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4 (1895) Politik
Entstehung
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323
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Fünftes Buch. Achtes Kapitel.

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veranlaßte die Beschimpfung der Schwester des Harmo'dius, welcheauch eine Drohung gegen den Bruder selbst enthielt. Harmodiuswollte die Schwester, Aristogillon den Harmodius rächen. GegenPeristnder, den Tyrannen von Ambrallia, ward eine Verschwörungangestiftet, weil er im trunkenen Mute seinen Liebling gefragt hatte,ob er schon von ihm schwanger sei. 10. So fiel Phili'ppus durchPausstnias, weil er ihn von Alltalus und seinem Anhänge hatte un-gestraft beschimpfen lassen; so Aim/ntas der Kleine durch Delldas,weil er sich des Genusses seiner Zugend gerühmt hatte. Einen gleichenGrund hatte die Verschwörung des bekannten Eunu'chen gegen Evst-goras von Ci/prus, den jener umbrachte, weil er sich durch die Ent-führung seiner Frau von dessen Sohne beschimpft fühlte?"

I I. Manche Verschwörungen sind ferner durch den Frevelsinnlicher am Leibe verübter Unzucht von seiten der Monarchen gegensie veranlaßt worden; dahin gehört z. B. die Verschwörung des Kra-'us gegen Archela'us. Schon immer war ihm der Umgang mit demKönige widerwärtig gewesen, so daß endlich ein geringer Vorwandseinen Entschluß zur Reife brachte. Archelaus hatte ihm eine seinerTöchter versprochen und ward wortbrüchig, indem er beide an andereverheiratend und gedrängt durch den Krieg mit Sillras und Arrha-ba'nus, die ältere dem Könige von Elime'a, die jüngere seinem SohneAnn/ntas vermählte, wodurch er die Mißhelligkeiten zwischen jenemund seinem mit der Kleo'patra erzeugten Sohne zu beseitigen glaubte;aber die Hauptursache der Feindschaft war doch der Unwille überden unnatürlichen Umgang. 12. Dieser Verschwörung hatte sichaus demselben Grunde der Larissäer Helleno'krates angeschlossen.

10. Philipps Ermordung fällt in das Jahr 336. Dies ist dasjüngste Ereignis in der Aristotelischen Politik. Vgl. über das einzelnedes Ereignisses D io doll XVI, 481 und Machiavelli in den viseorsiüber Li'vins II, 28. Über Nillokles den Eunuchen s. Diod or XVI, 363.Evagoraö von Cypern fiel durch Meuchelmord 374 v. Ehr. Über diemakedonischen Verhältnisse war Aristolleles gewiß sehr gut unterrichtet.Wenn uns sein Wissen darüber erhalten wäre, so würde dem tragischenUntergänge dieser Köuigsfamilie auch der Dichter nicht gefehlt haben;denn in dieser Geschichte lag der Stoff zu den gewaltigsten Tragödien.Vergleiche den ArtikelOlyllnpias" von Adolf Stahr in der Ency-klopädie von Ersch und Gruber.

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