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4 (1895) Politik
Entstehung
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247
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Viertes Buch. Neuntes Kapitel.

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geleistet ward, dem Königtum verwandt, wahrend sie, despotisch undwillkürlich ihre Macht übend, ein tyrannisches Element enthielten.Die dritte Form der Tyrannenherrschaft gilt für eine solche im eigent-lichsten Sinne und ist ein Seitenstück zum Vollkönigtum. ^ DieseTyrannis ist notwendig eine Alleinherrschaft, die ohne Verant-wortlichkeit über die Gleichen und Besseren insgesamt regiert, undzwar zum eigenen Vorteil des Machthabers und nicht zu dem derUnterthanen. Darum ist sie auch eine aufgezwungene; denn frei-willig erträgt solche Herrschaft kein freier Mann. Soviel von derTyrannis, von der Zahl ihrer Formen und den Ursachen derselben.

Neuntes Kapitel.

Welches ist nun aber die beste Verfassung und welches das besteLeben für die Mehrzahl der Staaten und die Mehrzahl der Menschen? B.kk.Die Entscheidung ist hier nicht dadurch zu treffen, daß man dabeiden Maßstab einer Tugend anlegt, von der der gemeine Mann keinenBegriff hat, oder den einer Bildung, die Naturanlagen und Mittelerfordert, wie sie das Glück gewährt, oder den Maßstab einer Ver-fassung, die das Ideal unserer Wünsche ist, sondern dadurch, daßman ein Leben im Auge behält, wie es die Mehrzahl der Menschenführen kann, und eine Verfassung, deren Anwendbarkeit für diemeisten Staaten im Bereiche des Möglichen liegt.

2. Die sogenannten Aristokratieen, von denen wir kurz zuvor -sprachen, sind nämlich für die meisten Staaten teils weniger an-wendbar, teils grenzen sie nahe an den sogenannten Verfassungsstaat,daher über beide Formen wie über eine zu sprechen ist und dieGrundsätze, nach welchen sie alle beurteilt werden müssen, auf dennämlichen Elementen beruhen. Ist nun in der Ethik das glückseligeLeben richtig bestimmt als das in der Ausübung der Tugend un-behinderte und die Tugend als ein Mittelmaß zwischen zwei Extremen,so muh auch das Leben innerhalb eines solchen Mittelmaßes das bestesein und zwar eines Mittelmaßes, das für jedes Individuum zu

3. Siehe Buch HI, Kap. II.