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Aristoteles, Politik.
Steuersystem die Einrichtung einer Vermögenssteuer, ivie sie in Syra-kus stattfand, wo in fünf Jahren unter Dionysius' Regierung derFall einirat, das; das gesamte Vermögen verabgabt worden war.Auch Kriege muß der Tyrann anstiften, damit die Unter-thanen zu thun und immerfort einen Anführer nötighaben. Und während im Königtum sich der Herrscher durch seineFreunde erhält, hat der Tyrann dagegen diesen am meisten zu miß-trauen, weil er sehr wohl weiß, daß zwar alle ihn zu stürzen denWillen, diese aber am meisten die Macht dazu haben.
6. Zustände des Lebens, wie sie die extreme Demokratie auf-weist, kehren in der Tyrannis alle wieder. Dahin gehört Weiber-regiment in den Familien, durch welches die Geheimnisse der Männerverraten werden sollen, und schlaffe Zucht der Sklaven aus demselbenGrunde. Sklaven und Weiber verschwören sich nicht gegen dieTyrannen, ja sie müssen vielmehr, wenn sie so gute Tage haben, denTyrannieen und Dcmokratieen, diesen Verfassungen, wo das Volk der
weniger als flach war, und urteilt so mit der ruhigsten Gelassenheit. Willdie Darstellung der griechischen Geschichte nicht in geistreichen, aber un-crwiesenen Konstruktionen zu Schaden kommen, so muß Aristoteles' Politik,mehr als es bis jetzt geschehen, zu Grunde gelegt werden. Unter Napoleon III.wurden in Paris die Anweisungen des Aristoteles in Bauunternehmungenund Finanzmaßrcgcln ebenso befolgt, wie die weiterhin folgenden überdie Notwendigkeit steter Kriegführung. Über die Denkmäler der Kypselidenvergl. Otfr. Müller, Dorier I, 166. Den olympischen Tempel erwähntBitru'v und beschreibt Pausa'nias in den A'itica. Von diesem pracht-vollen Tempel, den Pisi'stratus anfing und Kaiser Hadria'n vollendete,stehen noch heute 16 prächtige Säulen von pentelischem Marmor, korinthischerDrdnung, etwa zwei Meter im Durchmesser haltend und über 18,5 Meterhoch. Sie stehen am südöstlichen Ende der Stadt in der Nähe des Jli'ssus.Das ganze Werk hatte ungeheure Dimensionen. Die Ce'lla war voneinem Peristy'l umgeben, das 10 Säulen in der Fronte und 20 auf denSeiten hatte. Das Peristyl war auf den Seiten doppelt, an der vorder»und hintern Seite vierfach; es bestand also zusammen aus 120 Säulen.Die ganze Länge des Gebäudes betrug etwa 110 Meter, die Breite etwa53 Meter. Es war der größeste und prächtigste Tempel, den die Altenerrichtet, und blieb der enormen Kosten wegen auch in den blühendstenZeiten der Republik unvollendet. Die Vollendung fand, nachdem mancherHerrscher sich daran versucht, erst 650 Jahre nach Pisistratus' Grundstein-legung durch Hadria'n statt. Mehr bei Leake, Topographie Athens,übersetzt von Rienäcker S. 415, und Ad. Stahr, Torso II, 375 ff.