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4 (1895) Politik
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Aristoteles, Politik.

während die anderen das Wesen desselben gerade darein setzen, daß derStärkere herrsche, da bei einein entschiedenen Auseinanderhalten dieserbeiden Begriffe^ die Ansicht ihrer Gegner^ zur Geltung komme:das an Tugend Bessere müsse nicht kraft seiner Tüchtigkeit regierenund herrschen, ein Satz, der offenbar alles Haltes und aller über-zeugenden Kraft entbehre. Schließlich erklären einige, in der Meinungan einer positiven Rechtsbestimmung festzuhalten (denn das Gesetz isteine positive Rechtsbestimmung), die Sklaverei durch Krieg für gerecht,zugleich aber widersprechen sie sich. Denn die Ursache der Kriege kannmöglicherweise eine ungerechte sein, und dann wird doch wohl nimmer-mehr einer behaupten wollen, daß der, der es nicht verdient Sklavezu sein, Sklave sei. Denn sonst wird die Folge sein, daß Menschenvon anerkannt edelster Abkunft für Sklaven und Sklavenabkömmlingegelten, wenn es sich zufällig trifft, daß sie gefangen und verkauftwerden. Dies ist der Grund, weshalb die Hellenen sich selbst nicht,sondern nur die Barbaren Sklaven nennen wollen. Und doch läuftvies ihr Verfahren auf nichts anderes hinaus, als auf die Untersuchungdessen, was von Natur Sklave ist, wovon wir zu Anfang redeten.Denn man muß notwendig eingestehen, daß es Menschen gibt, vonoenen einige überall, andere nirgends Sklaven sind.

19. Ebenso verhält es sich auch mit dem Geburtsadel. Sichselbst nämlich halten die Hellenen nicht nur in ihrer Heimat für edel-

das Wohlwollen, stellen eS aber nie mit dem Gerechten zusammen. Eskann mit ihm nicht sachlich, aber noch weit weniger in der Weise desTextes formell mit ihm zniammengestellt werden. Nach der ausführlichenLehre in den Aristotelischen To'pikcn und Ele'nchen müssen bei solchen Zu-sammenstellungen die Gestaltungen einstimmig sein. Es kann der Wohl-wollende mit dem Gerechten, das W mit dem G, Wohlwollen und Gerech-tigkeit, aber nimmermehr das Wohlwollende und die Gerechtigkeit oder dasWohlwollen und das Gerechte znsammengestellt werden; eine Lehre, diewahrscheinlich auch der gründlichste der Herausgeber, Schneider, imSinne gehabt hat, als er an der unschicklichen Verbindung Anstoß nahm.

12. Von Macht und Recht.

13. Im Texte steht der Plural: die Reden deren Inhalt ist. Er wardadurch veranlaßt, daß dein Gedanken, das anTugend" Bessere habenicht zu herrschen, der eine diese, der andere jene Gestaltung gab. DasFormenprinzip herrscht in der Sprache der Griechen mit Energie, ebensowie in ihrer Plastik.