Sechstes Buch, Fünftes Kapitel.
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Zeit nicht bedacht, sondern auf das Gegenteil; denn sie trachtenebensosehr nach Einkünften als nach Ehren, daher man solche Oligar-chien ganz wohl kleine Demokratieen nennen kann. Soviel von derEinrichtung der Demokratieen und Oligarchien.
Fünftes Kapitel.
Der sachliche Zusammenhang mit dem, was wir besprochen 6"»-haben, veranlaßt uns zu einer gründlichen Untersuchung der obrig-seitlichen Ämter, deren Zahl, Beschaffenheit und Wirkungskreis jetztzu bestimmen ist, ein Gegenstand, von welchem schon früher die Redewar.i Denn erstlich kann ohne die notwendigen Magistraturen keinStaat bestehen, und ebensowenig kann er gut bestehen ohne Behör-den, welche für gute Ordnung und Regel sorgen. Dazu kommt, daßin kleineren Staaten der Ämter weniger, in den großen ihrer mehrsein müssen, wie das schon früher gesagt ist^; auch darf es nichtunbemerkt bleiben, welche Ämter man zusammenziehen und welcheman gesondert lassen muß.
2. Obenan unter den notwendigen Ämtern steht die Über-wachung der Marktbedürfnisse. Hierzu muß eine.Behörde zurStelle sein, welche den Handel und Wandel und die äußere Ordnungbeaufsichtigt. Denn es bedarf wohl jede Stadt, zur gegenseitigen
empfindlicher zu strafen, als dadurch, daß er auf die Tripo'den* aus derpersischen Beute, die in De'lphi's Heiligtum aufgestellt werden sollten, dieInschrift anbringen ließ, diese Beutestücke seien den Barbaren von denHelle'nen, mit Ausnahme der Lakedämo'nier, abgenommen worden. — Einletzter Rest dieser sehr schönen Sitte, daß die Vermögenden und Reichen nurEhre darin sehen, einen Teil ihres Geldes auf den Schmuck ihrer Vater-stadt und ihres Vaterlandes Lurch Denkmäler zu verwenden, deren Inschriftenzugleich ihren Namen tragen, hat sich noch in Italien erhalten, währendbei uns davon kaum die Rede ist. Vgl. Adolf Stahr, Herbstmonate inOberitalien S. 87—91 und S. 129.
1. Vergl. oben Buch IV, Kap. 12.
8. Buch IV, Kap. 12, tz 5.
' Der Laut, hinter dem das Zeichen ' steht, hat den Ton: Deutschland «'her alle«.leai,g»nsch»idtsch, B. sr. u. röni.ttl.; Bd. 23; Lfrg. 16.1 Aristoteles' Politik. 24