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4 (1895) Politik
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Achtes Buch. Viertes Kapitel.

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Studien darin machen, so müßten sie das in der Kochkunst auch thun,und das wäre doch ungereimt. -

6. Dasselbe Bedenken stellt sich ein, wenn man annimmt, dieMusik vermöge den Charakter zu veredeln. Warum sollen sie denndie Knaben selbst lernen und warum nicht durch Anhören andererdahin gelangen, sich auf die rechte Weise zu freuen und ihr musika- . -lisches Urteil zu bilden? Wie ja die Lakonen, ohne Musik zu .lernen, gleichwohl, wie sie behaupten, ein richtiges Urteil über guteund schlechte Lieder zu fällen vermögen. Derselbe Einwand kehrtwieder, wenn sie zur Erheiterung des Daseins und zu einer edlen >Unterhaltung dienen soll. Wozu sie selbst lernen und nicht lieber.die Kunst anderer, die sie ausüben, genießen?

7. Man erwäge nur einmal die Vorstellung, welche wir von-^den Göttern haben. Zeus singt ja nicht selbst, spielt auch nicht selbst .. jdie Zither bei den Dichtern; ja wir rechnen sogar solche" (die darausein Fach machen) zu den Handwerkern und halten die eigene Aus- -oÜbung nicht geziemend für einen Mann, es sei denn beim Wein oderim Scherze. Aber wir kommen wohl später hierauf noch einmalzurück?"

9. D. i. Gesang- und ZnstrnmentalvirtNosen.

10. Im sechsten Kapitel dieses Buches- Aus dem, was hier in, fünften. -Abschnitte gesagt ist, wird das Folgende: verstanden. Man thut daher..:gut, das Ergebnis noch einmal zusammen zu fassen.: Die Musik kann...zu drei Zwecken dienen: zun, gewöhnlichen Vergnügen, zur Veredelungder Sitten, zum sinnvollen Genüsse der Muße eines gereiften Mannes:-In allen diesen Wirkungen wird ihr Einfluß auf die Erziehung erörtert:und zuerst der Einwurf erwogen:, ob es nötig, daß die Jugend die Musik ,selbst treibe, da man doch aller dieser Wirkungen auch durch das bloße.Anhören teilhaftig werden könne. (Schlosser.)