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Aristoteles, Politik.
Einfluß, den es auf die Zeitgenossen übte, unfern Philosophenzu einer Anwendung seiner Methode im großartigsten Stile unddamit zu der gründlichsten und objektivsten Widerlegung getrieben,die sich am vollkommensten immer durch selbständige positiveSchöpfungen vollzieht. Und auch da, wo er sich in eine direktePolemik gegen Platons wunderliche Vorschläge der Weiber-,Kinder- und Gütergemeinschaft und ähnliches der Art einläßt, wieim zweiten Buche der Politik, geschieht es mit einer Mäßigung,welche den aufgestellten Absonderlichkeiten gegenüber zu bewundernist. Nur gegen Ende desselben Buches, wo er die hauptsächlichstenVerbesserungsvorschläge seiner Vorgänger in der Politik kurz er-wähnt, hat er durch ein etwas brüskes und gesucht einfachesZusammenstellen der Platonischen Neformvorschläge einen treffen-den Spott nicht ganz verhehlt. Denn durch die ganz einfacheErwähnung springt bei den genannten Vorschlägen teils ihre Un-gereimtheit, teils ihre Unbedeutendheit in die Augen, wie z. B.geschieht, wenn unter den wichtigsten politischen Reformen alseine platonische Erfindung die Srffsi'tien der Weiber, das Gesetzüber das Trinkkönigtum der Nüchternen, das Exerzierreglement,wonach mit der rechten und linken Hand exerziert werden soll,als bedeutende Dinge aufgeführt werden. Geister wie Platonund Aristoteles konnten sich nie begegnen. Während der eine,gereizt und verstimmt gegen das bestehende Staatsleben, ausdiesem seinen Unmut heraus dem Bestehenden nicht selten denVernichtungskrieg erklärt, in welchem selbst die schönsten Er-scheinungen des hellenischen Geistes, die Wissenschaft und dieherrliche Kunst dem abstrakten Schematismus seiner subjektivenForderungen und dem, was ihm Religion und Staatszweck ist,zum Opfer fallen, während Platon mit dein, was Leben undGeschichte gegründet haben, ungefähr so verfährt, wie unsereheutigen Theoso'phen des christlichen Staats mit den Erscheinungendes modernen Lebens verfahren, schlägt der andere den entgegen-gesetzten Weg der geschichtlichen Untersuchung ein. Er zeigt, wasdas jetzt Bestehende war, woraus es hervorgegangen, durch welches