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Aristoteles, Politik,
Kap.
7
B-kk.
Sie bemannt viele Galeeren, obschon ihre Stadt im Vergleich zuanderen von nur mäßiger Größe ist.
Soweit diese Bestimmungen über Landgebiet, Häfen, Lage derStädte und ihre Beziehungen zum Meer, sowie über Seemacht.
Sechstes Kapitel.
Die Frage über die numerische Grenze einer politischen Körper-schaft ist oben erledigt worden; wir wollen daher jetzt angeben, welchesder natürliche Charakter der Mitglieder derselben sein muß. Manwird sich davon schon so ziemlich eine Vorstellung machen können,wenn man einen Blick auf die berühmten Städte der Hellenen, sowieauf die verschiedenen Völkerschaften wirft, welche sich in den Besitzder gesamten bewohnten Erde teilen. Die Völkerschaften nämlich,welche in den kalten Gegenden und namentlich in denen Europa'swohnen, sind zwar voll Mut, sind aber mit Verstand und Kunstver-mögen in geringerem Grade versehen. Sie behaupten sich daher wohllänger in ihrer Freiheit, sind aber zur Bildung eines staatlichen Ver-eins untüchtig und ihre Nachbarn zu beherrschen unfähig. Die VölkerAsiens dagegen sind wohl intelligent und besitzen künstlerische Anlagen,aber es fehlt ihnen an Mut; daher leben sie in Unterwürfigkeit undSklaverei. Das Geschlecht der Hellenen aber, wie es hinsichtlich seinerWohnsitze die Mitte hält, vereint auch die Naturanlagen beider, istmutvoll und intelligent, und deshalb behauptet es sich ebensowohl inseiner Freiheit, als seine staatlichen Einrichtungen die besten sind;und es würde alle Nationen beherrschen können, wenn es in einenStaat vereinigt wäre?
2. Vergleicht man nun die hellenischen Stämme miteinander,so tritt auch hier wieder derselbe Unterschied hervor. Manche haben
ihre Vcrfassungszustände findet man bei Kortüm a. c>, O, S. 144—146.Vergl, Stra'bon XU, 3, §6,
1. Ein Stoßseufzer des alten hellenischen Politikers, den der deutscheLeser vollkommen in seiner Bedeutung zu empfinden noch vor wenigenJahrzehnten in der Lage war.