Achtes Buch. Siebentes Kapitel.
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Recht den Vorwurf gemacht, daß er die sanfteren Harmonieen fürden Unterricht verwarf, weil sie nach seiner Meinung die Seele inTrunkenheit wiegten, womit er nicht die eigentliche Wirkung derTrunkenheit" (welche eher leidenschaftlich aufgeregt macht) bezeichnenwill, sondern das Abgespannte uud Matte in dieser Musik. Manhat also für die künftige höhere Altersstufe auch solche Harmonieenund Melodieen kennen zu lernen. Desgleichen auch diejenige, welchefür die Altersstufe des Knaben paßt, weil sie Sinn für das Anstän-dige verleiht und zugleich Bildung zu geben vermag, eine Eigenschaft,welche die lydische Harmonie vorzugsweise zu enthalten scheint.Hieraus ergeben sich folgende drei Hauptbestimmungen der musi-kalischen Erziehung: die richtige Mitte, das Mögliche und dasGemäße." —
nach Schneiders Verbesserung „Die Myser". Philoxenus selbst war einberühmter Dithyrambendichter, gebürtig von der Insel Kythe'ra, Zeit-genosse des Platon.
11. S. Platons Staat III, 398, welche Stelle Aristoteles ganzrichtig gewürdigt hat.
12. Hier bricht das Aristotelische Werk ab. Daß die Abschnitte überErziehung nicht vollständig erhalten sind, sah schon der älteste lateinischeÜbersetzer (s. d. Ausgabe von Ad. Stahl S. 223). Auch hatten wir be-reits früher zu bemerken, daß Aristoteles selbst auf Auseinandersetzungenin seinem Werke hinweist, welche jetzt fehlen, z. B. 7, § 5 und VII, 15, 9.