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Aristoteles, Politik.
Kupferbereitung2 und der Bildgießers: obwaltet. Denn beide helfennicht in derselben Weise, indem die eine die Werkzeuge, die andere denStoff liefert. Unter Stoff verstehe ich die Substanz, aus welcher einWerk zu stände gebracht wird, wie z. B. für den Weber Wolle, fürden Bildgießer Kupfer.
2. Die Hauswirtschaftslehre ist nun offenbar nicht identischmit der Lehre von der Vermögen erwerbenden Thätigkeit; denn diesehat es mit dein Herbeischaffen von Mitteln, jene mit dem Gebrauchederselben zu thun; und was sonst für eine Kunst außer der Haus-wirtschaft sollte sich denn auch mit der Verwendung der einem Hausezu Gebote stehenden Mittel befassen? Aber ist nun die Thätigkeit, dieVermögen erwirbt, ein Teil der andern, oder ist sie eine von ihrdurchaus verschiedene Thätigkeit? — Das ist die Frage. Denn wennderjenige, der sich mit dem Vermögenerwerbe befaßt, darauf zu sehenhat, woher Geld und Besitz einkommen, so muß, da der Besitz wie derReichtum sich auf viele Objekte erstrecken, zunächst ausgemacht wer-den, ob z. B. die Landwirtschaft^ ein Teil ist von der Kunst desVermögenerwerbes, oder ob sie eine davon verschiedene Art ist; undüberhaupt ist bei der gesamten Beschaffung der Nahrung und demErwerbe diese Frage aufzuwerfen. — 3. Nun gibt es aber freilichviele Arten der Nahrung und deshalb auch vielerlei Lebensweisen so-wohl unter Menschen als Tieren — die ja alle ohne Nahrung nichtleben können — und infolgedessen hat die Verschiedenheit in der
2. Eigentlich der Erzbercitung. Der vorherrschende Stoff der Bild-gießerei war nur ursprünglich Kupfer. Da nämlich im Altertums weit mehrgegossen, als in Marmor gearbeitet wurde, und die Zahl der Brvnzestatuennach Pli'nius und Pausaünas die der Marmorbilder bei weitem Abertraf, sowar das Bereiten und das Präparieren des Materials eine hochwichtige Kunst.Es kam auf die Mischungen von Kupfer, Zinn, Blei und Zink an, die baldzusammen, bald einzeln, bald in geringerem, bald in größerem Verhältnisseverbunden waren. Hieraus entstanden die Erzarten mit ihren oft sehr feinnüancierten Farbentönen, von denen uns die Alten so Wunderbares zu be-richten wissen.
3. Der Ackerbau oder die Landwirtschaft wird hier nicht zufällig indie Betrachtung hineingezogen, sondern liegt nach der Sinnes- und An-schauungsweise der Alten der Existenz des Hauses recht eigentlich zumGrunde. Seine fremdwörtliche Bezeichnung bei uns, Ökonomie, ist dafürein bedeutungsvolles Zeichen; denn dies Wort bedeutet eigentlich Haus-verwaltung.