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4 (1895) Politik
Entstehung
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Drittes Buch. Elftes Kapitel.

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einiges durch die Gesetze bestimmbar ist, anderes nicht, der ist es,welcher die Untersuchung und die Frage aufwcrfen heißt, ob die Herr-schaft des besten Gesetzes vorzuziehcn ist oder des besten Menschen.Überall da nämlich, wo die Sache noch einer besonderen Beratungunterliegt, da ist sie eben durch keine Gesetzesbestimmung zu ent-scheiden, und hier erhebt man also nicht dagegen Einspruch, daßdergleichen ein Mensch entscheiden solle, sondern eben nur dagegen,daß einer und nicht viele die Entscheidung treffen, da ein jedervon ihnen, wenn er durch das Gesetz gebildet ist, die Fähigkeitbesitzt, eilt gutes Urteil abzugeben.

0. Es wäre indessen doch wohl ungereimt anzunehmen, es sähejemand besser mit zwei Augen, hörte besser mit zwei Ohren, kämemehr vorwärts mit zwei Händen und Füßen, als viele mit vielen,während doch selbst heutzutage die Monarchen beflissen sind, sich vieleAugen, Ohren, Hände und Füße zuzulegcn. Und das thut ein jeder,der die seinem Rcgierungssystem und seiner Person befreundeten ander Regierung teilnehmen läßt. Sind sie dies nicht, so werden sieauch nicht in des Monarchen Sinne handeln; sind sie aber seinerPerson und seinein Systeme ergeben, so sind sie ja dadurch seinesgleichenund ähnliche, wie er selbst. Meint er also, das; diese regieren müssen,so meint er damit ebensogut auch, daß Menschen, die einander gleichund ähnlich sind, regieren müssen. Hierin bestehen etwa die gegendas Königtum erhobenen Bedenken.

10. Sie sind vielleicht in gewisser Beziehung statthaft, in an-K-,r.derer nicht. Man erwäge, daß ein Teil der Menschen von Natur für ^ein sklavisches, ein anderer für ein königliches, noch ein anderer für^^-ein freies Verfassungsregiment disponiert ist, und daß ebenso für alledrei Verhältnisse das Gerechte und das Zuträgliche ein anderes istS;nur das Tyrannenregiment ist nicht naturgemäß, ebensowenig alsdie anderen entarteten Verfassungsformen, weil sie naturwidrige Bil-dungen sind. Gleichwohl? rst aus dem vorangegangen Erörterungswegcdoch soviel ersichtlich, daß unter Ähnlichen und Gleichen die absolute

8. Wie im ersten Buche bei dein Verhältnisse des Sklaven zu seinemHerrn entwickelt ist.

7. D. h. trotz des naturgemäßen Bestehens jener drei Dispositionen.