofsteten, den Chorrichter von Eystet auf, die Gebrüder Theseres und Hanns die Frawnhoffer zu Arnspcrek, die schon Jahr und Tag in der Acht sind, nicht aus derselben zu lassen, bis Seytz Erlacher an Hauptgut und Schäden von denselben befriedigt seyn wird. D. ib. et eod, d. (c. S.) 32. Nov. Simon der Glaxsperger, Bürger zu Regenspurg, von dem Rath daselbst gefangen gesetzt, weil er einen unordentlichen Lebenswandel geführt und das Seinigc lüderlieherweise verschleudert hatte, wird auf Fürbitte frei gelassen, schwört Urfehde, verspricht sich eines bessern Lebens beüeissen und seinen Leibgedingsbrief mit Wissen des Rathcs bei einem seiner Verwandten, der Bürger zu Regenspurg ist, aufbewahren zu lassen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G, des Freitags nach Elisabety. (c. S.) 24. Nov. Fridrich, Burggraue zu Nuremberg begnadet die Burger der Stadt zu Vffenheim, dass sie — weil ihnen die Thorwärter, Wächter und andere Gebrechen der Stadt über ihr Vermögen kosten, nicht mehr jährliche Schatzsteuer geben sollen als die bedungene Summe von 120 fl. ihn. Landeswährung, und falls dieses in Zukunft geändert werden wollte, so will er es ihnen drei ganze Jahre vorher verkünden lassen. G. am Suntage vor sand Kathreintag. (c. 1 S.) 30. Nov. Hainrich Rewss von Plawen der Junge, Herr zu Grewtz und Hauptmann zu Pernaw, und Erhärt Rudusch, Bürger zu Eger, entscheiden zwischen Den von Eger einer- und dem Abt Conrad 1 zu Waltsassen andererseite wegen des Halsgerichts zu Albernrewt und Hardeck, dass das auf beiden Seiten bis zu gütlichem Austrag der Sache bleiben und bestehen und beide Theile über einen unterdessen vorkommenden Todschlag gemeinschaftlich und freundschaftlich richten sollen. G. an sand Andreas des heiligen zwelffboten abende. 1. Dec. Herzog Heinrich in Beyrn verbündet sich auf 3 Jahre mit Herzog Albreclit zu Oesterreich, gegen feindliche Angriffe mit 100 Spiessen güten Volks beizustehen, und zwar bis auf 20 Meilen ausser Lanndes, gegen jedermann mit Ausnahme des rüm. Königs Sigmund, Königs Wenzel von 27 * « 1415 4. Dec. » 6. Dec. 5 ) 10. Dec, 13. Dec. 19, Dec. Böhmen, aller Herzoge in Beyrn, und des Burggrafen Friedrich von Nürnberg etc. G. Wien, Sonntag nach St, Andreas. (Ex üb. cop.) llanns Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu I-lirsperch vor welchem Scytz Erlacher von Hofstetten klagt, dass der Chorrichter von Eystett der Aufforderung des Landgerichtsbriefes, laut welchem genannter Chorrichter die Gebrüder Theseres und Hanns die Frawnhoffer zu Arnsperch so lange bannen sollte, bis dieselben ihn in seinen Foderungen befriedigt hätten, nicht nachgekommen sey, erkennt zu Recht, man solle Johannssen Bischof zu Eystet schreiben von Langerichts wegen, dass er seinem Chorrichter gebiete, den Anfoderungen des Landgerichts nachzukommen. G, zu der Freinstat des Mitwochen vor Sand Niclaustag, (c. S.) Lutz Schenk von Sweineinsspewnt anstatt Hansen des Lotterbecken Landrichters in der Grafschaft llirsperg zu Gericht sitzend erkennt und verkündet: Wer ein Aeehter ist und in dem Achtbuch steht, zu demselben mag ein jeder Landrichter wohl greifen in Städten in Märkten wo das ist, und soll ein solcher Aeehter nichts gemessen, weder Friede noch Gclait noch sonst etwas. D. ib. et eod. d. (c. Sig ) Frantz Waler bekennt durch Grafen Ludwig von Otingen, Hauptmann in Obern-Bayrn, anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern, den Turnberg und die darauf stehende Feste zu Treuchshain zu Lehen empfangen zu haben. G. am St. Niclas Tag des heiligen Bischofs, (c. S.) Hainrich Burggraf und Wolf von Grafenegk bekennen, dass sie als Träger der Margaretha von Ricthain, Franczen Walers Hausfrau und für dieselbe den Cappelberg zu Trewchshaim von Herzog Ludwig, Grafen zu Mortain und durch Grafen Ludwig von Otingen, llauptmann in obern Bayrn, zu Lehen empfangen haben. Siegler: obige Hainrich und Wolf, D. eod. d. (c. S.) Hanns Fueger bekennt für sich und seine Hausfrau, dass sie für die Schäden, welche sie wegen der Herzoge Ernst und Wilhalm zu Piburkch nahmen, treulich bezahlt worden seien. G. am Erchtag vor sand Lucie Tag. (c. !S.) Johann Landgraf zum Leuchtenberg verleiht der Stadt, welche sein Anherr Johann an dem Berge vor der Veste Neuhaus an der Naab gebaut hat, die nämlichen Rechte welche die Stadt Pleyenstein hat, und ertheilt allen Leuten die von Geldschulden, erbar Veintschaft und Todsclilegen dahin kommen und daselbst wohnen werden, Freyung und Sicherheit, so dass sie ihren Schuldigem von Tag zu Tag gelten und mit ihren Feinden sich vereinigen. G. an Lucie Tag. Fridrich von Loubenberg Abt und der Convent zu Kempten bekennen, dass die 26 erbern Mannen, welche ihnen Hanns der alt Koler von der alten Burg zu Bürgen gesetzt hatte, die 200 Pfund Haller richtig bezahlt haben, welche dem Bischof und seinem Gotteshause verfallen waren, da genannter Koler die Punkte und Artikel, welche er bey seiner Entlassung aus dem Gefängnisse 213 1415 19. Dec. 83. Dec. 86. Dec. 28, Dec. beschworen, nicht gehalten hatte. Siegler: der Abt Fridrich und der Convent. G. an dem nechsten Donrstage vor Wihenniiehten, (c. 2 S.) Albrecht von Eglofstein zu Tunfeit und Wolfhart, sein Sohn, verkaufen an Ritter Steffen von Absperg ihre Behausung und Hofstatt in der Vorstadt zu Abenberg, welche von Fridrich, Burggrafen zu Nürnberg zu Lehen gehet, für eine unbenannte Summe. G. ain Donerstag vor sant Thoinastag, (c. S.) Perchtold Deuffprunner, genannt der Sturm, bekennt, dass ihn die Herzoge Ernst und Wilhalm für alle die Schäden, welche er wegen derselben zu Piburkch und in der Awer und Ekgär Kriege nahm, gänzlich bezahlt haben. Siegler: Chunrad der Gloxsperger, Bürger zu Lanczhuet. Zeugen: Pauls der Arnsinger und Ulreich der Edelman, Pfleger zu Voburkch. G. am Montag vor dem Weinacht-Tag. (c. S.) Heinrich Herzog in Bayern verkauft an seiner Gemahlin Hofmeister Caspar den Waller die Veste Pruggberg sarnmt Zugehiirungen, dann den Sedel und die Taferne zu Westermos. Zeugen: Alban Closner zu Gern, Hardprecht Harskürcher zu Zangberg und Wilhelm Alieimer zu Wildenau. G. zu Burkhausen an Stephans Tag des li. Marterers. Frik Stengel Burger zu Kempten, welcher in Peter Wyssen Haus den Clauss Gaisshuser weiland Rathsknecht zu Kempten unverschuldeter Sache erstochen, schwürt dem Bürgermeister und Ratlie zu Kempten, in den nächsten 8 Tagen von obengenannter Vnzuclit und Fräfelin wegen zu Besserung und Busse 4 Pfund Häller zu geben j thäte er das nicht, so sollte er unverzüglich aus der Stadt gehen und dahin nicht wieder zurückkehren, bevor er nicht obige Strafe gezahlt hätte. Siegler: Bentz Richenbach Slattamman und Hainrich der Pfender Bürger zu Kempten. G. an der Kindlin tag In den Wihennechten. (c. 2 S.) I :-:s m iiH'l.if W f :4h |: ' J. 1/ m •%’m kft 'V4'■ 1416 4. Jan, 6, Jan. 8. Jan. ■! 18, Febr, 19. Febr. »5. Febr. 219 der Mairhover in der Purg, derzeit zu Straubing. G. am Mittwoch vor St, Valentinstag des hl. Märtyrers. (c. 2 S.) Ilainrich Herzog in Bayern ertheilt den Bürgern des Marktes zu Frantenliausen die Gnade, dass dieselben jedem Gast oder Kaufmann auf 3 Tage in ihrem Markte Geleit geben mögen, dass jeder der die 3 Jahrmärkte daselbst besucht 8 Tage zuvor und 8 Tage darnach Sicherheit und Freyung haben soll, und dass die genannten Bürger vom Pfleger oder Richter zu Tcispacli nur um Händel die die drey Sachen und den Tod betreffen gen Teispach gefodert werden können. D. eod. d. Chunrat der Oberndorffer, Bürger zu Lantzhut, gibt Erhärten von Asch seine Tochter, Engel, zur Frau und dazu als Heirathgut 300 ungerische Gulden und einen Vicrtel-Antheil an Charl des Sigel Haus in der Neustadt, wogegen seine Tochter von ihrem Mann 400 neue ungerische Gulden und 100 Gulden derselben Münze als Morgengabe erhält. Wenn eines der beiden Eheleute im ersten Jahre kinderlos sterbe, so soll die Hälfte vom Heirathgut desselben dem Ueberlebenden zufallen, die andere Hälfte aber den nächsten Erben hinausbezahlt werden, dagegen bei dem kinderlosen llintrittc eines der beiden Eheleute nach dem ersten Jahr dessen ganzes Heirathgut dem Ueberlebenden verbleiben, seine Tochter aber über ihre Morgengabe von 100 Gulden nach Belieben verfügen können ) und ererbte Kinder bei dem kinderlosen Tode des einen Theils den nächsten Erben und Verwandten anheimfallen. Siegler: der Bruder des Ausstellers, Peter der Oberndorffer, Kamerer zu Lantzhut, und Chunrat der Spannage], Bürger daselbst. D. eod. d, Martinus, papa, abbatissam et conventum monasterii sancti Jacobi in Monaco ordinis sanctae Clarae cum Omnibus bonis sub beati Petri et sua protectione suscipit omnesque eisdem libertates et immunitates neenon c-xemptiones saecularium exactionum contirmat ac communit. D. Constantie duo- decima ante Kalendas Martii Pontiflcatus sui anno Primo. Vor Alfman Kemnater Landrichter zu Sultzbach, auf dem Landgerichte zu Lawff klagt Johannes Schöngrasser Landschreiber zu Sultzbach von wegen des Herzogs Johannsen auf die Vest lleicheneck mit allen Zugehörungen um 100 Mark Silbers, weil Hanns von Abbsperg, der diese Feste hat, in des Herzogs Herrschaft, Ilalsgericht und Wildbann zu Ilersprugk greift — ferner um 1000 Mark Silbers und dazu 100 Mark Silbers Schäden, weil die Vest Liebeneck, die des Herzogs offen Haus ist und von ihm zu Lehen rührt, zu rechter Zeit nicht vom Herzoge zu Lehen empfangen, desswegen dem Herzog wieder ledig geworden ist und jetzt von genanntem Abbsperger dem Herzog mit Gewalt vorenthalten wird. Es wird zu Recht erkannt, dess der Herzog genannte Veste Reicheneck so lange inne haben, nutzen und niessen solle, bis er der genannten Summe Ilauptguts und der Schäden gänzlich ausgerichtet ist. G. Am nächsten Mitwochen nach sankt Valentini Tag des heiligen Martrers. (c. S.) Hanns der Weygel zu Stolzenegke verkauft dem Grafen Eczel zu Orttenberg seine Veste Emerschirchen zwischen Lanndaw und Dingolfing auf der Yser gelegen mit Gericht, Herrschaft Dörfern, Gülten und allem Zubehör wie dieselbe von Ilainrich Puchperger käuflich an ihn gekommen 28 * 220 1416 26, Febr. ii ii 7 . März j> 8. März ist. Siegler : Hanns der Weygel zu Stolzenegkc, sein Aidem Ilanns der Grawl zu Newnburkch und Fridrich der Stitigelliaimer zu Turenteining. D. an St. Mathias Tag des h. z^velfpoten. (c. S.) Hans Loterpeek Landrichter in der Grafschaft Hirsperch erkennt, dass des Hans Lüdwacher von Pleinfelt Güter ober Pleinfelt sammt der Prüchselsmül, in des Bischofs von Eystet Vogtey und Gericht zu Sandsee gehören, und dass des Liidwaeliers Leute die im Gericht Sandsee gesessen sind, vor ein sicchts Dorfrecht zu Pleinfelt gehen sollen. G. des Mitwochen nach Mathie. (c. Sig.) Elspet die Prukknerynn, des Reichen Fürär Tochter von Chamb, vor dem Rath zu Regenspurg wegen grosser Vergehen und schwerer Anklagen gefangen gesetzt und zum Tode verurtheilt, auf Fürbitte der Chorherren des Domkapitels zu Regenspurg und Anderer aber begnadigt und freigelassen, schwürt Urfehde und wird auf 6 Meilen von der Stadt verbannt. Siegler: Peter der Maller, Schult- heiss zu Regenspurg. D. eod. d. Ilanns Loterpeek, Landrichter in der Grafschaft Hirsperch, erkennt in der Streitsache zwischen Ulrich dem Sturtzmeczz, Müller unter Waltersperg, und dem Abte Jorg zu Kastei, den Verkauf eines Erbes auf einem Gute zu Fokkental betreffend, zu Recht: dass der Sturtzmeczz obiges Erbe wohl einem Genossen auf dem Lande verkaufen kann, aber nicht in eine Stadt und über Zins, ohne des Abtes Willen und Wort. G. zu dfem Stain, eod. d. Cuncz Lesch und Cristin, seine eheliche Hausfrau verstatlen Fridrich, Burggrafen zu Nurem- berg die Wiederlösung des für 1700 11. an sie verkauften und auf die Stadt Onelspach verschriebenen Leibgedings von 200 11. in jedem Jahre, wann er wolle. Mitsiegler: Hans Sporlin, Burger zu Rotem- burg. G. am Sampstag vor dem weissen Suntag (c. 2 SO Caspar von Klingenberg zu der llohentwile bescheint den Bürgermeistern und Rüthen der Stadt zu Rotenburg vff der Tuber den Empfang der am vergangenen sant Martinstag fälligen gewöhnlichen Reichs-Stadtsteuer von 400 11., welche ihm König Sigmund überwiesen hatte, G. am Samstag vor dem Suntag Invocavit in der Vasten, (c. S.) Johann, Landgraf zum Leuchtenberg, Graf zu Hals und Jörg der Junge Landgraf zum Leuchtenberg verkaufen ihr zum Kloster Juederalteich lehenbares Schloss und Veste Engelsperg samt Gericht, Herrschaft, Erbaigen, Hofmark und aller Zugehörung um vier tausend vier hundert Gulden ungarisch an ihren Oheim, Herrn Etzel, Grafen zu Ortenberg. G. am Sonetag Invocavit, in der Vasten, (c. S.) Dieselben , welche das Schloss und Veste Engelsberg mit Zugehörung an ihren Oheim, Hern Etzel, Grafen zu Ortenberg verkauft haben, während solches dem Andrä Schwarzensteincr um drey tausend drey hundert Gulden versetzt war, weisen diesen der Wicderlösung halber an den neuen Eigenthümer. D, eod. d. (c. S.) ! 221 1416 8, Mürz 9, März 10. März 16. März 18. März 20. März 21. März Wernbart Waldegkär bekennt, dass seinem Bruder Jörg dem Waldegker gemäss der Theilung ihres älterlicken Erbgutes die Veste und Behausung Wallenburg, 2 Taferncn und ein Hof zu Muespach, 1 Taferne zu Sliers, die halbe Gült von der Taferne zu Wernsmül und der Fischgang der Alten an der Prugk zu Sliers zugefallen scy, dass sie aber beyde ihr Federspil und Wildbann, die 2 Jahrmarktzölle zu Muespach, die Fischrechte zu Sliers, ihre 2 Häuser zu Muespach, den Vogthaber und die Gefälle ausserhalb der Gerichte Wallenburg und Waldeck gemeinschaftlich haben, und für diese beyden Gerichte einen gemeinschaftlichen Richter halten sollen. Ihre Lehen soll der älteste Waldegker verleihen und eben so der älteste Waldegker das Kammermeister-Amt zu Freysing vom Bischof daselbst zu Lehen empfangen. Siegler: Wernhart Waldegker. D. eod. d. (c. Sig.) Johannes Maguntinensis sedis arcliiepiscopus Alberto Bambergensis ecclesiae episcopo auctori- tatem committit, ut adjunctis duobus vel tribus episcopis Johanni electo et confirmato Eystetensi munus consecrationis imponant. D. in oppido Hanow die nona mensis Marlii. (c. Sig ) Ritter Wilhalm von Bebenburg zu Burlaswaben bekennt an seiner Schuldfoderung von 800 Gulden, die er an die Herzoge Ernst und Wilhalm zu machen hat, zu den 300 Gulden die er schon im vorigen Jahr von Ulrich Edelman, Richter zu Vohburg, im Namen der Herzoge erhalten hatte, von ebendemselben neuerdings 300 Reinische Gulden erhalten zu haben. G. am Erchtag in der ersten Fastenwoche, (c. S.) Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern, geben dem Convent des Gotteshauses zu Fürstenveld Steuerfreiheit auf den Hof zu Ailingen im Starenberger Gericht, den Fridreich sei., Pfarrer zu Zell, dem Kloster zu einem Jahrtag für sich und Ludweig Grans und zur Verbesserung der Sieckenpfründc alldort vermacht hatte. G. zu München am Montag nach St. Gregorien Tag. (c. 2 S.) Hanns von Rosenberg, Ritter und Elspet seine Gemahlinn beurkunden, wie ihre von Parzefal und Tristram den Zeugern, Gebrüdern, um sechstausend Gulden überkommene Pfandschaft llilpoltstain, Veste und Stadt, der Reichserbmarschall Haupt zu Pappenheim, Bruder der obigen Eisbet, um gleichen Kaufschilling an sich gelöset hat. G, an dem nächsten Mitwochen nach dem Suntag in^der Vasten als man singet Reininiscere. (c. 2 S.) Martein der Wirth von Oberhausen vergleicht sich wegen der Beschuldigung, als habe er Feinde der Herzoge Ernst und Wilhalm in Bayern beherbergt und bewirthet, mit diesen unter der Vermittlung Hanns des Holtzhaymer, und verspricht Zeit Lebens Feinde obiger Herzoge nicht zu bewirthen. G. am Freitag vor dem Sonntag Oculi. (c. S.) Vlrich Fogellin Bürger zu Mindelheim, welchem Herzog Vlricli zu Tegge, dessen eigner Mann er ist, erlaubt und gegönnt hat zu wyben, Burkrecht zu haben und Bürger zu seyn zu Mindelheim, gelobt demselben mit einem Eide, dass er weder in einer andern Stadt Bürger werden noch auf das Land hinter andere Herrschaft sich setzen wolle, und dass nach seinem Tode dem Herzoge und 222 1416 21. Mürz 22. März » H 23. Mürz seinen Erben Fall und Hauptrecht von ihm werden solle. Gesiegelt mit dem grossen Siegel der Stadt Mindelheim. G. An Sankt Benedicten tag in der vasten, (c. S.j Die Bürgermeister, der Rath und die Burger der Stadt zu Rotemburg vif der Tawber machen sich verbindlich, den mit Peter Wiczig, Caplan der aus der alten Judenschule in der Stadt Rotemburg erbauten Kapelle, abgeschlossenen Vertrag über das in dieser Kapelle fallende Opfer, weshalb er sie vor das heilige Concilium zu Costencz geladen hatte, getreulich halten zu wollen. G. am Sampstng vor dem Suntag als man singet Oculi in der Vasten. Chunrat der Muraher der Herzoge Ernst und Wilhalm Hofmeister erkennt, dass Jörg der j Waldegker die 100 Gulden , welche er dem Chunrad Poclc wegen Versuch des Entweichens wider ■ Recht abgenommen hat, wieder zurückgeben, übrigens seiner Rechte auf Chunrad Poclc als seinen | eignen Mann geniessen soll, als zu Oberbayern Recht ist. G. am Suntag Oculi. (c. Sig.) | Chunrad Ymmendorffer, von Herzog Ludwig wegen einiger Vergehen gegen dessen Land und | Leute gefangen gesetz^ vergleicht sich mit demselben, wird freigelassen, schwört Urfehde, und ver- | spricht allenfallsige Ansprüche an denselben nur auf dem Wege Rechtens geltend zu machen, ihn zu | warnen, wenn er höre, dass der Herzog zu Schaden käme, und sich bei allenfallsiger Uebertretung j eines der beschworenen Artikel nach geschehener Aufforderung alsbald zu stellen. Mitsiegler: YVil- ' halm vom Wollfstain, D. eod. d. (c, S.) Friedrich von Tortzbach Probst zu Rebdorf und Heinrich von Bopfingen des Bischofs von Eystet Hofmeister erklören, hinsichtlich der Ansprüche welche Heinrich von Apsperg von wegen seines seligen Vaters Hans von Apsperg an den Bischof Johann zu Eystet gemacht hat, sey ihnen nichts anderes kund, als dass der selige Hans von Apsperg auf ein Jahr des seligen Bischofs Friedrich Diener geworden sey aber am Ende des Jahres erklärt habe, die Burkhut von jährlich 4 Mut Korn und 4 Mut Haber sey ihm zu klein, und würde dieselbe nicht gebessert, so wolle er nicht dabcy bleiben. Betreffend die Foderung, welche Heinrich von Apsperg wegen eines Pferdes macht, welches seinem seligen Vater bey dem Bischof Friedrich abgegangen scyn soll, erklären sie, dass sie hierüber nichts wissen. D. eod. d. (c. Sig.) Ernst und Wilhnlm Herzoge in Bayern widerrufen das Halsgericht, das sie ihren Städten Geisenvelt und Hohenwarth gegeben, zu richten um Erb und Aigen — auf die Bitte des Markts Pfaffenhofen. G. zu München Suntag als man singet Oculi. Elisabeth, Burggräfln zu Nuremberg saget Wyricli von Trewtling, Ritter, von der geführten Rechnung — für sie und ihren Herrn Gemahl — quitt, ledig und los. Zeugen: Erenfrid von Seckcndorff, Hofmeister vnd Fridrich Sesselmann. G. zu Onolczspach am Montag nach Oculi in der Vasten, (c. S.) 223 1416 29, März 4. April ?■ April j Die Herzoge Ernst und Wilhalm geben den Juden zu München, auf ihre Bitte und gegen Entrichtung von 4 ungerisclien Gulden jährlichen Zinses zu Martini, welcher Zins auch nicht erhöhet werden soll, einiges Erdreich zu einem Freythof bey dem Berg zwischen Mosaeli und dem Rennweg. G. zu München an Suntag do man singet Letare in der Vasten, (c. 2 S.) Sigmund, römischer König, ertheilt den Juden in den Reichsstädten Nurembcrg, Nördlingcn, Windsheim und Weissenburg, seinen Kammerknechten, aus besonderer Gnade und zum Schutz vor ihren Leidigem folgende Freiheiten und Rechte: Niemand, weder Er Selbst, noch Jemand Anderer soll von Ihnen, ausgenommen die gewöhnliche jährliche Judensteuer, eine Bethe oder Steuer ohne ihren guten Willen nehmen oder heischen ; Niemand darf ihnen ihre Schuldner entrücken, diese ledig sagen oder dergleichen Satzungen machen , nur vor den Gerichten der Städte und Orte in welchen sie sitzen und die ihnen ohne Verzug Recht zu thun haben, kann man sie belangen, nicht vor des Reichs Hof- oder Landgerichte laden; von ihren zollbaren Waaren soll man an Stätten da Zölle sind die vom Reiche rühren, nicht mehr Zell nehmen, als von Waaren der Christen, von ihrem Leibe aber keinen Zoll; Geleite darf ihnen nicht aufgedrungen, nicht mehr dafür als von Christen verlangt werden; werden sie in Kriegen zwischen nerren und Städten gefangen, so sollen sie als in die königliche Kammer gehörig nicht für dieselben Pfand seyn, selbst der König und das Reich werden sie im Falle eines Angriffs nicht als Pfand hingeben; die von ihnen an die Herrschaften und Städte, in welchen sie sitzen jährlich abzureichenden Zinse dürfen nicht gehöhert werden, bezüglich der Ausleihung ihres Geldes hat es beim alten Herkommen sein Verbleiben, Niemand darf ihnen desshalb eine neue Satzung machen; Reichsfürsten und Städte, welche die eingesessenen Juden zum Nachtheile der königlichen Kammer vertrieben haben, sollen und mögen sic wieder aufnehmen, nach altem Herkommen; Briefe, welche von ihm dem Könige Jemanden über einen oder mehrere Juden oder deren Habe gegeben worden wären oder gegeben würden, sollen kraftlos seyn, ausgenommen das, was sie ihm von des Reichs wegen zu thun pflichtig sind; Judenkinder, die noch zu jung um zu wissen, was gut oder böse, dürfen nicht mit Gewalt zu Christen gemacht werden; zur Handhabung und Schirmung dieser Freyheyten, Rechte und Gnaden wolle er der Jüdischheit in allen Städten, Märkten und Orten, wo sie es begehre, eigene Richter setzen, die nach des Reichs-Hofgerichts-Recht zu richten haben, gleichwie er bey einer Pön von 50 Mark löthigen Goldes in die königliche Kammer allen Fürsten, Herrn, Städten, Amtleuten und Untcrthanen gebiete, die Juden, seine Kammerknechte, bei den ertheilten Freyheiten und Gnaden ungeirrt zu belassen und zu schirmen;' dagegen sollen hinfüro alle und jegliche Juden und Judinen, die ihr selbst Gewerb und Geniessen haben, von aller ihrer fahrenden Habe, ihre Kleidungsstücke, Leibeszierden und Hausgeräthe ausgenommen, bey Verlurst aller jener Freyheiten, Rechte und Gnaden, jährlich den zehenten Pfennig in die königliche Kammer zu entrichten pflichtig seyn, halb an S. Walpurgis- halb an S. Michels-Tag. Die Kraft dieses Briefes erstreckt sich von dato desselben an auf drey Jahre. G. zu Paris, an S. Ambrosiitag. (c. S.) Hanns der Rietenburger von Grätzz von dem Rath der Stadt zu Regenspurg auf die nächsten 10 Jahre als Mitbürger aufgenommen, verspricht das erste Jahr eine Ärmst, die andern 9 Jahre halbe 224 1416 7, April 8. April 11. April 12. April 20. April 23. April Steuer zu zahlen und zu Regenspurg zu sitzen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regens- purg. G. dez Eritags nach Judica in der vastten. (c. S.) Johannes, Bischof zu Eystet macht sich gegen Johannes und Fridrich, Gebrüder, Burggrafen zu Niiremberg, seine Oheime, verbindlich,, ihnen, so lange er Bischof seyn und bleiben werde, wider Jederman — ausgenommen Sigmund, den römischen Kaiser, und Johannes, Erczbischof zu Meincze— in Kriegen und andern Nöthen helfen zu wollen. G. zu Swabacli am nechsten Mitwochen nach sand Ambrosientag. Ilerman, Bischof zu Freysing verleihet das hochstiftliclie Ilolzamt mit aller Zugehörung an seinen bisherigen Kastenschreiber zu Freysing, Jörg Achtter, gegen die bisherige Ueichniss an das bischöfliche Kastenamt und unter dem Bedinge, dasselbe ohne Genehmigung Niemanden zu verkaufen. G. ze Czili an Mitichen vor dem Palmtag. Peter von Eppingen zu Nidern Lammitz verspricht den Burgern des Raths der Stadt Nurem- berg Nickel Langen bis künftigen Johannistag entweder lebendig für 800 fl. oder todt für 250 fl. überantworten zu wollen, und solle er nach Erfüllung seines Versprechens auch auf zwei Jahre gegen den gewöhnlichen Sold mit einem Diener sammt zwei Pferden in ihren Dienst aufgenommen werden. G. am Samstag vor dem Palmtag in der Vasten, (c. S.) Rudolf der Preysinger der Aeltere zu Wollnzach und Rudolf der Jüngere Preysinger, sein Sohn, eignen für sich, ihre Mutter, Anne die Preysingerynn, und ihren Sohn und Bruder, Chunrad den Preysinger, Klara der Potsclinerynn, Ilanns Pötschners, Bürgers zu München, sei. Wiltwe, zwei Wiesen, den Anger zu Stockdorf, drei andere Wiesen daselbst, den Hof zu Mänhartzhofen und die Huben zu Pfaffenhofen bei dem Parsperg, um eine Summe von 26 neuer Ungerischer Gulden, G. an dem heyligen Palmtag. Conrad, Herr zu Winsperg Reichserbkammermeister, schickt der Stadt Regensburg die Abschrift seines an die Stadt Kölln wegen Begünstigung zweyer an dem Mord einer Frau und eines Kindes schuldigen dortigen Juden ergangenen Feindschafts- und Absagebriefs mit dem Ersuchen, dass die Regensburger allen Verkehr und Gemeinschaft mit den Köllnern einsweilen aussetzen möchten. G. feria secunda post festum Pasee. Die Herzoge Ernst und Wilhelm erlauben Joseppen, des Juden Selikmanns Sohn, mit seinem Protgesind in München zu sitzen und zu wohnen gegen jährlich zu entrichtende fünf ungarische Gulden. G. zu München an sand Jiirigen tag. (c. 2 S.) Johann und Georg, Landgrafen zum Leuchtenberg, verkaufen ihre zwey Schlösser Reichenstein und Schönsee mit allen Wäldern und Hölzern, Wiesen und Ackern, Lehenschaften und Gerichten und 225 1416 23. April 28. April 1. Mai 5. Mai allen Zugehörungen, wie solche Schlosser ihre Aeltern an sich gebracht haben, wiederkäutlieh binnen zwey Jahren an Thobias von Waldaw um sechstausend Gulden weniger aclizig. I). eod. d. Heinrich Nothaft zu Wernberg, Viczdom in nidern Beiern, als Ortman, Hanns vom Degenberg, Viczdom zu Amberg, Fridricli Awer zu l’rennberg, beide von Seite der l’arsperger, Ernfried von Seckendorf, Hauptmann des Landfriedens in Franckcn, und Hanns Stander zu Ernuells, von Seite der Wolfsteiner, schlichten den Streit zwischen den vesten Wcrnhern und Ilannsen den l’arspergern und ihren Brüdern eines, dann Wigelcis vom Wolffstcin andern Theils, wegen 600 Vngerischen Gulden Morgengab, die Wigelois vom Wolffstcin von seiner Hausfrau Margarelh, der obgenannten l’arsperger Schwester, für seinen Sohn angefallen sind, und auf welche auch die L’arsperger Anspruch machen, also, dass der Wolfsteiner den Parspergern diese 600 Gulden bezahlen, diese aber dem Wolfsteiner einen Quittbrief über die 500 Gulden Morgengab geben sollen, welche er von seiner Frau erhalten hat ; ferner sollen die 2000 Gulden lleirathgut, die Wigeleis von Wolfstein inne hat, von den Parspergern erfordert werden, nach dem Rechte desjenigen Landes, in welchem beide Theilc gesessen und geerbt sind. D. eod. d. Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern bekennen, Nicklasen dem Westcrdorffer zwey hundert und vier und achtzig guidein, new unger., die gut an gold sein, schuldig zu seyn und weisen demselben diese Summe auf den halben Brückenzoll zu Aybling und auf dem dazu gehörigen Holze genannt Prugkloch an. G. am Erichtag nach sand Jorigen tag. Bürgermeister, Rath und Bürger der Stadt zu Giengen machen bekannt, dass Katherina Wagnerin in ihrer Stadt eine neue Klause gestiftet und dabei eine Kirche angefangen habe, dass aber gar vieles zur innern Vollendung und Einrichtung noch fehle, und bitten alle weltliche und geistliche Herren und Leute, zu denen ihre Boten mit diesem Briefe kommen, um ein Almosen für die Klause und Kirche. G. an sant Philippen vnd sant Jacoben der hailigen zwelifbotlen tag. (c. S.) Vor Wilhalm vom Wolfstain zu der Soltzburg, zu Gericht sitzend anstatt Hannsen des Loter- peckcn, Landrichters in der Grafschaft zu Uirsperch, übergibt derselbe Hanns Lolerpeck an Herzog Ludwig in Bayrn Gerichtsbrief und Rechte auf 1000 Mark Silber Schäden und Beschädigung, welche er auf aller Hab und Gut des Thesercs des Frawnhoffers, besonders auf dessen Veste Arnsperch beliabt hat, darum dass genannter Frawnhoffer Elspeten die Lüngenmairinn von Ingolstat, die Geleit hatte nach Landgerichts Recht, gefangen genommen und auf Aufforderung des Landgerichts dieselbe nicht loslassen und das Ihrige ihr ausliefern wollte. G. zu Gaymershaim des Eritagz nach sand Walpurg- tag. (c. S.) Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Uirsperch erkennt, dass Herzog Ludweig in Bayrn gegen I’artzifall und Dristrain die Zenger zu Swartzeneck 1000 Mark Goldes Beschädigung auf derselben Güter in der Grafschaft Uirsperch und auf ihre Pfandschaft der Veste und Stadt Ililpolt- 29 226 1416 5. Mai 5 > 6. Mai 8. Mai slain mit den Rechten behabt hat, weil demselben Herzoge die Oeffnung der genannten Schlösser verweigert worden ist. D. eod. d. (c. Sig.) Vor demselben übergibt Elspet die Lungenmairinn von Ingolstat an Herzog Ludwig in Bayern Schirmbrief und Recht auf 200 Mark Silbers Schäden und Beschädigung, welche sie auf alle Rabe und Gut Theseres des Frawniioffers behabt hat, weil derselbe sie ungeachtet der Freiung des Landgerichts gefangen und das Ihrige aus ihrem Hof und Gut zu Pfaldorf räublich genommen hat, D. eod. d. (c. S) Vor demselben übergibt Seytz Erlacher an Herzog Ludwig in Bayrn alle die Rechte, welche er am 20. November 1415 vor dem Landgerichte zu Ilirsperch gegen die Gebrüder Theseres und Hanns die Frawnhoffer auf ihren Festen zu Arnsperch und Egersberg um 1000, dann 100 und wieder 100 Mark Silber Beschädigung erklagt hat. D. ib. et eod. d. (c. S.) i Seitz Erlacher von Ilofstcten, welcher vor Hanns Loterpech Landrichter in der Grafschaft zu i Ilirsperch mit den Rechten erlangt hat, dass, wenn der Bischof von Eystet und sein Chorrichter der [ an sie ergangenen Aufforderung die Frawnhoffer nicht aus der Acht zu lassen, nicht nachkonuneu ; würden, auf des Gotteshauses zu Eystet Güter geklagt werden sollte, erklärt, dass er diese erklagten Rechte dem Herzoge Ludwig in Bayern überlässt. D. eod, d. Cc. S.) j i Altman Kemnater, Landrichter zu Sultzbach, entscheidet die Klage Albreelit Rornsteters, Schult- I heissens zu Newenmarkt, Namens des Gotteshauses zu Piihcll, auf den Symanshof und auf Alles, was das Neuspital zu Nurembcrg in der Landschranne liegen habe, wegen Beschädigung von 200 fl. durch Purckhart Stoll, Vicar im Neuspital zum h. Geist in Nuremberg, welcher die Güter des Pühcller Gotteshauses zu Niedervornstat wider Billigkeit und Recht vor das geistliche Gericht ziehe — da I doch die Klage Grund und Boden berühre und also in der Herrschaft und dem Landgerichte Recht genommen werden müsste — dahin, genannter Vicar solle von der Klage vor geistlichem Gerichte, die er der Verantwortung des Spitalpflegers Llerdegen Valzner gemäss ohne dessen Wissen und Willen i angefangen, »blassen und sich mit dem Rechte vor dem Landgerichte, in welchem die Güter liegen, begnügen, wo nicht, so soll man ihn vom Spitale entlassen. G. zu Hersprugk am Mitwochen nach sand Walpurgentag. Fritz Stör, Forstmeister zu Vilseck bekennt, dass sein Haus und Hofstatt zu Vilseck hinter dem Spital allein auf seine Lebensdauer durch den Bischof Albrecht zu Bamberg von Steuer, Bete, Wacht und Fron gefreyet worden, (c. S.) Hanns Hofer zum Trukkenstain überlässt seiner Stewffmuter Margreten der Vtclhofarin sein Dorf Weinrcwt auf der Pfreimd gelegen, um anderthalb hundert Pfund Amberger Pfenning mit dem Vorbehalte der Wiederlösung. Mitsieglcr: Ortlieb der Zenger zum Zangenstain und Stepfan der Iloffer zu Herising. G. dez Freitag nach dez heiligen chreuztag als es gefunden ward. (c. S.) 227 1416 10. Mai 18. Mai 26. Mai 30, Mai 4 . Juni 6. Juni Erhärt Abt zu Seeon, Symon Abt zu Eberspcrg, Chunrat Abt zu Rot, Johann Abt zu Atel^ Hans Layminger, Giirg Frawnberger von Hochenburg, Jörg Gurappenberger, Ludwig Graf zu Octingen Ifauptmann, Hans Gurapenberger Marschalk und Wieland Swelher drey herzogliche Räthc, Hans Tengk Rath und Kammrer und Ulrich Vischer von Ingelstat, Ott Lanntel und Niclaus Munssmaister Riithe zu Wasserburg, Conrad Ivroppfel Rath zu Ratemberg, Hans Pfister Rath zu Kitzbüchel, Thornan an der Prugk Rath zu Kufstain, Wilhelm Westendorffer und Stephan Premier Riithe zu Aichach, Chunrat Landirgot und Sigel Vischer Riithe zu Schrobenhausen, Andre Grabmair und Rerchtold Ledrer, Riithe zu Newnburg, und Clas von Puch und Ilainreich Segensraid Riithe zu Rain bestätigen, dass die Turner dem Herzog Ludwig in Bayern hinsichtlich seiner Ansprüche auf Wildenwart vor der Landschaft zu Ingolstat das Recht verweigert haben. Siegler: Ludwig Graf von Oetingen von wegen der Prälaten und der Ritterschaft, und die Bürger von Ingolstadt von wegen der Städte und Märkte, G. zu Ingclstat am Suntag Jubilate, (c. Sig.) Ulin Frömderknab und Hans Weber, die der Herzoge Ernst und Wilhelm in Baygern Land und Leute angegriffen und beschädigt haben sollten, jedoch durch den edeln und vesten Ritter Cunrat von Fryberg zu Aschow, ihren Herrn, mit den Herzogen ausgesöhnt, versprechen künftig deren Land und Leute auf keine Weise, ausser im offnen ehrlichen Krieg zu beschädigen. Siegler: Hans Gräter der ältere und Hans Vochentzer, Stadtammann zu Bibraeh. G. an dem nächsten Montag vor St. Urbans des hl. Pabsts. (c. 2 S.) Walthasar Muraher zu Egersperg verpflichtet sich, dem Herzog Ludwig in Bayern, welcher ihm die eignen Güter des seligen Hans Jägermeister eingeantwortet hat, die nächsten 3 Jahre zu dienen und besonders die Pfändung und das Haus Egersberg zu aller Nothdurft offen zu halten, ausgenommen wenn die Herzoge Ernst und Wilhalm eignen Krieg hätten, oder wenn Kaspar der Fraunhofer, der ihm genanntes Schloss versetzt hat, eignen Krieg hätte, G. am Jrchtag nach Urbans Tag. (c. Sig.) Wilhalm Mächeslrainer verpflichtet sich, dem Herzog Ilainreich in Bayern wider den Herzog Ludweig Grafen zu Mortein die nächsten sechs Jahre zn dienen, G. des Samztags nach dem h- Aufertag. (c. Sig.) Chunrad Kamerauer zu Vichhausen und seine Hausfrau bescheinigen dem Herzog Ludweig den richtigen Empfang nachfolgender verbriefter Guthaben und zwar: von 34 Gulden, die Herzog Stefhan, von 800 Gulden, die ihnen ebenderselbe und Herzog Johanns schuldeten, wovon aber 400 Gulden durch Herzog Ernst schon bezahlt worden, ferner von 700 Gulden, die ihnen Herzog Stefhan schuldete, und endlich die erfolgte Entschädigung alles gehabten Schadens, die ihnen Herzog' Ludweig laut Gegenbriefes zu leisten schuldig war. G. am Pflntztag vor dem heiligen Plingsttag, (c. S.) Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayren, verordnen, dass der Abt und Convent ihres Stiftes zu Scheyren Keinem von jenen, der von denselben ein Leibgeding besitzt und bisher mehr als sein 29 * 1416 Ilauptgut eingenommen hat, weiter etwas geben. G. zu München an dem heiligen Pfingstabenil, (c. 2 Sig.) 8 Juni Ludwig Graf von Oettingen, Haubtman in Obern Bayern, bittet den Herzog Ludwig von Bayern Graf von Mortain, den Burgauern die versprochene Zahlungen von 300 11. anzuriohten und ihnen ain quittantz an die von Lauingen zu geben. G. zu Alrhaim an Montag Innc der Pflngstwochen, (Tom. Privil.) » Herzog Ludwig, Graf von Mortain bestäftiget dem Balh und den Bürgern der Stadt Ingolstadt ihre alten Briefe und Privilegia. Ingolstat an Montag nach dem h. Piingstag, (Tom- Priv.) 9. Juni Derselbe erlaubt den Bürgern von Ingolstadt das Tantzhaus und den Salzstadel ewiglich zu messen, eine Eisen, Stahl, Salz und Wein Niederlage, und gibt ihnen verschiedene Mühlen als Forstlehen, verbietet aber, dass sie innerhalb der Pruggen im Burgfrieden Hasen, Rebhühner oder Fasanen fangen. G. zu Ingolstadt an Eritag nach dem hl. Pflngsttage. (Tom. Privil.) 11. Juni Jorig Turner zu Newnpiiwrn verpflichtet sich, mit seiner Veste Newnpäwrn dem Herzog Hainreich die nächsten 6 Jahre gegen männiglich ausser gegen den Bischof von Salzburg zu dienen. G. zu Burkchausen am Pfintztag vor Gotzleichnams Tag. (c. Sig.) 16. Juni Elisabeth, von Cleve und von der Marich geboren, Herzogin in Bayern, verspricht Denen von Wasserburg den Huldigungsbrief, welchen sie ihr auf Geheiss ihres Gemahles, Herzog Steifan’s sah, in Betreff ihrer Widerlegung ausfertigten, zurückzugeben, und erklärt ihn schon jetzt für todt. G. zu Xewnburgk, am Erichtag nach sand Veits Tag. 22, Juni Herzog Johann in Bayern bewilligt, dass von den Juden in Regenspurg, die sein Satz sind, der römische König, seinem Ansuchen gemäss, eine Steuer nehme, G. des Sunntags vor Sand Johanns tag zu Sunnwenden. (c. S.) V Hanns Loterpeclc, Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch, gibt Wigolas vom Wolfstain Gewalt auf das Hab und Gut der Anna Muracherinn, Walthesär des Murachers, Wirthin, in der Grafschaft Ilirsperch, besonders zu Peylngries und die Pfandschaft Egersperg, dann auf die Achmül zu Gredingcn, wegen einer Summe von 200 Mark Silbers Hauptgut und Schadens, von welcher Summe er mit 180 Mark Silber obige Muracherinn, nach Ausweis seiner Briefe, von einem Juden zu Rieten- burg gelüst hat. G. zu Gaymershaim des Mitwochen vor sand pauls tag bekörung. 24, Juni Mit Herzogs Ludwig Einwilligung vertauscht Abt Heinrich zu St, Benedicten Pauren die Kirche zu Weich St. Gorigen ira Augspurger Bisthum, an den Abt zu Etal, um die Kirche zu Aehingen in demselben Bisthum. G, am St. Johans Tag zur Sonnwende, (c, S.) 229 1416 29. Juni 2. Juli 4. Juli 6. Juli 17. Juli 18. Juli Johanns, Pfalzgraf bei Rein und Herzog in Beyern, erlaubt dem Lampprecht Gross, Bürger zu Nürmberg, und dessen Erben, ihre Behausung ober dem Hammer, zu der ZicgclinUl genannt, in der Herrschaft Awrbach gelegen, zu bauen und auszubessern; wogegen dieselbe sein offen Haus sein soll, so oft er dessen bedürfte, ausgenommen in einem Krieg mit der Stadt Nürmberg, wo sich alsdann keine Parthei dieses Hauses bedienen solle. Auch will er und seine Erben den Gross in allen Fällen beschützen und vertreten, und seine frühem gegen den Gross wegen des genannten Hammers erhobenen Ansprüche und Klagen nicht mehr fortsetzen. G. zu Sultzbaeh an sand Peters und saiul Pauls tag der heiligen Zwclfpotcn. (c. S.) Adam von Kirchperg bekennt, dass ihm Ludwig Graf zu Oettingcn Hauptmnnn in Oberbayern anstatt des Herzogs Ludwig die Veste Newenberg verliehen hat, und verpflichtet sich, demselben getreulich zu dienen. G. an unser frauen Tag Visitationis. Merck Egloffer, Bürgermeister zu Memmyngen, entscheidet als Obmann und mit ihm die erwählten Schiedsrichter, die Streitigkeiten des Ritters Heinrich von Ysenburg, und seiner Frau, Amelya der Truchsessin von Diessenhofen, einer- und des Spitals zu Memmyngen andererseits, so dass die beiden Dorfen Ober- und Nyderholtzgüntz gemeinschaftliches Weiderecht haben, der von Ysenburg bei seinen Rechten an dem Weiher zu Swaickhusen bleiben, der Bach, der aus diesem Weiher fliesst, und der Kothbach beiden Partheien gemeinschaftlich zugehören, dem Spital die Mühlstätte an dem grossen Bach unter dem Hard verbleiben und der von Ysenburg durchaus keine Ansprüche an Dienstleistungen von Seite der Spitalangchörigen haben soll. G. an Sant Vlrichs tage des heiligen Bischoffs. (c. 3 S ) Sacrosancta et generalis Synodus Constantiensis, nobili viro, Ludovico iuniorc, fllio Ludovici, Bavariae ducis, conquerente, quod Parczival et l'ristamus, dicti Czennger, armigeri Ratisponensis dioe- cesis, multa ab eo per usurariam pravitatem extorscrint et adhuc extorquere nitantur, officiali Ratis- ponensi mandat, quatenus dictos usurarios compellat, ut extorta restituant, et ab usuraruin cxactionc desistant, simulque procuret, ut conquerens, usuras si quas aliquando extorserit aeque restituat, D. Con- stantiae secunda nonas Julii. Ilaintz Waltman gesessen zu Gumpphartzried, welchen Herzog VIrich zu Tegge in Gefiingniss gehalten und auf die Bitte der Herzogin Anna von Tegg und des Herrn VIrich, Kanzlers des Herzogs Ludwig von Tegge, wieder freygelassen hat, schwört Urfehde. Siegler: Hans von Langenegg und Frikk Schellang, Bürger zu Kempten. G. den nächsten Fritag nach sant Margreten tag. (c. S ) Hainreich Nothaft zu Wernberg, Vitztumb in Nyder-Beyern, bekennt, dass ihm die Aebtissin Barbara und der ganze Convent zu Nidermunster die eigne oberste Probstey, welche früher Jorg Herr zu Abensperg siil. innehatte, als Leibgcding verliehen haben, und verspricht dieselbe treulich zu verwesen, und die Gülten und Renten zu rechter Zeit einzubringen. G. des Sambcztags nach sand Margreten Tag, der hl. Jungfrau, (c. S.) 230 1416 21. Juli » 5) 30. Juli 6. Aug. 10. Aug. Elisabeth von Cleve und von der March, Herzogin in Bayrn, bekennt, dass ihr ihr Sohn■ Herzog Ludwig, auf ihre Reise heim an den Rein 1000 Gld. reinisch, gut an Gold und schwer genug an rechtem Gewichte, geliehen habe, und verspricht ihm dieselben auf u. Fr. Tag zu Liechtmesse nächst künftig zurückzuzahlen; ausserdem sic ihm allen Schaden an Christen oder Juden, mit Botenlohn oder Zehrung, getreulich zu ersetzen gehalten seyn sollte. G, am Motnag vor sand Marie Magdalene Tag. Graf Ludwig von Wertheim, Landcomenthur der Baley in Franken Teutsehen Ordens williget in die von Seyfrid Heuptlin, Burger zu Rotemburg gemachte Stiftung einer ewigen Messe mit einem weltlichen Priester über und zu der heiligen drei König Altar in der Pfarrkirche seines Ordens St. Jacob in der Stadt zu Rotemburg. Mitwisser: Cunrad Schmit von Rotemburg, Comenthur, Bruder Cunrad Hegenawcr, Pfarrer vnd die Bruder gemeiniglich des obgenannten Hauses vnd Pfarr zu Rotemburg. Mitsiegler: Cunrad von Eglolfstein, Meister Teutsehen Ordens in Teutsehen vnd Welschen Landen. G. am nelisten Dinstag vor Sant Jacobstag, (c. 2 S.) Ulreicli der Mukkentaler, Söldner und Diener des Rathes zu Regenspurg, und seine Hausfrau erhallen von dem Rath die Erlaubniss, ein Haus bei St. Gilgenhof in Regenspurg unter der Bedingung zu kaufen, dass sie von demselben jährlich für 20 Pfund Itegensp. Pfenninge Versatz steuern und alle übrige Bürgerpflichten leisten, dasselbe niemand andern als einem geschwornen angesessenen Bürger, und bei ihrem etwaigen Wegziehen sie sowohl als ihre Freunde, die es allenfalls erbten, innerhalb Jahresfrist zu verkaufen. Mitsiegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. am St. Maria Magdalena Abend, (c. S.) Herzog Ludwig, Graf von Mortain gibt den Kaltschmieden in seinen Landen das Privilegium, dass sie um alle Sach, die jemand zu ihnen zu sprechen oder zu klagen hätte, ohne die drey Sach, die an den Tod gehen, vor Marquarden Neuffer, Burger zu Ingelstat zu Recht stehn sollen. G. Ingelstat an Pflntztag nach sand Jakobstag. (Tom. Privil) Ludwig Graf zu Oetingen Ilauptmainn in obern Beyern ertheilt anstatt des Herzogs Ludwig dem Uainrich von Oltingen die Erlaubniss, seiner Hausfrau Margret der Swayningerin für Haimsteuer und Morgengabe 1000 Gulden auf dem vom genannten Herzog zu Lehen gehenden Gericht zu Tag- merssheiin anzuweisen. G. am Donrstag vor Lorenzen Tag. (c. Sig.) Ernst und Wilhalm Herzoge in Beyrn, verkaufen an Kristoff von Ratpach ihr Eigen zu Swäbn- päcli, dann die Güter zu Willendorf, Chrolspach, Kcfring, Talhaim, Lutzldorf, Lawbing, Hof, Grub und Ilawshaim, die alle zu Swälenpach gehören; welche Güter Kristoff von Ratpach um 1676 Pfund Wiener Pfenninge von Seyfrid dem Ruczendorfler, an den die Vorfahren der Herzoge selbe versetzt hatten, auslöst und zu denen er den Herzogen noch 1200 Vnger und Dukaten bezahlt, mit dem Beding, dass nach dem Tode der Käufer oder ihrer leiblichen Mannserben diese Güter wieder an die Herzoge fallen sollen, G, zu München an sand Laurenczen tag, (c. 2 S.) 231 1416 10. Aug. 13. Aug. 14. Aug. 18. Aug. 21. Aug. 24, Aug. Die Bürgermeister und Burger des Raths der Stadt zu Rotenburg vff der Tawbcr machen sieh gegen Vlrich Prennberger, Dechant und das Capitol des Gotteshauses und Stifts zu Ilerrieden im Bis- thuin Eystet verbindlich, das Dorf Tawberzell an der Tauwber, das Dorf Burgstal darüber gelegen und das Dorf Newenstetlin jenseits der Tawberscheckenbacher Steige mit ihren Leuten und Gütern für ein jährliches Schutzgeld von 15 11. Rotenburgcr Stadtwährung auf 6 Jahre in Schutz und Schirm nehmen zu wollen. G. an Sant Laurcnczen tag des heiligen Marterers. Bruder Heinrich, Abbt und der Convent des Klosters zu Ebrach, Wirzpurger Bisthums, verkaufen an Peter Rieter, Burger zu Niiremberg, alle ihre Güter, Gülten und Rechte zu Frickcnhoffstct Weykmansdorff und Hermansdorlf, mit Ausnahme des kleinen und grossen Zehenden zu FrickenholTslet. G. am nechsten Donrstag vor vnser lieben frawen tag Assumptionis. Peter Valkenstainer zu Valkenfels anstatt des Vitzdoms Heinrich Nothaft in Tekkendorf zu Gericht sitzend, erkennt, dass Conrat der Kamerawer welcher sich für die Ramsperger gegen Hans vom Degenberg Vitzdom zu Amberg um 1000 Gulden verbürgt hat, bis zur Bezahlung dieser Summe dem Hans vom Degenberg Einfahrt und Leistung thun soll. D. in vigilia Assuintionis Marie, (c. S.) Fridericus Gränn, clerieus et notarius dioecesis Saltzeburgensis, a Georio, episcopo Pataviensi, ob nonnullos graves contra cum ipsuin et eedesiam Pataviensem perpetratos excessus diris carceribus mancipatus, rogantibus lleinrico Puchperger, Castellano castri superioiis Palaviensis, Philippo lloltz- haymer, mutario et cive Pataviensi, et Johanne Spät, Castellano in inferiori Castro Pataviensi, de vinculis liberatus sub exeommunicationis et periurii poenis, inanuali fide praestita, se obligat, perpotuis futuris temporibus contra praefatum episcopum et eius eedesiam tabellionatus officium in favorem cuius- cunque nullatenus exercere. Testes: Leonardus Ekkwart, rector parochialis ecclesiae in Scebaeh, Leonardus Iloltzhaimer, presbyler, Johannes Geyer de Lantzhutta, civis Pataviensis, et Johannes Swab, notarius. D. Pataviae in domo praefati Philippi lloltzhaymcr die decima octava mensis Augusti (c. sign, not.} Hans der Sannderstorffer von den Herzogen Ernst und VVilhalin aus dem Gefängnisse entlassen, verpflichtet sich denselben seine Veste Ottling offen zu halten, und sie wenn er sie verkaufen würde; denselben zuvor anzubieten. Mitsiegler: Diewold der Lawtenbek, Hans der Hinzenhauser, und Wolfhart der Gräul. G. des freitags vor Bartholcmeus Tag. (c. 4 Sig.) nerzog Hainrich nimmt Stephan Fress Kirchherrn zu Sankt Egidien in Passaw zu seinem Kaplan und in seinen besondern Schirm mit allen seinen und des Gotteshauses zu Sankt Egidien Gütern und Zehenten. G. zu Purkhausen an Sankt Bartholomeustag. Cuntz von Sawnsheim macht sich gegen Johannes Bischof zu Wirtzpurg verbindlich, alle Punkte unverruckt halten zu wollen, welche in dem Briefe ausgesprochen sind, worin ihm dieser das Dorf Dornheim für 1000 fl. die er an den Pfandinhaber desselben, Johannes Herrn zu Ilohenloch bezahlte, 232 1416 25. Aug. / n n n ii n 31. Aug. und für 600 fl. die ihm einst das Stift Wirtzpurg schuldig verblieb, auf Wiederlösung verschrieben und übergeben hat. D. eod. d. (c. S.) Ilans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Hirsperch setzt den Herzog Ludweig in Bayern in Nutz und Gewer der Güter des Dictreich Uechsenakkrer insbesondere der Veste llechsenakker, bis ihm derselbe für die in Kcschingen zugefügte Beschädigung 1000 Mark Silbers bezahlt haben wird. G. zu Ilietenburch des Eritags nach Bartholomeus Tag. (c. Sig.) Derselbe erkennt auf die Klage des Herzogs Ludwig in Bayern gegen Theseres den Frawn- hoffer, dass derselbe die Lungenrnairinn über ein Jahr lang gefangen gehalten, dieselbe gestockt und geplockt, mit Lichtern gebrannt, ihr Russ und Essig eingegossen, ferner Klöster, Pfaffen und Layen beraubt habe, so wie gegen Caspar und Hanns die Frawnhoffer, dass sie in des Herzogs Landen geraubt und gebrannt haben, zu Recht, dass der Herzog Ludwig um 2000 Mark Silbers Beschädigung in Nutz und Gewähr der Frawnholfer’schen Feste Arnsperch gesetzt werden solle. Schirmer: der Römische König, Ernst, Wilhalm, Hainrich , Johanns, Herzoge in Bayrn, der Bischof von Eystet, die Burggrafen von Nuereinberg, Fridrich und Hanns von Uaidek, Alle von Laber, Jobs von Abensperch, Alle vom Wolfstain. D. ib. et eod. d. Derselbe setzt den Bischof Johann zu Eystet um 100 Mark Silber Schäden und Beschädigung in Nutz und Gewer der Iladmarn von Laber dem altern zugehörigen Güter in der Grafschaft Ilirsperg, D. eod. d. C c - S.) Derselbe setzt den Bischof Johann zu Eystet um 100 Mark Silbers Schäden und Beschädigung in Nutz und Gewer der Wernher dem Parsperger zu Wildenstain zugehörigen Güter in der Grafschaft Hirsperch. D. eod. d, (c. Sig.} Derselbe erkennt zu Recht, dass der Bischof Johann zu Eystet um 100 Mark Silbers Schäden uud Beschädigung in Nutz und Gewer der Güter gesetzt seyn soll, welche der selige Jörg von Abens- perg in der Grafschaft Ilirsperg hinterlassen hat. D. eod. d. (c. Sig.) Derselbe setzt den Bischof Johann zu Eystet um 100 Mark Silbers Schäden und Beschädigung in Nutz und Gewer der Güter, welche Albrecht von Wolfstain zu der Solzpurg in der Grafschaft Hirsperch hat. D. eod. d, (c. Sig.) Matheis von Meingosrewt zu Rigelsrewt gelobt den Burgern des Raths der Stadt Nureinberg, ihi.en zwei Jahre mit sechs Pferden, nemlich mit seinem Selbsllcibe und 5 redlichen Gesellen für einen monatlichen Sold von 32 fl. getreulich zu dienen, und seine Behausung Rigelsrewt ihnen gegen Jedermann — ausgenommen gegen Herzog Ludwig von der Pfaltz, dem es zu Lehen rühret — zu öffnen. G. an sand Egidien Abend, (c. S.) 233 1416 1.. Sept. 3. Sept. 8. Sept. » 11. Sept. 15. Sept. Hans von Lentersshcim bekennt, dass er von Johannes, Bischof zu Eystet, seinen Thcil an der Veste zu Newen Mur und dem Vorhofe daselbst, dem Erlach bei der Veste und alle Ilofstätte, die zu seinem Theil der Veste gehören, ferner an dem Wasen, der nun Wiese ist, und einer Hofstatt zu Pflonfelt, ferner den Zehent zu Wassertruhendingen und eine Wiese daselbst, ferner seinen Theil an •den Zehenten zu Lewperssloch, Koplfstorlf, Prunn, Rudclstorlf und Kotterspach und 2 Morgen Ror- ackers bei Büchelberg, und seinen Theil an der Erlgrub, ferner einen Zehent aus etlichen Aeckern zu Pucheiberg aus seinem Baue und 2 Tagwerk Wiesmats im Gereut bey der Veste, endlich 3 Morgen Ackers zu Trendel, des Ilubblein’s Acker genannt, zu rechtem Lehen empfangen habe. G. an sand Egidientag. Albrecht Goldlin, Burger zu Wassertrüliendingen entscheidet auf Bitten des Hans von Mittelburg, Vogts daselbst, Namens Fridrichs, Burggrafen zu Nürenberg und des Raths und Spitalmcisters zu Dinkelspühsl und deren armen Leute der Gemeinde zuDürn auf einer, und des Cometurs deutschen Ordens zu Oetting und dessen armen Leute der Gemeinde zu Grub auf der andern Seite, als ein Ob- und Ortmann, die Streitsache wegen des Triebes und der Viehwaide auf dem Diirnerpühel, dahin, dass dieser eine gemeinschaftliche Viehwaide für beide genannte Orte seyn, und jedes derselben die ihm erwachsenen Kosten tragen solle. G. am Donrstag vor vnsser lieben Frawentag als sie geboren ward, (c. Sig.) Herzog Ludwig bestättiget den Bürgern der Stadt Rain ihre alten Privilegien und erlaubt ihnen auch jährlich 60 11. vom Umgeld an die Stadtmauer, Gräben und Zwinger zu verbauen. G. Ingolstat an unser Frawtag als sy geboren ward. (Tom, Privil.) Derselbe erneuet den Bürgern der Stadt Rain das Privileg, dass alle, welche mit ihnen ihre Waid und ihr Wasser suchen, mitsteuern sollen zu dem Bau der Stat, D. ib. et eod. d. (Tom. Privil.) Erhärt Gfeller von Sachssengriin verspricht den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg ein Viertel-Jahr mit seinem Selbstleibe und drei Gesellen samt vier Pferden für 60 11. gegen ihre Feinde, Fritz von Eglofstein, Nickel Langen, Conrad Truchsess von Holnstein, Nickel Erhärt oder andere ihre Feinde zu dienen, und — wenn er einen der genannten Feinde als Gefangenen in ihre Gewalt brächte — sich mit der Belohnung begnügen zu wollen, welche nachstehende fünf von Nuremberg oder der Mertheil derselben, nämlich Erhärt Schürstab, Peter Volckmeyr, Steffan Coler, Linhnrt Ess- linger und Conrad Flurlier aussprechen werden. G. am Freytag nach vnser lieben Frawentag Nativi- tatis zu Latein. Ritter Ernfride von Seckendorlf, IJauptmann und die Zehen, die mit ihm über den Landfrieden in Franken und Bayern gesetzt sind, erklären des Vlrich Stromer zu der Rosen, Burgers zu Nuremberg Entschädigungsklage auf 1000 Mark Goldes gegen Fritz von Eglofstein, Nyckcl Langen, den Pewssen, Nyckcl Erhärt, Hans Murn, Hans von Pingen, den Frencklein, den Herschuch, Fritz Kagerer, den Piriidel, den Truchsess von Holnstein, den Stainpeckcn, den Armsrewter, den PudendorlTer, Fritz 30 234 1416 15. Sept. 18. Sept. 19. Sept. 20. Sept. 22, Sept. Nyckel, den Strengen Lederer, den Sigel Rorer, den Burggrafen zu Pfreimberg, Nycklas Redwitz, den Emmen dorffer, Fridel Wurmrauscher f Vlrich Pfisterlein, den Piberlein, Hans Gretel, Endres Slamers- toriler, Hans Part, Hans Plumenauer, den Starken, den Swcsel, den Swcbel, Hans Frank, des von Swartzburg Diener, den Glebsattel, den Tybolt, den Jungen Messinger, Dietrich von Haslach, Dyetz von Haslach, des Dietrichs von Haslach Sohn, Lienl des Pasperger Knecht, und Hans Wolff von der Ncwcnstat, welche ihm die Behausung Teinswank und das Dorf daselbst abgebrannt, auch seiner armen Leute Habe verbrannt, und dieselben als Gefangene weggefiihrt, fiir ervollet, und werde der Landfriede ihm dazu verhelfen, wofern Beklagte nicht gütlich oder vor dem Landfrieden, und nach dessen Ausspruch mit ihm hierüber sich vertragen, bevor man auf sic zöge. G. zu Wirtzburg am Dynstag nach vnser F’rawentag als sie geboren warde. Dieselben erklären des Lorentz Rebmlein von Nüreniberg Entschädigungsklage auf 1000 Mark Silbers gegen Nyckel Langen etc., welche ihm und seiner Gesellschaft Habe, Gut und Baarschaft auf des heiligen Reichs Strassen abgenommen, für ervollet, und werde der Landfriede ihm dazu verhelfen, woferne Beklagte nicht gütlich oder vor dem Landfrieden und nach dessen Ausspruch mit ihm hierüber sich vertragen, bevor man auf sie zeige. D. ib. et eod. d. Ulrich von Vestenberg Tum Tecliant zu Eystet entscheidet auf Klage Caspar’s Vicar und Caplan auf S. Magdalene Altar im genannten Tum gegen Hans von Pergen Chorherrn auf dem neuen Stift zu Eystet, weil letzterer in die zwischen ihren Häusern stehende Mauer ein Fenster gemacht habe — dass diese Mauer gemeinschaftlich sey und sie die Kosten für Erhaltung dieser Mauer gleichheit- lich zu tragen haben, dann dass Hans von Pergen das erwähnte Fenster vermachen lassen soll. G. am freitag vor Matheus Tag. (c. Sig.) Erkinger Marschalk von Biberbach, Hanns von Westernach, Landvogt zu Burgew und Mang Kraft, Burger zu Ulm, beenden schiedsrichterlich des Abts Johann zu Uttenburen mit Hanns von Baysswil und Josen Ritzner und ihren Helfern bestehenden Streit darum, dass letztere, als Abt Eggo umgekommen, dem Gotteshaus in feindlichen Angriffen Mehreres genomen und des Klosters Leute gefangen haben. Diese Getangenen sollen wieder zurückgestellt werden, und Baisswil soll diejenigen Klosterleute, gegen die er Beschwerden hat, dem Abt anzeigen, welcher sie dann gegen Füssen für den Pfleger oder gegen Rotenberg für den Vogt zu stellen hat, und welche daselbst ihre Unschuld nicht darzulhun vermögen, denen mag Baisswil zuziehen und zu ihren Gütern greiffen, ungehindert vom Kloster Uttenburen, jedoch dass solche Angriffe dem letztem unschädlich seyen. D. eod, d. (c. 2 Sig.) Ilartprecht Ilarskircher zu Zangwerg bekennt von der Stadt Regenspurg sein jährliches Lcib- geding erhalten zu haben. G. des Sonntags vor St. Matheus Tag des heiligen Zwölfboten, (c. S.) Peter Vngelter Bürgermeister zu Vlme, Hanns Ruop Bürger zu Memmingen und Jos Iluntpis Bürger zu Rauenspurg entscheiden die Streitigkeiten, die zwischen dem Abt und Convent des Gottes- 235 1416 hauses zu Kempten einerseits und dem Ammann, Rath und der Bürgerschaft daselbst anderseits wegen Besetzung des Rath, Aufstellung von Zunftmeistern, wegen Nutzung des Kempter Walds und wegen einiger dem Gotteshause zu leistenden Zinsen und Frohndiense, bestanden haben. Siegler: die Schied- leute. G. zu Memmingen an sant Mauritien Tag und siner Gesellschaft, (c. 3 S.) 22. Sept. Ernst, Erzherzog zu Oesterreich, ertheilt seinem Oheim Ludweyg, Herzog in Beim und Grafen zu Mortani, in allen seinen Ländern freies Geleit auf Lebenszeit, und erlaubt demselben und dessen Begleitern, sich in seinen Schlössern und Herrschaften nach Belieben aufzuhalten. G. zu Ratcmberg am Eritag nach St. Matheus Tag des heiligen Evangelisten, (c. S.) 29. Sept. Matheys der Schrenck, Bürger zu München verkauft sein Haus daselbst mit Hofstatt und Gärtl in der äussern Stadt im Vinger Gässl an Lienhart Taebwein den Schuster um jährliche zwey Gulden Gilt, je ein Gulden ablöslich alle Jahre um achzehn Gulden. G. an sand Michels tag. (c, Sig.) » Viviantz Ahamer bekennt, dass ihm Herzog Ernst von Beyrn an der Geldschuld, welche er ihm schuldig ist, 50 Gulden ungerisch von dem Dieperskircher, und 150 Gulden reinisch von dem Sanderstorlfer richtig bezahlt habe. D, cod. d. (e, S.) » Erasm Fräs Landrichter zu Pfaffenhofen erkennt, dass die vom Thoman Minhauser Pfleger zu Reichersliaven als Klagführer des Herzogs Ludweig in Anspruch genommene Sanderleinsmühle gekauftes und eignes Gut des llainreich Preysinger sey und nicht zu der Behausung Rcichershoven gehöre, welche genannter Herzog von Thoman dem Preysinger gekauft hat. G. am Erichtag nach Haymerans Tag. (c. Sig.) 30, Sept. • Chunrad Pirrscher, der wegen eines Verbrechens den Tod verschuldet hatte, von den Herzogen Ernst und Wilhalm aber auf Fürbitte des Herzogs Albrecht und Ott des Slärtzlinger, dessen Hausehre und Geleit er gehabt hatte, begnadigt wurde, verspricht so lang er lebe, denselben ein treuer Diener zu sein und aus dem Land nicht wegzuziehen. Siegler: der veste Ott Slärtzlinger, Goswein der Hunthamer, Pfleger zu Dachau, und Petter der Gurer. G. zu Dachau am Mittwoch nach St. Michcls- tag. (c, 3 S.) » Ritter Hans von Hausen, Landrichter der Ilerschaft zu Graispach bekennt, dass sich die von Nurenberg bei Vorladungen vor das gedachte Landgericht durch Sclieinbothcn, einen aus dem innern Rath und einen aus dem äussern, verantworten mögen ) was aber nicht die ganze Gemeinde beträfe, das habe die einzelne Person oder dessen Gut selber zu verantworten. D. eod, d. 1. Oct, Fridrich, Burggraue zu Nuremberg vereiniget sich mit den fünf Reichsstädten Rotenburg, Nord- lingen, Dinekelspühel, Weyssenburg und Poppfingen, damit sie beyderseits desto vorderlicher bey ihren Rechten, Freiheiten und Herkommen unvergewaltiget im Frieden und redlichem Wesen bleiben mögen auf 5 Jahre, während welcher er verbunden seyn soll, den beschädigten Städten, auf deren 30 * 236 1416 Mahnung zu Hülfe zu eilen, und falls sie bekriegt würden, ihnen 10 Glefen zu Hülfe zu schicken. Die Klagen und Forderungen der Vereinten sollen durch einen erkiesten Obmann, die der Unterthanen aber durch das Gericht, wohin sie gehören oder angesessen sind, binnen Monatsfrist entschieden werden. G. zu Cadoltzburg am nehsten Donerstage nach sand Michelstage. (c. S.) 3. Oct. Hans von YVerdenstain zu Werdenstain vergleicht sich mit dem ehrwürdigen Herrn Ilainricli, Probst des Klosters zum hl. Kreuz in Augspurg, hinsichtlich der in dem Albgöwe liegenden Güter, die er gemeinschaftlich mit demselben besitzt und worüber er Vogt ist, dahin, dass, so oft eines jener Güter besetzt werden soll, er dieses dem jeweiligen Probst zu wissen machen und dieser entweder selbst kommen oder Abgeordnete dazu schicken, widrigenfalls er aber jene Besetzung allein vornehmen soll, und dass die Gefälle der Güter zwischen ihm und dem Probst zu gleichen Theilen getheilt werden sollen. Mitsiegler: der Ehrbare Weise Cunrat der Steinbrecher, genannt von Hall, Bürgermeister zu Kempten. G. am Samstag nach St. Michels Tag. » Bartholomeus Rebbyczer, canonicus Ratisponensis, ecclesiam parochialem in Kelheim, Ratis- ponensis dioecesis, in eventura sui dccessus monasterio Uailsprunnensi incorporatam, abbati et conventui in Hailsprunn, ad quos jus patronatus imperiali donatione spectat, libere resignat. Testes: Johannes, % abbas in YY r alderbach, YY'ynandus de Stega decretorum doctor, Nycolaus Wydinan altarista ecclesiae majoris Ratisponensis, Johannes Kraczer de Egra plebanus in Ergoltspach, lleinrieus Nothafl't, miles et vicedominus in inferiori Bavaria, Johannes Bawer de Allersperg et lleinrieus Harder armigeri. A. Ra- tispone in curia supradicti Bartholomei Rebbyczer, die tertia mensis Octobris. 4. Oct, Arnoldus abbas, Fridericus Gleisser camerarius et VIricus Koetzler granarius, monaclii professi monasterii beatae Mariae virginis in llaylsbrun, cui a Ludovico imperatore jus patronatus ecclesiae parochialis in opido. Kelheim donatum, ipsa quoque ecclesia cum omnibus reditibus a sede apostolica incorporata et a sacrosancto Constanticnsi concilio postea confirmata est, solenni cum pompa in istam ecclesiam, libera resignatione. ßartholomei Rebiczer, canonici Ratisponensis, tune pastoris ejus princi- palis vacantem, in tränt et in possessionem ejus se intromittunt. A. in ecclesia parochiali oppidi Kelheim, quarto die Qctobris. 5 ) Johanns, Herzog in Beyern, verspricht Fridrich dem Ramsperger ein Darlehen von 1000 guten ungerisclien Gulden auf den nächsten St. Michels Tag zu Regenspurg zurückzuzahlen. Bürgen und Mitsiegler: Altman Kempnater, Pfleger zu Sultzbach, Götz Murher zu Guteneck und Hanns Leuwol- flnger, Pfleger zu Lengfeit. G. zu Regenspurg am Sonntag nach St. Michelstag. (c. 2 S.) 6. Oct. Hanns vom Degenberg, Viczdom zu Amberg, zu Gericht -sitzend daselbst von wegen Herzogs Ludwig in Beyern, erkennt auf die Ansprache lleinreiclis Abtes zu Michelfelt an die Vogtei zu Aermdorlf, zu Recht, dass dieselbe dem bisherigen Besitzer Fridwan llädwiczer bleiben solle, welcher sie nach Ausweis seiner Kauf-, Gerichts- und Lehenbriefe schon lange Zeit her innegehabt hat. G. an Eritag nach Miclielis, T 237 1416 6. Oct. 9. Oct. 12. Oct. !> Sigmund, römischer König gebietet den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg, sich bereit zu halten auf den Tag, welchen er zur Austragung der Reichs-Sachen in Vberling ansetzen werde, um ihre erbere Botschaft zur Berathung derselben dahin senden zu können. G. zu Pirpinian des nehsten Dinstag nach sand Michelstag. Ott Ebsiir derzeit Pfleger zu Kufstain bekennt, dass ihm der Herzog Ludweig in Bayrn für seine Dienste und Schäden 800 Gulden bezahlt hat und verpflichtet sieh zur Rückgabe aller Briefe, welche ihm vom genannten Herzoge und von dem seligen Herzog Stephan gegeben worden sind. G. an Dyonisien Tag. Johanns Lantgraue zum Leuchtemberg. Graue zu Halls etc. überlässt für sich und seine Vettern Lanfgrauen Leuppolden und Gorgen, dem Probste Conrad und dem Convent des Klosters Speinsharde den kleinen und grossen Zehenden, sammt der Piberwüre und einer Seidenherberge des Dorfes zu Fungkendorff an dem Kütschenreyne gelegen als freies Eigen gegen einen Jahrtag. G. am nechsten Montag vor sand Gallen tage. Die Burger des Rates und Burger gemeiniglich der Stadt zu Rotemburg machen sich — nachdem Seyfrid Heuptlin, ihr Mitbürger und Selena, dessen eheliche Hausfrau, eine ewige Messe mit einem weltlichen Priester in ihrer l’farr über der drey heiligen König Altar Caspar, Balthasar und Melchior von ihren Gütern zu Bloacli, Langensteinach und Steinach unter Entsee gestiftet — verbindlich, den Priester, welcher die Pfründe des genannten Altars geniesse, in ihrer Stadt schirmen, auch die von den Stiftern für denselben in der Stadt erkaufte Behausung von allen Wachen, Graben und Steuern ewiglich frei lassen zu wollen. D. eod. d. Seifrid Heuptlin, Burger zu Rotenburg vermacht Selena, seiner ehelichen Wirtliin sein Haus in der Smidgasse, zu dem guldin Greiffen genannt, die zwei DielF, welche er vor Zeiten von Wilhelm von Rinhofen erkaufte, doch also, dass sie von dem Zehenten zu Oberndief jährlich ein halb Fuder Weins den armen Feldsiechen zu sant Linhart bei Rotenburg reichen, und dass dieser Zehenten und die Gült in beiden Diefl'en nach seiner Wirthin Tode an genannte arme Feldsiechen fallen soll — ferner den See zu Werncz, mit der Bedingung, dass dieser nach ihrer beider Tode an das Neuspital zu Rotenburg falle — ferner das Dorf Steten und den Hof und das Holz zu Schonfeit, 1 GUtlein zu Diepach, seine Besitzungen zu Rewhental, zu Hochtal, zu Rcippcrsrode und zu Habelsheim, die Wiesen zu Gebsedel, den Garten unter dem Judenkirchhof und 80 11. Leibgeding auf der Stadt Rotenburg ; seiner Tochter, Elspet Grossin aber 1 Gütlein zu Bockenfeit, die Mühle und 2 Seelech daselbst, seine Güter zu Husen, zu Smalfelten, zu Ilemmendorf, das Amt zu Michelbach, die Gütlein zu Nicdern- wciler, das Fischwasser zu Tetwang und den halben Weingarten am Dicpsperge vermacht. Falls aber seine Hausfrau ihren Wittwenstuhl verändert, soll sie von allen fahrenden und liegenden Gütern seinen Seelwartern Rechnung legen, welche von solchen ein Drittheil seinen armen Freunden, das andere Drittheil den Hausarmen und das dritte Drittheil in das Spital zu Rotenburg, Nördlingen, Halle, Dinckelspühel, Windsheim und Awe zu gleichen Theilen zu geben haben, Zeugen und Seelwarter 238 1416 nach der Stadtrecht: Hans Furbringer, Walther Sehofer vnd Heinrich Pernetter, alle drei Bürger des innern Rates. D. feria secunda ante Galli. (c. 1 S.) 13. Oct. Conrat der Kamrer vor Obermünster, Bürger zu Regenspurg, von dem Rath daselbst gefangen gesetzt, weil er sich schlecht aufführte und der Rath deshalb sein und seiner Mutter Verderben besorgte, jedoch auf Fürbitte wieder frei gelassen, schwört Urfehde, und gelobt von seiner Mutter nur das zu verlangen, was der Rath ihm zuerkennt. Siegler : Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Eritags nach St. Dionisen Tag. 14. Oct, Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft Hirschberg, spricht dem Abt Conrad zu Plank- stetten und dessen Gotteshaus ein durch Entfernung des Baumeisters öde gewordenes Gut in Oesterberg als heimfällig zu. G. zu dem Stain des Mitwoch von St. Gallen tag. 17. Oct, Ilaintz der Rostauscher zu Regenspurg, von dem Rath dasslbst wegen hinterlistigen Benehmens auf einem Rennen gefangen gesetzt, jedoch auf Fürbitte mit gesundem Leib und Gliedern wieder entlassen schwört Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg, G. des nächsten Tags nach Gally. (c, S.) 18. Oct. Jorg, Bischof zu Passawe, Ludwig, Herzog in Bayrn, und Fridrich, Burggraf zu Nürnberg, schlichten den Streit zwischen Herrn Anshelm, Erwählten zu Augspurg, und der Stadt daselbst die Remen, Bürger zu Augspurg, und den Markt Zussmerhusen und Anderes betreffend also : den Reinen sollen die versessenen Leibgedingszinsen und Gilten auf dem Zolle zu Lurgx von dem Stift und Zöllner gegen Quittung gereicht, der Markt Zussmerhusen aber von der Stadt Augspurg und die von dem Erwählten dieser Stadt abgenommenen Ballen von diesem bis auf ihren weitern Entscheid zu des Edlen, Haupt Marschalks von Pappenhain, Händen überantwortet werden, G. zu Costentz vf den Sontag sunt Iucas tag des hailgen evangelisten. 