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Dritte- Buch.
Untersteuermanu, ein vierter hat eine andere Benennung der Art), soist zwar offenbar der genaueste Begriff jedes Einzelnen der, welcherseine besondere Tüchtigkeit anzeigt, jedoch wird ihnen allen ebenso gutauch eine gemeinsame Bestimmung zukommeu. Diese ist die Sicherungder Fahrt, an der sie alle arbeiten, ein Ziel, auf welches hin dasStreben jedes Einzelnen unter ihnen gerichtet ist. — 2. Ebenso nunarbeiten auch die Bürger, obschon sie ungleich sind, an der Sicherungihres Gemeinwesens, dies aber ist die Verfassung; cs muß daher dieTugend des Bürgers sich nothweudig auf die Verfassung beziehen.Wenn es nun mehrere Arten der Verfassung gicbt, so kann bei demtüchtigen Bürger unmöglich von ein und derselben schlechthin vollkom-menen Tugend die Rede sein, wogegen wir den guten Menschen ge-rade in Hinsicht auf diese vollkommene Tugend so bestimmen. Esleuchtet daher ein, daß jemand ein guter Bürger sein kann, ohne dieTugend zu besitzen, die den guten Menschen ausmacht.
3. Man kann jedoch auch noch aus einem andern Wege, näm-lich in der Untersuchung über die beste Staatsverfassuug, zu demsel-ben Satze kommen. Denn wenn ein Staat unmöglich aus lauter gu-ten Menschen bestehen kann, jeder Einzelne aber gleichwohl die ihmobliegende Bürgerpflicht pünktlich erfüllen muß, und zwar in Folgeeiner Tugend, so kann, bei der unmöglichen Gleichheit aller Bürgerin einem solchen Staate, die Tugend eines guten Bürgers und einesguten Menschen nicht wohl ein und dieselbe sei. Denn die Tugenddes gute» Bürgers müssen Alle besitzen, (denn dies wird zum Wesendes besten Staats durchaus erfordert), die des guten Menschen dage-gen können unmöglich Alle besitzen, wofern mau nicht annehmenwill, daß alle Bürger eines guten Staates nothweudig auch guteMenschen sei» müßten"). — 4. Ein Staat besteht ferner aus unglei-chen Bestandtheileu, wie das Thier vor allem ans Leib und Seele,
i) Der einfache Bau des etwas verschränkt gestellten Schluffes ist dieser:Obersah: 2n dem besten Staate sind nicht alle Burger menschlich-tugendhaft,ttntersatz: In dem besten Staate sind nicht alle Burger bürgerlich-tugendhaft.Schluß: In dem besten Staate sind also nicht alle bürgerlich-tugendhaftenauch menschlich-tugendhaft; und folglich ist ein Unterschied zwischen bürger-licher und menschlicher Tugend.