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4 (1895) Politik
Entstehung
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Aristoteles, Politik.

Drittes Kapitel.

Kap. Die Ursache der Mehrheit der Verfassungen liegt in der Mehr-3 heit der einen jeden Staat bildenden Elemente. Zuerst besteht nämlich,^°"'wie wir sehen, jeder Staat aus Familien, sodann ist von dieser Massenotwendig wieder ein Teil reich, ein anderer arm, ein dritter hält.das Mittel. Von den Reichen und Armen bildet ein Teil das schwer-bewaffnete Fußvolk, der andere hat keine Waffen. Das niedere Volk,sehen wir, zerfällt in Ackerbauer, Handelsleute und Handarbeiter.Unter den Vornehmen bringen Reichtum und Größe des Besitzesebenfalls Unterschiede hervor, wie z.B. das Halten von Pferden einensolchen kundgibt; denn damit können sich nicht leicht Leute ohne Ver-mögen befassen. 2. Daher bestanden in alten Zeiten in allenStaaten, deren Stärke in der Reiterei lag, oligarchische Verfassungen.Dieser Waffe nämlich bediente man sich in den Kriegen gegen dieNachbarn, wie das die Ere'trier, Chalkide'nser und Magne'ten amMäa'nder^ und viele andere Staaten in Asien thaten. Zu den vomReichtum hervorgebrachten Unterschieden gesellen sich nun auch nochandere, die durch Abkunft oder durch geistige Tüchtigkeit oder durchdie übrigen bei Gelegenheit des aristokratischen Staates erwähnten ^Elemente erzeugt werden. Denn dort zählten wir die notwendigenBestandteile jedes Staates auf, weil diese entweder alle oder in ge-ringerer oder größerer Anzahl an den Regierungsrechten Anteil ha-ben. 3. Hieraus geht nun mit Notwendigkeit das Vorhandenseinmehrerer der Art nach von einander verschiedenen Verfassungen hervor,

1. Ein Fluß in Großphry'gien und Ka'ricn, der bei Mile't insJka'rische Meer stießt. Er ist berühmt wegen seiner vielen Krümmungen.

2. Im dritten Buch. Denn dort philosophiert Aristoteles über den bestenStaat, also auch über die Aristokratie, wie er sie versteht. Es fehlt imdrittenBuche nichts, was das Wesen der Aristokratie bestimmt. Besonders zieltdahin der dort gegebene Begriff des Bürgers, wie dieser sich in seinerhöchsten Form für den Staat ausspricht. Das vierte Buch nimmt daherseine richtige Stelle in dem ganzen Werke ein. S. Woltmann, imRheinischen Museum, Erster Jahrgang 1842, S. 345.