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4 (1895) Politik
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Aristoteles, Politik.

Zehntes Kapitel.

Dies sind also die Arten des Königtums, der Zahl nach vier.Erstens das der heroischen Zeit, hervorgegangen aus dem Willen derBeherrschten, und auf gewisse Funktionen beschrankt; denn der Königwar Oberfeldherr, Richter und verrichtete die Staatsopfer. Zweitensdas Königtum der Nichthcllenen, eine in Geschlechtsfolge fortgesetzte,gesetzlich despotische Herrschaft; drittens die sogenannte Äsymnetie',eine aus Wahl hervorgegangene Zchrannis; viertens das sparta-nische, seinem allgemeinen Wesen nach ein im Geschlechts erbliches,lebenslängliches Feldherrnamt. Hiermit sind nun die Unterschiededieser vier Formen festgestellt.

2. Eine fünfte Art aber ist das Königtum, in welchem e i neinziger über alles volle Gewalt hat, gerade so wie sonst jedesVolk und jede Stadt über ihr Gemeinwesen. Dies Königtum ent-spricht der Hauswirtschaft. Wie diese eine Art von Königtum inder Familie zeigt, so ist dies Königtum eine Hauswirtschaft übereine Stadt und über ein Volk, oder mehrere. Wir haben also eigent-

rs lich nur zwei Arten des Königtums zu betrachten: dies letztere und^k.das spartanische. Von den anderen liegen die meisten zwischendiesen; denn ihr Machtgebiet ist kleiner, als das des unbeschränktenKönigtums, und größer, als das des spartanischen. Mithin könnenwir uns eigentlich auch auf die Untersuchung folgender zwei Fragenbeschränken: erstens, liegt es im Interesse der Staaten, einen lebens-länglichen Feldherrn, sei es mit Geschlechtserbfolge oder durch Wahl,zu bestellen, oder liegt es nicht in ihrem Interesse? Zweitens, ist eszuträglich, daß ein einziger über alles volle Gewalt hat, oder ist esnicht zuträglich?

3. Die Untersuchung über ein so beschaffenes Feldherrnamt isteigentlich etwas, das mehr in das Gebiet der Gesetze als der Ver-fassung gehört; denn es kann möglicherweise in allen VerfassungenVorkommen, daher lassen wir es zunächst beiseite. Das Königtumdagegen, das für unsere Betrachtung übrig bleibt, ist eine Verfassungs-sorm, mithin haben wir es zu betrachten und die bei ihm sich dar-bietenden schwierigen Punkte durchzugehen. Wir beginnen aber die