20. Oct. Johann Herzog in Bayern erlaubt den Bürgern zu Arnbach, welchen er vor Zeiten die Umwandlung von Gereuten bey Auerbach in Felder und Wiesen gegen Entrichtung eines jährlichen Zinses bewilligt hat, aus denselben Weyher und Fischgruben zu machen wenn dadurch eine bessere Nutzung hervorgienge, jedoch unbeschadet dem genannten Herzoge an seinen Rechten und Zinsen. G. zu Sulzbach am Montag vor dem heiligen Wendel Werth Tag. Katrey die Webarynn von Ränhausen, von dem Rath zu Regenspurg lange Zeit im Gefängniss gehalten wegen des Verdachtes, der auf ihr wegen der Ermordung der Fritzzynn Taurerin und deren Dirne ruhte, aber in Rücksicht auf ihr langes Leiden freigelassen, schwört Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. feria tertia post Gally. (c. S.) 21. Oct. Die Bürgermeister, Räthe und Bürger der Reichsstädte Rotemburg vff der l'awber, Nordlingei), Dinckelspuhel, Weissenburg und Bopffingen schliessen ein Schutz- und Trutzbündniss auf 6 jahre. G. an Sant Vrsula tag. 239 1416 J9. Oct. 30, Oct. 31. Oct. 10. Nov. » 11. Nov. 1». Nov, Elspet die Ingolsteterin, Hausfrau Erhärt des Ingolsteter, Bürgers zu Hegenspurg, verkauft ihren Stuhl und ihre Bank in der Prediger-Kirche und ihre zwei Stühle bei St. Jacob bei dem Stock an dem Pfeiler Frau Anna der Gravenreuterin, Bürgerin zu Hegenspurg. Siegler: der ehrbare weise Herr Peter der Maller, Schultheiss zu Hegenspurg. G, des nächsten Pfintztags vor Allerheiligen Tag. (c. Sig.) Ott Granns, von Heinrich, Herzog in Beyrn, gefangen gesetzt, schwört bei seiner Entlassung Urfehde, und gelobt wegen dieser Gefangenschaft auch denen von Praunau nicht gram sein. Mitsiegler: sein Vetter Wernhart Grans und sein Bruder Mathes Grans. G. zu Burkchen am Freitag nach Symonis et Jude. (c. 2 S.) Wilhalm von Fraunberg Domherr zu Freysing und zu Passaw und Pfarrer zu Czwctl verspricht von dem Chorhof zu Passaw gelegen zunächst an dy Wer, Avelcher jetzt durch den Tod Gorigen des Mautters ledig wurde und ihm von Iladmar von Aystersheim ältestem Domherrn und dem Kapitel zu Passaw verliehen worden ist, jährlich 6 Pfund Pfenning Zins, so darauf liegt zu Jahrtägcn Herrn Gotfrids von Chirichperg und Graf Eberharts von Wartstain zu entrichten und von seinem Vermögen 3 Pfund Pfenning ewiger Gült binnen Jahresfrist dem Kapitel zu einem Jahrtag für Gorig und Wilhalm Mautter zu Chaczzenperg und Hanns des letzteren Sohn, zu kaufen. Nach seinem Tode soll das Kapitel den Chorhof Niemand verleihen es sey denn dass er auch 3 Pfund Pfenning ewiger Gült kaufe und dem Kapitel zu einem ewigen Jnhrtagc für genannten Wilhalm von Fraunberg einantworte. Mitsiegler: Seytz von Fraunberg, sein Bruder. G. zu Passaw an aller Heiligen Abent. (e. 2 S.) Coram Heinrieo Döckler de Nördlingen, nofario publico, Joachim, plebanus in Lechsgmünd, ecclesiam suam in manus Afrae Gumpenpergerin, abbatissae claustri Nidernschönfclt, liberc rcsignat. Testis: Conradus Elayden, decanus ac plebanus in Rain. A. in stuba dicti claustri inferiore, decima die mensis Novembris. Coram eodein Afra Gumpenpergerin, abbatissa claustri Nidernschönfclt, Martino presbytero, plebano in Ebenriet, benetlcimn seu ecclesiam dictam Lechsgmünd jure patronatus confert. Testes: Conradus Hayden, decanus et plebanus in Rain etc. D. ib. et eod. d. Heinrich Herzog in Bayern erklärt, dass Klara die Freudcnbergcrin Abtissin und der Convent zu der seligen Porten nur auf seine Bitte dem Priester Hans Pewntner die Kirche zu Inkchofen verliehen haben, und dieses hinsichtlich der Lehenschaft, Gülten und Zinsen dieser Kirche dem genannten Kloster keinen Schaden bringen solle. G. zu Landshut an Marteins Tag. (c. Sig.) Fridreich Summer Richter zu Weitten, Stephan EglollT Amtmann auf der Widm etc. bestätigen, dass Woltgang ihres Marktes ehliches Kind, welcher zum Priester geweiht werden will, ein väter- 240 1416 17. Nov. 20. Nov. 25. Nov. 2. Dec. 6. Dec. 13. Dec. liebes Erbgut im Werthe von 80 Pfund Pfenning hat. Siegler: Hans der Rayd Pfleger zu Mollen- bergk, und Cristan Renolt. G. des Suntags nach Merteins Tag. (c. 2 Sig.) Sigmund, römischer König, gebietet den Bürgermeistern, Rathen und Burgern der Stadt Nurm- berg, die am vergangenen sanct Martinstage fällig gewesene Steuer von 2000 11. dem Rudollf Steyner zu entrichten. G. zu Nymegen des nächsten Eretag vor sant Elisabeth tage. Ritter Heinrich Nofhafft zu Wernherg, Vicztum zu Strawbing, des Spitales zu Amberg Bürge geworden, satt des verstorbenen Heinrichs des Fronpergers, und zwar auf Geheiss Albrehts des Pawlstorffers zu der Kürn, welcher obigem Spitale den Sclirawtholczhof, den Weier uud die Weyerstet verkauft hatte, verspricht alle Obliegenheiten zu erfüllen, welche der dem Spitale gegebene Kaufbrief den Bürgen auflegt. G. des Freitags nach sant Elspeten Tag. Johannes, episcopus Herbipolensis, fundationem et dotationem beneficii sacerdotalis simplicis ad altare trium Regum in ecclesia parochiali oppidi Rotenburg a Syfrido Hcuptlin hujus opidi cive et Salena uxore ejus legitim» consensu Ludovici comitis de Wertheim, commendatoris ordinis beatae Mariae virginis Theutonieorum atque fratris Conradi Smyt ejusdem ordinis plebani in Rotenburg nee non consulum illius opidi factas cum ea conditione confirmat, ut jus patronalus ad memoratum plebanum sive commendatorem domus ordinis Theutonieorum debeat pertinere, D. in die S. Catherinae virginis et martiris. (c. S.) Rudolff Stainer, Burger zu Nüremberg, quittirt die Bürgermeister, Räthe und Burger der Stadt Nüremberg über die Steuer von 2000 11., welche sie am nächstvergangenen sanct Merteinstag dem Könige Sigmund zu entrichten schuldig waren. G. am Mitwochen nach sand Andreastag des Zwölfboten. (c. Sig.) - Matheus Grans und Asm Preysinger verpflichten sich gegen ihren Schwager Hadmar von Aystershaim, alles getreulich zu halten, was hinsichtlich der ihnen von ihrem seligen Swehcr Ilain- reich von Aystershaim zugefallenen Güter im Schärdinger Gericht verbrieft worden ist. G. an Niklas Tag. (c. 2 Sig.) Heinrich, Herzog iu Beyrn, bekennt als Testamentsvollstrecker, Ilartprecht Harskirchers zu Zangwerch, dass Mair Ulrich als Besitzer des Hofes zu Mosen bei Zangwcrch, aus dem genannter Ilarskirchcr 8 Pfund Pfenninge ewiger Gilt der Pfarrkirche zu sand Nikla in Müldarff vermacht hatte, an diese Kirche genannte 8 Pfund nebst 8 Stiftpfenningen auf St. Niklastag jährlich entrichten soll, und dass sich der Rath und die Bürgerschaft zu Müldarff dagegen verpflichtet haben, dass zu jeder Zeit, so oft ein Priester aus dem Pfarrhof zu Müldarff das Allerheiligste entweder in der Stadt selbst oder ausserhalb derselben zu den Kranken trägt, denselben vier fromme Schüler mit einer Chorkappe ober dem Chorrock und einer brennenden Wandelkerze im Gewicht von anderthalb Pfund, den auf das Allerheiligste bezüglichen Gesang singend, begleiten , und der Priester mit der Chorkappe ober dem Chorrock bet 4 241 1416 16. Dec. 17, Dec. 19. Dec. 20, Dec. 22, Dec. 26. Dec. erfolgter Rückkehr in die Pfarrkirche mit dem Allerheiligsten den Segen gehen und für den Hars- kircher und seine Vorfahren beten soll. G. zu Zangwerch an sand Lucie und Otilie tag. (c. S.) j Hainreich Gareyss, Landrichter zu C'helhaim, erkennt auf das Vorbringen Chunrats Alber 1 von UUussing, dass er sein noch übriges Vermögen seinem Schwager, Mcinhart dem Artel zu Räussing, ; der sich seiner während einer schweren Krankheit allein angenommen habe, vermache, hierin aber von seinen übrigen Verwandten gehindert werden wolle, auf die Umfrage des Richters zu Recht, dass der genannte Alber sein Vermögen nach eignem Gutdünken vermachen könne. G. am Mittwoch vor St. Thomas Tag apostuli. Der Rath der Stadt Curchawsen und die Zechleut der Pfarrkirche zu sand Jacob versprechen, die von dem weisen vesten Herrn Ilartprecht Harskirclier zu Zangwerg mit 150 Gulden gestifteten 2 Jalirtäge, und zwar einen für den Stifter und den andern für den Wülppen, der Probst zu Pcrchtcrs- gadem gewesen ist, zur bestimmten Zeit zu begehen. G. zw Burkchawsen des nächsten Phintztags nach sand Lucie Tag. ( c . S.) Sigmund, römischer König, belehnt Hans Waltstromayr von Nurcmberg und dessen Erben mit der halben Forsthube zu Eybach, sammt Bauhöfen, Söldengütern und andern Zugehörungen, wie sie von seinen Eltern auf ihn übergegangen sind, G. zu Colen am Sampztag vor Sand Thomas des heiligen Zwelfboten tag. Ludwig Pfuczing, Dechant und das Capitel des Stifts zu Onolspach machen sich gegen Ritter Erenfrid von Seckendorlf, Hawbtmann des Landfriedens verbindlich, dessen seliger Hausfrau Anna von Seckendorff für die erkauften und gestifteten 2 11. ewigen Geldes aus dem Gute und Hofe zu Obern-Ramschart einen Jahrtag begehen zu wollen, G. am Suntag vor Thomastag des heiligen Zwelffboten. Chuenrat Pirner, Verweser der Predig und des Ave Maria, welches Fricz Alhart sei. zu Amberg gestiftet hat; Fridel Plech, Bürger daselbst, und seine Hausfrau, Adelhait die alt Jegerin, I Bürgerin daselbst, und Kathrey Sweblin ebenda verkaufen dem Ruprecht von WollTring, Richter und j Landschreiber zu Amberg, zu der Veste, welche Herzog Lugwig daselbst bauen will, ihre Hauser, Hofstätten, Städel, Gärten und Zinse, Alles freies Eigen um 78|- Pfd. Pfenning und 38 Pfg., Werung der Stadt Amberg. G. des Eritags vor dem hl. Gristag. (c. S.) Jacob Kottier zu Zöschingen verkauft einen Reynischen Gulden ewigen und jährlichen Zinses und ein Herbsthuhn aus seinem Lehen und Gütern zu WalckendorlT, die auch G'onratt dem Tüllhern, altern Bürger zu Giengen, einen ewigen Reynischen Gulden und ein Fastnachthuhn zahlen, an das Gotteshaus unserer lieben Frau Marie und die Pfarrkirche zu Giengen um 17 gute Reynische Gulden. Als Laudemien ist je ein Schilling Häller sowohl beim Ab- als Aufziehen zu entrichten. Siegler: 31 ! 242 1416 27. Dec. Ritter Eberhart von Lamberge und Ulrich der Vetzzer. G. an sant Stephans tage in den Wihcnaht. Aren. (c. 1 S.) Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayrn , übergeben die zwischen ihnen und Hanns Sluder von Weilbach bisher strittige Lehenschaft über des Golliers Kapelle auf dem Markt zu München an genannten Sluder, nachdem er seine Rechte daran dargethan hatte. G. zu München an sand Johanna Tag in den Weichnachten, (c. 2 S.) Ritter Chunrad vom Stain zu Muntsperg, bekennt von den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bayrn all sein Guthaben erhalten zu haben mit dem Anfügen, dass den Ersatz des Schadens, den er der Herzoge wegen zu Pfaffenhofen genommen, diese selbst bestimmen sollen. D, ib. et eod. d. (c. S.) n 1417 2. Jan. 7. Jan, 8. Jan. 14 17 . Caspar von Plinthain zu Frustingen, von Ludwig, Herzog in Bairn, im Thurm zu Höclisteten gefangen gesetzt, weil er von den Bürgern zu Laugingen und Ilöchsteten und Andres Frustingcr grosser gegen sie und ihre Angehörige verübter Verbrechen und Misshandlung angeklagt wurde, wird durch Vermittlung Johanns vou Gumppenberg, Comenthur des Teutschen Ordens von Werde, des Ritters Jorg vou Katzenstain, Wielant Swelher, Erckinger Marschalk, beide Räthe Herzogs Ludwig, und Chunrats von Hoppingen freigelassen, schwört Urfehde und gelobt, bis zum nächsten Jorgen Tag das Land innerhalb der vier Wälder zu verlassen und ohne Erlaubniss dahin nicht wieder zurückzukehren, Bürgen und Mitsiegler: sein Bruder, Veyt von Plinthain, seine Vettern Hanns und Wilhalm von Plint- hain, EgloiT Ploss, Seitz Eglingner, Ulrich Scharnsteter und Wilhalm Nüttinger. G. am Samstag nach der Beschneidung Unsers Herrn Jesu Christi, (c. 5 S.) Der römische König Sigmund, welcher durch seinen Rath und Reichskammermeister, Conrat, Herrn zu Winsperg, eine Steuer von der Judenschaft zu Regenspurg mit Einstimmung des Herzogs Johann in Bayern als zeitlichen Pfandherrns erheben liess, erklärt, dass hiedurch den von Kaisern und Königen bisher erlangten Freyheiten der Regensburger Juden keine Verkümmerung zugehen soll. G, zu Luxemburg dez nechsten Donerstags nach dem h. Obersten tage. (c. S.) Herzog Heinrich in Bayern bestätigt einen Privilegien-Brief seines Vaters, Herzogs Friedrich, für die Juden im Lande, wornach sie vor Niemand Recht thun sollen als vor dem herzoglichen Ilof- maister oder wo der Herzog das Recht hinschaft; auch soll kein Zcugniss über einen Juden ergehen, als von ehrbaren Christen oder Juden. Sie mögen, wo sie gesessen sind, mit der Stadt oder mit des Markts Fronboten wohl pfänden um ihr Geld, ihre Todten zu ihren Freudhofen in oder ausser Lands wohl führen ohne Zoll ] und auch fremde Juden mögen wohl wandeln und fahren durch das Land ohne Zoll, es wäre dann, ob sie Güter zu führen haben, da soll kein Mauthner mehr von ihnen nehmen nls von einem Christen. Wenn sie zu rechten haben vor den herzoglichen Richtern, da soll 31 * 244 1417 man ihnen Anweiser geben zu ihren Rechten , und ob sie vor den herzoglichen Richtern ichts verhandeln, das mügen sie wohl für den Herzog ziehen, und was ein Jud zu rechten hat, darum mag er wohl für des Herzogs genad waygern, er hab Dinchläut oder nicht. Es mögen auch alle Juden wohl zum Herzog und von ihm fahren, wenn sie wollen, und daran soll sie Niemand irren. G, zu Landshut an Sand Erharts tag. (c. S.) 11. Jan, Ulreich, Leopold und Niclas die Apfentaler vereinigen sich hinsichtlich der Gülten aus etlichen Gütern in ihrem Dorfe Neukirchen mit Mathias Probst und dem Convent zu Rannshofen, so dass dieses Kloster diese Gülten nach Laut seines Urbarbuches nun ungeirrt inne haben soll. G. am Montag nach dem Obristen, (c. 3 Sig.) 14. Jan. Wernherus Aulligcr, canonicus ecclesiae veteris capellae Ratisponensis et Alberti, cpiscopi Ratisponensis vicarius et officialis in spiritualibus generalis, ex rescripto synodi Constanciensis deputatus causae auditor, quam Ludowicus junior, Ilavariae dux, strenuis viris Partzivali et Tristramo, dictis Czennger, et Thobiae, dicto Walldauer, armigeris Ratisponensis dioecesis, movit, lianc causam propter potentiam litigantium, quo ad ulteriorem executionem prodesse non posset, ad Johannem, episcopum Ostiensem, Romanae ecclesiae cardinalem et vicecancellarium praosentis Constanciensis concilii remittit, eundem supplicans, quatenus hanc causam alicui ex palatii apostolici causarum auditoribus audiendam committat. Testes: Johannes, decanus, Johannes Streilperger, custos, et Fridericus Parspcrger, licen- tiatus in decrctis, Scolasticus et canonici ecclesiae Ratisponensis. P. die quarta decima mensis Januarii in stuba maiori curiae episcopalis Ratisponensis. 24. Jan. Ulrich Erlbekch zu Pressat verkauft seinen Sitz und Behausung daselbst an Ludwig Herzog in Bayern. Bürgen und Mitsiegler: Andres Trawtenberger zu der Riiwt und Chunrat Elrbekch zu dem Hofleins. G. am Suntag vor Pauls Tag des heiligen Wekerer. (c. 3 S.) 25. Jan. Jörig Frawnberger der ältere zum Hag derzeit Hauptmann in Salzburg bekennt hinsichtlich der Schuld von 1600 ungerischen Gulden welche ihm vom seligen Herzog Stephan auf dem Meraner Amt und auf dem Sewer Amt im Chufstainer Gericht angewiesen worden sind, dass ihm Herzog Ludwig die an obiger Summe noch rückständigen 900 Gulden rheinisch und überdiess noch 180 Gulden rheinisch in Summa 900 Gulden ungerisch bezahlt hat, dagegen er dem genannten Herzog ein Jahr lang dienen und warten soll. G. an Pauls tag Conversionis. (c. Sig.) 27, Jan, Lewppolt Lantgraue zum Lewchtenberg verkauft an Herzog Johannsen in Beyern die Veste Stirberg. G. zu Sulzpach an Mitwoch nach sant Paulstag als er bekert ward. 29. Jan. Ulrich Hämperger verkauft an Herzog Ludwig mehrere von seinem Vater, Hainrich Hämperger seel. ererbte Realitäten: namentlich seine Behausung und Veste, genannt der Gensberg, mit dem dabey gelegenen Sedel und der gleichfalls dabey gelegenen Hub, so zu Lehen geht von der Aebtissinn 245 1417 30. Jan. 31. Jan. i I i n 5 ) 1. Febr. ». Febr. zu Neunburg, einen Hof zu Möring, den Haslerwerd, der auch zu genannter Behausung gehört, samt zugehörigen vier Hofstätten, ein Fisohwasscr und das Gericht, die zu obiger Behausung und Veste auch gehören, und herzoglich bayersche Lehen sind, einen Hof zu Tömling, einen Hof zu Olling und ein Holz, genannt das Dörnach, nebst einigen Wiesgründen, um vierzehn hundert fünfzig Gulden rheinisch gut in Gold. G. an freytag an sand Appolonia tag der h, Junckfrawn, (c. 4 S.) Erasin Preysinger und Anna seine Hausfrau verkaufen Jürigen Bischouen zu Passaw ihren halben Theil des Hofs und Sitzes zu Schönhöring sammt der daran gelegenen Pewnt. Mitsiegler: Iladmar von Aystershaim Tumherr zu Passaw. G. des nngsten Sambtztag vor vnnser lieben Frawn tag zu Liechtmess. (c. 2 S.) Ludwig Herzog in Bayern bestätigt den Bürgern zu Wasserburg, welche ihm willig gehuldigt haben, das Rechtpuch, den Prandtbrief, und alle ihre hergebrachten Rechte, Briefe und Frcyheiten. G. zu Ingolstat des Sontags vor Lichtmessen. Derselbe bestättiget den Bürgern und der Stadt Kufstain ihre Privilegia und Freyheiten, D. ib. et eod. d. (Tom. Privll.) Derselbe bestättidet dem Rathe und den Bürgern von Kitzpühel alle Privilegia und Freyheiten. D. ib. et eod. d. (Tom. privil.) Wilhalm und Hans die Satzenhofer zu dem Frawnstain verkaufen alle ihre |Giiter zu Mülwach welche von den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bayern zu Lehen gehen, an Dietreich von Stauff 1 den altern zu Ernfels. Bürgen und Mitsiegler: Fridreich Awer zu Prennberg Ritter, und Conrad Muraher zu Gutenekk. G. des Sunntags vor Liechtmezz. (c. 3 Sig.) ; Härtweig der Lewbolfinger zu Aw und seine Hausfrau verkaufen dem Abto Nicla zu Windberg und dessen Convente ihre Hofmarch und Dorf, genannt HofdorlT, mit Gericht, Herrschaft, Lehen- j schaff, Tafernen, Mühlen und 2 Fischwassern um 430 Pfd. reg, Pfg, Bürgen und Mitsiegler: Hanns ; der Lewbolfinger zum Ilawczenstein; Fridrich Stahel, Jägermeister in Nidern-Beiern und Ilartprecht Stahel zu Wänestorlf. Milsiegler: des Verkäufers Söhne: Erasem und Jorg die Lewbolfingerj Jorg der Ramsperger und Peter der Rainer. D. eod. d. (c. 7 S.) Hainrich Herzog in Bayern stiftet eine ewige Messe in der Capelle zu Burghausen auf dom neuerbauten Altar zu Ehren des hl. Geistes mit 24 Pfund Pfenning aus seinem Zoll zu Ottingen. Mitsiegler: Herzoge Ernst und Wilhelm gebriider. G. zu Burckhausen an vnnser Frauen abent Liechtmess. Ludwig Herzog in Bayern überlässt den Bürgern zu Wasserburg dafür dass sie ihm willig gehuldigt haben, den dritten Theil Gelts aus seinem Ungclt daselbst, G. zu Ingolstat an unser lieben Frauen Tag purificationis. 246 1417 3. Febr. Schreiben Conrads Herrn zu Weinsperg, Erbkammermeisters, an den Kämmerer und Rath der Stadt Regenspurg über die Sendung des königl. Caplans Conrat Reck dahin, zur Besprechung über die noch bestehenden und einzubringenden Rückstände an der Juden-Steuer des dritten Pfeningj. G. zu Costentz am Mitwochen nach vnser Frawn tag der Liechtmesse. 6. Febr. Heinrich Herzog in Bayern stiftet eine ewige Messe in der Capelle auf seiner Veste zu Burghausen auf sanct Catharinen Altar mit 24 Pfd. Pfg. aus seinem Zoll zu Braunaw. Mitsiegler: Seine Vettern Herzoge Ernst und Wilhelm gebriider. G. zu Burckhausen an Sanct Dorotheen tag der heiligen Junkhfrauen. 7. Febr. Johann und Georg Vettern Landgrafen zum Leuchtemberg Grafen zy Halls verkaufen ihre Schlösser und Vesten Pernstein und Rannvelss an ihren Oheim Etzel Grafen zu Ortenberg um 16000 Gulden, und behalten sich den Wiederkauf in den nächsten 5 Jahren vor. Mitsiegler : Heinrich der Nothafft Vitzdome in Nidern Beiern, Heinrich von Puchperg, Pilgreim der Rotawer zu Madaw, und Hans der Ekker Landschreiber in Nidern Beiern. G. des Sonntags nach Dorotheen Tage. (c. 6 Sig.) 5) Etzel Graf zu Ortenberg verpflichtet sich, die Schlösser und Vesten ltannvells und Pernstain welche die Landgrafen Johann und Görg zum Lewthenberg an ihn verkauft haben, denselben um die nämliche Summe nach Laut des Kaufbriefes zum Wiederkauf zu geben und dann auch die ihm von den genannten Landgrafen eingeantworfeten 3 Briefe zu übergeben von denen jeder auf 8000 Gulden lautet, und welche Graf Ulreich von Scliawnberg, Fridreich Ransperger und Ulreich Nustorffer über diese Schlösser gehabt haben. D. eod. d. (c. 4 Sig.) » Ernst und Wilhalm, Herzoge in Beyrn, ertheilen dem Probst Erhard zu Undenstorf und dem Kloster daselbst die besondere Erlaubniss, dass sich diese alle ledige Kinder der leibeignen Frauen, die das Kloster hat, aneignen und darüber nach Gutdünken verfügen sowie alle Leibeigne, wo sie solche erfahren oder Anden mögen, zu sich nehmen und ihre Güter damit besetzen dürfen. G. zu Münichen am Sonntag nach St. Dorotheen Tag. (c. 2 S.) Herzog Ludwig bestättige.t den Bürgern der Stadt Ratemberg ihre alten Privilegia und Ffey- lieiten. An Suntag nach unser Frauen-Tag Lichtmess. (Tom. Priv.) 9. Febr. Sigmund, römischer König, gebietet den Bürgermeistern, Rathen und Burgern der Städte Nürnberg, Rotemburg, Halle, Swinfurt, Winssheim und Wissemburg ■— da die heilige Kirche und die ganze Christenheit seit 40 Jahren durch beklagenswerthe Zwietracht gelitten, die das heilige Con- cilium, das in Costentz angeordnet, mit Gottes Hilfe heben und ein einhelliges Haupt der Christenheit erwählen soll — ihre treffliche Botschaft mit Vollmacht auf künftige Ostern an den königlichen Hof nach Costentz zu senden, um dis obenberührte Angelegenheit berathen zu helfen, und verkündet ihnen auch, die Reichslehen, welche sie seit seiner siebenjährigen Regierung noch nicht empfangen, vor künf- 1417 9. Felbr. 11. Febr. 12. Febr. 14. Febr. 15. Febr. 18. Febr. 247 tigcr Pfingsten bei Verlust derselben zu empfangen. G. zu Costcntz des liebsten Zinstags nach snnt Dorothee tag. Der Rath und die Bürger zu Wasserburg schwören, dein Herzog Ludwig in Bayern als ihrem rechten Herrn sein Lebtag allein gewärtig, gehorsam, dienstlich und unterthänig zu seyn. G. des Erchtags nach Dorotheen Tag. Cuncz Tampler bekennt, dass er von Ilerman von Sachsenheim, Kumenthcur zu Otingen ins Gefängniss gebracht, und von seinen Freunden und seinem gnädigen Herrn, Grafen Ludwig von Otingen wieder herausgetheidigt worden sey mit der Bedingung, diese Gefängnissstrafe nie rächen, mit den Leuten des deutschen Ordens nie anders, als mit freundlichen Rechten zu schaffen haben, und solche, wie Jederraan thun soll, an deutschordischen Stätten suchen zu wollen. Siegler: Dycppolt Halen. G. am Aftermontag vor Sant Valentinstag. (c. S.) Wilhalm Wallär zum Türn verkauft als Vormund seiner Vetter, der Gebrüder, Degenhart und Dietreich der Ilofar, des Ritters, Dietreich des llofär von Sünching, seines Bruders sei. Kinder, deren Baurechte auf dem Amthof zu Obern-Trawbling an Margret, Abtissin des Gotteshauses zu Obermünstcr zu Regenspurg, und den Convent daselbst. Mitsiegler: Conrad der Kamcrawer zu Pering und Peter der Raynär zu Schambach. Zeugen und Taidinger: Hanns Oech, Domherr zu Regenspurg, der Ritter Fridreich Awär zu Prennberkch, Probst des obgenannten Gotteshauses, und Frantzz Pütreich, Bürger zu Regenspurg. G. des Pfintztags nach sand Dorathe tag der heiligen Junkchfrawn. (c. 3 S.) Der Rath und die Bürger der Stadt Kitzpühcl schwören, dem Herzog Ludweig in Bayern als ihrem rechten Herrn gehorsam und unterthänig zu seyn. G. am freytag vor Valteins Tag. (>. Sig.) Lienhart Glapfenberger bekennt, hinsichtlich der Bürgschaft welche er der Herzogin Elisabeth für den seligen Jörg zu Abensperg geleistet hat, von desselben Bruder Jörg zu Abcnsperg gänzlich befriedigt zu seyn. G. an Valtcins Tag. (c. Sig.) Barbara Pflaundorfferinn, Mercken von Schellenberg ehliclie Wirthin, verkauft ihrem Oheim, Fritz Burggraf, Zusmegg die Burg mit aller Zugehörung um 1025 11. Reinisch. Mitsiegler: Merck 'on Schellenberg und Eglollf von Schellenberg, Bruder desselben^ Hai mich von Swenningen und llanns Pflandorller, Bruder der Verkäuferin. G. An Montag nach Sannt Valenteins tag. (c. 5 S.) Günther, Graue von Swartzburg und Ilerre zu Ranis, des römischen Königs Sigmund Hofrichter, bestätiget den Brief des königlichen Hofrichters Johannes, Grafen zu Wertheim vom 16. April 1-110, kraft dessen der Rath der Stadt Nürnberg in Folge erhobener Forderungsklage auf 2000 Mark Goldes in das Vermögen der Jutta Jüdin weiland Jacob Judens, genannt Rappe von Nürnberg Eheweib, Hendelinn Jüdin, ihrer Tochter, Michel, Lazarus und Mosse, des genannten Jacobs Söhne, welches 24S 1417 19, Febr. 26. Fcbr. 1. März yr 2 . März 6. März sie an Häusern, Urkunden und Schuldbriefen etc. besitzen, bis zur Abtragung der genannten Sumtno eingesetzt wird. G. zu Costentz des nehsten Donerstags nach sand Valentinstag. Ilainrieh Nothaft zu Wernberg, Vizedom in Nieder-Baiern, Niclas, Abt zu Windberg, Fridrich Awr, Peter Valkchnsfeiner, Eberhart Nusperger und Ilanns Egker, Landschreiber, Räthe des Herzogs Johanns, erklären als erwählte Schiedsrichter, dass sich Peter von Lälling, Pfleger zum Weissenstein, Jacob von Lälling der Rürcnpekch und der Eyttenhartter, alle Pfleger und Diener des Herrn Hanns vom Degenberg, wegen Misshandlung des Herzogs Johanns Amtleute im Vieclifrich und wegen Wegführung eines Insassen des Probstes Otten zu Rimichenach von seinem Gut innerhalb 14 Tagen zu Straubing in einem Thurm als Gefangene stellen, der Jacob von Lälling, dem verwundeten Landamtmann im Viechtreich 4 Pfund Regenspurger Pfenninge, bezahlen, der obige Insasse dem Probst Otto wieder zugestellt werden und dieser Insasse wegen Verlassens seines Gutes dem Probst 2 Pfund Regenspurger Pfenninge entrichten soll. G. an freitag vor Hern vasnacht, (c. 2 S.) Herzog Heinrich schreibt dem Rathe zu Reichenhall, er solle zur Stunde 2 aus dem Rathe zu ihm nach Landshut schicken mit den Briefen, so die Stadt von des Arczt wegen von seinen Vorfahren hat und was Pcen darauf lig wenn ihr nicht Salz habt; wann wir vns kuntlich darinne eruarn und | nicht nachlassen wollen. G. zu Burkchawsen an freytag vor dem weissen Suntag. | Hans von Buttendorit bekennt, dass er von Johannes, Bischof zu Eystet, die Veste Alten Mur als weit die Gräben begriffen, zu Lehen empfangen habe. G. am Montag nach dem weissen Sontag, Caspar und Hans die Frawnhofer bekennen, dass die 12.J- Pfund Pfenning Gült zu G'eysenhausen welche der Herzog Ileinreich von ihnen um 125 Pfund Pfenning gelost hat, dem genannten Herzoge gänzlich zugehören soll, wenn sie nicht inner Jahres Frist erweisen würden, dass diese Gült ihr Erbe und nicht Satzung sey, in welchem Falle sie dann diese Gült um 125 Pfund Pfenning wieder- i lösen sollen. Mitsiegler: Wilhalm und Caspar die Törringer, der obengenannten FrawnhoferSwäger. | D. eod. d, (c. 4 Sig.) Fridrich, Burggrafe zu Nuremberg, bescheint den Empfeng von 1100 fl., welche ihm Heinrich Permuter, Bürger des Raths zu llotemburg, Namens der 5 Reichsstädte: Rotemburg, Nördlingen, Weyssemburg, Dinckelspühel und Popplingen wegen der mit denselben auf 5 Jahre eingegangenen Einigung 1'ür das am sand Peterstag Kalhedra fällige Jahr bezahlt hat. G. am nehsten Dinstage nach dem Weysscn Suntage in der Vasten; (c. S.,1 Die Herzoge Ernst und Wilhelm weisen dem Kloster Scheftlarn auf dessen Antrag, die seitherige concedirte Abführung von 28 Scheiben Salz wöchentlich zollfrey von München nach Scheftlarn auf sechs Jahre einzustellen, entschädigungsweise hiefür anf sechs Jahre zu jeder Quatember Zeit acht Gulden beym grossen Zoll zu München an. G. München an freitag in der Vasten vor Reminiscere. 249 1417 8, März Hanns Zennger zu Swarczenegk begibt sich aller Ansprüche und Foderungcn an den Bischof Albrecht zu Regenspurg von wegen des Banns und der Schäden, in die er wegen Ilannsen des lant- sidlers weiland Vicar zu Lienperg gekommen war. G. zu Regenspurg an Montag in der andern Vastwochen, (c. Sig.) 9. März | Friczz Torseh der Kramer, Bürger zu Regenspurg, in des Rathes Vanknüss gekommen, indem j er mehr als ein Eheweib genommen hatte ; daraus jedoch wegen seiner Krankheit und auf frommer Leute Bitte entlassen, schwört Urphcde und gelobt die nächsten 5 Jahre der Stadt versprochener eingesessener Bürger sein. Bürgen: Hainreich der Chuntler, Fridreich der Mercnschaczz, beide Bürger zu Regenspurg, und Hanns der Virdunck zu Declipeten. Siegler: Peter der Maller, Schulthaiss zu Regenspurg. G. des Eritags nach Reminiscere in der Vasten, (c. S.) 12. März Ilannss Hofer zum Trackhenstain verkauft sein Gut zu Weinrewt snmmt dem Zehenden darüber an den Ritter Heinrich Notthafft zu Wernberg, Viztumbe in Nidern Bayrn. Bürgen: Jorg der Hofer zum Lobenstayn und Stephan der Hofer zu Heryflng. G. dess Freitags in der anndern Vastwochen. Johanns Herzog in Baiern gelobt, den Ewerhart Nusperger, so oft sich derselbe für ihn in Porgschaft- oder Selbscholschaft-Weise verschrieben hat, gänzlich zu entheben und zu lösen. G. des freitags vor Oculi. (c. Sig.) » Hilpolt Frawnberger zu Prun begiebt sich aller Ansprüche auf den enhalh der Yser bey dem Kaltenpach gelegenen Anger, welchen sein seliger Vetter Friedrich der Frawnberger Tumtechant in Freysing zur Begehung seines Jahrtages in der Rachlinger-Capelle daselbst vermacht hat. G. an Gregorii Tag. (c, Sig.) 13. März Peter Maller, Schultheiss zu Regenspurg, erkennt auf die Klage Agnes der Geschiesserinn, Bürgerin zu Ingolstat, dass sic von Frantz dem Pütreich, Bürger zu Regenspurg, zwei demselben zur Aufbewahrung gogebene Briefe nicht bekommen könne, nachdem Pütreich mit seinem Eid bestätigte, dass ihm jene Briefe sammt andern Gut damals, als er zu Pürrleinswab gefangen war, entfremdet worden, zu Recht, dass er von allen Zusprüchen ledig sey. G. am Samb^tag vor dem Suntag Oculi in der vasten, (c. S.) 16. März Hainrich Herzog in Bayern weist zu der neugestifteten ewigen Messe auf sanct Wenzeslaus Altar in der Veste zu Burghausen einem Caplan zur Haltung eines Schülers zu den 20 Pfd. Pfening vier Pfund Pfening aus der Mauth zu Burghausen an. G. zu Burghausen am Erchtag nach dem Suntag Oculi in der Vasten. 17. März Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern bekennen, Ameleyn der Pienczenawerynn sicbenthalb hundert Gulden schuldig zu seyn und einantworten ihr als Fürpfand bis zur Abtragung obiger Summe 32 250 1417 | 1 j all ihr Ungelt zu Aybling und Awrburg. 1?. zu München an Mitichen vor dem Suntag letare, Cc. 2 Sig.) 19. März i 1 f Johanns, Herzog in Beyern, verspricht das von Ulreich dem Ileiligsteter zu Ilönheim erhaltene Darlehen von 550 ungerischen Gulden auf den nächsten Lichtmesstag zurückzuzahlen, und anf den nächsten St. Michells Tag aus seiner Kanzlei in Nidern-Beycrn 55 ungcrische Gulden Zins zu entrichten. Bürgen und Mitsiegler: die Ritter und Knechte Fridrich Auer zu Prennberg, Caspar Ilertten- herger zu Ileilsperg und Eberhart Nusperger, Pfleger zu Werd. G. am Freitag vor dem Sonntag da man singet Laetare in der heiligen Fasten, (c. 2 S.) Sigmund, Römischer König, verleiht dem Ehrwürdigen Johann, Abt zu Ottenburun, alle Regalien und weltliche Herrlichkeit, Lehen und Mannschaften. G. zu Costentz am Vritag für dem Sontag, als man Singet letare iherusalem in der vasten, (c. S.) 23. März Derselbe bestätigt dem Grafen Fridrich zu Ilelfenstain alle Freiheiten, Rechte und Privilegien, welche derselbe von den römischen Kaisern und Königen hergebracht hat. G. zu Costenz des Dinstags vor unser Frauen Tag Annunciationis. (c. Sig.) 26. März Synodus Constantiensis Ludovico, Bavariae duci, et eius complicibus sub analhematis sententia mandat, ut ab occupalionibus et delentionibus fructuum et proventuum bonorum et iurium monasterii Cesariensis omnino desistant ac arrestata et ablata plenarie restituant, neenon abbatibus, clericis et presbyteris et notariis per Alamaniam constitutis praecipit, ut duci et eius complicibus idem monitione eadcin mandent. D. Constancie septimo Kalendas Aprilis. 27. März Instrument des Leonhart Tichtl, Pfarrers zu Seel und offenen Schreibers, laut dessen Ott Ebsär, Pfleger zu Kufstain, Fridreich Reicherczhaimer, Pfleger zu Wasserburg, Fridrich Vink, Pfleger zum Kürnstain, und Hainrich Perger, Landschreiber in dem Gebirge, bezeugen, dass Theseres Frawnhover, welchen Herzog Ludweig in Beyern kraft eines Rechtsspruches (g. zu Costincz, Donerstags nach sand Laurenezenlag 1417) in dreien Vierzehn Tag in Nutz und Gewer der Veste Kürnstain einsetzen sollte, in der bezeiclincten Frist nicht gekommen sei. Zeugen und Mitsiegler: Harttweig Ebsiir, Pfleger zu Tyerberg; Hanns Munchawer, gesessen zu Kwfstain; Ludweig Tärchinger, Pfleger zu Valkenstain ; der Rath zu Kwfstain. G. zu Kwfstain, an sand Rupprechts Tag. (c 7 S ) 28. März Dietrich Stauffer zu Ernfels bekennt, dass der Brief, laut welchem seinem Ahnherrn Dietrich Stau der vom seligen Herzog Stephan das Uebermass der 140 Pfund Pfenning, die er von Sulzpach hatte, verpfändet worden ist, von genanntem Ahnherrn und seinem seligen Vater in die Gewalt des seligen Königs Ruprecht gekommen ist. G. am Sontag Judica. 31. März Sigmund römischer Kunig bestätigt den Bürgern zu Swebischwerd alle ihre Gnaden, Freyheiten, Rechte, Briefe, Privilegien und Handfesten. G. zu Costentz an dem letzten Tage des Mondes Mertzen. 25 i 1417 g. April >i ii ii ii 3. April )> » Hermann Sehemann bekennt, dass er von Johannes, Bischof zu Wirczpurg und dessen Kapitel das halbe Schloss Landspurg mit dem halben Amte und Gericht, nichts ausgenommen, als die geistliehen Lehen, Mannlehen und den Wildbann für 2000 tl, rhn. auf Wiederlösung erkauft. G. am Freytag vor dem Palmsonntag, (e. S.) Ileinricus Fleckel, Decretorum Doctor, Deeanus Pataviensis, sedis apostolicae Capellanus, in causa, quam Ludouicus junior, natus Lodouici ducis Bauariae movet contra episcopuin Herbipolenscm, de quibusdam terris, villis, fructibus ex eis provenientibus, pecuniarum summis per usurariam pravitatem extortis etc., auditor ab apostolica sede specialiter deputatus, episcopum llerbipolensem citat, quatenus vicesima die post citationem Constanciae in audientia causarum apostolica compareaf, praefato Ludouico juniori, de justitia responsurus. Testes: Johannes Schade de Loghein et Theodericus de Monte, Notarii. D. Constantiae in eccl. Stephani, die Veneris, secunda mensis Aprilis. Idem causae auditor, quam Ludovicus iunior, Bavariae dux, adversus Georgium de Rechberg, Johannem de Mitelburg et Wihelmum Mesehlrayner, armigeros Eystetensis et Frisingensis dioecesis de nonnullis terris, castris et aliis rebus movet, ad requisitionem magistri Ulrici Winckel, procuratoris dicti ducis, et ex mandato cardinalis et vicecanccllarii Johannis, episcopi Ostiensis, supradictos armigeros per abbates, parochos et ceteros clericos Eystetensis et Frisingensis dioecesis ad se Constantiam citat. D. ib. et eod. d. Idem causae auditor, quam Ludovicus, natus Ludövici, Bavariae ducis, adversus Partzival et Tristramum, dictos Czennger, et Tcobi|un Waldauer in Waldau, armigeros dioecesis Ratisponensis, de nonnullis pecuniarum summis per usurariam pravitatem extortis movet, ad requisitionem Ulrici Winkel, procuratoris praefati Ludövici iunioris, supradictos armigeros per abbates, parochos et ceteros clericos Ratisponensis dioecesis ad se Constantiam citat. D. ib. et eod. d. Der römische König Sigmund bestätigt dem Kloster zu Schöntale alle und jegliche Gnaden, Rechte, Freiheiten und Privilegien. G. zu Cosfentz, an dem andern Tag des Mondes Aberelle, (c, S.) Derselbe bestätigt dem Abte Willing und Convente des Klosters zu Ahusen an der Werncz alle und jegliche Rechte, Freiheiten, Privilegien, Briefe und Ilandvesten, D. ib. et eod. d. Derselbe gebietet dem Herzoge Johanns in Beyern, das Augustiner-Kloster zu Schöntale bei seinen hergebrachten Rechten und Freiheiten zu lassen, und vor aller edlen oder unedlen Leute Gewalt zu schirmen. G. zu Costencz an dem dritten tag des Mondes Aberillen, (c. S.) Derselbe bestätigt dem Abt Johann des Stiftes S. Ulrich und Afra zu Augsburg das Holz zu Berkhan bei Augsburg. D. ib. et eod. d. (c. 1 S.) Heinrich Pflug, zu der Swartzenburg gesessen, wird vor des röm. Königs Sigmund Hofrichter geladen, sich zu verantworten gegen die Klage des Priors und Conventes zu Schontal auf dom 32 * 262 1417 3. April 4. April 6. April 13. April 16. Aprli nächsten Ilofgerichte, welches sein wird nach unsers Herrn Auffarttag, G. zu Costentz, des nächsten Sampsstags vor dem hl. Palmtag. (c. S-) Ritter Wolfgang der Görynger zu Liechtenau von dem Rath zu Regenspurg auf ein Jahr gegen eigne Verköstigung mit 11 Knechten als Söldnermeister aufgenommen, gelobt Treue und Gehorsam, keine Ansprüche auf Schadenersatz zu machen, allenfallsige Streitigkeiten zwischen den Seinigen und dem Rath durch die Richter der Stadt entscheiden zu lassen, und nur den halben Sold zu nehmen, wenn ihm vom Rath nach einem halben Jahr der Dienst aufgekündet würde. G, an dem heiligen Palm Tag. (c, S.) Sigmund römischer Kunig bestimmt, dass die Bürger zu Werde, welche sich über die ihnen durch den Herzog Ludwig zugefügten Beschwerungen beklagt haben, bey ihren hergebrachten Rechten nach Laut ihrer Briefe verbleiben sollen, und ertheilt denselben die Freyheit, dass sie an ihrem Leib und Gut der Herrschaft von Bayern nicht mehr pfandbar seyn sollen. G. zu Czell an Undersee am vierden Tag des Mondes Aberellen, (c. Sig.) Derselbe empfiehlt den Abt Johann und sein Kloster S. Ulrich und Afra, wie die Schirmung dessen Privilegien in den Schutz der Reichsstadt Augsburg. G. Costenz in dem fünften tage des Aberellen, (c. 1 S.) Ludwig Herzog in Bayrn verkauft der Stadt Gundelfingen den Marktzoll daselbst um ein Pfund Pfenning, mit dem Vorbehalt, denselben in der Folge höher verkaufen zu können. G. zu Ingolstatt am Erichtag in der heyligen Osterwochen. Hilprant Geyganter zu Geigant, gesessen zu Eslarn, macht nach dem Rathe des Landgrafen Lewpold zum Lewchtenberg sein Geschäft, wie folgt. Zuerst schallt er dem genannten Landgrafen den Sitz Eslarn mit aller Zugehörung, ;wie er ihn von dem Warperger erwarb; ferner das Dorf Mettersperg, wie er es von des Landgrafen Vater, Albrecht säil., kaufte; sodann zu einer ewigen Messe gen Geigant die daselbst befindlichen Güter und Zinsen, und überträgt die Lehenschaft über diese Messe obigem Landgrafen; weiter die 50 regensp. Pfenninge auf dem Gute zu Rän gen Geigant für Gottsleichnam zu einem ewigen Lichte; dann seinem Weibe, Margareten der Geiganterin, den Sitz zu Geigant mit aller Zugehörung, wie er ihn von Stephan dem Geiganter erwarb, und zwar auf Lebenszeit; hierauf seiner Schwester Kindern den Sitz zu Kaczpach mit Zugehörung, die Ilolz- wachs, genannt das Swarczholcz, welche ihm von seinem Herrn von Mospach ward, auch seinen Antheil an dem swarczen Holcz, das Wilhalm der Zenger hat, und Anderes. Endlich macht er noch einige kleinere Vermächtnisse, ernennt obigen Landgrafen zum Vollstrecker dieses seines letzten Willens, und ersucht ihn, seine Begräbniss zu besorgen, sein braunes Pferd mitführen und einen Stein über sein Grab legen zu lassen. Zeugen: Hanns Geiganter, Pfarrer zu Rechts, sein Vetter; Hanns Kaltentaler, Pfarrer zu Pfrcind; Ulreich, Pfarrer zu Eslarn; Ulreich Zenger zu Trawsnicht; 253 1417 16. April 17. April 20. April 21. April 22. April » 23. April 25. April Mathes Staraer zum Stam; Hanns Losauer zu Poppenliof, und Cuncz Küchenmeister, gesessen zum Pleistein. Mitsiegler: Landgraf Lewpold zum Lewchtcmbcrg; Hanns Geigantcr, Pfarrer zu Rechts, und Gilg der Muraher, gesessen zu Nappurg. G. am Freitag nach dem hl. Ostertage. Sigismundus, Romanorum rex, capitulo ecclesiae Patauiensis universa et singula iura et privi- legia confirmat. D. Constancie Prouincie Maguntine sexta decima die mensis Aprilis. (c. S.) Seitz Marschalk von Oberndorf gesessen zu Eberstal und seine Hausfrau Anna geborne von Sunthain bekennen, dass ihnen vom Herzog Ludwig in Bairn die Veste Eberstal mit dem Dorf Purttenpach verliehen worden ist, wie selbe vordem Jörg von Siickendorf zu Jochsperg zu Lehen gehabt hat. G. am Sambztag nach dem h. Ostertag. (c, Sig.) Peter, Probst zu Wettenhausen, und der Convent daselbst, von Fridrich, Herzog zu Oesterreich, als ihrem Klostervogt, ermächtiget, einen andern Schirm zu suchen, beurkunden, dass er, sobald der Herzog oder dessen Bruder ihr Land wieder in Besitz genommen haben werden, auf den fremden Schutz verzichten und den Herzog wieder als ihren Vogt haben und bezahlen wollen. G. zu Jns- prugk am Eritag vor St. Jorigen Tag. (c. S.) ^ Sigmund römischer König erhebt seinen Rath Hans Conrad VÖhlin von Frickenhausen zum Reichs-Bannerherrn und comes palatinus. G. zu Costenz des Mitwochs vor Jörgen Tag. Ludwig Herzog in Bayern verleiht dem Thobias Waldauer die Veste Waldau mit Ilalsgericht, Wiltpann und allen Zugehörungen, so dass diese Veste sein offenes Haus gegen männiglich seyn soll ausser gegen die Waldauer, Pälsdorffer, Nothafft und Kürner. D. Ambergk feria quinta ante Georgii, Eberhart, Graf zu Ivirchberg, bekennt für sein Guthaben von 1500 Rinisclicn Gulden, die ihm sein gnädiger Herr und Oheim, Graf Johanns Meinhart, Pfalzgraf zu Kerndten, Graf zu Görz und zu Tyrol, pfandweise dessen halben Antheil an der Grafschaft und Feste zu Kirchberg auf Wiederlösung erhalten zu haben. G. zu Constentz am St. Jörgen Abend, (c. S.) Nycolaus, praedicator novi hospifalis opidi Nuremberg cum consensu ac bona voluntate suorum fideicommissariorum libros suos in librariam novi hospitalis ad communcm usum omnium studere volentium tradit et legat. Testes: Heinricus Stainbach, vioarius novi hospitalis, Peter Trost et Heinrichs Burmel, clerici et Conradus Schönmacher, opidanus Nurnbergensis. A. in libraria nova praedicti hospitalis vicesimo tertio Aprilis. Frater Johannes, abbas Cistercii, a coabbate suo monasterii de Railtenhaslach sedecim florcnos ratione subsidii eidem pro sumpübus in sacro generali Constantiensi concilio nomine totius ordinis faciendis impositi recepisse testatur. D. Constantie die vicesima quinta mensis Aprilis, (c. S.) 254 1417 38. April Johann Bischof zu Eystet verpflichtet sich, den Ritter Wyrich von Treutlingen, welcher sich für ihn gegen Ilainrich Bopffingen verbürgt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. am Mitwochen nach Jörgen Tag. » Der römische König Sigmund bestätiget auf Ansuchung der Herzoge in Bayern, Ernst und Wilhelm, Gebrüder, und Heinrich, das von seinem Herrn Vater dem römischen Kaiser Karl gegebene Privilegium de non apellando, w'ornacli keines ihrer Güter und kein in ihren Landen und Herrschaften etc, befindlicher Ritter, Knecht, Bürger oder Gebauer, vor das Reichshofgericht geladen werden soll, es wäre dann, dass den Leuten vor den Landgerichten gewöhnliches Recht nicht wiederfahren würde, und man die Kläger kündlich rechtlos liesse. G. ze Costenz nächsten mitwochens nach sant Jürgen tag. 34. April Idem Adolfum Cliviae possessorem in Principem ac ducem Clivensem Sublimat, ac territorinm seu dominium clivense in verum Principatum et ducatum erigit. D. Constantiae XXVIII. die Aprilis. 7, Mai Anndre der Prukkner, Bürger zu TumstaulF, und seine Hausfrau Margret denen der Rath der Stadt Regenspurg seine Brükke zu TumstautF, neu und wohlgeschlagen mit allen Rechten und Nützen vom letzten sand Gorgentage auf die nächsten 3 Jahre überlassen hat, bekennen davon demselben und der Herrschaft zu Tumstauff im ersten Jahre 2, in den andern 2 Jahren 6 Pfd. reg. Pfg. entrichten zu wollen. G. des Freitags nach sand Walpurgen Tag. (c. 2 S.) » Beatrix die Iglin, Klosterfrau zu Geysenveld, bekennt von dem Rath zu Regenspurgk 5 Schilling guter Regensp. Pfenninge und 10 Pfenninge jährlicher Gilt, die sie von den Fürsten zu Pairen aus den Fleischbänken zu Regenspurchk bezieht, erhalten zu haben. Sieglerin: Anne, Abtissin zu Geysenveld. G, des nächsten Freitags nach des heiligen Kreuz Tag, als es gefunden ward. (c. S.) 10. Mai Jolians Truchsäss zu Waltburg, des li. Röm. Reichs Landvogt in Swaben, dem als Schiedleufe heygegeben sind Ilainrich von Isenburg Ritter, Ilainrich Vogt vom Lütpolcz, Diepolt Grätter von Bibrach und Claus Swertfürb von Ysin spricht zwischen Eglin von Schellenberg Ritter und der Bürgerschaft zu Kempten, welche letztere durch ihren Reder Mang Craft von Vlme gegen den von Schclleu- berg klagt, dass derselbe ihren Bürger Bencz von Ilaymanshoffen gepfändet und angegriffen, zu Recht, dass genannter von Schellenberg mit Leuten oder Briefen zu beweisen habe, dass er von Ilenczen’ von Ilaymenshoffen Recht erfodert und dieser ihm dasselbe verweigert hätte, und dass die Zwistigkeiten, wegen welcher er denselben gepfändet, Statt gefunden, ehe als der Ilaymenshoffer Bürger von Kempten geworden. Siegler: Johann Truchsäss von Wallpurg. G. An Mentag nach des hailigen Crütz tag ze Mayen, (c. S.) » Sigmund römischer König bestätigt den Bürgern zu Nuwenmarkt alle denselben von seinen Vorfahren ertheilten Freyheiten, Rechte, Privilegien und Handfesten. G, zu Costentz an dem zehenden Tag des Mondes Meyen. (c. Sig.) 1417 10. Mai 12. Mai » 13. Mai 14. Mai 18. Mai 19. Mai 20. Mai 21. Mai 26. Mai 255 Derselbe bestätigt der Stadt Sulzbach alle hergebrachten Freyhciten, Rechte und Gewohnheiten, D, ib. et eod. d. Idem privilegia monasterii in Speinshnrt confirmat. D. Constantie, duodecima die Maij etc. Heinrich Nothaft Vitztumb in Niederbayern vereinigt mit Beyziehung der herzoglichen Räthc Friedrich Awer, Peter Valkensteiner, Conrad Kamerawer und Ebcrhart Nusperger, dann des Hans Parsperger, Gütz Muralicr und Altraan Katzlstorffer das Kloster Sehüntal mit Hinschikch Ptlucg hinsichtlich ihrer Misshellungen wegen des Gerichts zu Swartzenburg. Siegler: Heinrich Nothaft und Hintschikch Pilueg. G. am Mytichen nach Cantate, (c. 2 Sig.) Der Römische König Sigmund befiehlt der Stadt Lyndow, dass sie die ihm von des Reichs wegen jährlich auf St. Martinstag schuldige und gewöhnliche Steuer dem Ritter Ucrman von Breytcn- stein bezahle. G, zu Costentz am 13. Tag des Monats May. (c. S.) Ulrich Predenwinder verpflichtet sich, wieder auf ein Jahr des Stadtrathes von Regenspurg Verantworter auf dem Landgericht Ilirsperg um jährlich 2 Pfund Ilelbling zu seyn, wovon er 1 Pfd. erhalten zu haben bekennt. G. am Freitag nach Pangrazen Tag. (c. Sig.) Sigmund, Römischer König, bestätiget dem Probst Peter und dem Convent des Kloster zu YVettenhusen alle Privilegien, Freiheiten und Gnaden. G. zu Costentz des achtzehcndcn tags in dem Meye. (c. Sig.) Johann Bischof zu Eystet verkauft den vom seligen Bischof Friedrich gekauften Hof zu Eystet, welcher vormals der von Ottingen Hof genannt war, an seinen und des Domkapitels zu Eystet Baucharzt Jörg von Swynnenbach um 70 Gulden. G. an unsers 1. Herren Auffert Abende. Mark Kitzi von Lindow verkauft der Stadt Lindow das ihm vom Reich verpfändete Münzamt dieser Sladt um 80 gute Reinische Gulden. G. an unsers Herrn Auffahrttag. (c. 2 S.) Jäck Ilewt, ain fry Landrichter in der Grafschaft zu Marstettcn von des Herzogs Ludwig, Grafens zu Mortani wegen, sitzend zu Gericht an dem eben benannten Landgericht an offner freyer Riehs Strasse, gibt dem Bürgermeister YVermeister von Meiningen und vier geschwornen des Raths daselbst auf ihr Ansuchen eine vidirairte Abschrift von des Kaisers Sigmunds Bestätigungsbrief über die Freyheiten der Stadt Memingen, d. d. Meran frytags vor Sant Syxten Tag 1413. G. ze Memyn- gen vor Landgericht an dem nechsten Montage vor dem h. Pflngstage. Albertus, episcopus Ratisponensis, missam perpetuam in filiali ecclesia in Märchingen ad eccle- siam paroeliialem Pfering pertinente a dominis de Abensperg et Rugero Ilälmel, capellano capellaniae praedictae filialis eeclesiae, dotatam ac fundatam confirmat praefatuinque capcllanum in possessionem missae praedictae cujus collatio ad doininos de Abensberg spectat inducit. D. Ratispone die vicesima sexta mensis Maij. (c. S.) 256 1417 31. Mai 1. Juni 2. Juni 4. Juni 6 . Juni Sigmund, römischer König, gebietet den Bürgermeistern, Rüthen und Burgern der Stadt Nurem- herg, die gewöhnliche Steuer von 2000 fl., die auf nächstkünftigen sanct Martinstag füllig ist, dem Markgrafen Fridricli zu Brandenburg und Burggrafen zu Nurcmberg zu entrichten. G. zu Costenfz an dem letsten tag des Mondes Meyen. Frater Heinricus, abbas monasterii Ebracensis receptor contributionum anno 1416 impositarum in partibus Franconiae, Turingiae, Misniae ac partibus Reni inferioribus et his vicinis usque ad pro- vinciam Coloniensem exclusive specialiter deputatus ac substitulus, a domino Nicolao, abbate in VValt- sahsen, quindecim florcnos rynenses de contributione ei imposita recipisse testatur. D. feria secunda pasches. (c. S.) Eberhart von Lainberg, Ilans Uetzlinger, Jerg von Uscnloch, Jacob Medlinger, Hans Kirclier, Ulreich Swaiger, Hans Klotzzer und Ulreich Pfllfer vereinigen sich mit dem Bischof Johann zu Eystetten und seinem Hofmeister Ilainrich von Bopfingen hinsichtlich ihrer bisherigen Fehden und versprechen, derselben gute Freunde zu seyn, insbesondere gelobt Eberhart von Lainberge, gegen dieselben weder mit seinem Leibe noch mit seiner Behausung Stauffen etwas zu thun. Taidinger und Siegler: Wolf von Westerstetten, und Gerwig von Riethain. Mitsiegler: Eberhart von Lainberg. G. am Aftermontag nach dem h. Pfingsttage. (c. 3 Sig.) Ililpolt Frawnberger zu Prunn bekennt, für die Summe welche ihm der selige Herzog Stephan schuldig war, vom Herzog Ludwig 1000 ungerische Gulden erhalten zu haben, G. am Mitwochen in der Quatember in den Pflngstveirtagen, (c. Sig.) Albrecht Herzog zu Oesterreich entscheidet hinsichtlich der Misshellungen zwischen Hadmar von Aistershaim älteren Tumherrn und dem Capitel des Tunis zu Passau einerseits, dann Albrecht von Puechaim des Herzogs Ernst zu Oesterreich Hofmaister und Ulrich von Winkchel anderseits wegen der Kirche zu S, Steffan auf dem VTagrain und wegen des Ueberzinses, dass aller Unwillen gänzdich ab seyn, dass der Vicar zu S. Steffan dem Capitel in Passau jährlich 100 Pfund Pfenning reichen, und dass das genannte Capitel diese Kirche so oft sie ledig wird nur einem ewigen Vicar verleihen soll, der dieselbe ungetheilt mit allen Würden inne habe, wie weiland Hans der Ilibelstorffer und andere Pfarrer. G. Wienn am freytag nach Erasmen Tag. Hans Frawnhofer verpflichtet sich für seinen Bruder Kaspar Frawnhofer, welcher die von den Herzogen Ernst und Wilhalm an Balthasar Muraher verpfändete Veste Egersperg zuvor pfandweise inne gehabt hat, dem genannten Muraher hinsichtlich aller Ansprüche wegen dieser Veste zu haften. G. am Sambztag in der Quodember zu Pfingsten, (c. Sig.) Balthasar der Muraher verpflichtet sich, den Herzogen Ernst und Wilhalm in Bayern mit der von denselben an ihn verpfändeten Veste Egersperg gewärtig zu seyn. D. eod. d, (c. Sig.) 257 1417 5, Juni 8, Juni 16. Juni 25. Juni 28. Juni 1. Juli 4. Juli Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern verpfänden die Behausung und Veste Egersperg an Balthasar den Muraher um 2100 Gulden. D. eod. d, (c. 2 Sig.) Die Gebrüder Rudolff, Ilug und Heinrich Grafen von Werdenberg von Santgans bekennen für sich und das Kind ihres Bruders, Grafen Hans seel., dass ihre Streitigkeiten mit Bürgermeister und Rath der Stadt Lindow wegen zweier durch ihren Bruder Hans gefangen genommener und mit Schatzung belegter Bürger dieser Stadt durch ihren Vetter Graf Wilhelm von Montfort, Herrn zu Bregentz, gänzlich abgethan und ausgeglichen seien, und dass sie wegen alles Geschehenen denselben oder deren Helfern nicht mehr Feind sein, sondern gute Freundschaft halten wollen. Mitsiegler: Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Bregentz. G. an dem nächsten Zinstag vor St, Vitztag zu Mittem Brauchot. (c. 3 S.) Fridrich, Markgraue zu Brandenburg und Burckgraue zu Nüremberg, bittet die Burger des Raths der Stadt zu Schwabach mit Ernst, ihr Siegel zu dem scinigen an die Briefe für Peter Beheim und Sebalt, dessen Sohn, wegen 200 fl., Hans von Lotheim, Clara, dessen eheliche Wirthin, wegen 100 fl., Thoman Vischer und Margret, dessen eheliche Wirthin, auch wegen 100 fl., die er ihnen zu Leibgedinge verkauft hat, zu hängen, und macht sich verbindlich, sie, so oft es nüthig, von solcher Selbstschuldschaft sammt den Zinsen ledigen und lösen zu wollen. G. an sandt Veitstage. (c. Sig.) Günther, Graf von Swartzburg und Herr zu Ranis, Ilofriehter des Römischen Königs Sigmund, befiehlt den Bürgermeistern, dem Rath und den Bürgern der Stadt Regenspurg, dem Bischof Albrecht zu Bamberg zu dem sogenannten Bambergerhof zu Regenspurg, den derselbe vor des Reichs llof- gericlit um 2000 Mark Gold erklagt und ervollet hat, beholfen zu sein und ihn dabei zu beschützen. G. zu Costentz des nechsten frytags nach sand Johans Baptiste tag. (c. S.) Heinrich Ilofmaister, ein Scliefkneht, Bürger zu Amberg, und seine Hausfrau verkaufen dem Rupreht von Wolfliing, Richter und Landschreiber daselbst, zu der Veste, welche Herzog Ludwig jetzt zu Amberg baut, ihr Haus und Ilofrait daselbst um 10 Pfd. Pfenning, Werung der Stadt Amberg, doch mit der Bestimmung, dass das halbe Pfd. Heller ewigen Zinses, freien Marctrechts, welches die Wydem zu Amberg darauf hat, auf die Veste übergehe, bis es anderswo angelegt werde. G. an sant Peters und Pauls Abend, der hl. Zwelfpoten. (c. S.) Gerichtsbrief des Eglof von Wartenberg, genannt von Wildenstain, im Namen des Grafen Iler- man von Sultz, sitzend auf dem k. Hof zu Rotwil; wornach Diepolt Irrer von Meiningen mit seiner Klage wider Cunrat Häslin, auch von Memingen, wegen Anspruch auf ein dem Kläger versetztes Haus, vom Hofgerichte ab, und an das Gericht in Memingen nach einem von Kaiser Karl IV. dieser Stadt gegebenen Freybrief verwiesen wird. G. an dem nechsten Donrstag nach Petri et Pauli Apostolorura, Katrey, Abtissin des Gotteshauses zu Kyemse, macht für die Dechantin und alle ihre Klosterfrauen sowie für die vier daselbst angestellten Capläne eine Stiftung, dass sie und ihre Nachfolgerin 33 258 141 7 7 . Juli 11. Juli 12. Juli jeder der benannten Personen am Charfreitag ein Viertel Wein, damit sie zu der Metten eine Vigil im Chor lesen, am Gottsleichnam Tag zwei Trinkchen Wein, damit sie die Prozession mit dem hl Sakrament ordentlich halten, am achten Tag U. L. F. Schicdung ebensoviel Wein, damit sie das Amt mit einander singen, und am Allerseelentag ebenfalls zwei Trinkchen Wein, damit sie im Chor Vigil lesen, ein Seelenamt singen und jeder Caplan Mess lese, zu der gewöhnlichen Pfründe verabreichen und am Allerseelentag ein Schaffe! Korn zu Brod fiir die Armen backen lassen sollen, und vermacht ihr frei eignes Gut, genannt Oberninosen im DorfTner Gericht, wie sie solches von ihrem Bruder, Conrat dem Hampersdorffer sei., üherkommon hatte, zu einem Jahrtag. G. am St. Ulreichs Tag. ( c . S,) Ruprecht der ältere, Pfalzgraf bei Rein, bestätiget die von dem Römischen Kaiser Iiarel den Landgrafen Vlricli und Johann zum Luchtenberg ertheilten Rechte, Erze zu bauen und zu graben. G. zue Heidelberg des Mittwoches vor sand Margarethen tage der heiligen Jungfrawen. Johannes, Bischof zu Wirczpurg, verstattet dem Spitale zu Yphouen und dessen Verweser ob der Armuth und Xuth der armen und siechen Menschen in diesem Spitale, den Stiftsliof zu Bernheim, von Ilarünut Fuchs von Dornheim, Ritter, für 500 fl. cinzulüsen, welchem er vom Bischöfe Gerhart verpfändet war, und macht sich verbindlich, bey der Wicderlösung nicht nur diese 500 fl., sondern aucli die 120 11., welche Jorg von Sawnsheim und llerman Ivösslin von dem Spitale an des Bischofs Schuld bezahlt erhielt, wieder zu erstatten. G. zu Wirczpurg am Sontag nach S. Kylians Tag. (c. S.) Fridrich, Marggraue zu Brandenburg, bestätiget die von seinem Vater, Burggrafen Fridrich seligen, mit Willen des Bischofs zu Eystet und unter Mitwirkung des Pfarrers Heinrich Staffelsteiner zu Ottensoss geschehene Stiftung einer ewigen Messe in der Schlosskapclle zu Schönwerk und ordnet mit Zustimmung der Priorin und des Convents zu Engeltal, als Mitlebenherrin der Pfarrkirche zu Ottensoss, sowie des Pfarrers und der Gemeinde daselbst an: gedachter Pfarrer solle an jedem dritten Sonntage, am zweiten Weihnachts-, Oster- und Pflngstlage, am S. Jakobstage, an welchem die Capelle gevveibet ist, und am Marcustage, da man mit dem Kreutze geht, in erwähnter Capelle Messe lesen, auch alle Freytage und in der Fasten alle Dienstage und Freytage in derselben Beicht hören etc, G. am nechsten Suntag nach sant Wiiboitstag des heiligen Bischoffs. (c. 2 S.) Jacob, Landvogt zu IJöchstet, meldet seinem Herrn, dem Herzog Ludwig in Bairen , dass die vor ihm und des Herzogs obersten Kanzler, Hanns von Maurhain, zu Hochstet am Pflogst Abend versammelten Aeltesten von Slainhain, Mersling, Teysenhofen, Lützing, Obernglahen, Swinnenpacln Weylnn, Plinthain, Sondernhain, Nidernglahen, Hofen und den beiden Liefzhain, eidlich erklärt haben, dass alle in der Herrschaft und dem Landgericht zu 11 belüftet gelegene und dem Kloster zu Kayss- hain angehörige Güter, wie andere Güter des Herzogs, Steuern, Vogteien und Dienste entrichtet und Wachen und Schaarwerk gethan hätten, dass dieses alles so von dem NeytV auf Den von Deck, von diesem auf des Herzogs Vater und Mutter, von dieser dann auf Den von Wirttenberg und zuletzt von da auf den Herzog selbst so hergekommen sei, sie aber nicht wüssten, wie das Kloster zu Ifayssliain 259 1417 zum Besitz dieser Güter gelangt sei. Auch meldet er, dass er erfahren haho, die Herrschaft zu Höchstet sei älter als das Stift Kayssliain. G. an Montag vor Margarethe, (c. S.) 13. Juli Wyrich von Trcwtlingen, Bitter, quittirt die Bürgermeister, den Rath und die Burger der Stadt Niiremberg anstatt Fridrichs, Markgrafens zu Brandenburg und Burggrafens zu Niiremberg, über die Stadtsteuer von 2000 il., die sie auf nächsten sanct Merteinsfag dem römischen Könige Sigmund zu entrichten schuldig waren. G. am Pfintztag nach sant Margretentag der Junckfrawcn. (c. S.) 17. Juli Chunrat Truchsäss, Ammann zu Werde, meldet seinem Herrn, dem Herzog Ludwig in Bayrn und Grafen zu Mortain, dass er innerhalb seines amtlichen Disriktes keine Hofe, Salden, Hölzer, Wiesen und Aeeker gefunden habe, die Den von Ivaisshain zugehörten. G. an Sampstag vor Marie Magdalene, (c, S.) 18, Juli Die Naclitpawrn und die Pawrschaft der Dörfer Sei und Elmau bestätigen eidlich, dass die Güter genannt Wald und Rauchstet welche der Abt zu Tegernsee, dann die Güter genannt Pietring, Nieder-Ilawning, Sfokach und Sepach welche der Abt von Scheyern bey ihnen liegen hat, so wie auch die andern Prälaten und Gotteshäusern zugehörigen in der Herrschaft Chufstain und in Seeler Pfarre gelegenen Güter von des Herzogs Ludweig Vorfahren bis auf seine Zeit mit Steuer, Vogtey, Diensten, Wachten, Seharwerchen und mit anderer Herrlichkeit gehalten und hergekommen sind, G. am Sunntag nach Alexii. 22. Juli Eberhardus, Saltzeburgensis ecclesiae arehiepiscopus, Cristannum Wildegker, canonicum ecclesiae praedictae, ab Johanne, praeposito, totoque capitulo ecclesiae suae in praeposituin ecclesiae conventualis sancli Petri in Ilegelwerd nominalum de eadem praepositura in Uegelwerd investit. D. Saltzburge inensis Julii die vicesima secunda. 24, Juli Sigmund, römischer König, widerruft einen Brief, welcher aus Versehen der königlichen ICanzley oder auf andere Weise den Burgern von Regenspurg zum Xachtheil des zur Burggralschaft Nürnberg gehörenden Landgerichts, auf welchem der Landrichter an des Kaisers Statt sitzt und richtet, gegeben wurde, und bestätiget dem Markgrafen Friderioh von Brandenburg, Churfürsten, und dem Burggrafen Johannes zu NUrinberg alle Freyheiten und Rechte hinsichtlich desselben. G, zu Costenz an sant Jakobs Abend. 26. Juli Die Gebrüder Wilhalm Jörg und Hartman Burgaw schreiben an den Rath der Stadt zu Werd, wegen der Ungnad, in der sie bey dem Herzog gekommen sind und erklären, dass sie, wenn ihnen ihr Geld nicht gezahlt würde, zu Land und Leuten greifen müssten, G. Montag nach sannd Jakobstag. (Tom. Privil.) i. Aug. Der Römische König Sigmund ertheilt dem Herzog Johans in Beyern die Freiheit, dass gegen dessen Land und Leute weder vor ihm noch dem Reichshofgericht ; sondern lediglich vor den Ge- 33 * 260 ■|i$k Bl 5 : 1417 richten des Herzogs selbst geklagt werden solle. G. zu Costentz des nächsten Sonntags nach St. Jacobstag. (c. S.) 2 . Aug. Vor dem Römischen König Sigmund, als er mit den Fürsten des Reiches zu Costentz in dem obern Saale bei den Augustinern des nächsten Freitags vor St. Margarethen Tag zu Gericht gesessen, um nach mehrern vorausgegangenen Verhandlungen über die Streitigkeiten zwischen den Herzogen Heinrich und Ludwig abzuurthejlen, erscheint Letzterer mit seinem Vorsprechen, Ulrich Riedrer, und zeigt den Landcs-Theilungsbrief der Herzoge StetFan, Fridrich und Johans in Beyern, und das Trans- sumpt einer Bulle des Pabstes Johannes vor, wornach obige Angelegenheiten vor einem geistlichen Richter entschieden werden sollen. Dagegen aber verlangt Fridrich', Markgraf zu Brandenburg als Vorspreche des Herzogs Heinrich, dass, da die Sache weltliches Gut und Rcichslehen betreffe, auch nur der Römische König und die Reichsfürsten darüber urtheilen sollten. Als hierauf der König und die Fürsten dieses Verlangen durch einen gleichlautenden Spruch bekräftigten und bestätigten, der Vorspreche des Herzogs Ludwig aber die Erlaubniss zur Vorlage noch anderer teutsclier und lateinisher Briefschaften verlangt hatte, wird auf den Grund, dass Richter, Streitende und die Sache, worüber gestritten werde, teutsclies Gut und teutsches Lehen sey, zu Recht erkannt, dass auch alle Belege in teutsclier Sprache und nach teutschem Recht durch den Fürsprechen zur Vorlage gebracht werden sollen, G. zu Costentz des nächsten Montags nach St. Peters Tag ad vincula. (c. S.) 8. Aug. Johann Bischof zu Eystet bekennt, durch Johann Herrn zu Haydegk, Wieland Swelher, Hans Guinppenberger und Hainrich von Bopffingen mit dem Herzog Ludwig in Beyern dahin vereinigt zu seyn, dass Herzog Ludwig 3 seiner Räthe und der genannte Bischof seinen Vetter Johann Herrn zu Haydegk und 2 seiner Räthe dazu geben soll, welche 6 den Wieland Swelher als Uebermann nehmen, und die Streitigkeiten zwischen erwähntem Herzoge und dem Bischof Johann am künftigen Michels Tage in Ingelstat zu Ende bringen sollen. G. zu Costintz am Sontag vor Lorenzen Tag. (c. Sig.) 10. Aug, Vlrich Herzog zu Tegk willfahrt der Bitte, welche der Schlyffer von Ysinn, der Zeit der Krämer Sehultheiss in der Gegend, Rottengatter von Vlm, Ilepp von Memingenn, der Wyss von Kempten, der Spengler von Kavffbürnn und alle anderen Krämer, die da zumal auf dem Jahrmarkt zu Mindelhain versammelt waren durch ihren Bevollmächtigten Hainrich den Zanggenried, Bürger zu Mindelhain an ihn gestellt haben und bewilligt ihnen sonach Ze dem ersten ob ainer oder ainwvnder inen vngerecht funden wurde ez wäre mit wägen mit gewiht oder mit der eien, Oder ob ainer oder ainw under ihnen dem andern ettwaz stäle daz kumpär vnd offenbar wäre , daz sie den oder die darvmb straffen vnd bessren süllend nach Ordnung irer gesatzt oder wie sie dez ze rat werdent. Oder wäre daz ir deliainer ain ledig wib mit im fürte der ain elich wyb hette den möhten si darvmb aveh straffen vnd bessren wie si denn ze rat wurden. Vnd ob ain Krämer gen Mindelhain Icüme der sin wyb schickti in Wirtes Hüser mit Lyrnn oder mit andrer lottry oder ze beltlnnd, daz si den darvmb strafftn wie si denn ze rat wurdin. Vnd wäre ob dehainer den andern vberfürte ez wäre In stetten in Märkten in Dörfern oder vff dem land, vnd div klag herküme in ir wyhin gen Mindelhain, daz si den auch darvmb straffetin vnd bessretin wie si denn ze rat wurdin, vnd wär ob dehainer vnder Inen 261 1417 10, Aug, n 12. Aug. 17. Aug. » von dem andern ettwaz kavffti ez wäre hie ze Mindelhain oder anderswo vnd derselb hinweg gicnge an dises wissen willen vnd erlavben, vnd den also nit bezalt bette in demselben Markt vnd diu Klag für si her käme gen Mindelhain, daz si den avch darvinb mügin straffen wie se denn ze rat wurdin. Vnd wäre ober ainer oder ainw vnder inen nit gereht speczry hette vnd die für gerelit verkavlfti vnd wa si dez innen würdin, daz si den avch darvmb straffetin vnd bessretin wie si denn ze rat wurdin, vnd wäre ob dehainer vnder Inen räubig oder diebig gut kavffti, wa si dez Innen wurdin so der her ktime in ir wyhin daz si den darvmb avch straffetin vnd bessretin wie si denn ze rat wurdin. Vnd wäre ob ain fraw oder ain man dehainem kramer ichzit stäle vff vnserin vorgenannten markt ze mindelhain, vnd daz kuntlich offenbar wurde. Vnd wie si die handletin ez wäre mit Worten oder mit werken an fliessend wundan, daran süllen si weder herren noch vogt nihtzit fürchten vnd doch vnsren rehten an allen schaden. G. An sant Laurentzentag dez hailigen Martrers. (c. S.) t Fridreich, Markgraf zu Brandenburg, Jörg Bischof zu Triendt und Seifrid Abt zu Eibangen teydingen zwischen Herzog Ludwig von Bayern und Bischof Albrecht zu Regensburg also dass der Herzog dem Bischof auf dessen Begehren die Veste Hohenburg mit Zugeliörung auf nächsten Frauentag Liechtmesse um siebenthalb tausend Gulden ungarisch wieder zu lösen geben soll, G. zu Costnitz an sand Lorenzen tag. Bischof Albrecht zu Regensburg bekennt, dass er vom Herzog Ludwig von Bayern, wenn dieser ihm bis nächsten Lichtmesstag nach schiedsrichterlichem Spruch die Veste Hohenburg um siebenthalb tausend Gulden lösen lässt, darum weiter nichts zu fordern habe, und auch um die 2400 Gulden, die ihm des Herzogs Herr Vater schuldig gewesen ist, verglichen sey, D. ib, et eod. d. Fridrich, Markgraf zu Brandemburg, erkennt auf Befehl Kaiser Sigmunds als Vorsitzer des Reichs-Gerichtes zu Costentz in der Streitsache zwischen Theseres Frawenhover und dem Herzoge Ludwig in Beyern, betreifend die Vorenthaltung des Schlosses Ivürnstein, zu Recht, Herzog Ludwig solle den Frawenhover in längstens dreien 14 Tagen wieder in die Gewere des Schlosses Kürnstein einsetzen. G, zu Costentz, des Donerstags nach sant Laurencien Tag. Sigmund Römischer König gibt Johansen Lantgrauen zum Leuchtemberg und seinem Vetter Gorgen die Lantgraffschaft zum Leuhtembcrg mit allen ihren Unterthanen, Rechten und Freiheiten zu Lehen. G. zu Costencz des nechsten Czinstags nach vnserr frawentag Assumpcionis. Conrat der Plattner, von dem Rath zu Regenspurg wegen seiner unordentlichen Lebensweise aus der Stadt verwiesen, nachher jedoch ermächtiget, in dieselbe zur Probe auf ein Jahr wieder zurückzukehren, gelobt während desselben weder in Leithäuser noch Ilurenhäuser zu gehen, auch nicht mit Würfeln oder Kugeln zu spielen, und mit Weib und Kindern im Frieden zu leben. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G, des Eritags nach U. F, Tag zu der Scliiedung, (c. S.) 262 1417 17. Aug. 19, Aug. 20. Aug. 21. Aug. 24. Aug. Ilainreich llaidenliawppel der Fleischman, Bürger zu llegenspurg, wegen grosser Unzucht und Friivel in des Rathes Vanknüss gekommenj jedoch daraus wieder entlassen, gelobt ein Jahr lang weder Messer, noch Schwert zu tragen, in kein Leit- oder Ilurenhaus zu kommen, und nach der ßierglokke nicht auf der Strasse zu gehen. Bürgen: seine Schwäger Ulreich der Amberger und Conrat der Sundersvelder; und sein Bruder Ilainreich der Ilaidenhawppel. Siegler : Peter der Müller, SchulIhaiss zu Regcnspurg. 1). eod. d. (c. S.) Peter Maller Schulthaizz und Lewppolt Gumpprecht Stafkamrer zu Regenspurg entscheiden den Streit zwischen den Bürgern zu Regensburg und dem Ritter Ilanns Stawffer zu Ernuels also, dass zwischen beiden Partheyen von nun an Friede herrschen, die beiderseitigen Gefangenen losgegeben, und Ilanns Slawlfer seinen Theil an der Veste Ernuels sowie alle ihm gehörige Briefe wieder erhalten soll, ausgenommen jene, welche wider den Rath und die Bürger von Regensburg gewesen sind, G. an sand Sewolcz tag. (c. S.) Hans Stawffer Ritter, derzeit Pfleger zw der Weissenstat, gelobt, dem obigen Ausspruche zu gehorsamen, nämlich gute Freundschaft mit der Stadt zu pflegen, und allen Schaden, welcher von ihm oder den seinen der Stadt je zugefügt würde, zu vergüten. Mitsiegler: Hans von Parsperg und Wliialm von Wolffstain. G. an sand Bernhartstag. (c. 3 S.