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Aristoteles, Politik.
Kar. sBeik.
ebenso ist es mit dem Besitzstück. Deshalb ist der Herr auch bloß desSklaven Herr, aber er gehört ihm nicht an; der Sklave aber ist nichtnur des Herrn Sklave, sondern ihm auch überhaupt angehörig.
7. Aus der vorangegangenen Entwickelung nun hat sich Wesenund Bedeutung des Sklaven wohl deutlich herausgestellt. Wernämlich von Natur nicht sich selbst, sondern einem andern angehört,dabei jedoch ein Mensch ist, der ist von Natur Sklave. Es gehörtaber dann ein Mensch einem andern an, wenn er, obschon ein Mensch,ein Besitzstück ist. Ein Besitzstück aber ist ein zu einem Gebraucheverwendbares, ein (von dem, der es verwendet) trennbares Werkzeug.Ob aber die Natur ein derartiges Wesen haben will oder nicht, obInteresse und Gerechtigkeit bei jemand den Sklavenstand rechtfertigtoder nicht und nicht vielmehr alle Sklaverei etwas Widernatürlichesist, das ist hiernach zu untersuchen.
8. Über diese Fragen wird man indessen sowohl durch wissen-schaftliche Untersuchung als durch Erfahrung ohne Mühe aufgeklärt.Das Herrschen und Beherrschtwerden ist nämlich nicht nur notwendig,sondern auch nützlich, und gleich von dem Augenblick ihrer Entstehungan vollzieht sich bei einigen Wesen die Scheidung, die das eine zumBeherrschtwerden, das andere zum Herrschen bestimmt. Die Artenvon beiden sind zahlreich, und jedesmal ist diejenige Herrschaft diebessere, wo die ihr Ünterworfenen vollkommnere Wesen sind, wie z. B.die Herrschaft über einen Menschen besser ist, als die Herrschaft überein Tier. Denn das von vollkommneren Wesen ausgeführte Werkist auch das vollkommnere; um ein bestimmtes Werk aber handelt essich für beide da, wo eins herrscht und das andere beherrscht wird.
9. Und in der That in allem, was aus mehreren Teilen bestehendsich zu einem einheitlichen Ganzen gestaltet — bestehe es nun auszusammenhängenden oder getrennten Teilen — wird ein Herrschendesund ein Beherrschtes angetroffen, und dies ist von der gesamtenNatur vorzugsweise bei den beseelten Wesen der Fall, ja es findetsich gewissermaßen auch da, wo eigentlich kein Leben ist, eine ArtHerrschaft, wie z. B. in der Harmonie." Indessen liegt eine Unter-suchung hierüber unserin Gegenstände wohl zu fern.
6. Die Vereinigung der Töne in der Harmonie erscheint dem Philo-sophen als eine Herrschaft über dieselbe».