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4 (1895) Politik
Entstehung
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Einleitung. Erstes Kapitel.

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Mittelstandes überhaupt; und wenn auch der beträchtliche Teiljener männlichen und weiblichen Bevölkerung, der sein Leben inKüchen, Kammern und Hängeböden zubringt, nicht mehr in eigent-licher Sklaverei ist, so lebt er doch in der Regel fern von denInteressen der Familie, wo nicht gar denselben feindlich, undthut die Dienstebeseelter, lebendiger Werkzeuge". Es kann dieStellung dieses Gesindes allerdings durch humane Behandlunggemildert werden; allein das war auch im Altertum der Fall,und je mehr menschlich sanfte Gesittung und Bildung in einemStaate vorhanden war, desto besser war in demselben im all-gemeinen die Behandlung der Sklaven. Sie wurden z. B. inAthen besser als in Korinth, und hier besser, als in A'rgos undTheben behandelt.

VI.

Soviel von dem äußeren Wesen des griechischen Staatesim allgemeinen. Sehen wir jetzt zu, worin die edelsten undgebildetsten Staatstheoretiker sein inneres Wesen und seine Ideesetzten. Hier können und müssen wir uns vorzugsweise anAristoteles um so eher halten, als der von ihm aufgestellteStaatsbegriff, der nun durch ihn Eigentum der Menschheit ge-worden, kein selbstgeschaffenes Ideal, sondern aus der denkendenGesamtbetrachtung der bestehenden Staaten abgezogen ist.

Der Staat ist nach Aristoteles nicht bloß eine Anstalt zurRechtssicherheit seiner Angehörigen, sondern er ist ein Verein,der die anderen auf die Erlangung eines Gutes gerichteten Vereinealle umfaßt. Er ist der eigentliche Zweck der Natur des Menschen,welcher nur in ihm und durch ihn das ihm gemäße Ziel einesedlen, würdigen und glückseligen Lebens erreichen kann. Dieswürdige und glückselige Leben besteht darin, daß der Mensch