} Dietrich der Stawffer zu Ernvclls, von der Stadt Regensburg seiner Gefängniss entlassen, gelobt für sich und die seinen, und Fridrich der Awer zu Prennberg, Wilhalip. der Wolfsteiner zu der Sulcz- burg und Heinrich der Nothnfft zu Wernberg, Vitzthum in nidern Beyern, bekennen für Frau Braxedes die Staufferin, Dietrich des Stawffers von Ernfells seligen Wittib, und ihre Kinder als deren Vormünder, mit der Stadt Regensburg gute Freundschaft zu halten. Mitsiegler: Hanns vom Wolfstein, Hans Parsperger, Hanns Stawffer, Peter Valckensteiner und Peter der Ekker. G. an Samhcztag vor sand ßartholomeus tag. (c. 8 S.) Günther Graf von Swartzburg Herr zu Ranis des römischen Königs Sigmund Hofrichter verweist die Entscheidung der Klage welche das Domkapitel in Passau gegen den Grafen Johann von Schawemberg wegen etlicher Zehenden zu Riidleichingen, Wackerspach, Galspach, Michelspach, Ays- poltzkirchen, Bcwerbach und Eferdingen gestellt hat, an den Herzog Albrecht zu Oesterreich, in dessen Lande der genannte von Schawemberg gesessen ist, und die erwähnten Zehenden gelegen sind. G, zu Coslentz des Sambsstags vor Bartholomes Tag. (c. Sig.) Sigmund, römischer König, belehnt Erhärten Wendelstein wegen Franz Wendelstein, Burgers zu Nuremberg, seines Vaters, mit einem Vierteltheile des Gerichts zu Wendelstein, welches demselben Simon Vogt zu Wendelstein aufgegeben hat, und bestätigt ihm alle Rechte und Briefe, welche dieser von den Vorfahren im Reiche erlangt. G. zu Costenz an sand Bartholomeustag. 263 1417 29. Aug. Derselbe gebietet den Bürgermeistern, Rathen und Burgern der Städte Niiremberg, Rotenburg, Hall, Swinfurt, Winssheim und Weissenburg Botschaft mit Vollmacht zu ihm nach Costcntz auf nächsten Donnerstag vor sant Matthäus des heiligen Zwelfpoten Tag zu senden, um über den Zug gegen Herzog Fridrich von Oesterreich an die Eltsch iibereinzukoinmen , wozu sie gleichwie andere Städte des Reichs mit 600 Mann mit Spiessen zu dienen sich bereits verstanden haben. G. zu Costenlz des nechsten Suntags vor sant Egidiitag. 31. Aug. Ebefhardus, Saltzburgensis ecclesiae archiepiscopus, ad petitionem Kathcrinae, abbatissac, et conventus monastcrii sanclimonialium in X'unncnberd ordinis sancti Benedicli, dcdicationem ciusdem monastern de die sancti Leodogarii in festum nativitatis Mariae transponit et omnibus vere poeni- tentibus et confessis quadraginta dies indulgens de iniunctis poenitentiis relaxat. D. Saltzburgae die ultima mensis Augusti. (c, S.) )> Günther, Graue von Swartzburg, König Sigmunds Ilofrieliter, bestätiget eine Urkunde vom 9. Januar 1414 , vermöge deren StelTan von Abbsperg, Landrichter zu Xuremberg bestätigt, dass Wirich von Trewtlingen seiner ehelichen Wirtliin Beatrix, auf X T ydernlrewllingen, die Veste, den Markt und Zugehörungen 3000 11. rlin. verschrieben, und falls er ohne Leibeserben verstürbe, das Lcibgeding zu Dachspach, Geyseiwinde und llimpach überlassen haben wolle. G. zu Costenlz des nehsten Dinstags vor sant Gilgentag. 2. Sept. Seitz Erlacher Pfleger zum Ilolnstain erklärt, dass er den Herzog Ludwig in Bayern als Schirmer und Helfer gegen die vor dem Landgericht zu Hirsperg in Acht und Bann gebrachten ■Theseres und Hans FrawnhofTer angerufen habe, und zwar damals als genannter Herzog mit der Königin Barbara gen Ungarn reiten wollte, was also viel früher geschehen sey, als genannter Herzog sich vor Arensperg schlug und dasselbe gewann. G. zu Costintz am Pflntztag nach Egidii. 3, Sept. Hans Linck, Richter zu Swobach und Hans Tracht, Kästner daselbst entscheiden die Streitsache der Gemeinde zu Tennenlohe gegen die zu Otterinstorff, wegen widerrechtlichen Wechsel an der Gemeindenutzung unter sich, dahin, dass die von Tennenloh und die von Otterinstorfl' mit einander Wasser und Waide in den Weiherstätten, die da gemacht sind, suchen sollen, weil beide Dörfer vor langer Zeit eine Hirtenschaft gehabt und noch fürbas haben; auch dürfen sie beiderseits keinen Wechsel — ohne beider Parteien Einwilligung — vornehmen etc. G. am freytag nach sant Gilgentag. 6. Sept. Cristan Frawnberger, Erhärt Mugkentalcr, Hans Loterbeck Landrichter zu Hirsperg und Fritz Hawtzan bezeugen eidlich, dass Seytz Erlacher Pfleger zum Ilolnstain den Herzog Ludwig als derselbe mit der römischen Königin Barbara nach Ungarn reiten wollte, um Hülfe und Schirm gegen Theseres und Hans die Frawnhofcr angerufen habe, und dass dieses viel früher geschehen ist, als genannter Herzog sich vor Arnsperg geschlagen und dieses Schloss, gewonnen hat. G. am Montag vor unser Frawcn Tag X T ativitatis. (c. 3 Sig.) / 264 1417 6. Sept. 8. Sept. 10. Sept. 19. Sept. 20. Sept. 25. Sept. 27. Sept. Wilhelm Chamerberger zu Hilkershausen verschreibt seiner Hausfrau Anne, Seytz Marschalks von Donersperg Tochter, 200 ungerisehe Gulden als Morgengabe, auf Hilkershausen und auf sein ganzes Vermögen. Mitsiegler: sein Oheim Rudolf der Preisinger der Jüngere zu Wolltzach. Zeugen: Ilainreich Häberger, Landschreiber zu Ingolstat und in Obern-Payrn, und Uainreich Mair, Zöllner zu Ingolstat. G. am St. Manngen Tag. (c, 2 S.) Coram Johanne, abbate monasterii Petri domus extra muros constantienses, Symon, abbas mona- sterii de Ebersperg, Bavariae ducem Ludovicum, procuratorem suum apud Sigismundum imperatorem ejusque vicesgerentem solempniter ordinat. D. Constancie, die Mercurii, octava mensis Septembris, in ambitu dicti monasterii. (c, S.) Der Abt Peter zu Salmanswilcr und der ganze Convent, denen weiland Kaiser Ludwig, dann Herzog Stephan und andere Vorvordern derselben erlaubt haben, jährlich nach Weihnachten 112 Putschen Salz, deren jede 14 nackende Fuder enthält, zoll- und mautfrei durch deren Land zn führen, wogegen sie für aller Herrn von Bayern Seele täglich in ihrem Gotteshause eine Messe von der Zeit an vollbrachten, als obiger Herzog Stephan dieselbe stiftete, geloben auch für Herzog Ludwig und dessen Gemahlinn Anna von Burban, da ihnen derselbe obige Freiheit bestätigte, diese Messe mit Collect und Gedächtniss zu begehen, sowie aller bayerischen Fürsten und Fürstinnen in ihrem Capitel zu gedenken. G. zu Costentz an dem nächsten Freitag nach dem geburtlichen Tag unser Frauen, (c. S.) Conrad Abt und der Convent des Klosters zu Enstorf geloben dem Herzog Ludwig in Bayern, dass sie für die Eigenmachung ihres von Hans Kästner erkauften bisher an die Herrschaft in Bayern lehenbar gewesenen Fischwassers zu Teuern täglich nach der Vesper ein Antiphon und eine Collecte singen, und alle vier Quatember eine Vigil und Seelmesse zum Heil der Seelen des Herzogs Ludwig und seiner Altfordern und Erben halten wollen. G. Sonntag vor sand Hayineran tag, Sigmund, römischer König, erlaubt Fridrich von Seckendorf, Ritter, aus dem Dorfe Hipoltzstain einen Markt zu machen, der gleiche Rechte haben solle, wie andere Märkte, solchen zu beveslnen, auch einen Wochenmarkt und einen oder zwey Jahrmärkte dahin zu legen. G. zu Costenz an sant Matheus des heiligen Zwelfbotten und Evangelisten Abend. Arnold von Seckendorf, Ritter Aberdar genannt, sagt dem Dechant und Capitel des Stifts zu Onolspach die Pflegnuss und das Amt ihres Dorfes zu Ottenhofen auf. G. am Samstag vor sant Michelstag. (c. S.) Herzog Ludwig Graf von Mortani bekent, dass er die ihm vom Hochstift Regensburg verpfändete Veste Hohenburg auf dem Nordgau wieder lösen zu lassen schuldig sey und dass an dem Pfand- Schilling von 7500 fl, bereits 2000 fl. abgezahlt wurden. G. zu Costenz an Montag vor sand Michels tag. 265 1417 29. Sepf. 1. Oct. 4. Oct. » 9. Oct. 12. Oct. Revers der Städte in den Landen der Mark, dass sic nach Absterben des Herzogs Adolf von Cleve und Grafens von der Mark seinen Kindern treu und gehorsam bleiben sollen. G. vp santo Michaelis daige. Sigmund, römischer König verkündet den Bürgermeistern, Riithen und Burgern der Städte Regenspurg, Cöln, Mentz, Strassburg, Worms, Spyr, Basel, Ougspurg, Costentz, Nürnberg, Franckfort, VIm und aller andern Reichsstädte, dass der mit den Venedigern, die er bekriegt, weil sic manche Städte und Schlösser des Reichs widerrechtlich eingenommen, auf fünf Jahre abgeschlossene Friede, am fünften Tage des nächstkünftigen Monats Abcrellen ausgehe. Warnend fordert er sie auf und gebietet, da die Venediger seine Städte und Schlösser noch inhalten, ihre Güter und Waaren, die sic zu Venedi haben, bis dahin wegzuführen, und dann die Strasse und allen weitern Handel und Verkehr dahin zu meiden, bei Verlust des Lebens und der Habe. Nachdem er aber, damit der Handel keinen Nachtheil erleide, bereits mit dem von Meylan und den Janowern in Unterhandlung getreten, und mit den Botschaften, die sie zu ihm nach Costentz gesendet, verabredet und übereingekommen, dass die Strasse von deutschen Landen nach Janow (Genua) fürbass offen und sicher, auch Zölle und andere Gebühren niedriger, als je gestellt seyn werden, und da diese iiberdiess erklären, den teutschcn Kaufleuten vortheilhaftere Käufe gewähren zu wollen, als sie zu Venedi finden mögen , so verlange er, dass sie ungesäumt einen oder zwey ihrer Bürger, die der Kaufmannschaft wohl kundig, nach Costentz abordnen, um mit den unterdessen daselbst verweilenden Botschaften aus Meylan und Janow das Erforderliche unterreden und abmachen zu können. G. zu Costentz des negsten Freytags nach sant Michels tag. Derselbe nimmt die Priorin und den Convent zu Engcltal in seinen besondern Schirm und bestätiget demselben alle Gnaden, Freiheiten, Rechte und Handvesten. G. zu Costentz des nechsten Montags nach sant Michelstag. Derselbe gebietet seinem Landvogt in Swaben Hans Truchsiiss von Waldburg, die Priorin und den Convent zu Lcwental bey ihren Privilegien und Rechten zu schirmen, und hiezu nöthigenfalls die von Ueberlingen, Ravcnspurg, Lyndow und Costentz um Hülfe anzurufen. D. ib. et eod. d. Hanns der Peisenhofcr, Bürger zu Regenspurg, von dem Rath daselbst wegen seiner und seines Sohnes unziemlicher Handlung gegen denselben und das ganze Handwerk der Wollwirker gefangen gesetzt, schwört bei seiner Entlassung Urfehde, und gelobt ein ganzes Vierteljahr nicht mehr zu würken. Bürge: sein Bruder Ulreich der Peisenhofer. Siegler: Peter der Mallär, Schultheiss zu Regenspurg. G. am St. Dyonisii Tag, (c. S.) Ludwig Wymar bekennt, dass er von Conrat Herrn zu Winsperg, des heiligen römischen Reichs Erbkamerer Namens der Anna von Winsperg gebornen von llohenloeh und Margret Burggräfin zu Meidburg gebornen von Brunecke gewisse unbenannte Lehen empfangen habe. G. ulf den Dinstag nach sant Dyonisien tag. (c. S.) 34 266 1417 19. Oct. SO. Oct. 22. Oct. 24. Oct. Hanns von Seckendorff zu Michelfeit bey Awerbach verkauft an Fridrich, Markgrafen zu Bran. denburg, alle seine Güter und Rechte zu Erelbach bey Lewtershusen, die vom Burggrafthume Nürem- berg zu Lehen rühren, für sechsthalb hundert reinische Gulden. Bürgen: Jörg von Seckendorf! zu Jochsperg und Hanns von Seckendorf zu Brunn, beide Ritter. G. des Dinstages nach sand Lucastage des heiligen Evangelisten, (c, 2 S.) Vor dem Römischen König Sigmund, als er zu Costentz mit den Reichsfürsten nach mehrern vorangegangenen Verhandlungen über die gegenseitigen Streitigkeiten und Antoderungen Ludwigs, Herzogs in Beyern und Grafen zu Mortey, einer- und Heinrichs, Herzogs in Beyern, andererseits am nächsten Zinstag nach St. Gallentag abermals zu Gericht gesessen, erscheinen obige Herzoge mit allen ihren Akten und schriftlichen Beweisen, und legen ein Handgelübde über die Befolgung des zu erwartenden königlichen Richterspruches ab, der gestützt auf den Anlassbrief zu Moringen und aut den Ausspruch der schon früher durch die Herzoge erwählten Schiedsrichter, nämlich Berchtold’s, Bischofs zu Frysingen und Fridrichs, Burggrafen zu Nürnberg, dahin erfolgt, dass Herzog Ludwig die Bestimmungen des obigen Anlassbriefes und schiedsrichterlichen Spruches halten und Herzog Heinrich bei seinem ererbten Land und Leuten so lange verbleiben soll, bis Herzog Ludwig beweist, dass der Anlassbrief und schiedsrichterliche Spruch ungültig und kraftlos seien. Richter: Johanns, Erzbischof zu Rüge, die Bischöfe Görg zu Passow, Giirg zu Trient, Johannes zu Lubus, Albrecht zu Regenspurg, Nielas zu Merspurg, und Johannes zn ßrandemburg, und die Aebte: Syfrid zu Eiwangen und Conrat zu Begau, alle für sich und im Namen des Bischofs Johannes zu Chure. G. zu Costentz in des obgenannten Bischofs von Passow Herberge bei den ßarfiissern am nächsten Zinstag nach St. Gallentag. (c. S,} Sigmund römischer König verleiht dem Bischof Johann zu Eysteten die zu diesem Stifte gehörigen Regalien und weist denselben an, den Eid hierüber in die Hände des Burggrafen Friedrich von Nürnberg zu leisten. G. zu Costentz des Mittwocliens nach Gallen Tag. (c. Sig.) Hans Nankenrewter gesessen zum Schretz bekennt, dass die Behausung zu Stayningwasser genannt der Strebenstain welche er zur Hälfte vom Hans Streber gekauft hat, des Herzogs Johann in Beyrn offenes Haus gegen männiglich ausser gegen das Stift Babenberg seyn, und auf keine Weise befestigt werden soll. G. am freitag nach undecitn milium virginum. (e, S.) Cuonz Kisel Bürger zu Kempten, welchen Bürgermeister und Rath daselbst vor sich besemlet wegen der scharfen und harten Rede und Worte, die er auf sie gethan, als: Sie hätten ihm einen verhyten Spruch gethan von seines Ackers wegen und es sey ein biderb Mann in dem Rathe niendert, schwört, dass er die Strafe, die sie ihm dafür auflegen würden, gehorsam hinnchmen und, wenn er gegen sie oder einen von Kempten zu klagen hätte, nur vor ihrem Rathe oder Amman Recht nehmen werde. Mitsiegler : Cuonrat der Rüst Bürger zu Kempten. G. an dem nechsten Sunnentag vor sant Syraons und sand Judas tag des liailigen Zwölffbotten. (c, 2 S.) —»r; V. 267 1417 87. Oct. Vilich und Chunratt von Westernach, Gebrüder, und Ilanns, Hainricli und Ytal von Westernach, ihre Brüder, verkaufen an die Grafen Hainricli, Hanns, Eberhart und Vlrich von Werdemberg, Gebrüder, Graf Eberharts von Werdemberg sei. Söhne, ihren Hof und ihre Hofstätten zu Ayslingen sammt allen Leuten, Rechten, Vogteien und Gerichten um 2000 11. Rinisch. Bürgen und Mitsieglcr: Chunrat von Uasperg und Wilhalin von Stainhain. G. vif Sant Symon vnd Sant Judas der zwayer liailigcn zweltfbotten abent. (c, 6 S,) 38. Oct. Sigmund römischer Kunig bekennt, dass der Bischof Johann zu Eysteten alles bezahlt hat, was von demselben wegen Verleihung der zum Stift Eystet gehörigen Regalien zu entrichten war. G. zu Costentz an Symons und Jude Tag. (c. Sig.) » Revers der Ritterschaft in der Grafschaft Mark und Herrschaft Bilstein, und der Amtleute hierin, nach Absterben des Herzogs Adolf von Cleve und Grafens von der Mark, seinen Kindern getreu und gehorsam zu bleiben. G. in dem taige der heiligen Aposteln, Santo Simon und Juden. 89. Oct. Synodus Constantiensis Wormaciensi, Constantiensi et Ilerbipolensi episcopis mandat, ut pertur- batores monasteriorum de Cesarea, Fonteregis, Kirkhein et Zimmrern prope Nordlingain, Sconueld superiori prope Augustam et de Sconveld inferiori prope Rain sub excommunicationis et anathematis sententia coerceant. D. Constantie quarto Kalendas Nouembris. Cunrat Probst und der Convent des Klosters zum Spainsliart bekennen, dass sie gemäss Ausspruch des Herzogs Johann in Beyern mit einem Priester aus ihrem Kloster die Frühmesse in Eschenbach bestellen sollen, wofür ihnen die Bürger von Eschenbach 100 Pfund Pfenning bezahlt haben. Siegler: Johann Herzog in Beyern, und der Probst und Convent zum Spainsliart. I). Sulzbacli feria sexta post festum Simonis et Jude. (c. 3 Sig.) 30. Oct. Ritter Wolfgang der Geringer zu Liechtenau bekennt von dem Rath zu Regenspurg an seinem jährlichen Sold 100 ungerische Gulden erhalten zu haben. G. am St. Wolfgangs Abend des heiligen Bischofs, (c. S.) » Sigmund, römischer König, bestätiget dem Probst Fridricli und dem Convent des Gotteshauses zu Redorlf alle Rechte, Gnaden und Freiheiten. G. zu Costentz des nechsten Samptztags vor Allerheiligen tag. (c. S.) 4. Nov. \ Die Reichsstädte Ulme, Memmingen, Ravenspurg, Bybrach, Kempten, KoutTburen, Wyle, Lüt- kircli, Giengen und Aulun geloben der Stadt Augspurg, die sie in ihren bis nächsten Jörgentag dauernden Bund aufgenommen haben, alle Artikel dieses Bundes getreulich zu halten, und gegen Jcderman behilllieh zu seyn. Uebrigens sollen zwei frühere Bundesartikel dermassen abgeändert werden, dass die von Jemand begehrte Aufnahme in den Bund nunmehr nach Stimmenmehrheit der Städte bewilligt oder verweigert, und zu Fehden und Streitigkeiten, in die obige Städte oder Augs- 34 * \ 268 1417 8. Nov. » 21. Nov. 26. Nov, 29. Nov. 12, Dec. purg bis auf Datum des Briefes verwickelt waren, eine gegenseitige Hilfe nicht in Anspruch genommen werden solle. Sie ertheilen der Stadt Augspurg bei allen Abstimmungen und Sprüchen drei Stimmen, G. am Donnerstag nach Allerheiligen Tag. (c. 3 S.) Ludwig Herzog in Beyern gibt seinem Oheim Lantgrauen Johanns zum Leuchtemberg und Grauen zu Halls eine weitere Frist von 4 Jahren zur Wiederlösung des ihm um 8000 Reinischer Gulden versetzten Schlosses Grafenwerd. G. zue Heidelberg am Montag vor sand Merteinstage. (c. S.) Sebastian von Layan, Jörg sein Bruder, und ihre Schwestern reversircn gegen Herrn Mauritz, Domherrn zu Freysing, Probst auf St. Petersberg und des Freysinger Domkapitels gewaltigen Weinprobst im Gebürg hinsichtlich der domkapitlischen Forderungen, betreffend die von ihrem Vater Achatz von Layan liinterlassenen Güter, die Entscheidung auf ein Jahr abzuwarten, wie durch den Bischof zu Brichsen, Herrn Sebastian vermittelt worden ist. G. ze Briehsen eod. d. Otto von Milcz, Tumprobest des Stifts zu Wirczburg iibergiebt mit Einwilligung des Dechants Otte Wollt' und des Capitels zum Thum daselbst, bei der mancherlei Zwietracht, den Misshellungeti und Kriegen im Frankenlande das zur Tumprobstey gehörige Schloss Hindernfrankenberg dem Bischof Johannes zu Wirczburg auf drei Jahre zur bessern Bewahrung und verspricht ihm jährlich soviel zu reichen, als vormals Erckinger von Sawnssheim zu Cottenheim als Amtmann erhalten hat. G. am Suntage nach sant Eisbethentage. Hans Rup Bürger zu Memmingen als gemeiner Mann, dann Ritter Hainrich von Ysenkurg, Hans von Kungsegg, Hans Ansang zu Memmingen und Ulrich Wirnt zu Kemptun Bürger, entscheiden hinsichtlich der Forderungen welche Berchtold vom Stayn zu Ronsperg an Chunrat von Baysswile wegen Vogtrechts aus etlichen Gütern zu Yrpflisdorff, dass Chunrat von Baysswile von diesen Gütern zu Yrpflisdorff dem Berchtold vom Stain jährlich 9 Metzen Vogthaber entrichten soll. Siegler: Hans Rup Burger zu Memmingen, Hainrich von Ysenburg, und Hainrich Fnynagg Stadtammann zu Memmingen. G. des neclistcn Tags nach Katherinen Tag. (c. 2 S.) Martinus Papa decano ecclesiae pataviensis mandat revocationem bonorum a monasterio in Vormpach Ord. S. Benedicti illicite alienatorum vel distractorum. Dat. Constantie 111. kl. Decembris, Pontificatus anno primo. Nicolaus episcopus Senostopolensis, Johannis episcopi Herbipolensis vicarius in pontiflcalibus generalis, capellam novam in Castro Onoltspach in honorem sanctae et individuae'Trinitatis, et de tribus ejus altaribus medium in honorem sanctae et individuae Trinitatis, altare a dextra in honorem gloriosae virginis Mariae et altare a sinistra in honorem omnium apostolorum ac S. Jeronymi consecrat, dedicationem singulis annis celebrandam in diem dominicam Miscricordia domini ponil, et onmibus christifidelibus vere contritis ct confessis indulgentias concedit. A. et D, in Castro et capella Onoltspach, duodecima die mensis Decembris. 269 1417 18. Dec. 15. Dec. » 20. Dec. 81. Dec. Uans Bessrer Bürger zu Ulm verkauft an die Kinder des Chunrat von Lanndow welche derselbe bey seiner Hausfrau Gerdrut von Randegg jetzt hat, und an dieser Kinder Pfleger Eberhart von Lanndow, Ilainrich von Randegg Ritter, und Wollf von Grafnegg von Wyssingen-Lutrach Burg und Dorf sammt allen Zugehörungen und dem vom Abt von Kempten zu Lehen gehenden Vogtrecht aus der Kirche zu Lutrach, dagegen er für diese Güter und für die 5200 Gulden welche er dem vorgenannten Chunrat von Lanndow bezahlt hat, Tussen Burg und Dorf sammt Zugeliörungen erhält. Bürgen und Mitsiegler: Ilamman Bessrer, Ilans Bessrer der ältere, Ulrich Bessrer des obengenannten Hans Bessrer Vettern und desselben Bruder Wilhalm Bessrer, Peter der Ungelter, Lutz der Gässler, Ulrich der Leowe, Ott der Rot von Hittisshain, Hans der Ehinger, und Gylg der Kraft Bürger zu Ulm. G. uff Lucyen Aubent. (c. 3 Sig.) Sigmund, Römischer König, ertheilt der Pfaffheit und allen Mitgliedern des Stiftes zu Passow die Freiheit, dass Niemand dieselben und deren Güter vor irgend ein Hofgericht, Landgericht, Schranne oder andere weltliche Gerichte laden, sondern Jeder, der zu denselben zu klagen habe, dieses vor geistlichem Gerichte oder an den Stätten, wo das billig ist, thun soll. G. tzu Costentz des nechsten Mittwochens nach sand Lucien tag. (c. S.) Hanns Pobinger, Bürger zu Regenspurg, verspricht von dem auf 3 Jahre gepachteten Pfundzoll daselbst jährlich 18 Pfund Regensp. Pfenninge, dem Dom zu Regenspurg auf Weihnacht einen fetten Kohl, und auf Ostern eine arme Scheibe Salz, dem Hofer zu Sünching 2 reiche und 2 arme Scheiben Salz, 4 Daühclschin, 4 Wagensiin und 4 Sech alles zu Pfingsten, und den Thorhütern bei den 4 Burgthoren zu Regenspurg 48 Pfenninge als Trinkgeld zu entrichten. Siegler: Peter der Maller, Schult— heiss zu Regenspurg. D. eod. d. (c. S.) Martinus papa Vlrico, abbati monasterii in Wilczburg ordinis S. Benedicü, ejusque suceessoribus dalmatica uti, in diclo monasterio et prioratibus cideiu subjectis atque in parochialibus et aliis ecclesiis ad id perlinentibus benedictioncm solennem elargiri, ornamenta ad divinum cultum in ccdesia monasterii praedicti pertinentia consecrare ac novitios ipsius monasterii ad omnes minores ordinis libere promoverc indulget. D. Constantie XIII. Cal. Januarii pontificalus sui anno primo. Idem decano S. Johannis in Haug extra muros Ilerbipolenses ad instanliam praepositi, decani et capituli ecelesiae beatae Mariae in Fewhtwang mandat, ut ea, quae de bonis ipsius ecclesiae illicite alienata vel distracta sint, ad jus et proprictatein ejusdein legitime revocet, eontradictores vero per censuram ecclesiasticam appellatione postposita compescat. ü. Constantie Xll. Cal. Januarii pontificatus anno primo. Hans, Andres und Jörg die Kempnater, Gebrüder, bekennen, dass Wyrich von Treuhtling und ihr Vetter, Seytz Kempnater, ihren Bruder, Heinrich, Conventbruder zu llaydenheim aus dieses Klosters Gefängniss, wohin er auf Geheiss Friedrichs, Markgrafens zu Brandenburg, gelegt worden war, gebracht haben mit der Bedingung, dass weder ihr Bruder noch sie diese Gefängnissstrafe gegen das 370 1417 22 . Dcc. 23. Dec. s. die. % Kloster Haydenheim rächen wollen; der genannte Heinrich hat zu Folge der Klosterordnnng ein ganzes Jahr innerhalb der vier Wände zu verbleiben und auch keine Kapitelsstimme; endlich falls gedachter Heinrich fürbas noch einmal aus dem Kloster entweichen würde, so sollen sie und die obenerwähnten Theidinger demselben so lange nachstellen, bis er dem Abt und Convent wieder überantwortet ist. G. an sant Thomastag. Martinus papa magistro et fratribus hospitalis Sti. Johannis Jerosolymitani omnes immunitafces confirmat, nec non et translationcs tarn spiritualium quam tcmporalium locorum et bonorum quonflam militiae templi Jerosolymitani per sedem apostolicam factas. D. Constantie XI. kal. Jan. pontiflcatus anno primo. Idem monasterium in Elchingen prope Ulmam cum omnibus decimis atque bonis sub beati Petri protectione suscipit. D. Constanciac decima die ante kalendas Januarii, pontiflcatus anno primo. Rath und Gemeinde der Stadt Regensburg verwahren sich bei allen Fürsten und Ständen gegen die unbillichen Ansprüche Hannsen des Stawlfers von Ernuels an solche Sachen und Güter, die sie noch zu Lebzeiten seines Vaters Dietrich ohne alle Irrung innegehabt, und besonders gegen die Anklage desselben bei dem Landgerichte zu Nürnberg, indem sie vermöge eines Freiheitsbriefes von Römischen Kaisern und Königen, der auch vom Kaiser Sigmund bestätigt ist, nicht schuldig seyen, sich vor Gericht zu verantworten, (m S.) / 1*18 2. Jan» 3. Jan. *■ Jan. 7. Jan. 14 18 . Albrecht der Preisinger zu Chopfspergk bekennt, dass er hinsichtlich seiner Zweyungen mit dem Probst Peter zu Perchtersgadem gänzlich vereinigt sey, und dass ihm derselbe seines Gotteshauses Vogtey zu Weidenpaeh gegen Entrichtung von jährlich 8 Pfund Pfenning zu Vogtrecht übertragen hat. Mitsiegler: Erhärt der Preisinger Pfleger zu Jjantzhut, des obigen Vetter. G. am Suntag nach dem Ebenweichtag. (c. Sig.) Der Römische König Sigmund nimmt unter Vermittlung Fridrichs, Markgrafen zu Brandemburg, und der Herzoge Ernst und Wilhalm in Beyern, den Herzog Heinrich in Beyern, der seinen Vetter Ludwig, Herzog in Beyern, auf dem Concilium zu Costentz am Mittwoch nach St. Gallentag angefallen und gefährlich verwundet hatte, mit Land und Leuten und allen Mithelfern in seinen Schutz* verzeiht alles Vorgefallene und insbesondere das crimen laesae majestatis, sichert dem Herzog und dessen Mithelfern an obiger Thnt den Besitz von Land und Leuten zu, und verbietet alle Anfeindung und Beeinträchtigung des Herzogs Heinrich, die man gegen denselben auf den Grund obigen Verbrechens unternehmen könnte. Uebrigens sollen dem Herzog Ludwig wegen seiner Verwundung allenfalls verlangte Genugthuung und Schadenersatz keineswegs versagt und benommen sein. G. zu Costentz des nächsten Montags vor der heiligen Dreikönige Tag. (c. S.) Derselbe gebietet allen Beiehs-Unterthanen und Getreuen, nachdem die heilige Kirche mit einem göttlichen, ungezweifelten und einigen Pabste versehen ist, zu dem viele Leute wandern, alle und jegliche Leute, geistliche und weltliche, fürbas ohne Bullete und Zeichen uugehindert nach und von Constentz ziehen und wandern zu lassen. G. zu Costentz des nchsten Zinstags vor dem heiligen drier Kunig tage. Martinus papa decano ecclesiae sancti Gumberti in Onolspacli mandat, ut ea, quae de bonis monasterii in Wilczeburg per varias Confessiones alienata invenerit iliicite vel distracta ad jus et 272 1418 7. Jan, 8. Jan. 9. Jan. 12- Jan. proprietatcm ejus legitime procuret revocare. D. Constantie VII. Id. Januarii pontiflcatus sui anno primo. Peter Mallär, Schultheiss zu Regenspurg, leiht von dem Juden Schalmon Ulreich, des Püdems- torffers silbernen Gürtel, der 5 Mark und 3 Loth wigt, sammt dem dazu gehörigen Riemen und verbürgt sich, denselben bis auf den nächsten weissen Sonntag dem Juden wieder zurückzustellen. G. am St, Erharts Abend, (c. S.) Vor Sigmund römischem Kunig am Hofgericht zu Costentz urtlieilen Johann Erzbischof zu Riege, Jörg Bischof zu Passau, Johann Bischof zu Worms, Jörg Bischof zu Trient, Johann Bischof zu Chur, Johann Bischof zu Lubus und Conrat Abt zu Bygowe hinsichtlich der Ansprüche welche der Herzog Ludwig in Beyern an die Stadt Swebischenwerde gemacht hat, dass die Bürger zu Swebischen- werde bey ihren althergebrachten Rechten und Freyheiten verbleiben, aber dem Herzog Ludwig dieselben Dienste leisten sollen welche sie dem h. römischen Reiche schuldig waren, bevor der selige Kaiser Karl diese Stadt an die Herzoge von Bayern verpfändet hat. G. zu Costentz des Sampztags nach der h. drey kunige Tage. (c. Sig.) Betz Knopfl bekennt, dass er mit dem Bischof Johann zu Eystet hinsichtlieh aller Zusprüche vereinigt sey und verpflichtet sich insbesondere wegen des Pferdes genannt Rager Leutfresser welches er dem genannten Bischof verloren hat, demselben nach geschehener Mahnung Jahr und Tag auf Gnade zu dienen. Siegler: Dietrich von Beiladungen, Hans von Hapsperg Stadtrichter zu Eystet ( und Heinrich von Ottingen. G. am Sontag nach dem Obersten, (c. 3 Sig.) Martinus papa fratribus liospitalis Sti. Johannis Jerosolimitani privilegia et indulgentias con- firmat, D. Constantiae II. Id. Jan. pontiflcatus anno I. Friedrich Burggraf zu Nuremberg trifft hinsichtlich der Misshellungen zwischen dem Bischof Johann zu Eystcten einerseits, und Heinrich Amman und desselben Brüdern anderseits folgende Entscheidung: Heinrich Amman und Jörg sein Bruder sollen für sich und ihre andern Brüder dann für Hans von Westersteten Schoppen genannt, für Eberhart den Jüngern von Laymberg zu Stauff gesessen, für Hertnit von Ramungen den jüngern und für Ehcrlin Heyden dem Bischof von Eystet und seinem Capitel die Urphede abschwören, und ebenso soll der genannte Bischof der geschehenen Vorfälle nicht feindlich gedenken. Alle Beschädigungen sollen gänzlich ab, und alle Gefangenen ledig seyn, Heinrich Amman soll seine Pfründe zum Thume und die Kapelle zu S. Xiklaus in Eystet wieder wie früher inne haben und auch im Stifte wohnen, und soll demselben der Eid, diese Pfründe in einer gewissen Zeit zu verlassen, welchen er nach Ausspruch des Johann von lleydcck und Erhärt Marschalk geleistet hat, vom Bischof Johann gänzlich erlassen seyn. Wenn Jörg Amman, welcher vorgieht, dass ihm der Bischof von Eysteten während des Friedens sein Gut zu Nürnberg habe wcgiiclimen lassen, solches mit dem Friedbriefe und mit 2 Zeugen von Nuremberg beweisen kann , so soll der genannte Bischof desshalb Ersatz leisten. Mitsiegler: Engelhart von Bachenstein Thumlierr zu Eysteten, 1418 273 1418 Hainrich von Bopfingen, Ilainrich und Jörg Amman. G. zu Costnitz am Mittwochen nach dem h. Obersttag. (c. 5 Sig.) 12. Jan. Hainrich Rodler Bürger zu Rain bekennt, dass ihm Erhärt Mugkentaler des Herzogs Ludwig Hofmaister und Hainrich Haberger desselben Herzogs Landschreiber den Prugg-Zoll zu Rain auf 3 Jahre in Kaufes Weise eingeantwortet haben, und verpflichtet sich, dem genannten Herzoge jährlich 328 Pfund Pfenning zu entrichten. Bürgen: Michel Scheuelt, Chunz Altwegger, Hans Moritz und Hainrich Statmüllner Bürger zu Rain. D. eod. d. (c. Sig.) 14. Jan. Sigmund römischer König entscheidet, dass Herzog Ludwig von Bayern Graf von Mortani die ihm vom Hochstift Regensburg verpfändete Veste Hohenburg auf nächstem Sonntag vor Conversionis S, Pauli wieder zurückgeben und der Vizedom in Niederbayern, Heinrich Nothaft, des Pfandschillings wegen bezüglich auf dessen Zurückzahlung eine Teidigung veranstalten soll, wornacli sich der Bischof von Regensburg zu richten habe. Zeugen: Johann Erzbischof zu Rig, Jorg Bischof zu Passau k. Kanzler, Friedrich Markgraf zu Brandenburg, Bernhard, Markgrafzu Baden, Graf Günther von Schwarzburg, königl. Hofrichter, und Ludwig Graf zu Oettingen, k. Hofmeister. G. zu Costenz, des nehsten freytags vor sant Antony tag. 17. Jan. Derselbe gibt Lewpolten Lantgrauen zum Leuchtemberg die Lantgrafschaft Leuehtemberg mit allen Zugehörungen zu Lehen, und bestätiget ihm alle Rechte und Freiheiten. G. zu Costencz an sant Antonij tag. 18. Jan. Friderich, Marggraf zu Brandenburg, zu Gericht sitzend zu Costentz im Kloster zu den Augustinern auf Befehl des Königs Sigmund, entscheidet im Streite zwischen Vlrieh Tusentplum, Bürger zu Wissemburg, und Ilerman Arnolt wegen 6 Iloffreyden zu Obernhohenstat, darauf Hans Grüner, Vlrieh Wynman, Vlricli Ritters Hausfrau, der Cleynschuster, der Beheim uni der Schewblin sitzen; Vlrieh Tusentplum solle beweisen, dass er obige 6 Holfreyden von König Ruprecht seligen t als Lehen empfangen habe. Urtheilssprecher: Die edeln, Ludwig Graf zu Oettingen, des Königs Hofmeister; Günther, Graue zu Swartzburg, Herr zu Ranis und des Königs Hofrichter; Herr Ludwig von Hutten; Herr Vlrieh von Fridingen; Herr Steflhn von Abbsperg; Herr Hans von Stauffen; Herr Conrat Truchsess von Bomersfelden; Herr Friderich von Kinspcrg und Herr Jörg Schenck von Geyern, Ritter; Chün von Scharfl’enstein, Rudolff von Fridingen und Heim von Bunawc der Elter. G. zu Costentz, des nechsten Dinstags nach sant Anthonij tag. (c. S.) 23* Jan, Martinus papa Philippo, abbati s. Jacobi Scotorum ratisp., mandat, ut Fridericum, Conradum et Georium fratres dictos Buczen, et Andream Nupalwirn laicos eorumque complices, qui in priorem de Valle speciosa manus injeccrant violentas, tanquain sacrilegos cxcommunicet, D, Constancie, x. kal. Fcbr., pontif. anno primo. 3) Bischof Albrecht zu Regensburg undjdas Domkapitel daselbst bekennen, dass Herzog Ludwig von Bayern, Graf von Mortani, die ihm vom Hofstift Regensburg verpfändet gewesene Veste Uohen- 35 274 1418 24, Jan. 25, Jan. 26. Jan. 27. Jan. » bürg auf dem Nordgau ihnen wieder zu lösen gab, und einantwortete. G. an Sunntag vor sand Pauls tag als er bechert ward. (c. 2 S.) Instrumenten Notariates super Castro ecclesiae ratisponensis in Hohenburg, hactenus Bavariae duci Ludewico oppignorato, nunc tenore arbitrii Sigismutidi Regis rom. restituendo, et restitutionis recusatione per ducis Castellanum, Ililpold Mendorfer. A. sunt hec in Opido Hohenburg Indict. undecima, die vicesima quarta mensis Januarii. Adolf, Herzog von Cleve und Graf von der Mark, macht bekannt, dass er sämmtlicher Ritterschaft des Landes von Cleve anempfohlen, nach seinem Tode seinen ältesten Sohn oder in Gebrechung dessen seine älteste Tochter als ihren Landesherrn oder ihre Landesfrau anzuerkennen und anzunehmen. G, in den Jaern onss Heren duysent vierhondert Ind Achtien, op sante Pauwels daige Conversio. Martinus papa Wilhelmum de Bavaria, scholarem Augustcnsis dioecesis, ex Ludovico, duce Bavariae, et moniali Cisterciensem ordinem expresse professa genitum et militiae [clericali adscribi desiderantem de defectu geniturae dispensat et ei conccdit, ut ad omnes sacros ordincs promoveri et quascunque dignitates ecclesiasticas accipere valeat. D. Constantiae septimo kalendas Fcbruarii, pontiti- catus anno primo. Elisabeth, von Kleve und von der Marich geboren, verwittwete Herzogin in Beyern, setzt ihren Sohn Ludwig und dessen männliche Nachkommen zu Erben ihres gesammten Nachlasses ein, es sei Vater- oder Muttergut, bedingt sich aber den lebenslänglichen Genuss ihrer Widerlegung, bestehend in 2000 reinischen Guidein jährlicher Gült, solang sie ihren Wittwenstuhl nicht verrückt. G. zu Costencz, am Pfincztage nach sand Pauls Tage, als er bekehrt ward. Dieselbe vergleicht sich mit ihrem Sohne Ludwig in Betreff der Heimsteuer, Morgengnbe, Widerlegung und des Leibgedinges, welches ihr ihr Gemahl, Herzog Steffan säl., auf den Vesten Wasserburg und Kling verschrieb, will ihm sofort alle hierauf bezüglichen Briefe ausliefern, und erklärt sie hiemit für tot und kraftlos. D. ib. et eod. d. Dieselbe und ihr Sohn Ludwig wollen wegen der Kleinode, die sie für ihren Gemahl, Herzog Steffan säl., verpfändete, sowie wegen der ihm geliehenen Summen und anderer Geldschuld, aber auch wegen umgekehrter Schuldverhältnisse, den Heinrich Nothaft, Vicztumb in nidern Beyern, zu einem Obmanne erwählen, beiderseits 2 Zusätze beifügen, Avorauf ihnen Dieser einen Tag gein Ingelstat setzen, und die Sache abthun soll, Avas dem genannten Nothaft in einem Monate schriftlich anzuzeigen ist. Zugleich verspricht Herzog LudAvig seiner Mutter 4000 Gulden reinisch zu leihen, Avelche sie ihm in den nächsten 4 Jahren fristenweise zurückzahlen will. Mitsiegler: Ludwig, Herzog in Bayern. D. ib. et eod. d. 375 1418 fl, Jan. 28. Jan. 31. Jan, 4. Febr. ii 5. Febr. 6. Febr. 7. Febr, ii Herzog Ludwig verschreibt seiner Mutter Elisabeth als Widerlegung ihrer Mitgift 2000 Gulden jährlicher Gült auf seiner Stadt Schwäbischwerd, nämlich aus der jährlichen Stadtsteuer, dem Ungelde, von dem Forste, der Wismad zwischen der Tunaw und der Werncz, genannt die Weiden, von allen Zöllen und andern Gefällen, welche ihm von römischen Kaisern und Königen versetzt sind; er hat auch dem Rathe genannter Stadt und den Amtleuten befohlen, seiner Mutter zu huldigen und zu schwören und ihr obige Gült solange auszuzahlen, als sie in Beyern wohnhaft ist, und ihren Wittwcn- stuhl nicht verrückt. D. ib. et eod. d. Jordanus, episcopus Albanensis, Luepoldo Gunprecht, civi Ratisponensi, et eius uxori et liberis ex auctoritate domini papae concedit, quatenus eis idoneum et discretum presbyterum in confessorem ad quinquennium eligere liceaf, qui etiam vota peregrinalionis et abstinentiae, si qua emiserint et quae commode servare non possint, in alia opera pietatis commutet. D. Constantiae quinta kalendas Februarii, pontifxcatus domini Martini papae quinti anno primo, Kuni Pruckpergerin, geborne von Leonrod bescheint dem Hans Mawrer, Kästner zu Kadoltz- burg, Namens Markgrafen Fridrichs von Brandenburg den Empfang von 600 Pfund Landeswährung derselben Zeit, die sie auf den Gütern zu Meynhartzwinden und auf einer Wiese zu Weyhenczelle gehabt hatte. G. zu Langenzenn am Montag vor vnser lieben Frawentag Lichtmess, (c. S.) Der Römische König Sigmund gebietet allen Fürsten, geistlichen und weltlichen Herrn, und allen Städten und Unterthanen des Reiches, seinen Oheim Ludwig, Herzog in Beyern auf der Fahrt an seinen königlichen Hof ungehindert ziehen zu lassen, und demselben auf Begehren Geleit zu geben. G. zu Costentz des nächsten Freitags nach U. F, Tag purificationis. Hainrich der Schopper auf dem Prenprunn, Bürger zu Regensburg, der sich wegen grosser Ausschweifung mit andern Weibern aus der Stadt geflüchtet hatte, aber auf freiwillige Stellung in das Gefängniss des Rathes zu Regensburg gekoinen war, schwört bei seiner Entlassung Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regensburg. G. am Freitag nach S, Blasiitag. Cc. S.) Jörg Bischof zu Passau verkauft mit seines Capitels Einwilligung sein und seines Gotteshauses Aygen zu Kunigsteten sammt allen Rechten wie selbes die von Walssee und auch etliche Zeit Albrecht von Ottenstain inne gehabt haben, an Caspar von Starheinberg, seine Söhne Jörg, Ulreich und Hans von Starheinberg, und seines Bruders Sohn Rüeger von Starheinberg auf ihrer fünf Leiber Lebtag um 2500 Gulden und 200 Schock behaymischer Gross. G. zu Costentz an Agathe Tag. Ce. Sig*) Martinus papa episcopo ratisponensi mandat, ut parochialem ecclesiam in Viechtach monasterio in Windberg incorporet, ita ut per unum ex canonicis ejusdein monasterii regatur, D. Constantie, viij Id. Febr., pontif. anno primo. Idem abbati in Uttenburren mandat, ut paroehiales ecclesias in Ilaimcrtingen et Worringen august. dioc. cum earum flliabus „ecelesiis monasterio in Campidona auctoritate apostoliea de novo incorporet. D. Constantie VII. Id. Febr., pontifle. anno primo, Elisabeth, von Cleve und von der Marich geboren, verwittwete Ilerzoginn von Beyern, bekennt, dass ihr ihr Sohn, Herzog Ludwig von Beyern, hie zu Kostencz 100 reinische Gulden zu ihrer Noth- 35 * 276 1418 9. Febr. 12. Febr. 13. Febr. 14. Febr, 16. Febr. 20, Febr, 21. Febr. dürft bar geliehen habe, welche an der Gült, die er ihr alle Jahr zu geben versprochen hat, abgezogen werden sollen. G. zu Costencz, am Montag nach Herren Vastnacht. Instrumental Notariatus de Stcura stipendiaria LX florenorum, dicta die Söldner Steuer per Dominum Ludwicum, Bav. Ducem, oppidanis in Hohenburg, imposita, quam ulterius exsolvere non possunt. A. Indictione XI., nona die mensis februarii. Caspar, Hans, Gabriel und CristolT die Ambringer und ihre Schwestern Anna, Clara, Barbara und Sabina überlassen an Heinrich Herzog in Bayern alle die liechte, welche sie auf die Güter des seligen Hartprecht Harsskircher gehabt haben. Mitsiegler: Hans Auwer zu Winkel der obengenannten Anna Hauswirtin G. zu Burghausen in dem Ascliermittichen. (c. 2 Sig.) Marlinus Papa ad supplicationem Sigismundi Rcgis Romanorum privilegia omnia, a praedecessoribus suis Judeis in Allemania et Germania ac Ducatu Sabaudiae et in Grecia commorantibus concessa, con- flrrnat, D, Constancie pridie Idus februarii, Pontificatus anno primo. Lewppolt Lantgraue zum Lewclitemberg verkauft die Veste Petzenstein an den Herzog Joliannsen in Beyern und seine Gemahlin Katherine von Bomern. Mitsiegler: LantgralT Johanns zum Leuthemberg sein Vetter. G. an dem weissen Sontag in der vasten, (c. 2 S.) Johann und Georg Vettern Landgrafen zum Leuchtenberg und Grafen zu Hals verkaufen ihre Veste und Stadt Pleystein an Johann Herzog in Bayern mit Vorbehalt des Wiederkaufes um 12000 Gulden. G. am Montage nach dem weissen Sonntage, (c. 2 Sig.) Stelfan von Abbsperg, Landrichter zu Xuremberg beurkundet, dass Gontz Pfann der Jung von Xuremberg dem Peter Bieter daselbst seine ervollte Klage, Klagbriefe und Rechte auf die Dörfer Frickenhofstet, Weickmanstorif und Ilermanstorff, welche genannter Rieter von dem Abte und Convente des Klosters Ebrach erkaufte, überlassen habe. G. am Mitwochen nach dem Suntag Inuocavit in der Vasten, (c. Sig.) Johann Herzog in Bayern verpflichtet sich hinsichtlich der Veste und Stadt Pleystein welche ihm die Landgrafen Johann und Jörg zum Leuchtenberg um 12000 Gulden verkauft und ihm bewilligt haben, die dazu gehörigen Gülten und Urbargüter um 2000 Gulden zu lösen so wie auch 1000 Gulden daran zu verbauen, genannte Veste und Stadt sammt Zugehörungen den erwähnten Landgrafen jährlich am Lichtmesstage um 15000 Gulden zur Wiederlösung zu geben. G. zu Sulzbach am Sonntag Reminiscere. (c. Sig.) Martinus papa omnes libertates et immunitates abbati et monasterio in Wilczburgk ordims S. Bencdicti concessas, conlirmat. D. Constantie VIII. Cal. Marcii, pontificatus sui anno primo. Erhard Mukentaler, Herzogs Ludwig von Bayern Haushofmeister zu Ingolstadt, quittirt über fünfthalb tausend Gulden ungarisch, welche vom Hochstift Regensburg zur Ablösung der dem Herzog verpfändet gewesenen Herrschaft Hohenburg bezahlt worden sind. G, an Montag nach dem Sonntag Reminiscere, (c, S.) 277 1418 23. Febr, » 25. Febr. Vor Sigmund römischen Kunig klagt am Gericht zu Costentz in dem Kloster zu den Augustinern Teseres Frawnhofer hinsichtlich der Feste Kürnstein, Avelche ihm von Herzog Ludwigs Vater, dem seligen Herzog Stephan, wegen einer Schuld von loOQ Gulden in Pfandes Weise überlassen worden sey, dass ihn Herzog Ludwig dieser Veste mit Gewalt entsetzt und gegen den Inhalt des letzten Urtheilbriefes noch nicht wieder eingesetzt habe. Dieses verantwortet Herzog Ludwig, dass er seinen Amtleuten geschrieben habe, dem Theseres Frawnhofer nach Laut des letzten Urtheilbriefes in drey vierzehn Tagen die Feste Kürnstein wieder zu übergeben, Theseres Frawnhofer habe aber diese Wiedereinsetzung nicht verlangt, was durch Ott Ebser, Pfleger zu Kufstein, Friedrich Reichertshcimer Pfleger zu Wasserburg, Friedrich Vink Pfleger zum Kürnstein, sowie auch durch den Rath zu Kufstein und Lenhart Tichtel Pfarrer zu Seel offenen Schreiber bezeugt werde. Darauf spricht der genannte Teseres, es stehe nicht in dem Urtheilsbriefe, dass er diese Wiedereinsetzung verlangen solle. Es urtheilen demnach die Fürsten die an dem Gericht sitzen, Ludwig Patriarch zu Agley, Johann Erzbischof zu Riege, Jorg zu Trient, Johann zu Worms, Johann zu Chure, Johann zu Lubus, Albreeht zu Regenspurg und Johann zu Brandenburg, Bischöfe, dann Friedrich Marggraf zu Brandenburg, dass Herzog Ludwig den Teseres Frawnhofer in dreyen vierzehn Tagen nach Inhalt des vorerwähnten Urtheilbriefes und der Pfandbriefe wieder in die Feste Kürnstein einsetzen soll, dass aber Teseres Frawnhofer für die ihm wegen seiner Säumung zugegangenen Schäden keine Foderung zu machen habe. G. zu Costenz an Matliie Abend. Sigmund, römischer König, erklärt Contz Truchsess vom Holnstein, Dietrich von Haslach und Dietz von Haslach, dessen Sohn, Nickel Lang und Nickel Erhärt in die Acht des Reichs, weil sie auf erhobene Klage Sebolt Grabners, Bürgers zu Nürnberg, und dreymalige Vorladung nicht beym kaiserlichen Hofgerichte erschienen, und sich weder verantwortet, noch verantworten haben lassen. G. zu Costentz an sant Mathie des heiligen Zwelfboten Abend, (c. S.) Derselbe befiehlt Ludwig dem Jüngern, Herzog in Beyern und Graf zu Mortey, den Abt und Convent und das Kloster zu Kaysshaim, die unter seinem und des Reichs unmittelbaren Schutz stünden, in keiner Weise mit Steuern und andern Anfoderungen zu belästigen sondern bei ihren Freiheiten zu beschirmen. D. ib. et eod. d, Thomas de Berengeriis, legum doctor, Canonicus Cameracensis, Papae Martini capellanus, specialiter deputatus Ilildpoldum de Frawenberg de Prun armigerum Ratisponensis diocesis, qui Albertum episcopum Ratisponensem ralione fidejussionis pro dicto Frawenberg Judaeo cuidam Josman vocalo pro 138 llorenis praestitae, non solum non liberavit sed in oppositione perseverans quinquies in judicium vocatus non comparuit excommunicat atque mandat, ut liaec excoinmunicatio in omnibus ecclesiis diocesis Ratisponensis singulis diebus dominicis et festivis pronuntietur. D, vicesiina terlia mensis Februarii. (Instrumentum notariatus c. Sig.) Fridrich Burggrafe zu Nuremberg, bescheint den Empfang von 1100 fl., welche ihm Heinrich Permuter, Burger des Raths -zu Rotemburg, Namens der 5 Reichsstädte Rotemburg, Nördlingen, 278 1418 Weyssenburg, Dinckelspühel und Poppfingen, wegen der mit denselben auf 5 Jahre cingegangenen Einigung für das am sand Peters Tage Kalhedra fällige Jahr bezahlt hat. G. nechsten Freytag vor dem Sontag Oculi in der Vasten, (c. S.) 25. Febr. Andre der Swartzenstainer zu Engelburg, Pfleger zu Fürsteneckh, bekennt, dass ihm Philipp Holtzhaymer Mawttner, Namens des Biscliofes Görigen von Passaw den ihm von 6000 Gulden an Lichtmess gebührenden Zins mit 600 Gulden bezahlt habe. G. am Freytag nach Matliie, (c, Sig.) 26, Febr. Sigmund, römischer König, gebietet allen Fürsten, Käthen, Knechten, Vögten, Amtleuten, Bürgermeistern und lleichs-Unterthanen, die Jüdischheit, welche in seine Kammer gehört, bei den Gnaden und Freiheiten, die ihr Pabst Martiu V. bestätiget hat, bleiben zu lassen. G. zu Costantz des nechsten Sampstag nach sand Mathias tag. 27. Febr. Hans der Layminger verpflichtet sich, mit seiner Veste Oetting nicht gegen die Herzoge Ernst und Wilhelm zu seyn, und diese Veste, wenn er sie verkaufen würde, den genannten Herzogen zuerst anzubieten. G, des Suntags nach Mathias Tag. (c. Sig.) Stephan Ebser und Philipp Dürenwacher empfangen von Ernst, Herzog in Bayren, dessen halben Antlieil an der Feste Awrburgk mit einer jährlichen Burghut von 50 Pfd. Münchcr Pfenninge, dem halben Gericht und dem zur Feste gehörigen Bau) die übrigen Gefälle und Gilten aber sollen sie dem Herzog einliefern. G. zu München an Suntag so man in der heiligen Kirchen singet Oculi, (c. 2 Sig.) 1, März Eberhart Riedrer, Landrichter zu Aychach, lässt an offener Landschranne daselbst auf den Antrag der Stümphinn, Küsterinn des Gotteshauses zu Kübach, und der Erlacherinn das alte Convenfs- Insigel, auf welches nur Scs Mangnus gegraben war, zerschlagen, und denselben ein neues, worein der Convent gegraben war, einhändigen. Urlhciler: Wilhalm der Westendorffer, Burgermaister; Peter der Flaischhäckel, Chuenrat der Engel, Fridrich der Weldung und Uolrich der Plinczeller, Alle Bürger zu Aychach. G. des Eritags nach dem Sonntag, als man singt Oculi in der Vasten. 3. März Johannes Herzog in Bayrn ertheilt den Bürgern zu Aurbach die Gnade, dass dieselben in dieser Stadt ein Uathhaus bauen mögen, worunter alle Bäcker, Fleischhauer, Fragner, Krämer und Andere feil haben sollen. G. zu Sulzbach am Pfingstag vor dem Sontag Letare. 4, März Heinrich Apsperger zu Reichenek begibt sich seiner bisherigen vermeintlichen Sprüche und Rechte zu dem Halsgerichte in Herspruek, so lange dassselbe Halsgericht und Herrschaft Herzog Johann von Bayern und seine Erben inne haben, G. freytag vor dem Sontag Laetare. 6. März Praepositus, vallini et consules oppidi de Edinburgh burgimagistros, scabinos et consules civitatis Ratisponensis orant, ut Mariotae, Margaretae, Jonetae et Eufamiae, filiabus cuiusdam Willi® 279 1418 6. Miirz 7, März 10. März 11. März 12. März 13. März Zobertonn Scoti, in peregrinatione ad beatum Jacobura in C'omposlella Ratisponae, post so quadam pecuniae summa relicta, morte praeventi et defuncti, hanc summam celeri progressu reddi faciant, D. Edinburgh quinto die mensis Martii. (c. S.) Purkhardt Hofner, Albrecht Krebitzer, Ulrich Wieland, Ilainrich Senng, Chunrat Synnbeck und Erhard Ilawtzan Urtheiler des Landgerichts der Grafschaft Ilirsperg bestätigen, dass Tlieseres und Hans Fraunhofer geächtet und in das Achtbuch geschrieben worden sind, weil dieselben sich gegen Seytz den Erlacher nicht verantworten wollten, und erlassen auch den Ausspruch, dass gemäss des Landgerichts Ilirsperg Freyheiten, Rechten und Herkommen man an keinem Feyertag oder Fast-Tag und besonders in der Fasten kein Landgericht besetzen noch haben soll. G. am Suntag Letare, (c. S.) Martinus papa abbatem et conventum monasterii Campidonensis sub beati Petri protectione suscipit, atque eisdem omnes libertates et immunitates confirmat, D. Constantic Non. Martii pontiflcatus anno primo. Idem separationem eeclesiarum S. Andreae in oppido Wyssenburg et S. Georii in villa Ellingen antea invicem annexarum a Friderico, episcopo Eystetensi, factam, permutationemque ccclc- siarum S. Georii in Ellingen et S. Johannis Raptistae in Lenkersheim prope Winsheim, inter abbatem et conventum monasterii in Wilczpurg ex una et commendatorem domorum hospitalis beatae Mariae Theatonicorum in Franconiae, Sueviae et Bavariae partibus ex altera parte pcractam conflrmat. D. Con- stantiae VI. Id. Martii, pontiflcatus sui anno primo. Albertus episcopus Rambergensis fundationem et dotationem perpetuae Primariae in ecclesia in Newnkirchen auf dem Sand per Fridericum Tetzel rectorem ejusdem ecclesiae, Eberhardum Mayr de Speyckern, Ilermannum Pruler de Oberndorf, Cunradum Smid de Speickern et totam communitatem parrochiae Newnkirchen factam ratificat et confirmat. D. feria sexta ante diem Gregorii. (c. 3 SigO Johann, Erzbischof zu Mencze, und Ludwig, Pfalzgraf bey Rine und üerzog in Reyern, vergleichen die Zwietracht, Späne und Misshelligkeiten zwischen Johann, Bischof zu Wurczporg auf einer, und Jorg von Seckendorlf, Ritter, und Hans uon Seckendorlf, dessen Bruder, von der andern Seite dahin, dass Bischof Johann zu Wurczporg die Gebrüder von Seckendorlf und [deren Gesellen und Knechte, die zu Gneczhcim gefangen worden sind, gegen einfache Urfehde ledig lassen, und sie und das Schloss Gneczhcim in des Markgrafen Fridrichs von Brandenburg und des genannten Erzbischofs Johann Hände einantworten solle, welche solches nach ihrem Willen besetzen ■werden, und über die Sache und Zweyungen innerhalb drei Jahren rechtlich zu entscheiden haben. D. Mergentheim in die sancti Gregorii Pape. (c. 2 S.) Ulrich, Herzog zu Teckk, bekennt, dass der Abt Johanns zu Uettenbäurenn und dessen Convent das Gut, genannt Wiehstain, mit aller Zugehorung, ausgenommen die Sambruk, zu seinen Händen gebracht haben, und will denselben jährlich auf sant Martins-Tag zu Vellczins ein Pfund und 280 1418 14. Mürz 17. Mürz 5 ) 22. Mürz 28. Mürz 4 Schilling Ileller in ein llaus zu Dürniwang reichen, wo sie andern Gotteshaus-Zins an diesem Tage einnehmen} auch will er jührlich gen Ronsperg seine Anzahl richten und geben, als vor Alter daraus zu Vogtrecht geht. Mitsiegler: Peter Walstetten und Hanns Mangold, des Herzoges Vogt zu Mindelhain. G. an dem Sonntag, als man singet Judica. (c. 3 S.) Martinus papa decano ecclesiae Augustensis ad instantiam Johannis Fiess, rectoris parochialis ecclesiae in Vngerhusen dioecesis Augustensis, mandat, ut ea, quae de bonis praedictae ecclesiae parochialis illicite alienata vel distracta invenerit, ad ius et proprictatem eiusdem ecclesiae legitime revocet. D. Constantie ij Id. Marcij Pontificatus Anno Primo. Idem omnes libertates et immunitates abbati et monasterio in Ahausen Eystetensis dioecesis concessas conlirmat. D. Constaneie XVI, Cal. Aprilis pontificatus sui anno primo. Hans Zenger zu Regenstauff Ritter, Partzifal Zenger zum Seeberge, Götz Murher zu Guteneck, Jobst Zenger zum Liechtenwald, Wilhalm Satzenliofer zum Frawnstain und Friderich Zenger zum Swetzcnberge entscheiden hinsichtlich der Feindseligkeiten zwischen dem Kloster Schöntal und Hint- schiek Pflug, dass letzterer das Gut welches er noch als unverthan inne hat, ausgenommen essend Ding, den armen Leuten dieses Klosters wiedergeben, demselben in allen Sachen förderlich seyn, und genanntes Kloster bey dem Spruchbriefe des Vitztums Hainrich Nothaft und der Riithe in Niederbayern, insbesondere aber bey seinen Gerichten, Scharwerken und Nachtseiden verbleiben lassen soll. Mitsiegler: Der Prior zu Schöntal. G. zu Kamb am Pflntztag vor dem h, Palmtage, (c, 7 Sig.) Martinus papa episcopo Curiensi et dilectis flliis S. Egidii Nurmbergensis Bambcrgensis diocesis ac S. Jacobi extra muros Ilerbipolenses Scotorum-monasteriorum abbatibus mandat, ut contra quoscunque transgressores et violatores constitutionum et jurium ecclesiasticarum efficacis defensionis auxilio assistentes eosdem violatores tamdiu excommunicatos aut anathematizatos nuntiari faciant, donec ab omni extorsione cleri omnino desistant, et omnia bona occupata et detenta restituant, D, Constantie XI. kal. Aprilis, pontificatus anno primo. Herzog Wilhalm bekennt, dass er Hannsen dem Pirmeyder Bürger zu Müniclien und Elspeten seiner Hausfrau 300 Gulden, theils baar Geld theils in Gewand schuldig sey und verschreibt ihm dieselben auf seinem Theil des Zolls zu München am Newnhawser-Thof so dass derselbe aut Quatember zu Weihnachten niiehsthin 2ä Gulden und so jeden kommenden Quatember 25 Gulden bis zur Erledigung der Schuld von dem Zoll einzunehmen hat. Gewiihrsmünncr: Stephan Lonerstatter Zöllner zu Müniclien; Ilainreicli Schreyner Pfleger zu Planegk; Hanns der Knebel Pfleger zum Grünenwald. Mitsiegler: Stephan Lonerstater; Jobs von Reich, des Herzogs Hofmeister. Zeugen: Pauls Aersinger und Jörig Knyepüntel, des Herzogs Kanzelschreiber. G. An Montag in den Oster- veirtagen. (c. 3 S.) * 281 . 1418 30. März 31. März 3. April » 4. April 8. April Sigismundus Rex Romanorum in suo et uxoris suno et nobilis Piponis de Ozera nomine vadium suscipit de 23,000 flor. hungar. a domino Ludovico duce ßavariae, ipsi pro concilio Constantiense mutuatis et certas decimas in episcopatibus Brandenburgensi, Misnensi etc. pro solutione liujus mutui obligat. D. Constantie die lunae proxima post festum annuntiationis Virginia. (ex libr. eop.J Wilhalm Torringer zu Yetcnpaoh, Erasm Taufkircber zu Gutenburg und Ott Granns verlangen als Bevollmächtigte des Theseres von Frawnhofcn die demselben am vergangenen Mathie Abend durch kaiserliches Urtheil zugesprochene Wiedereinsetzung in die Feste Kürnslein, welche aber von Hainreich von Gumppenberg Pfleger zu Ratemberg, Ott Ebsär Pfleger zu Kufstain, Kristofl Layminger, und Fridreich Vinkeh Pfleger zum Kürnstain verweigert wird, da die Vollmacht des Theseres von Frawnhofcn auf Caspar Torringer zu Torring und nicht auf den Ott Granns lautet, und da Caspar Torringer durch ehafft Nolh nicht verhindert gewesen sey zu erscheinen. Siegler: Ilartweig Ebser Pfleger zu Tierberg, Ilans Münnchawer, Matheis Türndl Pfleger zu Chitzpüchl, Hans Allpekcli, Erhärt von Griesnaw, Rudolf Ochsenperger, Peter Reicher zum Mernstain Pfleger, Hans Wild Pfleger zu Neidekch, Ludweig Tärchingcr Pfleger zum Valkchenstein, Fridreich Tömlinger, Symon Linttaehcr, Thomas Emhofer, Fridreich Zymmer&wer, dann Heinrich Gumppenberger Pfleger zu Ratenberg, Olt Ebser Pfleger zu Kufstain, Kristofl Layminger, und Fridreich Yinck Pfleger zum Kürnstain. G. unter dem Schloss Kürnstain am Donnerstag nach Ostern, (c. 17 Sig.) Martinus papa praepositum et conventum monasterii sancti Johannis Baptistae in Rebdorlf Eysfetensis dioecesis cum omnibus bonis sub beati Petri atque sua protectione suscipit eisdemque omnes possessiones conlirmat. D. Constantie iij Non, Aprilis Pontiflcatus Anno Primo. Johannes Herzog in Bayern beflehlt seinem Pfleger Ilans von Eglofstein zu Aurbach und seinen Amtleuten in dieser Herrschaft, dass alle Kaufleute und ihre Wagen-Leute mit ihren Waarcn ihren Weg durch die Stadt Auerbach nehmen sollen bey Vermeidung einer Pen von 15 Gulden, wovon ein Drittel dem genannten Herzoge, ein Drittel dem Pfleger und ein Drittel den Bürgern in Auerbach zufallen soll. G. zu Sulzbach am Samstag vor Misericordia domini. Hanns Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Ilirspercli, erklärt die Klage, welche Herr Hanns von Seckendorf von Tetelsawe und Hanns von Seckendorf von Regensperg, bei dem Landgerichte des Burggrafthums zu Nurenberg gegen Wigoles und Wilhalm von Wolfstain, Gebrüder, anhängig gemacht haben, für nichtig, indem sie nach Inhalt eines vom römischen König Karl bestätigten Briefes, als Unterthanen Meinharden Herzogs in Bayern und seiner Nachkommen, das Recht gemessen, sich nur vor dem Gerichte verantworten zu dürfen, in welchem sie gesessen sind, G. zu dem Slain, des Montags nach der Osterwochen, (c, S.) Ludovicus Alamandi, custos ecclesiae Lugdunensis, decretorum doctor et Francisei, archiepiscopi Narbonnensis et apostolici camerarii, in camerariatus officio locumtenens, iurium apostolicae camerae debitorum in civitate et dioecesi Augustensi collectori et suceollectori districte praecipit ac mandat, 36 282 1418 ö. April 6. April 11. April quatenus Ulricum, abbatem monasterii in Elchingen, ultra id, ad quod camerae praedictae de consue- tudine antiqua vel de iure tenetur aut alias ex mero debito obligatus existit, sub nomine dictae camerae de cetero nullatenus molestent, exactionent vel gravelit. D. Constanciae die quinta mensis Aprilis. Johannes Töppel von Ilmmünster, der Herrn Hilprant den Geroltzhauser, Chorherrn daselbst, misshandelt und geschlagen hatte, versöhnt sich mit demselben und gelobt, allenfallsige Ansprüche an den Probst und die Chorherrn zu Ilmmünster nur auf dem Wege Rechtens geltend zu machen. Auch soll er ein ganzes Jahr lang eine Wochenmesse zu Ilmmünster lesen lassen und von den nächsten Weihnächten an ein ganzes Jahr aus dem Lande der Herzoge Ernst und Wilhalm verbannt sein, und auch auf 4 Meilen Ilmmünster nicht nahe kommen. Bürgen : Ulreich der Töppel, sein Vater, Ott Schäfl’lär und Hainreich der Kramer. Siegler: die weisen und vesten Hans der Fraunberger zu Müssenhausen und Hans der Ummünsträr, Taidinger und Zeugen: die weisen und vesten Veicht Achaimer, Pauls Ersinger, Hanns Sluder, und die ehrbaren, Aelbel Smid, Rüppel Neumair und Peter Preu. G. am Erchtag nach dem Sonntag Quasi modo geniti. (c. S.) Martinus, papa, monasterium in Waltsassen cum omnibus bonis sub beati Petri et sua protectione suscipit et omnia eius privilegia conlirmat. D. Constantie viij Id. Aprilis Pontificatus anno primo. Heinrich Gumppenperger, Ott Ebser, Kristoff Layminger und Fridreich Vinck Pfleger zum Kürn- stain erscheinen unter dem Schlosse Kürnstain, um an diesem hiezu bestimmten Tage dem Kaspar Torringsr zu Torring, Wilhalm Torringer zu Yetenpach und Erasm Taufkircher zu Gutenburg als Bevollmächtigten des Theseres Frawnhofer die Veste Kürnstain im Namen des Herzogs Ludwig nach Laut des kaiserlichen Urtheilbriefes zu übergeben, und erwarten von 11 Uhr Vormittags bis zu Untergang der Sonne die vorgenannten Bevollmächtigten des Theseres Frawnhofer, von welchen sich jedoch keiner eingefunden hat. Mitsiegler: Ilarttweig Ebser, Hans Munnchawer, Matheis Türndl, Ludweig Tiirchinger, Ilans Wild, Fridreich Zymmerawer, und Symon Linttacher. G. an Mitwoch den sechsten Tag Aprilis. (c. 11 Sig.) (Instrum, notar.) Günther Graue von Swartzburg und Herr zu Ranis, des römischen Königs Sigmund Hofrichter, bestätiget Endresen Werntzer von Rotemburg, dem auf Absterben seiner Schwieger Frau Agnes, Vlrich Stromers zu Nuerenbcrg seligen Wittwe, die Güter zu Kalbensteinberg und auf dem Walde angefallen sind, welche diese 20. Jan. 1412 vom Grafen Ludwig zu Oettingen erkauft hatte, die unterm 10. Jan. und 18. Juli 1413 bezüglich jener Güter ertheilten Briefe, die ihm gleichmässig zu Nutz stehen sollen. G. zu Costenz in dem Kloster zu den Augustinern des nehsten Montags nach dem Suntag als man in der heiligen kirclien singet Misericordia domini. (c. S.) Ilermannus Wysner de opido Staffelstein, procurator et proeuratorio nomine magistri Alberti Fleischmann, rectoris parochialis ecclesiae S. Sebaldi in opido Nuermberg, Alberto episcopo Bambergensi publicat insinuatque bullara Bonifacii papae noni, datam Romae quinto nonarum Julii pontifleatus anno decimo (1399), quae habet id argumenti: Wolframus (Dürre) et deinde successor ejus Albertus Fleisch- * 283 1418 mann, rectores parochialis ecclesiae S. Sebaldi in opido Nuermherg protestabantur et ad sedem aposto- licam appellavere, quod Universitas villae Werd in liac Villa, intra limites parochiae ipsorum sita, novam capellam exstruerent immo exstruxissent, idque contra statutum Urbani papae VI. de non ncdilicando ecclesiam seu capellam intra limites parochialis ecclesiae S. Sebaldi absque apostolica et episcopali licentia. Pileus episcopus Tusculanus, commissarius cujus causa a sede apostolica delegatus, novum opus deinoliri mandavit, appellatione tarnen pro parte dictae universitatis intcrposita Cristolorus tituli S. Ciriaci presbyter cardinalis, coinmissario Pileo adjunctus est; intervenicntibus vero Johanne et Friderico burggraviis Nürembergensibus, de quorum dominio illa villa, Bonifacius papa episcopo Bam- bergensi per hanc ipsam bullam comittit, ut partes litigosas amicabiliter componere tendat, Testes : Magister Conradus Ringer in medicinis doctor et can. ecclesiae S. Steffani Bambergensis, Johannes Mertz plebanus in Markschorgast et Eberhardus piscator de Vorcheim episcopi Bambergensis capellanus, A. est insinuatio in stuba minori castri Altenperg prope Bamberg, die undecima mensis Aprilis. 18. April Hermannus Electus et Conflrmatus ecclesiae Frisingensis missam in altari S. Quirini et Barbarao in ecclesia parrochiali S, Petri in Monaco singulis diebus celebrandam, quam Johannes Pirmeider de Monaco fundavit et pro uno capellano ibidem tenendo jus patronatus sibi et successoribus suis retinens de propriis suis bonis copiose dotavit, conlirmat, D. Wienne die XVIII, Aprilis. (c. Sig.) » Idem missam per Ludovicum Romanorum imperatorem in altari S. crucis in ecclesia parrochiali beatae Mariae virginis in Monaco fundatam et copiose per eum dotatam sed nondum perfectam, quam missam Ernestus et Wilhelmus Bavariae duces nunc perfecerunt et in cadein jus patronatus sibi et successoribus suis reservarunt, conlirmat. D. ib. et cod. d. (c. S.) 19. April Martinus papa Johanni Romei Norimbergensi et Gertrudi ejus uxori rogatu indulget, ut si forsan ad loca ecclesiastico interdicto supposita ipsis contigcrit declinare, clausis januis, excommunicatis exclusis, non pulsatis campanis et sub missa voce in sui et domesticorum suorum familiarium praesentia missam et alia divina officia per proprium vel alium sacerdotem idoncum faciant celebrari dummodo ne ipsi forent excommunicati. D. Constantiae XIII. Cal. Maii pontilicatus anno primo. (Cum bulla plumbea.) 91, April Johannes, Bischof zu Wirczpurg und Herzog in Franken erklärt die Dorfmeister und die ganze Gemeinde des Dorfes zu Lore zwischen Rotenburg und Insingen wegen der Klage des Ilans von Rosenberg, Ritters und Cuncz von Rosenberg, dessen Bruders, in die Acht. G. vor dem Sloss vnser Frawenberg am nehsten Donerstag vor sand Jorgen tag. (c, S.) Albrecht, Herzog zu Oesterreich setzt auf die Klage seiner Oheime der Herzoge Ernst und Wilhalm in Bayren, dass CristofE der Rappacher ihre Leute zu Swellenpach vahe und beschwere und besteure, den nechsten sand Jacobs tag als Entscheidungstag in diesem Streite an. G, zu Wienn an Pfincztag vor sand Jorgen tag. 36 * 284 1418 22. April Johanns, Pfalzgraf hei Heine, erhält von dem Pfleger zu Neuenburg 400 Reinisclie Gulden als Darlehen, und gelobt, solches auf den nächsten Lichtmesstag heimzuzahlen. G. zu Sultzbach am Frey tag vor St. Jörgen Tag. C c - S.) 23. April Der Römische König Sigmund befiehlt Fridrich, Markgrafen zu Brandenburg, den Abt und Convent des Klosters zu Ivaysersheim, die unter seinem unmittelbaren Schutz stehen, bei allen Freiheiten und Rechten zu beschützen und gegen Jederman zu vertreten und zu vertheidigen. G. zu Costentz an sant Gorgen tag. (c. S.) 24, April Martinus papa indulget, ut abbas in Ursperg et eius successores mitro, annulo et aliis pontifl- calibus insigniis ulantur et in dicto monasterio Ursperg ac prioratibus eidem subiectis neenon in ecclesiis parochialibus ad monnsterium pertinentibus benedictionem solemnem elargiantur. D. Con- stancie viij kl. May Pontificatus anno primo. y> Idem monasterium Ottenburrense cum omnibus bonis sub beati Petri et sua protectione suscipit neenon eidem omnes liberlates et immunitates confirmat. D. ib. et eod. d. 26. April Der Römische König Sigmund verkündet dem Pfalzgrafen und Churfürsten Ludwig, den Herzogen Ernst, Wilhelm, Johans und Ilainrich in Beyern, den Grafen Eberhart zu Wirtenberg, Ludwig und Fridreich zu Oettingen, und mehrern Reichsstädten und allen Unterthanen, dass er dem Cimr- fürsten Fridrich, Markgrafen zu Brandemburg aufgetragen habe, den Abt und das Kloster zu Kaisersheim, die unter seinem und des Reiches unmittelbaren Schutz stünden, gegen alle Gewaltthätigkeiten und bei allen Freiheiten zu beschützen, und gebietet denselben zugleich, dem Markgrafen hierin in aller Weise behilflich zu sein. G, zu Costentz des nächsten Montags nach Sant Görgen tag. p Derselbe gebietet den Reichsstädten Ougspurg, Ulm, Giengen, Nördlingen, Dinkelspühel, Rotem- burg, Nürnberg, Wissenburg, Aulun, Esslingen, Ileilprunn und Boppflngen, den Abt und Convent und das Kloster zu Kaysershaim, die unter seinem und des Reiches unmittelbaren Schutz stehen, sainmt ihren Gütern und Angehörigen zu schützen und bei ihren Freiheiten zu beschirmen. D. ib. et eod. d. 26. April Chunrat von Schällemberg, des Marken von Schiillcmberg Sohn, gesessen zu Kisslegg, welcher rnit der Bürgerschaft zu Memingen in Feindschaft stand, weil sie vermeintlich zu Laidwendi gegen ihn einen Knecht, genannt Italböss mit dem Rechten umbracht vnd hingetan hat, reversirt auf Vermittlung des Thuring von Ilalhvil, seines lieben Bruders, Cunrats von Wolfürt von Ucberlingen und Hans Zürichers von Ravenspurg, solches fortan nicht weiter zu äfern, und von weiterer Rache und Feindschaft abzustehen. G. zu Costenz am nehsten Zinstag nach sant Jörgen tage. (c. S.) 28. April Martinus Papa indulget, ut confessor, quem nobilis vir, Georgius Aichperger, miles pataviens. duxerit cligendum, semel tantum in mortis articulo plcnam remissionem ei concedqre valeat. D. Con- stantie IV, kl. Maij. Pontif. anno primo. 