Viertes Buch. Siebentes Kapitel.
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Reichen und Armen, von Reichtum und Freiheit sieht. sDer sittlicheWert kommt nicht in Betracht;s denn säst überall gelten die Wohl-habenden zugleich für die gebildetere und sittlich höhere Klasse.
5. Da nun drei Elemente es sind, die sich die Gleichheit derRegierungsrechte streitig machen, freie Geburt, Reichtum, Tugend(denn ein vierter, der Adel ist in jener beiden Gefolge, weil Adellangererbter Reichtum und Tugend 2 ist), so muß inan offenbar dieMischung jener beiden Elemente, der Neichen und der Armen,Politik nennen, den Staat dagegen, in welchem alle drei eineMischung eingchen, eher als jeden andern, Aristokratie heißen, mitAusnahme jener wahren ersten Demokratie. ^
Wir haben also dargethan, daß es noch andere Staatsformengibt, als Monarchie, Demokratie und Oligarchie. Wir haben ihrWesen, die Unterschiede der Aristokratieen unter einander, sowie denUnterschied der Verfassungsstaaten von der Aristokratie zu zeigenund auch deutlich zu machen versucht, daß sie nicht eben weit aus-einander liegen.
Siebentes Kapitel.
Auf die vorstehende Entwickelung wollen wir nun die Unter- ssuchung folgen lassen, wie außer und neben Demokratie und Oligarchiedie sogenannte Politik entstehe und wie sie einzurichten sei. Dabeiwerden zugleich die die Demokratie und Oligarchie trennenden Unter-schiede zum Vorschein kommen. Mit der Zersetzung dieser beidenFormen hat man nämlich anzufangen, worauf man alsdann ausjeder von beiden gleichsam einen neuen Beitrag zu der neuenZusammensetzung entnehmen muß.
2. Es ist eine dreifache Weise der Zusammenschmclzung undVereinigung von Demokratie und Oligarchie möglich. Man wirftnämlich die legislativen Bestimmungen beider Verfassungen über einen
2. In eine,» Geschlecht. So lautete Aristoteles' Definition in derScbrist,,Vom Adel".
3. S. oben Buch III, Kap. 5.
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