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4 (1895) Politik
Entstehung
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437
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Achtes Buch. Zweites Kapitel.

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6. Und so zogen denn auch unsere Vorfahren die Musik in denKreis der Erziehungsgegenstände. Sie diente ihrer Meinung nachnicht der Notdurst (denn sie hat nichts damit zu schaffen), auch nichtdem Nutzen, wie etwa Sprachkenntnis zu Geldgeschäften, zur Haus-wirtschaft, zur Wissenschaft und zu Staatsgeschäften vielfach nützlichund das Zeichnen als erforderlich gilt zu einer richtigeren Beurteilungvon Kunstwerken oder wie endlich die Gymnastik Stärke und Gesund-heit gibt; denn aus der Musik sehen wir keines dieser beiden Dingehervorgehen. So bleibt denn nur noch übrig, daß sie bestimmt seizu einer edlen Ausfüllung der Muße, wozu man sie denn auch inder That angewendet zu haben scheint. Denn wenn irgend etwasdie Muße eines Freien auszufüllen würdig ist, so war es nach demUrteil aller die Musik. So singt denn auch Home'r:

Sondern den sich geziemet zum reichlichen Mahle zu laden."

Er spricht dann ebenso noch von einigen andern, die man auch ein-lade, und fährt darauf fort:

Welche den Sänger laden, der alle zusammen ergötze."

Und an einer Stelle sagt Ody'sseus, das sei die schönste Unterhaltung,wenn unter fröhlichen Menschen:

Sitzet die schmausende Schar in der Halle und lauschet dem Sänger,Dicht in Reihen geschart."^

3. Der erste Vers ist in unfern Ausgaben des Homer nicht mehranzutreffen. Der zweite ist aus dem Gedächtnis zitiert und steht mit einergeringen Abweichung in Odyssc'e XVII, 385. Der dritte ebendaselbst IX, 7.Bei uns würde man zitieren Schiller:

Doch den Sänger vermiss' ich, den Bringer der Lust,

Der mit süßem Klang mir bewege die BrustUnd mit göttlich erhabenen Lehren" u. s. f.