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Aristoteles/ Politik.
erlangter vollkommener Ausbildung. Denn gleich mit dem erstenAugenblicke der Geburt bringen einige Tiere gleich soviel Nahrungmit hervor, als da ausreicht, bis das Erzeugte im stände ist, sichsolche selbst zu verschaffen, und das ist der Fall bei allen denen, welcheWürmer^ oder Eier gebären. Aber alle Tiere, welche lebendigeJunge zur Welt bringen, diese haben für dieselben Nahrung in sichbis zu einem gewissen Zeitpunkte, die sogenannte Milchsubstanz.
7. Man ist hiernach befugt, die für beide Fälle richtige Behaup-tung aufzustellen, einmal daß für das weitere Leben die Vegetabiliender Tiere wegen, sodann daß die übrigen Tiere der Menschen wegenda sind. Diezahmen dienen ihnen zum Nutzen und zur Nahrung,diewilden gewähren, wenn nicht alle, doch zum größten Teile, Nahrungund sonstige Hilfe zur Beschaffung von Kleidung und für andere ausihnen zu entnehmende Gerätschaften. Ist es nun wahr, daß dieNatur nichts zwecklos noch vergeblich thut, so muß sie dies alles desMenschen wegen geschaffen haben. 8. Darum ist auch die Kriegs-kunstgewissermaßen eine Kunst, die sich mit dem Erwerbe befaßt; dennes gehört zu ihr die Kunst der Jagd als ein Teil, von der man so-wohl gegen die wilden Tiere als gegen diejenigen Menschen Gebrauchzu machen berechtigt ist, welche sich ihrer natürlichen Bestimmung,wonach sie zu dienen haben, nicht unterwerfen wollen; und hierausentsprang der erste Krieg, den in diesem Falle die Natur selbst fürgerecht erklärte. Es ergibt sichalsoeineArtvonErwerbskunstnatur-gemäß als ein Teil der Hauswirtschaftsthätigkeit. 5 Sie muß indieser Eigenschaft von Hause aus entweder als Grundlage vorhandensein, oder es muß die hauswirtschaftliche Thätigkeit die zum Lebennotwendigen und für die Gemeinschaft des Staates oder Hauses
4. Nach Schneiders Bemerkung läßt Aristoteles die Insekten ausWürmern entstehen, obschon ihm bei einigen die Entstehung aus dem Eibekannt ist. Auch ist die Eierbildung nicht selten so klein und versteckt, daßman sie schwer erkennt. Dazu kommt, daß bei einigen Insekten der Aktder Brütung inwendig vorgeht und sie sonach lebendige Junge als Wür-mer hervorzubringen scheinen.
5. Hiermit ist also die zu Anfang des Kapitels aufgeworfene Frage zumTeil beantwortet.