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4 (1895) Politik
Entstehung
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Aristoteles, Politik.

Kap.

12

Bett.

eintretenden Fälle bezogen wissen, in welchen anstatt einer an sichbesseren Verfassung diesem oder jenem Staate gleichwohl eine wenigergute nützlicher ist.

Zehntes Kapitel.

In engein Zusammenhänge schließt sich an die im vorigen be-sprochenen Fragen jetzt diese an: welches und wie beschaffen eineVerfassung sein muß, um für einen hestimmten Staat zu passen?Hierbei ist zunächst der für alle gültige allgemeine Satz festzuhalten:Es muß in einem Staate die Zahl der Verfassungs-freundlichen, die den Bestand der Verfassung wollen,stärker sein als die Zahl der Verfassungsfeindlichen, dieihn nicht wollen. Nun kommen bei jedem Staate die Kategorieender Dualität und Quantität in Betracht: die Qualität als Freiheit,Reichtum, Bildung, edle Geburt; die Quantität als das Überwiegender Menge. 2. Es kann nun die Qualität in einem der zueinem Staate gehörigen Bestandteile befindlich sein und die Quantitätin einem andern: es kann z. B. die Zahl der geringen Leute größersein als die der Edlen, die der Armen größer als die der Reichen,jedoch nicht in der Höhe, daß ihre numerische Überlegenheit ihrenqualitativen Unterschied ausgleichen könnte. Es sind daher diese beidenVerhältnisse gegeneinander abzuwägen und miteinander zu verbinden.Wo nun die Masse der Armen nach dem eben angegebenen Verhält-nisse das Übergewicht hat, da entsteht naturgemäß Demokratie,und zwar in allen ihren Arten, je nach dem Überwiegen dieser oderjener durch ihre Lebensweise bestimmten Volksklasse. Überwiegtz. B. eine Masse der Bevölkerung, die Ackerbau treibt, so gibt dasdie erste Art der Demokratie; überwiegt dagegen eine Masse vonHandarbeitern und Tagelöhnern, so ist die Anlage zum Entstehen derschlechtesten vorhanden. Ebenso wttrdendie Miltelartender Demokratieentstehen, je nach der Lebensweise der zwischen diesen in der Mitteliegenden Volksklassen.

I. Siehe den Anfang des Buches.