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Aristoteles, Politik.
bewillige sie, wie in Thebens denjenigen, welche sich eine bestimmteZeit lang von jedem niederen Gewerbe fern gehalten haben, oder wiein Massiven einem Ausschüsse, der aus einer Auswahl der Würdig-sten aus den bevorrechteten Regierungsklassen und den außerhalbdieser Klassen stehenden Individuen hervorgegangen ist.
6. Ferner müssen mit den wichtigsten Staatsämtern, die inden Händen der politisch bevorrechteten Klasse bleiben sollen, Leistun-gen für die Allgemeinheit^ verbunden sein, damit der gemeine Mannfroh ist, nichts damit zu thun zu haben, und die Inhaber der Ämternicht beneidet werden, da sie ja ihre Regierungsgewalt teuer genugbezahlen. Ebenso wird es gut passen, wenn sie bei ihrem Amtsantritteprächtige Opfer veranstalten und irgend eine gemeinnützige Anlagemachen, damit der gemeine Mann, wenn er an den Opferschmäusenteilnimmt und seine Vaterstadt durch Denkmäler zu Ehren derGottheiten und durch Bauten verschönert sieht, das Fortbestehen derVerfassung von Herzen gern wünsche. Auch für die Vornehmen wirdes ein Vorteil sein, bleibende Denkmäler ihres Aufwandes hinter-lassen zu können. ^ Aber darauf sind die Oligarchen der heutigen
3. Vergl. über Theben oben III, 3, über Massilien V, 5 und die Anmerk.
4. Die mehrerwähnten kostspieligen „Liturgieen".
5. Aristoteles ist noch antik genug, um mit diesem Zuge jenes schönstenAusdruckes des Ehrgeizes bei den Alten zu gedenken, nach welchem es fast einegöttergleiche Ehre war, seinen Namen als den des Gründers eines öffentlichenKunstwerks auf demselben eingegraben zu sehen. Diese Inschriften auf öffent-lichen Kunstdenkmälern, Weihgeschenken der verschiedensten Art werden von denBerichterstattern immer erwähnt; es wird die Ehre hervorgehoben, die auf deneingegrabenen Namen haftet, oder sie werden auch lebhaft kritisiert, wenn sievon seiten des Gründers oder der Gründer das Selbstgefühl der Allgemeinheitverletzen. Es können Klagen, oft gegen Leib und Leben darüber erhobenwerden, sowie über die bildlichen Darstellungen, die Reliefs u. s. w. an denWerken selbst. Als das Volk zu Athen die Kosten der Werke des Periklesungeheuer fand und murrte, ward es wie durch einen Zauberschlag durch dieErklärung des klugen Staatsmannes beschwichtigt, er wolle die Kosten alleintragen, aber dann auf die Werke auch seinen Namen setzen, worauf Las Volkihn unter stürmischem Zuruf ermächtigte, die Geldmittel aus dem Staatsschätzezu nehmen und die nötigen Steuern zu erheben. Der mächtige ErobererAlexander wußte die Lakedämonier, die ihm nicht HeereSfolge geleistet, nicht