285 1418 30, April » » 4. Mai 5. Mai 7. Mai Idem eleetionem Johannis in episcopum Eystetensem conlirmans eidem cpiscopo mandat, ut onus regiminis ecclesiae Eysletensis devote amplectens curam et adrninistrationem ejusdem eeclesiae solicitc gerat et fideliter prosequatur. D. Constantie II. kal. Martii pontilicatus anno primo. (c. Sig.) Idem eleetionem Johannis in episcopum Eystetensem confirmans capitulo Estetensi mandat, ut eidem episcopo debitam obedientiam et reverentiam exliibeat. D. ib. et eod. d. (c. Sig.) Idem abbatem, convenlum et monastcrium in Scheyrn cum omnibus eorum bonis sub beati Petri et sua protcctiono suscipit noenon iisdem omnes possessiones confirmat. D. ibid. et eod. die. (c. Sig.) Hanns der Haibeck zu Wisentvelden wird von dem Rath zu Regenspurg auf ein Jahr gegen eigne Verköstigung mit einem Knappen, 2 Knechten und 4 Pferden als Söldner aufgenommen. Mitsiegler: Sein Schwiegervater Herr Wilhalin der Waller zum Turn. G. an der heiligen Zwölfboten Abend St. Philipp und St. Jacob, (c. 2 S.) Sigmund, römischer König, gebietet dem Abt und Convente des Klosters Wildspurg, dem Markgrafen Friedrich zu Brandenburg, welchem er die Untersuchung und Entscheidung der Irrungen zwischen ihnen und der Stadt Wyssenburg, wegen eines an den Folgen des Gefängnisses zu Wildspurg verstorbenen Wissenburgischen Bürgers und dagegen eines zu Wyssenburg geradbrechten Wildspurgischen Knechtes befohlen, und der die Riithe Haupt Marschalk von Bappenheim und Wygleys Schenk von Geyern zum Verhöre absenden werde, gebührende Folge zu leisten. G. zu Costenz des nechsten Mittwochens vor dem Auffarttag. (c. S.) Fridreich, Herzog zu Oesterreich, Steyr, Kernden und Krain, Graf zu Tyrol, erlaubt, dass Hanns der Meusch von Burgau den von dem Herzog früher versetzten und nunmehr von den Gebrüdern Seytz, Wilhalm und Jörig den Stainhaimern um 100 Pfund Haller und 70 Reinische Gulden pfandweise übernommenen Hof zu Knöringen dem Gangolf Leupold von Burgow als Ileirathsgut seiner Tochter Eisbet übertrage. G. zu Costentz an dem heiligen Auffahrttag. Martinus papa decanis eccl«niae majoris Bambergensis et ecclesiarum S. Mauritii Augustensis ac S. Johannis in Ilawg extra muros Herbipolenses, mandat, ut abbatibus et convcntibus in Castel ? Plangstetten, Wilczpurg, Haydenheim et Wernczhausen, contra seculares potestates, illis gabellas, talias ac alias exactiones illicitas extorquentes, defensionis auxilio adsistant. D. Constantie Nonis Maii^ pontilicatus sui anno primo. Idem abbati monasterii sancti Udalrici Augustensis mandat, quatenus causam abbatis et con- ventus monasterii in Scheirn, qui sibi conquesti sint, quod Fridericus episcopus Nachanensis de quibus- dam pecuniarum summis moram trahat et rebus aliis eis iniurietur, partibus convocatis audiat et omni appellatione remota decidat, decretumque observari faciat. D. ib. et eod. d. 286 1418 8. Mai 9. Mai 18. Mai 23, Mai 28. Mai 30. Mai 11. Juni 13. Juni Ludwig Herzog in Beyern bekennt, dass der Landgraf Lewpolt die ihm um dritthalb Tausend ungerische Gulden von Hannsen Landgrauen zum Lewtenberg verpfändete Veste Peczenstain um genannte Summe wieder abgelöst habe. G. zu Constencz an Suntag nach dem heiligen Auffert tag. Martinus papa Johanni, duci Bavariae, ciusque uxori Katharinae indulget, ut confessor eorundum, omnium peccatorum, semel tantum in mortis articulo, plenam remissionem eis concedere, et ieiunium, quod adimplere comode non potuerint, in alia pietatis opera commutare valeat. D. Constanciae septima idus Maij, pontificatus anno primo, (c. bulla. plumbO Jorig Frawnnberger zum Hag der Aeltere vergicht, dass er die von Eberharten, Erzbischöfen zu Salczburg, ihm empfohlene Pflege zu Mulldorf getreulich verwesen, und die in den offenen Kriegen des Gotteshauses etwa erlittenen Schäden dem Urtheile des erzbischöflichen Käthes unterstellen wolle. G. zu Salczburg am Mittichen nach dem Plingstag. (c, S.) Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Hirsperch bestätigt dem Herzog Ludweig in Bayern, dass desselben Leute und Güter nur vor des Herzogs Gerichte geladen werden können, und dass es genanntem Herzoge unschädlich sey, dass einige seiner Leute vor das Landgericht des Burggrafenthums Nurenbeck geladen worden sind. G, des Montags nach der Pfingstwochen. (c. Sig.) Johannes, abbas in Uttenburren, ecclesiam parochialem in Worringen cum ejus flliabus ecclesiis monasterio in Campidona auctoritate apostolica incorporat. D. et actum in oppido Memingen, in ecclesia hospital. pauperum, die vicesima octava mensis Maij. (c. S. et signo not.) Der römische König Sigmund versichert dem Herrn Johann Pfalzgrafen bey Rein seinen Schutz gegen die Angriffe und Beeinträchttgungen seines Bruders, des Kurfürstens Ludwig und ermahnt die Reichsstände, bey allenfallsigem Kriege der gedachten Brüder wider den Pfalzgrafen Johann nichts zu thun, sondern ihm vielmehr beholfen zu seyn. G. zu Basel Montags nach Gotzleiehnamstag. (c. S.) Derselbe trifft mit Pfalzgraf Johans ein derartiges Uebereinkommen, dass er demselben, so oft er ihn zu sich entbiete oder zu Botschaften und Reisen gebrauche, für 40 Pferde je auf 3 Pferde täglich einen Rinischen Gulden und übrigens wie einen andern Reichsfürsten bezahlen und halten wolle. D. ib. et eod. d. Symel der Würffler und Albrecht der Melmäusel, von dem Rath zu Regenspurg wegen des Spieles mit falschen Würfeln gefangen gesetzt und mit dem Verlust einer Hand bestraft, schworen bei ihrer Entlassung Urfehde und werden aus der Stadt, deren Burgfrieden und Vorstadt verwiesen Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Samstags vor St. Veyts Tag- (c, SO- Herzog Hainricli bestätigt dem Pfarrer in Mauerkirchen alle Privilegia und Freyheiten. Burck- hausen des montag vor sand Vitus Tag. (ex libr, privil._) 287 1418 13. Juni i) 14. Juni 1$. Juni n 30. Juni 33, Juni Johann Herzog - in Bayern, Graf von Henngau, Holland und Seeland schenkt seinem Vitzdoms- Schreiber Hainreich Nothafft für seine getreuen Dienste sein kleines Haus, welches von Hans vom Degenberg an ihn gekommen und zu Straubing zwischen der herzoglichen ICanzley und dem Satel- poger-Hause gelegen ist. G. auf den dreyzehnten Tag in dem Moneid Junio. Martinus papa VVormaciensi, Constnnciensi et I-Ierbipolensi episcopis mandat, ut Cesariensi et Fontisregis^abbatibus et monasteriis in Kerklieim ac Zinircn prope Nördlingam et Sconvelt superiori prope Augustam et Sconvelt inferiori prope Hain contra nonnullos principes, duces, coinites et alios perturbatores et invasores bonorum ipsorum efflcacis defensionis auxilio assistentes non permittant, eos per praedictos perturbatores molestari. D. Gebennis Idus Junii pontificatus sui anno primo. Vlrich Domprobst, Johanns Dechant' und das Domkapitel zu Regenspurg verp tlichten sich, dass sie sich hinsichtlich der Streitigkeiten und Feindschaft, die zwischen ihnen und Andre dem Regel- dorffer, Oswald Oetlinger, Conrad Volrad und ihren Anhängern bestehen, in den Ausspruch des Bischofs Albreclit von Regenspurg und der Herrn Conrad Muraher Pfleger zu Vohburg und llannsen Parsperger Pfleger zu Walldegk fügen wollten, wie solches schon zu Lanczhuet vor den Herrn Ernsten und Wilhalm Gebrüdern und Herrn Johannsen und Heinrichen ihren Vettern, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogen in Bayern bestimmt worden war. Auch soll, wenn Stephan Sattelboger und Wolfhart Tuntz Domherrn zh Regenspurg nicht erscheinen würden, dieses die erwähnte Entscheidung nicht hindern. G. zu Regenspurg an sant veits abent des heiligen martrer. (c. S.) Herzog Heinrich von Bayern bestätiget die von den frühem Herzogen dem Markte Maucr- kirchen ertheilten Freyheiten, und erlaubt demselben zugleich die Abhaltung eines jährlichen Markts am St, Paulstag, als er bekehrt ward. G. an sandt Veits tag. Derselbe überlässt Lienharten Eher zu Passau erlittener Schäden wegen aus besondern Gnaden sein freyes Schiff auf der Salzach und auf dem Inn und der Donau auf sein Lebtage, wie dasselbe von Alters herkommen ist, mit allen Eren, Rechten, Nutzen und Gesuchen, als das Friedrich Kraft und Simon Kursner sei. gefürt haben etc. G. zu Burghausen eod. d. (Lib. cop.) Ritter Hans von Sparneck, Schultheiss und die Schöpfen der Stadt zu Nuremberg beurkunden, dass zwischen Sebolt Piintzing und Elspet, Hansen Rieters des Jüngern seel. Wittib, eine Sammung und Heirath geschehen sey, Zeugen: Wilhelm Mendell, Vlrich Gruntherr, Peter Haller der Jüngere. Bürgen des Sebolt Pfintzings Zuschatzes von 1000 fl. Vlrich Stromeyr zu der Rosen, Hans Tücher der Elter und Erhärt Schürstab. Bürgen der Elspeten Ryeters Zuschatzes von 800 fl., Jacob Groland, Görg Stromeyr und Paulus Vorclitell. G. am Montag nach sant Veitstag. Johann und Görg Vettern, Landgrafen zum Leuchtemberg, Grafen zu Halls, bekennen hinsichtlich der Herrschaft Rannvels und Pernstein welche sie an ihren Oheim Etzel Grafen zu Ortenberg < 288 1418 verkauft haben, dass in diesen Kauf auch die zu dieser Herrschaft gehörigen Güter und Gülten ein. begriffen seyen, welche sie vor dem erwähnten Verkauf verpfändet haben, und sonach ihr Oheim Etzel berechtigt sey, diese Gülten wiederzulösen, G. am Pfinztag vor Johanns Tag zu Suun- wenden. (c. Sig.) 23, Juni Dieselben übergeben an ihren Oheim Etzel Grafen zu Ortenberg ihre Mannschaft und Lehenschaft in den Gerichten Rannvelss und Pernstein. G. am Phintztag vor Johanns Tag zu Sun- wenden. 27 . Juni Ilainrcich der Syntzenhofer, Bürger zu ßegenspurg, von dem Bath daselbst gefangen gesetzt, weil man ihn im Verdacht hatte, dass er wegen des Unfriedens, in dem er mit seiner Frau lebe, aus der Stadt entfliehen wollte, schwört bei seiner Entlassung Urfehde, und gelobt die nächsten 10 Jahre geschworener eingesessener Bürger der Stadt zu bleiben. Auch hinterlegt er alle Briefe über seine Gilten und Zinsen, die er in der Stadt und deren Burgfrieden hat, bei Erliart dem Hofmeister im Weynhof, Bürger zu Regenspurg, und will, wenn er allenfalls etwas davon verkaufen oder versetzen würde, es nur einem eingesessenen Bürger der Stadt zu kaufen geben oder versetzen. Mitsiegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G, des Montags vor St. Peter und St. Pauls Tag der heiligen Zwölfboten (c. 2 S.) 2. Juli Sigmund, römischer König verkündet den Bürgermeistern, Rüthen und Burgern der Stadt Nurem- berg, dass der mit den Venedigern auf fünf Jahre geschlossene Friede im jüngst verflossenen Monat Aberellen ausgegangen sey, dass der heilige Vater, Pabst Martinus, als er kürzlich noch zu Costentz war, zwischen ihm und vollmächtiger Botschaft der Venediger, die er vor seine Heiligkeit zu kommen besandt hat, viel und mancherley geredt, versucht und geteidingt habe, demselben auch von seiner und des Reichs Seite in allen möglichen und billigen Dingen gerne gefolgt worden wäre, von der Botschaft dagegen alles hochmüthiglich und wider alles Recht verschlagen worden sey, dass die Venediger sogar während dieser gütlichen und freundlichen Teidigung ihn und das Reich, auch seine und des Reichs Lande und Leute, namentlich des ehrwürdigen Patriarchen Ludwig zu Agley und dessen Kirche Land und Leute zu Friaul und anderswo angegriffen und schwer beschädigt haben, auch seine und des Reichs Städte, Schlösser, Land und Leute zu Bern, Padow, Vincentz und anderswo vorzubehalten vermeinen. Desshalb gebiete er ihnen, allen ihren Kaufleuten, Untersassen und Unter- thanen, da er ihren Schaden nit gern sehe, vestiglich, die Strasse nach Venedi und jedweden Handel und Verkehr dahin fürbass gänzlich zu meiden, und damit das vest und strenglich gehalten werde, habe er viele seiner Diener und Getreuen auch andere seine und des Reichs Unterthanen, Edle und Unedle, auf alle und jegliche Strassen, die sich gegen und von Venedi ziehen, gesetzt, und diesen ernstlich befohlen und geboten, Güter und Kaufmannsschatz, gleichwie Personen, die solche führen, und nach Venedi reisende Kaulleute aufzuhalten, Erstere in ihren Nutz zu kehren, Letztere aber an 289 1418 4 . Juli » » !) 9. Juli Leib und Gut zu strafen, ohne irgend eine Verantwortung oder Rückerstattung. Darnach mögen sie sich achten, und das auch andern verkünden. G. zu Strassburg des ncchsteu Snmpsstages vor sand VIrieh tag. (c. S.) Fridrich Marggrnff zu Branndenburg, des heiligen Römischen Reichs Erczkamrer und BurggralT zu Nürmberg, Johanns, Herzog in Beyern und Albrccht vom Eglofstein Ritter entscheiden in der Giit- lichkeit den Streit zwischen llannsen von Scckendorff zu Tetelsawe, Ritter, und seiner Hausfrau Anna, Hilpolts von Ilohenfells Ritters seligen Tochter, einerseits, und llannsen und Wigoleisen Rittern, Albrechten und Wilhalinen vom Wolfstein, Gebrüdern, andererseits, wegen der Güter Elinersstorff, Kerkhofen und Purckharczmül, nebst einer Mühle und einem Fischwasser also, dass genannte Güter hinfür den Wolfsteinern gehören, und diese dem Seckendorf! und seiner Hausfrau 800 Rheinische Gulden bezahlen sollen, G, zu Nürnberg, an Montag nach vnsrer lieben frawen tag visitaeionis. Petrus Nardi de Verallestis, canonicus basilicae principis apostolorum de Urbe et apostolica auctoritate deputatus causae auditor, quam Ludovicus, Bavariae dux, adversus Wernhardum et Erasmum, dietes Seiboltstorffer, ex dioecesi Ratisponensi, ex adverso principales, ct corum consortes de nonnullis usuris, possessionibus et aliis rebus movit atque movet, omnibus abbatibus, prioribus, parochis et clericis dioecesis Ratisponensis mandat, quatenus praefatos adv r ersarios ducis Ludovici coram se vel loco sui surrogando auditore cifent, et tricesima die post factam citationein comparcre faciant. De cutus citationis mandato Johannes Rosenbaem, publicus nötarius et clericus Coloniensis, instrumentum publicum conficit. Testes: disereti viri magistri, Stephanus Pilosi et Bertoldus Rillis, notarii publici et clerici Richenensis et Spirensis dioecesis. D. Gebennis die quarta mensis Julii. (c, S. et sign, not.) Idem in causa Ludovici Bavariae ducis, adversus Georium de Rcchberg, Craftonem Waler, Con- radum Osthamer et Fridericum Hofer de Dinckelspuhel ex dioecesi Augustensi, de nonnullis usuris, possessionibus et aliis rebus, omnibus abbatibus, prioribus, parochis et clericis dioecesis Augustcnsis mandat, quatenus praefatos adversarios ducis Ludovici coram se vel loco sui surrogando auditore citent, et tricesima die post factam citationem comparere faciant. D. ib et cod. d. Idem in causa eiusdem adversus quosdain armigeros, Augustensis dioecesis laicos, de nonnullis usuris, possessionibus et aliis rebus, ex mandato papae Martini Quinti, pro parle dieti ducis Johannein Mittelburger, armigerum et ex adverso principalem, per abbates, parochos ct ceteros clericos dioecesis Eystetensis ad se Gebennos citat. D. ib. in ambitu maioris ecclesiae-, die lunae quarta mensis Julii. (c. S. ct sign, not.) Eberhart, Graf von Kirchberg, erhält von seinem gnädigen Herrn und Oheim Graf Heinrich, Graf zu Görtz und zu Tyrol, dessen Antheil an der Grafschaft Kirchberg pfandweise um 1000 Dukaten und 100 ungrische Gulden, und gelobt, diesen Antheil bei allen Würden, Ehren und Freiheiten ungeschmälert zu erhalten, von demselben Hause Kirchberg dem Grafen Ilainrich und dessen Erben jeder 37 290 1418 13. Juli 14. Juli 15, Juli Zeit die schuldigen Dienste zu leisten und das Recht der Wiedereinlösung in jedem Jahr einen Monat vor oder nach St, Jörgen Tag zu zugestehen. G. zu Kirchberg am Samstag vor St. Margrcthen Tag. (c. S.) Hainreichc Prannt zu Ratzmanstar, Probst vor Inpruck zu Passaw, Ilanns Miilliaimer zu Liessing Peter Miilhaimer zu Perekhaim, Gorig und Cristan die Dehner zu Schonhering, Peter und Caspar die Vischgretl daselbst, Conrat zu Swäinhaim, Syman zu Alkering, Zechmeister zu Awnkü chen, Wernhart Remel, Peter Reyter zu Awnkirchen, Hainreich Ileschamer, Vlrich Mayr zu Lenngueld, Andre Widmer, Zechmeister zu Iglbach, und die ganze Pfarrgemeinde zu Awnkirclien vermachen mit Einwilligung des Edlen Vesten, Herrn Jorig des Aichperger, Marschalls des Bischofs zu Passaw und Pflegers zu Vilshofen, dem Herrn Vlrich Planck, Probst, und dem Kapitel des Stifts zu sand Johanns des Täufers zu Vilshofen mehrere zur Pfarrkirche zu Awnkirclien gehörige Güter zu Hutzling, Hergessing, Alkering, zu Liessing, Aerenperig und zwei von obgenanntem Prannt dazu hergegebene Güter zu Seltenhaiin und Chreling zu einer ewigen täglichen Blesse in der Pfarrkirche bei dem hl. Kreuz zu Awnkirchen auf dem von mehrgenanntem Prannt gestifteten vodern Altar, wozu derselbe Prannt noch 100 Pfund Wienner Pfenninge zum Ankauf einer ewigen Gült und zu zwei Jahrtägen in der Pfarrkirche zu Awnkirchen gibt, Siegler: die Obgenannten, der Prannt, Mülhaimer und der Aichperger zu Säldenaw, und Hanns der Sigershofer. G. an sand Blargreten tage. (c. 4 S.) Wilhalm Allerspek Landrichter zu Aerding vor welchem Martein der Krünär klagt dass ihm die vom seligen Herzog Stephan wegen einer Schuld von 1043 Gulden auf der Steuer zu Kopfstain und Kitzpühel angewiesene Gült nicht bezahlt worden sey, erkennt, dass dem genannten Krönär bis zur Bezahlung obiger Summe die Güter einzuantworten seyen|, welche Herzog Ludwig im Gericht Aerding hat. G. des Pfinztags nach Blargreten Tag. (c. S.) Derselbe spricht Ulrich dem Ekker, auf dessen Klage, dass Herzog Ludwig ihm die von dem verstorbenen Herzoge Stephan für seine Schuld von 400 Gulden und ausserdem noch GOO Ungcr und Dukateji ausgesprochene jährliche Gült von 40 Gulden seit dessen Tode nicht bezahlt habe die Nutz- niessung und Veräusserung von Herzog Ludwigs Hof zu Dicng und andern demselben in dem Gericht zu Aerding angehürigen Gütern in so lange zu, bis er seines Hauptguts bezalt wäre. D. eud. die. (c. Sig.) Johannes, Bischof zu Wirczburg auf einer, Johannes, Burggraf zu Nuremberg und Fridrieh, Markgraf zu Brandenburg und Burggraf zu Nuremberg auf der andern Seite, bekennen, dass sie Albrecht, Bischof zu Bamberg betheidiget und beredet, ihre Zwietracht, Spänne, Stösse, Gebrechen, ; Klagen und Sprüche an Raban, Bischof zu Speyr, als einen Obmann oder Ungeraden, zur Entscheidung zu überlassen j des Geleites zu Prichssenstat wegen aber, soll jede Partei Einen auf sant Bartholo- I mäustag nach Gyselwinde schicken, welche zu untersuchen haben, wie es damit zur Zeit gehalten ' werde, und Herkommen sey, also verbleibt es in den folgenden drei Jahren. G. zu Vorcheym de* i Fritags nach sant Margrethen tag. 291 1418 17. Juli 1«. Juli 19, Juli ?8. Juli *9, Juli 80 , Juli *• Aug. Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bcyrn stellen ihren Rath Paulscn den Aresinger als Bevollmächtigten auf zu dem Rechttag, den ihr Oheim Herzog Albrecht von Oesterreich ihnen und Kristoffen von Ratpach auf nächsten sand Jacohstag zu Wyenn angesetzt hat. G. zu München an sand Allexien tag. (c. 2 S.) Sigmund, römischer König gebietet den Bürgermeistern, Rathen und Burgern der Stadt zu Roteinburg uff der Thuber Hans Stang, Heinrich Iluntel, Conrad von Aichelberg, Hans und Fritz Meyentaler, welche auf Klage Ludwigs, Pfalczgrafens bey Rin, Herzogs in Beyern und Gral 1 zu Mortey in die Reichsacht erklärt, fürbas weder zu hausen, noch zu hofen, zu ätzen, noch zu tränken, noch keinerlei Gemeinschaft mit ihnen zu haben. G. zu llagnaw des nechstcn Montags vor sant Marie Magdalenetag. Martinus papa archicpiscopo Magunlinensi mandat, pro parle Anselmi, electi Augustensis, omnes fautores Friderici, pro episcopo Augustensi se gerentis, et occupatores et detentorcs bonorum ecclesiae Augustensis sua auctoritate compellere, ut ab hac adhaesione et fautoria et detentione bonorum absistant ipsumque electum rebus et bonis eisdem uti et gaudere libere permittant. I), Gebennis xiiii kl. Augusti ponlifleatus nostri anno primo. Fridrcich, Herzog zu Österreich, Steyr, Kernden und Krain, Graf zu Tyrol, verleiht seinem Getreuen, Jürig von Rechperg, und dessen Erben Hcyfelspurg und Waltstetten mit Burg und Markt, ■wie solche auf denselben von dessen Vater, Veit von Rechperg, sich vererbt hatten, als Lehen des Hauses Österreich. G. zu Basel am St, Marien Magdalenentag. (o. S.) Martinus, papa, bulla prohibet, ne ullus professus ex ordinibus mendicantium ad nliquem monasticum ordinem, Carthusiensi duntaxal excepto, in futurum debeat per quemeunque recipi vel admitti. D. Gebennis iiii kl. Augusti Ponlificatus Anno primo. Anshelmus, electus et confirmalus Augustensis, omnia etsingula loca, in et sub quibus magistros eivium, consules, iudices, cives et incolas Augustensis civitatis a se excommunicatos, aggravatos et reaggravalos morari contigerit, quam diu ibidem fuerint, ecclcsiastico supponit interdieto. Quod inter- dictum Wigandus Creyner de Wildlingen et Marquardus Winckler, notarii publici, in instrumenti publici formnrn redigunt. Testes: Wilhelmus, episcopus Samastensis, vicarius in pontiiiealibus, Andreas Steck, scholastieus, raagister Rudolfus medici, archipresbyter, Ilainricus Truclisezz, decretorum doctor, Johannes Gwerlicli, canonici ecclesiae Augustensis, Fridericus de Westersteten, miles, et Dietlierus de .Stain, armiger. D. et A. in Sacristia ecclesiae parochialis in Dillingen die penultima mensis Julii, (c. 8. et 2 sign, not.) Vor Sigmund römischen Kunig am Gericht zu Baden erkennen die Fürsten hinsichtlich der Klage des l’heseres Frawnliofer gegen den Herzog Ludwig in Bayern wegen Uebergabe des Schlosses Kürnstcin, dass Herzog Ludwig dieses Schloss in den nächsten 4 Wochen bey einer Pene von 37 * 292 1-118 7. Äug. 10. Äug, 13, Äug. 30. Äug. 31. Äug. 80 Mark Goldes einem Abgeordneten des Kunigs Sigmund, und dieser Abgeordnete dann dasselbe Schloss dem Theseres Frawnhofer übergeben soll. G. zu Baden des Czinstags nach Peters Tag ad vincula, Ludwig, Herzog in Beiern und Graf zu Mortein, verkauft dem Ritter llannsen von Helmstad, dessen ehliclier Hausfrau Giitel Knebeln, dem Edelknechte Reinharden von Niperg und dessen ehlicher Hausfrau Magdalenen von Sickingen seinen ganzen Weinzehenten, zu Ilnilbrunnen an dem Negker gelegen, durch die Mark, soweit er reicht, mit dem Zehenthofe, Keltern, Fässern, Gelten und Keltergeschirre, als rechtes Eigen um 12000 guter, geber und genehmer reinischer Guidein, auf Wiederkauf. Mitsiegler: die Stadt Hailbrunn, G. zu Pforczheim, am Sonntage vor sand Lorenczen Tag, Instrumentum Conradi Schnetzer, alias dicti Hertzog, notarii publici, quo Johannes, abbas in Uttenburren, ecelesiam paroeliialem s, Magni et Udalrici in Carapidona cum filiabus ecclesiis monasterio campidonensi auctoritate apostolica incorporat. D. et actum in dicto monasterio, in capella nova b. Mariae virginis, die Mercurij, qui erat decima mensis Augusti. Schuldbrief von Ladislaus Hagmas von Berekzo an Herzog Ludwig in Bayern über zwey, hundert Gulden rheinisch unter Bürgschaft des Ritters Heinrich, Hofmeisters des römischen Königs und des Ritters Benedikt von Matra. G. zu Pfortzheim an sand Lorentzen tag. (c. 3 S.) Gilig Nothaft, Pfleger zu Ilenngersperg, erkennt, daselbst an offener Schranne mit gewaltigem Stabe sitzend, auf die Klage des Michel Mülhamer, Frohstes zu Nidernaltach, zu Recht: dessen Herr sei den Lehensträgern, welche trotz der geschehenen Vorladung ihre Lehen noch nicht empfangen hätten; desgleichen Denen, welche, ohne in dessen Buche zu stehen, ihn um Erbschaft ansprächen, woraus ihm und dessen Gotteshause viel Krieg, erwachse, da sich heute abermals Niemand gemeldet habe, Nichts weiter schuldig. Beisitzer: Ritter Jorg der Puchperger zu Wintzer; Peter Lälingerj Eberhart Pürbinger; Pauls Fronpek und m. A. G. am Sambtztag nach sand Lorentzen Tag. (c. Sig.) Peter Gross zu Geilenrewt quittirt die Burger des Raths der Stadt Nüremberg über 200 fl., welche sie ihm als Diener, dann wegen O.effnung seiner Behausung Geilenrewt und anderer Sachen schuldig waren. G.*am Samsstag vor sand Bartholomeustag. (c. S.) Hans vom Degenberg Erbhofmaister in Nidern Beyern bekennt, dass wenn von wegen Geschäft und Geldschuld seines seligen Vetters Steffan Degenberger von seinen Vettern Conrad, Niklas und Eberhart den Nuspergern ein Zuspruch an ihn gemacht würde, er denselben auf vorgängige Mahnung vor den herzoglichen Rätlien in Straubing zu Recht stehen soll. Mitsieglcr: Haymeran Nothaft Verweser in Nidern Beyern, Jorig der Aiehpergcr im Mos Marschalk des Bisthums Passau, und Peter der Valkenstainer zu Valkenfels, G. am Sonntag vor Wartholomei, (c. 4 Sig.) 293 1418 ?5. Aug'. SÖ. Aug. *8. Aug. 81, Aug. 8. Scpt, Meister Görg der Daher von Weikkershaim wird von dem Rath zu Rcgenspurg nls Naeh- richter und Ueuker aufgenommen, will mit dein gewöhnlichen Sold, den seine Vorfahren gehabt, zufrieden sein und für die Arbeit, so ferne solche die Stadt, die Riirger oder deren Gesinde betrifft, mit dem sich begnügen, was man ihm geben will, nuch ohne Erlaubniss nicht weg/.iehen oder nuss- wiirts arbeiten. Siegler: Herr Peter der Maller, Schultheis.* zu Regenspurg. G. des nächsten Tags nach St. Bartholomeus Tag des heiligen Zwülfboten. (c. S.) Matheis von Meingosrewt zu Rigelsrewt bekennt, dass ihn die Burger des Raths der Stadt Nuremberg wegen seines Soldes und der Oeffnung seiner Behausung Rigelsrewt richtig bezahlt haben. G. am Freytag nach sand Bartholomes Tag. (c. S.) Die Gebrüder Hainreich, Herman und Ulreich von Weiden bekennen für sich und ihre Ge- schwisterte, dass ihnen Herzog Fridreich zu Oesterreich alle Lehen, Gnaden und Briefe, die sie von dessen Bruder Herzog Leupold sei. erhalten hatten, bestätiget, und, im Falle die Herrschaft zu Burgow an die von Bayren fallen sollte, von der zum Dienst des Herzogs schuldigen Offenhaltung ihres Hauses Weiden entbunden und ihnen auch noch die neuen Freiheiten verliehen habe, dass sie nämlich jagen dürfen, dass die von Burgow ihre eigne Leute nicht in Anspruch nehmen sollen und dass sie zu ihrem Gerichte auch Leute aus andern Gerichten wählen dürfen. Auch habe der Herzog, im Falle die Herrschaft Burgow nicht aus seinen Händen käme oder doch wieder an ihn zurückfiele, sich Vorbehalten, dass der Artikel die Oeffnung der Feste Weiden betreffend in Kraft bestehen bleibe, dass aber auch ihnen die Jagd unwiderruflich, und die eignen Leute so wie das Recht, zu ihrem Gericht Leute aus andern Gerichten zuzuziehen, wie es Herkommen sei, zustehen seil. Siegler: die obgenannten Brüder Hainrich und Herman von Weiden. G. zu Insprugg am Sonntag nach St. Bartholomees Tag. (c. 2 Sig.) Unter der Feste Kürnstain in dem Feld genannt aufm Hofstadl erscheinen Ott Ebsär Pfleger zu Kufstain, Fridreich Reicherzhaimer Pfleger zu Wasserburg, und Fridreich Vink Pfleger auf dem ! Kürnstain, um an diesem Tage, nach Laut des kaiserlichen Urtheilbriefes vom 2. August das Schloss Kürnstain einem Abgeordneten des Künigs Sigmund zu übergeben, welcher Abgeordnete sich jedoch nicht eingefunden hat. Mitsiegler: Hartweig Ebsär Pfleger zu Tycrberg, Hans Munchawer zu Munchaw, (Conrad Ebsär, Matheis Tiirndl, Pfleger zu Kylzpühel, Hainrich Perger Lanntschriber, Conrad Zeller Richter zu Wasserburg, Friedrich Zymerawer Pfleger zu Ostenaw,, Peter Rcycher Pfleger zu Merrcn- stain, Symon Lintaher zu Küntl, Thoman Wurm Richter zu Ratenberg, 'Anthoni Peninger, Chunrad Castniir von Lanchampfen, und Hainrich Zerhoch, G. an dem letsten Tag des Moneits August, (c. 16 Sig. Instrum, not.) Hainrich Herzog in Bayern enthebt die Bürger des Marktes zu Frantenhausen für die nächsten 9 Jahre der Entrichtung alles Dienstes auf den Kasten zu Teispach, so wie auch der heurigen Landsteuer per 37| Pfund Pfenning, dagegen dieselben in den nächsten 6 Jahren um ihren Markt 1418 ; eine Ringmauer und 3 Thore bauen sollen. Auch sollen dieselben die Landschranne und das Seher- j gennmt von Gerzen bis an die Pinnaüi hin gegen Frantenbausen, was vordem in das Amt Pyhurg I gehört hat, dazu von Aliamb gen Erling, Wendlskirchen und den Spechtran in Frantenbausen besitzen, G. zu Landshut an unser Frauen Tag als sie gebohren ward. (Copia simplex.) 9. Sept. Der römische König Sigmund befiehlt dem Bürgermeister und Rath der Stadt Nürnberg, die auf nächsten St. Martins Tag fällige jährliche Reichssteuer seinem Rath, dem strengen Frischhansen von Bödmen, Ritter, zu überantworten. G. zu Ulm des nechsten Fritags nach vnser frowentag Nativitatis. (c. S.) 10. Sept. Beatrix des seligen Ritters Heinrich von Absperg Wittib und ihr Sohn Wilhelm von Absperg dann Heinrich von Absperg des seligen Hans von Absperg Sohn verkaufen das Dorf Mettendorf und 2 Höfe zu Reckenhofen bey Gredingen an Cunz Flurheym Bürger zu Nuremberg. Bürgen und Mit- »iegler: Hans vom Wolfstein Ritter, Cunz Gewder, Wygelais Schenk zu Geyern, und Steftän Marsehnlk von Eywangk. G. am Samstag nach unser Frawn Tag als sie geborn ward. (c. 7 Sig.) 12, Sept, Joannes, Maguntinensis sedis archiepiscopus, commissarius et executor literarum apostolicarura Martini papae (d. d. Gebennis 19. Jul. 1418) pro parte Anselmi electi Augustensis, omnes persona» Friderico, pro episcopo Augustensi se gerenti, adhaerentes et faventes necnon bona ecclesiae Augustensis occupantes et detinentes in interdicti poenas et sententias incidisse declarat. De qua declaratione Conradus Leitsagk de Frislaria, publicus notarius, instrumentum publicum conscribit. Testes: Conradus cornes Siluester, Petrus Echter, canonici ecclesiae Maguntinensis, Joannes Pistoris, Tilmannus Holskese et Philippus Itstein, canonici ecclesiae sanctorum Petri et Alexandri Ascliaffmburgensis, Joannes de Bilstein, miles, Ilenricus de Staffel et Wigandus Gawgrebe, armigeri. D. et A. In Castro nostro Aschalfmburg die lune. 14, Sept. Coram Johanne de Erkingen alias Sydenneyer, clerico Argentinensis dioecesis et publico notario, Johannes, abbas monasterii Cesariensis, Ludwico, duci in Pavaria et comiti in Mortey, literam quandam pergameneam Sigisinundi, Romanorum regis, (d. d. zu Costentz an sand Mathias Abend 1418) cuius copiam dux audire et recipere recusaverat, tradit. Testes: nobilis et gcnerosus dominus Bartholomcus de Scalis, Rudolfus Frodcnberger, Martinus Ilinderkircher et Jacobus Muggentaler, armigeri Augustensis dioecesis. A. in oppido Ulmensi prope domum Ilartmanni Ehinger, nntiqui magistri civium Ulmensiura, die quarta decima mensis Septembris. (c. sign, not.) 15. Sept. Der Römische König Sigmund ertheilt dem Rath der Stadt Kouffbeuren den Blutbann, so das» dieser bei sich ergebender Stimmenmehrheit gegen Mordbrenner, Räuber, Diebe und andere Verbrecher die Todesstrafe, gegen minder Schuldige aber Augenausstechen, Ohrenabschneiden und andere Strafen zu verhängen berechtigt sein soll. Auch soll liinfüro jeder Amman zu Kouffbeuren den Blut- bann haben, ohne dazu vorher erat vom Kaiser und dem Reich die Erlaubnis einholen zu müssen, G. zu Ulm des nächsten Donnerstag nach des heiligen Kreuz Tag Exaltationis. (c. S.) 295 1418 17. Sept. Heinrich, Herzog in Beyrn, erlhcilt dem Hause zum Allenmarkcht hinter dem Haus des Rawssen, das dem Conrad Grasman zugehört, für alle Zeilen und für jeden Besitzer desselben Steuerfreiheit. G. zu Burkchawsen am St. Lampertz Tag. (c, S.) 18. Sept. Heinrich, Sohn des grossmächtigen Herrn Johanns von Thamasy WKyda, Hofmeister des Römischen Königs Sigmund, und Lalzlo, Sohn des Edlen Stephan vom Hadwan, bekennen, dass sie dem Herzog Ludwig in Beyeren und Grafen zu Mortein ein Darleihen von 70 Hcinischcn Gulden schuldig seien und selbes auf den nächsten hl. Dreikönigtag zurückzahlen wollen. G. zu Ulm am nächsten Sonntag nach des hl. Kreuz Tag Exaltationis. (c. 2 S.) 19. Sept. Sigmund Römischer Kunig erklärt Josten Herren zu Abensperg, Gebharten Judman zu Affeckingen, Hans Anhänger zu Palczing und Ilannscn Pusinger, welche sich auf Klage des Jost Rot Domherrn zu llegenspurg vor dem kaiserlichen Ho^gerichte nicht gestellt hatten, wegen dieser ihrer Ungehorsamkeit willen in des Reiches Acht, und gebietet allen seinen Amtleuten dem Jost Rot und den Seinigen überall und mit allen Mitteln gegen genannte Geächtete behilflich zu seyn. G. zu Vline des nechsten Montags vor Sant Mathei. Derselbe befiehlt dem Herzog Wilhelm in Beyrn, den von ihm auf Anklage des ehrsamen Jost Rot, Domherrn zu Rcgenspurg, und laut Urtheils des Reichs-IIofgerichtes in die Acht erklärten Vesten Gebhart Judman zu Afeking weder zu beherbergen noch sonst irgend eine Gemeinschaft mit demselben zu haben, und dem Domherrn bei Vermeidung der Acht gegen den Judman behilflich zu sein. D. ib. et cod. d. Derselbe gebietet den Bürgermeistern, Räthen und Burgern der Stadt zu Rotemburg vf der l’hawber den Jacob und Ulrich von Scharstetten, welche auf Klage Ludwigs, Pfalczgrafens bey Rin, Herzogs in Beyern und Grafens zu Mortey in die Reichsacht gekommen, weder zu hausen, noch zu hofen, zu ätzen, noch zu tränken und keinerlei Gemeinschaft mit ihnen zu haben. D. ib. et eod. d- Johannes, sanctae Romanae ecclesiae presbyter cardinalis, Ragusinensis vulgariter nuncupatus, Andrcam Veyol, plebanum ecclesiae sancti Emmerami Ratisponensis, in capellanum suum recipit et numero et consortio nliorum capellanorum suorum aggregat. D. Ratisponae die decima nona mensi» Scptembris. (c. IS,) J4. Sept, Johannes abbas et conventus monasterii in Aetel recognoscunt, ab eis certnm summam Steurae videlicet viccsimum denarium in oranem eventuin insuper et summam specialem pro venatoribus et herodianis Ludovici dueis Bavariae tribuendam esse. D. die vicesima quarta Septembris. (Instrum, not.) 85- Sept. Elspet die Valkchcnstainerin zu Kamb erklärt hinsichtlich der Würm-Mühle zu Kam welche ihr vom Herzog Johann vcn Holland zu Erbrecht überlassen worden ist, dass sie diese Mühle nicht zu bauen und den Zins davon nicht zu entrichten vermöge, und daher gegen genannten Herzog und 1418 1. Oct. 5 ) *. Oct. )> 4. Oct. 6. Oct. seine Amtleute zu Straubing auf diese Mühle gänzlich verzichte. Siegler: Hans der Satlboger Richter zu Straubing und Ulrich der Kastenmayr Stadtkniumrer daselbst. G. am Sontag vor Michcli Tag. (c. 2 Sig.) Ludwig, Pfallenzgraf bei Rein, Herzog in Beyern und und Graf zu Mortein, erlaubt den armen Leuten des Dorfes Weissenbrunn in seiner Herrschaft I’arekstain auf deren wiederholte Klage über die Nachtzile der Jäger und Hunde, für jede künftige Naclitzil 6 peheimische Gross oder 45 l’fg. Werung seiner Stadt zu der Weyden zu bezahlen, und zwar auf Widerruf. G. zu Newnburg am Sonntag nach sand Michels Tag. (c. S.) Huldigungs-Revers der Ritterschaft des Ilerzogthums Cleve und der Grafschaft Mark, wornach dem altern Sohne oder der altern Tochter des Herzogs Adolf von Cleve und Grafcns von der Mark nach seinem Ableben Gehorsam und Unterthänigkeit als Landesherrn oder Landesmuttcr versichert wird. Gegeuen in dem Jaerc vns Herren dusent vierhundert ind achtien op Sente Remigius Tage, Sigmund, römischer König, gebietet den Burgern des Raths der Stadt Nuremberg, seinem Oheim, Fridrich Markgrafen zu Brandenburg, welchem er auf die Dauer seiner Abwesenheit im Königreich Hungern und anderswo des Reiches Sachen in den deutschen Landen zu handhaben, und i mit ihrem Rath und Beistand des Reiches Nutzen und Frommen zu schaffen befohlen, auf Begehren Beistand zu leisten. G zu Swebischwerde am nechsten Suntag nach sant Michelstag. | Derselbe ermächtiget seinen Schwager Johannes, Burggrafen zu Nuerenberg von dem, was er i von der Jüdischheit im Reiche einnehmen wird, 20,000 ungarische Gulden , welche er ihm schuldet, i : zu behalten. D. ib. et eod. d. j Johans, Graf zu Ilelffenstain verkauft Wolffen von Zülnhart, Ritter, eine jährliche Gülte von : anderthalb hundert Guldin Geldes, Alles guter rechtgewegener reinischer Guldin, die dann zu Ulm | gäng sind aus seinem Dorfe Gcrstetten mit aller Zugehörung, welches darum dessen rechtes Fürpfand j j heissen und sein soll, für 3000 gute, rcinische Guldin. Bürgen und Mitsiegler: Graf Fridrich von j Ilelffenstain, sein Vetter; Graf Eberhart von Kirchberg, Heinrich; von Rechberg von Hohcnreehherg, ! Beide seine Schwäger; Hans von Sladigon, Ritter; Dicther vom Stain ; Sieze von Wemdlingen; Bans | von W'esterstetten, genannt Schopp, und Dietrich von Estetlen. Die Bürgschaft ist zu Ulm, Gemünd, | oder zu Ehingen zu leisten; der Wiederkauf hat zu Ulm oder Ehingen an der geschwornen Gold- : wage zu geschehen. G. an dem nächsten Aflermäntag nach sant Michels Tag. (c. 9 S.) Der Römische König Sigmund nimmt Iohan, Abt des Klosters zu Kaysheim, in seinen und de« Reichs Schirm und Geleit und bellchlt allen seinen Unterthanen, den Abt, sein Kloster und deren Gut und Angehörige bei allen Freiheiten zu schirmen. G. zu Ougspurg am nechsten Donrestagnack Sant Remigii tag. (c. S.) \ 297 1418 8. Oct. » » 9. Oct. 11. Od. 13, Oct. 15. Od. Derselbe widerruft einen früher Hansen Vtzlinger ausgestellten Bcttbrief, dass er sollte in das Kloster zu St. Ulrich nufgenommen werden. G. Augsburg des ncdisten Samstags nach sand francisci tag. (c. 1 Sig.) Johann Herr zu Haideck gelobt dem Herzog Ludwig in Beyern, das Vifztumamt in des genannten Herzogs deutschen Landen, die Pflege zu lngolstat und das Gericht zu Keschingcn getreulich zu verwesen. G. zu Aichach am Samztag vor Dionisii. (e. sig.') Derselbe bekennt dem Herzog Ludwig in Beyern, Grafen zu Mortein 800 Gulden schuldig zu seyn und gelobt diese Schuld in der Art abzutragen, dass er 4 Jahre hinter einander von den 600 Gulden Besoldung, die er als Vifzlumb bezieht, 200 Gulden abgehen lasst. D. ib. et eod. d. (c. S.) Sigmund, römischer König bescheint den Bürgermeistern und Rüthen der Stadt zu Rotemburg den Empfang der auf saut Marteins Tag fülligen Reichssteuer von 400 II. ihn. G. zu Rotemburg vf der Touber an sant Dyonisiitag. (c. S ) Egli Renner und Herman Schön, Bürger, zu Lindow und l’ileger der St. Steffans Pfarrkirche daselbst, bekennen, dass sie von einer ehrbaren Frau 20 Pfund guter Costcntzcr Pfenninge erhalten, und dabei für sich und ihre Nachfolger in der Kirehenpflege auf Geheiss des Rathcs zu Lindow die Verpflichtung übernommen haben, vor dem Tabernakel und dem neugebauten Saoramenthäuschen in obiger Kirche ein ewiges Licht zu unterhalten , widrigen Falls sie bei jeder Unterlassung in eine Strafe von 5 Schilling Pfenninge verfallen sein sollen, wovon 2 Schilling Pfenninge dem jeweiligen Pfarrer zu Lindow und dessen Gesellpriestern und 3 Schilling Pfenninge den Bedürftigen im Spital daselbst vertheilt werden sollen. Siegler: die Stadt Lindow. G. an dem nächsten Kinstag vor St. Gallentag. (c. S ) Der Römische König Sigmund bestätigt auf Ansuchen des Abtes Johann zu Kaisshaim mehrere in dessen Streitsache mit Herzog Ludwig in Beyern und Grafen zu Mortey vom heiligen Uoncilium zu Costentz erlassene Entscheidungen und Urtheile, und gebietet allen seinen Unterthanen, die Giltigkeit jener Entscheidungen anzuerkennen. G. zu Augspurg am liebsten Donrstag nach Sant Dyonisii tag. Derselbe macht den edlen Grafen Rudolf zu Tctnangen zum Hauptmann der Reichsstadt Ougs- purg mit dem Aufträge, dieselbe und ihr Eigenthum gegen Jederman zu beschützen, und die Unterthanen des Reiches zu deren Schutz aufzurufen. Auch befiehlt er allen Fürsten, Herren und Angehörigen des Reiches, einer solchen an sie ergangenen Aufforderung Folge zu leisten, ü. ibid. am St. Gallen Abend, (c. S.) Derselbe belehnt Hans Romei den Jungen, Heinrich Romeis, Burgers zu Nürnberg, Sohn, mit dem Blutbann in dem Markte Lichlenawe. D. ib. et eod. d. (c. S.) 38 1418 16. Oct. Derselbe gebietet den Bürgermeistern und dem Rnihe der Stadt Nüremberg die jährliche Steuer von zweytauscnd Gulden, welche in den künftigen zwey Jahren auf S. Martins Tag fällig werden wird, dem Bitter Erenfrid von Seckendorf, seinem Rathc, und Agnes, dessen Hausfrau zu entrichten, D. ib. an sant Gallentag. 21. Oct. Heinnrich Herzog in Bayern, gibt Sweigker dem Jungen von Gundelfingen die Veste Wolfstein auf der Yser, welche derselbe mit seinem Willen von Hansen dem Tawtenchofer uiu 100 Gulden tucaten und neu vngerisch gelost hat, zu Leibgeding, so dass nach seinem Tode seine Erben nur auf die Summe von 100 Gulden Anspruch zu machen haben. G. zu Burckhausen an frei tag nach Sannd Gallentag. 30. Oct. Sigmund römischer Kunig verleiht dem Dietrich von Sfauff zu Ernfels den Bann und das Halsgericht zu Ernfels, den Kunigshof in der Offnaw und alle Lehen welche des genannten von Ernfels Vorfahren vom Reiche empfangen haben. G. zu Regenspurg des Suntags vor Allerheiligen Tag. (c. S.) » Derselbe befiehlt der Stadt Lyndow, dass sie die gewöhnliche, ein Jahr nach dem nächsten St. Martinstag fällige und ihm jährlich schuldige Steuer von 200 Pfund Häller dem strengen Kitter, Ilerman von Breytenstein, bezahle, worüber er sie zur rechten Zeit zu quittiren verspricht. D. ibid. et eod. d. (c. S.) 1. Nov. Martinus Papa V. abbati monasterii Mellicensis et Tronimario ac Murrbaccnsis domorum prioribus Saneti Benedicti nec non Carthusiensis Ordinum Pataviensis Diocesis visitationem monasteriorum Sancti Benedicti et S. Augustini in Austria sitorum committit et iis plenam dat faeultatem personas ibidem et eorum excessus et crimina juxta constitutiones et instituta poenis condignis perstringendi, nec non contradictores et rebelles per censuram ecclesiasticam ac alia opportuna remidia compescendi. D. Mantue Calendis Novembris Pontificatus anno primo. fCopia Simplex.) 3. Nov. Johanns Herzog in Bairn etc,, Hofrichter des römischen Königs Sigmund, bestätiget den Inhalt eines zu Wollenezach an Mittielien vor Goczleichnams tag 1413 ausgefertigten Briefes, in welchem Rudolf der Preysinger, Ritter, und Rudolf Preysinger, sein Sohn, zu Wollenezach, bekennen, dass ibr Schwager Ortolf der Layminger zu Vorchtenekk, die um 2000 ungerische Gulden versetzte Herrschaft Rotenekk, von ihren Muhmen Margreten der Laymingerinn und Elspeten, ihrer Schwester, Chunrad des Preysingers seligen Töchter, eigelöset hat, mit dem Beding, dass diese Herrschaft dem Layminger verfallen seyn sollte, wenn die Preysinger selbe von nächstkünftigen Sunwenden an über ein Jahr nicht wiedergelöst hätten. G. zu Regenspurg dez nächsten Donrstags nach aller heiligen tag. (e. S.) iO. Nov. Ernst und Wilhalm Herzoge in Beyrn, welchen die Tumherren zu Eystet vorgebracht haben, wie öfters wegen Ansprüchen an ihren Bischof oder an einzelne Personen ihres Capitels auf die Güter welche zu ihren gemeinen Pfründen gehören, an der Landschranne zu Vohburg geklagt werde, 299 1418 if). Nov, 20. Nov. «3, Nov. 26. Nov. 27. Nov. 28. Nov, erklären es als unbillig dass in solchen Fällen die Tumlierren insgemein Pfand seyn sollen, daher ihr Richter zu Vohburg solche Klagen abzuweisen habe. G. zu Vohburg an Marleins Abent. (e. 2 Sig.) Fridrich , Markgraf zu Branndenburg, verkündet allen Grafen, Ridern, Knechten, Amtleuten, Sehultheissen, Bürgermeistern, Röthen und Bürgern, dass ihm der Römische König Sigmund an seiner Statt die Beschirmung des Abtes Johanns, des Convents und Klosters zu Keyssheim und die Aufrechthaltung ihrer Freiheiten nnbefnhlen habe, und befiehlt obigen nun ebenfalls, Abt, Convent und Kloster bei ihren Freiheiten und Rechten zu schützen. G. zu Krewlsheim an Sant Elspeten tag. In Gegenwart Henrichs Schober], Priester und Notar, aus Lantzhut, fragt der vesto und edle Engelhartt, Pfleger zu Swaben und MarschaU Dudweigs, Herzogs in Bayrn und Grafen zu Morifoni, Ulreich den Rainfpold von Gelting, wie lange Ann die Torrarin das Haus zu Gelting mit und nach ihrem Vater besessen habe, worauf der Gefragte erwidert, dass Ann die Torrarin mit ihrem Mann Petter das Haus zu Gelting mit Einwilligung ihres Vaters, Ulreich des Puchörs, und laut eines zur Sicherstellung des Besitzes von Herzog Ludweig ausgestellten Briefes eingelüst, und bis zum Tode ihres Mannes und Vaters inne gehabt habe, darauf aber durch ihren Bruder, Gcbolf den Puchär, desselben Hauses entsetzt worden sei. Diese Aussage bestätigen auch Ulreich der Iloltzpänttel von Gelting, Jorg der Sneidar, Bürger zu Swaben, und Conrad der Smidlein zu Plening, Fischer der Herrschaft zu Gelting. Nach diesem Verhör lässt Engelhartt der Marschall durch obgenannten Notar gegenwärtige Urkunde verfassen. Siegler und Zeugen: die bescheidnen und weisen Bcrchold der ältere Neuchinger, Pärtlel der Neuchinger, beide zu Neuehing, und Ulreieii der Schaltorffcr. G. in dem Markt Swaben, im Hause Ulreichs des Pfaffenhovärs, Bürgers zu Swaben. (c, 8 S. et sign. Not,_) Herzog Hainrieh gibt dem Oswald Schellcnstein und seinem Sohn Marxen Schellenstcin seiner Hausfrawen und allen deren Erben ob vieler treu geleisteter Dienste aus seinen Forsten auf dem Weilhart und zu Otingen, so viel Zawn und Rrennholz als sie in ihr Haus brauchen. Burkhausen an Mitwooh nach sand Elspeten-Tag. (ex libr. cop.) Lewpold von Puchberg zu Winczer verkauft an den Edlen und vessteu Ritter Herrn Ilainrichen von Puchberg seinen Vetter und Oswalden Uenguelder zu Welchenbergk, sein Dorf und Ilofinarch zu Siinczing. Mitsiegler : Der weise und vesste Erhärt von Puchbcrg sein Vetter, Conradt kamerawer zu viehawsen und Weymar der Ekger zu Seidenburg. G. am Samstag nach katherine der heiligen Junkfrawen. (c. 4 S.) Eberhart Kuchler verpflichtet sich, die ihm vom Erzbischof Eberhart in Salzburg übertragene Veste und Pflege zu Tetelhayra getreulich zu verwesen. G. zu Salzburg an Virgilii Tag. (c. S.) Petrus Nardi de Verallestis, decretorum doctor et auctoritate apostolica specialiter deputatus causae auditor, quam Liulovicus, Bavariae dux, contra quosdam laicos et /irmigeros de nonnullis usuris et et iuribus movet, Franciscum et Casparein, dictos Waler, armigoros dioecesis Auguslensis et ex adverso 38* 300 1418 princjpales, pro parle ducis Ludovici ad se cilat. De qua citatione Johannes Uosenbaciu, clericus Coloniensis dioecesis el publicus notarius, publicum inslrumenlum conscribit- Testes: discreti viri magistri Conradus Rade de Ecstevn et Bertoldus Rullis, notarii publici. D, Mantuae in ecclesia St. Anireae, die lunae vicesima octava mensis Novembris. (c. S, et sign, not) 2t). Nov. Lambrecht von der Kere bekennt, dass ihm Herzog Ludwig in Beyern die sieben Huben in dem Dorf Rudschenhausen, in Graf Wilhalm von Hennberg Herrschaft und Gericht, verliehen habe, von denen jede jährlich 2 Malter Korn und 2 Malter Hähern Mainynger Mass und 2 Gulden Gelds giltet. Siegler: Ilainrich Harb, Vogt zu Newnbürg. Siegelzeugen: Vlrich Dewfel zu Piihel und Stephan Riethaimer Chorherr zu Mospurg. G. zu Ingolstadt an S. Andres Abend. » Jacob von Gelrc, der gcschworno Bote des Römischen Königs Sigmund, erklärt eidlich, dass er dio Briefe über den von König Sigmund zwischen den Herzogen in Beyern gemachten Vertrag dem Herzog Johanns« persönlich übergeben, dieselben aber von diesem, als er sie dem Herzog Ludwig zur Besiegelung Überbringer! sollte, nicht mehr erhalten, und Herzog Johannss erklärt habe, die Briefe seien von ihm dem König Sigmund durch Hannss Lcubolfinger, Pfleger zu Lengcnfcld, unversiegelt) zurückgeschickt worden. Siegler: der Rath zu Ingelstat. G, zu Ingelstat am St. Andres Abend, (c. S.) 2, Dec. Hanns der Säubert, der schon vor langer Zeit wider den beschworenen Stadtfrieden zu Regena- purg einen Todtschlag begangen hatte, und sich freiwillig ins Gefängniss gestellt, wird von dem Rath daselbst, nachdem er der Seele und den Freunden des Erschlagenen Genüge geleistet, wieder frei gelassen und schwört Urfehde. Siegler : Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Freitags vor St. Bnrbra Tag der heiligen Jungfrau, (c, S.) 3. Dec. Georius, abbas monasterii sancli Egidii Scolorum in Nürnberg, commissarius a Branda, pres- bytero cardinali, (d. d. Papie 1418, 7 . Oet.) subdeputatus, cives, incoias et clcricos civitatis Augu- stensis, qui excommunicationis sententias incurrerunt, quod literis apostolicis obedire et Anselmum de Nenningen, provisum apostolicum, in episcopum ecclcsiae Augustanae suscipere recusarunt, ab exeom- municationis irregularilale absolvit. D. qua absolutione Conradus Mercklin, alias diclus molitor, publicus notarius. publicum instrumenturu conscribit. Testes: Bartholomeus de Pisis, utrumque iuriuiu doctor, Johannes Awrbach, decrctorum doctor, Heinricus, prior Carthusiensium in Nurmberg, baccalaureus in decretis, assessores praefati abbatis, magister Laurencius Wendelstain, Heinricus Elchleyben, clerici et Johannes Kritzelinör de Kulmach, notarius publicus. D. et A, Niirmbergo in monasterio noslr, predicto. (c. S. et sign, not.) 6. l)ec. Cuonrat Schaffer, wohnhaft zu Althain, kauft sich von dem Junker Hansen von Brandegg dem Aeltern los. und ergibt sich der Aebtissin und den gesummten Frauen des freien Klosters zu Lindow zu rechtem Eigen. Siegler: Cuonrat Winterberg, Stattamman, und Uolrich Griner, des Ratkes zu Ueberlingen. G. an sant Nielaus Tag, (c. 2 S.) 301 1118 7. Pec. Martinus Papa Decano Ecclesiae salzeburgensis mandal, quatinus ea, quae de bonis Ecclesiae S. Andree frisingcnsis, per coneessiones alicnala invcnerit illicite vel distracla ad jus et proprietatcm ejusdera Ecclesiae legitime revocnro procuref. D. Mantue VII. Id. Decembris pontillcatus anno secundo. 8, Pec. Hans Loterpcck Landrichter in der Grafschaft Ilirsperch, vor welchem Purchart Ilofner anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern gegen die Fraunhofer auf die Veste Arnsperg und auf das Dorf Erlingsliofen klagt, Wilhalin Schenk von Geyern zu Stossenberch aber entgegnet, dass er letzteres Dorf von Theseres, Caspar und Hans den Fraunhofern gekauft habe, erkennt, dass Herzog Ludwig bereits früher die Veste Arnsperg und das Dorf Erlingshofen mit den Rechten behobt hat, und der erwähnte Kauf des Wilhalm Schenk keine Gültigkeit habe, G. des Pfinztags nach Niclas Tag. (c. Sig.) » Derselbe, vor welchem die Einrede des Wilhalm Schenk von Gcyrn zu Stossenberg vorgebracht wird, dass zu der Veste Arnspereh, auf welche Herzog Ludweig in Bayern gegen Theseres Fraunhofer wegen Raubes geklagt hat, zwey Vischwasser zu Pfrawndorf und ein Wismat zu Ilbingcn gehören, welche an genannten Schenk von Geyrn von Theseres, Caspar und Hans den Fraunhofern verkauft worden seyen — erkennt, dass wenn Herzog Ludweig dieses Vischwasser und Wismat haben wolle, derselbe dem Schenk von Geyrn die hiefür bezahlten 400 Gulden geben soll, D. eod. die. (c. Sig.) )> Derselbe erkennt, dass Seitz der Erlacher der Klage ledig seyn soll welche der Herzog Ludwig gegen denselben wegen Aufnahme eines feindlichen Beheims gestellt hat, indem genannter Erlacher zur Zeit dieser Aufnahme noch nicht des Herzogs Amtmann war. D. eod, d. (c. S.) V Derselbe erkennt, dass Seitz der Erlacher Pfleger zu dem Holnstain der Klage ledig seyn soll) welche Ludweig Herzog in Bayern gegen denselben wegen Gefangennehmung des Fritz Kemnater gestellt hat, da genannter Erlacher dieses wegen ihm und seinen Leuten geschehener widerrechtlicher Angriffe des Kemnaters und nicht als herzoglicher Pfleger gclhan hat. D. eod, d. ” Etzel, Graf zu Ortemberg, nimmt und empfängt für sich und seino Nachkommen von Bischof Jörg zu Passaw die Feste, das Schloss und die Herrschaft zu Ortemberg zu Lehen. G. zu Passaw an vnserer lieben frawen tag Conceptionis. 11, Dec, Sigmund, Römischer Kunig, beflehlt allen seinen Unterthanen in der Provinz Salzburg, den Erzbischof Eberhart zu Salzburg und seine gesammte Geistlichkeit bei ihren Freiheiten und den Bestimmungen des zu Salzburg gehaltenen Conziliums zu schützen. G, zu Passaw. (Copia.) 302 1418 13. Deo, 30, Dec. 33. Dec, Peter Behem von Augspurg nnd Hanns Kühler, der Sohn des Kühler des Mair’s von Weynting von dem Rath zu Regenspurg im Nidern-Wird daselbst gefangen gesetzt, weil sie ebendortselbst in verdachterregender Weise in frommer Reute lläiuser gegangen waren, werden auf Fürbitte entlassen, auf ein Jahr aus der Stadt, dem Burgfrieden und allen Herrschaften derselben verwiesen und schwören, Urfehde. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. am St. Lueeyn Tag der heiligen Jungfrau, (c. S.) Der Rath und die Bürgerschaft zu Regenspurg gebieten, um den in der Stadt vorgefallenen Todtschlä'gen und Zerwürfnissen Einhalt zu thun, einen bis zum nächsten Burgding dauernden allgemeinen Frieden, so dass bis dahin alle Feindschaften unter den Bürgern aufhören, die Zuwiderhandelnden, und zwar Arme und Reiche auf gleiche Weise, je nach der Art des Vergehens an Leib, Leben und Gut gestraft werden, über todeswürdige Verbrechen die Fünfundvierzig in Gemeinschaft mit dem Rath richten, keine Fürbitte angenommen und der Fürbittende auch gestraft werden soll. Ferner soll keine Freiung den dagegenhandelnden beschützen, alle gegenseitigen Feindschaften vor den Rath gebracht werden, Niemand, wer er auch sei, Waffen tragen, und der Dawiderhandelnde vom Panzer 1 Pfund Pfenninge, von Blechhandschuhen 60 Pfenninge Strafe erlegen, die Bürger und alle Inwohner der Stadt dem Aufgelfbt des Meisters und des Rathes bei innerhalb der Stadt vorfallenden Unruhen oder von aussen kommenden Angriffen sogleich Folge leisten und zu Hülfe eilen, auch soll keiner den andern im Rafhe beschützen und vertheidigen. Obige behalten sich auch das Recht vor, diesen Frieden alljährlich von einem Burgding auf das andere zu verlängern. Taidinger; Aus dem Rath die Herren: Leuppolt der Guropprecht, Stadlkamerer, Hainreich der Amman, Marlein der Probst, Diepolt der Vcsler, Jacob der Ingolsteter, Albreclit der Greymolt, Hanns der Pfollnchofcr, Peter der Grauer und Hanns der Grauer, Erhärt der Reich, Wentzla der Welltenburger, Hanns der Ingolsteter, Ilainrich der Trayner, Gürg im Hirss, Augustin der Sitauer, und Eihart der Notscherf,' dann alle Fünfundvierzig, namentlich angeführt, und ebenso eine Menge von der Bürgerschaft. G, am St. Lucein Tag der heiligen Jungfrau, (c. S.) Peter der Probst, Bürger zu Straubing, vergleicht sich mit Herrn Johanns, Abt zu Obern Alltacli, und dem Convent daselbst wegen seiner versessenen Leibgedinggilten von Wohnung, Brod und Bier, und erhält nunmehr statt dieser Gilten eine andere Leibgedingsgilt, Mitsiegler: der Ehrbare Weise, Chunrad der Kästner zu Mefzing. Taidinger und Zeugen: die Ehrsamen Weisen, Vlrich der Pestenmair, Kämmerer zu Straubing, der genannte Siegler, Hanns Gastknecht, Fridrich Grais, Syinon Tanperger und Ilaymeram Lerehenfellder, Bürger zu Straubing. G, an sand Thomas abent vor Weinachten. (c. 2 S.) Gerichtsbrief des Landrichters zu Aichach, Eberhard niederer, in Betreff des Zeugnisses des Hanns Gumpenperger zu Scliernegk über das von Heinrich Nothaft, Vizedoiu in Niederbayern für die i Hinterstellung und ausgelegene Gilt vom Schloss Hohenburg gemachte Versprechen. Daz geschaeh I dez Fritagz vor den heiligen Crist tag. (c. S.) 1418 ?4. Dec, 303 Magdalen dio Hausmanynn, Hausfrau Nicla des Hausman im Nidcr-Wird, Bürgers zu llegcns- purg, von dem Itath daselbst gefangen gesetzt, weil sie Drohworlo ausgcstosscn und dergleichen Briefe geschrieben, woraus für einige grosse Gefahr au Leib und Leben entstand, wird auf Fürbitte ihres Vaters Hanns des Pranntstete'r von Tekkendorff und Anderer freigelasscn, schwört Urfehde, will sich künftig gut aufführen, ihrem Mann gehorchen, und ihren Verwandten und ehrbaren Frauen, die ihr zur Zurechtweisung zugeschickt werden, gehorsam sein. Siegler: l’eler der Maller, Schult- heiss zu Kegenspurg, und der Vater der Schwörenden. G. an dem heiligen Abend zu Weihnacht, (c. 2 Sig.) 1419 3. Jan. » ß. Jan. 7. Jan. 1 4 1 9 . Seien Scheiden und Chunz Mürzel, Ileiligenpfleger der Kapelle zu Gcrlfingcn, und die ganze Gemeinde desselben Dorfes stiften mit Zustimmung der Deutschorden Herren zu Octingen, die Lehcn- herren der Pfarrkirche zu Aufkirehen sind, deren Tocliterkirclie ihre Kapelle ist, die auch denselben zu Lehen geht, und mit Einwilligung Chunrad Franks, Pfarrers zu Aufkirchen, eine ewige Messe in ihre Kapelle, welche in der Ehre des heiligen Bischofs sant Erhartz geweihet ist, und statten solche mit einem jährlichen Einkommen von 31 fl. rhu. für einen ständigen Kaplan — ohne Seelsorge — aus. Zeugen: Chunrad Wolgemuet, Dechant des Capifels zu Dinkelspühel, Herr Dietrich , Kirchlierr zu Rückingen, Fridrich Spun, Kirchlierr zu Dürn vnd Vlrich Frank, Kaplan zu Wittelhofcn. Siegler: Ludwig Graf von Werthaim, des Teutschen Ordens Laut Chomlhur zti Niircnwerk vnd das Capitol zu Dinkelspühel. G. an dem achten Tag des heiligen Herrn sand Jolinns des heiligen Zwelfboten und Evangelisten. Petrus, abbas, et convenlus monasterii in Malherstorl' cum Johanne, abbate in Aell, ct conventu ibidem talem pactorum et fraternitatis subeunt unionem, ut hi plcnam participationein orationuin et spiritualium bcncfleioruin, quae in sua ecclesia fuerint, in vita pariter et in morte habeant. D. et A. in die octava Johannis apostoli. König Sigmund hebt die über Vlrich Ecker verhängte Acht, auf dessen Erbieten, dass er dein Gerichte zu Wasserburg genug thun wolle, auf, und setzt ihn in alle seine Hechte und Freiheiten wieder ein. G. zu Passaw, des nächsten Donstngs vor der heiligen Dryer klinge tag Epiphania doinini zu latein. (c. S.) Philipp Parchstcter wird von dem Kloster zu St. Haymeram in llegenspurg gegen einen Jahrlohn von 4 Pfd. Regeusb. Pfg. als Diener aufgenommen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss z« Regenspurg. G. des Samstags vor St. Erharts Tag des heiligen Bischofs, (c. 8.) 305 1419 8. Jan, 9. Jan. 10, Jan. Sigmund, römischer König, verstattet und erlaubt seinem Oheime und Kurfürsten Fridrich, Markgrafen zu Brandenburg, des heiligen römischen Reichs Erzkammcrer und Burggrafen zu Nurem- berg, die Münze, oder das Münzmeisteramt zu Nuremberg, das an Herdegen Pfaltzncr, Burger daselbst, von seinen Vorfahren an dem Reich verpfändet ist, für 4000 11. auszulösen, und in all der Masse, als genannter Pfaltzner solches inne gehabt, zu gebrauchen. G. zu Passaw, am nächsten Suntag nach der heiliger dreier Könige tag. (c. S ) Johanns, Abt zu Kaisshein, und Hanns von Büttendorff, Abgeordneter des Markgrafen Friderich zu Brandenburg und Burggrafen zu Nürnberg, erscheinen auf der Landschrannne zu Meylnhart in der Herrschaft Grayspach vor dem Ritter, Herrn Arnold von Karner, Landrichter daselbst, Lutz Schenk zu Schweinisbiund, Wilhalm Hüttinger, Andres Früstinger, Ulrich Wieland, Hans Ylchsdorffer, Wil- halm Plast, Hans von Althein, Eberhart Türheimer, Heinrich Waller und Ulrich ITawsner, und weisen nach, wie das Kloster zu Kaisshein von Päbstcn, Kaisern und Königen gefreit sei und vor kein anderes Gericht denn das kaiserliche Ilofgericht, und namentlich nicht vor das Landgericht zu Grayspach, gezogen werden dürfe; wogegen Jorg Gumpenberger, Pfleger zu Grayspach und Hofmeister des jungen Herzogs Ludwig in Beyrn, durch seinen Urtheiler, Wilhalm Iluttinger verlangt, dass man gegenüber dem Abt und Kloster zu Kaisshein auch auf die Freiheiten und Rechte seines Herrn, des Herzogs Ludwig, Rücksicht nehme; und dieses Verlangen wird von Gerichtswegen zulässig erklärt und die Competenz des Landgerichts zu Grayspach gegen den Abt anerkannt, dagegen appellirt dieser an den Römischen König und lässt über diese Verhandlung durch die Notare, Conrad IIuopp von Bopphingen und Heinrich Döekler von Nördlingen, Abschriften verfassen. Zeugen: Sitz Marschalk zu Oberndorff, Hans Büttendorffer, Jacob Vetzer nnd Wilwold Waler. G, an dem Newnden tag des Monads Jenner, (c, 2 sign, not.) Johannes, episcopus Herbipolensis, ecclesiam parochialem Onolspacensem decanatui ibidem ita unit, ut decanus cedente vel decedente Fricderico de Maspach, rectore sive vicario hujus parocliiae, eam licite apprehenderc, de ejus reditibus vero sive proventibus, a capitulo ecclesiae Onolspacensis prout hactenus percipiendis, nil percipere possit vel exigere, sed praebenda sua, quam tanquam cano- nicus liabuit, contentus sit, insuperque aliam ratione decanatus et ecclesiae paroehialis habeat praeben- dam, teneaturve perpetuis temporibus capellanum sive vicarium in ipsa ecclesia parochiali rcsidentiam facientem personalem ad curam animarum ibidem gerendam habere, qui omnes et singulos reditus, oblationes et obventiones habeat et percipiat, quas vicarii perpetui exigere et percipere consueverint, a decano vero cum consensu capituli vel majoris partis ejus singulis annis deponi removerive et alio idoneo commutari possit. D. Herbipoli, die Martis decimo mensis Januarii. (c. S.) Ulreich der Swaigär, von Peter dem Maller, Schultheiss zu Regenspurg, mit Wissen des Rathes daselbst als Amtmann aufgenommen, gelobt eidlich Treue und Gehorsam, unpartheiisch Recht zu sprechen, keinem Fremden gegen die Stadt oder deren Bürgerschaft das Wort zu reden, und soll zu jeder Zeit verabschiedet werden können. Siegler: Erhärt auf Tunau, Probst zu Regenspurg. G. des Eritags nach St, Erharts Tag des heiligen Rischofs. 39 306 1419 15. Jan. 16. Jan. 17. Jan. 20. Jan. 21. Jan. Eberhart Erzbischof zu Saltzburg, Ilennan zu Freysing, Albreoht zu Regenspurg, Jörg zu Passaw, Berchtold zu Brixen, Ernst zu Gnrkg, Engelmar zu Kyemsee, Vlrich zu Sekgaw und Wolfhart zu Lauent, Bischöfe, der Provinz zu Saltzburg Sutl'raganeen, geloben sich gegenseitig in Folge des Conciliums welches sie am vergangenen 18. Dezember wegen Bedrückung der Plattheit durch etliche weltliche Fürsten und Herrn zu gemeinem Nutz der Provinz Salzburg unter dem Schirm des ; römischen Königs Sigmund gehalten haben — dass wenn einer von ihnen oder ihren Leuten durch weltliche Personen wider Recht verkürzt oder beschwert würde, sie gegen solche Personen mit bannen vnd singen verslahn procediren sollen bis diese Personen zu Gehorsam kämen; wenn aber diese Personen in dem Frevel blieben sechs Wochen nachdem der Prozess und das Recht gegen sie angefangen war, so sollen obengenannte Bischöfe sich gegenseitig Beistand leisten bis die Ungehorsamen zu Recht gebracht werden, und sollten diese auch des geistlichen Schwertes und Bannes nich* achten, so soll das weltliche Schwert und insbesondere der römische König Sigmund um Hilfe angerufen werden. Mit den Insigeln der obengenannten Bischöfe und ihrer Capitel. G. am nächsten Suntag vor Anthonij. (c. 18. Sig.) Hans Conczman von Staffurd, Vogt zu Baden bekennt, dass er als Vormund und Lehentriiger Burckarts von Win deck, der noch unter seinen Tagen ist, vom Markgrafen Fridrich zu Brandenburg die Castenvogtei des Klosters Swarzach (in Eisass) zu Lehen empfangen habe. G. zu Meincz am Montag vor sant Anthonien tag. Martinus papa praeposito ecclesiae Frisingensis inandat, ut ea quae de bonis monasterii in Perchtcsgaden alienata invenerit, ad jus et proprietatein ejusdem monasterii revocare procuret. D, Mantue XVI. kal. Februarii. Pontificatus anno secundo Ernst Herzog in Bayrn verleiht dem Ulreich Utz Bürger zu Dachau das Holz genannt der Achloch, welches derselbe von Jacob und Erhärt den Kolbecken gekauft hat. G. zu München am freitag nach Anthonien Tag. (c. Mg.) Sigmund, römischer König gebietet allen und jeglichen Kaudeuten in Tewtschen Landen wiederholt, nicht mehr mit den Venedigern, die dem Reich und den Reichs-Unterthanen lang Zeit gross Unrecht gethan haben und täglich thun, Kaufmannschaft zu treiben, sondern — nachdem laut der vom Erzbischöfe Bartholomäus zu Meylan ihm nach Breslau überbrachten Erklärung der Herzoge von Meylan und Janow, die den bey ihm erschienenen Botschaften der Städte Strassburg, Meinz, Worms, Spir, Nürnb erg etc. bereits abschriftlich mitgctheilt und vom anwesenden Erzbischöfe erläutert worden sey, die Strasse nach Janow wieder geöffnet und sicher gemacht auch neu aufgekommene Beschwerungen abgethan werden —ihre Botschaften zur weitern Verhandlung und Unterredung über Gebrechen im Münzwesen. auf nächsten sant Görgentag nach Vlm senden und daselbst erscheinen zu wollen, um sofort zwey oder drey kundige Männer an die Herzoge von Meylan und Janow abordnen zu können, die Dinge zu einem redlichen Ende zu bringen. G. zu Breslaw des nehsten. Sampsstngs nach sand Anthonien tag. (c. S.) 307 1419 g4- Jan. n 28, Jan. 31. Jan. 1. Febr. Graf Johans von Lupffen, Lanfgraue zu Stülingen und Ilerre zu Ilohennack, des Römischen Königs Ilofrichter am Hofgericht zu Wienn in der Rurge , vor welchem Conradus Korner im Namen des Domcapitels zu Passaw auf den Chorhof zu Passaw und auf 3 Pfund Pfenning Zins auf demselben Hofe, den früher der Chorherr Ilartlieb von Puecliberg innegehabt, jetzt aber Lcupolt, Jorg und Wilhelm die Puchbergcr inne haben, um 1000 Mark Goldes geklagt hat, setzt von des Königs Gewalt und Hofgerichts wegen das genannte Domcapitel in nützliche Gewähr des genannten Chorhofes und der 3 Pfund Pfenning Zinses aus demselben und gebietet Jedermann, dem Domcapitel dazu ernstlich und festiglich beholfen zu seyn, bis dasselbe der genannten 1000 Mark Goldes gänzlich und gar gericht und bezahlt ist. G. zu Wienn des nehsten Dinstags vor sand Pauls tag Conucrsionis. (c. S.) Hainreich der Amman zu Sultzpach und seine Hausfrau erhalten von dem Rath zu Regenspurg neuerdings den Amthof zu Sultzpach um den nämlichen Zins und dieselben Gilten, die sie demselben früher entrichtet hatten, in der Art, dass sie den Hof sogleich verlassen, sobald sie der Rath auf demselben nicht ferner mehr sitzen lassen will, und keine Ansprüche darauf machen. Siegler: Dict- reicli der Taurlinger, Pfleger zu Tumstauff. G. am St. Pauls Abend, als er bekehrt ward. (c. S.) Fridricli, Marggraue zu Brandenburg, belehnt Steflan von Apsperg, Steffan’s von Apsperg, Ritters seligen Sohn, mit der halben Behausung und dem halben Dorte Dürrenmungenaw, welches von Apsperg seliger vom Zuckenmantel erkaufte, und mit einer Hofstatt in der Vorstadt zu Abenberg, zu rechtem Mannlehen. G. zu Nuremberg am Sambstage nach Conuersionis Pauli. Rüger Pirgiir der Kürsner, Bürger zu Regensburg, verspricht dem Rathe daselbst, mit seiner Hausfrau Elspet treulich und fi euntlich zu leben und ihr, wenn wieder Streitigkeiten zwischen ihnen entstehen sollten, so dass seine Hausfrau von ihm gehen wollte, ihre Kleider und Pennt, dann 8 Pfd. Regenspurger Pfenning verabfolgen zu lassen, wozu er für die nächsten 5 Jahre llainrichen Gries- pecken den Kürsner und Lienhart den Ilachclstater, beide Regensburger Bürger als Bürgen aufstellt. Siegler: Peter der Maller, Schulthaizz zu Regensburg. G. dez Erigtags vor vnser frawn tag zu Liechtmezz. (c. S.) Jorg von Seckendorff zu Jochsperg, Ritter, und sein Bruder Hans von Seckendorff errichten einen Vertrag, dass sie mit dem Metzen theilen wollen, was ihr seliger Vater ihnen hinterlasscn hat, bis sie nach Verlauf der von ihm gesetzten Jahre, unter Austrag mit den Lehenherrn, in gemeinem Lehen zu sitzen, zu einer vollkommenen Theilung schreiten werden; ihrer Schwester Margret soll ausgerichtet werden, was der Vater ihr vermacht hat, keiner soll sie ohne des andern Vorwissen ver- heirathen, keiner mit ihrem Gute Vortheil suchen, und ihr Nachlass, falls sie unverheiratet oder ohne andere Erben sterben würde, ihnen zu gleichen Theilen heimfallen; das Gut ihres Vetters, Arnoltz von Meren, und was ihnen von ihm würde, desgleichen was sie vom Bischöfe zu Wirtzpurg haben, wollen sie miteinander bauen, und nach Erkenntniss ihrer Freunde nachmals gleichheitlich theilen; an den 2200 11., wofür Jorg Eberstal versetzt hat, entrichtet Hans die Hälfte; jeder hat die auf dem ihm zufallenden Theile haftenden Schulden zu tragen, und falls einer von ihnen keine Söhne, sondern 39 * 1419 bloss Töchter hinterliesse, solle der Ueberlebende mit Beyrath ihrer Freunde gebührend für deren Ausstattung Sorge tragen. Zeugen: Wirrich von Trewtlingen, Arnolt von Zenne, Hans von Tettelsaw, Pawls von Ramssdorlf, alle von Seckendortf, ihre Vettern. G. am Mitwochen vor vnser lieben Frauentag zu Lichtmess. 