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Aristoteles, Politik.
schäften teils in noch höherem Grade. Diese sind freilich mildeRäuber, aber Tapferkeit besitzen sie nicht.
Dazu wissen mir auch von den Lakonen selbst, daß, solange siesich eifrig übten, schwere Anstrengungen auszuhnlten, sie es denübrigen zuvorthaten, jetzt aber in den Leibesübungen wie in denkriegerischen Wettkämpfen anderen nachstehen. Denn nicht dadurch,daß sie ihre Jugend in jener Weise übten, erhielten sie das Über-gewicht, sondern allein dadurch, daß sie sich gegen solche übten, welchediese Übung vernachlässigten.
5. Also dem Schönen, nicht dem tierisch Wilden gebührt dererste Rang. Kein Wolf oder sonst ein wildes Tier mag einen schönenKampf bestehen das vermag vielmehr nur der mutige Mann.Diejenigen aber, welche in der Erziehung der Kinder hierin über-treiben und sie darüber in den notwendigen Dingen ungebildet lassen,richten sie in Wahrheit zu handwerksmäßigen Menschen ab. Siemachen sie nur zu einer staatsbürgerlichen Verrichtung brauchbar,in welcher noch dazu, wie wir gestehen mußten, sie es andern nichteinmal gleichthun. Ein Urteil aber in diesen Dingen muß sich nichtnach dem richten, was ein Volk früher that, sondern nach dem, wases jetzt vermag. Die Lakonen haben jetzt Gegner, die auch eine Er-ziehung erhalten haben; früher hatten sie solche nicht.
Viertes Kapitel.
Wir kommen also darin überein, daß gymnastische Übungennotwendig, sowie daß sie auf ein gewisses Maß zu beschränken sind.Bis zum Alter der Mannbarkeit sind bloß leichtere Übungen vorzu-nehmen und ZwangsdiäU undZwangsanstrengungen fernzuhalten,da-mit das Wachstum nicht gehindert werde. Für den Schaden, welchenvorzeitigeAnstrengungendemOrganismuszufügen können, legt derUm-
6. Ebenso Platon im „Laches".
l. Sie war besonders für die Athleten und Fechter verordnet undhatte oft sehr schlimme Folgen. Näheres bei Kapp a. a. O. S. 140 ff.