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4 (1895) Politik
Entstehung
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Siebentes Buch. Zwölftes Kapitel.

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eine vollkommene Wirksamkeit und 'Ausübung der Tugend, undzwar nicht abhängig von gewissen Umständen, sondern absolut.Unter den Umständen verstehe ich den Zwang, unter dem Absolutendie ausschließliche Beziehung der Thätigkeit auf das Edle und Schöne,und erkläre mich in einem Beispiele deutlicher. In der Sphäre desRechts gehen die gerechten Strafen und Züchtigungen wohl von derTugend aus, aber als Handlungen der Notwendigkeit enthalten siedas Edle und Gute doch nur in der Weise des Zwanges in sich;denn es wäre bei weitem vorzuziehen, wenn dergleichen Thätigkeitenüberhaupt nicht nötig und für den einzelnen Menschen, wie für denStaat, entbehrlich wären. Dagegen sind die auf Ehre und Wohlfahrtbezogenen Handlungen absolut vortreffliche. Denn die ersten sindnur eine Wegschaffung eines Übels, wogegen die zweiten die wirklichenGüter des Lebens bereiten und Hervorbringen. 4. Zwai? vermagder tugendhafte Mann seine geistige Tüchtigkeit auch in Armut,Krankheit und sonstigem Mißgeschick wohl zu bewähren, allein dasist nicht Glückseligkeit, da diese vielmehr in einer entgegengesetztenLage zu suchen ist? Denn auch dies ist in den ethischen Unter-suchungen bestimmt worden, daß der Tugendhafte ein solcher ist, demwegen seiner Tugend das Gute das absolut Gute ist, woraus dennwieder folgte, daß die mannigfache Anwendung dieser Güter otugendhaft und schön im absoluten Sinne war. Da meinen denn dieMenschen, die Ursachen der Glückseligkeit seien die äußeren Güter,

4. Der Fortgang hat zum Zweck, zu zeigen, daß zur Glückseligkeit jeneoben ausgesprochene vollkommene Wirksamkeit und Ausübung nötig seiund daß eine durch Äußerlichkeiten gestörte nicht ausreiche.

ö. Die Tugend allein hat nicht die Macht, glücklich zu machen.Wem die äußeren Umstände ungünstig sind, der ist eben in der Energieund Thätigkeit der Tugend behindert, muß, wenn er arm ist, um Lohndienen, gerät, wenn er krank wird, in Abhängigkeit u. s. f. Auch dergrößte Künstler kommt nicht zu seiner Kunst Glückseligkeit, wenn er einschlechtes Instrument hat.

li. Die Ausbreitung und Verwirklichung einer solchen Tugend zuwirklichen Zuständen des Glückes, des Wohlergehens, der guten Erfolgealler Art, die bei dem minder tief blickenden sich so ausnehmen, als wärensie nur äußerlich an den Glückseligen herangebracht und wären nur Folgenäußerer Glücksgüter.