3. Febr. Johanns, Herzog in Bairn bestätiget dem Markt Schwaingdorf die von seinen Vorfahren, insbesondere von Herzog Rudolf seel. empfangenen Briefe, Rechte und Freiheiten, und verspricht, denselben dabei zu erhalten und zu schützen. G. zu Sultzpach auf Freitags nach unser lieben Frauentag zu Lichtmess. ß. Febr. Der Bürgermeister und die Räthe der Stadt Dinkelspiihel schreiben an das Landgericht zu Graispach, dass sie gemäss ihrer Freiheiten vor ein Landgericht nicht geladen werden könnten und bitten, dass daher Sitz Marschalk von Oberndorffc, Ilofmaister mit seiner Klage auf der Stadt Leute und Güter, so wie Albrecht Camer Vlin, mit seiner Klage auf des Bürgers Wilbalm Hofers Leute und Gut zu Witlishofen von dem Landgerichte abgewiesen werden möge. G. an sand Agatha tag. (c. Sig.) 14, Febr. Martinus papa, Anselmo electo Augustensi, noturn foeif, se magistros et liomines civitatis Augustensis absolutos habere a sententiis et censuris contra cos latis, et eidem mandat, quatenus ah omni inquietatione atque molestia contra liomines praetatos desistat. D. Ferrarie XVI, kl. Martii Pon- tiücatus Anno Secundo. SO. Febr, Erasem der Satelboger zu Liechtenegk verkauft seinen Oheimen Chunraden und Eberharden den Nuspergern zu Chalbenberg allen seinen Antheil der Ilofmarch zu Prütschenpaeh und 4 Pfund jährlicher Gült, welche derselbe aus ihrem Antheil an Prälschenpach hatte, um 180 Pfund Rcgens- purger Pfenning. Mitsiegler: des Verkäufers Vetter Hanns der Satelboger zu Geltolflng Richter zu Straubing und des Verkäufers Schwager YVygelais der Degenwerger Pfleger zu Milterfels. G. An Montag vor sand Mathias tag des heiligen Zwelfpoten in der Vasenacht. (c. 3 S.) 23. Febr. Altman Ketzdorlfer des Herzogs Johann in Bayern Hofmeister bekennt, dass das von diesem Herzoge ihm verliehene Fischwasser zu Tindorff bey Nappurg so wie auch das ihm verpfändete Pfund Pfenning jährlichen Gelts aus der Stadtsteuer zu Neunburg nach seinem Tode dem genannten Herzog wieder ledig seyn soll, Mitsiegler: Ott der Ketzdorlfer des obigen Bruder. G. an Mathias Abend, (c. 2 S.) 28. Febr, Ernst Herzog in Bayern verspricht, dem Ritter Wernher Waldegker, welcher ihm vom kommen- gen weissen Suntag an ein Jahr lang wider männiglich dienen und warten soll, hiefür 100 Gulden zu bezahlen. G. zu München an dem Vaschang Tag. 28. Febr. Ritter Hans vom Eglofstein der Jüngere zum Eglofstein und Agnes, seine ehliche Wirtlun, verkaufen ihr Gut zum Schosshartzs sammt aller Zugehörung und dem Holz an Herrn Bartholomeus, 309 1419 Abt, und den Convent zu Weysennaeli, um 62 reinische Gulden. Bürgen: Vlreicli vom Eglofstein zu Pernfels und Hans vom Wissenstein zu Piperpach, Mitsiegler: die Bürgen. G. am nesten Ertage nach sant Peters tage stuhl veir. (c. 3 S.) 3, Miirz Ernst Herzog in Bayern bekennt, dem Wolfhard aus der Alben 1000 Gulden schuldig zu scyn und verspricht, hievon bis kommenden Jörgen Tag 100 und das Jahr darauf 900 Gulden zu bezahlen, ausserdessen dem genannten Wolfhard die Rechte verbleiben sollen, welche in desselben Briefen dem Jörig Waldegker und Stephan Ilaslanger auf dem Zoll zu Wolferthausen und den Gülten der Stift zu Tegernsee angewiesen worden sind. G. zu München am freitag vor dein weissen Suntag, (c. S.) 7. Mürz Fridrich, Burggrafe zu Nuremberg, bescheint den Empfang von 1100 fl., welche ihm Heinrich Permuter, Bürger des Raths zu Rotemburg, Namens der 5 Reichsstiidte: Rotemburg, Nördlingen, Weyssenburg, Dinckelspuhel und Poppflngen, wegen der mit denselben auf 5 Jahre eingegangenen Einigung für das am sand Peters Tage Kathedra füllige Jahr bezahlt hat. G. am Dienstag nach Invocavit. (c. S ) iO. Mürz Johann Herzog in Bayern schreibt an Ott Haiden dass er demselben hinsichtlich des Schlosses Hertenstein Zahlung leisten werde, wenn Ott Haiden dieses Schloss vom König von Beheim mit seinen Willbriefen dem genannten Herzoge rechtverttig gemacht hat. D. Sulzbach am freitag vor Reminiscere, (Copia simplex.) 82, Mürz Wentzlaw, römischer König und König von Beheim belehnt Rüdiger von Sparneck mit dem Schlosse Waltstein, der Behausung Sparneck, dem Dorfe daselbst, den Dörfern Czell, Reynhartsrewte, Losnitz gross und klein, Garmansrewte, Penck, Formitz, Goswasgrun, Perleyns, Meyerhoff, Gettengrun, Scliida und Forkenrewt, jegliches halb, ferner mit zwey Höfen zu Musten, Selbitz, welche durch den Tod Fridrichs von Sparneck, seines Vaters an ihn gekommen und bömische Lehen sind. G. des nechsten Mitwochs vor dem Suntage Letare. (c. S ) 83. Mürz Ritter Wygeleis von Wolffstein, Schultheiss und die Schöpfen der Stadt Nuremberg beurkunden, Elspet, Sigmund Waltstromeirs seligen eheliche Wittwe habe vor Gericht erwiesen, dass Agnes, Conrad Waltstromeirs seligen Wittwe, des genannten Sigmunds Mutter, in den vor Zeiten geschehenen Verkauf des Viertheils an dem Gasthof bei Nuremberg von Seite ihres Sohnes Cuntz an genannten Sigmund, auch ihren Sohn, gewilliget habe. Zeugen: Andres Volkmeyr und Cristan Imhof. G. am Pflnztag nach sand Gertruden tag in der vasten, (c. S.) Marquart von Schellenberg Ritter gesessen zu Kisellegge bekennt, dass ihm der Herzog Lud- weig in Beim die Veste Eberstal und das Dorf Purttenbach verliehen hat sammt dem Kirchensatze, der Vischenz, dem Dorfgericht, Zwingen und Pannen daselbst, was alles in dem Landgericht der Markgrafschaft Burgau gelegen ist. G, zu Fridberg an Pflnztag vor Letare, (c, Sig.) 310 4419 25. März 29. März 30, März 10. April 5 ; 11. April 15. April Hansel Meindel überlässt dem Gotteshaus zu Allerspach die gerichtlich verbrieften Ansprüche, die er an dasselbe zu machen hatte, gegen eine angemessene Entschädigung und verzichtet auf alle weitere Foderungen. Siegler: Ulreich der Kamerauer zu Haitzstain. Siegelzeugen: Ulreich Sinthner und Ilanns Meintzzinger. G. des Samstags vor Mitterfasten. (c, S.) Ruedolf Türndel, Pfleger zu Tölcz, bekennt, dass ihm Matheis Alchinger, Zöllner der Herzogen Elissabeth zu Landsbergk, an dem Haubtbriefe, welchen er von derselben über Tölcz hat, lautend auf 900 ungerische Guidein, ans Auftrag derselben 300 guter unger. Gld, zu rechter Zeit bezahlt habe, G. zu München, am Mitwochen nach u. Fr. Kündung Tag. (c. S.) Johann Herzog in Bayern schreibt dem Ott Heiden von wegen des Schlosses Hertenstein, dass er demselben anderswo nicht Rechtens schuldig sey als vor dem römischen König und den herzoglichen Räthen. D. Sulzbacli am Pfmtztag vor Judica. (Copia simplex.) Sigmund, römischer König, gibt den Bürgern der Stadt zu Wissenburg Gewalt, den Meister und Comcntewr des Teutschen Ordens zu Ellingen an der Befestigung des Dorfes Ellingen zu verhindern, und nicht zu gedulden, eine Stadt daraus zu machen, da schon Kaiser Karl, König Wencz- law und König Ruprecht dieses nicht zugegeben haben. G. zu Gran des nechsten montags nach dem Palm tag. (c. S.) Derselbe erklärt die Acht und Ladung, womit Herzog Ludwig in Beyern und Graf zu Mortey den Abt und das Kloster zu Kayssheim, ungeachtet diese unter seinem und des Reiches unmittelbarem Schutz stünden, vor seine Landgerichte ziehen wolle, für kraft- und machtlos und will, dass solche Ladung und Acht dem Abt und Kloster in keiner Weise Schaden brächten. D. ib. et eod. d, (c. S.) Derselbe gebietet auf Ansuchen des Abtes Johan zu Kaisersheim den Landrichtern und Urtheil-i Sprechern der Landgerichte zu Graispach, Hochsteten und Hirspcrg, gegen obigen Abt und dessen) Kloster und Angehörige keine Gerichtsbarkeit nuszuiiben, keine Urtheile zu sprechen und die Bisher! von ihnen erlassenen richterlichen Erkenntnisse zu vernichten. Auch verkündet er denselben, dass er! dem Herzog Ludwig in Beyern und Grafen zu Mortey verboten habe, den Abt und das Kloster zu; Kaisersheim mit dergleichen Urtlieilen und Achtserklärungen künftig zu beschweren, G. zu Gran am Czinstag nach dem Palmtag. (c, S.) Johann Herzog in Bayern weist seinem Vitzdom in Bayern und Treserir in Holland Ilainreich; Nothaft zu Wernberg für desselben Dienste in dem Kriege der zwischen dem Herzog von Brabant und seiner Gemahlin des seligen Herzogs Wilhalm von Bayern Tochter wegen Hennegau, Holland] und Seeland gewesen ist, so wie auch des genannten Nothaft männlichen Erben 300 Gulden jährlicher I Rente auf der Maut zu Vilshofen an. G. zu Rotterdam am h. Osterabend, (c. Sig.) 311 1419 15. April )> 19. April » 28. April Derselbe erthcilt seinem Vizedom in Bayern Heinrich Notthaft zu Weinberg', lliltcr, und dessen Erben das Ilalsgericht, stock und gal gen , für dessen Schloss Aholmyng, mit den Dörfern Pentzling, Tabertzhausen, Aholmyng und Yserau. D. ib. et eod. d. (ex lib. cop.) Derselbe verheisst dem Ucinrich Nothaft zu Ilernberch dass alle Iierzogliche l’fandschaftcn, die er an sich gelöst hat, sein Eigen bleiben sollen, als das llofgut Albrcchtzdorf, welches Pangratz Puchberger pfandweise besass, Tectingcn, das Erhärt Satelpoger, der Hof zu Mauerjierg, den Friedrich Uamsperger als Pfand inne hatte und ein halber llof zu Zunching (Sinching), der sich in Conrads Perlchaimer lliinden befand. D. ib. et eod. d. (ex libr. cop.) Wilhalm von Pibracli für sich selbst und als Lehenträger für seinen Vettern Hannsen, Bartho- lomcus, Pastian, Teczel, Hannsen, Stephan, Hannsen, Laurenczen und Hannsen bekennt, dass er vom Herzog Ludwig in Bayern, die sechs Huben in dem Dorf zu Hütschenhausen, unter Bibrach in der von Hennberg Herrschaft und in Wierczburger Bisthum gelegen, welche jährlich 27 Malter halb Korn, halb Haber, Meininger Mass, achthalb Gulden Gelds fünf und vierzig Käse und 6 Schock Eier gelten, zu Lehen empfangen habe. G. an dem h. Osterabend, (c, S.) Otto, episcopus Constantiensis, unaeum Wormaciensi et Herbipolensi episcopis decano ecclesiae Constantiensis ex auctoritate apostolica mandat, quatenus Johanni, abbati, et conventui monastcrii Cesariensis efficacis defensionis auxilio sua vice assistens non permittat, eos per nonullos principes, duces, eomites et alias saeculares potestates illicitis exactionibus molestari. 'l’estes: fraler Iluodolfus Conies, provinciaiis provinciae lleni et Sweviae ordinis sancti Auguslini, et Nicolaus Waltman, capel- lanus ecclesiae Constanlien> is maioris. D. et A. in civitatc Constantiensi in palatio cpiscopali die Mercurii decima nona mensis Aprilis. (c. S. et sign, not.) llerrmannus, episcopus Ebornensis, collationem capellae salvatoris Jesu Christi in cocmilerio parochialis ecclesiae oppidi Giengen Augustcnsis dioecesis Katherinae, priorissae clausulae eiusdem capellae, dat et resignat, D. feria quarta Octauas Pasche, (c. S.) Ludwig Sehende aus der Aw, Ritter, Landrichter zu Graispach und Ilöchstett, auf der Landschranne zu Ilöchstett in der Diebgasse zu Gericht sitzend, vor welchem Andres Gleich, Kästner zu Ilöchstett im Namen des Herzogs Ludwig Grafen von Mortain, 1000 Mark Silbers Beschädigung auf der Feste Trugenliofen, den Markt Tischingen und alle andern Güter, die Jorg von Kaizenstein, Kitter, in dem vorgenannten Landgericht hat, erklagt, weil er sich eines Mörders Leib und Gut mit Gewalt unterzogen, ferner eines offenen Diebs, der Käthlins Pferd, das auf der Mühle Puohprun in dem Landgericht stund genommen und dein Clingeufelscn und andern Feinden des Herzogs wieder gegeben hat: erkennt, dass genannter Herzog in rechte nützliche Gewähr der Feste Trugenliofen mit aller Zugchürung gesetzt sey. Schirmer: Anshelm Bischof zu Augspurg, Alle von Otingen, die von Vlm, die von Nordlingen, die von Pophingen, die von Giengen, die von Aulen, die von üillingcn, Wittes- lingen, Perclitold Töltzer, Wolf von Westersteltcn, Stauslinger, Fetzer, Kaminger, Tatenhausen, Tomin- 312 1419 30. April 1. Mai » 5. Mai 11. Mai 12. Mai gen, Laugingen, Zoschingen, Palmershofen, Perckhain, Medingen, Stauf, Gundeltlngen , die Hälcn von Haunshaim. G. an Freitag Nach Sant Jorgen tag, (c. S.) Eberhart der Nusperger zu Chalmberch und seine Hausfrau stiften in der Pfarrkirche za Viechtacli auf dem Altäre sand Achacij eine ewige Messe, und weisen dazu Güter und Gefälle an, welche zusammen 10 Pfd. reg. Pfg. und 51 Pfg. betragen. Mitsiegler : seine Brüder Chunrad der Nusperger zu Chalmberch, und Niclas der Nusperger zu Newn-Nusperch ; dann sein Aidem Haymeran der Nothaft zu Wernberg, Verweser des Landes in Nydern-Beyern, und sein Vetter Hans zum Degen- i berg, Erbhofmaister in Nydern-Beyern. G. des Sonntags nach sand Jörgen Tag, des hl. Ritters und | Nothelfers, (c. 5 S.) Hans von Frewntsperkch, Hauptmann in dem Intal, eignet dem Herrn Caspar, Abt zu St. Jiir- genperg, und dem Convent daselbst ihren Antheil an dem Wcydacli zu Swatz, das sein Lehen war, |;. und erhält dafür von denselben das Versprechen, dass sie ihm alle Jahre des nächsten Tags nach ' St. Jörgentag einen Jahrtag mit Vigil und Seelamt begehen wollen. Würden dieselben aber obigen l Antheil wieder verkaufen, so soll er und seine Nachkommen die Lehenschaft darüber wieder erhalten, und der Jahrtag dagegen auch aufhören. G. an der heiligen Zwelfpoten Tag Philippi und Jacobi. Wernher, Probst des Gotteshauses zu Päurberclik, und der Convent daselbst, bekennen, dass i ihnen die Bauerschaft der Pfarrei zu Münsing durch einen Brief ihrer Vorfahren, des Probstes Perch- : j. o 1 _ | told und des Conventes, vor ihrem Vogt, Herrn Caspar vom Tor, dargethan habe, dass die Pfarrei zu. Münsing jeder Zeit mit einem Pfarrer und Caplan aus ihrem Kloster zu versehen sei, und sie dieses j fortan auch thun wollen. D. eod. d. j Fridricus Sessclman, pasfor parochialis ecclesiae in Cadolzpurg, succollcctor deciinae unius anni); omnium redituum et proventuum ecclesiarum Sigismundo, Romanorum regi, per Martinum, papam quin-jj|. tum, in dioeccsi Bambergensi concessae a Georio, episcopo Pataviensi, subdeputatus, ab abbate et’f conventu monastcrii in Weissenach ratione dictae decimae 12 florenos cum dimidio auri Rcnani recipit.[ et eos de hac summa quittat. D. Bambergae feria Sexta post Inventionem S. Crucis. Pfalzgraf Ludwig leiht die Messe, welche sein Vater, der röm. König Ruprecht, in der Kapelle i zu u. 1. Fr. zu Amberg anfing, die aber bisher unbestätigt blieb, Ilrn. Albrecht Stumpfel, und weistij demselben zugleich 30 reinisclie Gulden Geldes an, welche ihm sein jeweiliger Landschreiber zu Amberg jährlich auf sant Michels Tag gegen Quitancie auszahlen soll. D. Amberg, ipsa die beati Gingolli martiris. Fridrich, Marggraue zu Brandenburg, des heil. röm. Reichs Ertzkamerer und Burggraue zuj Nuremberg, verordnet bezüglich der guidein Münze vnd Guidein, die er von des römischen Königsj wegen hat und zu Nuremberg wolle schlagen lassen, dass diese Gulden 49 Garad am Striche habenj und schwer genug seyn sollen nach Nüremberger Gewicht, dass man den Münzmeister und die, 313 1419 14. Mai 19. Mai 29. Mai 24. Mai M. Mai 31. Mai Münzprüfer nach des Radies zu Nüremberg Rath, so ferne derselbe es wolle, dazu nehmen, und auch, wenn man eine Silbermünze zu schlagen ltalhs würde, nur ein Münzmeister seyn solle, der beyde, Gold und Silbermünze, verantworte und verwese. Die vorbemerkten Gulden, die man zu Nüremberg schlagen werde, solle man jedoch für Niirmberger Stadtwiihrungs Gulden nicht nehmen, oder zu nehmen schuldig seyn, so dass denen von Nüremberg und einem Jeden an dem Nürnberger Stadtwährungs Gulden, die sie haben und hergebracht haben, daraus kein Nachtheil erwachse. G. zu Nüremberg am Freitag nach dem Suntag Jubilate, (c, S.) Hanns Leowolfinger, Pfleger zu Lengenfelt, bekennt, dass ihm Jiissel und Mosse, der VeilTlinn Söhne, Juden zu Regensburg, 105 Ungerische und 35 Rheinische Gulden geliehen haben, wofür er denselben wöchentlich 2 Regensburger Pfenning Zins für je einen Gulden bezahlen solle j wenn er ihnen nach Aufkündung obiger Summe das Kapital mitsammt den Zinsen nicht bezahlen würde, so sollten nachstehende Bürgen ein jeder einen Diener und ein Pferd in Gcissels Weise gen Regensburg stellen. Bürgen und Mitsiegler: Die weisen vesten Herr Dristram Czengcr zu dem Sneberg, Herr Altman Käczenstorffer zu dem Dreuelstain, Herr Fridreich Ramsperger ze Ramsperg und Herr Ludweig Kamerawer zu Viehausen. G. des nächsten Suntags nach sand Pangracij tag. Albreclit, Herzog zu Oesterreich, nimmt die Kaufmannschaft zu Regenspurg in seinen Schutz und Schirm, und ertheilt ihnen die Freiheit, zu Wasser und zu Land gegen gewöhnliche Mauth und Zoll nach Wien zu fahren und dort zu verkaufen. G. ze Wienn an Freitag vor sand Vrbans tag. Ludwig Schenck aus der Aw, Ritter, Landrichter zu Graispach und llöchstet, zu Gericht sitzend auf dem Stauffenhart, spricht den Ilaintz Helfenstain von Ellingen von der Anklage, welche Hanns Lidbacher gegen ihn beim Ilofgericlit zu Nurenberg gestellt hatte, frei, da er sich nicht vor dem Hofgerichte, sondern vor dem Landgericht Graispach zu verantworten habe. G. an Montag vor sant Vrbans tag, (c. S.) Derselbe immittirt den Herzog Ludwig von Bayern in die Veste StaulT und alle Güter die der jung Eberhart von Laymberg in dem Landgericht Hochstett hat, für den von seinen Leuten im letztgenannten Gericht zugefügten und auf tausend Gulden geschätzten Schaden und ob versagter Oeffnung der Veste Stauf. G. an Mittichen vor Urbani. (c. S.) Albrecht Vorster zu Putzen und sein Sohn Erhärt Vorster verpflichten sich, den Hans vom Degenberg Erbhofmaister in Nidcrn Bairn welchen sie dem Jankko Malersikk Burgraf zum Elbogen wegen einer Schuld von 100 Gulden, und Peter dem Reitpergcr Bürger zu Teckendorf um 14* Pfund Pfenning als Bürgen gestellt haben, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen, G. am Suntag nach dem h. Auferttag, (c. 2 Sig.) Peter Haller der Jünger, Burger zu Nüremberg, macht sich verbindlich, seine Behausung zu Malmspach nicht höher und weiter zu bauen, als er sie jetzt zu bemauern angefangen, mit einem 40 314 1419 schlechten Dache ohne Erker zu versehen und — wenn er solche verkaufen wolle, sie nur an einen eingesessenen Burger zu Nuremberg zu verkaufen. G. am Mitwochen vor sant Erasemslag. (c. Sig.) 1. Juni Ernst und Wilhalm Herzoge in Bayern vertauschen ihren eignen Ilof zu Ilergershausen ini * Wolfertzhauser Gericht an Paul Völker Caplan der vom sei. Piitreicli gestifteten ewigen Messe auf dem S. Erasem Altar in Unser Frauen Pfarrkirche zu München gegen einen Anger zu Plachveld zuniieht an Hansen Pütreichs Anger. G. des Pfintztags-vor dem h. Pfingsttag. (c. Sig.) 3. Juni Der Römische König Sigmund macht allen Fürsten, Herrn und Angehörigen der Reiches kund dass er den chrwürdigon Fridrich, dem der Rath und die ganze Bürgerschaft zu Ougspurg Gehorsam und Treue gelobt haben, als Bischof daselbst mit Einwilligung des Pabstcs anerkenne und anerkannt wissen wolle, dagegen dem ebenfalls zum Bischof des obigen Stiftes ernannten Anshelm Nenninger die Anerkennung versage, und somit allen Reichs-Angehörigen befehle, von Anshelm keine Lehen, Freiheiten, Aemter u. s. w. anzunehmen, und der Stadt Ougspurg die in dieser Angelegenheit etwa erbetene Hilfe zu gewähren. G. zu Costentz am heiligen Abend zu Pfingsten. 5. Juni Peter Vorster Richter zu Dietfurt schreibt an Reichart Mersdortfer Landschreiber in der Grafschaft llirsperg, dass er die Klage des genannten Mersdortfer von wegen eines Juden zu Regenspurg an den Vifztum und den Land-Schreiber in Niederbayern gebracht und der Jude sich erklärt habe, er wolle gern mit obigem Mersdortfer zu einem 't ag gen Regenspurg vor den Notangst und andere piderbere Leute kommen SicgJer: Dietreicli Pairsdortler. D. in die Bonifacii. (c. Sig.) 11. Juni Fridrich, Markgraf zu Brandenburg und Burggraf zu Nurcmberg macht sich gegen die Bürgermeister, den Rath und die Burger seiner Stadt Swobach verbindlich, sie von der Bürgschaft gegen Sytz Biderman von Nuremberg für vierthalb Tausend Gulden wegen des Kaufes von Emsskirchen in Güte ledigen und lösen zu wollen. G. zu Nuremberg am Sontag Trinitatis, (c. S.) )» Ott Pientznawer Erbmarschall des Bisthums Freysing spricht auf die Klage der Gebrüder Claws und Rudolf die Schilbatz wider den Bischof Herman, dessen Vorgänger, Bischof Berchtold, ihren Vetter Stephan Schilbatz von seinem Hab und Gut gedrungen, nacher aber sich mit ihnen zur Entschädigung dahin verglichen habe, sie in seine Dienste zu nehmen, zu Recht: dass Bischof Herman, weil er den Bischof Berchtold nicht beerbt habe, auch für ihn keine Entschädigung an Gütern zu geben schuldig sey, aber die beyden Brüder auf ihr Verlangen in Dienste nehmen soll. G. an Suntag nach dem heiligen Pfingstag. 16. Juni Ludwig, Herzog in Beyrn und Graf zu Morfani, überträgt gemeinschaftlich mit seinen Vettern Ernst und Wilhalm, Herzogen in Beyrn, die Entscheidung über die Ansprüche, welche diese an ihn machen, seinem Vetter Ludwig, Pfalzgrafen bei Reine und Herzog in Beim, der zur Schlichtung dessen, worüber er einen gütlichen Vergleich nicht zu Stand gebracht habe, einen Gerichtstag anberaumen soll, wo unter dem Vorsitz desselben und mit einem gleichen Zusatz von Seite der Herzoge 315 1419 17. Juni 18, Juni SO, Juni 21, Juni 87, Juni 29. Juni die Sachen definitiv entschieden werden sollen. Auch will er die Neuerungen, die er in den Klöstern der Herzoge Ernst und Wilhalm nach seines Vaters Tod gemacht hatte, sogleich abstellcn. G. zu Niirmberg am Freitag nach Unsers Herrn Fronleichnams Tag. (c. S. und dem Handzeichen des Herzogs.) Benfz Steinbrecher, Bürger zu Kempten, erkennt als gemainer Mann in der Streitsache zwischen Fridrich von Loubenberg, Abte zu Kempten, und dem Ritter Cuonrat von Schcllenberg, betreffend die Besetzung der Taferre und des Tanzes zu der Strass, dass Letzterer die bessere Kuntschaft habe. Mitsiegler und Zusätze: Hanns Stumpp, Miinzmaister des Gotteshauses zu Kempten, und Hanns Wer- maister, Bürger daselbst. G. an dem nächsten Samsstag vor sant Johanns Tage zu Sunwenden, (c. 3 Sig.) Ludwig Herzog in Beyern und Graf zu Mortain , und Johanns, Herzog in Beyern, übertragen die zwischen Datum des Briefes und den nächsten Weihnächten vorzunehmende Entscheidung ihrer gegenseitigen Ansprüche und Foderungen ihrem Oheim, Herrn Johanns, Burggrafen zu Nürenberg, als Obmann, und geloben, alles das, was derselbe durch gütlichen Vergleich oder richterlichen Ausspruch festsetze und entscheide, als verbindend anzuerkennen und zu befolgen. Schliesslich bekennt Burggraf Johanns, dass er das ihm übertragene Schiedsrichteramt übernehmen wolle. Mitsiegler: der obgenannte Burggraf, Herr Johanns, Bischof zu Wirtzburg, und Ernst und Wilhalm, Herzoge in Beyern. G. zu Nüremberg am Sonntag vor St. Johanns Tag zur Sonnwende. Ilerman Trugsäzz empfängt von den Herzogen Ernst und Wilhalm in Beyrn all sein Guthaben, das ihm dieselben oder deren Vater, Herzog Joharis sei., schuldig waren, und quittirt hierüber. G. zu Nüremberg des nächsten Eritags nach Gottsleichnamtag. (c. S.) Ratzko von Janowitz reversirt über geschehene Berichtigung mit Herrn Johann Pfalzgrafen bey Rhein und seinen Landen und Leuten und namentlich mit Hanns den Satzenhofer zum Frawnstein um vergangene Sprüch und Sachen und schliesst ein Friedensbündniss mit gedachtem Pfalzgrafen auf fünf Jahre. G. an sand Johanns tag zu Sonbenten. Peter der Ekker zu Saldenburg und seine Hausfrau bekennen, dass sie ihrer Schwägerin, der ehrbaren Frau Elspet der Egkerin, ihres Bruders Weinrnar des Egker sei. Wittwc, 1200 ungerische Gulden und Ducaten schuldig seien, und selbe zu Regenspurg oder Straubing am nächsten Lichtmesstag bezahlen wollen. Bürgen und Mitsiegler: die weisen vesten Ritter, Fridrich Auer zu Prennberg, Hainrich Puchberger zu Neunpuchberg, Gorg Puchperger zu Wintzer und Oswald Lengfelder zu Welchenberg. G. am Erichtag nach St. Johannstag zur Sonnwende. Ludweig Pfalzgraf bey Rhein des h. römischen Reiches Erztruchsess, Herzog in Bayern, dann Johann, Ernst, Wilhelm und Heinrich Herzoge in Bayern, Friedrich Markgraf zu Brandenburg und Burggraf zu Nurmberg, Johann Bischof zu Eystctcn und Albreeht Bischof zu Regensburg schliessen ein gegenseitiges Schutzbündnis gegen Ludweig Pfalzgraf bey Rhein, Herzog in Bayern, Graf zu 40 * 316 1419 Mortein, welcher sie nn ihren Herrschaften, Freyheiten und Rechten bedrängt, und unbillige Foderungen und Zumuthungen an sie gemacht hat. G. zu Regenspurg nn Peter und Pauls Tag. (c. 7 Sig.) 3, Juli Ernst, Herzog in Bayern, entscheidet in Streitigkeiten zwischen dem Bischof Ilerman zu Frey, sing und Oswald den Otlinger hintergangsweise, dass Ollinger wegen der acht Pferde, die er dem Bischof genomen hat für denselben mit vierzig geraysigen Mann und Pferden eine Fahrt in das Land Bayern machen und seine Ansprüche vor den geeigneten Gerichten verhandeln soll. G. zu Muniehen des nächsten Mantags vor sand Ulrichtstage. 7. Juli Pauls Saurzapf Bürger zu Xabpurg bekennt dass die bey Nabpurg gelegene Behausung Ilötlern, deren Erbauung ihm der Herzog Ludweig in Bayern bewilligt kat, desselben Herzogs offnes Haus seyn soll. Mitsiegler: StefTan der Perchtoltzhofer zu Fronhof Pfleger zu Nappurg. Gr |an Willibaldi Tag. (c. 2 Sig.) 14. Juli Libhart der Weinpüchs von Straubyng, der Pfeifer, wird von dem Rath zu Regenspurg ala Stadtpfeifer aufgenommen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des Freitag* nach St. Margreten Tag der heiligen Jungfrau, (c. S.) 17. Juli Hans Loterpeck Landrichter in der Grafschaft Hirsperch setzt den Hans Rewter von Understal auf seine Klage dass ihn Herdegen Marschalk Chorherr des Tums zu Eystet aus Auftrag des Cnpitels daselbst gefangen habe, in Nutz und Gewer der Güter welche das Domkapitel zu Eystet in der Grafschaft Hirsperch hat, so lange bis Hans Rewter entschädigt seyn wird. G. des Montags vor Marien Magdalencn Tag. (c. Sig.) Martinus pnpa, accepta lamentabili querela abbatis et conventus monasterii campidonensis, quoil nonnulli prineipes nliaeque seculares potestates a dicto monasterio tallias, gabellas et alias exactiones illicitas extorquerent, abbali Portae Coeli, et constantiensis ac s. Mnurieii augustensis ccclcsiarum decania mandat, ut dictis abbali et conventui contra istos trnnsgressores eonstitutionum efflcacis defensionis auxilio assislant, eosque excommunicent, invocato etiam ad hoc, si opus fuerit, braebio seculari. D. Florcntie xvj. kal. Augusti, pontif. anno secundo. (c. S. plumb.) 22. Juli i Ludweig, der Jüngere, Pfalzgraf bey Rein, Herzog in Bayrn und Graf zu Grayspach bittet den Römischen König Sigmund, ihm irgend eine Stadt besimmen zu wollen, wo er von demselben die Grafschaft zu Grayspach sammt dem Landgerichte, welche ihm sein Vater Ludwig, Pfalzgraf bey Rein, Herzog in Bayrn und Graf zu Mortayn, für ein Theil seines mütterlichen Erbes gegeben, zu Lehen empfangen möge. G. zu Newnburg den Sand Marie Magdalen tag. 24. Juli Prior und Convent des Gotteshauses sankt Augustini zu Memmingen, denen der Bürgermeister und Rath zu Kempten ihre Knechte dazu geliehen haben, den Conventbruder Clausen Ilültzimann zu fangen und in die Hände einiger auf ihres Priors Geheiss dazumal in Kempten anwesenden Conven- 1419 jj 5. Juli }8, Juli 30. Juli 4. Aug. 5. Aug. S 317 tualen des genannten Klosters zu liefern, versprechen dem Bürgermeister und Halbe zu Kempten, sie wegen dieser ihnen geleisteten Hilfe gegen Jedermann zu vertreten und allenfalls daraus erwachsende Schaden oder Unkosten zu'tragen. Siegler: Prior und Convent. G. an sant Jacobs Aubent des hailigen inerren Swölfbotten. (c. 2 S.) Hermann Echter, Vitzdum zu Aschaffenburg verspricht dem Rathe zu Nureinberg im Namen seines gnädigen Herrn von Menz das Geleit für die auf die nächste Frankfurter Herbstmesse ziehenden Kaufleute. G. vif sant Jacobstag. (c. S.) Herdegen Valtzner, Burger zu Nuremberg, bekennt, dass er auf Geheiss Königs Sigmund Markgrafen Fridrich von Brandenburg etc. des heil. röm. Reichs Gulden-Pfennig und Hallermünze, welche ihm seither verpfändet gewesen, gegen Empfang der Lösungssumme abgetreten habe. G. zu Nuremberg am Fritag nach sancti Jacobi des heiligen Zwelflboten tag. Hadmar der Jünger Herr zu Laber, gesessen zu Brayfencgk und Caspar Herr zu Labcr, Gebrüder, und Balthasar der Muralier zu Egersperg, vereinigen sich nach dem Ausspruche der vesten Herrn Hansen des Stauffers zu Erenfels, Vlrich des Murahers zu Fliigelsperg, Mathes des Schencken zu Tegingen, Gebhart des Judrnan zu Afekking, Ilainrichs Gareys zu Kelhaim und Hansen des San- dersdorffers zu Abensperg, wegen eines Schuldbriefes über 2200 Gulden, den Balthasar Muralier den beiden von Laber zu einem Fürpfand von Schuld wegen gen Hansen den Weydenhüler übergeben hat, also, dass Balthasar der Muraher von Hadmar Herrn zu Laber 100 Gulden rheinisch erhalten solle. G. an suntag nach sand Jacobs tag des heiUgen Zwelfputen. (c. 8 S.) Linhart, Graf und Herr zu Castell verspricht den Bürgermeistern und Rüthen der Stadt zu Nürnberg das für die Kaufleute nachgesuchte Geleit. G. zu Langheim. (c. S.J Anna die Sinczenhoferynn, Hainrich des Sinczcnhofer, Bürgers zu Regensburg, Hausfrau, welche von ihrem Manne getrennt lebte, vereiniget sich wieder mit demselben auf den Ausspruch der vesten Herrn Gorgen Zenngers, genannt der Gennslolfel, Ilannsen Lewboifingers, beide von Seite ihres Mannes, dann Lewpolt Gumpprechts, Kämmerers zu Regensburg und Erhärt Reichen, Bürgers daselbst, von ihrer Seite, also, dass beide von nun an ruhig mit einander leben, und im Falle einer nochmaligen Trennung Anna die Sinczenlioferin von ihrem Manne jährlich 25 Rheinische Gulden erhalten solle, welche Summe nach seinem Tode dessen Erben an sie jährlich bezahlen, oder ihr um 250 Rheinische Gulden abkaufen könnten. Siegler: Obige 4 Spruchherrn. G. an sand Oswalcz tag des heiligen Chvnig vnd martrer. (c, S.) nermannus, episcopus ecclesiae Frisingensis, decanis, plebanis ac ecclesiarum parochialium rectoribus per suam dioecesin constitutis mandat, quatenus fratres domus ordinis Sancti Augustini heremitarura in Monaco ad petendum elemosinas atque subsidia neenon ad divinum officium celebrandum 3i8 1419 et praedicandum admittant plebesque eis commissas sollieite inducant, ut de bonis eis collatis eisdeiu fratribus subsidia largiantur. D. Frisinge die Quinta mensis Augusti. (c. S.) 7. Aug. Hans Loterpcck Landrichter in der Grafschaft Hirsperk bestätigt dem Reichart MerstorJler Landschreiber zu Peylngries, dass derselbe auf des Niederlands Straubing Güter die in der Grafschaft Hirsperg gelegen sind, 1000 Mark Goldes Beschädigung mit den Rechten behabt hat, darum dass sie zu Straubing einen Juden von Regenspurg genannt Michel eingenommen haben und denselben gegen seine behabten Rechte und Briefe mit Gewalt zurückhalten. G. des Montags vor Laurenzen Tag. (c. Sig.) » Derselbe erkennt, dass Ludwig Herzog in Bayern sich der Veste Hechsenaklier und der Güter des Dietrich Ilechsenakkrer wohl unterwinden möge, in deren Nutz und Gewer um 1000 Mark Silber er wegen der zu Keschingen durch genannten Ilechsenakkrer erlittenen Beschädigung gesetzt worden war. G. zu Gaymershaim eod. d. (c. Sig.) 9. Aug. Fridrich, Marggraue zu Brandenburg und Burggraue zu Nürnberg, — welchem König Sigmund bey seiner Abwesenheit in Vngarn und anderswo des Reichs Sachen befohlen — ersucht die Burger des Raths der Stadt Nürnberg, zur Abhilfe von Kriegen, Räuberei, UebergrifFen und mancherlei Sachen, womit namentlich die Reichsstädte Sweinfurt, Winssheim und etliche andere Reichsstädte bedrängt werden, Machtboten nach Heylprun auf sant Egidientag senden zu wollen. D, Rottenburg am Mitwochen vor Laurenci. 10, Aug, Ott Pienzenauer, dem von Bischof Herman zu Freysing seines Hochstifts eigne Leute und Güter im Lande der Herzoge Ernst und Wilhelm auf Widerruf pflegweise empfohlen wurden, reversirt hierüber, G. an Sant Laurenzen tag. Conrat Schenke, Herr zu Limpurg verspricht den Bürgermeistern und Rüthen der Stadt zu Nuremberg, dass er die Kaufmannschaft zur künftigen Frankfurter Herbstmesse durch sein Gebiet geleiten wolle. G. zu Lympurg in die Lnurencii, 12. Aug. Sigismundus Romanorum rex Ruperto de Weltz Canonico ac in spiritualibirs vicario generali nec non cancellario curiae Pataviensis ac plebano et decano in Chremsse duo privilegia super niansu regio dicto Kiingeshueb ecclesiae Chremensi conccsso ab Ilenrico imperatore sub 28. mensis Decembris 1054 nec non a Rudolpho imperatore sub 28. mensis Junii anno 1360 data conflrmat. D. Bude duo- decima die mensis Augusti. (c. Sig.) 13, Aug. Wilhalm von Knöringen, Marschall des Herzogs Fridreich zu Oesterreich, und sein Bruder Hanns von Knöringen, lösen von Hanns Westernach die Herrschaft, Feste und Stadt Burgau mit Erlaubniss des genannten Herzogs um die in den alten Pfandbriefen enthaltenen Summen ein, und wollen dem Herzog die Wiedereinlösung derselben jederzeit gestatten, Stadt lind Feste zu dessen 319 1419 14. Aug. 17. Aug. 18. Aug. 23. Aug. !4. Aug. Dienst offen und in gutem Zustand erhalten, und die Leute nicht höher besteuern und belasten. Der Herrschaft zu Oesterreich sollen übrigens ihre Raysen und Landsteuern Vorbehalten sein. Siegler: Ilennan Gessler, Hofmeister und Hanns von Küngsperg, Burggraf auf Tyrol. Zeugen: Lienhart von Lebemberg, Hanns Vilsegger und Ludweig Sparrenberger. G. zu Meran am Sonntag vor U. F. Tag Assumptionis. (c. 2 S.) Thcodericus Episcopus Jerapolitanensis ecclesiam et cimiterium in Pirkcli reconciliat et ibidem duo altaria in honore sancti Egidi et aliud altare in honore sancti Leonhardi consecrat. D. in vigilia assumptionis beate marie virginis. Fridrich Kolowrat Herre zu Liebenstein und nans Kolowrat Ilerre zu Grczsaw vergleichen sich mit dem Rathe und den Burgern der Stadt Nurembcrg über alle Zwietracht, Feindschaft, Fehde und Uebergriffe, welche zwischen ihnen bisher wegen Fritz von Egloffstein und Kuntz Trukses von Holnstein gewesen sind. Mitsiegler: Heinrich von Lazan, llawptmann zu Breslaw. G. zu Prag an vnser frawen Hymelfart abent. Johannes, Graue zu Wertheim, verspricht dem Rathe zu Nüremberg das nachgesuchte Geleite für die zur nächsten Frankfurter Herbstmesse ziehenden Kaulleute. G. zu Bamberg, am Donerstag nach vnser lieben Frawentag Assumptionis. (c. SO Ileinnrich, Herzog in Beyern, bestätiget dem Dechant und Cnpitel des Stiftes zu Altenötingen, dass sie die Chorherrnpfründe der Capellenmesse U. L. F. zu Altenötingen auf dem Hof gelegen an einen Priester als Lehen ertheilen und der Probst und das Cnpitel zu Altenötingen das von den Räthen seines Vaters sei., Erasrn Layminger, Arnoldt Fraunbergcr und Hartprecht Ilarschirchcr, bestätigte Wahl- und Praesentationsreeht auf die Waltpfarre und Schulmeisterei daselbst auch ferner ausüben sollen; doch soll der Probst von dem hiezu erwählten Pfarrer nie mehr als einen Sechter Wein begehren. G. zu Landshut am Freitag nach U. F. Tag der Schicdung. (c. S.) Conrat Präntel von Lenguelt, welcher vom Rathe und der Gemain der Stadt Regcnspurg als Stadtschreiber aufgenommen worden ist, gelobt, verschwiegen zu seyn, sich vor unehrbarcr Gesellschaft zu hüten und ohne des Ratlres Wissen und Willen sich von der Stadt nicht zu entfernen. Siegler: Herr Peter der Müller, Schullheiss zu Regensburg. G. an sand Bartholomeus abent des heiligen Zwelfpoien. (c. S.) Albertus, dux Austriae, Stiriae, Karinthiae et Carniolae, dominus Marchiae, Sclauotiiae ac Por- tusnaonis etc., abbati ac conventui monasterii in inferiori Altach privilegium Alberti, Romanorum regis, adhuc ducis Austriae existentis, concessum (d. d, \V r ienne 13!>0 Quartodecimo kal. April ) unacum conflrmatione ciusdem privilegii per Albertuin, avum, et Leupoldum, avunculum suum, facta (d. d, Wienne proxima feria Secunda ante Epiphaniam domini 1368) conlirmat atque innovat. D. Wienne die vicesima quarta mensis Augusti. (c. S.) 320 1419 25. Aug. 26. Aug. 27. Aug. 28. Aug. 1. Sept. Hans Laymingcr Haubtman zu Salzburg, Gong Haslannger Pfleger zu Reichenhall, Ulreich Strazzcr Ilofraarschalch, Martein Awsner Rath zu Salzburg und Hans Iliingkerl Richter zu dem Hallein, welche von Görig dem Aichperger zu Säldenau Marschalch zu Passau, Ilainrcich dem Puchperger zu Neunpuchperg Pfleger auf S. Gorigenperg anstatt des Bischofs von Passau einerseits und Andre dem Nürnberger anderseits hinsichtlich ihrer Fehden und Beschädigungen als Schiedsrichter erwählt worden sind, treffen folgende Entscheidung: Der Bischof Georg von Passau und Görig der Aichperger sollen dem Andre dem Nürnberger alle Feindseligkeiten vergeben und vergessen, und Andre der Nürnberger gegen dieselben wegen der ihm wiederfahrnen Vanknuss keine Feindschaft haben. Der Bischof von Passau soll dem Andre Nürnberger Landeshuld und Sicherheit von dem Herzog Albrcclit von Oestreich, von dem Vitztum in Niederbayern und von der Stadt Passau auswirken. Der Sitz und Hof zu Päschingerau auf der Tunau niederhalb Passau soll dem Bischöfe als von Andre dem Nürnberger an ihn verkauftes Gut verbleiben. Der Bischof von Passau soll dem Andre Nürnberger von wegen dieses Sitzes und Hofes und seines durch die Vanknuss erlittenen Schadens 940 Gulden bezahlen. G, zu Salzburg am freitag nach Barthelmes Tag. (c. 5 Sig.) llainrich Perg, Landschreiber in dem Gcbiirg und Richter zu Kufstain, erkennt auf offener Landschranne in der Klage des Herzogs Ludwig, der hiezu Otto Ebser, Pfleger zu Kufstein, bevollmächtigt hatte, zu Recht: dass die Turner von Ncwnpäuren zu Oberlanchampffen ain ungewendlich Urfer haben und diess von allters und rechts wegen nicht sein soll. G. Kufstain, Sambstag nach Sand Bartholomäus Tag. (ex Tom. priv.) Hintschikch Pflueg zu der Swartzcnburg verpflichtet sich, den Ritter Hans vom Degenbergj welchen er den Juden Lesar, Josepp, Joppel und Eysakch in Straubing wegen einer Schuld von 177 Pfund Pfenning als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Schuld gänzlich zu lösen. G. des Suntags nach Bartholomeus Tag. (c. Sig.) Ludwig, Pfalczgraue bey Ryne, des heiligen römischen Reichs Ercztruclisess und Herzog zu; Beyern beredet und betheidiget Johannes, Bischof zu Wirczpurg an einem, dann Fridrich, Markgrafetij zu Brandenburg, des heiligen römischen Reichs Erzkamerer und Burggrafen zu Nurcmberg und! Johannes, Burggrafen zu Nuremberg, Gebrüder an dem andern Theile, dass sie wegen ihrer Spänne, Zwietracht, Unwillen, Gebrechen und Zusprüche, die sich zwischen ihnen bis auf den heutigen Tag ereignet, bey Raban, Bischof zu Spire, als einem gemeinen Obmann blieben. G. zu Nurcnberg off sant Johannes Baptisten Abent Nativitas zu Latin, (c. 4 S.) Die Herzoge Ernst und Wilhelm Gebrüder bestätigen den Privilegien-Brief ihres Vettern, des Pfalzgrafens und Herzogs Heinrich von Bayern, für Alban Closner zn Geren, seine Erben und Nachkommen : zu Arnstorf einen Markt anzufangen und zu bauen, mit städtlichen und mürkllielicn Rechten,; wie sie Pfarrkirchen und Ettenfelden haben. G. zu Landshut an fritag nach sand Augustins tag. 321 1419 5. Sept. 14. Sept. 16. Sept. 18. Sept. 19- Sept. Caspar Törringer zu Törring kommt mit Jobst zu Abensperg dahin überein, dass des Törringers Sohn Georg des Abenspcrgcrs Tochter Magdalena, wenn sie zu ihren gcwondlich vyerzehen Jnrcn kumen ist, zur Ehe nehmen und die 1500 Gulden welche dieselbe als Heirathgut erhält mit der gleichen Summe widerlegen soll; dann dass der l'heil welcher diesen Vertrag nicht erfüllen würde, dem andern 750 Gulden inner Jahresfrist bezahlen soll. G. zu Dingolfing des Montags vor Unser Frauen Tag Nativitatis. (c, Sig.) Rudolff Ebner, Jacok Medlinger und Ruof Hagen, die von Herzog Fridrich zu Oeslerrich unter Vermittlung der Herzoge Ernst und Wilhalin in Bayern begnadigt und bei Leben gelassen, dann aber zu Murrenau gefangen gesetzt wurden, schwören bei ihrer Entlassung Urfehde und wollen gegen Land und Leute obiger Herzoge nichts feindliches mehr unternehmen. Siegler: Rudolf Ebner, Jacob Medlinger, und die ehrbaren und vesten Herrn, Ritter Gorg von Katzenstain, Ritter Räringcr vom Lainberge, Peter von Lainberge der Jüngere, Oswalt der Gerst von Flynen und Wilhalm von Rammungen. G. an des hl. Kreuz Tag Exaltationis. (c. 7 S.) Martinus papa Herbipolensi, Ratisponensi et Constantiensi, episeopis, mandnt, quatenus Ansheimo, electo, capitulo, ecclesiis et ecclesiasticis personis dioecesis Augustensis contra quoscunque trans- gressores et violatores canonicarum et legalium eonstitutionuin et sanctionum eflicacis defensionis auxilio assistentes non permiltant, eos contra has eonstitutiones et sanctiones indebite molestari et earum violatores et transgressores tarn diu faciant excommunicatos aut anathematizatos publice nuntiari, donec ab talliarum collectarum, impositionum, extorsionum et bonorum electi, eapiluli, ecclesiaruin et ecclesiasticarum personarum praedictorum invasione, arrestatione, occupatione, detentione et applicatione omnino desistant neenon arrestata, occupata, detenta et applicata restituant. D. Florencie xvi kalen, octobris Pontificatus Anno secundo. Idem cui Johannes Sitzemberger Oppidanus oppidi Gundolflngen supplicalur, ut sibi licentiam eoncedat hospitale pauperum ibidem existens demoliendi et eius materia adiecta ex domo quadam sibi legitime pertinenti novum hospitale unamque ei adiaccntem cum citniterio Capellam construendi ac Capellaniam perpetuam ibidem instiluendi et dotandi, mandat Preposito ecclesie sancti Ciriaci in VVisen- staig Constantiensis dyocesis ut de bis Omnibus diligenter se in formet, et, si ita esse inuenerit, pre- dicto Sitzemberger petitam licentiarn largiatur. D. Florencie quarlodecimo Kalendas Octobris. Pontificatus anno Secundo. Hans Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch spricht die llurger des Raths der .Stadt Nuremberg von der Klage, welche Weypolt Rauscher zu Menig auf deren Güter und Habe in gedachter Grafschaft deshalb erhoben, weil er wegen einer Forderung an den Markgrafen Fridrich von ßrandenburk und Burggrafen zu Nurenberg einen Landgerichtsbrief auf dessen Güter in der Grafschaft Ilirsperch erklagt habe, in welchem die Reichsstädte, also auch die Reichsstadt Nurenberk ihm als Schirmer gegeben worden seyen, diese ihm aber weder Schirm noch Hilfe biete, aus deqi 41 322 1419 20, Sept. )> 24. Sept. 25. Sept. Grunde los, weil sie den Schaden des Klägers liiugnen und nicht in dieser Grafschaft gesessen wären. G. zu der Freinstat des Eritags vor sand Matheus tag. (c. S.) Vor Hanns Loterpeck Landrichter in der Grafschaft zu Hirspereh übergibt Niclas Geyrsrewter Spitalmeister zu dem Newmarkt an Herzog Johanns in B.ayrn seine Rechte auf 1000 Mark Beschädigung auf aller Habe und Gut Vlrich Murachers zu dem Holnstain, die er vor dem Landgericht am 2. Mai 1414 erklagt hatte, darum dass der Muracher mit Gewalt und wider Recht den auf des Spitals Gütern zu Suotfenhoft'en, VttelhofTen, Freinhawsen und zu grossen Affolterbach sitzenden Leuten Steuer, Scharwerk und ungewöhnliche Dienste aufgelegt hatte. G. zu der Freinstat des Mitwochen vor Mathey apostoli. (c. S.) Vor demselben überlässt Ulrich Thumpfelmülnor an den Herzog Johann in Bayern die Hechte, welche er gegen Ulrich den Muracher zu dem Holnstain um 100 Mark Silbers Beschädigung erklagt hat. D. eod. d. (c. S.) Kungund, Ulreich des Smyd das Osten, Bürgers zu Regenspurg sei. Wittwe, macht ihr Testament, und verordnet, dass man ihr und ihrem verstorbenen Mann in den drei Bettelorden zu Regenspurg je 10 Messen lesen lasse, die zwei Achfalirten, die sie schuldig sei, von ihrem Gut ausrichte, ihre Mutter aber eine Fahrt nach Pogen, eine andere nach Talheim, 3 Fahrten nach Stautf, eine nach Gailenhausen und 3 Fahrten nach Honkchhausen, die sic ebenfalls alle schuldig sei, für sie verrichte, und dafür einen Satenmantel, ein Schauben, einen leinenen und einen Regenschleier erhalte. Ihr Haus und die Hofstätfe nebst aller Einrichtung und dem Werkzeug vermacht sie ihren drei Kindern, Aenndel, Märel und Diemel zu gleichen Theilen. Schulden und Guthaben hinterlässt sie auf einem Zetel verzeichnet und ernennt als Testaments-Vollstrecker den ehrbaren weisen Ulrich den Kästner zu St. Clären und Hanns den Zymerman auf der Rannttingerin, beide Bürger zu Regenspurg. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu Regenspurg. G, am St. Matheus Abend des heiligen Zwölfboten und Evangelisten. Sigmund, römischer König, gebietet den Burgern des Raths der Stadt Nurcmberg, ihre Botschaft mit voller Gewalt und Unterweisung 14 Tage vor nächster Weihnachten zu ihm nach Breslaw zu schicken, um einen Ausspruch zwischen Wladislaw, König zu Polen', seinem Bruder, Herzog Witolt, dessen Vettern an einem, und dem Küchenmeister, Hochmeister Teutschcn Ordens am andern Theil berathen zu helfen, und zugleich einen Ueberschlng vorzulegen, wie viel Volkes sie ihm in Reichsgeschäften stellen, wie viel Büchsen, Handwerk und anderes Geräthe sie ihm leihen mögen. G. zu Waradin am Suntag vor sand Michelstag. Martinus Papa Joliannem Grunwalder, Canonicum Ecclesiae Frisingens. monet, quod Praeposi- turam Ecclesiae Isnensis et parochialem Ecclesiam S. Petri in Monaco, per dominum Hermanum Epis- copum Frisingensem ipsi collatas, realiter et omnino diinittat. D. Florencie VII. kl. Octobris, Pontif. anno secundo. I 323 1119 fl. Sept. 1, Oct. 4. Oct. il, Oct. 17. Oct. 19. Oct. Mang Kraft, Burger zu Uhu, gesessen auf dem Ilathliaus in der neuen grossen Amtsstube erlasst einen schiedsrichterlichen Spruch in Sachen der Bürger zu Meiningen wider Alhrccht von Tanhain wegen weggenommenen sehen und zwanzig Stuck Vieh, Binder und Boss, wofür Schaden- Ersatz geleistet werden soll, ohnerachlet der Beklagte sich entschuldigt, dass er als Diener des Herrn Grafen Ytel Fritzen von Zolr nicht gegen die von Meiningen, sondern gegen den Eschcymer des Grafcns Feind angreill'lich verfahren sey, G. auf Mittwochen vor sand Michels tag. Gabein Trawncr, und Pranthoch, Wilhelm und Jorg die Ilornpecken Gebrüder verzichten auf die Güter, Zehenten und Gilten welche ihr Schwager und Vetter, Herr Eglolf Jlornpeck seel. gewesener Domprobst in Freysing, zu seiner daselbst im Dom gestifteten U. L. Frauen Messe auf dem Altar in St. Stephans Abseite gewidmet hat. G. des nächsten Suntags nach sant Michels tag. Jörg von SeckendortT und sein Bruder llans von Seckendortf verpflichten sich, ihrem Vetter Arnolt von SeckendortT derzeit gesessen zu Mern, so lange derselbe lebt jährlich 5 Fuder Wein 100 Malter Korn, 100 Malter Haber und alle Quatember 25 rheinische Gulden zu reichen; auch überlassen sie demselben zur lebenslänglichen Nutzniessung ihre Güter im Dorfe Gundclzhciin auf dem Hancnkamme und 2 Fischwasser zu Awe und Ewlen an der Altmühl. Bürgen und Milsicgler: Lewpolt von SeckendortT zu Büchenbach, Arnölt von SeckendortT zu Nidcrn Zenn, Hans von SeckendortT zu Tettelsawe, und Ilainrich von SeckendortT zu Weiltingen. G. am Mitwochen nach Michahcls Tag. (c. Sig.) Wilhalm Städlin Bürger zu Liukirch, Anna Bätzin seine Hausfrau, Anna geborno Cunzelmannin Cuno Stiidlins Wittwe und ihr Sohn Cun Stiidlin Bürger zu Memmingen verpflichten sich, der Frau Beatrix gebornen von Hurnhain Walthers von Küngsegg Hausfrau von den 3000 Pfund Heller, welche sie ihr schuldig sind, jährlich 150 Pfund Heller Zins zu entrichten, und verpfänden derselben hiefür j die Veste Rautzenried. G. am Mitwochen vor Gallen Tag. (Instrum, nofar.) Gorig Eschelbechk Landrichter zu Klingberg einantwortet Jörgen dem Frawnberger zum Ilag gesessen zu Hochenburg von wegen der Foderung seines Vaters Kristan Frawnberger an die seligen Herzoge Stephan, Fridrcich und Johann und ihre Erben im Betrage von 24,734 Gulden — alle Güter und Gülten die der Herzog Heinreich in der Herrschaft Klingberg hat, so dass wenn genannter Frawnberger hieraus den dritten Tlieil obiger Summe nicht bezahlt erhalten wird, derselbe nach seines Hauptbriefes Laut uin den Best seiner Foderung in ein anderes Gericht nackfahren mag, bis er gänzlich bezahlt seyn wird. G. des Pflnztags nach Gallen Tag. (c. Sig.) Johannes, episcopus Ilerbipolensis, praeposito, decano et capitulo ecclesiae Ilelbipolensis ecclc- siam parochialem in Bybert, cujus jus palronalus ad idem eapitulum pertinet, in cum finem annectit et incorporat, ut ex ejus reditibus in ecclesia et civitate Ilerbipolensi, in qua dudum auctoritate sedis apostolicae ercctum fuit et viguit Studium generale, officium in sacra pagina legenti comparaturi et magistro hoc officio fungenti et etiam verbum dei populo praedicanti Stipendium conveniens perpetuis 41* 324 1419 24. Oct. )y 25. Oct. temporibus assignaturi sint, reservata tarnen congrua portione pro perpetuo vicario ecclesiae in Bybert, de qua ille corapetenter sustentari, jura episcopalia et archidiaconalia solvere alque alia ratione parochialis ecclesiae incurabentia onera valeat supportare. Testes: Henricus de Gulben in decretis doctor, ecclesiae 8. Johannis in Ilaug extra muros Hcrbipolenses cnnonicus, Gotfridus Sculteti et Vlricus Holfelder vicarii perpetui in ecelesia Uerbipolensi. D. Herbipoli in loco capitulari ecclesiae Ilerbi- polensis die Jovis decima nona rnensis Octobris. (c. S.) Ludwig Schenck aus der Aw, Landrichter zu Graispach und zu Ilöchstett, dann die Urtheiler Butz Schenck von Sweinispewnd, Wilhalm Ilewttinger zu Amcrfeld, Vlrich Wieland, Cuntz Iloltzhaimer, Wilhalin Plast, Hanns Ilchdorfer, Hanns von Althaiin, Andres Frustinger und Eberhard Tvrhaimer, geprechen der Ritter, bestätigen, dass Heinrich Preller, Vogt zu Graispach, anstatt des Herzogs Ludwig von Bayern des jungem gegen die Stadt Lewlers- hausen, welche sich geweigert hat, genanntem Herzog untcrthiinig zu seyn und den Landfrieden zu schwören, wegen Beschädigung um 1000 Mark Goldes in rechte nützliche Gewähr der genannten Stadt und der dazu gehörigen Güter gesetzt sey. Schirmer: Der Römische König Sigmund, Herzog Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bairn und Graf zu Mortain cte., Herzog Ernst und Herzog Wilhelm, Herzog Ludwig der Pfalzgraf, Herzog Johanns sein Bruder, alle Pfalzgrafen hei Rhein und Herzoge in Bairn, die Bischöfe von Eystet und Augspurg, alle Herrn von Oettingen, Fridrich und Johanns Herrn zu Haidegk, alle Herrn von Laber, alle Wolfstainer, alle Marschalk zu Bappenhaim, zu Oberndorf und zu Dornsperg, alle von Truchtlingen, alle Schencken von Geirn, alle Wemdinger, alle Segkendorffer, alle Leutershaiiner, alle von Hurnhain, alle Reichstädte und Landrichter. G. am Erichtag vor Symons und Jude der heyligen Zwelfbotten. (c. S) (Hieran reihen sich weitere sechs gleichlautende Urkunden desselben Datums in Beziehung auf die Städte Guntzenhausen die Feste .Wald, die Feste Hohentrüding und Markt Uaidenheiin, Stadt Schwabach und Feste Kamerstcin, die Festen Flügling und Kolenberg.) Ludwig Schenck, aus der Aw, Landrichter zu Graispach und zu Ilöchstett, bittet den Römischen König Sigmund, den Hainrieh Preller, Vogt zu Graispach, welcher anstatt des Herzogs Ludwig in Bayern, 1000 Mark Goldes auf den Schlössern Wassertruhedingen, Fluglingen, Lawtershawsen, Wald, Kolenberg, Kainerstain, Swabaeh, Guntzenhausen, Onoltspach, Fewchtwang, Wintspach, Hohen- truhedingen und Haidenhaim mit Recht und Uriheil behabt hat, nach Laut seiner Briefe schirmen zu wollen. G. An Erichtag vor Symons und Jude Apostoiorurn. (c. S.) ([Hieran reihen sich sieben weitere gleichlautende Urkunden desselben Datums , gerichtet an Marschall Seitz von Oberndorf, Bischof Johann von Eistett, an die Truchtlinger, an die Marschalle zu Pappenheim, Herrn Fridrich von Ilaidek, Pfalzgraf Ludwig bey Rhein, des h. Reichs Erztruchsess und den Bürgermeister von Ulm.) Martinus papa, priori generali et fratribus ordinis beatae Mariae de monte Carmeli omnes über— tates et immunitates a praedecessoribus suis concessas necnon libertates et exemptiones saeculartum 1419 J6. Oct. 27. Oct. 29. Oct, 1. Nov. 325 exactionum a regibus, principibus et aliis personis indultas conflrmat. D, Florencie viij hl. Noucmbris Pontificatus Anno secundo. Ludwig Sehenck aus der Aw, Ritter, Landrichter zu Graispach und zu Ilöchstett, auf der Landschranne zu Ilöchstett in der Diebgasse zu Gericht sitzend, vor welchem Andres Gleich, Kästner zu Ilöchstett, im Namen des Herzogs Ludwig, Grafen von Moriain, 1000 Mark Silbers Beschädigung auf die Feste Ilawnshaim mit aller Zugehör, welche l’äringer Iläl, Diepold, Jorg und Rudolf Hain, seine Söhne in dem Landgericht zu Ilöchstett haben, erklagt, weil sie einen Dieb in dem Landgericht gefangen, ihn freventlich und mit Gewalt ohne des Landgerichts Erlaubniss in ein anderes Gericht geführt und ihm die Augen ausgeslochen haben, erkennt zu Recht, dass genannter Herzog in recht nützlich Gewer genannter Feste und aller Zugehör gesetzt sey. Schirmer: Anshelm Bischof zu Augs- purg, Alle von Olingen, die von Vlm, die von Nordlingen, die von Pophingen, die von Giengen, die von Aulen, die von Dillingen, die von Witleslingen, Pcrchthold Tültzcr, Wolf von Westersletten, der Stauslinger, der Fetzer, der Ramminger, die von Tattenhausen, die von Tomingen, die von Laugingen, die von Zoscliingen, die von Paltmerhofen, die von Perckhnim, die von Medingen, Jorg von Kalzen- stain, die von Gundelfingen. G. an Pflntztng vor Symonis und Jude. (e. S.) Kafhrey Zengerin Ortlieben des Zengcrs Wittib verpflichtet sich, die Veste Zangenstein, in deren Nutz und Gewer sie der Herzog Johann wegen einer Schuld von 400 Gulden gesetzt hat, dem genannten Herzoge stets offen zu halten. Bürgen und Siegler: Hilpolt zum Hohenstein, Hans Pawr, zum Liechtenstein, und Fridrich Radmanstorfer der Kathrey Zengerin Schwestersohn. D. in vigilia Simonis et Jude. (c. 3 S.) Gabein Trawner und die Gebrüder Pranthoch, Wilhalm und Jörg die Ilornpecben reversiren wegen einer von ihrem Schwager und Vetter, Herrn Eglolff Hornpeck seel. gewesenen Domprobst zu Freysing, gestifteten täglichen gesungenen Messe oder Amt zu Ehren der h. Maria mit zwey Ka- planen auf dem von ihm erbauten Altar in St. Stephans Abseiten im Dom zu Freysing, wozu Güter, Zehenten und Gilten zu Freysing, Schonpiiohl, Lauterbach, bey Eberstorf in Oesterreich, zu Ilamelz- hausen bey Friedberg und zu Berg ctc. geschaft wurden. G. des Suntags vor aller Heiligen tag. Ludwig Schenck aus der Aw Ritter Landrichter zu Graispach und zu Höchstett, vor welchem Andres Gleich Kästner zu Höchstett, Bevollmächtigter Herzogs Ludwig von wegen der Stösse, in welchen genannter Herzog um Gemerck, Landgericht, Wildbann und andere Sachen ist, das Recht zu fragen bittet, wie hierüber Kundschaft zu verhören sey, erkennt dass diess durch einen Eid zu geschehen habe, worauf Hanns Lutz von Prachstat eidlich aussagt: Als der Grans jaget auf Wittcls- finger Ilard und ihm die von llellfenstain nahm 13 jagende Hund, einen Leithund und 30 Wildsail und den Jäger und auch ihn selb dritt Jagerknecht fleng gen Ililtenburg, darum nahm ihm der Grans die Kühe zu Hermaringen und schlug die nieder. G. an Mittiehen nach Symonis et Jude Aposto- lorum. (c. Sig.) 326 1419 Vor demselben erklärt Hanns Scliuchmair von Swinnenbach auf seinen Eid: Was in den Vnter- 1. Nov. marken und was in der Pirss liege, gehöre zum Landgericht Höchstett vnd ein pawr von Ahmar- dingen der lieft iipfl gestoln der Slnttenhoferin zum Pawmgarten gelegen enhalb Eglingen, der hab das dem lantgericht zu Iloehstett gebessert vmb vier guldin, vnd der pawr zun Hofen enhalb Eglingen der hett körn gestoln der must das dem lantgericht zu Hochset bessern vnd die Rossknaben zu Ahniar- dingen dy betten ain hinden gefretzt mit den Rüden, das musten die von Ahmardingen dem Lantgericht zu Iloehstett bessern. D. ib. et eod. d. (c. S.) Vor demselben sagt Wolf Smid uon Merslingen eidlich aus: dass er vom Altlin in dreissig Jam nye anders gehört hab dann das landgericht sulle geen vnd an heben auf der Rietprugk zu weerd vnd geen bis auf den Spitzigenberg liinder dem Hutzenloeh, von danan bis gen Seiferlins weilen von danan bis gen Oprechthofen Inn den furt, von danan den Rennweg hinauf bis gen Ahmardingen auf das Rotwihelstain, von danan bis gen Eglingen under die linden auf die pirn, von danan bis zu dem diernreis, von danan bis auf den Kiselberg, von danan bis gen Awlen Inn den Furt, von danan oben lierwider ein bis gen Suntham In den Rach, von danan bis an die prugk zu Reisenspurgk, vnd der Altlin hab allweg von Landgerichts wegen hinab gericht bis an die lcessel vnd all Mül auf und ab beschawt in allen dorffern bis gen Puchprunn. D, ib. et eod. d. (c. S.) ,, Vor demselben macht Ul Püchler von Berkhausen die nämliche eidliche Aussage. D. ib. et eod. d. (c. S.) ,, Vor demselben macht Haintz Kumer die nämliche eidliche Aussage. R. ib. et eod. d. (c. S.) Vor demselben macht Hans Schuchmair von Swinnenbach hinsichtlich der Gränzen des Landgerichts Höchsteft die nämliche eidliche Aussage wie Haintz Kumer von Lutzingen, so wie auch, dass die Amtleute von Höchstett die Mühle hinauf bis gen Nernshain beschaut haben, und es durfte Niemand ohne Erlaubniss zu Höchstett Antvögcl an der Egwaid schiessen. D. ib. et eod. d. (c. S.) „ Vor demselben macht Hans Gruber von Tcisenhofen die eidliche Aussage, dass das Landgericht zu Iloehstett gehen soll bis an die Pirn enhalb Eglingen und gen Awlen in den Furt. D. ib. et eod. d. (c. S) Vor demselben macht Utz Rusch von Mersslingen von Kundschafts wegen die eidliche Aussage, dass er allweg gehört habe, das Landgericht solle bis gen Awlen gehen. D. ib. et eod. d. (c. S.) Vor demselben macht Hans Prunner von Mersslingen von Kundschafts wegen die eidliche Aussage, das der Altlin allweg gerichtet hat gen Tonschelkingen und gen Awlen in den Furt. D. ih. et eod. d. (c. S.) Vor demselben macht Michel Weiler von Merslingen die eidliche Aussage : dass er allweg gehört hab, das der Altlin gericht hab bis an die kessel vnd die lantschrann sein allweg an den Stetten 327 1419 gewesen mit Namen aine zu Rumshofen, nine zu lloclistett in der Diebgassen, ainc zu Schabrach, aine zu Ilawnschen vnd aine zu Tomingcn, das hab er von seinem Vater gehört und man liab auch die lantschrann vor Zeiten von der Herrschaft wegen zu Iliichstett an den Stetten besetzt. D. ib. et eod. d. (c. S ) „ Vör demselben sagt Langhanns von Glahen eidlicii aus: dass der Altlin allweg hinauf gepessert hab gen Ahmardingcn vnd gen Tonschelkingen von Landgerichts wegen und wer antvogcl vieng, oder ander waidenhait trib in dem Landgericht, der müst das von Seitzen von Althain cmpfalien. D. ib. et eod. d. ( c. S.) » Vor desmelben erklärt Michel Wirt zu Tapfhain eidlich: daz der Ilcrschaft zu Hochstet Wilt- pan gen sulle nach der Rennstrass hinauf als ferr Jie gen vnd der Aitiin hab gebessert wer auf den langenhart Inn das Acker slug on soin vrlaub, dem nam er die swein. D. ib. et eod. d. (c. S.) „ Vor demselben sagt Chuntz Haim von Stainhaim eidlich aus: daz das Lanfgericht zu Ilöchstett nach der Itennstrass herauf gen stille und der Aitiin hab gericht biss Inn die Kessel vnd von Reisens- purg auf der Tonaw herab der von Regcnspurg Wein bclait hab von der Herrschaft wegen zu Ilöchstett, das sey Im Kunt und wissent. D. ib. et eod d. (c. S.) » Vor demselben macht Ghunz Pader von Linzhaim die eidliche Aussage, es sey ihm kund, dass der Grans einsmals an Harshaimer Ilard jaget, und die von Helfenstain nahmen ihm die Hund und den Zeug, darum nahm er denselben die Kühe zu Uermaring und zu Gusscnberg. D. ib, et eod. die. (c. Sig.) „ Vor demselben sagt Cuntz Pader von Lutzingen eidlich aus: do er ain knab was vnd der Hal- finger Vogt zu Ilöchstett was daz die von Oettingen nichts auf dem langenhnrd torften Jagen noch richten, und der IlerschalTt zu Ilöchstett Jager haben von der kessell auf geiagt bis für katzenstain hinauf vnd siill das lantgericht zu Ilöchstett vnd der Wiltpan geen nach der Rennstrass hinab. D. ib. et eod. d. (c. S.) » Vor demselben macht VI Puehler von Perkhausen die eidliche Aussage: daz der Altlin mit sainpt der lantschaft den Tailer von Tischingen von lantgcriclits wegen heraussgenoinen hat und den gebessert daz er der Ilerschaft veind gehalten hat. D. ib. et eod. d. (e, S.) ,, Vor demselben erklärt Cuntz Haidrcr von Ilöchstett eidlich: daz der Altlin gericht hab vmb Ilawnshain, Wittisslingen, Pochingen vnd allenhalben. D. ib. et eod. d. » Vor demselben macht der Ilornlin von Ristingen die eidliche Aussage, dass die Landschrannen allweg gewesen sind zu Rumshofen, zu Hochstet in der Diebgassen, zu Sohabrach, zu Ilawnschen, und zu Tomingen. D. ib. et eod. d. (c. S.) 328 1419 1. Nov. 5 ) » » 6. Nov. 13. Nov. Vor demselben macht Chunz Rett von Hochstett als Kundsehaftsmann die eidliche Aussage, dass die Landschranne zu Rienshofen allweg gen Hochstett gehört habe, und als der von Oetingen diese Schranne einsmals besessen, darum habe der von Tegk das Kesseltal verbrennt. D. ib. et eod, d, (c. S.) Vor demselben macht Ilaintz Vogel von Zurten die eidliche Aussage, dass die Landschranne zu Rienshofen alhveg gen Hochstetten gehört habe. D. ib. et eod. d. Vor demselben macht Utz Rusch von Mersslingen die eidliche Aussage dass man vorzeiten ainen Zugriff ton hett zu Mersslingen und zu Glahen, da haben dy Iliiln nach helffen eylen von Landgerichts wegen. D. ib. et eod. d. (c. S.) Vor demselben erklärt Haintz Krafft von Glahen eidlich, dass der Wildbann der Herrschaft zu Hochstett bis nach der Rennstrass hinauf gehen solle. D. ib. et eod. d. (c. S.) Vor demselben macht Hans Bair von Plinthain als Kundschaftsmann die eidliche Aussage, dass der Herzog von Teck und die Herrschaft von Bairn denen von Oetingen allweg gewert haben, an dem Langenhart zu jagen. D. ib. et eod. d. (c. S.j Niclos von Dobrabitz, von Herzog Heinreich in Bayern aus der Gefangenschaft entlassen, gelobt Urfehde, und will, so lange derselbe mit Herzog Ludwig sich nicht verglichen habe, gegen ihn keine Dienste nehmen. Mitsiegler: der Bruder des Obigen, Martein von Dobrabitz. G. am St. Leonhardts Tag. (c. 2 S.) Die Gebrüder Ernst und Wilhalm, Herzoge in Bayern, verpfänden dem Rath und der Bürger -1 schaft zu Regenspurg das Schultheissen-Amt sammt dem Friedensgericht und dem Kameramt daselbst,, wie selbe solches schon früher von ihren Vettern, dem Markgrafen Ludweig von Brandeburg, den Herzogen Steffan und Friderich, ihrem Vater, Herzog Johanns sei., und von ihnen selbst besessen hatten, ferner ihren Werd zu Regenspurg in der Tunau oberhalb der steinernen Brücke, den die; Pfandnehmer von Caspar llertenberger zu llaiisperg eingelöst, und ihre Vorstadt und Vogtei zu Regenspurg jenseits der Tunaubrücke mit aller Zugehörung, alles zusammen um 110(10 neue ungerische Gulden. Sie wollen die Pfandschaft in den vom nächsten Lichtmesstag kommenden 15 Jahren nicht ablnsen, sollen aber nach dieser Zeit alljährlich in den nächten 11 Tagen vor oder nach Lichtmessi volle Freiheit haben, die Pfänder um obige Summe wieder einzulösen. Wenn die Pfandschaft, verloren gienge, so wollen sie der Stadt zur Wiedergewinnung derselben behilflich sein und überhaupt 1 bezüglich derselben allen Schutz angedeihen lassen, auch sollen alle in der Vorstadt vorkomtnende Klagen und gerichtliche Verhandlungen von den Richtern der Stadt selbst entschieden werden. Tai- dinger: Herr Johanns, Probst zu llmünster, Ulrich Tachauer, der Herzoge Pfleger zu Vohburg, Pauls Aeresinger, alle drei Räthe der Herzoge, Leupold Gumpreeht, Stadtkamerer, Martein Probst, Hanns 329 1419 Pfolenhofer und Erhärt Reich, alle Bürger zu Regenspurg. G. des Montags nach St. Marteins Tag des heiligen Bischofs. 15. Nov. Änshaim, Bischof zu Augsburg, welchem von dem in Costenz beym heiligen Coneilio befindlichen llofgcricht die Tiidigung eines Streits zwischen dem Abt Johann zu Uttenburcn und den zu seinem Gotteshaus gehörigen armen Leuten überwiesen wurde, entscheidet auf fünfzehn Jahre giltig, dass ein dem Gotteshaus eigenes und daselbst sesshaftes Kind seinen Vater und seine Mutter erben soll. Es sollen also auch ein Bruder seinen Bruder und eine .Schwester ihre Schwester und ingleichen *hre Kinder einander erben, wenn sie liinder dem Gotteshaus eigen sitzen, und ihm unterthänig sind. Wären auch solche Nacherben und Freunde vom Gotteshaus gezogen, sollen sie doch, wenn sic wieder hinter dasselbe ziehen, auch erben können. Wenn ein Mann oder eine Frau mit Tod abgienge, die dem Gotteshaus eigen wären, und der andere Theil einer andern Herrschaft zugehörte, mit denselben soll das Gotteshaus von Mannen und von Frauen seinen Theil nehmen. G. in vnser veste Füssen an Mittwoch vor sannd Eisbeten tag, (c. 6 S.) >» Agnes, Erenfrids von Seckendorff seligen Wittib, quittirt'die Bürgermeister, den Rath und die Burger der Stadt Nureinberg über die jährliche Steuer von 2000 fl., welche sie am nächst vergangenen sant Merteinstag dem römischen König Sigmund zu entrichten schuldig waren. Siegler: Fridrich von Seckendorff, Ritter und Vlrich Haller der Ellter. G. am Mitwochen nach sant Merteinstag. (c. 2 S.) 19. Nov. Heinrich Pfallenczgraue bei Rhein und Herzog in Bayern verleiht dem Ritter Seicz Torringer, seinem Marschalk, das Fischlehen und Wasser zu Sweiber, in dem Gericht bei der Rot gelegen, das vrbar ist auf den Kasten zu Pfarrkirchen, mit allem Zubehör, gegen 2 Pfunt Pfenning jährlicher Reichung. D. Burghausen an St. Elspet. (c. S.) » Herzog Ludwig bestätiget den Bürgern der Stadt Rotemberg verschiedene, ihnen von seinem Ahnherrn, Kaiser Ludwig gegebenen Briefe. D. Rotemberg cod. d. »0, Nov. Johanns Bischoff zu Eystet appellirt an den Römischen König Sigmund gegen die Ritter Ludwig Sehenek aus der Aw, Arnold von Karner, und Hans von llawsen, Richter zu Grayspacli, welche genannter Bischof und alle feine und seines Stifts Städte, Festen, Dörfer, Güter, die in der Grafschaft Grayspacli liegen, nach Begchrung IJainrich Prellers, Verweser des Herzogs Ludwig oder seines Sohns, des Grafen von Grayspacli, vor genanntes Landgericht geladen haben. G. am Zweinczigsten Tag mensis nouembris. (Copia simplex lusrumenti notariatus.) *5. Nov. Bürgermeister und Rath der Stadt Landsberg vergleichen sich mit dem Kloster Wessobrun hinsichtlich des Präsentations-Rechts bey Besetzung der gestifteten Messen in ihrer Pfarrkirche. G, an St. Katharinentag. *7. Nor. Vlrich, Herzog zu Teggk, bestätiget der Stadt Mindlhain einige vom Römischen König Sigmund erlangte Gnaden und Briefe und einige andere die Polizei und Rechtsverhältnisse zu Mindlhain 42 330 1419 6. Dec. 12. Dec. 16. Dec. 17. Dec. 18. Dec. 24 . Dec. betreffende Gesetze und Rechte. Mitsiegler: seine Oheime und Schwestersöhne, Johanns, Ilerr zu Ilaidegk, Graf Michel, Graf zu Werthaim, und Jorig von Uechberg von Uohenrechberg. G. an Mentag vor Sant Endres tag des heiligen Zwelffboten. Hans Zennger zu Swartzenegk bekennt, dass die Herzoge Ernst und Wilhalm in Bayern diet Herrschaft und Veste Regenstauff samint dem Markt, wie er sie von den Preysingern inne gchab hat, von ihm um 1500 ungrische Gulden wiedcrgelöst haben. G. an Nichts Tag. (c. Sig.) Der Rath und die Bürger des Marktes zu Pfaffenhofen kommen mit Marquart Ratolt Caplan und Verweser ihres Spitals nach Rath des Abtes Conrad zu Scheyrn als Lehensherrn des genannten Spitals dahin überein, dass dieser Caplan mit Ausnahme eines Tages in der Woche, welcher jedoch kein Feyertag seyn darf, täglich nach der Frühmesse in der Pfarrkirche eine gesprochne Messe im genannten Spital halten, und dafür jährlich 20 Pfund Pfenning, Brod und Wein an den hochzeitlichen Tagen und 10 Pfund Inslet empfangen soll. G. an Niclas Tag. (Copia Simplex.) Die Bürgermeister, Riithe und Bürger von Gundelfingen, welche Stadt von Hainrieta Gräfin zu Wirtemberg und Mümppelgart Fridrichen Grauen zu Ilelffenstaine verpfändet worden war, geloben genannter von llelffenstain gewärtig und gehorsam zu seyn. G an dem Nechsten Aftcrmentag vor Sanctc Lucyen tag. (c. S.) Erasem der Satclpoger zu Orenswang gelobt, den Jobst zu Abensperg welchen seines Vetters Erhärt des Satelpogers Wittib Amaley um eine Schuld von 500 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. am Sambztag nach Niklas Tag. (c. Sig) Johanns Herzog in Beyern entscheidet hinsichtlich der Zweytraclit zwischen dem edlen Johann Herrn zu Haideck Vitztum in Obern-Beyern, und dem Domkapitel zu Eystet, weil derselbe von Ilai- deck dieses Capitcls Gülten und Güter auf das Landgericht zu Ilirsperg geladen und einen Gerichtsbrief erklagt und erlangt habe, — dass beyde Theile gute Freunde seyn, dass die Tumherren dem Johann von Haideck hinsichtlich seiner Foderung nichts schuldig seyn, aber damit sie des von Uaidcck Gunst und Freundschaft hinfür dester hass behalten, demselben auf kommende Liechtmess 200 Gulden bezahlen sollen, und dass der Gerichtsbrief welchen Johann vbn Haideck hinsichtlich der oben erwähnten Gülten erlangt hat, gänzlich kraftlos seyn und den Tumherren zu Eystet keinen Schaden bringen soll. G. zu Awrbach am Sonntag vor Thome. (c. Sig.) Elisabeth Herzogin in Bayern bestiittigt dem Kloster Wessobrun eine Urkunde, kraft welcher demselben die rechtliche Possess über ein Haus und einen Garten zu Landsberg gerichtlich zuerkannt wurde. Montag nach S. Lucien. (c. S.) Herzog Heinrich verkauft die von Vlreichen Pucher durch Kauf erworbene Hausung und Purchkstal genannt Puch in Ardinger Gericht gelegen, an Lucasen Frawnberger zu Frawnbergkcb, 331 1119 mit Ausnehme des Wiltpansj heim Wiederverkauf solle seihe Herzogen Ileinreiehen zuerst angeboten werden, dann aber jedem andern, nur keinem Herren oder Fürsten. G. zu lanndshut an suntag vor dem heiligen weinachtag. 