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4 (1895) Politik
Entstehung
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Drittes Buch. Zehntes Kapitel.

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sich diese eine solche Herrschaft nicht mehr gefallen, sondern verlangtenein Gemeinwesen und stifteten eine Republik. 8. Da sie aber aus-arteten und sich aus den Mitteln des Gemeinwesens bereicherten, soentstanden hieraus natürlich dieOligarchieen, in denen ja der Reich-tum die politische Ehrenstellung bestimmt. Von hier aus war dienächste Umwandelung die Herrschaft der Tyrannen, und auf diesefolgte Demokratie. Denn indem die Machtinhaber aus schmählicherHabsucht sich auf eine immer kleinere Anzahl zu beschränken trachteten,verstärkten sie die Massen, so daß sich diese endlich erhoben und eszur Errichtung von Demokratien kam. Und da nun die Staatenauch größer geworden sind, so wird sich wohl nicht leicht außer derDemokratie noch weiter eine neue Verfassungsform entwickeln?

9. Wenn inan nun auch für die Staaten Königshcrrschaft alsdas zuträglichste erachtet, wie soll es mit den Kindern der Königegehalten werden? Soll die Würde im Geschlechts fortcrben? Alleindas ist ja, bei der Verschlechterung der Nachkommen, wie sie schonvorgckommen ist, schädlich.Aber solchen Kindern wird ja ein König,da er die Macht dazu hat, die Herrschaft nicht übergeben!" Es istnicht leicht, hieran zu glauben; denn ein solches Verfahren^ fällt sehr-schwer und erfordert ein Maß von Tugend, das weit über die mensch-liche Natur hinausgeht. 10. Auch in Hinsicht auf die vollziehendeGewalt entsteht die Frage, ob der zur Regierung bestellte König eineMacht um sich haben soll, durch die er sich den nötigen Gehorsam beiden Widerstrebenden mit Gewalt erzwingt, oder welches sonst dieMittel sein sollten, die seine Regierung möglich machen. Denn selbstseine Eigenschaft als gesetzliches Staatsoberhaupt und ein überallstreng gesetzliches und die Willkür ausschließendes Verfahren machen

2. Diese inhaltsschweren Zeilen sind ein Umriß der politischen Ge-schichte Griechenlands, ein sicheres Fundament der Geschichte dieses Volkes.Auch der Schlußsatz, der gewissermaßen prophetisch ist, hat sich bewahr-heitet und wird durch Erscheinungen, wie die deS äto'lischcn und achä'ischenBundes, nicht widerlegt. Die Demokratie ist der letzte Ring in der Ent-wickelungSkette der griechischen Staatsformen. Auf sie folgen trübe, einenandern Gcsellschafts- und Staatsznstand vorbereitende Formen.

3. Nämlich die eigenen Kinder von der Regierungsnachfolge zum Bestendes Staatsganzen auszuschließcn.