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Aristoteles, Politik.
Platz nahmen. Die Geschlechter mußten ihre politischen Vorrechteaufgeben, während man sie als Kultgenossenschaften noch fernerhinungekränkt bestehen ließ.
So entstand der Gesamtstaat und in chm der mit allenanderen gleichberechtigte Bürger, und die erste Organisation, welcheden alten unvollkommenen Geschlechterstaat überall brach, warunzweifelhaft auf den Zensus gegründet, eine timokratische, ob-schon wir dies, was Griechenland betrifft, nur von einem einzigen,dem attischen Staate, durch bestimmte Nachrichten wissen. —Diese große und heilsame Verschmelzung vollzog sich indessen ineinem griechischen Staate, dem spartanischen, niemals, weil dieSpartaner, als ein eroberndes Herrschervolk, wie ein Kriegsheerinmitten einer zahlreicheren teils freien, teils unfreien Bevölkerunglebend, in diesem kriegerischen Ausnahmezustände verharrten. Sieentwickelten sich politisch anders als die übrigen Griechen, vonwelchen diejenigen, bei denen die Verschmelzung zur bürgerlichenGleichheit mit den meisten Hindernissen zu kämpfen gehabt hatte,sich als Oligarchien an sie anschlossen, während sie selbst diedemokratische Staatenbildung fortwährend mit dem größten Miß-trauen betrachteten. Auch in den übrigen Staaten gelang jeneVerschmelzung weder in derselben Weise, — denn sie gelang ofterst nach den heftigsten Kämpfen, nach Kämpfen auf Leben undTod, in welche die Kämpfenden sich hinein begaben, nachdem siedie Vernichtung der Gegner mit den stärksten Eiden beschworenhatten^, — noch erzeugte sie dieselben Staatsverfassungen, nochfiel sie überall in dieselbe Zeit. Selbst im Pelopouuesischen Kriegeversteckte sie sich noch unter den sogenannten Prinzipienkampfder Demokratie mit der Oligarchie, und während der Krieg selbstäußerlich als ein Kampf zweier um die Hegemonie streitendenrivalisierenden Staaten mit ihren Bundesgenossenschaften erscheint,wütet der eigentliche innere Kampf am erbittertsten in jeder
3. Siehe über diese Eide Politik, Buch V, 7, Anmerkung 18.