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4 (1895) Politik
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Aristoteles, Politik.

bei den oben erwähnten Dingen, b Denn von Natur Sklave ist der,der eines andern sein kann^ darnm ist er auch eines andernund der an der Vernunft nur so viel Anteil hat, um ihre Stimmevernehmen zu können, ohne sie zu besitzen. Die übrigen lebendenGeschöpfe vernehmen diese Stimme nicht, sondern sind sinnlichenTrieben unterthan.

14. Auch leisten uns beide fast dieselben Dienste; die Sklavennämlich ebensowohl wie die zahmen Haustiere verhelfen uns mitihrem Körper zur Befriedigung der notwendigsten Bedürfnisse. Nunbeabsichtigt zwar die Natur, auch die Leiber der Freien und Sklavenverschieden zu bilden, die letzteren kräftig, ihrer Bestimmung fürBeschaffung des Notwendigen entsprechend, die ersten hochaufgerichtetund unbrauchbar für derartige Körperarbeiten, aber brauchbar fürdas staatsbürgerliche Leben mit seinen beiden wichtigen Zweigen, derkriegerischen und friedlichen Thätigkeit. Indessen kommt doch oft auchdas Umgekehrte vor, daß die einen nur die Körper, die anderen nurdie Seelen freier Menschen haben.

15. Denn das ist jedenfalls einleuchtend, daß, wenn auch nurder rein körperliche Unterschied zwischen ihnen so bedeutend wäre, wiezwischen der Menschengestalt und den Götterstatuen, alle sagen würden,jene zurückstehenden hätten diesen von Rechts wegen zu dienen. Wenndies nun schon in Hinsicht auf den Körper wahr ist, so ist mit nochviel größerem Rechte diese Scheidung in Hinsicht auf die Seele zubehaupten, obgleich die Schönheit der Seele bedeutend weniger leicht

8. Beim Körper, der von der Seele, beim weiblichen Geschöpfe, dasvom männlichen beherrscht wird, bei den Tieren, die von den Menschenbeherrscht werden.

9. ES kommt dem Philosophen darauf an, das Dasein und die Er-scheinung der Sklaverei auS ihrem Wesen abzuleiten. Die sklavischeDisposition, diese Möglichkeit ist die allgemeine Erklärung für dieWirklichkeit der Sache. Das erste bezeichnet Aristoteles in seinenlogischen Schriften mit dem Ausdrucke ,,können" und ,,Vermögen". DiesemAusdruck, der so viel bedeutet als Möglichkeit (nicht eine unbestimmteMöglichkeit) oder Anlage, steht der andere, die Wirklichkeit, von ihmEnergie genannt, gegenüber. ES sind dies zwei sehr weit greifendeBestimmungen, die er auch in seine konstruktiven Schriften herübernimmt.