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Aristoteles, Politik.
eine solcheAbsonderung verlangt. Der Platz selbst müßte so beschaffensein, daß sein Anblick die Bestimmung seiner erhabenen Würde ge-nügend verriete und er vor den benachbarten Teilen der Stadt größereFestigkeit voraus hätte. 2. Etwas niedriger lege man danebenschicklich einen solchen Marktplatz an, wie ihn die Thcssaler unter demNamen freier Mark tpl atz haben? Dieser muß von aller Handels-ware rein sein; und weder Handwerker noch Bauern oder sonst Leutedieser Art müssen ihn ohne Aufforderung der Magistrate betreten.Es würde zur Anmut dieses Ortes beitragen, wenn hierher auch diegymnastischen Übungen der Erwachsenen verlegt würden; denn dieAbsonderung dieser Anstalten nach den verschiedenen Lebensalternist ebenso schicklich, als die Einrichtung, nach welcher auf dem Übungs-plätze der Jugend einige Magistratspersonen anwesend sind, wogegender der Männer in der Nähe der Magistratur zu liegen hat. Sichso unmittelbar unter dem Auge der Obrigkeit zu wissen, flößt wahreSchamhaftigkeit und diejenige Furcht ein, welche freien Menschenwohl ansteht. Der Handelsmarkt dagegen muß einen Platz für sichund entfernt von dem ersten haben, der so liegt, daß alle Waren-sendungen, kommen sie von der See oder vom Binnenlande, leichtdahin zusammengebracht werden können.
3. Da nächst den Obrigkeiten den zweiten besondern Standdie Priester bilden, müssen auch deren Speiselokale in der Nähe derheiligen Gebäude eingerichtet werden. Die Amtsgebäude für die Be-hörden, welchen die Verhandlungen über Kauf- und Kontraktsachen,die Annahme der Klagen, die Vorladung der Beklagten und anderedergleichen Geschäfte obliegen, die Lokale der Markt- und der so-genannten Stadtpolizei b müssen nahe am Markte und an einem
2. In der Kyropädie (I, 2, 3) erwähnt Xe'nophon eines freienMarktes der Perser, auf welchem der Königspalast und die Regierungs-gebäude lagen und von welchem aller Marktlärm und alle Ware fern-gehalten wurde. Hierfür war der Handelsmarkt bestimmt, wogegen auf demersten vier abgesonderte Quartiere für die Knaben, die Jünglinge, die Er-wachsenen und dienstunfähigen Alten bestanden.
3. Der griechische Ausdruck „Astynomi'e" hatte in der Zeit der ent-wickelten Prosa etwas Alt-Feierliches und Dichterisches, was zu dem Ge-schäft dieser Art Leute nicht sonderlich paßte. Gleichwohl erhielt sich der