Erstes Buch. Erstes und zweites Kapitel.
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Element des Staates, also entweder ein Tier oder ein Gott. VonNatur nun lebt in allen der Trieb, in einen solchen Verein zu treten,demjenigen aber, der ihn zuerst gründete, verdanken wir die höchstenGüter. Denn ebenso wie der Mensch in seiner vollendeten Ent-wickelung das edelste Geschöpf ist, ebenso ist er, von Gesetz und Rechtgetrennt, das schlechteste von allen. Denn das Furchtbarste ist Un-gerechtigkeit, men» sie Waffen hat. Die natürlichen Waffen desMenschen, welche der Vernunft und Tugend zu dienen bestimmt sind,sind eben diejenigen, deren er sich gerade recht zum Mißbrauch be-dienen kan». " Daher ist er ohne Tugend und Gesittung das ruch-loseste und wildeste Geschöpf und in Beziehung auf Geschlechtslustund Gaumenlust das niedrigste. Die Gerechtigkeit aber ist ein Be-standteil des Staates (denn die Rechtspflege ist das Element derOrdnung im Staatsverein); ihre Bestimmung aber ist Ermittelungdessen, was gerecht ist.
Zweites Kapitel.
Da nun einleuchtend ist, aus welchen Elementen der Staat K.i». Zgebildet ist, so müssen wir notwendig vorher von der Familie reden.
Denn jeder Staat besteht aus Familien. Teile einer Familie abersind die, aus denen wieder die Familie besteht. Da nun die Unter-suchung eines jeden Objektes mit dessen kleinste» Bestandteilen zuerstbeginnen muß, als erste und einfachste Teile der Familie aber Herrund Sklave und Mann und Frau und Vater und Kinder sich ergeben:so ist das Wesen und die notwendige Beschaffenheit dieser drei Ver-hältnisse einer Untersuchung zu unterwerfen.
2. Diese Verhältnisse nun sind das herrschaftliche undeheliche (denn ein den Charakter der Verbindung von Mann und
II. Man vergleiche über diese vielfach mißverstandene Stelle die Schriftvon Jacob Bernays über Aristoteles'Definition der Tragödie, S. 200bis 201. Die „Waffen" oder Werkzeuge (v7i).«), mit denen die Naturden Menschen ansgerüstet hat, daß er sie zur vernünftigen Einsicht undTugend anwende, sind die Affekte.