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4 (1895) Politik
Entstehung
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Aristoteles, Politik.

Frau bezeichnender Ausdruck fehlt der Sprache!) drittens dasväterliche; auch hierfür fehlt nämlich eine eigentümliche Benennung.Bleiben wir nun bei diesen angegebenen drei Verhältnissen stehen.Es gibt wohl noch einen Teil, welcher einigen als die Haus-Wirtschaft, anderen als Hauptteil derselben erscheint. Auch wiesich's damit verhält, werden wir zu untersuchen haben: ich meinenämlich die sogenannte Erwerbskunst. Zuerst aber wollen wir vomHerrn und Sklaven reden, einmal um das zu erkennen, was zurBefriedigung der notwendigsten Bedürfnisse gehört, und dann umdiesen Gegenstand über die jetzt gäng und gäben Meinungen hinauswomöglich mehr wissenschaftlich zu begründen. 2

3 . Den einen erscheint nämlich die Herrschaft des Herrn überseinen Sklaven als eine Wissenschaft, und Hausverwaltung und Herr-schaft, Regierung durch Staatsmann und König als im wesentlichendasselbe, wie wir das zu Anfang bemerkten. Den anderen erscheintdas Herrschen über Sklaven wider die Natur; denn durch Satzung seider eine Sllav, der andere frei, von Natur aber kein Unterschied, essei daher auch kein gerechtes Verhältnis, weil es ein gewaltsames sei.

K'v- 4 4. Da nun der Besitz ein Teil des Hauswesens und die Besitz-

kunst ein Teil der Hauswirtschaft ist (denn ohne das Notwendigsteist leben und wohl leben unmöglich), so dürfen, gerade so wie dieKünste mit bestimmtem Werk und Zweck der angemessenen Werk-zeuge bedürfen, wenn anders ihr Werk vollendet werden soll, ebenso

l. Der Ausdruck, den die Griechen für die Verbindung von Mannund Frau hatten, 7^0;, Hochzeit, Heirat, Beiwohnung, bezeichnet ebennur den Akt, nach welchem diese zwei Individuen zur Gründung einerFamilie zusammcntretcn, enthält aber nichts weiter zur Bezeichnung derNatur und des Wesens und der gegenseitigen sittlichen Verhältnisse in einersolchen Verbindung. Für das erste Verhältnis, das zwischen Herrn undSklaven, hatten die Griechen das Wort Despo'tik, und dies war bezeich-nend. Für die beiden anderen Verhältnisse fehlte der griechischen Spracheder analoge und angemessene Ausdruck. Daher bildete Aristoteles dieWörter, die im GriechischenGa'mik" undTcknopoe'tik" lauten.Dichter und Philosophen haben als vornehmste Offenbarer des Wesens derWelt das erste Anrecht, die Sprache durch solche Wortbildungen zu erweitern.

2 Er will zuerst vom Herrn und Sklaven reden. Die Untersuchungsoll einen doppelten Zweck haben, einen praktischen und einen theoretischen.