21, Dec. Goswein Ilunthaymer, z, Z Pfleger zu Daehaw, bekennt, dass ihm nanns Pfcnningman, der Herzogin Elyzabeth Kästner, aus Auftrag derselben 25 Pfd. Mancher für seine Burghut zu Daehaw von der Kotember zu Pfingsten bis zur Kotember vor Weinnachten gänzlich bezahlt habe. G. zu Daehaw, am Sonntag vor sant Thomans Tag. (c. S.) 26, Dec. Johann Herr zu Haidegk Vitztum in Oberbayern schreibt dem Jobst von Abensperg, dass er dem Herzog Ludwig in Bayern welchem derselbe an seinen Rechten Vorhalt gemacht hat, gegen genannten Jobst Beystand leisten und gegen denselben seine Ehre bewahrt haben wolle. G, an StelTans Tag in der Weinachten, (c. Sig.) s. die. Concilium Constantiense Ludowico, Bavariae duci, eiusque haeredibus mandat, ut abbatem et conventum monasterii Cesariensis res, possessiones, bona et homities qniete absque ulla molestia possidere pennittant, nullaque indebita onera seu gravamina iisdem inferant, neenon omnia impedimenta in ipsis possessis opposita amoveant, itemque praedictis abbati et conventui pro expensis in cansa coram se factis in civitate Constantiensi septem millia florenorum de Reno persolvant, quibus solutis partes praedictae ab omne lite et processu liberatae sint. 42 * 1420 t. Jan. 6« Jan. 7. Jan. 8. Jan. 1 4 2 0 * Engelhart Marschalk von Donnersperg bekennt von Herzog - Ludwig - , Grafen von Mortani, mit der Veste Treushaim in der Art belehnt worden zu scyn, dass sie desselben offenes Haus seyn soll. G. zu Aichach an Eritag nach dein heiligen Ebbenweichtag. (c. S.) Wcrndcl Rumei und Peter Piberlein bekennen, dass sie dein Herzog Ludwig in Bayern und Grafen zu Moriain ein Darleihen von 120 Reinischcn Gulden schuldig seien und selbes ein Jahr nach dem nächsten St. Jorgen Tag bezahlen wollen. Wenn der Herzog, sein Sohn oder Vicedoin ihrer bedürften, so soll Jeder von ihnen mit vier Pferden zu Dienste stehen und in jedem Monat für das Pferd 5 Reinische Gulden Sold erhalten, dieser aber an ihrer Schuld abgezogen werden. Siegler: Fritz Schenck von Geyrn und Eberhart niederer, Landrichter zu Aichach. Zeugen : Ritter Kristall Fraunberger, Dietrich Rosenberger und Oswalt Tuchsenhauser. G. zu Aichach an dem hl. Obristen- tag. (c. 2 S.) Fridrich Zenger zu Swarfzenperg bekennt, dass ihm Friedrich der ältere Graf zu Oefingen Vitztum zu Arnberg im Namen des Herzogs Ludwig in Bayern die von seinem seligen Bruder Wolfhart Zenger inne gehabten 2 Hofstett zu Nappurg verliehen hat, und verpflichtet sich, demselben getreulich zu dienen. D. eod. d. (c. Sig.) Jorg Hofer zu dem Lobenstain gelobt, die Herrschaft und Veste Regenstauf, welche ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm in Plleges Weise eingeantwortet haben, getreulich zu bewahren und jederzeit nach vorgängiger Auffoderung wieder zu übergeben. G. zu München am Suntag nach dem Obristen, (c. Sig.) Ernst Herzog in Bayern erlaubt dem Markt Wolferzhausen den Viehtrieb in den Waiden und Auen ennthalb der Iser, so dass über die Stainrinnen ein Besuchweg gehen soll bis an den Praiten- pach. G. zu Wolferzhausen am Montag nach dem Obristen. (Copia.) 333 1420 8, Jnn. )! » !) Ilanns Stauffcr zu Erenfels, zu Gericht sitzend statt Hannsen Loterpeckeu Landrichters in der Grafschaft zu Hirsperk bestätigt demselben Landrichter von Gerichts wegen .• Wenn er von Jcmnnd, der vor dem Landgericht irgend Eines Leib und Güter erklagt und bchabt hat, des Schirmes wegen angerufen wird, so soll er denselben schirmen und für Ausübung von Gewalt, im Falle der Widersetzlichkeit, nicht verantwortlich seyn ; er soll besonders denjenigen, auf deren Güter geklagt worden, von Landgerichts wegen vorschreiben, sich mit den Klägern zu vereinigen oder dieselben in den behabten und erklagten Gütern ungehindert zu belassen 5 wollten sie das nicht thun, so sollte der Landrichter die Kläger in nützliche Gewähr der erklagten Güter setzen. G. zu dem Stain, cod. die. (c. Sig.) Ilanns Loterpcck. Landrichter in der Grafschaft zu Hirsperg bestätigt dem Reichart Merstorlfer Landschreiber daselbst, dass derselbe darum dass sie zu Strawbingen einen Juden Miehell eingenommen, 1000 Mark Goldes Schaden und Beschädigung auf das Niederland Strawbingen erklagt habe und erkennt dass genannter Merstorlfer sich der erklagten Habe und Gut wohl unterwinden und unterziehen möge. G. zum Stain eod. d. (c. S.) Derselbe crtheilt dem l’urchart Holfner, Bevollmächtigten des Herzogs Ludwig folgenden Urthcilsprueh: Wenn der Herzog von Jemanden, der auf irgend Eines Leib und Gut geklagt hat und welchem er als Schirmer gegeben wurde, des Schirms wegen angerufen wird, so soll er denselben schirmen und für Gewallthätigkeilen, im Falle von Widerstand nicht verantwortlich seyn; der Herzog soll denen, auf deren Güter geklagt worden, vorschreiben, dass sie sich mit den Anklägern vereinigen oder dieselben an ihren behabten und erklagten Gütern ungeengt und ungehindert lassen j thiiten sic das nicht, so soll der Herzog die Kläger in nützliche Gewähr der erklagten Güter cinsetzen. G. zu dem Stain eod. d. (c. S.) Herzog Hairicli gibt allen denen, die auf den Kasten gen Burghausen gehören und im Wcil- heimer Amt gesessen sind, nebst ihren Hausfrauen und Erben auf ihren Urbargütern Erbrecht. G. Burghausen an Sand Erhards-Tag. (Tom. l’rivil.) Ilartweig Hültz zu Word bei Aychpach auf der Iser, und seine Hausfrau, denen die Aebtissinn Uertzenlawt und der Convent zu Niderinünster 2 eigne Schwaigen, die grosse und kleine, gelegen zu Werd nebst Zugehörung von künftiger Lichtmess an auf 3 ganze Jahre gelassen haben, versprechen denselben jährlich zu 2 Fristen 100 Käse, deren jeder im Käskar wohl 4 reg. l*fg. werth ist, davon zu geben. Siegler: Ilanns der llermstorlfer zu Moswcng. Zeugen: Wolfhart Swcikker und Rüger Amman, Beide gesessen zu Werd. D. eod. d. (c. Sig.) Martinus papa coneessiones professoribus ordinis frafrum beatae Mariae de monte carmeli facf«s, ut nempe a prioratibus, adminislrationibus vel ofticiis, quibus praesunt, absolvi et amoveri non possint, revocat. D. Floreneie vj Idus Januarii Pontiflcatus nostri Anno tercio. 334 1420 9. Jan. 12. Jan. 13. Jan. 16. Jan. 18. Jan. 19. Jan, 22. Jan. Peter Griestetcr, Richter zu Kranspcrg, erkennt auf die Klage Ulreich des Wagenrieder, dass ihn seine Verwandten an dem Verkauf seines Gutes zu Wagenrind hindern, zu liecht, dass, nachdem er hierauf laut richterlichen Ausspruches dreimal 14 Tage zugewartet und keiner seiner Verwandten sich erboten hatte, obiges Gut zu kaufen, er nunmehr sein Gut verkaufen könne wem er wolle, 'l'aidinger: Erhärt Kemnafer, Pauls SaldariTer, Ulrich Saldaril'er, Hanns Kriecher, Pcrchtold Tumayer beide Vorsprechen, Fridrich Griesteter, Hainreich Snaterpekch, Thoman Cienberger, Jörg Rapp und Kristan Smid von Freysing. G. am Erichtag nach dem Obersten, (c. S.) Hans von Rosenberg, Ritter, und Cunez von Rosenberg sein Bruder, geben Sewfrid von Goss- heim und Stephan von Lewzenprun Vollmacht, bei dem Hofgericht des Königs Sigmund die Bestätigung des von dem Landgericht zu Wirczburg und Herzogthum zu Franken ergangenen Ervollungs-Urtheil- Briefs wegen ihres Zehenten zu Lore, womit sie Rupprecht römischer König einst begabt und König Sigmund belehnt hat, nachzusuchen. Mitsiegler: Cunrad Herr zu Winsperg. G. am Freytag nach sand Erharcz tag. (c. 2 S.) Hanns F.kker zu Straubing gesessen, verkauft sein Dorf und Ilofmark zu Sunczing an seinen Vetter Olten den Schermer. Mitsiegler: Vlricli der Kasstenmair, derzeit der Stadt Straubing Kamrer. G. an nächsten Sambcztag nach sand Erhalts tag des heiligen Bisehofes, (c. 2 S.) Die Grafen, Freien, Ritter und Knechte, Städte und Märkte in oberen Bayern, -welche dem hochgeborncn Herzog Ludwig und dessen Sohne, Herzog Ludwig zu Theil angefallen sind, nehmen genannte zwei Herzoge in die unter sich geschlossene Einung auf, deren Hauptmann jetz Caspar Torringer zu Torring ist. G. zu Aychach an Eritag vor sand Fabian und Sebastians tag. Hartweg von Hünningen der Jüngere verspricht zur Sühnung der gegen die Herzoge Ernst und Wilhalin in Bairen begangeuen UebergritTe denselben in diesem Jahre mit 20 Pferden auf der Herzoge Kosten und Schaden einen Hofdienst zu leisten, obige Angelegenheit als abgethan zu betrachten und, im Falle er mit denselben in Streit geriethe, 3 Wochen vorher einen Absagebrief zu schicken. G. des Plintztags vor St. Sebastians Tag. (c. S.) Egloff Müller von Ilawang gelobt als eigner Mann des Herzogs Ulrich zu l'egg demselben nie zu entfahren, widrigenfalls er in eine Pen von 100 Gulden verfallen seyn soll. Siegler: Johann Abt zu Ottenburun. G, am Dornstag nach Anlhonius Tag. C c - Sig.) Jörg Ryber der Baderknecht, der vom Rathe zu Kempten wegen Schwörens und Lästerns auf Sankt Antonius ins Gefängniss gelegt und auf den Pranger gestellt wurde, schwört Urfehde, Siegler: Bencz Rychenbach Stadtamman zu Kempten. G. am nächsten Fritag nauch sant Antonien Tag. (c. S.) Wilhalm Auer bekennt von Herzog Ernst in Beyrn Antheil an der 100 Reinische Gulden betragenden Schuldverschreibung, die ihm derselbe gemeinschaftlich mit seinem Bruder Wilhalm für 1420 22. Jan. ?3, Jan. 81, Jan. 25, Jan. » 27. Jan, 335 geleistete Dienste gegeben hatte, erhalten zu haben, und wenn auch Herzog Wilhnlm ihn bezahlt habe, den Schuldbrief auszuliefern. G. zu München am Erichtag vor St. Pauls-Kertag. (c, S.) Frater Bertoldus de Ratispona, sacrae theologiae professor ac prior provincialis provinciae Bauariae, Bohemiae, Morauiae, Poloniac, Austriae, Stiriae, Carinthiae et Carniolae iuxta morein ordinis Ileremitarum sancti Augustini, decanissam et convenluin monasterii sanctae Crucis in Patauia omnium missarum, orationum et aliorum operum bonorum parlicipes facit et consortes, D. Ratispone vicesima secunda die Januarii. (c. S.) Heinrich Judman, der in Herrn Johanscn Bischofs und des Kapitels zu Eystet Fcnknusse gelcomen war, bekennt mit denselben verricht worden zu seyn, und macht deshalb drey Gulden ewigs Gelds aus dem Vierteil des Hofs zu Jawsshofcn, der sein und seines Bruders Arnold Judmans rechtes Eigen ist, mit des letztem Willen dem Stifte zu Lehen. G. am Erichtag vor Sand Paulstag Be- kerung. (c. S.) Eberhart Peliaym, Jager, verspricht dem Ratlie zu Regensburg, das Jägeramt zu Tümstaulf, welches ihm vom Rathe auf 5 Jahre überlassen wurde und jährlich 5 Rheinische Gulden, 2 Schaff Korn, 2 Schaff Haber, 1 Fuder Heu und 8 Eimer Wein erträgt, so wie auch das Forstamt daselbst getreulich mit 2 Knechten zu verwalten, und mit einem Pferd und einem Harnasch bereit zu seyn. Siegler: Dietrich der Tawrlinger Pfleger zu Tumstauff. G. an sand Pauls Abend als er bechert ward, (c. S.) Marlinus papa V. praeposito ecclesiae S. Viti extra muros frisingenses mandat, ut ea quae de bonis monasterii in Bcrichtoltzgaden alienata invenerit, ad jus et proprietatem ejusdem monasterii legitime revocare procuret. D. Florentie VIII. kal. Februarii. (c. Sig.) Albrccht vom Eglofstain llofinaister des gnädigen Herrn von Wirtzburg bekennt, dass Herzog Ludwig in Bayern, Graf zu Mortain ihm als dem Träger Klaren der Apspergcrinn Wittiben und Ascb ihrer Tochter, den Theil der Veste Reichenegk, der vor Zeiten des vesten Ritters Ludwig des Schencken gewesen ist und von dem Herzoge als von wegen einer Pfandschaft von der Krone zu Betiaim zu Lehen rührt, verliehen habe. G. zu Ingolstat an sand Pauls tag als er bechert ward. (c. S.) Tybolt Lautcnbekch zu Sandolzhausen überlässt die ihm von den Herzogen Ernst und Wilhelm, Gebrüdern, im Jahr 1410 für eine Schuld von siebenzehn hundert ungarischen Gulden und Dukaten verpfändete und überantwortete Herrschaft Mainburg ablösungsweise an Parzival, Eberhard und Jorgen, Gebrüder die Schilbalzen, D. eod. d. (c. S.) Die Gebrüder Ulreich, Chunrat und Bärtlein von Swangau bekennen von Hainreich Engelschalk Pfleger zu Pael, für Rechnung der Herzoge Ernst und Wilhalm in Beyern 400 Reinische Gulden, welche ihnen die Herzoge schuldig waren, erhalten zu haben. Mitsicgler: Hanns Lechs- 336 1420 perger. Zeugen: Jorg von Swangau, Sohn des Chunrat, Hainreich Schauiupeck und llanns Poppier, G. des Samstags nach St. Pauls Bekehrungs-Tag. (o. 3 S.) 29. Jan. Johnnn und Jörg Vettern Landgrafen zum Lcuchtemrerg verpflichten sich, die 2000 Gulden welche sie ihrem Oheim Etzel Grafen zu Ortenberg schuldig sind, bis kommenden Lichtmess Tag über ein Jahr zu bezahlen. Mitsiegler: Ennglhard der Walrab Pfleger zu Ilalls. G. am Montag vor Liechtmess. (c. 2 Sig.) ! 30. Jan. Martinus papa abbati monasterii Campidonensis mandal, ut se de tniserabili statu monasterii in Ottenburen diligenter informet, et si hunc statum talem invenerit, qualis describitur, parochiales ecclesias sanctorum Gordiani et Epimachi in Frecheusrieden, saneti Andrce in Attenhusen et sancti Ciriaci in Vnder-Worfarlsch wenden monasterio in Ottenburen cum omnibus iuribus et pertinentiis sua auctoritate in perpetuum incorporet atque uniat. D. Florencie iij kl. Februarii Pontiflcatus nostri Anno l’ercio. » Agnes von Seckendorff, Erenfrieds von Seckendorff, Ritters, seligen Wittib verkauft an Albrechf, Bischof zu Bamberg und dessen Stift verschiedene Häuser, Hofraite, Güter und Gülten innerhalb und vor der Stadt Herzogenaurach, welche sie von ihm zu Lehen gehabt, dazu den halben kleinen Zehnten in der Stadt, und den Weiher in dem Steinach gelegen, für eine unbenannte Summe. Mitsiegler: Vlrich Haller der Elter vnd Carl Holtschuher der Elter, Burger zu Nuremberg. G. am Dins- tage vor vnser lieben frawentage Lichtmesse, (c. S.) 31. Jan. Heinrich Absperger zu Runnburg reversirt über erhaltene Belehnung über jenen Theil der Veste Iteichenegk, der chmals des vesten Ritters Ludwig des Schenken gewesen ist, von Herzog Ludwig Grafen von Mortani zu Lehen rührt, und nicht zu dem Theil gehört, den die Krone von Böheim daran hat. G. Mittwochen vor vnser frawn tag zu Lichtmessen, (c. S.) 2. Febr. Sigmund Frawuberger Pfleger zu Aerding und Ameley seine Hausfrau verkaufen ihre zur Kirche in Ailtenkirchen gehörige Vogtey aus dem Widern zu Aigclstarlf an den Tumprobst Wiihalm und das Capitel des Tums zu Freysing, so wie auch einen Ilof zu Aigclstarlf und ein Gütel zu Kitz- perg. Mitsicgler: Gcrhoch Walldeker und Lucas Frawuberger. G. an unser frawen Tag zu Liecht- messe. (c. Sig.) 4 . Febr. Johann Pfaltzgrafe hey Rein und Ilertzog in Beyern macht ein Selgeretli zu dem Nüwmargt in der Pfarrkirchen, die von dem Kloster Waltsachsen zu Lehen geht, G. zum Nüwmargt an Sontag nach vnser lieben Frawen tag liechtmesse. (c. S.) 5. Febr. Hans Louchdorff der Schuchknecht, welcher vom Rath zu Kempten in den Thurm gelegt worden war, von der grossen Vnzueht und Fräfclin wegen so er an Benczen Englers Tochter begangen hat, indem er diese in der Mäntelerin Uus um Mittnacht selbdritte geschrayet hat, dass die Leute im 1420 6 . Febr. » 7. Febr, 14. Febr. )) 16. Febr. 337 Haus vff stunden, schwört Urfehde. Siegler: Bcncz Reichenbach Stadtamman. G. an sant Agten tage. (c. Sig.) Hanns Loterpcck Landrichter in der Grafschaft zu Ilirsperch spricht dem Klagführcr Ludwigs Pfalnezgraffen bey Rein und Herzogs in Bayrn Purchart Ilofncr Reclit zu auf seine Klage, die er auf die Güter Vlrichs MenndorfTer zu Rotenfels selig führt wegen einer Summe von 200 Mark Silbers. G. zu Gaymcrshaiin des Montags vor sant Reicharts tag. (c. S.) Ilainrich Adltzhauser zu Wcigkcrshoven bekennt von dem Herzog Wilhalin 600 ungrische Gulden an seinem Guthaben von 800 ungrischen Gulden erhalten zu haben. G. zu München am Montag Blasii. (c. S.) Vor Ludwig Schenk aus der Aw, Ritter und Herzogs Ludwig in Bairn und Grafen zu Mortain, Landrichter zu Graispach und Höchstett, als er auf der Landschranne zum Sfauffenhart mit Lutz Schenk von Sweinespewml, Hanns Althaimer, Ulrich Biedrer, Hanns Kemnater, Conrat Iloltzhaimer, Wilhalm Plast, Cunrat Ilaufner und Conrat Jagsdorfl'cr zu Gericht gesessen, erscheint als Bevollmächtigter Ludwig des Jüngern Herzogs in Bairn und Grafen zu Graispach Ilainrich Preller Vogt zu Graispach und beweist durch vier landgerichtliche Briefe das Recht des letztgenannten Herzogs auf Schadcnernatz von je 1000 Mark Goldes gegen die Stadt Wassertruhedingen, die Feste Fluglingen, die Stadt Cunlzenhausen, die Feste Ilohentruhedingcn und den Markt Haydcnhain oder deren Güter und Rechte, welche oder wo immer diese sein mögen, und bittet um richterliche Sentenz, in wie ferne und auf welche Weise Herzog Ludwig, ohne Unrecht zu begehen, sich zu seinem Recht verhelfen dürfe, worauf der Uriheilsspruch ergeht, dass genannter Herzog an obigen Städten und Festen und deren Gütern, Land und Leuten sich entschädigen und sein Recht erholen dürfe. G. zu Manhaim am Mitticlien nach unser Frauen tag liechmess. (c. S.) Afra die Langenmentlinn, Junker Hanns Langcnmantels sei. Wittwe und Bürgerin zu Augspurg, ihr Sohn, Hanns Langenmantel, Bürger daselbst, und ihre Töchter, Anna, Ulrich Arzats Hausfrau, und Afrau, Hausfrau des Clas Vetter zu Swenningen, verkaufen mit Einwilligung des genannten Arzat und Vetter ihren grossen und kleinen Zehent aus allen Gütern und Gilten zu Erringen bei Pybcr- bach, der Lehen ist von dem Bisthum zu Augspurg, an die geistlichen Schwestern, genannt Willigen I Arme in Augspurg, und deren Träger und Pfleger, Clas Ilofmair den Jüngern, genannt Appoteker, Bürger zu Augspurg, um 190 Reinische Gulden. G, am St. Valenteins Tag. (c. ü S.) Albertus, cpiscopus Ratisponensis, monasterio in Viehpaeh parochialem ecclesiam in Lotzenkirchen suae collationis et dioecesis cum omnibus filialius et capellis de novo unit et incorporat, eis- demque ius patronatus praefatae ecclesiae transfert. Consigillator: capitulum ecclesiae Ratisponensis. D. Ratiapone Quarta decima die rnensis Februarii. (c. 2 S.J Wilhalm, Herzog in Bayern, bekennt, dass ihm sein Kuchenmaister Peter der Michelspeck und dessen Hausfrau 640 Guidein guter neuer ungrischer, geliehen haben, womit er von Jörgen dem 43 338 1420 Nusdorffer und dessen Hausfrau Agnesen, Dietreichcn des StnwfTers Tochter, die 50 Pfund müncher Pfenning jährlicher Gült gelöst habe, die sie ron dem Kloster Gcysenveld und dessen armen Leuten bisher hatten; diese 50 Pfd. verschreibt er hiemit dem genannten Michelspeck, um sie jährlich in 2 Fristen solange zu erheben, bis obige 640 Guidein getilgt sind. G. zu München, am Freytag nach und Vallcnteins Tag. (c. S.) 17. Febr. Wilhelm von Abenberg und Anna, seine eheliche Hausfrau, verkaufen an Johannes, Bischof zu Wirczpurg, ihren Theil an dem Schlosse Swarozenbergk mit den dazu gehörigen Dörfern etc. als innes Eigen für siebenthalbhundert Gulden rheinischer Landeswährung zu Franken. Mitsieglcr: Apel vor Lichtenstein, Ritter, vnd Cuncz von Abenberg, sein Vetter. G. am liebsten Sambstag vor dem Suntag als man in der heiligen Kirchen zu Chor singet Eslo mihi. (c. 3 S.) 22. Febr. Conrad von IIoppingen, Vogt zu Wemdingen, und dessen Zusatz, Jörg von Tzypplingen, Hans Althaymer zu Vtzmemmingen, Eberhard von Ryeden, Vogt tcutsches Ordens zu Dinkelspiihel, und Hans Rabenstayn zu Trühedingen erkennen in dem Streite der Abtissin zu Tzymmern und Sigmunds von Leorod, Cointhurs von Oeting, wegen des Gerichtsstabcs zu Pfefllingen zu Recht, dass die Abtissin und ihr Gotteshaus fürbass den Gerichtsstab zu PfelTlingen in der Hand haben und Frager sein sollen. G. am Donrstag vor dem weyssen suntag. (c. 3 S.) 25. Febr. Der Römische König Sigmund verleiht dem Ritter Herman von Breidenstein die von demselben ererbten Rechte und Gewohnheiten auf dem Feldner Forst und an andern Orten als Reichslehen. G. zu Breslau am St. Mathis des heiligen Zwölf boten Tag. (c: S.) 26. Febr. Graf Johan von Luppfen, Lantgraf zu Slulingen und Herr zu Hohenack, Sigmunds, römischen Königs Hofrichter, bestätiget dem Cuncz von Rosenberg den wegen des Zehenten, grossen und kleinen^ zu Lore am Montag vor unser Frauentag Assumptionis 1415 von dem Landgericht des llerzogthums Franken zu Wirczpurg ergangenen Ervollungs-Urtheilbrief. G. zu Bresslaw des ncchsten Montags nach dem Suntag, als man in der heiligen Kirchen singet Invocavit. 4. März; Sigmund römischer Kunig, vor welchem sich Johann Bischof zu Eystet, Friedrich Markgraf za Brandenburg, Burggraf zu Xuremberg, Ludwig Graf zu Oetingen und viele andere geistliche und weltliche Personen beklagt haben, dass Ludwig Herzog in Bayern sie und die ihrigen mit neuen vorher ungehörten und in teutschen Landen ungew hnlichen Fiinden und Ufsefzen beschwere und insbesondere mit seinen Landgerichten oder Landschrannen zu Hirsperg, Grnyspach und II ichstctten verurtheile und ächte, erklärt alle Imdungen, Uriheile und Aechlungen die an den Landgerichten zu Ilirschberg, Graispaeh und Hochstetten von dem erwähnten Herzog Ludwig und seinen Landrichtern wider die Leute und Güter der vorbenannten Kläger geschehen sind als kraftlos und unschädlich, und hebt die genannten 3 Landgerichte auf. so dass daselbst bis auf weitere Bestimmung auf keine Weise gerichtet werden soll G. zu Bresslaw am vierden Tag des Mondes Mertzen. (Vidimirl anno 1420 339 1420 5. März 9. März 10, März » » durch Graf Johann von Lupffen Landgraf zu Stulingen Herrn zu Ilohenacb, Ilofrichter des römischen Königs Sigmund.) Agnes abbatissa monasterii in Kübach promittit, quod plebanus seu rector ecclcsiae parochialis in Echknach monasterio in Kübach incorporatae annuatiin deecin solidos denariorum pro pccunia quae vulgariter Jägergelt dicitur, ad tollendas vcxationes venatorum et aucupuin exsolvat, una cum quinquc libris denariorum, ab ipsa abbatissa de suo monasterio annuatim pro dicta pecunia Jägergclt vocata sol- vendis. D. die quinta mensis Martii Görig von Aychperg zu Seldenaw und Ilainreich von Puchberg bestätigen auf die Bitte Herrn Marteins Probst und des Convents des Gotteshauses zu sand Nicla bei Passaw, den Auszug aus dreien Briefen, deren einer von Herrn Altmann, Bischof zu Pass,au, des genannten Gotteshauses Stifter im Jahre 1074 ausgestellt ist, worin derselbe dem Gotleshause unter andern Gütern das Dorf Enczenweis zueignet, der andere von Pabst Alexander II., und der dritte von Kaiser Heinrich V., dd. Passaw 1111, welche dem Gotteshaus das Dorf Enczenweis bestätigen. Der Briefe Bcschawung vnd llnnndels sind Zeugen: Ruprecht von Welcz, Tumherr vnd vicar des Gotzhaus zu Passaw, Eberhart von VVelcz sein Bruder Kirichherr zu Scherding, Leonart Gruber Pfarrer zu Sweikkers, Hanns von Gerestorf ein Ritter, und Conrad Pokehsler, Pfleger am Nydern Haws bey Passaw etc. G. zu Passaw, an Sambtz- tag vor Oculi in der vasten, (c. 2 S.) Matheis von Lindtach, gesessen zu Veringen, bekennt, dass er von Wilhalmen dem Leüten- becken mündlich gehört habe, das Schloss YVaekerstain solle des Herzoges Ludwigen in Bayern, Grafen zu Mortain, olfcnes Haus sein zu aller dessen Nothdurft, und zwar wegen der Hülfleistung, welche ihm bei Erwerbung des genannten Schlosses von dem Herzoge ward. Mitsiegler: Johanns, Abt zu Actcl. Zeugen: Gabriel Glesein, Pfarrer zu Weichering, und Hanns Sehimel, Zöllner zu Wasserburg. G. zu 'Wasserburg am Sonntag Oculj, Anno dni etc. vicesimo. (c. 2 S.) Chunrat, .Albrecht und Burkart von Aychelberg, Gebrüder, bekennen, dass sie mit Bischof Anshalm zu Augspurg wegen der Pfandschaft Schönegg übereingekommen seien, dass derselbe Schönegg erst nach einem Jahr von eingehender Fasten angefangen von ihnen um 2500 fl. lösen soll. Mitsiegler: Puppelin von Elrbach der Jüngere und Hammnn der Güss. D, cod. d. (c. 2 S.) Johanns, Herzog in Baiern, borgt von dein erbern Gorgen dem Heweraus 100 Pfund Rcgensb. Pfenning, 100 Vngerische und 100 Reinisehe Gulden, gegen einen Zins von 10 Pfund Pfenningen, 10 ungerischen und 10 Rheinischen Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Ritter Ilaimram Nothaft zu Wernbeig, Verweser in Nicderbayern, Jann der Ramsperger zu Saulberg und Erasin der YVarlter zu der Wardtt. D. eod. d. (c. 3 S.) Fridrich, Burggrafe zu Nureraberg, bescheint den Empfang von 1100 fl., welche ihm Cunrad Klein, Bürger des Raths zu Rotemburg und Mathes Ilertlin, Bürger des Raths zu Dinckelspühel, ' , 43 * 340 1420 Namens der 5 Reichsstädte: Rotemburg, Nordlingen, Weyssemburg, Dinckelspühel und Poppflngen, wegen der mit denselben auf 5 Jahre eingegangenen Einigung für das am sand Peters Tage Kathedra fällige Jahr bezahlt haben. G. Sontag vor Gregorii Tag. (c. S.) 11. März Sententia a Jacobo auditore publicata in causa Ulrici Ochs cruce signati Bambergens, dioecesi» contra Ludewicum Bavariae ducem, de nonnullis pecuniarum summis ac restitulione castri Hohenstein. Promulgata die lune ii mens, Marcii, pontif. Dni Martini Papae V. anno tertio. Ilawg Donrsteiner zu Ilaselbach verzichtet für sich und seine Geschwister gegen die Aebtissinn Ilertzenlawt zu Nidermünster und deren Convent auf alle Ansprüche wegen des llofmaisteramtes, das sein Vater säl. von denselben innehatte, erhält es aber hinwieder auf 12 Jahre, wofür sie ihm jährlich zwischen sand Michels und sand Marteins Tag 4 Pfd. reg. Pfg. zu geben haben. G. des Montags vor sand Gregürgen Tag, des hl. Bähst, (c. S.) 12. März Matheus der Ueberäkcher bekennt, Christan dem Pehayin Forstmeister in Weilhart 73 Pfund Pfenning schuldig zu seyn, welche er bis nächste Lichtmess bezahlen soll, und verpfändet dem genannten Pehaym liiefür einen vom Herzog Stephan auf 500 Gulden lautenden Schuldbrief, und den Spruchbrief welchen er gegen seinen Bruder Virgil den Uebräkcher erlangt hat. Mitsieglcr: Ulreich der Appfentaler. G. an Gregory Tag. (c. 2 S.^l Hans Loterpeck, Landrichter in der Grafschaft llirsperck, entscheidet die Klage des Hans von Stauf zu Erenfels, Ritters, auf alle Güter und Habe, die das Neuspital zu Nucrenbcrck in genannter Grafschaft hat, besonders auf Kirchensatz und die Pfarre zu Swimpach, wegen Beschädigung von 100 Mark Silbers, weil das Spital diese Pfarre verleiht, die doch von ihm zu Lehen ginge, dabin, dass Kläger, welcher die ausgebotene Kundschaft versäumt, nach deren Erhebung von Seite des Beklagten, an das Spital, das die Pfarre länger als 80 Jahre für eigen besessen, keine Ansprüche mehr machen solle. G. zu der Freinstat des Eritags vor Milterfasten. 13. März Conrat Truchsess von Bomerssfelden, Landrichter zu Nuremberg, entscheidet die Streitsache des Hans von Seckendorf zu Jochsperg gegen Justinn, Eberhartzs von Pachenstein eheliche Wirthin, wegen Bcsitzstürung dahin, dass Beklagte von der Klage auf ihre Güter, worauf ihre Heimsteuer und Morgengabe vermacht, los und ledig seyn solle. G. am Mitwochen nach dem Suntag Oculi in der Vasten. 14. März Pridrich Burggrauf, Domprobst, Götfrid Harscher, Dechant und das ganze Domkapitel zu Augs- purg bekennen, dass sie der Frau Eisspet Büchelcrin und deren Schwester, Jungfrau Margret, genannt die Betzinn von Büren, erlaubt haben, in der Domkirche zu Augspurg eine ewige Messe mit einem Altaristcn und Vikar auf Sant Thomas Altar auf dem Estrich zunächst an dem Chor gegen Untergang der Sonne zu stiften. Meister Ruodolf Artzat, ihr Leutpriester, soll die Messe verleihen, nach dessen Tod aber das Domkapitel. G. an der nechsten mitwoehen vor Esto michi. (c. S.) 1420 14. Miirz 15. März 16. März » 17. März 19. März Otto de Miltz praepositus, Otto Wolff dccanus (otumque capitulum ecclcsiae Ilerbipolensis reeognoscunt, ccclesiam parochialein in Bybert ipsorum capitulo ab Johanne episcopo conditionc incor- poratam esse, ut ex ejus reditibus officium lecliones theologiae in ecclcsia sua legendi, quod Ilcinricus de Greuendorff piae memoriae eanonicus et scolasücus creaverit minus tarnen dotarit, melius atque in perpetuum comparaturi et magistro hoc officio fungenti ac simulter verbum dei populo praedicanti Stipendium convenicns assignaturi sint; item venerabili et religioso viro, fratri Gerlaco de Alsfcldra, ordinis iS. Augustini eremitarum, sacrae paginne protessori, ad praefatum officium electo et nominato, decentem et honestam sustentationein ad dies vitae, successori vero ejus centum florenos auri Rcnensea annis singulis promittunt. D. feria quinta proxima post dominienm, qua canlalur Dei oculi mei. Cardinalis de Fuxo ad audiendam causam, quae intcr Ludowicum, Bavariae ducem ex una, et abbatera et conventum monasterii Cesariensis ex altera parte verlebatur, apostolica auctoritate iudex deputatur. D. decima quinta Marcii. Johannes Ilelmbodi, scolasticus ecclesiae S, Johannis novi monasterii Ilerbipolensis, commissarius a sede apostolica spccialiter depufatus, ineorporationem ecclesiae pnrochialis in Bybert capitulo ecclesiae Ilerbipolensis ab Johanne episcopo pro sustentando baccalaureo vel licentiato in sacra pagina factam confirmat. Testes: Ilenricus de Wechmar, eanonicus ecclesiae Ilerbipolensis et vicarius in spiritualibus generalis, Theodoricus, abbas monasterii in Thcris ordinis S. Benedicti, Conradus praepositus monasterii in Ileydinfelt, et Johannes Minnenberger, vicarius in ecclcsia S. Johannis Novi monasterii Herbipoli. ü. in ambitu ecclesiae Ilerbipolensis, die sabbati sedeciina mensis Martii. Lodewicus, Babarie dux et Ludcwicus ipsius filius, qui cum militia Babariae provinciae in unionem prouenerant, quae unio facta est in oppido Aictach feria tertia proxima ante diem Sanctorum Fabiani ac Sebastiani die decimasexta mensis Januarii anno 1420, omnibus incolis patriae, qui in eadem unione extiterint, aut etiara in posterum ineandem prouenerint, omnes litteraS libertntum sive privilegiorum confirmant. Testes: Bartholomeus de la Scala neenon Gabriel G’lesein, plebanus ecclesiae parrochialis in Weychering. D. in opido Wasserburg die decimasexta mensis Marcij. Dietrich von Herbilstat, Hofmeister Herrn Johansen Bischofs zu Eystet, auf dessen Geheiss zu Gericht sitzend, ertheilt Hansen Schützen, den wegen seines Oheims Conrad Newsteter sei. an den Bischof eine Foderung von 140 fl., und wegen Schadens eine gleiche von 1000 fl. machte, einen andern Rechtstag, da der Bischof die Beschädigung läugnete, wegen der Habe Neusteters aber so lange nicht antworten zu sollen vermeinte, bis die übrigen Freunde Conrad Neusteter und Hansen Uöhlins Hausfrau zu Nürnberg unter einander zu Austrag körnen, wer nechster Erbe sein solle. G. am Sontag letare in der fasten. Graf Eberhart zu Nellemburg, Landgraf in Ilegöwe und in Madach, erkennt als ernannter Schiedsrichter in der Streitsache zwischen dem Ritter Marquarten von Schcllemberg und Uolrichen von Ilaymcnhofcn, als Stellvertreter Annens, Ilainrichs von Schellembcrg sei. Tochter, betreffend die Lehen- 342 1420 19. März 20. März 22. März 26. März M schaft eines Gutes zu Wanental, zu Recht, die Aebtissinn von Lindow soll zuerst naehweisen, dass obiges Lehen und Gut ein Mannlehen, und ihr verfallen sei; sodann, dass sie dieses Lehen in solcher Weise zu verleihen gefreit sei. Anwesend: Fr-idrich, Abt zu Kempten; Graf Hainrich von Fürstem- berg; Graf Wilhalin von Montfort, Herr zu Pregentz; Graf Ilug von Werdemberg, Herr zum Ilailigen- berg; Walther von Clingen, Freiherr und Andere. G. zu Costentz, auf Cinstag nach dem Sonntag, als man in der hl. Kirche singet: Letare, zu Mittervaston. (c. S.) Der Bürgermeister und Rath der Stadt VIm erkennt in der Schuldensache des Bürgers Chunrat Vnbchowcn, auf dessen Beschwerde, dass von den in das Pfandbuch eingetragenen Gütern manche mehr werth seyen als die Schätzung ist, zu Recht, die Pfänder sollen an den Meistbietenden verkauft, und davon die Schulden bezahlt werden, und bestätigt den Verkauf von anderthalb Jauchert Ackers zu OlTenhuscn im Kättelenbach an Hannscn Rentzen um 10 Gulden. G, vff Afftermentag nach dem Sunntag als man singet letare ze mitteruasten. (c. S.) Adolph, Herzog von Cleve und Graf von der Markch, befiehlt dem Amtmann zu Blanckhenstein, Ilerman Sluelockeh, den Städten Unna und Camen ihre Siegel von den Huldigungsbriefen wiederJ zurückzugeben. G. zu Creussberg an dem Guetestag nach dem Sonntag Laetare. Heinrich Nothaft zu Wernberg, Vicedom in Nidern-Baiern, entscheidet die Streitigkeiten wegen] des Todschlages, so Stephan Setnan, Pfleger zu Kirchperg, an Ulrich Teufprunner begangen halte,| und worüber zwischen den Vettern des Letztem, Dietrich und Rueger den Mosheimern, und dem| Seman grosse Feindschaft entstanden war, in solcher Weise, dass Letzterer für das Seelenheil des| Teufprunner sei. durch ehrbare Personen eine Wallfahrt nach Rom und eine Achfahrt machen lassen und vom Pabst sowohl als über die Achfahrt Zeugnisse beibringen soll, dass beide Wallfahrten wirklich geschehen seien. Ferner soll er bei der Begjäbniss des Teufpruner in der Pfarrei Mosheim durch 24 Priester Messen lesen lassen, und 100 Mann mitbringen, wovon 50 Jeder 1 Regensp. Pfenning, die andern 50 Jeder einen Vierling Wachs zum Besten der Pfarrkerzen opfern sollen. Auch soll er 12 Pfund Wachs an der Bahre verbrennen lassen, und für den Ulrich Teufpruner in obiger Pfarre einen Jahrtag mit 3 Immerkühen stiften, auch ein steinernes Kreuz an der Stelle, wo der Todseldag geschah, errichten, und alles dieses innerhalb eines Jahres vollziehen, G. am Freitag vor dem Sonntag Judica. Herzog Ludwig von Bayern, Graf von Mortain bittet seine Vettern, die Herzoge Ernst und Wilhalm von Bayern um Kriegshülfe wider Herzog Ilannsen, der ihm an Sunntag judica um die' Vesperzeit einen Absagbrief von Schrobenhausen gesendet und am Montag das Schloss Uolnstsiu berennt und belagert hat. G. zu Nunburg am Eritag nach Judika. Derselbe mahnt den Herzog Johannes, nachdem derselbe ihm sein Schloss Ilolnstain berannt hat, zum Frieden und zur Haltung des bey Ingolstadt gemachten Vertrags, bittet denselben, durch den U20 30. März » 31. März 2. April 13. April 343 ! überbringerulen Bothen um Antwort, indem er sonst mit den Gerangenen und andern Sachen fürbas vcintlich gefaren und walten müsste. D. ib. et cod. d. Vor dem offenen Schreiber Peter Bernold von Awrbach und Niclaus Heller, Landschrcibcr in der Grafschaft Grayspach, klagt Anna die Lcwtenbeokin von Wackersfain gegen ihren ehlichen Mann Wilhalm Lewtcnbeck, dass er ihr und ihren Kindern das Schloss Wackerstain, auf welchem ihr doch ihre Heimsteuer und Morgengabe verschrieben sei, entfremden wolle und ruft die Hülfe des Herzoges Ludwig gegen denselben an, welche ihr auch zugesagt wird. Sieglerinn: Anna die Lcwtenbeckin. G. zu Ingolstat im Hause Seyczen Marschalks, des Samptztages vor dem Palmentag, das ist: des 30. Tags des Merczen. (c. S.) Hanns von Nennyngen der Aeltere, Pfleger zu Füssen, bekennt, dass er seinem Bruder, Bischof Anshalm zu Augspurg, und dessen Nachfolgern die ihm von demselben verpfändete Vogtei aus dem Kloster zu Vltenbiiren und 30 Pfund augspurger Herrengelds aus etlichen Höfen und Gütern zu Tüllis- husen und Büchelun jeder Zeit wieder zu lösen geben wolle. G. an dem Palm aubend. (e. S,) Sigmund Römischer König ertheilt Johannsen Bischof zu Eystet die Gnade, dass Niemand denselben irgendwo anders als vor dem Römischen König selbst oder wein er das überträgt, vorladen und beklagen solle. G. Breslaw an dem Palmtage. Gumprecht Jud von Pingen, welcher von Laichens vnd Ansetzens wegen in des Raths der Stadt Regensburg Vankchnuss gekommen war, reversirt nach geschehener Leistung eines gelernten Eids auf die fünf Bücher Moysy, sich hierüber nimmer mehr zu rächen und solches zu äfern , auch lebenslang zwanzig Meilen Wegs von der Stadt zu bleiben. Siegler: der Judenrichter Peter der Maller Schullheiss und Leupold der Gumprecht, Kämmerer. G. des Erytags nach dem Palmtag. Hans Part und Hans Püttreich Bürger zu München erklären, dass wenn sie hinsichtlich Fus- perg, Gauting und Freyhaym und der dazu gehörigen Leute und Güter welche sie von Chunrad den Preysingcrn zu Wolnzach gekauft haben, nach Verlauf eines Jahres mit Rechten angefodert würden, ihnen die genannten Preysinger keine Gewährschaft mehr schuldig seyen. G. am Sambztag nach dem h. Ostertag. (c. 2 Sig.) Ritter Arnolt von Scckendorff, Fridrichs Markgrafens zu Brandenburg und Burggrafens zu Nuremberg Hofmeister, betheidiget Heinrich vom Absperg, Pfarrer zu Swobach auf einer, und die Einwohner der zwei Dörfer Lersleten und Swerczenloch auf der andern Seite, dahin, dass cs für beide Seiten bei dem Inhalt des Briefs und Ausspruchs, welchen Conradt Keymell, Dechant seliger, Fridrich im Stcinhauss, Custer und Dytrich von Lawter, Chorherr seliger zu Onolczbach gegeben und gethan haben, so lange Pfarrer vom Absperg lebt oder die Pfarre besitzt, zu verbleiben habe, ausgenommen den Lämmerzehent; und bezüglich dieses solle der Kästner zu Swabach, Hans Tracht vnd Concz Speyser zu Rote in die nächst um Lersleten liegenden sieben Pfarren reiten und nach 344 1420 deren Erfahrung und der Iteichung des Lämmerzehents durch das Merthcil in diesem P.farren soll e« ungefähr aufgenommen und gehalten werden — doch unbeschadet der Briefe, die etwa die von Ler- steten von Ilerman von Ebrach aufbrächten und anders lauten dürften, als die bisher vorgcbrachten, G. zu Swobach am Sambstag vor als man in der heiligen Kirchen singet Quasimodogeniti. 14. April Die Gebrüder Sigmund und Haubt zu Bappcnhaim, des heiligen Reiches Erbmarschälle eignen der. Frau Anna von Rechenberg, Abtissin des Klosters zu St. Walpurg in Eystet, und dem Convent daselbst den Antheil des grossen und kleinen Zehents zu Iloltzingen, der von ihnen zu Lehen ging und den dieselben von Caspar dem Spalter, Bürger zu Nürmberg, und Agnes, dessen Hausfrau, gekauft hatten. G. des nächsten Sonntags nach dem heiligen Ostertag. (c 2 S.) 17. April Hermann Bischof zu Freysing verpflichtet sich, den Ulrich Waldegker seinen Pfleger zu Oltenburg, welcher ihm zur Lösung der Herrschaft Purkrain vom Lucas Frawnbergcr 700 Gulden geliehen hat, von dieser Pflege nicht zu entsetzen bevor er demselben erwähnte 700 Gulden bezahlt hat und jährlich 22 Pfund Pfenning zur Purkhut zu reichen. G. am Miüchen nach Quasimodogeniti. »> Vor Ludwig Schenk aus der Aw Ritter und Ludwig des Jüngern, Herzogs in Bairn, Landrichter zu Graispach und zu Ilnchstett, als er auf der Lnndschranne zu Meilnhart mit C'hunrat vom Stain zu Ronspcrg, Ritter Wilhalin Hutinger, Lutz Schenk ctc. zu Gericht gesessen, erschien Frid- rich Pflantz Domherr zu Eystett als Bevollmächtigter des Bischofs Johannsen zu Eystett mit einem Vidimus des Ilofgerichts des Römischen Königs Sigmund, worin alle Uriheile, Erkenntnisse und gerichtliche Verhandlungen des Landgerichts Graispach als ungiltig, und letzteres selbst als aufgehoben, erklärt werden, wornach Hainrich Preller Vogt zu Graispach von Amts und Landgerichts wegen durch seinen Vorsprechen Ulrich Riedrer, erwiedert, dass gemäss rechtskräftigen Urtheils die Gerichtsbarkeit über Schloss, Leut und Gut des Stiftes Eystclt seit alten Zeiten dem Landlgericht Graispach zustehe, die Herrschaft Graispach ein Glied des Reiches, und dem Vater Ludwig des Jüngern, Herzogs in Bairn, von dem Römischen König Sigmund als ein rechtes Lehen mit allen Privilegien und Freiheiten er!heilt worden sey. Um den Gehorsam gegen König Sigmund nicht hintanzusetzen, erkennt obiger Vogt zu Recht, dass Klage und richterliches Erkenntniss bis zum nächsten Gericht der Landschranne zum Slauflenhart verschoben werden soll. G. am IVliltichen vor Sant Jorgen tag. (c. Sig.) 20. April Frau Kathcrina, Engelharts von Mur sei. Wittwe, verkauft Wollten von Grafencgk, ihrem Sohn, all ihr väterliches und mütterliches Erbe zu Weyssingen um ein jährliches Leibgeding von 15 Pfund ytalliger Haller. Mitsiegler: Andres Früstinger und Kraft Türlacher. Taidinger: Hanns, Dechant zu Höchsteten, Herr Ilanns der Rup, Frühmesscr daselbst, und Franciss und Lorentz vom Stain, Gebrüder, G. am Samsstag vor sant Jorgen tag des htyligen Martrers. (c. 3 S.) 23. April Hans Schmelczbach, der Fischer Zunftmaister, die Eilf und die gesammte Fischerzunft beschliessen einhellig, dass jeglicher Zunftmaister gemeiner Zunft einbringen und einsammeln soll 345 1420 J3. April 26. April » 10. Mai alle die Gült, welche der Zunft bei ihm füllt, es sei ungerichtete oder andre Gült; wer aber die Gült nicht zu rechter Zeit zahlte, den soll der Zunftmeister verklagen und aus der Stadt treiben, wozu die Eilf helfen sollen; brächte aber ein Zunftmeister die gefallene Gült nicht ein, oder klagte einen säumigen Zahler nicht aus, so soll er dessen Gült der Zunft selbst zahlen. G, an dem nächsten Zinstag vor sant Gerygen Tag. (c. S.) Ilanns Kraft, Bürger zu TumstaufF, bekennt, dass ihm der Rath der Stadt Regensburg die Briikko zu TumstaufF auf ein ganzes Jahr empfohlen habe, dass er den Zoll, die Pfenning-, Zehent-, Aecker-, Wismat- und andere zur Briikke gehörige Gülten treulich vännde und einnehme, und dem Verweser der Herrschaft TumstaufF ein ganzes AViederraitcn thue; dafür gibt ihm der Rath zu Lohne: 3 Pfnnd reg. Pfg., überlässt ihm überdies einen Acker von 22 Pifang und bei 3j- Tagwerk VVismats, Taugt er dem Rnthe nicht, so darf man ihn nach einem halben Jahre mit halben Lohne entlassen. Dies Alles treulich zu halten, hat er einen gelehrten Eid hinz Gott und den Heiligen in den Brief geschworen. Siegler: Dietreich der Taurlinger, Pfleger zu TumstaufF. G. an sand Gorgen Tag. (c. S.) Instrumentum notariatus, de quaerela Ludoviei ducis Bav, ae comitis in Mortan, quod Heinricus dux Bav. et nonnulli complices ipsum anno 1417 in civitate Constantiensi cum armis publice inva- sissenf, letaliter vulnerassent, ipsumque de equo ad terram super lutum crudeliter vulneratum cadere fecissent. A. Indictione X1IL, Florentie in Consistorio generali die XXVI, mens. Aprilis. Ardicinus de Novaria, Ludoviei Bavariae ducis et Mortani comitis, advocatus, papam Martinum Quintum pro parte eiusdem ducis supplicat, quatenus, cum praefato duci de iniuriis per Ilenricum, Bavariae ducem, Constantiae peractis ab Sigismundo, Romanorum rege, iustitia non ministrata psset, haee causa Cardinali de Flisclio in curia Romana audienda et Cognoseenda committatur. Testes: Nicolaus Gehe, consiliarius principis Dalphini, Johannes Rcton, secretarius eiusdem principis, magister Nicolaus de Capelia et magister Johannes Uertze, notarius apostolicus. D. ib. et eod. d. Anna die Sitawcryn, Bürgerin zu Regenspurg, Herrn Thoman des Sitawcr seligen Wittib, schafft in ihrem Testamente zu ihrem Seelhause unter den Schildern 4 Pfund und jährlich 1 Pfund für die Frauen vmb Pier; jeder Frau in allen Seelhäusern zu Regensburg 4 Pfenning; in jede Pfarr und in jeden der drei Bettelorden 60 Pfenning; an das AA’erch des Doms 5 Pfund; dann zur Verfertigung von Kelchen für jeden der 3 Bettelorden 32 Pfund; zum Bau der Stadtmauer 24 Rheinische Gulden; ihrem Vetter Hannsen dem YVoller 50 ungerische Gulden und Nachlass alles dessen, was er ihr schuldig ist, mitsammt einem Hause; Lucas dem Ingolstetcr eine von ihren 2 silbernen Schalen; von den 100 Pfund Regensb. Pfenningen, die ihr Mann selig zur Ausheirathung von Jungfrauen aussetzte, 16 Pfund der Tochter des Gorgen in dem Hirss etc. Gcschäftherr und Mitsiegler: der erber weise Herr Lucas Ingolsteter, Bürger zu Regensburg. G. des freitags vor sand Pangracij tag des heiligen martrer, (c. 3 S.) 44 346 1120 12. Mai 15. Mai 16. Mai 22. Mai 23. Mai 30. Mai 2. Juni Peter und Ulrich die Kamerauer zum Haidstain bekennen, dass ihnen Ilainrich Nothaft Vitzlumb in Niederbayern von wegen des Herzogs Johann um 200 Pfund Pfenning die 20 Pfund Gells wieder abgelöst hat, welche der selige Görg der Zennger vom Tannstain jährlich aus der Herrschaft Werd gehabt hat, und welche ihnen vom genannten Zennger erblich zugefallen sind. G. an Pangraten Tag. Hanns vom Degenberg, Erbhofmeister in nydern Beyern, und Jorg Frawnberger zum Hag der Aeltere, Pfleger zu Scherdingen, entscheiden als erwählte Schiedsrichter über die zwischen Herrn Johanns, Abt zu Nidernaltach, und dem Convent daselbst und Herrn Jorg den Aichperger obwaltenden Streitigkeiten wegen des Murach, Gundlaw, des Zehents im Moos, der Wiese zu Aichach, der Güter zu Iserhoven und Purkhoven u. s. w. G. an mitwochen vor unsers Herren Auflart tag. (c. 4 S) Martinus papa abbati s. Jacobi Scotorum ratisp, mandat, ut parochialem ecclesiam in Loezen- kirchen, cujus jus patronatus hactenus ad episcopum ratisp. perlinebat, priorissae et conventui in Viech- pach incorporet. D. Florentiae xvij. kal. Junij, pontif. ao. tertio. Idem ad instantiam Georii, episcopi Patauiensis, ecclesiae Patauiensi, quam Johannes Vicesimus 1 tertius ab omni iurisdictione, subiectione, superioritate, dominio et potestate arehiepiscoporum Salze- burgensium exemerat et liberaverat et cuius episcopis idem Johannes usum pnllii indulserat, exemp- tionem, liberationem et indultum praedicta conflrmat. D. Florentie xi kl. Junii Pontiflcatus nostriAnno Tertio. (c. sign, plumb.) Viviancz Ahaymer und Jörg Schilbatz geloben, die Veste IJützkofen welche ihnen der Herzog Ernst um 500 ungarische Gulden verpfändet hat, demselben gegen männiglich offen zu halten. Zeugen : Ilaynreich von Freyberg und Chunrad Eglolfstayner. G. am Pflntztag vor dem h. Pfingst- tag. (c. Sig.) Martinus papa Quintus literas suas, quibus Angelo, abbati inonasterii in Ruma, et Leonhardo, priori domus Tromtnariae, neenon abbati monasterii Mellicensis et Murbacensis dedit facultatem visi- tandi monasteria sancti Benedicti et sancti Augustini ordinum, quoad omnia et singula monasteria et loca alia non exempta et Georio, episcopo Patauiensi, ordinario iure subiecta auctoritate apostolica revocat decernens irritum et inane, quidquid per praefatos visitatores praetextu dictarum literarmn contigerit attemptari. D. Florentie iii kl. Junii Pontiflcatus Anno tertio. Ludweig, Herzog in Beyrn und Graf zu Mortani, verleiht seine Feste Treusham, die vorher Frantz und Caspar die Waler von ihm zu Lehen gehabt, dasselbe aber verwirkt hatten, weil der vorgenannte Caspar Waler bei dem meuchelmörderischen Angriff gewesen war, so auf ihn Ilainrich der sich nennet von Beim zu Costentz gethan hatte, an Engelhart, Marschalk von Donersperg, als Lehen. Derselbe soll die Feste zu seinem Dienst stets offen halten, und auf dem Thurm derselben einen Tag- und Nachtwächter auf eigne Kosten bestellen. G. zu Aichach am Eritag nach dem heilige» Weichtag. (c S. und mit dem Handzeichen des Herzogs.) i 347 1420 7 . Juni Herzog Ludwig, Graf von Mortain versteht sich zur Einigung mit seinen Vettefn, den Herzogen Ernst und Wilhelm wegen ihrer Spruch und Forderungen, zu einem Tag, wenn sie sich hey der Vermittlung durch Pfalzgraf Ludwig nicht verstehen würden. G. Nürnberg des nächsten Freitags nach Gotzleichnams tag. 10. Juni Hanns Tätnpekcli, Landschreiber des Herzogs Heinrich, gibt Heinrich dem Strälliofär, Thaman dem Aycher, llanns, deren Bruder, und Chunrat dem Haytzcnpcrger wegen des an dem Pettcr von Hofschalhen verübten Todschlages der Herrschaft und des Landes Huld und Geleit, G. zu Purkchawsen an Mantag vor sand veytes tag. (c. S.) 11. Juni Ott von Vestenberg, Amtmann des Burggrafen Johannes zu Prissenstat bekennt, dass er an Erckinger von Sawnsheim zum Steffansberge und Wilhelm von Abenberg den Eltern ein Viertheil an der Behausung und dem Gericht zu Swarczenberg sammt allen Rechten und Zugehörungen, als freies? lediges Eigen für 800 11. rhn. verkauft, und Wilhelm von Mcyntal den Ellern, Burgkart von Sceken- dorlf, von Meynheim genannt, und Erhalt von Abenberg zu Bürgen gesetzt habe, laut des Kaufbriefs von St. Jorgentag 1411, welcher der rechte sey. G. am Dinstage nach vnsers Herrn Leichnamstag. (c. S.) 12. Juni Die Herzoge Ernst und Wilhelm in Bcyrn bitten den Bischof Anshalm zu Auspurg, dass er die Brüder sand Franciscen Ordens in dem Convent zu Auspurg, welche ihm ungehorsam gewesen sind und wider seinen Willen gesungen und gelesen haben, wieder zu Gnaden aufnehmen wolle. G. zu Münichen an Mitwochen vor sand Veits tag. 15. Juni Hans von Westernach bekennt dass er vom Herzog Ludwig Gcslos und Veste Flössen Stauden um tausend Gulden zu einem Lcibgeding gekauft, wovon er 700 Gulden Eberharten von Laymberg ausbezahlt, die übrigen 300 Gulden aber in der Veste verbauen soll. G. an sand Veits tag. (c. S ) 21. Juni Jörg Waldegker verschreibt seiner Hausfrau Margrcd 600 Gulden zur Widerlegung ihres Ilei- rathgutes und 300 Gulden zu Morgengabe auf seiner Behausung Wallenburg, und vermacht derselben für den Fall dass er in Böhmen mit Tod abgienge alle seine fahrende Habe. Milsiegler: Wernhart Waldegker des obigen Bruder. G. am Freytag vor Johanns Tag zu Sunwenden. (c. 2 S.) 22. Juni Wilhalm von Torring und Elspet, seine Gemahlin, kommen mit Johann von Prcysing, Probst des Gotteshauses zu Altenüting, und Paul, Dechant, und den Chorherrn des Capitel daselbst überein, dass deren Pfarrer zu Purgkirchen in der zu der Heiligenstat erbauten und zwischen Purgkirchen und Teysing liegende Kirche eine ewige tägliche Messe auf dem Altar des hl. Apostel St. Thoinan , die 7. Messe aber jeder Zeit auf dem Altar des heiligen Christoff begehen und dazu einen eigenen ständigen Caplan bestellen soll. Mitsiegier: sein Bruder, Caspar von Törring, sein Vetter, Wilhalm Törringer zu Yetenpach, und sein # Schwager, Wilhalm von Fraunhofcn, Hofmeister des Herzogs Hein- reich. Zeugen: Caspar von Fraunhofcn, Ott der Granns, Chunrat Achdorffer, Thoinan Trenbekch, Hamm 44 * 348 1420 Steiner, Jobst Reuchner und Ileinreich Chemnater. G. am Sonntag vor St. Johanns Tag zur Sonn- wende, (c 4 Sig.) 23. Juni Cunrat von Reyschach, als neubestellter Landvogt von Augspurg gelobt dem Rathe daselbst, bei vorkommenden Zerwürfnissen zwischen ihm und Angehörigen der Stadt den Ausspruch des Rathes oder Dreier oder Vier aus demselben anzunehmen, von Fehden, die er für die Stadt unternähme, sogleich abzustehen, sobald es ihm vom Rath geheissen würde, für Unkosten und Schaden, die er im Dienste des Rathes etwa habe, eine von demselben zuerkannte Entschädigung nnzunehmen, dann auf Verlangcu während der nächsten 4 Jahre in Augspurg zu wohnen, und schliesslich seine Feindseligkeiten mit etlichen Herren von Bayern zu beendigen, widrigenfalls aber die Vermittlung des Rathes anzunehmen. Mitsiegler: Eberhard von Reyschach, der Bruder des Obigen, und der ehrbare vesle Fridricli, Burggraf von Czusemegg, G. am St. Johanns Abend zur Sonnwende, (c. 3 S.) 24. Juni Wilhalm, Herzog in Bayren, weist Stephan Lanerstater, seinem Zöllner zu München, für 944 Pfd. und 62 Pfenninge die er demselben laut Abrechnung schuldig bleibt, seinen Antheil des grossen Zolles zu München an, den er so lange cinnehmen soll, bis obige Summe abbczaldt sei. Zeugen bei der Abrechnung: Pauls Arsinger, Stephan Ebser, Jörg des Herzogs Schreiber, und Hans Weinman. G. zu München am St. Johanns Tag zur Sonnwende, (c. S.) » Herzog Ernst bekennt, dass Peter Michelspek die Gült zu Geysenuelt, die Jörgen dem Nus- dorffer gestanden ist, um 640 Gulden mit seiner Einwilligung gelöset hat, mit der Bedingung dass den Herzogen Ernst und Wilhalm die Wiederlösung jedes Jahr frey stehen soll. D. eod. d. (c. Sig.) 25. Juni Albertus, episcopus Bambergensis, ad preces hominum vel communitatum villarum Crafftshofif, XewenholT, Pocksdorlf, Puche, Melinshotf et Loe, qui de suis faeultalibus quamplura bona immobil« comparaverant, ut in capella S. Georii villae Crafthoff, quae filialis existit parochialis ecclesiae in Poppenrewt, non habens sacerdotem ibi conlinue commorantem, perpetuum benefleium ecclesiasticum instauraretur, et missa quotidie aut frequentius celebraretur — consentiente ipsoque deprecante plebano ln Poppenrewt, in illa villa et capella CraftshoiT beneficium sine cura animaruin pro sacerdote perpetuo ibi residente creat, intitulat et confirmat, servatis tarnen juribus plebani in Poppenrewt. D. quinta feria proxima ante festum beati Johannis Baptistae. (c, S.) 30. Juni Martinus papa Quintus abbati et convcntui monasterii beatae Marie virginis in Reytenhaslach omnes libertates et immunitates a pvaedecessoribus suis concessas neenon omnes libertates et exemp- tiones saecularium exactionum conflrmat. D. Florentie ij kl. Julii Pontiflcatus Anno Tertio. (c* sign, plumb.) 1. Juli Martinus, papa, abbati et conventui monasterii in Scheyrn omnes libertates et immunitates » praedecessoribus suis a regibus, principibus et aliis personis eisdem indultas conflrmat. D. Florcncie kl. Julij Pontiflcatus Anno Tercio. 349 1420 19, Juli 91. Juli 25. Juli 30, Juli 1. Aug. i) 9. Aug. 13, Aug. Der römische König-Sigmund gebietet der Stadt Lindaw, die gewöhnliche Stadtsteuer von 200 Pfund Ilellern, welche sie auf sein Geheiss bissher dem Herman von Breydenstein bezahlte, vom nächsten sant Martinstagc an seinem Hofmeister, dem Grafen Ludwigen zu Otingen zu entrichten. G. zu Prag auf dem Haus, des nächsten Freitags vor sant Marie Magdalene Tag. (c. S.) Die Bürgermeister, Schultheisscn, Scheden und die ganze Gemeinde der Stadt Amcneburg schwören, dem Erzbischof Conrad zu Mainz als ihrem rechtmässigen Herrn in allen Sachen gehorsam zu seyn. D. dominica die ante diem Magdalene. (c. S.) Herzog Ilainrich giebt allen Urbar-Leuten in Obern- und Niedern-Bayern, und die auf den Kasten gen Oeting gehören, Erbrecht für sie, ihre Hausfrauen und Erben. G. Burghausen an Sand Jakobs-Tag. Claws der Fleyschacker, Bürger zu Regenspurg, erhält von den Juden zu Regensburg eine von den obern Fleischbänken daselbst bis auf nächsten sand Jacobstag gegen einen Zins von 12 Schilling Regensburger Pfenningen. Siegler: Peter der Mäller, Schulthaizz und derzeit Judenrichter zu Regensburg. G. des Eriehtags nach sand Jacobs tag. Adolph, Herzog von Cleve und Graf von der Marckch, befiehlt dem Amtmann zu Ilattnegge, Herman Overlakher den Städten Schwyrte und Lunen ihre Siegel von den Iluldigungsbriel'en zurückzustellen. G. zu Guerde am St. Petrus Tage ad vincula. Wilhelmus Schilbatz, decretorum doctor, praepositus et archidiaconus ecclesiae Frisingensis et Ilermani, episcopi Frisingensis, vicarius in spiritualibus generalis, declarat, quod plebanus in Newn- kirchen et in Olling uel eius vicarius per duas dominicas in ecclesia in Newnchirehen et tertia dominica in ecclesia flliali Olling celebrare debeat. D. Frisinge prima die mensis Augusti. (c. S.) Ernst und YVilhalm, Herzoge in Bayren, bekennen, dass sie ihrem Jägermeister, Sigmund dem Baltenhofer, für seine Dienste und das Jägermeisteramt 80 neue Ungrisehe Gulden versprochen haben. Davon weist ihm Herzog Ernst 40 Gulden auf seinen Zoll von den Lastpferden am Neunhauser Thor lan, die demselben sein Zollknecht Werndl, an jeder Quatember 10 fl., entrichten soll, ebenso auch Herzog Wilhalm 40 11. auf seinen Zoll, die sein Zöllner, Stephan der Lanerstater, auf dieselbe Weise dem Jägermeister zu entrichten hat. G. zu München am Ertag in den hl. Osterfeiertagen. Die verbündeten Reichsstädte in Swaben wiederholen den Bericht, den ihnen die lläthe Peter Ungelter von Ulme und Chunrat von Halle von Kempten über ihre zur Schlichtung der Streitigkeiten zwischen dem Bischof Anshalm zu Augspurg und dem Rath und der Bürgerschaft daselbst über- ! nommene Sendung gemacht haben. Gemäss dieses Berichts haben die beiden Räthe den Bischof zu einem Vergleich bereitwillig gefunden, bei ihrer Rückkunft nach Augspurg aber hätte der Rath i daselbst auf Befehl des Königs Sigmund jede Verhandlung über einen solchen Vergleich abgelehnt, 350 1420 21. Aug. 23, Aug. 26. Aug. 28. Aug. 30. Aug. i der Bischof sei aber darauf die ganze Angelegenheit von dem- geistlichen Gericht an obige Reichsstädte zu bringen gewillt gewesen. G. am Aftermontag vor U. L. F. Tag als sie gen Himmel empfangen ward, (c, S.) Der Römische König Sigmund verleiht auf Ritten der Stadt Ougspurg die Reichs-Lnndvogtci daselbst Conraten von Risehach in derselben Weise, als sic K w ygger von Gundelfingen vorher besessen hatte. G. zu Bresslau des nächsten Mittwochs nach unser Frauen Tag annuntiationis. (c. S.) Wilhelmus Schilbatz, decretorum doctor, praepositus et nrehidiaconus ccelesiac Frisingensis etc. ordinat, ut plebanus in Alcrshausen et eius successores, ne ulterius bina celebratio fiat, domesticum scu socium habere teneanlur, idemque socius unacum plcbano parochiam in'divinis expediat et in dua- bus filiabus ecclesiis in Aitterbaeh et in Xiderkienberch diebus dominicis alternatiin unam dominieam in Aitterbach et alteram in Niderkienberch et sic per circulum anni etc. celebret. D. Frisingc vige- sima tercia pie mensis Augusti. (c. S.) Ludwig, Herzog in Bairn, verkauft Fridrichen dem Jüngern, Grafen zu Oetingcn, sein Schloss und Feste Graispach um 1200 Gulden Reynisch gut in Gold und Gewicht und über ein Jahr nach Datum des Briefes zahlbar, auf Wiederlosung und in der Art, dass der Graf an Land und Leuten der Herzoge oder am Gute der ihrigen sich nicht vergreife, was derselbe mit einem Eide angclobt. G, zu Xew'nburg an Sant Barlholomcus Abent des hailigen Zwclfboten. C c - S.J Sigmund, römischer König, thut die Bürgermeister, den Rath und die Bürger der Stadt Rotcm- burg uf der Thauber in die Reichsacht, weil sie auf die vom Grafen Johannes zu Weitheim am Reiehs- Hofgeriehfe gegen sie erhobene Klage und die darauf an sie erlassenen dreimaligen Vorladungen sich ungehorsamlich nicht verantwortet haben. G. zu Schnsslaw des nehsten Montags nach snnt Bartholomäustag des heiligen ZweliTbotten. Johanns Markgraf zu Brandburg und Burggraf zu Niiremberg, schickt dem Herzog Ludwig in Beyern und Grafen zu Mortain einen Absagebrief, weil derselbe seinem Vater, dem Markgrafen Frid- rich zu Brandburg, Schlösser, Unterthanen und Gilten vorenthalte. G. zu Cadoltzburg am Mittwoch nach St. Bartholomeus Tage. (c. S.) VIrich von Hohenfels, Tumprobst zu Regenspurg und Tuinherr ze Eystet, übergibt dem Domkapitel zu Eystet all sein Erb-Qblay. Mitsiegler: Bischof Johanns zu Eystet, und Herr Fridrich von Barsperg, Tumherr zu Eystet. G. an dein nähsten Freytag nach sand Bartholomes tage des heyligen Zwelfboten. (c. 2 S.) Ernst, Herzog in Bayren, bekennt vom Abt zu Tegernsee die jährliche Maistcucr von 30 Pfund Miincher Pfenningen, die vorher Wollfhart von der Alben eingenommen hatte, erhallen zu haben. G. zu Aschallingen an sand Gillgen tag. (c S) 1. Sept. 351 1420 8. Sept. Fridreich, Herzog zu Oesterreich, gebietet seinen Landvögten zu Reysenpurg, den Abt und Convent zu Elchingen, die von ihm und seinen Vorfahren mehrere Freiheiten und Gnaden erhalten hätten, nicht fürder mit Voglcicn, Vogtrechten und dergleichen Foderungen zu belästigen und da, wo es nolhwendig ist, nur auf dem Wege Rechtens mit denselben ein Abkommen zu treffen, wozu er ihnen hiemit ganze Vollmacht ertheile. G. auf Tyrol am Sonntag vor des heiligen Kreuz Tag Exal- lationis. (c. S.) 11. Sept. Ililpohl Mendorffer, Ulrich Liebenechk, Ulrich Mondorffer, Ulrich Taussend Tewffel nebst 14 andern senden zu Gunsten Seitz Erlaehers, den Herzogen Ernst und Wilhelm einen Absagbrief. G. am Mitwoch nach unser lieben Frauen tag als sye geboren ward. 12. Sept. Jörge von der Tannen bekennt, dass er sich recht und redlich mit wohlbedachtem Muthe mit seinem Theile der Behausung des Schlosses zu der Tannen (Burgthann) zu dem erluehten Fürsten und Herrn Fridrich, Markgrafen zu Brandenburg und Burggrafen zu Nürmberg, seinen gnädigen Herrn gethan habe, und solcher des Markgrafen offen Schloss sein solle, wider Jedermann, ausgenommen den Abt zu Fulde, wogegen er des Markgrafen Schutz und Schirm anspricht und von demselben jährlich 15 11. ihn. aus dem Kasten zu Culinennach verschrieben erhalten hat. G. zu Tangermunde am Donnerstag nach vnser Frawentag Nativitatis genant, (c. S.) 15, Sept. Gorg Viseher von Hetzendorf und sein Vetter, Dietreich Viseher daselbst, legen ihre gegenseitigen Streitigkeiten wegen ihres Hauses und Wassers zu Hetzendorf also bei: Gorg soll den obern und besten Winkel in der Stube und die beste Kammer in dem Haus, Dietreich aber den andern Winkel in der Stube und die andere Kammer in dem Haus haben; das Wasser sollen sie gemeinschaftlich benützen und Gorg den W'ciher für sich allein behalten. Siegler: Hainreich der Gruenpekch. G. am Suntag nach vnser lieben frawen tag alls sy geporen ward. » Fri.ireich, Herzog zu Oesterreich, versichert dem Abt zu Elchingen und dessen Kloster, die seine Vogtei Stavvffenried und zu llawsen und eine Mühle daselbst von den Güssen um 900 Pfund Hüller nach Laut eines Pfandbriefes seines Bruders, Herzogs Lewpold sei., eingslost und ihm jetzt 700 Reinische Gulden dargeliehen haben, diese Summe sammt obigen 900 Pfunden pfandweise auf obgenannten Vogteien. G. auf Tyrol am Sonntag nach des heiligen Kreuz Tag Exaltnlionis, 16. Sept. Quidam Kraftonem, abbatem monasterii Cesariensis, instruit, quomodo processus contra Ludwicum, 6eniorem, Bavariae dueem, et Ludwicum, eius flliuin, instituendus sit, et proponit, omnes iniurias eidem monasterio a prefatis ducibus illatas enumerari et id agi debere, ut iidem ab exactionibus illieilis de- sistant, bona occupata restituant et si citati non comparuerint et jussa fecerint, excommunicati denunlien- tur. D. Ratispone die decima sexta Septembris. 19. Sept. Conrat Truhsesse von Pomersfelden, Landrichter zu Nuerenberg beurkundet, dass Vlrich Eck- I manshofer eine Klage wegen 1000 Mark Goldes auf 8 Ilöfe und 29 Söldengüter zu Cziplingen im 352 1420 21, Sept. 23 . Sept. 30. Sept. 2. Oct. 10. Oct. 15. Oct, Ries, 5 Hofe und 11 Söldengüter zu Ileinsfurt, 4 Höfe und 28 Söldengüter zu Megesheim, 2 II(if 9 und 1 Söldengut zu Appenberg, 4 Lehen und 5 Söldengüter zum Rotenperg, 1 Ilof zu den Höfen, 1 Wideinhof zu Miehelbacli, 7 Höfe zu Grwbe, 1 Widenhof und 5 Söldengütcr zu Fiirnaw, un d j Söldengüter zu Worfelt, welche alle den Deutschordens Herren im deutschen Hause zu Olingen gehören, ervollet haben. G. am Donrstag vor sand Mathes tag dez heiligen Zwelfboten und Evangelisten. Albrechf, Herzog zu Oesterreich, bestätiget dem Abt Johanns zu Raytenhasla die von seinen Vorfahren dem Kloster daselbst ertheilte Zollfreiheit für Lebensmittel und 2 Pfund Salz, so das genannte Kloster durch sein Land führt, G. ze Wienn an sand Matheustag des Zwelfboten. (c. S ) Fridreich, Herzog zu Oesterreich, verpfändet Wilhelmen von Knöringen, seinem Marschalke, und dessen Bruder Hnnnsen von Knöringen die Herrschaft Burgaw mit sammt der Veste und Stadt, nachdem sie dieselbe vorher von Ilannsen von Westernach, dessen Pfand sie war, gelöst hatten, mit allen Leuten, Gütern, Ehren und Rechten um 2700 reinische Guidein. G. auf Tyrol, am Sonntage vor sand Michelstag. (c. S.) Dyefreich Ilüchsenackrer übergiebt Erhärt dem Muckentaler, mit welchem er nach Ausweisung seines Geldschuld-Briefes einen Kauf um Perkhausen getroffen hat, zu dieser Geldschuld noch den Kirchensatz, das Gericht und mehrere Ilofstett, Aecker, Wiesen und Gärten zu Solärn. Bürgen und Mitsiegler: Jobst Herr zu Abensperg und Ulreich der Pairstorffer Pfleger zum Thahenstain. G. am Montag nach Michahelis. (c. 3 S.) Anshalm, Bischof zu Augspurg, verkauft mit Willen des Domkapitels der Frau Elizabeth von Mindelberg, Hainrichs von Dürwang sei. Wittwe, die Burg, den Markt und Flecken zu Pfaffenhusen mit aller Zugehörung und die Weiler und Dörfer Ilasperg und Wintzern mit allen Leuten und Gütern, den Kirchensatz, den Wiedem und Zehent zu Kamloch, den Zehent zu Oberrieden, das Zehentlein zu Vbermütigcn und Brunnen, den Zehent zu Saulgon, das Zehentlcin zu Ringeltzried und den Zehent zu Husen und Ilaintzenhofen, zwei Säcke Haber Vogtrecht und die Dienste aus dem Wiedem- hofe zu Loppenhusen etc. auf Wiederkauf. G. an mittwochen nach sannd Michelstag. (c, 2 S.) Markgraf Friderich von Brandenburg schreibt dem Herzoge Ernst, welche Drangsale während seiner Abwesenheit sein Land durch die beiden Herzoge Ludwig, Vater und Sohn, erlitten habe, und ersucht ihn, ihm wider dieselben nilfe ze leisten, wann es zu Fehden komme. G. Tangermünde, Donnerstag nach Dionysii. (Arrod.) Anshelmus, cpiscopus Augustensis, de consensu totiu* capituli parochialem ecclesiam in Westerstetten decanatus in Älchingen ad ius patronatus monasterii in Älchingen spectantem eidem mona- sterio incorporat. A. in casto Dilingen in vigilia sancti Galli confessoris. 