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4 (1895) Politik
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Aristoteles, Politik.

7. Allein in der besten Staatsverfassung besteht die großeSchwierigkeit darin, was man thun soll, wenn bei einem Indivi-duum nicht jene Überlegenheit äußerer Vorzüge, in Macht, Reichtumund großen: Anhänge angetroffen wird, wohl aber eine Überlegen-heit an geistig-sittlicher Trefflichkeit. Denn einen solchen wird mandoch darum nicht vertreiben und entfernen wollen? Ebensowenigaber kann man verlangen, über ihn zu herrschen; denn das wäre fastebenso, als wenn man in der Teilung der Herrschermacht über denJupiter herrschen wollte. Es bleibt daher nichts übrig, als, wasauch wohl in der Natur der Sache liegt, daß alle einem solchenManne gern gehorchen, und dadurch zu erkennen geben, daß er wieseinesgleichen ewige^ Könige in den Staaten sind.

Neuntes Kapitel.

K°p. Nach den vorangegangenen Entwickelungen ist es vielleicht an-" gemessen, nun zur Betrachtung des Königtums überzugehen, inwelchem wir eine der normalen Staatsformen sahen. Hier unter-suchen wir, ob für eine Stadt oder für ein Land, das gut verwaltetwerden will, die königliche Regierung eine gute Form ist, oder nicht;oder aber, ob eine andere Staatsform diesen Zweck besser erfüllt;oder endlich, ob das Königtum für einige Staaten zweckdienlich ist,für andere nicht. Doch hat allen: diesen zunächst die Untersuchungvoranzugehen, ob es nur eine Art von Königtum gibt, oder ver-schiedene Formen desselben. 2. Nun ist soviel leicht einzusehen,daß es sowohl mehrere Arten umfaßt, als daß die Art und Weiseder Herrschaft nicht überall dieselbe ist. So ist das Königtum in derSpartanischen Verfassung eine durchaus auf gesetzlichem Boden ruhende

5. D. h. an und für sich, wie Hegel treffend erklärt. Der Aus-druckewig" (-Mio?) läßt am besten den feierlichen Schwung diesesSchlußsatzes erkennen. Man erklärte diesen Ausdruck im Altertums selbstals die Eigenschaft, die da war, ist und sein wird, und verband ihn mitden Ausdrückenunsterblich" undgöttlich", um das vernünftig Not-wendige zu bezeichnen. Der Sinn ist einfach: die Besten werden immerherrschen, man mag es machen, wie man will.