Einleitung. Erstes Kapitel.
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Hiermit ist nun auch die Umgrenzung und Stellung des Sklavengewonnen. Der Sklave gehört zur Familie, deren ökonomischesMoment er mit bildet und die auf ihm ebenso ruht, wie dieFamilie unserer heutigen gebildeten Klassen auf dem Gesinde,den Dienstboten, ohne welche die Wirtschaft der Herren Ge-mahle, der Frauen Gemahlinnen, der Herren Söhne undFräulein Töchter nicht einen Monat dauern würde. Andem Worte Sklaven muß man keinen Anstoß nehmen undbesonders den Gedanken an Neger- und Pflanzersklaverei ganzfahren lassen, die, wenn auch von christlichen Priestern eifrigverteidigt, etwas weit Inhumaneres und von dem Dienstwesender griechischen Welt völlig Verschiedenes ist. Zn den griechischenStaaten gab es Staatssklaven und Haussklaven. Die ersterenwaren Gendarmen, Polizeisoldaten, Ausrufer, Schreiber, Büttel,Gefangenwärter, Nachrichter u. a.: das heißt Staatssklavenwaren alle untergeordnete, nicht obrigkeitliche, bezahlte Beamte,wogegen der mit obrigkeitlicher Befugnis ausgestattete Staats-beamte nicht bezahlt ward. Mit dem Staatssklaven haben wirhier nichts zu thun, sondern nur mit dem Haussklaven, überwelchen wir Aristoteles' vortreffliche Bestimmungen kurz zusammen-fassen. Schon der Grundbegriff ist wahrhaft einzig, und manempfindet ein wirkliches Vergnügen an der Wahrnehmung, daßmit demselben allem Sklavenwesen bis auf diese Stunde herabder Nagel auf den Kopf getroffen ist. Der Sklave ist nachAristoteles ein beseeltes, lebendiges Werkzeug. „Er ist einvon dem Herrn trennbares, aber ihm zugehöriges Besitzstück,das als Werkzeug operiert. Ein jeder ist dies von Natur,wenn er die sklavische Disposition hat, nach welcher er einemandern angehören kann; denn alsdann ist er auch in derRegel eines andern. Es kann Freundschaft und Wohlwollenzwischen ihm und dem Herrn stattfinden. Denn beide, Herrund Sklave, haben das gemeinsam, daß sie Menschen sindund bleiben. Das Dienen und Beherrschtwerden der Sklavenist in seinem und des gesamten Hauses Interesse. Seine