353 1420 24. Oct. 25. Oct. 2. Nor. 3. Nov. 4. Nov. Ritter Hans vom Eglofstein, Pfleger zu Awrbach, entscheidet laut Urtlieils erwählter Schiedsrichter die zwischen Herrn Heinrich, Abt zu Michelfelf, einer- und Ulrich Swab zu Newcncirkendorf andererseits wegen der Kapelle zum Putzmans obwaltenden Streitigkeiten, also: dass die genannte Kapelle, so weit sie mit .der Mauer umgeben ist und Weg und Steg dazu und davon gehen, für immer dem Kloster zu Michclfclt verbleiben, dieses dagegen den Swab für immer an dem Gut zum Putzmans ungeengt lassen soll. Mitsiegler: Albrecht Tetzel. G. am nechsten Pfintztag vor Symonis et Jude tag der heiligen Zwclfpoten. (c. 2 S.) Ulrich von Ilayrnenhofcn empfängt von Ludwig, Herzog in Unyern und Grafen zu Mortain, den im Landgericht zu Burgau gelegenen Turnberg und die darauf stehende Feste Treugshaim in derselben Weise zu Lehen, wie selbe Frantz Waler vom Herzog zu Lehen gehabt hatte. G. zu Ncuburg am Pllntztag nach der Eilftauscnt Jungfrauentag, (c. S.) Elisabeth, Markgräfin von Brandenburg und Burggräfin zu Nürnberg, verspricht in dem Bünd- niss ihres Gemahls, Friedrichs, mit mehrern Pfalzgrafen und Herzogen von Bayern wider den Herzog Ludwig, Grafen von Mortani, vierzig Spicss, je zu einem Spiess zwey Gcwapnete und drey Pferd, auf geschehene Mahnung zu stellen. G. zu Onolspach am fritag vor Simonis et Jude, (c, S.) Coram Johanne Lay, presbytero augustensis dioeecsis et publico notario, Fridcricus Burgrauii, praepositus, Gotfridus Harscher, dccanus, totumque capitulum ecclesiae augustensis statuunt, quod ex nunc et in antca nullus in canonicum eiusdem ecclesiae augustensis recipi vel ad praebendam in cadem admitti debeat, nisi nobilis vel saltem ex utroque parente de militari gencre procreatus aut doctor seu licentiatus alieuius facultatis approbatae existat. Testes: Vlricus Kün et Johannes Wälisch, vicarii chori ecclesiae augustensis. A. in loco capitulari die secunda mensis nouembris. Sigmund, römischer König hebt die Rcichsacht gegen die Burgermaistcr, den Rath und die Burger der Stadt zu Rotemburg vif der l'awber, in welche sie gekommen, weil sie auf die Klage des' Grafen Johannes von AVertheim sich nicht beim Reichshofgerichte gestellt und verantwortet haben, wieder auf, nachdem sie vorgebracht, dass sic vor dem Rciclishofgericht gefreyt, und vorerst vor ihnen und ihrem Stadtgerichte Recht zu suchen sei. G. auf dem Berge zum Chutten am nechsten Sontag nach Aller Heiligen tag. Derselbe bestätiget den Burgern der Stadt Nurcmberg den hergebrachten Stadtwährungs Gulden, der dritthalben und zweinzig Grad am Golde haben solle. G. auf dem Berge zum Kutten am nechsten Montag nach allerheiligen Tag. Derselbe bestätiget den Burgern der Stadt Nuremberg Kaiser Karls Brief vom 5. April 4355, kraft dessen sie von allen ungewöhnlichen und neuen Zöllen, Mauthen, Geleiten und. Ungelden von allem Kaufinannsgute, namentlich von Wein, Getraid, Vieh, Fischen und andern Esswaaren befreit werden. D. ib. et eod. d. 45 354 1420 4. Nov. Derselbe verfügt auf Vorbringen des Bürgermeisters und Raths der Stadt Niiremberg, wie der Bischof zu Würzburg auf eine von dem Juden Collier bcy ihm angebrachte Klage, die Juden zu Nüremberg wollten erwirken, dass gedachter Colner vom Leben zum Tode gebracht werde, sich um Gericht über die zu Nüremberg gesessenen Juden an sie gewendet habe: dass sie recht gethan, die Sache an ihn zu bringen, da sowohl die Juden zu Nüremberg , als der Jude Colner seine Kammer- kneclite seien, und Letzterer sein unverrcehneter Amtmann; glaube der Bischof zu Würzburg an die Juden zu Nürnberg eine Ansprache zu haben, so solle er sich an ihn wenden ; nachdem aber die Juden zu Nüremberg guten Leumunds seyen, uud man so etwas nicht von ihnen gehört, so mögen sie dem Bischöfe von Wirtzburg hiemit ein Begnügen thun. D. ib. et eod. d. 8. Nov. Anndre Nürnberger bekennt, dass Gorig, Bischof zu Passau, den Spruch, den Hanns Layminger, Hauptmann, Ylrich Strasscr, Hofmarschall, Martein Awsner zu Saltzburg und Hanns Ilüngkerl, Richter zum Iliülein, zwischen obigem Bischof und ihm gethan haben, in allen Stücken gehalten und vollzogen und Ritter Anndre Herleinsperger, Vizedom des Bisthums zu Passau, ihm in Folge jenes Spruches 940 11. vngrisch bezahlt habe. Siegler: Hanns der Hawtzenpergcr und Stelfan der jüngere Westerburger, beide Bürger zu Passau. G, am Phintztag nach Sand Dorothea tag der heiligen Jünkchfrawm (c. 2 S.) 17. Nov. Vor Hanns Striilin vtf dem Ilof, Bürgermeister zu Vlme, und dessen Zusatz, Rudolff Cröwel, Hanns Bessrcr dem Jüngern, Vlreich Lc'ow, alle drei Bürger zu Vlme, und Caspar Alt, Bürger zu Lougingen, rechten der Amtmann von Ayslingen im Namen der Söhne des Grafen Eberhart von Wer- demberg sei. und Hainrieh von Eggentale, über des letztem Güter zu Ayslingen, worüber derselbe das Gericht in Anspruch nimmt; worauf zu Recht erkannt wird, dass die deshalb verhörte Kundschaft zu Gunsten der Grafen von Werdemberg laute, und dass der älteste Graf nach seiner Heimkehr schwören soll, dass jene Güter zu ihrem Gerichte zu Ayslingen gehören. G. vif Sunntag nach saut Martins tag. (c. 3 S.) )> Sigmund, römischer König , gebietet den Bürgermeistern und Rüthen der Stadt Rotemburg vf der Tawber die auf nächsfktinfligcn sant Martins Tag fällig werdende Reichssteuer dem Erckinger von Sawnssheim, Ritter, bezahlen zu wollen. G, zum Slan am nehsten Sontag vor sant Eisbetentag. » Derselbe ertheilt den Burgern der Stadt Nüremberg die Gnade, dass, falls dem Bischöfe zu ■Wirtzburg in Zukunft von den römischen Kaisern und Königen Ungeld oder Aufselzung auf die Weine in seinem Stift erlaubt und zugclassen würde, solches denen von Nüremberg unschädlich sein solle. D. ib. et eod. d. 24. Nov. Adolflf, Graf zu Nassauwe, schickt als Freund und Bundesgenosse der edlen und wohlgebornen Grafen zu Oetingen, der Gebrüder Lodcwyg und Frydderich der Aeltcrn und Graf Lodewygs des Jüngern, den beiden Herzogen Lodewyg in Beyern und Grafen zu Mortein und zu Grüspach einen 355 1420 27. Nov. 29. Nov. 3. Dcc. Absagebrief für sich sowohl als nachfolgende Dienstmänner, für: Wernher Iludt von Sonnenburg, Heinrich Kornegel von Drahe dem Alten, Emmerich von Ileppenhelft, Karle von Engelstadt, Diedcrich von Hatstein, Reinhart Meyser von Bergen, Heinrich Kornegel von Drahe den Jungen, Henne von der Hese, Wygant von Buchsecke, Friederich und Volradt Kesseler, Gebrüder, Heinrich und Ulrich von Bernbach, Gebrüder, Winther von Büdesheim, Herman Fryhe von PalTenauwe, Jorge von Sudelocli, Henne Cluppel von Elkirhusen, Girhart von Langenbach, Bernhart Esel von Bechtelsheym, Philips von Licbenstein, Clais von Kyngestein, Henne Swert von Cronenberg, Herman Frustihin von Meienberg, Herman von Hartenberg genannt Heubt, Henne und Lodewig von Larheim, Gebrüder, Johann Bachcim, Henne von Karlien, Contze von Willer, Anthonius von Mentze, Arnoldt von Ernbach, Arnoldt von Werstorlf, Henne von Ytfyngen, Henne vom Beymborg, Johan Schutze von Badenhusen und Feder WollI von Castel. G. am Sonntag nach St. Elssbethen Tag. (c. S.) (Hieran reiht sich eine grössere Zahl ähnlicher Absagebriefe von mehr als 100 Bundgenossen der Grafen von Oettingen an die beiden Herzoge ; unter diesen komen vor: Kindsberg, Truchsess, Magensreit, Ahelfing, Westerstetten, Breitenstein, Rietheim, Seckendorf, Schellenberg etc.) Matheis von Emershofen, Conrat Atzlinger, Oswalt Wauler, Hans von Leonroden der Jüngere, und Seitz von Grayspach schicken als Bundesgenossen ihrer Herren, Ludwig und Fridricli der Aeltern und Ludwig des Jüngern, Grafen zu (Hingen, den beiden Herzogen Ludweig in Beyrn und Grafen zu Morthein und zu Grayspach einen Fehdebrief. Siegler: Heinrich von Seggendorff, Aberdar genannt. G. am Mittwoch nach S. Katlierinen Tag. (c, S.) (Iliezu folgt noch eine ganze Reihe von Fehdebriefen von mehr als 100 Rundesgenossen der Grafen von Oettingen, darunter Otto von Westenberg, Fritz von Streitberg, Graf Johann von Sponheim, die von Trautenberg, von Bebenburg, von Sekendorf.) Die ehrbaren Boten der Reichsstädte der Vereinung in Swaben, mit Namen Vlme, Rotwyle, Gemünde, Bybrach, Wyle, Pfullendortl, Kauffbüren, Kempten, Jsny, Lwtkirch, Giengen und Aulun, schlichten den Streit zwischen Bischof Anshalm zu Augspurg und Caspar Summer, Bürger zu Memmingen, dessen jährliches Leibgeding von 100 fl. Rinisch betreflend, das derselbe von dem Bisthum Augspurg hat, durch schiedsrichterlichen Spruch also, dass der Leibgedingsbricf des Summer bei Kräften bleiben und der Bischof demselben das 8 Jahre ausständige Leibgeding im Betrag zu 800 11. und dazu 300 11. als Schadenersatz in zwei Fristen zahlen soll. G. zeVlmc vif sant Endres aubent des hailigen zwolffbotten. (c. 2 S.) Johanns und Görg, Vettern und Landgrafen zum Leuchtemberg, verkaufen Heinrichen von Puch- perg für die Geldschuld, Leistung, Zehrung, Schäden und geliehenes Geld, welches er ihretwegen ausgab oder litt, ihre Stadt Osterhoven mit den Weyern, Gerichten und Gütern um 8000 guter, wohl- gewegener ungerischer Guidein, und zwar auf Wiederkaul in den nächsten 5 Jahren 5 empfehlen und lassen ihm auch das Gericht auf den Leuten und Gütern, welche sie ihm früher von Conrad des Puch- perger’s, seines Vettern sei., wegen verpfändeten; übergeben ihm endlich die hierauf lautenden Briefe, 45 * 356 1420 4. Dec. 6. Dec. 6. Dec. 13. Dec, und versprechen ihm die Benutzung anderer im Falle des Bedarfes. Mitsiegler: die Ritter Hanns vom Degenberg, Erbhofmeister in Nidcrn Bciren, und Gorg Aichperger zu Seldenaw. G, am nächsten Eritag nach sand Andree des hl. Zwelfpoten Tage. (c. 4 S.) Elisabeth, Markgräfin zu Brandenburg und Burggrälln zu Nürnberg, stellt Namens ihres Mannes eine Urkunde aus, kraft deren die zwischen Markgrafen Fridrich zu Brandenburg und Burggrafen zu Nürmberg und den Reichsstädten: Rotcmburg vif der Tauber, Nordlingen, Dinckelspühel, Weissemburg und Bopfing eingegangene Einigung und Bündniss bei dem Kriege gegen Herzog Lndwig von Beiern Grafen zu Mortain und Herzog Ludwig, dessen Sohn, Grafen zu Graispach wegen der Gefangenen und Eroberungen, die gemacht werden, näher erläutert und bestimmt wird, dass die Städte bei Eroberungen, zu welchen sie mitwirken, auch berücksichtiget werden sollen, G. zu Onolspach an sand Barbaratag. Jorg Sayler, Bürger zu Regensburg, und Margret, seine Hausfrau, die vorher Lorencz den Altenperger seligen gehabt hat, quittiren dem Rathe zu Regensburg 10 Pfund guter Regenspurger Pfenning, welche sie für Vllem, des genannten Lorencz Altenperger seligen Sohn, empfangen haben, und wovon sie den Knaben bis zu seiner Volljährigkeit erziehen und kleiden und dem Rathe Steuer bezahlen sollen. Bürgen: Vlrich der Sayler und Peter der Nittenawer, beide Bürger zu Regensburg, Siegler: Der erber weise Herr Peter der Maller, Schultheiss zu Regensburg. G. an sand Niclas Abent des heiligen Bischof, (c. S.) Wernher Keschinger, ewiger Vikar zu Valkchenberg, empfängt die Kirche daselbst von Herrn Niclas, Abt zu Waltsachsen, und dem Convente daselbst gegen jährliche Entrichtung vo^i 25 Reinischen Gulden. Bürgen: Herr Haydenreich Pyburger, Chorherr zu Allten Cappel zu Regenspurg und Pfarrer zu Geiselhering, Herr Johanns Hartman, Chorherr zu sant Johanns und Dompfarrer zu Regenspurg, Herr Niclas Widman, Vikar des Altars sand Thoma im Dom zu Regenspurg, und Herr Hanns Häkchel, Frühmesscr zu Allten Cappel zu Regenspurg. G. an sand Niclas tag des heiligen Bischof, Der Convent des Klosters zu St. Stephan in Augspurg und zwar folgende Capitelfrauen, Anna von Waltkirch, Sophy von Gerüt, Agnes die Münsterlerin, Elspet die Lieehtenawerin, Elspet Atten- velderin, Kungund Attenfelderin, Clara die Münsterlerin, Agnes die Osthaimerin, Ursula von Weyler, Anna die Osthaimerin und Anna die Ilarscherin empfangen von ihrer Frau Abtissin, Agnes der Ost" haimerin, zu 3 Jahrtagen je 16 Rinische Gulden, und für einen 4ten Jahrtag 10 Gulden, im Ganzen 58 Gulden, wofür sie den ersten Jahrtag für der Abtissin Vater, Conrat den Osthaimer sei., dessen Töchter, Elspet sei. und Anna von Appfeldorf und alle jene Seelen, an denen sich genannter Osthaimer bei seinen Lebenszeiten allenfalls verschuldet haben mag, 8 Tage vor St. Michels Tag mit gesungener Vigil und Seelmesse und zwei stillen Messen, den zweiten Jahrtag für der Abtissin Mutter, Agnes von Purtenbach sei. und deren Schwester Elspet von Purtenbach sei., Klosterfrau bei St. Stephan, auf den Tag der hl. Jungfrau Emerenciane, den dritten für die Abtissin selbst und deren Bruder, Conrat 357 1420 16. Dec. 20. Dcc. 21. Dcc. Ostliaimer, und dessen Kinder auf St. Vitalis Tag, nach der Abtissin Ableben aber an ihrem Todestag, letztere zwei Jahrtiige in derselben Weise wie den erstem, und den vierten Jahrtag für Kathrein von Liecbtenegk sei., Abtissin zu St. Stephan, und den Widcnman von Berkhain, Nygkel genannt, Ulrich Mair zu Patzenhofen, Iluber genannt, Ulrich Widcnman zu Pfaffenhofen , dessen Söhne llainrich und Ulrich und Hans dem alten Swayer und alle die, die der Abtissin und ihrem Kloster Gutes gethan haben, auf St. Mauricii Tag mit gesungener Vigil und Seclmesse halten sollen. G. am St. Lucicn Tag der hl. Jungfrau, (c. S.) Erhärt Mügkentaler, Pfleger zu Arnsperck, und Osanna die Gruiterinn, Hansen Gruitcrs seligen Wittwe, verkaufen ihre Veste, Vnderstal, sammt einem Baumgarten und 8 Hofsteten, ihrem Schwager Vlreichen Haenperger und Elspeten, dessen ehelichen Hausfrau, um 1000 rheinische Gulden. Bürgen und Mitsiegler: Hainreich Hoffsteter, Richter zu Ingolstat, Markart Hinczenhauser zu Newen Hinczcn- hawsen, Seicz Irlacher zu HofTsteten, Hans Hinczenhauser, Pfleger zu Reigkershofen, Thomas Schambeck zu Moringen und Pernhart Meilinger zu Irlach. G. Montages naechst vor sand Thomas tag des heiligen Zwelfpoten. (c. 7 S.) Caspar und Iladmar zu Laber geloben, ihren Vetter Jobst Herrn zu Abensperg, welchen sie dem Michel Juden zu Straubing, dem Smoel Jossel und dem Eisack der Veiflin Erben Juden zu Regenspurg, und dem Juden Synay des vorgenannten Michel Juden Swager wegen einer Schuld von 760 Gulden als Bürgen gestellt haben, hinsichtlich dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. an Tho- mans Abend, (c. 2 Sig.) Hainreich Satelpoger zu Mitterkirchen und Ursula seine Hausfrau erklären, dass sie die ihnen von der Herrschaft von Bayern auf der Maut zu Kamb angewiesene Gült, welche von ihnen an Scitz den Puchperger zum Newnhause verpfändet worden ist, an den genannten Puchpergcr nun in Kaufes Weise überlassen und keinen Anspruch mehr darauf zu machen haben. Älitsicgler: Wilhelm der Gästlein, des obigen Satelpergers Vetter. G. an Thomans Tag. (c. 2 Sig.) 1421 1, Jan. 2. Jan. 3. Jan. 5. Jan. 14 2 1 . Martinus Papa statuit, quod nullus ex iudeis utriusque sexus infra duodeciraum suae aetatis annum ipso et parentibus suis invitis ad lavacruin S. baptismatis per aliquem catholicuin Antistitem rceipiatur, aut per aliquem dominum temporalem ad liujusmodi suseipiendum baptisma cogatur. Dat. Rome apud S. Petrum kl. Jan. pontif. anno quarto. Renz Hermann von Kronburg übergibt mit Rath des Junkers Josen von Utenriede an den Sohn seines sei. Bruders, Hanns Hartmann, genannt llübschhiinselun, die zum Hoehstift Augsburg lehenbaren Güter zu Ilasperg, zu Berchtoltzried und zu Wintzern, und darzu das frey eigene Gut zu Unterbünwang. G. an dem nächsten Donrstag vor dem hailigen obrosten tag. Hanns Wagner wird von Herrn Johanns, Abt des Gotteshauses zu Fürstenveit, als Werkmeister des Klosters aufgenommen, wofür er und seine Hausfrau Elspet Zeitlebens die Herrenpfründe im Kloster, niimlich 4 gesalzene Brode, 2 Gastbrode, für einen Knaben 2 Maurerbrode und 4 Maas Herrenbier, aber keinen Wein, erhalten, sein Eigenthum zu Piburg zunächst bei dem Kloster zu Fürstenveit, nämlich 5 Jauchert Aecker und 2 Tagwerk Wiesen, nach seinem und seiner Hausfrau Ableben dem Kloster zufallen, dieses dagegen ihnen ihr Selgeräth und den Jahrtag begehen soll. Wenn seine Hausfrau ihn überlebe und im Kloster nicht mehr bleiben wolle, so soll sie in des Klosters Haus zu München oder anderswo Aufnahme finden und die nämliche Pfründe, wie oben, beziehen. Siegler: Haynreicli der Kray zu München. Zeugen: die Ehrbaren, Jörg Käulfel, Bürger zu München, und Fridreich Probst in des Klosters Haus zu München. G. am Freitag nach dem heiligen Ebenweichtag. (c. S.) Peter am Ekg, Bürger zu Mülldorff, verkauft den Leinwebern daselbst in ihre Zeche ein Pfund Lantzhuter und Oetinger Pfenninge ewigen Geldes aus seinem Eckhaus in der St, Petersgasse 359 1421 6. Jan. 7. Jan, 16. Jan, 17. Jan. 19. Jan. zu Mülldorff um 27 Pfund Lantzhuter Pfenninge und ein halbes Pfund Pfenninge als Lcilkauf für sein Weib. Siegler: Chunrat der Frastorffer, Stadlrichter zu Mülldorff. G, an Suntag vor dem Obristen, (c. S.) Erasem von Layming zu Tegernbach empfängt von Frau Torathe, Abtissin des Gotteshauses zu Chiemsse, und dem Convent daselbst, das Probsteiamt zu Purcli vom näclistcn Lichtmesstag an auf ein ganzes Jahr der Art, dass er dieses Amt in eigner Person verwalten, das Kloster in seinen liechten in keiner Weise beeinträchtigen, keine Neuerungen anfangen und nur das begehren soll, was ihm von Rechtswegen zukomme. Mitsiegler: sein Schwager Erasm der Taufcbireher. beugen: Seitz und Ivristoff von Layming, seine Brüder, Ilcrr Linhart, Pfarrer zu lluthcring und Schreiber zu Chicmssc. G. an der heiligen Dreikiinige Tag. (c. S.) Hanns vom Degenberg Erbhofmeister in Nydernbeyrn und Peter Valkchenslainer zu Valkchen- fells treffen hinsichtlich der Ansprüche und Forderungen, welche Chunrat Chainerawer zu Viehawscn um 20 Pfund Gelts auf dem Zoll zu Lanczhut hat, zwischen demselben und Herzog Heinrich von Bayern folgende Entscheidung: der Chainerawer solle die 1000 Gulden ung., welche der Herzog demselben geliehen, nicht zurückbezahlen und der Herzog die Briefe hierüber demselben herausgeben j Herzog Heinrich soll dem Chamerawer die 1500 Gulden, die auf den Gefangenen und ihren Bürgen stehen, von Lichtmess nächsthin bezahlen) Gefangene und Bürgen sollen gegen Urfehde vom Chamerawer ledig und unangesprochcn seyn ; der Chamerawer soll dem Herzog den Brief, den er von demselben wegen genannter 20 Pfund auf dem Zoll zu Lanczhut hat und dazu einen Quitbrief geben darüber, dass der Herzog die 20 Pfund von ihm erlöset habe) die alten Briefe, die der Chamerawer über Viehawscn hat, darinnen die 20 Pfund Pfenning berührt sind, sollen dem Herzoge unschädlich seyn. G. an Erichtag nach Epiphanie, (c. 2 S.J Anshalm, Bischof zu Augspurg, verkauft mit Einwilligung des ganzen Domkapitels dem Lew- precht Gümpprecht, Kämmerer zu Regenspurg, Anna, dessen Hausfrau, und Hanns und Anna, deren Kindern, sein Haus und seinen Hof sammt dem Thurm und der Kapelle zu Regenspurg in der Stadt vor sandt Kassians Kirchen, genannt sandt Vlrichs Hofe, und die dazu gehörigen Häuser, Hofsach, Gilten und Zinsen zu Regenspurg leibgedingsweise um 214 11. lleinisch. G. an dem nähsten Dürnstag vor s&ndt Anihonien tag. (c. 2 S.) Baftholome und Mathews die Schrenken, Bürger zu München und Michel Schrenk, gesessen zu Notzing verleihen als Lehenherrn der von Hanns Iinpler und seinem Sohn Franz sei. gestifteten Kaplaney und Altar in U. L. Frauen Pfarrkirche zu den Heiligen Johann Baptist und Johann Evangelist, dieselbe Caplaney an Chunrad Spitaler. G, an Sand Anthony tag. Engelhart Gruber erklärt den Schuldbrief im Betrag zu 146 Pfund Wyenner Pfenninge, der ihm verloren gegangen und wofür zum Theil Bischof Jorig zu Passaw ihm Schloss Partenstein ver- 360 1421 22. Jan. 27. Jan. 5 ) 29. Jan. 30. Jan. 2. Febr. 2. Febr. setzt hatte, nach geschehener Zahlung für erloschen und ungiltig. Mitsiegler: Hninrich von l’uch- perg, und Ilsung llawtzenpergcr. G. zu Passaw am Sunfag nach Sand Antonien tag. (c. 3 S) Ludwig, Herzog in Bayern und Graf zu Mortain, gibt dem Bitter YVilhalm Wispeck das Kamer- mcisteramt des Erzbisthums Saltzburg zu Lehen G. zu Saltzburg an sand vicenccn tag. (c. S.) Heinrich Nothaft zum Bercnbcrg Vicztumb in Nidern Beyern, welchem der Abt Johanns und der Convent in Nidernaltaeh aus besonderem Vertrauen Pflege und Schirm ihrer armen Leute zu Ann- prugk, llasenbcrg und Weissenregen übertragen haben, gelobt diese Leute getreulich zu schirmen und zu schützen, wogegen dieselben ihm jährlich fünf Kar Habers zu entrichten haben. G. an Montag uor vnser lieben Frawn tag zu Liechtmessen. (c. S,) Pangratz Puchperger zum Newnhause übergibt an den Herzog Johann in Bayern die Briefe welche er vom Hainrich Salelpoger in seine Gewalt gebracht hat, inhaltlich welcher Briefe dem seligen Albrecht Salelpoger 150 Pfund Pfenning auf der Maut zu Camb vom seligen Herzog Hainrich verschoben worden sind. G. zu Camb am Montag nach Pauls Tag als er bechert ward. (c. S.) Jorg Hofer znm Lobenstain, der vom ltathe zu Regensburg 1 Jahr lang als Diener aufgenommen worden ist, gelobt, selb dritt gewappnet, mit einem Knappen und 4 guten Maidcm treulich zu dienen. Mitsiegler: sein Bruder Degenhart der Hofer. G. des Mytichen vor vnser frawen tag zu Liechtmessc. (c. 2 S.) Kristan Lehner, welcher seine wegen Todschlages des Peter Englspcrger vormals abgeschworne Urphede nicht gehalten hat, schwört wegen der ihm desshalb in Kufstain zu Thcil gewordenen Vanknuss neuerdings Urphede, und gelobt, so lange er lebt inner oder ausser Landes in keine offene Taferne noch in ein Leuthaus zu gehen, kein Schwert, Wurfpeil, Hammer, Spiess noch Messer zu führen, und seinen Werkhammer nur dann zu tragen, wenn er zur Arbeit geht. Siegler.- Ott der Ebser Pfleger, und Hainreich Perger Landschreiber und Richter zu Kufstain. G. am Phinztag vor Liechtmezz. Ernst und Elysabeth, Herzog und Herzogin in Bayern verschreiben mit Wissen ihres Sohns des Herzogs Albrecht, Hannsen, Bernharden, Ludweigen undSygmunden den Seywolfzdorffern jährlich 50 Pfund Münchener Pfenning auf 4 Jahre von Datum des Briefs aus ihrem Kasten und Ungelt ihrer Herrschaft Pfaffenhouen, Geysenueld und Hohenwart. G. an unser Frawentag zu Liechtmcss. Dieselben bekennen, dass sie Hansen, Bernharden, Ludweigen und Sigmunden den Seybeltz- dorffern 1000 Gulden schuldig geworden sind und geloben, ihnen davon alle Jahre in 2 Fristen 100 Gulden Gült von ihrem Vngelt und ihrer Kastengült zu Pfaffenhouen, Geysenueld und Hohenwart an allen Abschlag ihrer obgeschriehenen Gulden zu geben. Bürgen und Mitsiegler: Sieffan der Smieher 36i t 1421 kh Smiehen, Caspar der Torer zu Awrespurg, Vlreich der Dacliawcr zu Lawtterbacli, Vlreich der Edelman zu Startzhawsen. D, cod. d. 6. Febr, Sigmund, römischer König ertheilt der Judischheit zu Nuremberg, seinen und des Reichs Kammerknechten, einen Freibrief auf die Dauer von 10 Jahren binnen welcher sie mit keinen Anlagen beschwert werden sollen — doch unbeschadet seiner jährlichen Zinse, und der Rechte der Stadt Nuremberg, insbesondere des Rechts Juden zu cmpfalien oder zu beurlauben, bestätigt ihnen zugleich ihre übrigen Freiheiten und gebietet, dass Niemand sie vor des Reichs Ilofgericht oder ein anderes Gericht laden solle, indem sie nur vor dem Rathc zu Nuremberg, dem Reiehsrichtcr, oder dem Judcn- rathe daselbst belangt werden können, und unkräftig wäre, was dawider geschähe. G. zu Mysse an sant Dorotheen tag. » Fridreich Eyscmhekch, Kirchhorr zu Kirchdorf! im Hager Gericht, bekennt, dass alle Arbeit und aller Bau zu dem Kloster der Brüder Einsiedler St. Augustins-Ordens zu Ramsaw, das von Herrn Jorg Frawnberger zum Hag, gesessen zu Höchenburg, gestiftet wurde, mit seiner Einwilligung geschehen scy; auch verzichtet er zu Gunsten dieses Klosters auf alle aus Ramsaw bisher bezogene Gilten und Erträgnisse und will auch nichts dagegen haben, dass die Tobler-Messe zu Kirchdorf! zu dem Kloster Ramsaw vermacht werde. Siegler: Symon, Abt des Gotteshauses zu Eberspergk, und Chunrat, Probst und Erzpriester zu Gars. Zeugen: Chunrat, Pfarrer zu Gars, Andree, Pfarrer zu Rieden, Hanns der Lenguelder, Hanns Iloclienberger und Vlreich derArdinger. G. des nagsten pfintz- tags nach Herren Vasnach. (c. 2 S.) 7. Febr, Fridrich, Graue zu Ilcnnenberg entscheidet als Obmann die Irrungen zwischen Johannes, Bischof zu Eystclt und dem Grafen Thomas zu Rineck, seinem Schwager, wegen eines verödeten Burggutes zu Herriden, dahin, dass Bischof Johannes dem von Rineck jährlich 25 fl. rh. zum Burggute reichen, dieser hingegen des Bischofs Burgmann zu Herriden seyn und bleiben soll. G. am Freitage vor dem Suntage, als man in der heiligen Kirche singet Invocavit. (c. 1 S.) » Vlrich Wielant zu Reicherczhofen bekennt, dass der von Seite des Erhärt Mugkcntaler und Osann der Rewterin an Vlrich den Ilämperger geschehene Verkauf der Veste und Behausung Vnder- stal mit seinem Wissen und Willen geschehen sei, da er um genannte halbe Veste und Behausung Losung hatte zu lösen um 400 11. rheinisch und erklärt den Losungsbrief hierüber kraftlos. Mitsiegler: der Markt Reicherczhofen und der veste Hanns Hinezenhawser, Pfleger zu Reicherczhofen. Zeugen: der erberg Chunrat Kirchtorffer und Francz Gerichtschreiber zu Reicherczhofen. D. eod. d. (c. 3 S.) 9. Febr. Elspeth Egninn, Herrn Hanns von Ifüngsegk, Ritters sei. Wittwe, Bürgerin zu Augspurg, stiftet zum Seelenheil ihres verstorbenen Mannes, ihres Vaters, Peter Egen und aller ihrer Vorfahren einen Altar mit einer ewigen täglichen Messe im Dom zu Augspurg in der Abseite gegen den Kreuzgang an dem Pfeiler zwischen Sannt Gasteis und der Zehntausent Marterer Altar zu Ehren Sant Georien, 46 363 1121 Barbaren und Afren und vermacht dazu ihren grossen Kornzehent zu Pferchain etc. Mitsiegler. Vlricli Köntzelman, Bürgermeister, Gabriel der Vögelin und Peter Egen, Bürger zu Augspurg, G. An Donrstag nach dem weyssen Sunntag Inn der vasten. (c- 4 S.) 9. Febr. Gamret von Rorbaeh verkauft den Kirclisatz zu Staindorf, den Kirclisatz zu Yglingen und alle seine andern Lehen in Swaben und Bayren an den Herzog Wilhalm in Bayren und bekennt, hiefiir gänzlich bezahlt zu sein. G. am Suntag Invocavit. 16. febr. Johans Graf von Liningen und Graf zu Ruxsingen schickt als Bundesgenosse der Grafen za Oettingen, Ludewig des Aeltern und Ludewig des Jüngern, den beiden Herzogen Ludeavig in Beigem und Grafen zu Morthein und zu Graispacli einen Absagebrief. G. am Sonntag Reminiscere. (c. S.) » Ludeman von Blumenowe, Friderich von Iloffelden, Seraan von Steinbach, Claus von Mülnheim, Otteman Sturm, Johan von Uerbele der Junge, Hesseman von Lampercheim, Ulrich von Lampercheim, Arnolt Schütze von Westfollen, Schäfl'rit von Ruxsingen, Vogt zu Dagespurg, alle Edelknechte, Claus, genannt Keller von Saibing, Philippes von Grüningen, Heinrich genannt Lücke von Ruxsingen, Heinrich Wacke von Uagenowe, Lux von Saibing, Henne von Lampercheim, Hans von Falkenberg, Hans Schippig von Ruxingen, Johan der VValich von Jebingen, Probest Hans von Gamessheim, Schehan von Märchen, Bicke von Gungerchingen und Walcher von Hittingen schicken wegen ihrer Herren, der wohlgebornen Grafen Ludewig des Aeltern und des Jüngern von Oettingen, den beiden Herzogen Ludewig in Beigem und Grafen zu Morthein und zu Graispacli einen Absagebrief. Siegler: Friderich von Iloffelden und Claus von Mülnheim. D. eod. d. 19. Febr. Ludewig, Herr zu Lichtenberg, schickt als. Bundesgenosse seines Schwiegervaters, des Grafen| Ludewig zu Oetingeu, des Hofmeisters, den beiden Herzogen Ludewig in Peigern und Grafen zu| Mortin und zu Kreisspach einen Absagebrief. G. des Mittwochs nach dem Sonntage Reminiscere. (c. S.) 23. Febr. Vlricli Eckmansshouer verkauft an Vlricli Selbherrn und Fritz Haydecker sein eigen Dorf Eckmansshouen mit Holzmark, die halbe Wiese in der Awe und die Wiese dabei, die der Lück Vleinj von ihm gehabt und die allzeit zu der Awe gehört hat, die Wiese unterhalb der Brücke an des Groppmeyers Ryetwiese und 2 Accker im Talmessinger Felde unter dem Erlach. Bürgen und Mitsiegler: Krafft Märspeck, Kaspar Mörspeck und Ilainricli Eckmansshouer. G. des Suntags Oculi in der Vasten, (c. 4 S.) Ulreich Eysenreich bekennt für sich und seine Hausfrau und Erben, dass ihm Wilhalm, Dom- probst, Hilbrant, Dechant, und das Capitel zu Freysingen die Probstei Gculspach mit allen Ehren, Rechten und Nutzen überlassen haben, und gelobt denselben, dass er mit der Probstei, deren Leuten, Gütern, Stift und Aemtern nichts handeln, überhaupt ohne Willen seiner vorgenannten Herren nichts 363 1421 thun, in deren Stift gehen, und, falls sie statt seiner einem andern die Probstci übertragen wollen, diesem willig Platz machen, und weder er noch die Seinigen desshalb Schadenersatz fodern wolle. Mitsiegler : Stephan der Söller, Landrichter zu Aichach, Hanns der Ilöhensteiner, und Wilhelm der Werenspeck. G. am Suntag nächst nach kathedrä Petri, (c. 4 S.) 23. Febr. Albrecht, Herzog zu Oesterreich, bekennt, von Johanns, Abt zu Nidernaltach, den Uurgstall zu Ried vor dem Wiennerwald, den er von demselben zu Lehen hat, zu rechtem Lehen erhalten zu haben. G. zu Wienn an Suntag als man singt Oculi in der Vasten, (c. S.) 24. Febr. Heinreich, Herzog in Beyern, bestätiget der Priorin und dem Convent des Gotteshauses zu Viechpacli die durch Pabst Martinus den Fünften bewilligte Einverleibung der Pfarrkirche zu Lotzenkirchen und nimmt obiges Gotteshaus in seinen besondern Schirm. G. zu Lanndshut an sandt Mathycs tag des heiligen Zwelfpoten. (c. S.) 25. Febr. Ludweig Kamerawer zu Viehnusen, bekennt, dass er vom Ralhe zu Regenspurg auf ein Jahr zum Ilauptmann aufgenommen worden ist, und gelobt, gegen einen Sold von 100 Pfund und 40 Pfenningen, selb siebend gewappnet und mit einem Knappen und guten vertigen Maklern zu dienen, Mitsiegler: Der veste Herr Parczifal der Zennger zum Sneberg. G. des Erytags vor dem Svnntag als man singet letaro zu Mitter vasten, (c. 2 S.) 26. Febr, Niklas Kellner der Bader, Bürger zu Regenspurg, erhält von dem ehrsamen weisen Herren Niclas lleinreichstortTer zu Ainhausen die Badstube zu Regenspurg vor den Fleischtischcn als Leib- geding für seine Person. Dafür soll er allwöchentlich an jedem Sonntag 28 Regensp. Pfenninge als Zins und 12 Regensp. Pfenninge einmal des Jahres als Hochzeit entrichten, den Verleiher und dessen Angehörige und Ehehalten umsonst baden lassen, in dem ersten Jahr an die Badstube 3 Pfund Regensp. Pfenninge verbauen, die Dienstboten und Einrichtung auf eigene Kosten anschatlen, die Badstube in gutem Zustand erhalten, und, wenn sie durch Feuer zu Grund ginge, den dritten Theil der Baukosten tragen. Auch soll er mit Genehmigung des Verleihers obiges Leibgcdings-Recht verkaufen oder versetzen dürfen. Siegler: Peter der Mäller, Schultheiss zu Regenspurg. G. des nächsten Mittwochs vor dem Sonntag Laetare in der Fasten, (c. S.) 1. März Jörg Sluttenhofer und sein Knecht Ulrich Rainmair schicken wegen ihrer ITdrren, der Gebrüder Ludwig und Fridrich der Aeltern und wegen Ludwig des Jüngern, alle Grafen zu Oeting, Ludwig dem Aeltern und dem Jüngern, Herzogen in Bayrn und Grafen zu Mortein uud zu Graispach, einen Absagebrief. Siegler: Jörg Sluttenhofer. G, am Samstag vor dem Sonntag Laetare, (e, S.) 2. März Abt Albrecht zu Prüfenyng liefert seinem Convente ein Verzcichniss aller Schulden des Gotteshauses, es sei Wiederkauf und Gült daven, Wucher und Zins davon, es sei andre Geldschuld, Leib- geding, von Pfenning, Wein und von Getreide, bis auf den heutigen Tag, und verspricht kein Getreide 46 * 364 1421 zu verkümmern, ausser mit des Conventes Wissen, demselben den Wein sogleich nach dem Weinlesen anzuzeigen, desgleichen keine Geldschuld zu machen oder zu verkehren, als mit dessen Insigel, welches der Convent umsonst anzulegen verspricht; endlich jährlich auf Letare von allem Einnehmen und Ausgeben treulich Rechnung abzulegen. G. Letare. (c. 1 S.) 2. Mürz Ilillprant Ilornpekch schickt für sich und seine Helfer und Knechte: für Peter Schilitt, Peter Tanner, Peter Mittersteter, Hainrich Allentzhofer, Fridreich Hofmeister, Hanns Umllstarffer und Ullrich Gänffeltzhauser dem Herzog Ludweig in Beyern und Grafen zu Mortein in Folge der zwischen demselben und seinem Herrn, dem Herzog Heinrich in Beyern, bestehenden Fehde einen Absagebrief. D. eod. d. (c. S.) Chunrad Ilagk, Chlunrad Rütinliofer (?), Hanns Egkär, Hanns Hinterkircher, Hainrich Smatz, Chunrat Reintaler, Asm Grünaug, Fridrich Westnar, Hanns Polan, Wilhalm Auer, Hertl Reichenoder und Kristolf Kienperger schicken als Bundesgenossen ihres Herrn, des Herzogs Hainreich in Beyern, in Folge der Fehde, die derselbe wegen seines Schwagers, des Markgrafen Fridrich zu Brandburchk, den beiden Herzogen Ludweig in Beyern und Grafen zu Mortein und zu Graispach angekündigt hatte, einen Absagebrief. Siegler: der edle veste Herr Sweygker von Gundolfing. D. eod. d. (c. S.) 6. März Johanns, Herzog in Beyern, schickt seinem Vetter, Ludwig, Herzog in Beyern und Grafen zu Morfain, -wegen der von demselben und dessen Sohn, Herzog Ludwig, gegen seine Städte und Land und Leute verübten Feindseligkeiten einen Absagebrief. G. am Mittwoch nach dem Sonntag Laetare in der Fasten, (c, S.) 8. März Hanns Wartter, Hanns Hermstorffer, Christoff Paulstorffer, Liebhart Teyninger, Pauls Sweintaler, Chunrat Perkchofer, Hanns Hausnär, Peter Flekclisödär, Jörg Gäbclchofcr, Gylg Hellgrubär, Hanns Münclulorffer, Martein Tumbmut, Hanns Paungarttner, Hanns Alfterhauser, Rüger Autingär und Hainreich Perkchaimer schicken als Bundesgenossen ihres Herrn des Herzogs Hainreich in Bayern in Folge der Fehde, welche derselbe wegen seines Schwagers, des Markgrafen Fridreich von Branndburkch, Ludweig dem Acltern und dem Jüngern, Herzogen in Bayern und Grafen zu Mortein und zu Grays- pach angekündet hatte, diesen Letzteren einen Absagebrief. Siegler: Hanns Hermstorffer. G. am Samstag nach dem Sonntag Laetare in der Fasten, (c. S.) 10. März Engel die Hussin, des Hinderbergers Magd, die vom Bürgermeister und Rathe zu Kempten in einer Stube gefangen gehalten wurde, weil sie „Aygerbödem“ buk und sie des Hinderbergers Sohne schickte zu essen, darinne sie ihm eine Heldschaft und Liebe meinte zu geben, schwört Urfehde. Siegler: Frik Scliellang Bürgermeister und Bencz Richenbach Stadtammann zu Kempten. G. an dem nechsten Mäntag vor sant Gregoryen tag. (c, 2 S.) 365 1421 i8. Miirz Martinas papa Georgio episcopo Patauiensi, administratori in spiritualibus et temporalibus ccelc- siae Strigoniensis, eandera ecclesiara Strigoniensem vacantem unacum ecclesia Patauiensi usque ad suum beneplacituin tenendam, regendam et etiara gubernandain auctoritate apostolica concedit. D, Home apud Sanctum pctrum xv kl Aprilis Pontiflcatus nostri Anno Quarto, 24. März Der Bürgermeister, Rath und Gemeinde der Stadt Rain melden dem Bischof Ansshallm zu Augs- purg, dass der ehrwürdige Priester und Pfründner zu Semphingen, Niclas der Ilayden, in ihrer Stadt zu Ehren U. L. F. eine Capelle aus seinem eigenen Vermögen gebaut, und darzu eine ewige Messe gestiftet, und diese mit seinem väterlichen und mütterlichen Erbgut begabt habe, befreien diese bisher zur Stadt Rain steuerpflichtige Habe von aller Steuerzahlung, und bitten obigen Bischof, die Stiftung Niclas des Ilayden zu bestätigen. D. in vigilia annuntiationis beatac virginis Mariae, (c. 4 S.) 30. März Georg, Probst und Erzpriester zu Berchtesgaden verleibrechtet ein Haus und Kramladen zu Berchtesgaden sammt zugehöriger Gerechtigkeit, so seinem Stift nach Hanns Leymers Tod zurückgefallen, an Wolflein des Hanns Weinlein gewesenen Bürgers zu Wels {unterlassenen Sohn und seine Mutter. G. zu Berchtesgaden Sonntag quasimodo geniti. (c. Sig.) 2. April Johanns Herzog in Beiren gibt seinem Vizedom in Nidern Beim, Hain reich Nothaft zu Wernberg, sein Schloss und Feste Ililkersperg und den Markt zu Ilofkirchcn mit allen Gerichten und Herrschaften und übriger Zugehörung zu eigen als rechtes freies Besitzthum für die Summe von 10193 Gulden Reinisch, wovon 6859 Gulden der Herzog dem Vizedom schuldete , und dieser den Rest von 3334 Reinischen Gulden zur Einlösung der in der Pfandschaft Erhärten Alfaltcrs befindlichen Schlosses und Marktes verwendet hatte. G. auf den andern Tag in dem Moneid Aperle. 3. April Egeloff Püchler übergibt seiner Tochter Kathrein, Herrn Sweykgers von Gundolflng Hausfrau, folgende Briefe, die er von Stephan, Herzog in Bayrn sei., inhnt, als: einen Schuldbrief von 600 guter neuer ungrischcr Gulden, einen Geldbrief von 1600 Ducaten und ungrisehen Gulden, wofür er dem Herzog die Feste Elchofen zu lösen gab, und einen Geltbrief von 2000 ungrischcr und behaimischer Gulden, wofür ihm die Feste Swaben versetzt wurde. Diese Briefe und alle daran geknüpfte Rechte überträgt er nun seiner obgenannten Tochter und deren Erben, und verzichtet für sich und seine übrige Erben auf alle fernere Ansprüche auf dieselben. Mitsiegler: der ehrbare bescheidene Peter der Ilerm- starffer zu Nidern-Aichpach. G. am Phintztag nach dem Suntag als man singet Quasimodo geniti. (c. 2 S.) 8. April Die Bürger von Töltz schicken dem Herzog Ludweyg in Bayern bei Gelegenheit der zwischen diesem und den Herzogen Ernst und Wilhalm, in Bayern ausgebrochenen Feindseligkeiten einen Absagebrief, indem sie versichern, ihren Herren, den Herzogen Ernst und Wilhalm, allen Beistand, Herzog Ludweyg aber und dessen Leuten Widerstand zu leisten und Feind zu seyn. G, am Erichtag nach St, Ambrosy. (c. S.) 366 1 121 10. April Marcliart Hintzenhauser, Ulrich Hintzenhauser, Kaspar Hofreuter, Haintz Ilaussner, Ilaintz Iluller, Thoman Unger und Jorg Wurmm schicken als Diener ihres Herrn, des Jolian von Abenspercli, den beiden Herzogen Ludweig in Bairn und Grafen zu Blortan und zu Graysspach einen Absagebrief, G. am Pftntztag nach Ambrosy. (c. 2 S.) 5 ) Dorentz Schrenck sendet für sich und Wolf Pilgreim, Kristel Schilther, Anderl Nievergalt und Diettreich Allinger als Bundesgenossen der Herzoge Ernst und Wilhalm in Bayren in Folge der Fehde, welche dieselben dem Herzog Ludweig in Bayren und Grafen zu Marttoni angekündigt hatten, diesem einen Absagebrief. G. zu Münichcn am Pfintztag vor Leonys papae. (c. S.) (Hielier gehöret eine Reihe von 42 Absage- und Fehdebriefen, in welchen 560 Personen benannt sind, welche als Bundesgenossen der Herzoge Ernst und Wilhelm auftreten. Unter diesen kommen vor: Judmann, Marschall von Oberndorf, Ebser, Vinsterwald, Herrmann von Freyberg, Turndl, Lainingcn, Schenk von Schweinspeundt, Marschall von Donnersberg, Schenk aus der Au, Ilaimhofen, Pientzenau, Taufkirchen u. s. f. führen den Wahlspruch: „Gott walt sein, und Skt. Görig,“ Mehrere sind zugleich an 11. Albrecht gerichtet.) Die Herzoge Ernst und Wilhelm in Bairen erklären sich als Feinde gegen Herzog Ludwig, da dieser ihnen und ihren Bundesgenossen mancherlei Unrecht zugefügt hat. G. zu Munichen an Pflncztag nach dem Süntag so man singet Misericordia. » Partzifal Zennger zum Sneberg rechnet mit Smacl, dem Juden zu Regenspurg, dermasen ab, dass die Hauptsumme von 100 Reinischen Gulden, wofür dem Juden 2 silberne Köpfe, wovon einer vergoldet, mit silbernen Ueberlidern und andere goldene in einem Tüchlein versiegelte Kleinodien verpfändet wurden, sammt dem bis Datum des Briefes laufenden Judenschaden 148 Reinisclie Gulden ausmachen, bis zu nächster Sonn wende unverzinslich bleiben, von da aber, nach Regensp. Pfunden berechnet, je ein Pfund mit 2 Regensp. Pfenningen in jeder Woche verzinst werden soll. Auch will er die ganze Summe, wenn sie nach der nächstkommenden Sonnwende zurückverlangt wird, sogleich bezahlen. Bürgen : Jorg ym Ilirss und Thoman der Smukch, beide Bürger zu Regenspurg. G. des nächsten Pflntztags nach St. Ambrosy Tag. (c. 3 S.) 11. April Sweikger von Gunndolfing zum Wolfstain stiftet mit Einwilligung des römischeu Königs Sigmund und des Bischofs Hans zu Eystet eine ewige Messe in der S. Gilgen-Kirche zu Dietfurt und vermacht hiezu seine 8 Pfund Pfenning jährlicher Gült aus der Steuer zu Dietfurt, welche seinem Ahnherrn Hiltpolt vom Stain vom seligen Kaiser Heinrich ewiglich gegeben worden sind. Mitsiegler: Albrecht der Preysinger des Herzogs Hainreich Vitzdumb in Nidern Bairen. G. am Freitag nach Ambrosi Tag. (c. 2 S.) 13. April Absage-Brief der Stadt und Bürger von KulTstain an die Herzoge Ernst und Wilhelm, G. am Suntag vor Tyburty. 3 07 1421 16. April 18 . April 21. April Sweykger von Gundolflng, gesessen zum Wolfstain, übergibt dem Rath der Stadt zu Perchingen folgende Briefe zur Aufbewahrung: einen Stiftbrief über die Messe zu Dietfurt in der St. Giligcn- kirche auf dem AHer-Ileiligen-AItar, einen Brief über die zu dieser Messe vermachten acht Pfund Rengspurger Pfennige, einen hierüber vom Römischen König Sigmund ausgestellten Bostätigungsbrief und einen gleichen für obige Messe von dem Bischof zu Eystct. Diese Briefe soll genannter Rath jeder Zeit, und auch nach seinem Tod, in Verwahrung haben, jedoch ihm, seinen Erben oder dein Kaplan der Messe und den Bürgern von Dietfurt zum nothwendigen Gebrauch ausliefern, hernach aber wieder in sorgfältige Verwahrung nehmen. G. am nächsten Miticlien vor St. Jorgentag. (c. S.) König Sigmund gebietet Caspar dem Torringer, das Bündniss, welches mehrere Ritter und an deren Spitze er mit Herzog Ludwig eingegangen haben, abzuthun. Ein solches Bündniss sey schon nach den Bestimmungen der goldenen Bulle verboten, und hätte gerade um so weniger in des Herzoges Heinrich Abwesenheit eingegangen werden sollen, dessen Unterthan er sey, da es seine Pflicht sey, in diesem Augenblicke desto mehr für des Landes Schutz besorgt zu seyn. Dat. Sohwidnitz, Freitag vor Georgii. (Arrod.) Wilhalm Ilutinger empfängt von Ludwig, Herzog in Bairn und Graf zu Graispach, die Feste Graispach mit allen Rechten und Gerichten, ausgenommen die Schaarwerkc in dem Dorf unter der genannten Feste, als ein Mannslehen unter dem veränderten Namen „Newenhutingcn“ und dazu: das Dorfgericht zu Graispach, das hinfüro auch Ncwenhutingen heissen soll, mit Ausnahme des Gerichtes über Leben und Tod und anderer zum Landgericht Graispach gehöriger Rechtsfälle, dann den Hof in dem Dorf unter der Feste, den Uli Mayr bewirtschaftet, mit all seiner Zugchörung, Zinsen, Gilten etc, ferners den Ilofbau und dazu den Anger zu Puch, weiters die Ermelwiesen und die Langenwiesen und endlich ein Ort Holz. Dagegen verspricht er rechte Lcheninannspllicht zu üben, Küchenmeister oder Haushofmeister des genannten Herzogs zu sein, der ihm, wenn er mit drei Pferden zu Ilof reitet, dafür Sold, Kost und Futter geben soll. Der Lehensempfängcr verpflichtet sich ferner für sich und seine männliche Nachkommenschaft, dass der jeweilige Besitzer des Lehens zum Bau und zur Erhaltung der Feste 200 Gulden Reinisch verwenden soll, wovon die Hälfte obiger Lehensherr oder seine männlichen Erben beizusteuern haben. Die männliche eheliche Nachkommenschaft des Lehenmannes übernimmt alle die Lehenspflichten, wie dieser selbst, mit einziger Ausnahme des Küchenmeister oder Haushofmeister Amtes, zu dessen Uebernahme sie nicht verpflichtet sein soll. In Kriegszeiten soll die Feste von genanntem Ilutinger und seinen Erben jederzeit mit hinlänglicher Besatzung versehen, in Friedenszeiten aber mit vier werlichen Wächtern, Thurncrn und Thorwarten nach Nothdurft besetzt, und mit 10 Sehäfl'el Roggen Ingolsteter Maass ; 2 Sohermpiichsen , 2 Rennpiichsen, 6 Hand- piiehsen, einem halben Zentner Pulver, einem Zentner Blei, 10 Armbrüsten, 1000 Pfeilen ausgerüstet werden. In diesem Zustande muss die Feste immerfort erhalten werden, und, wenn dieses aus Nachlässigkeit unterlassen wird, dann möge und dürfe der genannt Lehensherr sie wieder zu Händen nehmen und verfügen darüber nach Wohlgefallen. G. an saut Georgen tag des heiligen Martircr. (c. S.) 368 1421 23. Aprli 24. April 25. April 27. April 28. April Friedrich zu Haydeckh vereinigt die Dorfgemeinde von Seelingstatt mit dem Pfarrer von Hay- deckli hinsichtlich ihrer Misshelligkeiten wegen des Gottesdienstes in Seelingstatt in der Art, dass die von Seelingstatt einem jeden Pfarrer von Haydeckh reichen sollen den Zehend, so sie von der Vilfeindin gekauft und der von der Herrschaft Haydeckh zu Lehn geht, und mehre Gülten zu AVal- tingen, zu Hausen und Rucklantsholtz; dagegen soll der Pfarrer von Haydeckh stets einen Hilfspriester halten, alle Sonn- und Festtage in Seelingstatt die Messe singen, lesen und predigen, wie diess in andern Dörfern Sitte ist, wie auch alle Mittwochen und Freitage eine Frühmesse halten. D. eod. d, Ludewig, Pfalzgraf hei Rine und des Römischen Reiches Erztruchsess, schickt als Bundesgenosse des Markgrafen Friderich zu Brandenburg dem Herzog Ludewig in Beyern und Grafen zu Mortein einen Absagebrief. G. zu Heidelberg am Montag nach dem hl, Ostertag. (c. S.) Hanns Jüdman, Hainreich Chamerberger der Jüngere, Sigmunt Seywoltzstarifer, Jacob Pütreich, Jörg Odenberger, Ulreich Holtzhausser, Perchttold Haustetter, Hanns Schmidhausser, Hanns Wielant, Chuntz Kauter, Hanns Gelttinger, Ilainreich Taller, Hanns Viertzickhaller, Chuntz Landemayr, Herman Rensugaffn (?), Michel Unverdorben, Wilhalm Strick und Renwart in der Dartzchssen (?) senden den Herren Fridreich, Ludweig dem Aeltern und Ludweig dem Jüngern, Grafen zu Oettingen, wegen ihres Herrn, des Herzogs Ludweig in Bayrn und Grafen zu Mortin einen Absagebrief. Siegler : Hanns Judman. G. zu Manhaim am Freitag nach St. Jörgentag. (c. S.) Görig Paldinger, Lienhart Gepekch, Pesel Grebmair, Ulreich Gaestel, Hanns Hudiger undSymon Hekch, die wegen des Herzogs Ludweig und ihres Herrn, Erasem des Taufchirchers, dem Herzog Ilainreich abgesagt hatten, geloben dessungeachtet,' diesem nicht Feind sein und keinen Schaden zufügen zu wollen. Siegler: Chunradt der Frastorffer, Stadtrichter zu Müldorlf. G. am Sonntag nach St. Görigen Tag. (c. S.) Gorg von Streitperchg sendet für sich und seine Knechte, Ulreich Pfintzncr, Per Uli, Andres Unger und Chutz Luginstauden als Bundesgenosse des Herzogs Johans in Bairn dem Herzog Ludweig in Bairn und Grafen zu Mortin und dessen Sohn Ludweig einen Absagebrief. Siegler: Eberhart der Sest, Pfleger zu Hohenfels. G. an dem Pfintztag nach dem hl. Ostertag. (c, S.) (Hieran reihen sich noch 4 ähnliche Absagebriefe von 51 Personen, unter diesen: Conrad Truchsess zu Holstein, Zenger, Wildenstainer, Eglofstein etc.) Ludwig Pfalczgraue by Rine und Ilerczog in Beiern stiftet zwischen Lantgrauen Lewpolt vom Leutemberg und Casparn Hautzendorfer, den Lewpolt gefangen genommen hat, einen Vergleich, nach welchem der Lantgraue den Hautzendorfer und seine Gesellen loslassen, alles ihnen Abgenommene zurückgeben und demselben die schuldigen 4000 Gulden Rinisch, so wie auch den Juden 160 Gulden, wofür er als Bürge eingestanden, bezahlen soll. G. am Montag nach sant Marcus tag des heiligen Ewangelisten. 369 1421 14. Mai 17, Mai 19. Mai 2, Juni 3. Juni 4. Juni 8 Juni Ludovicus, dux de Teck, sanetac sedis Aquilegiensis patriarelia Omnibus vere pocnitentibus ct confessis, qui in commemoraüonem doininicae passionis ct mortis singulis sextisferiis ecclesias Nuern- bergcnses pio /.elo visitaverint ct canlicis consuetis devote orantcs intcrfucrint, quadraginta dies de injunctis poenitentiis relaxat. D. in eivitate Nuernbergensi die XIV. mensis Maii. Mang ßranz der junge von ßraitenwang erwählt zwey Burger zu Seliiedsriciitcrn bezüglich seiner Ansprüche auf Schadenersatz von der Bürgerschaft zu Meiningen und von dem Burger, Michael Prun daselbst, dessen Kaufmannschaft er durch das Gebiirg und mehrere Zollstätten vorüber herausgeführt hat. G. an dem nächsten Samptztag nach dem hailigen Pflngstag. Niclas Nusperger zu Neunusperg und seine Söhne, Caspar und Achatz, reversiren wegen des zur Entscheidung ihrer Etbansprüchc auf das Schloss Kefring gegen Heinrich Xothaft Vizedom in Niederbayern gemachten Hinterganges auf Herrn Jan Ramsperger, Peter Valkenstainer, Eberhart Nusperger und Albrecht Paulstorfer. G. des nächsten Montags vor Gotesleichnam tag. Ludwig, des heiligen Stuhls zu Agley Patriarch, und Conrad, Herr zu Weinsperg und des heiligen Römischen Reiches Erbkämmerer, entscheiden zwischen Jorg, Landgrafen zu dem Leuthemberg und Grafen zu Halls, und Johans, Herrn zu Ilaideck, dass die Erben des Letztem die 500 Schock behemisclier Groschen, die von obigem Landgrafen der Frau Anna sei., Gemahlin des von Ilaideck, als Heirathsgut ausbezahlt wurden, nach dem Abgänge des genannten Herrn von Ilaideck in fünf Jahresfristen je zu 300 Reinischen Gulden und im sechsten Jahr in der letzten Frist mit 140J- Rcini- schen Gulden an obigen Landgrafen oder dessen Erben bezahlen sollen. Mitsiegler: die Obigen, Landgraf Jorg und Johans, Herr zu Ilaideck. G. zu Neremberg am montag vor sand Erasms tag. Die Zechleute der Zunft der Kaufleute zu Müldorff stiften mit Einwilligung Jobst Gossolt, Lehrers der geistlichen Rechte und Pfarrers zu Müldorff, eine ewige tägliche Messe auf Sand Ilupp- rechts Allar in der Pfarrkirche daselbst, dahin, dass der Knplan jeden Montag in der Woche ein Seelamt singen und einen Tag der Woche frei haben und das Praesentationsrecht zu der Messe dein jeweiligen Pfarrer zu Müldorff zustehen soll. Siegler: der Ritter Gcorig von der Alben, und Ulreich der Strasser, Hofmarschall zu Saltzburg, und Virgil der Ueberakcher, Verweser der Hauptmannschaft daselbst. G. an Sand Erasm tag des heiligen Biseholffs. (c. 3 S.) Martinus papa quintus ad instantiam Ulrici, praepositi chyemcnsis, ccclesiam parochialem in Pryen in supportationem oneruin archidiaconalium praepositurae et ecclesiae chyemensi incorporat, ejusque rei executionem episcopo chyemensi inandat. D. Rome apud sanctum Petrum, ij non. Junij, pontif. anno quarto. Hans Egrer bekennt, dass ihm Herzog Ludwig in Bayern die Purkhut bey dem Thurm ausserhalb der Veste Floss übertragen hat, welche vom genannten Herzoge dem Niclas Lamprecht entzogen 47 370 1421 worden ist, weil derselbe dabey war als Heinrich Prauss das Schloss Floss den Feinden des Herzogs Ludwig übergeben hat, Siegler: Conrat vom Stain zu Montsperg, Kitter." G. am Suntag vor Veytz Tag. (c. Sig.) 9. Juni v Ebcrhardus, Salzeburgensis ecdesiae archiepiscopus et apostolicae sedis lcgatus, perpetuam missam in ecclesia parochiali in Müldorlf in altari sancti Rudperti per Wolfharduin Frashaimer, pres- byterum et magistrum zechae mercatorum ibidem, fundatam confirmat. 1). Salzeburgae nona die mensis Junii, 17. Juni Bürgermeister und Rath der Stadt VIm ertheilen Ilannsen dem Rentzen dem Jüngern das Recht, von dem Eschayen-Amte zu der Oertpruggtor hinaus, dessen Lehenschaft ihm gehörte und die er der Stadt VIin übergeben hat, die jährliche Gült von 200 Eiern auch fernerhin einzunehmen. G. vff AlTtermentag nach sant Vytstage. (c. S.) )> Barbara die Säkendorfferin Walthers von Säkendorf Wittib bekennt, dass sie die 200 Gulden Leiptings welche sie um die von ihren Söhnen Jörg und Hans den Säkendorffern ihr bezahlten 1500 Gulden von Hans vom Degenberg Erbhofmaister in Nidcrn Beyern nach Laut des hierüber bestehenden Hauptbriefes gekauft hat, dem llans vom Degenberg zum W'iederkaufe geben soll. Mitsiegler: Peter Valkensteiner zu Valkenfels, Peter der Ekker zu Säldenburkch, und Hans Satlpoger zu Geltolfmg. G. am Erichtag nach Veitz Tag. (c. 4 Sig.) 20. Juni Fritz Han bekennt wegen seiner Fenckniisse mit Herrn Johansen Bischof zu Eystet und Ritter Johanscn von Segkendorff zu Tettelsaw versönet zu seyn, und gelobt in dem Kriege, der gegen Ilertzog Ludwigen Grafen zu Mortein yetzo wercnd ist, wider alle Fürsten und Herren , die gegen Hertzog Ludwig verbunden sind, nichts zu thun, sondern in die Mark zu ziehen, die einem Margrafen zu Brandenburg zugehört, und da innen zu bleiben hie zwischen und Sand Michelstag; nach Sand Michels Tage möge er wieder ausziehen, und zwey Monad hie aussen bleiben, oder so lange untz er ihn ermane hinein zuziehen; er solle dann nicht wieder aus der Mark körnen, dann mit des Bischofs von Eystet Wissen und Willen. Ileinfz Biitner, Markart Scherer, bede Bürger zu Spalt, und Jörg Schneider zu Stauf geloben dass, wenn er der Stücke eines oder mehr überführe, sie nach seinem Leibe und Gute greifen wollen. Siegler: Conrad Newsteter, Hans von Habsperg und Heinrich Ekmanshofer. G, ain Freitag vor Sand Johanstag zu Sunwenden. (c. 3 S.) 21. Juni Albertus, episcopus Ratisponensis, ad petitionein proconsulum oppidi in Amberg missam perpetuam in ecclesia sancti Martini et altari sancti Michaelis in eadem sito dicti oppidi vulgariter angelicam missam nuncupatam, aliara vero in hospitali ibidem et in altari sancti Bartholomei apostoli et tertiani missam ad sanctum Georgium in capella sancti Vdalrici super carnario, prout illae ordinatae et dßtatac erant conflrmat. Consigillator: Conradus Eck, plebanus in Amberg. D. et A, Ilatispone die vicesima prima mensis Junii. 371 1421 22. Juni 23. Juni 27. Juni 28. Juni 29. Juni 4. Juli S. Juli Fridrich, Marggraf zu Brandenburg und Burggraf zu Xuremberg, und Johanns, Pfalzgraf bei Reyne und Herzog in Bairn, verbünden sich mit dem Landgrafen Johannsen zum Lewchtenberg, um das Schloss Parckstein und die Sladt Weiden zu gewinnen und in der beiden Erstem Hände zu | bringen, dass sie diese Plätze so lang innehaben und nicssen, bis sie der Landgraf um 2 Theilc der j Summe, um welche sic Herzog Ludwigen von Beim versetzt sind, von ihnen gelöst haben wird, so j zwar, dass dem Landgrafen ein Dritteil an der ganzen Summe abgehe; die Lösung darf zu beliebiger Zeit im Jahre geschehen. Würde aber vor geschehener Lösung zwischen obigen 2 Fürsten und Herzog Ludwigen ein Vertrag abgeschlossen, und die Uebergabe von Parckstein und Weiden an Letzteren darin bedungen; so soll dies der Landgraf ohne Widerrede geschehen lassen. G. des Sonntags vor sand Johanns des Tauffers Tag. Conradus, ordinis sancti Spiritus de Roma, magistcr et gubernator domus in Memmingen eiusdem ordinis, Ansheimo, episcopo ecclesiae Augustcnsis, dominum Hainricum Burklin ad perpetuam reetoriam parochialis ecclesiae sancti Johannis Baptiste in villa Vngerhussen, cuius ius patronatus sibi pertinere dinoscitur, praesentat. D. et A. in Memmingen In vigilia Johannis baptiste. (c. S.) Johann, Pfalzgraf bey Rhein, Herzog in Bayern, Sone von Hengau, Holland und Seeland, beurkundet, wie er über eine besondere Hülfe und Steuer von den Juden in der Stadt Regensburg, die sein Pfand sind, mit dem Rath und der Bürgerschaft daselbst übereingekommen ist, G. zu Strawing an Freitag vor sand Peter vnd sand Pauls tag. (c. S.) Der Rath der Stadt Regensburg bestimmt, dass die Juden daselbst von den 8000 ungcrischen Gulden, welche sie zur Hälfte dem Rathe und zur Hälfte dem Herzog Johannsen in Xiederbayern schulden, 2000 Gulden bis nächsten sand Bartholomeustag, 4000 Gulden auf künftige Liechtmess und 2000 Gulden bis Liechtmess über ein Jahr bezahlen sollen. G. an der heiligen zwelfpoten abent Petri vnd Pauli, (c. Sig.J Der Rath und die Gemain der Stadt zu Regensburg versprechen den Juden daselbst, dass sie 4 Jahre lang über ihre gewöhnliche Steuer nicht beschwert und übernommen werden sollen, jedoch mit Ausnahme der 8000 Ungerisehen Gulden, welche die Juden ihnen und Herzogen Johannsen in Xiederbayern schuldig sind; ferner erlassen sie denselben 4 Jahre lang 60 Pfund Regenspurger Pfenning an der jährlichen Gült. G, an sand Peter und sand Pauls tag der heiligen zwelfpoten. Hainrich, Pfalzgraf bei-Rhein und Herzog in Bayern, nimmt das Domkapitel zu Passau mit allen seinen Leuten, es seien Pfaffen oder Laien, in seinen besondern Schutz und bestätigt demselben alle von den Herzogen, seinen Vorfahren, und von ihm ertheilten Briefe und Urkunden, in allen ihren Punkten und Artikeln. G. zu Burkhausen an S. Viridis tag. Martinus papa quintus decano ecclesiae sancti Mauricii Augustensis mandat, quatenus ea, quae de bonis ad praeposituram Hcinriei Truchsess, praepositi ecclesiae Augustensis, spectantibus alienata 47 * 372 1421 7. Juli Ö. Juli 19. Juli »2. Juli 26. Juli 28. Juli invenerit illicite vel distraeta, ad jus et proprietatem eiusdem praepositurae legitime revocare procuret, D. Rome apud Sanetum petrum iii Non. Julii Pontiflcatus Anno Quarto. Leonlinrt Stumpf zu Ramsperg bekennt, dass ihn das Kapitel zu Augspurg mit drei Pferden zu dritt gewappnet mit Armbrust und Spiess auf ein ganzes Jahr als Diener bestellt habe. G. des nehsten Mentags nach Sant Vlriehs tag. (c. S.) Ritter Ilartungk vom Eglofstain, Landrichter zu Sultzbach, erkennt auf die Anfrage Ilanns Mistelbecks für sich und seine Brüder, Eberhart undWilhalm die Mistelbecken, ob er nicht mit seiner | Klage, die er gegen Ludwig, Herzog in Beyrn und Grafen zu Mortanii, wegen der Feste Lichten- ! stain, der dazu gehörigen jährlichen Renten von 100 Gulden und anderer in der Herrschaft Sultzbach j gelegener Güter des genannten Herzoges zuerst vorgebracht habe, der nämlichen Klage wegen der- j selben Güter, die Ulrich Feucht, Landschreiber zu Sultzbach, im Namen Johanns, Herzogs in Beyern, | gethan habe, billigerweis vorgehen soll, zu Recht, die Klage des Hanns Mistelbeck soll der des j Ulrich Feucht vorgehen. G, am Mitwochen vor St. Margretentag der heiligen Jungfrau, (c. S.) Wilhalm GerUtter zu Strauss und Uertzenlut, seine Hausfreu, verkaufen ihre Vogtei und ihr Gericht zu Pyburg aus 8| Lehen, und aus 11 Sälden daselbst, die sie als Pfand des Kaisers Ludwig sei. ererbt hatten, an Ilainrich Schmuker, Bürger zu Augspurg, und dessen Hausfrau Anne um 50 Pfund Augspurger Pfenninge, die sie mit 200 Pfund kleinen Pfenningen bezahlt erhielten. Mitsiegler: der veste Fritz Burggraf. G. am Samstag vor St. Marien Magdalenen Tag. (c, 3 S.) Johannes, Bischof zu Würtzburg und Erckinger von Sawnsheim, Ritter zum Stepfansberg vereinigen sich über einen Burgfrieden beym Schlosse Wielberg, an welchem Ersterem ein Drittheil und den von Sawnsheim zwey Drittheile als bischöflich-Würzburgisches Lehen zustehen, und geloben sich hierin gegenseitigen Schutz. G. an Marie Magdalena tag. (c. 2 Sig.) Vlreich Graf zu Ortemberg, Tumherr und derzeit Verweser der Techney und gemainlich die Tumherren des Capitels zu Passaw, setzen die vesten und erbern Pilgreim Rotawer zu Madaw, Ilainrich Prannt, derzeit Probst enhalb der Inprukk, Hannsen Kastenmayer, derzeit Stadtrichter zu Passaw und Lienharten Pewglein, derzeit Mautter zu Newnburg ob Passaw zu Selbscholn und Bürgen gegen den Landgrafen Johannsen zum Lewtemberg, um 150 Pfund Wiener Pfenning, darum sie von demselben 11 Fass Wein geborgt haben. G. zu Passaw an sand Annen tag. (c. Sig.) Bischof Johanns zu Eystet gelobt den Herren Wilhalm Tumprobst, Vlrichen Dechant und ge- meinlich dem Domkapitel zu Eystet, welche er dem Grafen Johanns von Helfennstain, welcher ihm 2300 Gulden rheinisch lehnte, zu Selbschollen gesetzt hatte, von derselben Selbscholschaft zu ledigen und ihnen den daraus etwa erwachsenden Schaden zu vergüten. Mitsiegler: Craft Morspeck zu Puch, 1421 30, Juli 16. Aug. 17. Aug. 3t. Aug. 6. Sept. 373 Mertein von Eybe zu Sumerstorff und Caspar Morspeck zu Morspach. G. am Montag nach Sand Jacobs tag des hailigen czwelfboten. (c. 4 Sig.) Martinus papa quintus decano ecclesiae Constantiensis niandat, quatenus monasterio Campido- nensi contra praedonum, raptorum et invasorum audaciam efflcacis defensionis praesidio assistens non pennittat, monasterium in personis et bonis suis a talibus inolestari et molestatores huiusmodi per censuram ecclcsiasticara compescat. D. Tibure iii kl, Augusti Pontillcatus Anno Quarto, Schreiben des Dietrichs Herbeistadt, Hofmeisters des Bischofs Johann von Eichstatt an die Bitter des Herzogs Ludwig von Bayern, Grafens von Mortany, wornaeh sie alle ihre Raisige und Diener mit ihren Rüstungen zu Eichstatt in des Heinrich Boll Haus stellen möchten. G. Sambstag vor vnser frawenlag assumptionis. (c. S.) Meister Rudolff, Erzpriester, Hans von Rot, beide Domherrn zu Augspurg, Fridrich der Burggrafe und Görg der Ploss schlichten die Streitigkeiten zwischen Ilainrich Truchsess, Domprobst, Got- frid Harscher, Dechant, und dem Domkapitel zu Augspurg und Herrn Berchtold von Reichartzweil^ Domherrn daselbst, einer- und Hans Willdrer, genannt Probst von Aitting, andererseits durch schiedsrichterlichen Spruch also: der Domprobst soll dem Willdrer den Zapfen zu Aittingen auf 5 Jahre lassen, dieser jährlich 8 fl. Rinisch dafür zahlen und mit der Probstei zu Aittingen nichts zu schaffen haben. . Auch soll der Willdrer fünf Jahre lang des Domkapitels Diener sein mit einem reisigen Pferd und dafür vom Kapitel jährlich 30 11. Rinisch erhalten etc. G. an dem nehsten Suntag nach vnser frawen tag assumpcionis zu der krüterweihin. (c. 3 S.) Cunrat von Hartheim, Ritter, bekennt, dass ihm Johannes, Bischof zu Wirtzpurg ein Dritthei 1 an dem Schlosse Wyelberg, und dazu den halben Zoll zu Vlsenheym und zum llamelstege mit Zugehörungen in Amtmannsweise auf die Dauer von 8 Jahren übergeben und verschrieben, auch erlaubt habe, 600 fl. rhn, darein verbauen zu dürfen, ihm dabei aber befohlen worden sey, den vom Bischöfe mit Erckinger von Sawnssheim, Ritter, und Erckinger von Sawnssheim zu Cottenheim geschlossenen Burgfrieden zu halten. G. am Suntag vor S. Egidien tag. (c. 1 S.J Fridrich, Marggraf zu Brandenburg, des hl. rüm. Reiches Erzkammerer und Burggrafzu Nüremberg, und Johanns, Pfalzgraf bei Rein und Herzog in Beyern, welche die Herrschaft und Schloss Parckstein und Weyden, deren Eigenschaft der Krone zu Beheime zugehört, mit dem Schwerte gewonnen und in ihre Gewalt gebracht haben, geloben sich, diese Herrschaften gemeinschaftlich zu gleichen Theilen inne zu haben und zu niessen, so dass keiner hinter dem andern Vortheil suche gegen ihren gnädigen Herrn, König Sigmunden, sondern Beide mit einander arbeiten, Herrschaft und Schlösser noch mehr zu ihren Händen zu bringen und zu befestigen, wie sich das immer beim Könige erwirken lässt, es sei mit Verschreibung einer Summe Geldes, oder mit andern Gnaden. G. zum Parckstein am Freitag vor u. 1. Frauen Tag Nativitatis, als sie dasselbe Schloss gewannen I und einnahmen. (c. 2 S.) 374 1421 11. Sept. 17. Sept. 9. Oct. 10. Oct. Thoraan Zirckendorffer und Jacobus Scybensdorffer, Kirchherr zu Angelprechtzmünster, bekennen, dass sie mit des Herzogs Ernst Gemahlin, Elisabet, Herzogin in Ucyern, wegen aller von ihrem Vetter, Fritz Zirckendorffer, hinterlassenen Habe, aller von diesem im Namen genannter Herzogin vorgenommenen Ausgaben und Einnahmen und der übrigen demselben von der Herzogin übertragenen Aemter ein gütliches (Jebercinkommen getroffen und derselben ein Genügen gethan haben, so dass weder sie noch ihre Erben an der Herzogin etwas zu fodern haben sollten. Siegler: Erasem der Hausner zu Freyhausen, Richter zu München. Taidinger und Zeugen: Wilhalm Mechselrciner, Ulreich Dachauer und Hans Locliner, Bürger zu München. G. am Pflntztag nach U. L. F. Tag, als sie geborn ward. (e. S.) Hanns' und Wolff von Seckendorff, Gebrüder, zu Pirckenfels bekennen, dass sie von Fridricb, Markgrafen zu Brandenburg und Burggrafen zu Nurcmberg die Behausung zu Pirckenfels mit allen ihren Zugchörungen, nämlich Mitteln- und Obern-Daehsteten, das Dorf Borspach, die Behausung zu Geberssdorff mit dem Hofe, das Dorf Sneitbach — ausgenommen einen Hof, der von dem von Wirtz- burg zu Lehen gehet — 3 Söldengüter zu Tiressdorff, das Dorf Newses, den Markt ßechliouen mit Weihern und .andern, endlich den Zehenten zu Flachslanden, das Alles ihr Vater selig, Apel von Seckendorff, auf sie gebracht, zu rechtem Mannlehen empfangen haben. G. des Mttwochen nach des heiligen Crewtzstag Exaltationis, (c. 1 S.) Margret die Greymolltynn, Wittib, Bürgerin zu Segensburg, früher an Herrn Albrecht den Greymolt selig verheirathet, bekennt, dass ihr ihr neuer Ehemann, Hanns der Prawscher von Ingol- stat, welchem sie ihr Haus zu Regensburg, dem Rathhaus gegenüber gelegen, dann 300 Rheinische Gulden an Beraitschaft und 700 Gulden an Leibgeding als Ileirathgut zugebracht hat, als Widerlegung desselben 3000 Rheinische Gulden versprochen habe (nachdem er schon früher seinen 3 Kindern Sigmvnd, Ells und Kathrey jedem 1000 Gulden verschrieben hatte), mit dem Beding, dass ihr, wenn ihr Mann vor ihr ohne leibliche Erben sterben würde, 1000 Rheinische Gulden mitsammt ihrem Ileirathgut verabfolgt werden sollen j sterbe aber sie vor ihm ohne Leibeserben , so solle ihr Mann von ihrem lleirathgute 300 Gulden erhalten; hätten sie aber Leibeserben, so solle ^alles Vermögen dem überlebenden Theile angehören und dieser schuldig seyn, die Kinder zu versorgen. Siegler: Peter der Müller, Sehultheiss zu Regensburg. Zeugen: Erhärt Notscherf, Vlrich Pawmgarttner und Hainreieh Strasser, alle Bürger zu Regensburg. G. an sand Dionisy tag. (c. S.) Wygeleis Schenck zu Geyrn quittirt die Bürgermeister und Rath der Stadt Nuremberg, über die am vergangenen St. Michelstag verfallene halbe Judensteuer von 200 11., welche ihm König Sigmund überwiesen hat. G. am Freitag nach sant Dionisy tag. (c. 1 S.) Jörg, Landgraf zum Leuchtenberg und Graf zu Hals, welcher Wolfharden dem Sentlingcr, Münzmeister zu Hals, achzig Pfund vier und sechzig Pfenning schuldig geworden, erlaubt ihm 375 1421 11. Oct. 14. Ocl. 15, Oct. 23. Ocl. solches Geld am Schlagsatz;, den er dem Landgrafen zu geben hat, wenn er münzet, abzuziehen. G. zue Halls am freitag nach sand Dionisii läge. Christoll' von Layming, Hauptmann der Feste und Stadt Lau ff, und die Bürger daselbst schliessen mit Fridrieh, Markgrafen zu Brandeburg, und Johanns, Herzog in Beyern, und deren Bundgenossen einen Frieden und Waffenstillstand, der auf den nächstkiinliigen Montag mit aufgehender Sonno beginnen, und bis auf den nächstkommenden sand Johannstag Suwenten und so lange darnach bestehen soll, bis ein Theil dem andern förmlicher Weise mit offenem versiegelten Brief absagtj auch nach j dieser Absagung soll obiger Waffenstillstand vier ganze Wochen hindurch aufrecht erhalten werden. | Brandschatzungen sollen nicht erhoben werden, diejenigen ausgenommen, deren Frist schon vor i Datum des Briefes abgelaufen ist, und Obgenannte, llauptmann und Bürger, Jemand, der zu Hilfe l kommen wollte, vorher aber an der Fehde nicht Antheil genommen, in die Stadt nicht aufnehmen. ! Auch wird gegenseitiges freies Geleit auf vier Tage ausbedungen und zugesagt, und andere in solchen Angelegenheiten übliche Bedingungen gemacht. G. des Samblztags nach sand Dionisen tag. (c. 2 Sig.) Thoman Widenman von Kiitzenkofen, von dem Domkapitel zu Augspurg als Knecht und Probst zu Aittingen aufgenommen, gelobt, alle Gilten und Geldschulden fleissig einzutreiben und den Mordbrennern und andern schädlichen Leuten sorgfältig nachzustellen etc. Siegler; Ilainricli von Seggendorf, genannt Egersdorffer, und Ytel Westernach der Jüngere. G. am nclistn Aftcrmentag vor sant Gallen tag. (c. 2 S.) Vor Hartungk vom Eglofstain Landrichter zu Sulfzbach klagt auf dem Landgericht zu llers- prugk Vlrieh Fewclit Landschreiber zu Sultzbach im Namen des Herzogs Johann auf die Veste Reichenegk und Alles was Conrad Truchsesse von Pomerssfelden sonst noch in der Herrschaft Sultzbach hat um iOO Mark Silhers Beschädigung, weil derselbe den Wein und anderes Gut der Anncn- lewte des Herzogs genommen und gen Reichenekk geführt hat und ihnen ihr Gut vorenthält. Es wird zu Recht erkannt: man soll dem Herzog die Veste von Landgerichts wegen einantworten und derselbe sie so lange inne haben, nutzen und niessen, bis er der 100 Mark Silbers Beschädigung gänzlich berichtet und bezahlt ist. G. zu Sultzbach am Mitwochen nach Galli, (c. S.) Papa Martinus deeano ccelesiae sancti Mauricii Augustensis mandat, qualenus ea, quac de bonis abbatissae et capituli saecularis et collegiatac ecclesiae sancti Stephani illieite alienata vel distracta invenerit, ad ius et propriefatem eiusdem ccelesiae legitime revocare procuret. D. Romac apud / Sane(am-Mariam-maiorem, decima ante kalendas Novembris, pontifleatus eiusdem anno quarto. Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern, ertheilt der Stadt Kemnath zu den drey schon früher von ihm bestätigten Jahrmärkten von denen der erste auf Sant Walburgis, der zweite auf St. Peter und Paul, und der dritte auf den nächsten Sonntag nach St. Gallentag fällt, Freyung auf je drei Tage vor und nach jedem derselben, so dass alle, die in dieser Zeit auf jene Jahrmärkte kommen, freies und sicheres Geleit haben sollen, mit Ausnahme derjenigen, die feindliches gegen ihn oder seine Nachkommen unternommen hätten, es sei denn, dass solche Leute von ihm, seinem 1 Vizedom zu Arnberg, oder seinem l’lleger zu Waldeckh für jeden der genannten Jahrmärkte ein I besonderes freies Geleit erhalten hätten. G. zu Amberg an dem Donerstag vor St. Simonis und Jude tag, der heiligen Aposteln. Wanndelburg die Seuerin, Priorin zu Altenhochnau, und der Convent daselbst bekennen, dass die Entscheidung ihrer Streitigkeiten mit Herrn Johanns, Abt des Gotteshauses zu Aettel, und dem 1 Prior und Convent daselbst, über einige Bauten durch Herzog Ludweig nachfolgenden Männern übertragen worden sei, nämlich : dem weisen vesten Ritter und Herrn Hanns dem Laiminger, Hauptmann zu Saltzpurg, den ehrbaren weisen Fridreich dem Reicliershaimer, Pfleger zu Wasserburg, Hanns dem Frastarffer, Erasem dem Marttein, Chunrat dem AVeiss, Hanns dem Fraunstetter, Fridreich dem Scheuflein, alle Räthe der Stadt AVasserburg, dann dem Meister Jacob, Brückenmeister zu Wasserburg, Meister Hainreich, Brückenmeister zu Müldorff, Meister Christan dem Frcunttel, Fridreich Stiiber, Brückenmeister zu Rosenhnim, Hanns Mülner zu Wasserburg und . . . Mülner von Aettel, und diese also entschieden hätten: dass sie das Werk zu oberst am Ort bei ihrem Kloster bauen und bewahren, aber nicht weiter als zwölf Schuhe ins Wasser bauen, die alten Werke aber ebenso und nur mit streichenden Werken, soweit ihr Grund und Boden reicht, und bis an die ihnen abgesteckten und .abgesprochenen Werke bewahren sollen , dagegen sollen auch die von Aettel nicht weiter als zwölf Schuh ins Wasser bauen und sie selbst die ihnen abgesprochenen Werke niederreissen. G. am Pfintz- tag vor St. Martteins Tag. (c. S.) Vor Hartungk vom Eglofstain, Landrichter zu Sultzbach, bringt auf dem Landgericht daselbst Hanns Mistelbek für sich und seine Rrüder, Eberhart und Wilhnlm die Mistelbecken, seine gerichtlich verbrieften Ansprüche auf die Feste Lichtenstain und die dazu gehörigen Renten im jährlichen Betrag von 100 Gulden, sowie auf alle in der Herrschaft Sultzbach gelegenen Güter des Herzogs Ludwig in Beyern und Grafen zu Mortanii vor, indem er zu gleicher Zeit klagt, dass er die 500 Gulden Hauptgut, die ihm der genannte Herzog schuldig sei, nicht bekommen könne, und desshalb uin 1000 Gulden Schaden genommen habe. Als hierauf dem Herzog Ludwig wegen dieser Ansprüche von Gerichtswegen Kunde gethan worden, aber von keiner Seite dagegen Einsprache erhoben wurde, so ward zu Recht erkannt, dass sowohl obige Hauptsumme als die Sehadenersatzfoderungen, wenn letztere von den Mistelbecken gerichtlich betheuert und ermässigt würden, diesen gutgeschrieben werden und giltig bleiben, und dafür von Gerichtswegen obige Güter eingehändigt werden, so lange, bis den Mistelbecken wegen ihrer Foderungen ein Genügen geschehen sein würde, diese auch volle Gewalt haben sollen, die genannten Güter um die betreffenden Summen zu versetzen. G. am Mitwochen nach St. Marteinstag. (c. S.) Chunrsdus Abbas, Stepphanus Prior et Conuentus Monasterij in Etal, ad instantiain magistrorum ciuium, consulum, subditorum et parochianorum ecclesiarum parochialiura Sancti Martini et Sancti 377 1421 Johannis in oppido Gundelflngen, ut prcdictae ecclesiae parochinles in unam redigantur cl uninntur, cousensum adhibent pariter et assensum. D. in die sancti Briccij. (c, 2 Sig.) 13. Nov. Johanns Herzog in Beyern schlichtet den Streit zwischen Herrn Steffan Satelpoger Domherrn zu Hegcnspurg und Cristoffcn Schönnsteiner wegen der Veste Newnhawse und anderer Güter dahin, dass diese Veste, welche Slogan Satelpoger jetzt innhat, dem Crisloff Schönnsteiner ausgeantwortet werden solle mit all ihren Zugchörungen ausgenommen das Dorf Salhaubtt das dem Satelpoger bleiben solle, und da das Dorf Pfand ist fiir den Landgrafen um 220 Gulden, soll der Schönnsteiner dem Satelpoger 100 Gulden bezahlen 3 ferner soll der halbe Weingarten an dem Snaittperg bey Pacho gelegen, den Conrad Satelpoger selig innegehabt, Steffan dem Satelpoger gehören etc. G. zu Cambe an Mitwoch nach sand Marteins tag. (c. S.) 16. Nov. Ludwig der Aeltere , Graf zu Oetingen und des röm. Königes Sigmund Hofmaistcr, und Ludwig der Jüngere, Graf zu Oetingen, quittieren die Stadt Lindow für den Empfang der gewöhnlichen Stadtsteuer von 200 Pfd. Hellern, welche am vergangenen sant Martinstage fällig war. G, am Sonntag nach sant Martins Tage. (c. 2 S) 25. Nov. Heinrich Herzog in Beyern bekennt, dem Ritter Seytz Frawnberger seinem Pfleger in Gries- pach 2000 Gulden schuldig zu seyn, und wenn er von demselben zu Weihnachten gemahnt wird, am Lichtmess-Tag darauf Zahlung leisten. Bürgen und Mitsiegler: Hans Frawnberger Pfleger zu Jul- bach, Asem Seyberstorffer Pfleger zu Teyspacli, Kaspar Waler Ilofmaister,. und Steffan Retelkofer Küchenmeister, G. zu Burkhausen an Kathrein Tag. (c. 5 Sig.) 28. Nov. Johanns Herzog in Beyern trifft hinsichtlich der in der Stadt und im Burggeding zu Camb herkömmlichen Gewohnheit — dass jeder Kauf oder Verkauf um Erb^und Aigen den ein Schulthciss zu Kamb versiegelt hat, also behafl't und beschädigt ist, dass derselbe der den Kauf gethan hat, Nutz und Gewire zwerchs übernacht damit erlangt und behalten und von Nutz und Gewire geantwurt hat — in Erwägung dass die erwähnte Zeit zu kurz ist und hiedurch Manchem Schaden zugeht, folgende Verfügung: Wenn fürbass Jemand kauft oder verkauft, Erb oder Aigen in der Stadt und in demBurk- geding zu Cambe, und der Schultheiss daselbst solch Kaufbrief versiegelt, dass dann derselbe Kauf also ein ganz Jahr und einen Tag bestehen soll ehe er den Kauf gethun hat Nutz und Gewire damit bestetten müge, und ob Jemand in dem Jahr käme der zu solchem Gut icht Hechtens oder zu sprechen heit und das mit Recht anfleng und thete, dem soll solch Versiegeln an seinen Rechten mit solchem fürzielin oder Gewire in demselben Jahr und einem Tage keinen Schaden bringen. G, zu Sulzbach am freitag vor Andres tag. (c. Sig.) 1. Dec. i j Johanns, Herzog in Baiern, bestimmt in Bezug auf die Vermauthung von Leinwand, Garn, Flachs, Schmalz und Käs, dass selbe, wenn die Kaufleute zu Regensburg sie im Lande Niederbayern kaufen und daselbst oder in der Stadt Regensburg wieder verkaufen würden, frei von Mauth seyn sollen; wenn sie aber dieselbe in fremde Lande ausführen wollten, so sollen diese Gegenstände der 48 378 1421 i. Dec. 9. Dec. 11. Dec. 12. Dec. 22. Dec. 24. Dec. s. die gewöhnlichen Abgabe unterworfen seyn. G. am montag nach sandt Andres tag des heiligen Zwelfboten. Martinus, papa, episcopo Eystetensi mandat, ut abhati et convcnfui monasterii in Ileydenheim cedente vel decedente perpetuo vicario parochialis ecclesiae ibidem eandem ecclesiam pcrpetuis tem- poribus, per unum ex dicti monasterii monachis, ad solum eorum nutum ponendum et amovcndura, regere ac fruetus, reditus et proventus ipsius vicariae in commnnes monasterii usus convertere concedat. D. itomae apud S. Petrum Kalendis Decembris, pontificatus sui anno quinto. Sigmund, römischer König gebietet dem Bürgermeister und Rath der Stadt Nuremberg die auf St. Martinstag fällige gewöhnliche Steuer an seinen Hofmeister Ludwig den Aeltern Grafen zu Otingen zu bezahlen. G. zu Yglaw am neehsten Dinstag nach vnser lieben frawen tag Conceptionis. (c. 1 Sig.) Derselbe gebietet dem Bürgermeister und Rath der Stadt Nurcmberg den Kammerpfenning der ihm von den dort angesessenen Juden am vergangenen St. Martinstag fällig, an seinen Kammer- meister und Rath, Albrecht von Colditz zu bezahlen. G. zu Iglaw am neehsten Donerstag für sant Lucien tag. (c. 1 S.) Derselbe gebietet dem Bürgermeister und Rath der Stadt Nurembcrg die halbe Judensteuer, nämlich 200 11. die ihm von den dort angesessenen Juden am vergangenen S. Miehelstag fällig, an Albrecht von Colditz zu bezahlen. G. zu Yglaw am neehsten Freytag vor S. Lueie tag. (c. 1 Sig>) Friedrich Markgraf zu Brandenburg des h. römischen Reiches Erzkammrer und Burggraf zu Nüremberg, Johanns Herzog in Beyren, Johanns Bischof zu Eysteten, Johanns Burggraf zu Nürerti- berg, dann Ludwig und Friedrich Gebrüder die älteren und Ludwig der jüngere, Grafen zu Oetingem schliessen mit den Bürgern zu Swebischen Werde an der Tunau ein gegenseitiges Schutzbündnis» gegen den Herzog Ludwig in Bayern, welcher die genannten Bürger trotz der Urtheile welche sie jüngst zu Costentz erlangt haben, an ihren Privilegien und Rechten kränkt und beschwert. G. am Montag nach Thomas Tag. (Vidimirt durch den Abt Johann zum h. Kreuz in Donauwörth anno 1422.) Maister Conrat von München gelobt, dem Rathe zu Regensburg ein Jahr lang als Arzt gegen 1)2 Rheinische Gulden zu dienen. Siegler: Der e ber weise Herr Peter der Malier, Schultheiss zu Regenspurg. G. an dem heiligen Weichnacht abent. (c. S.) Die Bürgermeister, Burger des Raths und ganze Gemeinde der Stadt llertzogenawrach geloben und schwören — nachdem sie Bischof Fridrich zu Bamberg unterm 3. Juni 1421 ihrer ihm geleisteten Pflicht losgezählt, und zur Sicherheit einer Vereinigung die Stadt, das Schloss und Amt Hertzogen- aurach versetzt — dem Domprobste Mertein von Lichtenstein, Dechant Anton von Rotenhan und Capitel des Stifts Bamberg in allen Stücken getreu und gewärtig zu seyn. s. d. et anno. (c. 1 S.) 1 4 2 2 1428 1. Jan. 2 , Jan, 3. Jan. 8. Jan. 9. Jan. Sigmund, römischer König gebietet dem Bürgermeister und Rath der Stadt Nuremberg die am vergangenen S. Martinstag verfallenVeytlieuser, schicken als Bundesgenossen der Grafen zu Octing, der Gebrüder Ludwig und Fridrich der Aeltcrn und Graf Ludwig des Jüngern, den beiden Herzogen Ludwig in Bnyrn und Grafen zu Mortein und zu Graispach einen Absagebrief. Siegler: Hans von Neuenslein, genannt Rohart. G. am Samstag vor Judica. (c. S ) Vor Ulrich Feucht, Landschreiber zu Sultzbach, als er anstatt des Ritters Hartung vom Eglofstain, Landrichters zu Sultzbach, auf dem Landgericht zu Ilersprugk zu Gericht gesessen, klagt Hanns Mistelbeck in seinem und seiner Brüder Eberhart und YVilhalm Namen durch Fürsprechen zum viertenmnl wegen seines Guthabens von 500 Gulden Rheinisch und 1000 Gulden Schadenersatz- foderungen an Ludwig, Herzog in Beyrn und Grafen zu Martonii, und spricht desshalb die Feste Lichtenstain und die von dieser aus Schloss und Herrschaft Sultzbach jährlich zu beziehenden Renten von 100 Gulden an, sowie die Renten von 150 ungrischer und behemisclier Gulden aus obiger Feste dann die jährlichen seit 18 Jahren ausständigen Renten von 30 Rheinischen Gulden aus dem Sünyger Forst, und schliesslich ein Hauptgut von 150 Pfund Iläller und die daraus auch seit 18 Jahren rückständigen Zinsen. Als sich gegen diese Klage und Ansprüche Niemand erhoben, wird zu Recht erkannt, Hanns Mistelbeck und dessen Brüder mögen für ihre Schuld- und Schadenersatzfoderungen an obigen und allen im Gericht Sultzbach gelegenen Gütern Herzogs Ludwig Ersatz suchen, und man möge denselben obige Güter und Gilten so lange einhändigen und geniessen lassen, bis die Hauptsummen und die Schadenersatzfoderungen vollständig bezahlt sind; auch Verpfändung derselben Güter um die gehörigen Summen soll den Mistelbecken nicht verwehrt sein. Siegler: das Landgericht zu Sultzbach. G. am Mitwochen vor dem heiligen Palmtag. (c. S.) Hanns Mynnär, Appateker zu Regenspurg, bekennt, dass ihn der Rath daselbst auf 8 Jahre zu dessen Appateker aufgenommen habe, ihm jährlich 16 Pfd. Helbling geben und ihn steuerfrei sitzen lassen wolle, doch auf Absagung; er will dagegen der Stadt (Armen und Reichen) mit seiner Kunst und Appateken treulich dienen. Siegler: Peter der Mäller, z, Z. Schulthaiss zu Regenspurg, G. des Phincztags vor dem hl. Palmtag. (c. S.) Peter Valkenstainer zu Valkenfels macht sein Testament und setzt Hainreich und Hanns, die Söhne seiner Muhme Barbara, seines Bruders Hanns des Valkenstainers sei. Tochter und Jorg des Frawnbergers Hausfrau, zu Haupterben, besonders der Festen Zaitzchofen und Valkenfels ein. Mitsiegler und Geschäftsherrn: seine liebe Freunde, Herr Haimeran der Notliaflt, Verweser in Nidern Beyren, Herr Hanns der Degenberger, Herr Fridreich der Awcr und Hanns der Ekker. G, an freytag vor dem Palmtag. Wilhelmus praepositus, Vlricus decanus totumque capitulum ecclesiae Eystetensis ecclesiam in Vach, herbipolensis dioeesis, ad ecclesiam parochialem in Zirendorlf pertinentem, in parocliialem et curatam erigunt. D. Eystet mensis Aprilis die Quarta. 389 1-123 4. April 6 April 8. April 13. April 14, April j) Revers des Heinrich Nothaft zu Weinberg, Vicedoms in Bayern rücksichllich des Schlosses Hilkersberg und des Marktes Aufkirchen, welche ihm Herzog Johannes von Bayern, Son von Hcnnc- gau, Holland und Seeland für die Summe von 10,193 11. auf Wiedcrliisung versetzt hat, da ihm nclim- licli der Herzog wegen der Sühne mit Brabant 2500 englische Nobel, und wegen jener mit Leyden 1000 11., sowie für geschehene Ablösung obiger bereits verpfändeter Besitzungen 2500 ungrische Gulden schuldig geworden ist. — Das Schloss mit seinem Zubehör soll des Herzogs offnes Haus seyn. G, auf den vierden tag zu Aprill. (lib. cop.) Fridrich F.ysteter macht sein Geschäft, und bestimmt, dass bei der ewigen Messe, welche er in llerrenrewt stiftete, sein Aidem Rüger Pferinger getreuer Helfer, und nach seinem Tode Lehenherr derselben sei; dass seine Tochter Barbara, Ilannsen von Staulf Hausfrau, seine Güter in nidern Bayrn, namentlich zu Eysteten und Ergolting erhalte, und auf ihre Kinder oder nächsten Freunde vererbe; dass die 400 reinische Guldin (um welche seine Hausfrau Barbara wohl wisse) nach seinem Tode von dieser und seiner Tochter gemeinschaftlich für sein Seelenheil ausgegeben werden. Mitsiegler: lladmar der Jüngere, Herr zu Laber und Pfleger zu llembaw; und des Erblassers guter Freund Wygalays vom Hof. G. am Mantag in der Marterwochen, (c. 1 S.) Graf Eberhart von Wertheim, Domherr zu Wirtzburg und Probst des Stiftes zum Newen- münster daselbst verleihet mit Bewilligung des Dechants und Capitels gedachten Stiftes an Hans von Rosenberg, Ritter, das Amt Tawberretterssheiin mit seinen Gefällen, Zubehörden und Rechten, auch den Zehenten an der Hohaltzhart von Röttingen gen Auckprunnen und bis an die Tawber, welchen Hans von Boltzhowsen der Alte von dem Stifte zu Lehen gehabt, gegen jährliche Reiehnisse und die bauliche Unterhaltung des Frohnhofes zu Tawberretterssheiin. G. an der nehslen Mitwuchen nach dem Palmtag. (c. 2 S ) Hanns Törsoh und seine Hausfrau bekennen, dass sie von Ulreichen dem Raningcr zu Ranyng und dessen Hausfrau Annen mit Gunst der Tumbherrcn zu Passaw das halbe Gut zu Pram, gelegen in der tawfchiricher Pfarre und in der scherdinger Herrschaft, welches von obigen Herren zu Erbrecht rührt, mit allen Rechten und Gütern gekauft haben, und wollen den genannten Herren oder deren Kellner in Beyern jährlich zu rechter Dienstzeit davon reichen: ein Viertnil eines Widers oder 9 wienner Pfenning dafür zu sand Stefläns Tag, ein halbes Huhn oder 2 w. Pfg. dafür, 2 Weriehart- Pfenning in der Stift, und zu sand Merteins Tag ein Miittel Habern. Mitsiegler: Ulreich der Pewntncr, Burghüter zu Scherding. G. am Montag in den Osterfeyertagcn. (c. 2 S.) Herzog Ott in Beyern verleiht den Bürgern zu Vyechlach einen freien Jahrmarkt auf sant Peters tag an der Ketten. G. zu Amberg vff Eritag nach dem heiligen Ostertage. Coram Johanne Sumpringer, decano ecclesiae Ratisbonensis et subcollectore camerae apostolicae per civitatem et diocesim Ratisbonensem, religiosus vir Johannes Vendel, professus monasterii beatae virginis in Waltsassen, rector parochialis ecclesiae sancti Bartholomaei in Rädwitz, personaliter con- 390 1422 stitutus proponit cum qucrela, quod a dicfa sua ecclesia in Rädwitz duae unitae quondam et annexae ecclesiae in Wansidel et in llöslein, filialcs suac, divisae sint, ita quod qnaelibet illarum ccdesiarum sit una ecclesia parochialis specialis, et de aliis conqueslus concordat cum subcollcetorc antedicto super annatis ecclesiae suac pro duodecim florenis Ungar., de quibus solulis a subcollectore praedicto quittatur et absolvitur. D. Itatisbonae in die sancti Tiburci. (c. S.) 17 . April Heinrich, Herzog in Beyern, gebietet allen seinen Untcrthanen, keine den Prälaten, Gotteshäusern und Klöstern seines Landes ungehörige Güter, Gilten und Gründe in irgend einer Weise zu verkümmern, zu versetzen oder zu verkaufen. G. zu Burkchawsen an freytag nach dem heylig'en Ostertag. (c. S.) }> Hans Rympechk Kirehenherr zu Gaindorlf verpflichtet sich, gemäss der Stiftung des Hans Poxawer Pflegers zu Zangwcrclik und der Pfarrlcute in der Hofmarcli Satlorn einen Gesellen für die Pfarre Gaindorf aufzunehmen, der in der Kirche zu Unser Fraun Satlorn wöchentlich 6 Messen sprechen soll. Siegler: Fridreich Abt zu S. Veit, und Hans Poxawer. G. am freitag nach dem h. Ostertag. » Engelmarus cpiscopus Kyemensis altare silum in basilica posterioris partis capellae sanctae Elisabeth in Castro Purkchawsen Salczhurgonsis dyocesis precipuc in honore Sancti Spiritus ac sancti Materni episcopi et martyris iuxta formam ecclesiae rite consecrat atque indulgentias in cerfis festis dat. D. et A. feria sexta infra octauas Ressurectionis domini in Castro Purkchawsen. (c. S.) 20, April Die Bürgermeister, der Rath und die Bürger der Stadt Monheim, geloben, nachdem sie vorher Hadmarn von Absperg selig und seiner Hausfrau Dorotheen, hierauf Ludwigen Pfalczgrauen bey Reine und Herzogen in Beyern unterthänig gewesen sind, ihrer jetzigen Herrschaft Endlichen Mar- grauen zu Brandenburg und Burgrauen zu Nüremberg, dann Ludwigen und Fridrichen den altern und Ludwigen dem Jungen Grafen zu Oetingen, welche in einem Kriege mit Herzog Ludwig ihre Stadt Monheim cinnahmen und zur Erbhuldigung nöthigten, Gehorsam und Treue. G. am nechsten Montag vor sand Jörigen tage des heiligen Ritters, (c, S.) j; Fridrich Marggraue zu Branndburg und Burggraue zu Nüremberg, Ludwig und Fridrich die altern und Ludwig der jüngere Grauen zu Oetingen bestätigen der Stadt Monheim etliche Freiheiten und Rechte. G. am nechsten Montage vor sand Jörgen tage des heiligen Ritters, (c. 4 S.) 22. April Sigmund, römischer König, gebietet den Bürgermeistern, Rath und Bürger der Stadt Rolem- burg auf der Tauber, die gewöhnliche Stadtsteuer zu 400 11. für die verflossenen zwey Jahre in Summe 800 fl. an Erkinger von Sawnsheim, Ritter, entrichten zu wollen. G. zu Presspurg an dem nechsten Freitag vor sand Gorgen tag. (c. 1 S.) 23. April Johanns, Herzog in Beyern, Son von Ilennigau, Hollannd und Seelannd nimmt den Juden Michel und dessen Angehörige in seinen Schutz, erlaubt denselben, in der Stadt Straubing zu wohnen, 391 an 23. April 28, April 29, April 30. April und ertheilt ihnen dieselben Rechte wie den andern Juden in Straubing, wogegen sic ihm jährlich auf St. Jorgentag 16 Gulden ungerisch, der Stadt Straubing aber 8 Gulden ungerisch entrichten, weiter aber durch keine Lasten beschwert werden, und, wenn sie bussl'ällig werden, als höchste Busse ein Pfund Regenspurger Pfenninge nach Verlauf eines Monates, später nichts mehr, bezahlen sollen. Wenn sie von Straubing wegziehen wollen, soll ihnen das unverwehrt sein, und auf 8 Meilen um Straubing Geleit gegeben und zur Einkassirung allenfallsigcr Guthaben Beistand geleistet werden* Ferner soll man gegen dieselben jeder Zeit mit 2 unparteiischen Christen und 2 Juden zeugen, ob- genannte Juden aber mit den andern Juden zu Straubing in Bezug auf Schankungen und dergleichen Sachen nichts zu schaffen haben, diese dagegen, was ihre Schule, Cullus und Geldangelegenheiten betrifft, nur gemeinschaftlich nach dem Rath und Willen der erstem handeln. Auch soll der Jude Michel volle Befugniss haben, zu Dingen, die die Juden angehen, ebensoviel beizutragen, als derjenige unter denselben, welcher den höchsten Beitrag liefert. Siegler: Heinrich Nothafft, Vicedom, und die Stadt Straubing. G. zu Straubing am St. Jorgentag. (c. 3 S.) Dyebolt der Guss bekennt, dass ihm Herzog Fridreich zu Oesterreich einen Hof zu Güncz- burg, der mit dem Zolle daselbst sein Pfand von ihm um 42 Mark Silbers ist, geeignet habe, wogegen er dem Herzoge verschiedene Güter und Hofstätten zu Lehe" aufgegeben habe; wenn man die Herrschaft Günzburg, welche sein Pfand von ihm (dem Herzoge; ist, lösen will, soll auch obiger Zoll um die 42 Mark Silbers mit andrer Pfandschaft gelöst werden, und dann ewiglich bei der Herrschaft Günczburg für eigen bleiben. G. zu Insprugg, an sand Jorigen Tag. (c. S.) Fridricli, Marggraue zu Brandenburg, verheisst den Bürgern zu Werde bry Nurenberg, sio bey der Befestigung ihres Marktes mit Gräben, Schranken, Zäunen, Planken und andern, so sie in diesen seinen Kriegen bis zum heutigen Tage gemacht und vollbracht haben, belassen, handhaben, schützen und schirmen zu wollen. G. zu Cadoltzburg am Dinstag nach dem Soistag so man in der heiligen Kirchen singet Misericordia Domini, (c. 1 S) Conrat Truchsess von Bomerssfelder Landrichter zu Nüremberg entscheidet die Streitsache des Conrat von Seckendorlf von Egerstorff genannt, Obleyer des Klosters Ahawsen, Namens gedachten' Klosters gegen Contz von Lenttersslieim, wegen der Vogtbarkeit über 2 Güter zu Gaysloch, dahin, dass das Kloster von dem von Lenttersslieim wegen dieser Güter in Ruhe und ohne alle Ansprache belassen werden solle. G. am Mitwochen nach sand Görgen tag. (c. 1 S.) Herzog Ludwig schreibt an die Bürgerschaft von Schwäbischwörth, dass König Sigmund der Feindschaft, welche zwischen ihnen obwalte, Friede gebothen habe, und ermahnt sie denselben anzu- nehmen. G. zu Ingolstadt Pfinlztag vor Philippi. (lib. cop.) Die Herzoge Ernst und Wilhelm verbinden sich mit Herzog Heinrich, das, was sie im gegenwärtigen Kriege dem Herzog Ludwig abgewonnen haben, oder noch abgewinnen mochten, gleich- heitlich zu theilen. D. Landshut, vigil. Phil, et Jac. (Arrod.) 392 1422 1. Mai Herzog Heinrich verspricht den Herzogen Ernst und Wilhelm zur Belagerung von Wasserburg und Fricdberg mit Reisigen, Fussknechten und Kriegsmunition behilflich seyn. D. Landshut au St. Phil, und Jac. Tag. (Arrod.) 2. Mai Andre Ilerleinsperger Vicztumb des Bisthums Passau quittirt dem Kästner Niklas Elsässer zu Ebelspcrg eine für ihn daselbst bezahlte Zeche. G. zu Ebclsperg am Sambstag nach Philipyi und Jacobi. 3. Mai Jorg Fraunberger der Aeltere zum Ilag, Pfleger zu Seherding, übernimmt anstatt des verstorbenen Peter Valkensteiner, der für Herzog Johanns von Hollanndt Stephann dem Seemann, Pfleger zu Kirchperg, um 800 Ungerische Gulden gutgestanden war, diese Bürgschaft mit allen Pflichten. G. an des hl. Kreuz Tag, als es gefunden ward. (e. S ) 4. Juni Martinus, papa quintus, abbati monnsterii sancti Scbastiani in Ebersperg mandat, ut capellam sancti Johannis Spitel vulgariter nuneupnlam Salzeburgensis dioeeesis, cuius ius patronntus nobilis vir, Georgius Frawenberger, baro baroniae de Frawenberg, priori et conventui monasterii sancti Nicolai in Ramsaw donare proposuit, eidein monnsterio in Ramsaw sua auetoritate incorporet. D. Rome npud Sanctum Petrum ij Non. Junii Pontificatus nostri Anno Quinto, 5. Juni Ulrcich Gumpprechf, vom Rath der Stadt Regenspurg als Pfleger auf die Veste Tumstaufl’ aufgenommen, gelobt, wesentlich und häuslich auf derselben zu sitzen, sie nebst aller Zugehörung treulich zu bewahren, auch auf urkundliche Weisung wieder ungesäumt auszuliefern; dagegen verspricht ihm der Rath als jährlichen Sold 10 Pfd. reg. Pfg, Mitsiegler: Wigolais vom Hof, und Hanns der Poppenberger, Beide Söldner zu Regenspurg. G. des Freitags nach dem hl. Pfingsttag. (e. 3 S.) 15. Juni Graf Rudolf von Montfort, Herr zu Rotenfeils, vertauscht dem vesten Ulrich von Haymenhofen zwei leibeigne Frauen gegen eine andere nebst Kindern, von welchen er sich jedoch deren Tochter Gret, Utz Züllenbüchlcr’s Weib vorbehält, und für letztere den Leibeigenen Hans Zweng, Tochtermann der Müllerin zu Haslach hingibt. G. am St. Vits Tag des heiligen Märtyrers, (c. S.) 19. Juni Ritter Chunrad von Ilaymenhoven bekennt von den 200 Reinischen Gulden, die ihm die Herzoge Ernst und Wilhalm in Beyrn für seine Dienste schuldig sind, den aut den Herzog Ernst treffenden Antheil von 100 Gulden erhalten zu haben. G. zu München am Freitag vor St. Johannscn Tag zur Sonn wende, (c. S.) 20. Juni Jorg Frawnberger zum Hag der Aeltere bekennt, dass der Erzbischof Fiberhart zu Saltzburg seinen Forderungen wegen der Kosten und Schäden, die ihm zugegangen, als er, während er die Pfleg zu Müldorf innegehabt, die Feste zu Rathmansdorf, Wernharten dem llaring, dem Feinde des Erzbischofs, gehörig, genommen, genug gelhan habe. G. am Sambtztag vor sand Johannstag ze Sunnwenndcn. 393 1422 21. Juni 22. Juni 24. Juni 25. Juni 26. Juni 29. Juni 4. Juli Johanns, Bischof zu Regenspnrg, vcrsel/.t Vlrichcn von llohenuells, Domprobst, Johanns, Dechant, und das ganze Domkapitel zu Regenspnrg dem Heinrich Smyeher um 1800, den Vlrich und Stephan den Aychhorn um 1100, dem Vlrich llcylingstctcr um 700, dem Hanns SannderstortTer um 200 und dein Conrat Glanast um 600 vngrische Gulden, und verpfändet obigem Kapitel dafür Ebcrs- pewnt, Awling, Geysling, Hohenburg auf dem Norkäw und die Uchcrtheurung auf seiner Feste Hohenburg. G. an Suntag vor Johanns Raptiste, (c. S) Martinus Papa Nicodemo episcopo Frisingensi indulget, ut in locis ecclesiastico interdicto sup- positis clausis januis, excommunicatis et interdictis exclusis, non pulsatis campanis et submissa voce missam et alia divina oflicia celebret ac faciat celebrari. D. Rome apud Sanctam mariam majorem X. Cal. Julii. Caspar der Hautzendorlfer und seine Hausfrau verkaufen dem Ritter Uainrich Nothaft zu Wernberg, Vicedom in Nidern Bciren, das Dorf Bischolfstorff mit aller Zugehiirung und die Wieso, hei Lu gelegen und die Landgriifin genannt. Mitsiegler: der veste Fridrich der Stahel, Jägermeister in Nidern-Dciren. G. an St. Johannstag zu Sunbenten. Martinus, papa quintus, Margaretae, abbatissae, et conventui monasterii Superioris monasterii Ratisponcnsis unionem et incorporationem paronhialis ecclesiac in Tegernheim Ratisponcnsis dioeccsis per Johannem Viccsimum tertium factam ratam habet et contlrmat. D. Rome apud Sanctaramariam- maiorem vii kl. Julii Pontificatus nostri Anno Quinto. Hainreich, Herzog in Bayren, bestätiget und erneuert dem Probst und Kapitel des Gotteshauses zu Rannshofen alle von seinen Vorfahren ertheilte Freiheiten, besonders bezüglich der freien Salzeinfuhr an seiner Mautstälte zu Burchawsen und ihrer Richter und Schranne zu Ilaselpach, und ertheilt denselben das Recht, dass sie auf Klagen über Grund und Boden nur in ihrem Stift und an der Schranne zu Ilaselpach sich verantworten dürfen, G. zu Purcliawsen an freytag nach sand Johannes tag zu Sunnbenden. Fridrich Emendorlfcr, dem Herzog Ludwig, Graf zu Graispach, das Schloss Wackerstain in pflegweise empfohlen hat, gelobt dasselbe treulich zu verwesen, seinem Herrn stätig mit 3 geraisigen Pferden und werlichen Knechten in der Veste zu warten, auch 3 Stuhlknappen und 2 Wächter darauf zu halten, und andre herkömmliche Obliegenheiten zu erfüllen; dagegen gibt ihm der Herzog 150 reinische Gulden. G. zu Ingelstat, an sand Pauls Tag. (c, S.) Chonrat Trqchsäss von Grayspach, gesessen zu Werde, gibt Leonharten von Werde, Procurator, Vollmacht, seine hinsichtlich der 10 Tagwerke Wiesmet an dem Häuchelbach zwischen Grayspach und Buchdorf und eines Holzmarks an dem Häuchelbach, der Brandt genannt, erlangten Rechte und Urtheile von Fridrich, Markgrafen zu Branndenburg und Burggrafen zu Nürenberg, und dem Ilof- 50 394 1422 gcricht des Burggrnfenthums zu Nürenberg, bestätigen zu lassen. Mitsicgler: Ilerr Wilhalm, Abt des Gotteshauses zu Werntz Ahusen. G. an Sant Ulrichs des hnyligen Byschofs tag. 6. Juli Burkhard Zchentnär und Peter Perkhainer, von den Herzogen Ernst und Wilhalm in Beyrn gefangen genommen, werden unter der Bedingung freigelassen, dass sie gegen dieselben und deren Bundesgenossen während der Dauer des Krieges nichts feindliches mehr unternehmen und auch sonst keine Ansprüche machen wollen. Siegler: Wilhalm Mächselrainer. Zeugen: Hans Torrer zu Uorn- stain und Stephan Ebsär. G. zu Münichen am Montag nach St. Ulreichs Tag. (c. S.) 7. Juli Otto, episcopus constantiensis, Johannem Torwart, praepositum et omnes conventunles monasterii in Ittingen ord. s. Augustini propter improvidam administrationein ar: vitam dissolutam penitus deponit et nmovet, dictumque monasterium llainrico Käser et Petro Giüekhafft presbyteris tradit, procurantibns quidem mngistro civium et consulibus civitatis constantiensis, ad praesens ipsius monasterii defensoribus, de cotisilio pariter et assensu abbatum infrascriptornm. Consigillatores: Hainricus, abbas monast. s. Galli, et Erhardus, abbas raon. in Crüczlingen extra muros constantienses, ord. s. Aug. D. mensis Julii die septiina, indict. XV. (c. 3 S.) 25. Juli Die Bürgermeister und Bürger des Raths der Stadt Rotemburg auf der Tawber machen sich gegen Vlrich Prennberger, Dechant und das Capitel des Stiftes zu Ilerriden verbindlich, das Dorf Tawbertzelle an der Tawber, das Dorf Burgstal darob, und das Dorf genannt das Newcnstetlein genhalben Tawberscheckcnnbacher Steig mit allen ihren Leuten und Gütern auf nächste zehen Jahre für ein jährliches Reichniss von 10 11. Rotemburger Währung in Schutz und Schirm nehmen zu wollen. G. an sant Jacobs tag des heylignn Zwelfpoten. (c. 1 S.) 5. Aug. Herzog Ernst gibt wegen geleisteter Dienste dem Freyberger, seinem Diener, den Laden, der an seinem Haus vor der alten Feste zu München gelegen ist und den der Herzog selbst gebaut hat und erlaubt demselben zugleich dass er dasselbe Haus mit Licht und andern Sachen wohl bauen und auch dieselben Licht in des Herzogs Garten richten möge. G. an sand Oswaldentag. (c. S.) 6. Aug. 1 i 1 Sigmund Römischer Kunig verleiht Fridrichen zu Heydeck die Feste Heydeck und empfangt von demselben den herkömmlichen Lehenseid. G. zu Niiremberg am nechsten Donnerstag vor Lau- renczentag. 10. Au g. Gorig Stainprecher von Ungern, und Barbara, seine Hausfrau, Jacob des Sünpekchen zu snnnd Nicla sei. VVittwe geloben, ihrem Herrn, Karol, Probst zu sand Nicla bei Passaw, in allen Dingen gehorsam zu sein, und, sobald er sie als Hintersassen nicht mehr haben wolle, zwei Monate nach geschehener Aufkündung abzuziehen und die Zimmer den Kindern des genannten Sünpekchen sei. stehen zu lassen und diese Zimmer nur dann für sich zu verkaufen, wenn obige Kinder ohne leibliche Erben mit Tod abgingen. Siegler: Wennlzla der Galsperger und Lienhart der Ehrer, Bürger zu Passaw. G. an sannd Lawrentzen tag des heiligen Martrer. (c. 2 S.) > 395 1422 14. Aug. ?? 17. Aug. j üainreich Truchsess, Domprohst, Godfrid Harscher, Dechant, und das ganze Domkapitel zu I Augspurg, ersuchen alle geistliche und weltliche Fürsten, Herren, Ritter und Amtleute, dem Chunrad Mülner, Hintersasse auf dem IlelfTenstainer Hof zu Guntramingen, der dem St. Gerdrautcn-Slift und dem Domcapitel mit allen Vogteien und Diensten zugehört, in dem eben ausgebrochenen Krieg keinen Schaden zuzufügen, da sie mit diesem Kriege nichts zu schaffen haben wollten. G, zu Augspurg an U. L. F. Abend Assumptionis. Johanes von Liipffen, des römischen Königs Sigmund Ilofrichter, bestätiget und confirmirt den Bürgermeistern, dem Rath und den Bürgern der Stadt Nüremberg einen Landgerichtsbrief vom 10. Juli 1393 und 4. December 1419, kraft deren ihnen die Irrungen, die zwischen dem Bischof Gerhart zu Wirtzburg, Bischof Lamprecht zu Bamberg und den Burggrafen Fridrich und Johannes zu Nüremberg über der von Prawneke Lehen ausgebrochen, bis zu kund gewordenem Ausgang der Sache im ruhigen Besitz ihrer Lehen keine Störung bringen sollen, G. zu Nüremberg an vnser lieben Frawen abend Assumptionis Marie zu Latein, (c. 1 S.) Derselbe bestätigt am Hofgericht in der Veste zu Nüremberg eine Urkunde vom 20. August 1420, kraft deren Conrat Truchsess von Bomerssfelden, Landrichter zu Nüremberg Arnolten von Seckendorff, von Windspach genannt, in Nutz und Gewähr der Behausung Runnburg, welche Heinrich und Wilhelm von Absperg ist, und in alle Güter und Rechte, die Wilhelm Schenk von Stoffenberg zu Stoffenberg und sonst wo hat eingesetzt, weil sie ihn mehr als um 800 fl. an die Juden versetzt und nicht von der Bürgschaft ledigen wollen. D. ib. et eod. d. (c. 1 S.) Sigmund, römischer König, gebietet dem Bürgermeister, Rath und den Bürgern der Stadt Rotemburg auf der Tawber, den Anschlag von der Jüdischheit bei ihnen, seinen und des Reichs Kammerknechten, welchen Johann, Pfalzgraf bey Rin und Herzog in Beyern zu einem Zuge wieder die Ketzer zu Behem und deren Helfer erheben wird, zu leiden, zu entrichten und zu bezahlen. G. zu Nüremberg am Freytag vor vnser Frawen tag Assumptionis. Derselbe erneuert mit Conrat Erzbischof zu Mainz, Johann Bischof zu Wiirzburg, und Fridrich Burggrauen zu Nüremberg Markgrafen zu Brandenburg die Erbbiindnuss und Einung, welche unterm 20. August 1366 der römische Kaiser Karl für sich und seinen Sohn Wentzlaw und seine Erben an dem Königreich Beheiin und der Markgrafschaft Brandenburg und Lusitz mit dem Erzbischof Gerlach zu Mainz und dem Bischof Albrecht zu Würzburg abgeschlossen hat. G. zu Nuremberge am freytag vor Bartholomes Tag. (c. Sig.) Derselbe fordert den Biirgermeisier, Rath und die Bürger der Stadt Nüremberg auf, dass sie ! seine und des Reichs Veste daselbst, die nun baufällig ist und guter Bewahrung und Besserung I wohl bedarf, damit er und seine Nachkommen geruhlieher in derselben -wohnen können, auch die ! Reichsstadt besser bewahret sey, in und auswendig der Stadt mit Thoren, Thürmen, Mauern, Gräben I und andern Bevestungen bauen und bevesten sollen und mögen, nach Nothdurft und nach ihrem Gut- 50 * 396 1422 17. Aug. 19. Aug. 21. Aug. 23. Aug. 25. Aug. 26. Aug. dünken, von Allermänniglich ungehindert, verheisst zugleich, dass diese Veste von der Stadt in keiner Weise gesondert oder entfremdet werden und dass sie, wenn er oder seine Nachkommen nicht leiblich zu Xiireinberg sind oder da wohnen, Niemand inhaben solle, als allein der Rath der Stadt Nüremberg, der dann ihm, seinen Nachkommen und dem Reiche getreulich damit solle warten, wie solches Kaiser Karl und König Ruprecht, seine Vorfahren am Reiche, auch verschrieben. G. zu Nüremberg, am Montag nach vnser frawen Tag den man zu Latein nennet Assumptionis. (c. S.) Derselbe entlasset Bürgermeister, Rath und Bürger der Stadt Rotemburg auf der Thawber auf Recht aus der Reich.sacht, weil sie den Achtschatz erlegt , und auch dem Grafen Johannes von Wertheim am kaiserlichen Hofgericht zu Recht stehen wollen. D. ib. et eod. d. Conrat Seheneke Herre zu Limpurg belehnt Fridrich von Berlichingen Engelhardtz von Ber- lichingen seligen Sohn mit dem Schlosse Luppach zu rechtem Mannlehen. G. vif Mitwochen nehste nach vnser Frawen tag Würtzwihe. (c. 1 S.) Ilanns Iloltzheimer Stadtrichter und der Messrer Richter zu Passaw , in seinem Hause nach Essen an dem Rechten sitzend gibt Vlrich dem altern Haiden Bürger zu Passaw auf sein Verlangen einen Gerichlsbrief über Nutz und Gewähr eines Krames, welchen derselbe von Andre Stetner dem Messrer gekauft hat und in dessen ruhigen Besitze und ohne alle rechtliche Ansprache derselbe nach seiner eidlichen Aussage, länger als Jahr und Tag gesessen ist. Zeugen: Hans Haller, Jorig New- maister etc. G. an Freytag vor sand Bartholomeus tag. (c. S.) Ernst, Erzherzog zu Österreich bestätiget den Bürgern der Stadt Nürnberg alle Gnaden und Freiheiten, die ihnen weiland die Herzoge Rudolf, Albrecht, Lewpolt, Wilhelm und Albrecht dahin gegeben, dass sie und ihre Diener mit ihrer Hab und Kaufmannschaft durch sein ganzes Land und Gebiet zu Wasser und zu Land sicher und ungehindert handeln und wandeln können. G. zu Nürnberg am Suntag vor sand Bartholomes tag des heiligen zwelfpoten. (c. 1 S.) Ulrich Eysenreich dem Johans, Bischof zu Freising, als Domprobst, Hilprand, der Dechant und das Capitel daselbst die Probstei Gerlspach überlassen haben, gelobt, mit der Probstei, deren Leuten, Gütern, Stift und Aemtern nichts zu handeln, ohne den Willen seiner vorgenannten Herren nichts zu thun, in deren Stift zu gehen, und, falls sie die Probstei einem andern übertragen wollen, diesem Avillig Platz zu machen. Mitsiegler: die vesten weisen Ulrich der Teulfel, Pfleger zu Aichach, und Hans der Auerberger. Zeugen: Wilhalm der Wernspcckli, Stephan Premier, Bürgermeister zu Aichach, und Chunrad der Händel. G. am Erichtag nach St. Barteimestag. (e. 3 S.) Sigisinundus, Romanorum rex, Nicodemo, episcopo Frisingensi, omnia sua et ecclesiae Frisin- gensis regalia sive feuda confert, ipsumque de eisdem infestit, D. Nuremberge die XXVI. mensis Augusti. (c. S.) 1422 27. Aug. 28. Aug. 30. Aug. 1. Sept. 2. Sept. 3. Sept, Hanns Ilumbrecht, und Angncs, Meyster Niclas‘Zyminermans von Hödiseten Tochter bekennen aus Herrn Johansen Bischofs zu Eystet Gefencknüsse gelassen worden zu seyn, und versprechen dasselbe nicht zu anden, äfern noch zu rächen; auch soll Hanns Huinbrccht wider den Bischof und seine Bundgenossen in dein Kriege gegen Herlzog Ludwig Grafen zu Mortain nicht seyn. Siegler: Jungker Dietrich von Herbilstat, Hofmeister, und Hanns von Habsperg, Statrichter zu Eystet, C. am Donrstag nach S. Barlholomeustage des heiligen Zwelfboten. Perchtold Spiegel, Diener des Erzherzogs Ernst zu Oesterreich, entsagt seinen Fodernngen, die er wegen seines Vetters, Erasem des Tzynein sei., an die Häuser und Hofstätten der Frau Margret der Künigynn , Bürgerin zu Regcnspurg, machen zu künndn glaubte. Siegler: Conrat von Krey, des Erzherzogs Hofmeister. G. am St. Augustein Tag des heiligen Lehrers, (c. S.) Johanns und Jorg Lantgrauen zum Leuchtemberg und Grauen zu Halls etc. Vettern verpfänden ihrem Oheim Hezzog Johanns in Beiren für 200 Gulden, welche derselbe für sie an Wenczlawen Gulden, Bürger zu Tachawe bezahlt hat, ihr Schloss zum Bleistein. G. zu Nuremberg ain nehsten Montag vor sand Gilgen tage. (c. 2 S.) König Sigmund verordnet auf vier Jahre vom nächsten Maria Geburtsfest an einen Waffenstillstand in den betrübten und den Widerstand gegen die Ketzer in Böhmen hindernden Streitigkeiten und Kriegen zwischen den bayerschen Herzogen Ernst und Wilhelm Gebrüder, Johann, Heinrich und Albrecht auch Herzogen und Pfalzgrafen, Johann Bischof zu Eichstätt, Ludwig und Friedrich Grafen zu Oettingen und Hanns Herrn zu Ileidek und den Reichsstädten Rothenburg an der Tauber, Schwäbisch Word, Nördlingen, DUnkelspiel, Weissenburg und Poptlngen eines Tlieils, und dem Herzog Ludwig, Grafen von Mortani und seinem gleichnamigen Sohn. Die Gefangenen sollen gegenseitig gegen Sicherheit frey gelassen werden; alle Brandschatzungen, so noch unerhoben, einsweilen auch unerhoben bleiben. A.uch Graf Friedrich von Oettingen der jüngere und Balthasar von Waldenfells, und die zwey, die gegen ihnen ledig zu werden geordnet sind, sollen inzwischen auch Tag haben, und bis zum Ausgang der vier Jahre soll aller Krieg durch Vergleichung gänzlich abgethan seyn, G. zu Nuremberg an sand Egidii tag. Albrecht und Ilaimran Gebrüder die Nusperger zu Kalbembcrg und zu Xewn Eglofzhaim theilen der Art mit einander: dass Ilaimran dem Nusperger zu seinem Tlicil das Schloss Newn Eglofzlieim mit allen Zugehörungen, wie sie ihr Vater besessen hatte, zufällt. Bey der Theilung waren: ihr Vetter Chünrad der Nusperger zu Chalbemherg und Jacob der Dieniir Pfleger zu Newn Eglolfsheim. Mitsiegler: Chunrad der Nusperger zu Chalbemherg. G. am nächsten Mittichen nach nach sand Gillgen tag dez heilygen Ilimelfürsten. (c. 2 S.) Branda, sanctae Romanae ecclesiae cardinalis, Fridrico, marchioni Brandenburgensi, Ernesto, Ilenrico, Guillermo, Johanni et Alberto, Bavariac ducibus, ex una, et Ludovico seniori et Ludovieo iuniori, Bavariae ducibus et Mortani et Graispach comitibus, ex altera parte, sub poena exeoinmuni- 398 1422 cntionis mandat, ut treugas ab Sigismundo, Romanorum rege, inter eos factas adimpleant et observent, D. Nurenbergae die Jovis tertia mensis Septembris. 3. Sept. König Sigmund befreiet auf Bitten des Ritters Dans von Seckendorff zu Tettelsaiv einen Efof ; zu Rotenbach vom Reichs-Lehenverbande und vergönnet ihm und dessen Hausfrau, Anna, denselben für freies und lediges Gut zu einer Frühmesse verschaffen und geben zu dürfen. G. zu Nurenberg, am Donerstag nach sant Egidii tage. (c. 1 S.) 4. Sept. Derselbe befiehlt der Stadt Memingen, ihre auf den nächsten St. Martins Tag fällige Reichssteuer dem strengen Frisehhansen von Bodman zu bezahlen. G. zu Nurembeig an nechsten Fritag nach sant Egidytag. 5. Sept. Idem monasterium in Ilailsprunn cisterciensis ordinis in suam et imperii protectionem et tutelam recipit specialem, eique omnia privilegia confirinat et innovat, jusque judicandi proprios suos homines et exemtiones a foro saeculari, steuris, talliis, contributionibus et pignorationibus approbat. D. Nurem- berge die quinta Septembris. (c. 1 S.) r> Branda tituli sancti Clementis presbyter Cardinalis, apostolicae sedis legatus archiepiscopo Saltzeburg notificat, quod Sigismundus Rom. rex cum principibus ad fidei catholicae conservationem exercilum in festo Michaelis proxime venturo indixit pro subventione et succursu castri de Karlstain, quod heretici (Biklevistae et Hussitae) tenent obsessum, mandatque ei et suffraganeis suis ut aliquos presbyteros ad predicanduin, Confessiones audiendum, penitentias iniungendum, absolvendum et cruce- signandum contra hereticos mittant. D, Nürenberge 1422 5. Septembr. 7. Sept. Sigmund, Römischer König vergönnet der Stadt Schwebischen Werde, einen Pfleger zu kiesen, der sie von seiner und des Reichs wegen schütze und schirme} auch verheisst er ihnen, dass sie beim Reiche fürbas bleiben und auf keine Weise davon kommen sollen. G. zu Nuerenberg am nächsten Montag vor vnser frawen Tag Nativitatis. (c. 1 S.) Derselbe bestätiget der Stadt Rotemburg auf der Tauber die von den römischen Kaisern und Königen ertheilte Freiheit bezüglich der gefreiten Richter. D. ib. et eod. d. (c. 1 S.) » Derselbe bestätiget das von seinem Vater, Kaiser Karl, dem Bürgermeister, Rath und Bürgern der Stadt Rotemburg ertheilte Privilegium vom 13. Juli 1355, kraft dessen derselbe sie von auswärtigen Gerichten befreiet, es wäre dann dass in ihrer Stadt den Klägern das Recht versagt oder verzogen würde, oder wenn Kaiser und Reich hinter sie zu sprechen oder an sie Forderungen zu machen hätten, in welchen Fällen sie an das kaiserliche Ilofgericht geladen werden könnten ; auch das Privilegium erneuert, dass die Stadt vom Reiche und seinem Oberhaupt nicht versetzt werden können, D. ib. et eod. d. (c. 1 S.) 399 1422 7. Sept. 9. Sept. 11. Sept. 13. Sept. Derselbe gebietet dem Grafen Johannes von Lupffen hu Stulingen, kaiserlichen Hofricliter, nicht weiter in der Forderungssache des Grafen Johannes von Werthheim gegen Bürgermeister, Rath und Bürger der Stadt Rotenburg auf der Tauher klagen und urtheilen zu lassen, bis er zuvor mit des Reichs Churfiirsten und Fürsten über der von Rotenburg erlangte und bestätigte Freiheit bezüglich des Reichs Ilofgerichts zu Rathe worden, ob man billig darum urtheilen solle oder nicht. D. ib. et eod. d, (c. 1 S.) Vor Härtung vom Eglofstain, Landrichter zu Sultzbach, klagt Hanns Mi'telbeck für sich und im Namen seiner Brüder, Eberhart und Wilhalm der Mistelbecken, durch seinen Fürsprecher auf dio Feste Liehtenstain und die dazu gehörigen Renten von 100 Gulden, auf alle in der Herrschaft Sultzbach gelegene Güter des Herzogs Ludwigs in Beym wegen zweier Hauptsummen von 500 Gulden und 150 Pfund Iläller, dann auf Schadenersatz von 1000 Gulden, worauf zu Recht erkannt wird, dass die Mistelbecken für diesen ihren Schaden sowie für ihr Hauptgut zur Schadloshaltung an obige Güter sich halten sollen. G. am nächsten Mitwochen nach unser Frauentag Nativitatis. (c. S.) Sigmund, römischer König, erlaubt dem Bürgermeister, Rath und der Stadt Nuremberg, Juden und Judinen, so oft sie des gut dünken wird, nufzunchmcn und wieder zu beurlauben, befiehlt ihnen, dieselben seinet- und des Reichs wegen zu schützen und zu schirmen, und will diese fürbas anders Niemanden befehlen oder verschreiben, und, falls es geschehen oder noch geschehen würde, soll es unkräftig sein, doch haben die Burger von Nuremberg die Hälfte des Genusses von den Juden in dio königliche Kammer zu reichen, und dazu von jedem Juden oder Jüdin, die zu ihren Jahren gekommen, jährlich 1 fl. Opferpfenning. G. zu Nuremberg am neclistcn Freytag nach vnser lieben frawen tag Nativitatis. (c. IS.) Derselbe erlaubt dem Ritter Conrat von Schellemberg zu Sultzperg ein Gericht über „Unzucht“ und Geldschulden zu besetzen. G. zu Nuremberg am nechsten Sontag vor des heiligen Crewtz tag Exaltacionis. (c. 8.) Derselbe bewilliget dem Bürgermeister, Rath und Bürgern der Stadt Nuremberg, dass sie neben den Goldgulden zu 22£ Grad, wie sie ihre Stadtwährung hergebracht, auch Goldgul len zu 19 Grad, wie des Reichsfürsten sie jetzt schlagen, prägen mögen, doch ihrem Stadlwährungsguldcn unschädlich, ferner Pfenninge zu halb Silber und halb Zusatz, deren 32 auf 1 Lotli gehen, und Iläller, daran Silber und Zusatz, und 47 ein Loth wägen, doch solle von dem Schlagsatz, der fällt, der halbe Theil in die königliche Kammer geliefert werden. G. zu Nuremberg an dem nechsten Sontag vor des heiligen Crewtzs tag Exaltationis. (c. i S.) Hanns Kuclilär, Marschall, Alban Klosnär und Matheus Granns, Hauptleute des Herzogs Hain- reich, machen den Pflegern, Richtern und Amtleuten zu Klingwerg, Trosperg und Rosenhaim bekannt, dass sie im Namen ihres Herrn dem Convent des Gotteshauses zu Scwn erlaubt haben, alle seine in 1422 die Oljlnl gehörige und in obigen Herrschaften und Gerichten gelegene Gilten und Güter selbst zu besetzen und zu bestiften. Siegler: Herzog llainrcich. G. an Suntag Nach Vnscrer liben Frawn tag Als sy geboren ward. (c. S.} 20. Sept. König Sigmund sagt den Rath und die Bürger der Stadt Xuremberg, welche'dem mit den Ständen des Reichs gemachten Anschläge gemäss 200 Wehrhafte zur Rettung des Karlsteins zu senden, dann 30 Spiesse und 30 Schützen zum täglichen Krieg wider die Wiclelfen und Ketzer, die zu Behem aufgestanden, zu halten gehabt hätten, von diesem Dienste los und ledig, weil er auf ein Jahr es über sich genommen, jene Wehrhaften, Spiesse und Schützen für sie aufstellen und halten zu wollen, nachdem sie ihm hiefür Genüge gethan. G. zu Nuremberg an sant Matheus abend, (c. 1 S.) / 25. Sept. Sigismundus, Romanorum rex, mandat, quod treugae ad eoncordandas lites inter Fridricum, mar- chioncm Brandcnburgensem, Johannen:, eius lilium, Ernestum et Guillermum, fratres, Johannem, Hen- rieum et Albertum, omnes llavariae duoes, et plures alios ex una, et Ludovicum, et Ludovicuin eius filium, duces Bavariae, ex altera parle ex longo tempore durantes et ad eradicandain Hussitarum sectam Xurenbergac a se factae in proxima feria secunda incipere et quatuor annis sequentibus durarc debeant, inimicitiae praedictarum partium infra unius anni spatium aut amicabiliter aut iudicialiter terminentur et de aliis litiganlium controversiis dccernatur. D. Ratisponae feria sexta proxima Michaeli. 26. Sept. König Sigmund erklärt, dass er über seine Ansprüche zu den Juden in Regensburg und denen des Herzogs Johann in Bayern vorerst mit letzterm sich vertragen wolle, chvor er eine Forderung machen werde, G. zu Regensburg am neehsten Sampsstag vor sant Michels tage. 28. Sept. Viuiantz, Barmünd und Gebhart die Fraunberger, Gebrüder und Söhne Sigmund des Fraunberger sei. zu Hubenstain, vermachen ihrer S hwester Magdalen der Fraunbergerin, Klosterfrau zu Säldental bei Lantzhüt, ihr Gut zu Kolbing in der Art, dass dieses nach dem Tod derselben wieder an sie heim- fallcn soll. Zeugen: Fridreich Westner und Jorg Morringor. G. an sand Michels abent. (c. 2 S.) 20. Sept. Conrad Bollinger, dem Pfalzgraf Ludwig das Schloss und Amt Helffenberg empfohlen hat, verspricht demselben damit zu warten und zu dienen und nach dessen Tode dem Pfalzgrafen Ruprecht und stürbe auch dieser, dessen ältestem Sohne, welcher ein Pf ilzgraf ist. G. auf sand Michels Tag. (c.S.) 30. Sept. Sigismundus, Romanorum rex, abbati et conventui monastcrii Scotorum et Ybernicorum de maiori Scotia omnia privilegia, iura et immunitates et nominatim privilegiurn a Friderico Secundo, Romanorum rege, eis concessuin (d. d. apud Ratisponam xiiii Martii 1212) conlirmat atque innovat. D. Ratisponae Die ultima mensis Septembris. 1. Oct. 'Derselbe gelobt, dem Edeln Leupolt Landgrauen zu Leuchtemberg allen Schaden zu ersetzen, den er etwa im Kriege wider die Ketzer erleiden sollte. G. zu Regenspurg An sand Remigy tag. 40J 1422 2. Oct. 3. Oct. » 4. Oct. 7. Oct. Sigmund, römischer König, macht einen Frieden auf vier Jahre zwischen Fridrichen Marg- grauen zu Brandemburg, Hansen, dessen Sohn, Ernsten und Wilhelmen, Gebrüdern, Hansen, Heinrichen und Albrechten, Herzogen in Beyern, Johansen Bischof zu Eystetcn und Ludwig, König Sigmunds Hofmeister, und Fridrichen, Gebrüdern, Grafen zu Otingen, Hansen, Herren zu Heydcck, und den Bürgern der Reichsstädte Botcmburg auf der Tawber, Swebischenwerde, Nordlingcn, Dinkclspuhel, Weissenburg und Boppflngen einerseits, dann den Hocligcbornen Luilwig und Ludwig, seinem Sohn, Pfalzgrafen bei Kein, Herzogen in Beyern und Grafen zu Mortany, andererseits, worin bestimmt wird, dass die Prantschacz, welche noch nicht bezahlt ist, und zu deren Bezahlung die Zeit ausgegangeu wäre bis auf Datum dieses Briefes, noch bezahlt werden solle; seyen aber die Tage noch nicht gekommen, so solle man warten, bis mit dem liechte oder der Mynne ausgesprochen wird; die gefangenen Edeln und Erbern sollen auf Treue, die gefangenen Geburen aber auf Bürgen ausgelassen werden, und zwar nach dem binnen einem Jahre erfolgten Ausspruch des Königs, während welcher Zeit er auch mit Liebe oder mit dem liechte über alles streitige Erbe, Eigen, Schulde und andern Sachen entscheiden wolle; mit allen Landstrassen solle es gehalten werden, wie es von Alters hergekommen ist; die Landgerichte Greyspacb, Hirsperg und Hochsteten sollen von beiden Theilen Stillstehen bis zum Ausspruch des Königs; Herzog Ludwig und auch sein Sohn mögen alle ihre Schulden mit dem Rechte erfordern von dem Marggrauen zu Brandemburg und allen andern ihren Schuldigem und auch alle andere Sache um Erbe, Eigen, Land und Leute, und anders; eben so mag auch die Widerparlhei an den Herzog Ludwig und seinen Sohn ihre Rechte geltend machen; um die Stadt Swebischenwerde solle dem Herzog Ludwig binnen einem Jahre Recht geschehen, und ebenso der Stadt Swebischenwerde gegen den Herzog; gegen irgend einen Friedbrecher solle von Herrn Branda, Cardinal von Placencz, Legaten des päbstlichcn Stuhls der Bann ausgesprochen werden. G. zu llegenspurg am nechsten Freytag naeh sant Michels tag. König Sigmund übernimmt für die Stadt Ougspurg, die verpflichtet war, zur Rettung des Karlstein und zum Krieg wider die Wifcleffen und Ketzer in Behem ein ganzes Jahr lang auf eigne Kosten Mannschaft zu stellen, auf die Dauer dieser Zeit und gegen empfangene Entschädigung diese Verpflichtung, und spricht die Stadt auf ein Jahr vom Kriegsdienst frei. G. zu Rcgenspurg am nächsten Samstag nach St. Remigiitag. (c. S.) Derselbe erklärt hinsichtlich der Lehen welche Iladmar von Laber von ihm empfangen hat, dass dieses dem Dietrich von Stauf hinsichtlich seiner Rechte auf die Lehen welche die Erenfelser vom Reiche zu Lehen gehabt haben keinen Schaden bringen soll. D. ib. et eod. d. Caspar Torringer zu Torring gelobt, den Jobst zu Abensperg welchen er dem Albrecht Murher zu Gutenekg wegen einer Schuld von 1000 Gulden als Bürgen gestellt hat, hinsichtlieh dieser Bürgschaft gänzlich zu lösen. G. am Suntag nach Michels Tag. (c. Sig.J Erasm Leyminger zu Tegernpach bekennt, dass er sich mit Johanns und Jorg, Landgrafen zilm Leuchtemberg und Grafen zu Halls, wegen Geldschulden und Schäden, die er und seine Hausfrau, 51 402 1422 10. Oct. 11. Oct. 15. Oct. >> 16. Oct. Fridcrich des Stahcls Tochter, beide seel., an denselben zu fodern hatten, verglichen habe, und bezahlt worden sei, und dass die Gerichtsbriofe, die sein Schwiegervater von den Landgrafen auf das Schloss Gotterstortf und andere Güter erhalten hatte, und die man ihm selbst in Ilitndcn gelassen, keine Kraft und Giltigkeit mehr haben sollen, er dieselben den Landgrafen auch ausliefern wolle, wenn er sie nicht mehr bedürfe. Mitsiegler: der edle und veste Ritter Jorg Aichpcrgcr zu Seidenaue. G. am Mittwochen vor St. Dionisiitag, Martini Papae bulla de incorporatione ceclesiae parochialis in Altencglofshcim ad mensam episcopi Itatisponensis pro sustentatione episcopi suffraganei. D. Rome apud S. Mariam majorem VI. Id Octobris Pontif. anno quinfo. Sigismundus, Romanorum rex, de gravaminibus, quae Ludovico, Bavariae duci et Mortani comiti, ut hie asserit, ex treugis Xurenbergac factis orta sunt, ita sententiat: de stratis et viis publicis et dominiis in Graispach, Ilirsperg et Iloehsteten consuetudinem antiquam observandani, se ipsum autem non obligatum esse, ad iudicium, quod de dicto duce fiat, electores et alii principes imperii, qui eius capitales inimici sint, recipere et ex mera oblivione factum esse, quod filius marchionis Brandenbur- gensis in dictis treugis non comprehcndatur. D. Pathaviae proxima dominica ante festum Galli. i Viuiantz, Warmund und Gebhart die Frawnbergcr, Sigmund des Frawnberger seligen Söhne ' bekennen, dass Herzog Heinrich die ihrem Vater verpfändeten Güter, genannt Langenpreising, nämlich die Vogtei auf dem Pfarrhof Giismaring, drei Gut Sunderdarf, vier Gut Chemnaten, drei Hub Pfenigspacli, Vlfing, Swabsteten, Xewlaren, drei Gut: das Gut in dem Giettcnpaeh, den Ilof zu Geysel- jiaeh, das Gut in dem Zeil und andere, obgleich die Briefe darüber verloren gegangen, wieder gelüst habe, und geloben, keine Ansprache mehr an vorstehende Güter zu machen, wenn auch die Briefe : sich vorlinden sollten. Siegler: Viuiantz der Frawnberger für sich und seine Brüder Warmund und Gebhart und ihr Vetter Lucns der Frawnberger. Zeugen: Hanns Tanner, Castner zu Purchrain, Albreht ; I’erehöfcr, Richter zu Purchrain, G. an Sannd gallen abendt. i Amley von Chamer, Sigmunden des Frawnberger seligen Witib, gibt ihre Zustimmung, dass ! Herzog Heinrich die ihrem seligen Manne versetzten Güter von ihren Söhnen Viuiantz, Warmund und Gebhart um eine ihnen begnügende Summe wieder einlöse, und begiebt sich aller Ansprache auf die— . selben. Siegler: Arnolt von Karner, Amley Karners Bruder. Zeugen: Ilainrich Stöckel und Jorg Checlik D. eod. d. Claus Stellbank Bürger zu Kempten schwört dem Bürgermeister und Rath zu Kempten, dass : er allenfallsigc Rechtsansprüche gegen sie, sowie gegen das Spital und seine Pfleger zu Kempten, nur vor einem Bürgermeister oder Stadtamman daselbst gelten machen wolle, Siegler: Benez Rcichen- bach Stadtamman. G. an sant Gallen tag. (c. S.) 403 1422 17. Oct. 19. Oct. 23. Oct. 24. Oct. 27. Oct. 29. Oct. König Sigmuml erlaubt dem Bischof Johann von Regensburg die Veste Tumstauff nebst Zuge- hürung, weiche vom Bischof und Capitel zu Regenspurg einst seinem Vater, Kaiser Karl, um eine genannte Summe Geldes verpfändet wurde, nach einem Ausspruehe des Pthlzgrafen Ruprechten um 21000 Gulden wieder einzulösen. G. zu Passaw, am Sambstag nach sand Gallen Tag. (c. S.) Wigolais Degenberger von dem Rath zu Regenspurg auf die nächsten 2 Monate vom Erytag nach St. Gallen tag auf eigne Kosten mit vier langen Spiessen, i. e. je 3 Pferde auf einen Spiess, als llaupünann zu dem Zug nach Beheim aufgenommen, gegen einen Sold von 32 Reinisclien Gulden für jeden langen Spiess in jedem Monat, gelobt, wenn man seiner bedürfe, nach den 2 Monaten jährlich einen Monat um obigen Sold zu dienen. G. des Montags nach St. Gallentag. (c. S.) Jolians, Herzog in Bayern, Son von Henigau, Hollandt und Sclanndt befiehlt llainricli Nothaft, seinem Vicedom, und Hanns Kastenmair, seinem Landschreiber in Bayern, an YVouter von Gcnnt die 2500 Reinischen Gulden, die er demselben für seinen geheimen Rath, Herrn Hubert, Herrn zu Kulem- burg, schuldig sei, zu bezahlen, oder, wenn sie dieses Geld gerade nicht haben sollten, sich mit demselben über einen andern Zahlungstermin zu vereinigen. G. Hage des Freitags am 23. Tag in Oktobri. (c. S.) Hans der Aclidorfier zu Mülhawsen vereinigt sich mit seinem Vetter Peter dem Achdorfl'er zum Hohenslain hinsichtlich der von des genannten Hans Bruder Conrad Achdorfl'er hintcrlassenen Habe, so dass Hans Achdorfl'er den Sitz zu Weichs sammt Zugchürungen, und Peter der Achdorfl'er den Sitz zu Gänchofen, einen Hof zu Dornpaeh und einen Hof zu Prunn inne haben soll. Mitsieglcr: Fridreich der Stahel Jägermaister in Nydern Bairn. Tcydinger: Ritter Ilaimeran Nothaft zu YVern- berg, Verweser des Landes in Nydern Baircn, Caspar Hawtzendorfter, Hans Achdorfl'er und Jürig der Hewraws. G. am Sambztag vor Symon und Juden Tag. (c. 2 Sig.) llainricli Gutzer zu Pospawr, als er daselbst statt Conrad des Ammann, Richters zu Pospawr, zu Gericht sass, erkennt auf die Klage der Vogelkünel von der Scligenpforten, dass sie von Conrad dein Dorelpeckc von Pefelpach in dein Besitze ihres Erbleins und ihrer Habe daselbst gestört werde, auf den Grund eines frühem schiedsrichterlichen Spruches des Ritters Hanns von Stawtf zu Recht: die Vogelkünel soll bei ihrer Habe verbleiben und jede der beiden Parteien das, was sie vorher schon gehabt, auch ferner behalten. G. am ncchsten eritag vor Symonis und Jude der zwelf- poten. (c. S.) Lorenlz YVliny von Gcir in Ungern, von dem Rath zu Regenspurg wegen grosser Beschuldigung, die man gegen ihn wegen des Römischen Königs Sigmund vorgebracht, gefangen gesetzt, schwört J bei seiner Entlassung Urfehde, und wird aus Ungern und allen Ländern, in denen König Sigmund i wohnt, verwiesen. Siegler: Peter der Müller, Schultheiss zu Regenspurg. G, des Pfintzfages nach I Symonis et Jude der heiligen Zwölfboten, f)| * 404 1422 6. Nov. 7 . Nov.. 9. Nov. 13, Nov. 1 Heinrich Nothaft zu Wernbergh Vitzdumb in Nidern Beim verspricht, nach Verlauf von 9 Jahren seinen Sohn Albrecht des Jobst von Abensperg Tochter Margret zur Ehe zu geben, so dass dann Jobst von Abensperg seiner Tochter Margret 1500 Gulden Ileirathgut auf dem Schlosse Alten- Eglolfshaim auszeigen, und dessgleichen zur Widerlegung dieses lleirathgutes Heinrich Nothaft seinem Sohne Albrecht 1500 Gulden auf dem Dorfe Semkoven anweisen soll. Mitsiegler: Ilaimeran der Nothaft des obgenannten Heinrich Nothaft Sohn, und desselben Oheim Fridrich der Awer zu Prennberg. G. an Lienhards Tag. (c. 3 S.) Georius, episcopus pataviensis, Ulrico praeposito in Kyemsee concedit, per Pataviam et Obern- perg deducere deorsum in Austriam strues et ligna pro aedificiis suis necessaria, et sursum ducere 18 ternarum vini et bladum pro praebenda sua, sine muta danda, dumtaxat pro tempore vitae praepositi supradicti. D. Wienne, die Sabbati post omnium sanctorum. (c. S.) Hanns Gerung, Zunftinaister der Fischer und SchiiTleute zu Lindow, und die Eilf und die gesammte Zunft bestimmen mit Einwilligung des Halbes und der übrigen Zunftmeister zu Lindow, wielange jeder Fischer an Sonn- und Feiertagen durch das ganze Jahr von seinem Gewerbe feiern soll, bei Strafe von 10 Schilling coslentzer Pfenning. Siegler: der Rath der Stadt Lindow. G. an dem neehsten Mentag vor sant Marlis Tag. König Sigmund der Ludwigs Herzogs in Beyern und Grafen zu Mortnin Landgerichte zu Hirsberg, Graispaeh und Hochsteten als aufgehoben erklärt hatte, widerruft auf Ansuchen des genannten Herzogs diesen seinen königlichen Ausspruch, und gibt ihm und seinem Sohne die Gerichtsbarkeit obiger Landgerichte, als in voller Kraft bestehend, wieder zurück; doch soll Jedermann die Appellation von denselben an ihn, den König, unverwehrt sein. G. zu Wienn am neehsten Montag vor sand Martinstag. (c. S.) Johann Pfalzgraf hey Rhein Herzog in Bayern entscheidet hinsichtlich der Irrungen zwischen dem Frauenkloster zu Bergen im Eichstädter Bisthum und Iladmar Herrn zu Laber von wegen der Pfarrkirche und des Zehends zu Praitenbronn, dass der Bischof zu Eyslet dem Vicarier zu Praiten- bronn welchen die genannten Klosterfrauen dahin gesetzt haben oder setzen werden, von den Nutzen und Renten der Pfarrkirche zu Praitenbronn eine ehrbar nährende Pfründe ordiniren solle, dann dass die erwähnten Klosterfrauen Ihren Zehend zu Praitenbronn ungehindert selbst sammeln oder ver- äussern können, dass denselben auf diesen Zehend vom Iladmar zu Laber keine Steuer gelegt werden, und dass ihnen der von Laber ihren vorenthaltenen Zehend verabfolgen lassen soll. G. zu Neuenmarkt am freitag nach Martins Tag. (Copia Simplex.) Johanns, Graf zu Schawnbergk, erneuert und bestätiget dem Abt und Convent des Klosters zu Fürstenzell alle von seinen Vorfahren erhaltenen Freiheiten und namentlich die Zollfreiheit an seiner Maut zu Aschach, wo dieselben all ihr Getreid und allen Wein aus ihren Gütern zu Österreich zoll- 1422 13. Nov. 14. Nov. 86. Nov. 87. Nov. 405 frei durchführen sollen, gegen Abhaltung eines ewigen Jahrtages. G. am Freytag nach St. Lienharts Tag. (c. Sig.) Herzog Johanns von Beyern befiehlt nach den Streitigkeiten zwischen dem Kloster zu Pergen und Hadmarn, Herrn zu Laber zu Praiteneck dem altern, in Betreff der Incorporation der Pfarrkirche zu Praitenprunn, sowie der dortigen Zehenten und Widern, dass der Bischof zu Eystct zwischen heute und Liechtiness nächstkünftig eine genügende Pfründe für den Vicarier zu Praitenprunn festsetzen, Hadmar von Laber dagegen das Kloster an dem Zehenten zu Praitenprunn nicht ferner irren solle. G. zu Nuwmargt, am Freitag nach sand Merteins Tag. (c. S.) Fritz, Hanns und Cristan die Dürlineyr von Katzwang geloben den Bürgern des Raths der Stadt Nureinberg, die wegen eines an dem Smid zu Katzwang verübten Frevels erstandene Gefäng- nissstrafe niemals rächen, und Ersterer 5 Jahre 6 IVTeilen von Nüremberg und dem Kloster Ebrach, Zweiter 10 Jahre über die Tunaw und Letzterer 10 Jahre über den Reyn sich entfernen zu wollen. Siegler: Hartman Rindsraaul, Hanns Kamrer und Peter Krag. G. am Samstag nach sand Merteins Tag. (c. 3 S,) Wolffhart von Brandis, Freiherr, bestätiget den Wallisern in dem Thal Vallentschinen, welche nach dem Tode seines Vaters Wolflhart von Brandis ihm zugefallen waren, alle die Freiheiten und Rechte, welche denselben sein Vetter, Bischof Hartman von Cur sei., als ein Graf von Werdenberg von Sangans ertheilt hatte, und die insbesondere in Ertheilung eines eignen von dem Landgericht in Wallgü unabhängigen Gerichtes und in Aufstellung eines besondern Ammannes bestanden. G. in dem Dorf zu Dürringen des nächsten Donnerstag nach St. Katherinen Tag der lieben königlichen Magd. (c. S ) Vor Wilhalm, Herzog in Beyern, und den Weisen und Vesten, Stephan Smyeher, Hanns Torer, Erasm Hausner, Richter zu München, Hanns Sluder zu Weylbach und Heinrich Engelschnick, Pfleger zu Päl, erklärt Thoman Uäreszeller durch seinen Fürleger, Pauls Aeresinger, dass er gemeinschaftlich mit Matheis von Karner von Yetzendorff von seinen Feinden in der Reyschermu Brandschatzung erlitten hätte, wogegen Heinrich, Probst zum hl. Kreuz in Augspurg, durch seinen Für- leger, Frantz Tichtel erklärt, dass Letztere zwei sich an seinen Leuten und Gütern vergriffen, er dagegen seinen Feinden nichts dergleichen gethan habe, und verlangt nunmehr das Seinigc zurück. Als sich hierauf der Hareszeller auf Conrad Dachauer berufen, dieser aber erklärt halte, dass er sonst nichts wisse, als dass er den Probst mit Matheis von Karner ausgeglichen habe, erkennt Hanns Sluder und nach ihm die andern vier Richter zu Recht, dass, wenn der Probst durch einen Eid vor seinen Vorgesetzten beweise, dass er seinen Feinden nichts abgenommen habe, er dein Hareszeller nichts schuldig sei. Siegler: der Herzog Wilhalm. G. zu München am Freitag vor Andree. (c. S.) Caspar von Tor, Pfleger zu Landsperg, Hans von Vilenpach, Vlrich Ledrer und Chunrat Schraal- holtz, beide Bürger zu Lantsperg, schlichten den Streit zwischen Heinrich Truchsäss, Domprobst, Götfrid Harrscher, Dechant, und dem Domkapitel zu Augspurg einer- und Marquart von Swangaw, 406 im 2. Dec, 5. Dec. 7. Dec. 10. Dec. 13. Dec. 14. Dec. Chorherrn zu Augspurg, andererseits also, dass die endliche Beilegung jenes Streites dem Herrn Steifen Smiecher, Ritter, als einem Gemeinen, und ihnen, als Zusatz, anlieimgestcllt werden und, falls der Schmieclier die Obmannschaft ablehne, Dyether vom Stain zu Ivlingenstain dieselbe übernehmen soll etc. Siegler: Caspar von Tor. G. am freytag vor saut andres tag dez heyligen Zwelf- poten. (c. Sig.) Pnoth von Eywurk zum Elpogen tritt dem Abt Niclas zu Waltsatzssen auf Befehl des Römischen Königs Sigmund etliche Lehen bei Falknaw in dem Schonwerd in dem Elpogerlande ab. G. am nesten mitboch nach sand Endres tag. (c. S.) Wygenleis Schenck zu Geyern bekennt, dass ihm Fridrich, Markgraf zu Brandenburg und Burggraf zu Niiremberg das Schloss Vorndorlf zu rechtem Mannlehen verliehen habe, und solches der Herrschaft Brandenburg zu allen ihren Kriegen, Nöthen und Geschäften offen Haus sein solle. G. am Samsstag vor vnser lieben Frawen tag Conceptionis genannt, (c. 1 S.) Wouter von Ghent bekennt aus Auftrag Jolians, Herzogs in Beyern, Soon van llenegau, van Ilollant, van Zelant, von Herrn Henriek Nothaft, Herrn von Wernberg, Vicedom, und Jolians Casten- meyer, Landschreiber in Beyern, sein Guthaben von 2500 Rinischen Gulden empfangen zu haben. G. am sevensten Dach in Decembri. (c. S.) Andre Herleinspergcr Vicztumb des Bisthums zu Passau quittirt Niklasn dem Elsässer 360 vom Kasten zu Ewlsperg empfangene Gulden, G. zu Lincz am Phincztag vor sand Lucein tag. (c. Sig.) Chunrad Regeldorflar Probst und der Convent zu Ror übertragen dem Jobst von Abcnsperg als ihrem Vogt, die Mittel zur Bezahlung ihrer Klosterschulden. G. an Lucey Tag. (c. 2 Sig.) Hanns von Rosenberg, Ritter, welcher sich mit Helena Langmentlin von Augspurg Seyfrid Ileuptlins, Bürgers zu Rotemburg seligen Wittwe, verehelichet, verzichtet mit ihrer Zustimmung —■ nachdem er von den Bürgermeistern und dem Rathe der Stadt Rotemburg als Testaments-Ausrichtern aus dem Testament des gedachten Ileuptlin das Burgstall, Burg Tieff genannt, mit allen Gülten, Rechten und Renten, den Weinzehenten zu Obern Tieffe, der nach dem Testamente den armen Sondersiechen zu sanct Linhart zwischen Rotemburg und Gcbsadeln vermeint gewesen, die Behausung seiner Hausfrau in der Sclimidgasse, 10 fl. Geld und 1 Fastnachthun ewiger Gült aus dem Hause unten daran, und auch den Garten an der Schüfe erhalten — auf ein Leibgeding von 80 11., welche seine Hausfrau von gedachter Stadt erhoben, sowie auf den von ihm angesprochenen Zehent zu Lore, und übernimmt endlich dem Testamente gemäss die Abfindung der Spitäler zu Rotemburg, Nördlingen, Halle, Dinekelspuhel, Windsheim und Awe ohne der Stadt Rotemburg Schaden, Mitsicgler : Contz 1422 407 1422 von llosemberg, sein Bruder, G. vff den nehsten Montag vor Sant Thomas des heiligen zwelfl'botcn tag. (c. 2 Sig.) 15. Dcc. Jörg Frawnberger zum Ilag, gesessen zu Hohenburg, vermacht statt der drei zum Kasten in Hohenburg gehörigen Güter zu Ilamsaw, die dem von ihm gestifteten Kloster daselbst von Bischof Albrecht zu Regenspurg sei. und dem Domkapitel allda geeignet wurden, den Hof zu ObcrndaiT, das dazugehörige Heu und die drei Huben zu Winden, die nunmehr alle statt obiger drei Güter zum Kasten der Feste und Herrschaft Hohenburg gehören sollen. Mitsicgler: sein Schwager, Wilhelm der Törringer zu Yettcnpach. G. zu Hohenburg des Eritags vor sand Thomas tag des heilligen Czwelfpotcn. (c. 2 S) 16. Dec. Contz Knoblach, Bürger zu llegenspurg, wird von dem Ilath daselbst auf die nächsten 10 Jahre als Stadt-Pflastermeislcr aufgenommen gegen einen jährlichen Sold von 4 Pfund Regensp. Pfenningen und gegen einen Taglohn von 10 P’fenningcn im Sommer j im Winter aber soll er seinen Lohn nach Stunden erhalten, so zwar, dass letzterer höchstens 10 Pfennige betrage. Er hat auch gute Gesellen zu halten, die mit dem Hammer arbeiten, und diese sollen von der Stadt den nämlichen Sold, wie die Steinmetze und Maurer erhalten. Wenn er schlechte Arbeit mache und sich nicht zu recht weisen lassen wolle, so soll ihn der Rath jeder Zeit verabschieden können. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu llegenspurg. G. in der Quatember zu Weihnachten, (c. S.) Conrat Truchsess von Pomerssfelden, Landrichter zu Nüremberg bestätiget Erasein von Wiscntaw den Inhalt eines vom Landgericht llirsperg dd. Rietenhurg des Ptintzlags nach sand Lawrenczen tag 1101 gesiegelten Briefes, nach welchem Erhärt Muckentaler, Landrichter in der Grafschaft zu llirsperg Rudollfcn dem Wildensteiner Gewalt gibt, die Güter, die zu dem Niederland Straubing gehören, so lange innc zu haben, bis er die 1000 Mark Golden erhalten, welche er im Streite mit dem Wisentawer verloren hat. G. am Mitwochen vor sand Thomas tag. 24. Dec. Meister Chunrad von München von dem Rath zu llegenspurg auf ein Jahr als Arzt gegen eigne Verköstigung aufgenommen, gelobt eidlich, ohne Erlaubnis nicht wegzureiten und bei allcn- fallsigen Klagen nur bei den Richtern der Stadt Recht zu suchen. Siegler: Peter der Maller, Schultheiss zu llegenspurg. G. an dem heiligen Weihnachtabend, (c. S.) 29. Dec. Iladmar Herr zu Laber der jüngere, Hartung von Eglofstain Ritter und Plleger zu Sulzbach und Parkstein, Altinan Ketzstorfer, Hanns Lewellingcr zu Lengfeld, Heinrich Frickenhofcr zu llcm- bawr Pfleger vergleichen als Räthc des Pfalzgrafens Johann die Streitigkeiten zwischen etlichen seiner Diener und Hanns Asinan von Poppcnrewt. G. zu Newmargt an Eritag vor Circumcisione Domini. s. die. Herzog Johannes von Bayern etc. übergiebt dem Heinrich Xothaft das Schloss und die Veste Hilkersberg, und den Markt Ilofkirchen an Zahlungsstatt für die Summe von 10,193 rhoin, Gulden als Eigenthum, da er demselben nehmlich 3000 Nobel oder 5,859 rhein. Gulden von der Sühne und 408 llifl I ;' 1 i II 1 1422 s. die. Theidigung mit dem Uerzogc von Brabant und dessen Gemahlin, Herzogs Wilhelm seeligen Tochter, ferner 1000 rhein. Gulden von der Sühne mit Leyden, schuldig geworden ist und der benannte Nothaft ebenso die angegebenen Besitzungen, welche an Erhärt den Affaltrer um 3000 ungar. Gulden oder 3334 rhein. Gulden versetzt waren, auf eigne Kosten an sieh gelösst habe. (Ex lib. cop.) Rechnung des Nikolaus Elsässer, Kästner zu Ebclsherg über das, was Albrecht von Ilohen- loeh am Mitichen vor Margarete, und der Bischof von Coln und der von Weinsperg am Suntag Judica zu Ebelspcrg verzehrt haben, (c. S.) Ilans von Absperg, Sohn, und Dorothe von Absperg Wiltwe Uadmars von Absperg selig, treten die Lladinnrn vom Herzoge Ludwig um 1600 fl. verpfändete Stadt Monheim, für 800 Gulden an Fridrich Margrauen von Brandenburg und Burgrauen zu Nüerenberg, und Ludwig und Fridrich die altern, und Ludwig den jüngern Grafen von Oettingen ab. (e. 5 S.)