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4 (1895) Politik
Entstehung
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Aristoteles, Politik.

kratischen Verfassung wegen der Lebensweise und Gesittung einemehr oligarchische Verwaltung zeigt. Dieser Fall tritt besondersnach Staatsumwälzungen ein: man vermeidet da die schroffen Über-gänge, die Parteien begnügen sich vielmehr zu Anfang damit, kleineVorteile einander abzugewinnen, so daß die früheren Gesetze wohlbleiben, dabei aber die Partei das Übergewicht hat, von der dieUmwälzung ausgeht.

Z. Die aufgestellte Anzahl von Demokratieen und OligarchieenB-kk. geht nun aus unserer gegebenen Entwickelung klar hervor; denn esmüssen notwendig entweder alle jene aufgezählten Bestandteile desVolkes Anteil an den Regierungsrechten haben, oder es haben ihneinige, und die anderen sind ausgeschlossen. Wenn nun die Klasseder ackerbauenden und mäßig begüterten Bevölkerung der Souveränist, so ist das eine gesetzliche Verfassung; denn die Bevölkerung hatzu leben, wenn sie arbeitet, kann aber nicht müßig gehen, und davonist die Folge, daß sie, mit dem Gesetze an der Spitze sich begnügend,Volksversammlungen nur in notwendigen Füllen hält. Den übrigenBürgern fällt der Anteil an den Regierungsrechten mit dem Besitzedes durch das Gesetz verordneten Census zu, so daß kein Besitzenderausgeschlossen ist; es würde Oligarchie sein, die so angegebene Be-fugnis nicht ganz allgemein gelten zu lassen, und zum Müßiggängekann sie unmöglich jemand einladen, wenn er keine festen Einkünftehat. Aus diesen Ürsachen also entsteht eine Art Demokratie.

4. Eine zweite Art ergibt sich aus dem damit verbundenenWahlmodus. Hier steht gesetzlich allen Personen von makellyser Ab-kunft Anteil an den Negierungsrechten zu, aber faktisch treten in denGenuß derselben nur diejenigen, welche müßig sein können. In einersolchen Demokratie herrschen die Gesetze, denn der Mangel an hin-reichenden Einkünften hält vom Politisieren ^ ab. Zn einer drittensind alle freien Leute gesetzlich Vollbürger, faktisch aber nicht alle,wegen der eben erwähnten Ursachen, daher denn auch hier das Ge-setz herrscht. 5. Die vierte Art der Demokratie ist endlich die,welche sich der Zeit nach zuletzt in den Staaten gebildet hat. Weilnämlich die Staaten sich weit über ihren anfänglichen Zustand hinaus

3. D. h. von dem Betreiben von Staatsgeschäften.