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4 (1895) Politik
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Aristoteles, Politik,

Auch seine Zugend hatte der König genossen, ihm aber dabei dasVersprechen, ihn aus dem Exil in seine Heimat zurückzuführen, nichtgehalten. Und so glaubte jener, der König habe nicht aus Liebeslust,sondern zu seiner Schmach mit ihm Umgang gepflogen. Pa'rrhonund Herakli'des ", beide aus A'nnos, töteten den Ko'tys, um ihrenVater zu rächen; und Adamas fiel vom Kotys ab wegen der Be-schimpfung, daß ihn jener als Knabe hatte entmannen lassen.

13. Viele verschworen sich auch aus Zorn über erlittenekörperliche Mißhandlung durch Schlags und töteten ihre Drängeroder versuchten im Gefühl ihrer Schmach Hand an sie zu legen.Und das thaten selbst hohe Gewaltige und Personen aus königlichenGeschlechtern, wie z. B. Me'gakles sich mit seinen Freunden gegendie Penthali'den *2 in Mityle'ne, welche in der Stadt umher zu gehenund die Begegnenden mit Knütteln zu schlagen pflegten, verschworund sie tötete. Und später brachte Sme'rdis den Pe'nthilus um,weil er von ihm geschlagen und von seiner Frau aus dem Hauseherausgeschleift worden war. Das Haupt der Verschwörung gegenArchela'us aber war Deka'mnichus, der zuerst die Teilnehmer auf-reizte; und der Grund seiner Erbitterung war kein anderer, als daßihn der König dem Dichter Euri'pides, um ihn auspeitschen zu lassen,übergeben hatte, weil dieser wegen einer Äußerung, daß er einenübelriechenden Atem habe, einen Groll gegen ihn hegte." 14. Undso sind um solcher Ursachen willen noch viele andere Herrscher teilsdem Schwerte, teils den Verschwörungen erlegen. Aber auch dieFurcht bewirkte dergleichen. Sie ist als ein Motiv für Umwälzungenin freien Staaten schon angeführt" und wirkt ebenso in Monarchieen.

11. S. Dio'genes von Lae'rte III, 46; Plutarch, Gegen Kolo'teS(Kleine Schriften, Bd. X, S. 629); Über das Eigenlob (Bd.VIU, S, 146). ÄnoS lag in Thrakien.

12. Wahrscheinlich sind hiermit die Penthiliden, übermütige Nach-kommen des Penthilus gemeint, der eine Kolonie nach Le'Sboö überführte.Noch zu Pi'ttakuS Zeiten lebten Penthiliden in Mitplene; die TochterdeS einen von ihnen heiratete PittakuS. S. Diogenes von Laerte I, 81.

13. Nach Stobä'us, Sermo'ne XXXIX, entgcgnete Euripideö:ESmag wohl sein, daß mein Atem übel riecht; denn in meinem Mundeverweset sehr vieles, was ich nicht sagen kann."

14. Im zweiten Kapitel dieses BucheS.