Erstes Buch. Zweites und drittes Kapitel.
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jener verstehen zu befehlen. Wer daher in der Lage ist, das; ersich damit nicht selbst zu behelligen braucht, überläßt einen: Intendan-ten^ diese Ehre, er selbst treibt Staatsgeschäfte oder Philosophie.
Die Kunst des Erwerbes aber ist von diesen beiden verschieden undist, sofern sie gerecht und natürlich, mit den Thätigkeiten des Kriegesund der Zagd verwandt. Soviel vom Sklaven und Herrn.
Drittes Kapitel.
Gehen wir jetzt zu einer allgemeinen Betrachtung des gesamten Kap.Besitzes und der Vermögenserwerbung über. Wir verfahren dabei un- sserm oben! angegebenen Plane gemäß, insofern sich die Untersuchungan den Sklaven anschließt, der uns ja auch als ein Teil des Besitzeserschien. Da könnte man nun zunächst die Frage aufwerfen: ist dieKunst, Vermögen zu erwerben, identisch mit der Lehre von der Haus-wirtschaft, oder ist sie ein Teil von ihr, oder ist sie eine Hilfskunst?
Und wenn sie eine Hilfskunst ist, so fragt man weiter, ob sie zurHauswirtschaft in dasselbe Verhältnis tritt, wie die Kunst Webe-fchiffe zu fertigen zur Weberei, oder in dasjenige, das zwischen der
17. In diesen Haushaltungen der Griechen, an welche der Haushaltunseres begüterten Mittelstandes nicht ganz heranreicht, kommt der Herr mitden: Sklaven in keine oder spärliche Berührung. Der Intendant, der dasganze System der Bedürfnisse des Herrn studiert hat, befiehlt den Sklaven.Er kommt in der römischen Komödie, welche griechische Stoffe verarbeitete,öfters vor. Der Intendant ist selbst ein Sklave und heißt bald „Aufseher," bald„Schaffner", bald „Hausmeister". Auch Sklavinnen wurden zu diesem Amtegebraucht und die Hausfrau in den bemittelten Ständen somit der Verwaltungdes Hauswesens überhoben. Die Intendanten geben von den Vorrätenheraus, was nötig ist, und halten das übrige unter Verschluß, führen auchwohl, als Vollmacht gebend, den Siegelring des Herrn. Sie waren wichtigePersonen, die mitunter auch wohl den Herrn selbst genieren konnten. Sosagt ein Athener in den „Rittern" des Aristo'phanes', daß er es nicht leidenkönne, warten zu müssen, bis der Intendant das Frühstück vorzusetzen be-fehle.
1. Die wissenschaftliche Behandlung dieses Gegenstandes ward zuAnfang des 2. Kapitels verheißen.
* Der Laut, hinter dem das Zeichen * steht, hat den Ton: Deutschland ü'ber a'lleS.lraiigenschkidtlche B. gr. ti. rö»i. Kl.; Bd. 23; Lfrg. 11.^ A rlst ote I e s. IV. 7