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Aristoteles, Politik.
allem Übrigen in die Veränderung hineingezogen wird. ^ Warum sollferner diese (beste Verfassung) gerade in die lakonische übergehen?Es gehen ja die Verfassungen durchgängig häufiger in die ihnen ent-gegengesetzten über, als in die ihnen zunächst liegenden, und dasselbegilt von allen Veränderungen überhaupt. Die lakonische, sagt er,geht über in Oligarchie, diese in Demokratie, die Demokratie aberin Tyrannenherrschaft. Aber sie verwandeln sich auch oft ganzumgekehrt, z. B. aus Demokratie wird Oligarchie, noch eher alsMonarchie.
3. Und von der Tyrannenherrschaft ferner hören wir nicht, obsie eine Umwandlung erleidet oder nicht; und wenn sie sich verändert,so erfahren wir nicht, aus welcher Ursache und in welche Verfassungsie umgewandelt wird. Das kommt aber daher, daß ihm die Angabeder Ursache wohl selbst nicht leicht gewesen sein würde; denn derFall entzieht sich jeder Bestimmbarkeit. Nach seiner Ansicht mußdie Tyrannis in die beste und erste Verfassung übergehen, denn erstso würde der zusammenhängende Kreislauf der Entwickelungsphasenzu Ende gebracht werden. Nun geht aber die Tyrannis auch inTyrannis über, wie aus der des Myllon zuSillyon die des Kli'sthenesentstand, bald in Oligarchie, wie in Challkis die des Antilleon, baldin Demokratie, wie die Gello's in Syrqkus, bald in Aristokratie, wiedie des Charila'us in Lakedä'mon und ebenso in Kartha'go. ^
2. Platons Meinung geht nicht dahin, daß bei dem Eintritt der großenPeriode die Entartung oder Veränderung alle Dinge, also auch die ebenerst entstandenen sofort ergreife, sondern er bezeichnet, in etwas mystischerWeise freilich, nur ein Kennzeichen, aus dem man abnehmen könne, wannder in allen Dingen liegende Keim des Verderbens sich zu entwickeln an-fange. „Auch der gleich folgende Einwand (siehe Schleiermacher a. a. O.)daß die Staaten häufig in einer ganz andern Ordnung als der hier an-gegebenen ihre Form wechseln, ist sehr pedantisch für die großartige Rededer Muse, die es leicht würde zugegeben haben, daß, wenn einmal der Ver-fall im Gange, auch solche Reaktionen Vorkommen können." Plato hattegar nicht die Absicht, seine Aufeinanderfolge der Verfafsungsveränderungenals die einzige und notwendige Ordnung hinzustellen.
3. Wahrscheinlich ist hier Chalke'don zu setzen, das mit Karche'don(Karthago) oft verwechselt ist. Denn was Karthago anlangt, so wider-